Dieses Archiv enthält einen Auszug des Forums für deutsche Geschichte vom 24.10.2005 bis zum 19.04.2010. Wenn Sie mitdiskutieren möchten, besuchen Sie unser Forum unter forum.balsi.de.

Die Opfer waren – zum Glück – nur Inder

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AutorBeitrag

merlin61


8.5.2006 16:15:09
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Kein Land der Welt hat es so gut verstanden, seine Völkermorde zu leugnen wie Großbritannien.
Im britischen Kolonialreich fanden über 20 Genozide statt
.


Opfer der Hungersnot im ausgehenden 19. Jahrhundert

(kreuz.net/Znet) In seinem 2001 in London erschienenen Buch „Late Victorian Holocausts“ – deutscher Titel: „Die Geburt der dritten Welt“
– schreibt Mike Davis von künstlich erzeugten Hungersnöten, die in Indien zwischen 12 und 29 Millionen Menschen umbrachten. [...]


Die Leichen von in den Jahren 1877 und 1878 verhungerten Indern

Quelle: http://www.kreuz.net/article.3138.html

Richtschuetze


9.5.2006 06:41:49
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Ja die Engländer!Die dürften auf uns nicht mal ansatzweise mit dem Finger zeigen!


Gruss

Ronny22


9.5.2006 12:16:18
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Richtschuetze schrieb:
Ja die Engländer!Die dürften auf uns nicht mal ansatzweise mit dem Finger zeigen!

 

Richtschuetze


9.5.2006 13:01:44
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@Ronny probleme mit meiner Aussage?


 Gruss

Hoover


9.5.2006 13:18:08
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Ich habe sie auf jeden Fall. Du hast geschichtlich nichts verstanden.

Sie dürfen uns nicht unsere Verbrechen vorhalten, wie aber deren? Oder wie?

Richtschuetze


9.5.2006 13:38:30
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Du hast geschichtlich nichts verstanden.

das denke ich gelegentlich bei Dir!


Sie dürfen uns nicht unsere Verbrechen vorhalten, wie aber deren? Oder wie?

nein das hast Du falsch verstanden jeder soll sich der seinen Stellen!Aber nicht immer und immer wieder ihrgendwann muß ein Ende sein!
Desweitern hat kein Land das Recht ein anderes Land zu beschuldigen!Jeder sollte vor seiner eigenen Haustüre Ordnung schaffen!(jeder hat selber Verbrechen verschuldet!Sicher der eine mehr der andere weniger!)

hast du mit dieser Aussage immer noch ein Problem?

Gruss

merlin61


9.5.2006 17:24:27
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Abgesehen von den absichtlich herbeigeführten Hungersnöte der Briten im 19. Jahrhundert in Indien,
hatten die Kolonialherren das Land bis zu dessen Unabhängigkeit 1947 schon sehr stark im Würgegriff.

Wikiblödia ist dies (ausser: Victoria 1877 Kaiserin von Indien) keine Wort wert: http://de.wikipedia.org/wiki/Britisch-Indien

---

Was mich auch erstaunt hat, ist die doch "mehr als zynisch" klingende deutsche Übersetzung des Buches von Mike Davis:

[...]
In seinem 2001 in London erschienenen Buch „Late Victorian Holocausts“ – deutscher Titel: „Die Geburt der dritten Welt“
– schreibt Mike Davis

[...]


---


Personen vor Kanonen oder auf Panzer als Kugelfang zu binden, ist offensichtlich auch "so eine Spezialität" der britischen Kriegsführung:

... wie das Beispiel 1939 beim Sepoy-Aufstand zeigt und im WKII mit deutschen Gefangenen auf Panzer gebunden noch gesteigert wurde.

Ronny22


9.5.2006 23:30:35
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merlin61 schrieb:
Was mich auch erstaunt hat, ist die doch "mehr als zynisch" klingende deutsche Übersetzung des Buches von Mike Davis:

[...]
In seinem 2001 in London erschienenen Buch „Late Victorian Holocausts“ – deutscher Titel: „Die Geburt der dritten Welt“
– schreibt Mike Davis

[...]

Das hat nichts mit Zynismus zu tun, literarische Werk sowie Filme werden in der Regel NICHT WORTWÖRTLICH übersetzt.

Vielleicht auch weil der im englischen gewählte Buchtitel nicht sehr klug gewählt wurde... 

merlin61


10.5.2006 01:00:00
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Ronny22 schrieb:
merlin61 schrieb:
Was mich auch erstaunt hat, ist die doch "mehr als zynisch" klingende deutsche Übersetzung des Buches von Mike Davis:

[...]
In seinem 2001 in London erschienenen Buch „Late Victorian Holocausts“ – deutscher Titel: „Die Geburt der dritten Welt“
– schreibt Mike Davis

[...]

Das hat nichts mit Zynismus zu tun, literarische Werk sowie Filme werden in der Regel NICHT WORTWÖRTLICH übersetzt.

Vielleicht auch weil der im englischen gewählte Buchtitel nicht sehr klug gewählt wurde... 
Das man nicht jedes literarische Werk wortwörtlich übersetzen kann ist klar, da es einige Begriffe nicht in der deutschen Sprache gibt.
Wenn der Titel (=den sicher der Autor / der Verlag bestimmt haben) "für dich" nicht klug war, dann beschwer dich doch bei denen


Ich frage mich aber, was kann an diesem Titel und dem Inhalt missverstanden werden, wenn man diesen wortwörtlich übersetzt hätte ?
"Der letzte victorianische Holokaust" verspricht dem Leser doch auch einen völlig anderen Inhalt als „Die Geburt der dritten Welt“
Offensichtlich hälst du den deutschen Titel aber für passender, trotz dass du die obigen Bilder und den Text hinter dem Link gelesen hast...

Die Bedeutung von Holocaust braucht man sicher auch nicht zu übersetzen - dies dürfte / sollte für die meisten Deutschen ein Begriff sein.
Die anderen beiden Worte im Original-Titel bezeichnen aber einzig den Zeitraum und NICHTs von "Geburt" - sondern vom "Massensterben".
=> Es ist schlicht Geschichtsverdrehung, wenn "Holokaust" in Deutschland nur für eine Opfergruppe gilt - oder verwendet werden soll / darf.   

waldi44


20.5.2006 12:25:42
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Nunja, sich über Vergehen fremder Kolonialmächte gegenüber ihren "Schutzbefohlenen", zu muckieren, finde ich mit Blick auf die deutsche Kolonialgeschichte, mit Verlaub, nicht nur einäugig, sondern auch noch böswillig, vor allem wenn sie mit solchen Komentaren: "Ja die Engländer!Die dürften auf uns nicht mal ansatzweise mit dem Finger zeigen!", versehen sind!

merlin61


20.5.2006 15:58:15
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waldi44 schrieb:
Nunja, sich über Vergehen fremder Kolonialmächte gegenüber ihren "Schutzbefohlenen", zu muckieren, finde ich mit Blick auf die deutsche Kolonialgeschichte, mit Verlaub, nicht nur einäugig, sondern auch noch böswillig, vor allem wenn sie mit solchen Komentaren: "Ja die Engländer!Die dürften auf uns nicht mal ansatzweise mit dem Finger zeigen!", versehen sind!
Du erinnerst dich aber schon noch daran, daß es die deutsche Kolonialgeschichte:
1.) Eigentlich nur "ein paar" Jahre dauerte ... und während des WKI, spätestens im Jahr 1918 mit dem VV offiziell schon wieder vorbei war.
2.) ... und die deutsche KG bis dahin noch nicht einmal im Ansatz die Ausmaße / Auswüches wie z.B. die der Briten angenommen hat-te.

3.) (der wichtigste Punkt!) ... kann es mMn nicht davon abhängig sein, daß dass eigene Land - historisch gesehen - zuerst
eine "weiße Weste" vorweisen muss, damit man Kriegs- / Kolonialverbrechen anderer Nationen überhaupt ansprechen darf.
Da dies kein größeres Land von sich behaupten kann, würden solche Fälle wohl auch nie die Öffentlichkeit erreichen können.
... was aber evtl. auch der Sinn dahinter sein könnte, wenn man solche Voraussetzungen als Vorbedingung schaffen würde.


Andererseits...
Sieht man am aktuellen Beispiel Kongo und der Bundeswehr, wer die Kolonialgeschichte "der anderen" dann heute (mit) ausbaden darf.


Apropos "mit dem Finger auf andere zeigen" => mindestens 3 Finger zeigen dabei auch immer auf einen selbst (... ausser evtl. bei Schreiner)

Richtschuetze


20.5.2006 19:22:00
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"

Ja die Engländer!Die dürften auf uns nicht mal ansatzweise mit dem Finger zeigen!", versehen sind!

also Waldi die Engländer dürfen uns Verbrechen usw immer und immer wieder vorhalten,obwohl sie garnicht besser gewesen sind!

Also Waldi verstehe ich das so richtig???

Gruss

P.S Böswillig ja Waldi da kommst Du der Sache sehr nahe!!!Ich persönlich sage immer das was ich meine und denke!
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