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Neue U-boote für die griechische Kriegsmarine

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byron


1.3.2007 16:24:17
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Probleme haben wir mit den vier neubestellten U-Booten des Typs 214 (mit air indipendent Propulsion), im Werte von über 1,7 Mden EUROS.
Das erste (Papanikolis) wurde von der Firma HDW (jetzt Thyssenkrupp) in Kiel , die restlichen werden in der Werft von Skaramangas in Piräus gebaut.

 

Das erste U-Boot PAPANIKOLIS  bei einer der Probefahrten



PAPANIKOLIS  in der Werft der HDW in Kiel bei seiner ersten Berührung mit der See. Damals am 22.04.2004 glaubte man
das U-Boot bis zum 30.09.2055  liefern zu können.



Das zweite U-Boot  des Typs 214  in der Werft von Skaramanga. Man fürchtet es wird die gleichen Probleme aufweisen
wie der PAPANIKOLIS.

Diese U-Boote sind eine Weiterentwicklung der U-Boote 209 die in der griechischen Flotte seit langem mit Erfolg dienen.
Bei den Probefahrten zeigte das neue U-Boot unerwartete Schwächen die den Vertrag nicht erfüllten und wurde von der griechischen Marine nicht akzeptiert. Grosse Neigungen bei rauer See (über 45 Grad), viel kürzere Ausdauer als die versprochene unter Wasser, Wassereindringung in die Oelrohre, Zittern des Periskops bei Geschwindigkeit über 3 Meilen
die Stunde und dadurch unbrauchbar.  Außerdem sollte das Boot lärmfrei sein und das ist es nicht, so kein Unterschied von
den Konventionellen U-Booten. Probleme gibt es auch beim System ISUS, das Torpedokampfsystem, und, und....
Die deutschen Techniker behaupten dass sie in den nächsten sechs Monaten die Probleme beheben werden, die HDW ist allerdings nicht bereit die Verspätungsgelder zu zahlen und droht mit Schließung der Skaramanga-Werft die sie inzwischen aufkaufte.
Das ist auf jeden Fall nicht die beste Werbung für die Firma und die griechisch-deutsche Zusammenarbeit im Gebiet der Rüstung. Ich hege die Hoffnung und den Glauben daß eine Lösung gefunden wird.

Quelle:  Amyndika Themata,  November 2006
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