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Die Niederlande im 2. WK. Woher und wohin?

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AutorBeitrag

waldi44


6.1.2009 16:34:23
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Noch mal zum hölländischen Eisenbahnerstreik und dem daraus resultierenden Hungerwinter. Es ging nicht darum, dass die Deutschen Lebensmitte abtransportieren wollten- das was man abtransporieren konnte war schon weg, sondern um  Transporte nach dem noch besetzten Holland. Die wurden als Strafe für den Streik über das Streikende hinaus untersagt , obwohl es sowohl in Deutschland als auch durch alliierte Spenden für Holland genug Lebensmittel gab.
Gestreikt wurde übrigens, weil man an den Erfolg von "Marked Garden" glaubte und somit das Kriegsende in wenigen Tagen oder höchstens ein paar Wochen erwartete. Unter diesen Umständen war der Aufruf zum Streik durchaus berechtigt.

Nomen Nescio


6.1.2009 18:20:49
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Bruno schrieb:
Also wenn ich richtig verstehe haben die Holländer sich "hongerwinter" selbst zu verdanken? War es nicht der gleiche Eisenbahngesellschaft der aktiv und freiwillig an der Endlösung mitgewirkt hat oder waren alle Niederländer wie auch z.B. Franzosen, Belgier, Tsjechen im Widerstand?
So kan man auch argumentieren. Darf ich aber daran erinnern, daß die Ursache der "hongerwinter" nicht der Streik des Eisenbahpersonals war, sondern die Besetzung meines Landes durch "Edelgermanen".
Und ab den Streik waren es Deutsche Lokführer, die den Zügen in meinem Land bedienten.
Außerdem: wenn in Deinem Land gesagt wird "Wir haben es nicht gewußt", kannst Du schwerlich uns davon beschuldigen es besser zu wissen. Wir hatten erst mit Recht keine Ahnung.


Habe letztens mal was gelesen daß der Widerstand in den Niederlanden gar nicht so groß war? Nur als Selbstbereinigung an Kriegsende enorm aufgebauscht so zu sagen?
Da hast Du Recht. Genauso klein wie die Anzahl aktive Nazifreunde war, war die Zahl der aktiven Nazifeinde.

Das schlimme ist, das bei uns das Personenanstandsregister besser organisiert war als bei Euch. Wohlan, das haben wir gemerkt während des Krieges.

Etwas verstehe ich nicht: wenn man sich wehrt gegen den besetzende Deutschen, ist man feige und Meuchelmörder. Weil erstens kapituliert war. Und zweitens man nicht offen angriff. Womit und wie sollte man offen angreifen? Erkläre mir das dann mal bitte sehr ausführlich, denn da wird dann ein mir unbekanntes Stück Geschichteforschung geöffnet.
Von den Gegenmaßnahmen dieser "Edelgermanen" schweige ich lieber...

Wenn man sich aber nicht wehrt, ist man offenbar auch feige.

Dieses Dilemma wäre uns gespart geblieben, wenn die Nazis nicht meinem Land angegriffen hatten. Sorry, aber so einfach ist es.

Nomen Nescio


6.1.2009 19:49:08
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Richtschuetze schrieb:

man wollte den Vormarsch der alliierten erleichtern und den Widerstand der Deutschen Erschweren. Es war Krieg !
sehr gut erklärt Waldi , dass galt für uns Deutsche auch wir standen gegen 52 Länder im Kampf!!! deshalb auch der Abtransport der Lebensmittel etc!!! Um nicht unseren Feinden noch mehr zu überlassen, dass ist auch unsere Recht es war Krieg!!!
Offenbar brauchst Du doch wieder Geschichteunterricht. Das Kommentar spare ich mich deshalb. 

Etwas hast Du aber übersehen. Es gibt ein Abkommen von Genf. Wie besetzende Mächte sich benehmen sollen. Deutschland hatte dieses Abkommen auch unterzeichnet.
Diese von Dir gutgeheißen Maßnahme war eine Verletzung dieses Abkommens. Vielleicht hast Du das vergessen.... 

Bruno


6.1.2009 20:00:53
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Nomen Nescio schrieb:
So kan man auch argumentieren. Darf ich aber daran erinnern, daß die Ursache der "hongerwinter" nicht der Streik des Eisenbahpersonals war, sondern die Besetzung meines Landes durch "Edelgermanen".
Und ab den Streik waren es Deutsche Lokführer, die den Zügen in meinem Land bedienten.
Außerdem: wenn in Deinem Land gesagt wird "Wir haben es nicht gewußt", kannst Du schwerlich uns davon beschuldigen es besser zu wissen. Wir hatten erst mit Recht keine Ahnung.
Das von euch so geschätzte Königshaus (und damit auch der Widerstand, und natürlich die Tommies und Amis schon viel früher) wußte bereits mindestens 1941 was los war (davon gibt's Tonmaterial und diverse Literatur, u.a. von niederländischen Historikern selbst geforscht). Krokodilentränen und unschuldige Puppenaugen nach dem Krieg helfen da nicht weiter.
Butter auf dem Kopf, u.s.w.


Genauso klein wie die Anzahl aktive Nazifreunde war, war die Zahl der aktiven Nazifeinde.
Die Zahl der damaligen Kollaborateure wächst aber nach neuestem Stand der Forschung ständig. 

Nomen Nescio


6.1.2009 20:39:57
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Bruno schrieb:
Nomen Nescio schrieb:
So kan man auch argumentieren. Darf ich aber daran erinnern, daß die Ursache der "hongerwinter" nicht der Streik des Eisenbahpersonals war, sondern die Besetzung meines Landes durch "Edelgermanen".
Und ab den Streik waren es Deutsche Lokführer, die den Zügen in meinem Land bedienten.
Außerdem: wenn in Deinem Land gesagt wird "Wir haben es nicht gewußt", kannst Du schwerlich uns davon beschuldigen es besser zu wissen. Wir hatten erst mit Recht keine Ahnung.
Das von euch so geschätzte Königshaus (und damit auch der Widerstand, und natürlich die Tommies und Amis schon viel früher) wußte bereits mindestens 1941 was los war (davon gibt's Tonmaterial und diverse Literatur, u.a. von niederländischen Historikern selbst geforscht). Krokodilentränen und unschuldige Puppenaugen nach dem Krieg helfen da nicht weiter.
Butter auf dem Kopf, u.s.w.
Du sagst aber nichts über meine Behauptung "Ohne Angriff gäbe es keinen Hungerwinter". Das, was Du tust, nenne ich "ausweichen".

Die Verbrechen der Nazis waren so schlimm, daß man nicht glauben konnte, das es die Wahrheit wahr.
Woran mich Deine Weise von Argumentieren erinnert, werde ich nicht sagen. Etwas Gutes ist es jedenfalls nicht.

Richtschuetze


9.1.2009 07:09:26
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Scheinbar brauchst du dringend Geschichtshilfe sonst würdes du wissen das diese Bezeichnung nichts mit einer "pro Nazi partein" zutun hat denn diese Bezeichnung kommt aus dem Mittelalter!!


Niederen deutschen Lande" („de nederen duitse landen!)


Diese von Dir gutgeheißen Maßnahme war eine Verletzung dieses Abkommens. Vielleicht hast Du das vergessen

Du solltest dich mal informieren wie eine Nation sich zu verhalten hat die einen Krieg verloren hat und eine Kapitlationsurkunde unterschreiben hat!

Edelgermanen nun füllst du dich als normaler Germane??

Gruss

Richtschuetze


9.1.2009 07:23:02
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Nach der Utrechter Union vom 23. Januar 1579, der endgültigen Unabhängigkeitserklärung vom 26. Juli 1581 und dem Achtzigjährigen Krieg gegen die spanischen Habsburger wurde die formelle Unabhängigkeit von Spanien im Frieden von Münster als Teil des Westfälischen Friedens am 15. Mai 1648 besiegelt, der, gleichzeitig mit der Schweiz, zur Trennung vom mittelalterlichen Deutschen Reich führte. Dieses Datum gilt als Geburtstag der heutigen Niederlande.

 Republik der Sieben Vereinigten Niederlande

In der Folge wuchsen die Niederlande oder die so genannten niederen deutschen Lande („de nederen duitse landen”) als Republik der Vereinigten Niederlande, zu einer der größten See- und Wirtschaftsmächte des 17. Jahrhunderts.

So lese es Dir mal in Ruhe durch!!!

Die Niederländische Sprache (Nederlandse taal), auch Niederländisch (ursprgl.: duits der nederen landen bzw. de duitse taal der nederen landen/ die deutsche Sprache der niederen Lande, auch: Nederduits/ Niederdeutsch), fälschlich Holländisch, nach der niederländischen Region Holland benannt, aus deren Dialekten sich die niederländische Schriftsprache (niederdeutsche Hochsprache) im Wesentlichen entwickelte, gehört wie das Hochdeutsche zum germanischen Zweig der indogermanischen Sprachen.


Und das schreibt eine Sprachenschule dazu!!! (Aber du weisst es mit Sicherheit besser!!)


Gruss


P.S Also doch Germanen!!!

Nomen Nescio


9.1.2009 12:11:01
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Richtschuetze schrieb:
Nach der Utrechter Union vom 23. Januar 1579, der endgültigen Unabhängigkeitserklärung vom 26. Juli 1581 und dem Achtzigjährigen Krieg gegen die spanischen Habsburger wurde die formelle Unabhängigkeit von Spanien im Frieden von Münster als Teil des Westfälischen Friedens am 15. Mai 1648 besiegelt, der, gleichzeitig mit der Schweiz, zur Trennung vom mittelalterlichen Deutschen Reich führte. Dieses Datum gilt als Geburtstag der heutigen Niederlande.
...mittelalterlichen Deutschen Reich...
"Heiliges Römisches Reich (lateinisch Sacrum Romanum Imperium) war die offizielle Bezeichnung für den Herrschaftsbereich der römisch-deutschen Kaiser vom Mittelalter bis zum Jahre 1806.


Die Niederländische Sprache (Nederlandse taal), auch Niederländisch (ursprgl.: duits der nederen landen bzw. de duitse taal der nederen landen/ die deutsche Sprache der niederen Lande, auch: Nederduits/ Niederdeutsch), fälschlich Holländisch, nach der niederländischen Region Holland benannt, aus deren Dialekten sich die niederländische Schriftsprache (niederdeutsche Hochsprache) im Wesentlichen entwickelte, gehört wie das Hochdeutsche zum germanischen Zweig der indogermanischen Sprachen.
Erstens steht da also nicht, das Niederländisch ein Deutsches Dialekt ist, oder eine Änderung der Deutschen Sprache. Sie haben gemeinsame Wurzeln. Und das habe ich nie verneint. Sogar behauptet !!
Zweitens steht hier, das das Niederländisch eine Sprache ist, und nicht ein Dialekt.
Und drittens, wie schon eher gesagt, wenn man etwas ursprünglicher nennen kann, ist es eher meine Muttersprache, die ja noch mehr von der Ursprungssprache behalten hat.
Als ich in der Schule Eure Sprache lernte, lernte ich nicht "Duits", sondern "Hoogduits". Also "Hochdeutsch". Das ihr vergessen habt, daß Eure Sprache Hochdeutsch ist und nicht Deutsch, kann ich ja auch nicht helfen. Man kann es zwar ein anderer Name geben, darum bleibt die Tatsache aber unverändert.

Daß man bei Euch über

Richtschuetze


9.1.2009 12:20:59
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war die offizielle Bezeichnung für den Herrschaftsbereich der römisch-deutschen Kaiser vom Mittelalter bis zum Jahre 1806.

Die Bezeichnung lautete Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation, und deutsch war die Sprache des Volkes und eben nicht Latein was nur für den Schriftverkehr benutzt wurde.(und das lange vor 1806)


die deutsche Sprache der niederen Lande

Also klar Verständlich so meine ich!!!



Als ich in der Schule Eure Sprache lernte, lernte ich nicht "Duits", sondern "Hoogduits

Deutsch/Duits/Dutch ist die Bezeichnung der Sprache und nichts anderes, alles andere sind Dialekte die auf dieser Sprache aufbauen!!!


Zweitens steht hier das, dass Niederländisch eine Sprache ist, und nicht ein Dialekt

Auf Grund der lange Trennung dieser beiden Länder hat sich erst Niederländisch zur eigenen Sprache entwickelt!!!(das kann man heute so sagen)

So habe ich es in der Schule gelernt!!


Gruss

Nomen Nescio


9.1.2009 12:24:48
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Richtschuetze schrieb:

Diese von Dir gutgeheißen Maßnahme war eine Verletzung dieses Abkommens. Vielleicht hast Du das vergessen
Du solltest dich mal informieren wie eine Nation sich zu verhalten hat die einen Krieg verloren hat und eine Kapitlationsurkunde unterschreiben hat!
Ich soll mich nicht informieren, sondern diejenigen, die das überkam.
Und zu Deiner Beruhigung: Ich finde die Bedingungen der "Versailler Friede" eine Schande.


Edelgermanen nun füllst du dich als normaler Germane??
Absolut nicht. Dafür habe ich zuviel gemischte Würzeln.
Vielleicht würde ich nicht mal als normal German durch die Nazis betrachtet 
Und dieser Begriff ist ein Begriff der Nazis. Sie - also nicht ich - fanden, daß sie zu einer Herrenrasse gehörte. Und daß sie Edelgermanen waren. Und Übermensch noch dazu.

Und vergiß auch bitte nicht, daß der Begriff "Edelgermanen" zwischen Anführungszeichen gesetzt war. Oder weißt Du nicht, was das bedeutet?

Nomen Nescio


9.1.2009 12:26:31
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Richtschuetze schrieb:
So habe ich es in der Schule gelernt!!
Dann hast Du es falsch gelernt.

Richtschuetze


9.1.2009 12:45:19
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Dann hast Du es falsch gelernt
.

Na ich denke mal eher Du, aber darüber zu streiten bringt nichts! (siehe unten)


Als ich in der Schule Eure Sprache lernte, lernte ich nicht "Duits", sondern "Hoogduits". Also "Hochdeutsch". Das ihr vergessen habt, daß Eure Sprache Hochdeutsch ist und nicht Deutsch



nd vergiß auch bitte nicht, daß der Begriff "Edelgermanen" zwischen Anführungszeichen gesetzt war. Oder weißt Du nicht, was das bedeutet?

Es war von mir Ironisch gemeint! (Du kennst die Bedeutung?)



Gruss


P.S

Und zu Deiner Beruhigung: Ich finde die Bedingungen der "Versailler Friede" eine Schande.


Da schliesse ich mich Dir an, ich würde sogar sagen es war ein Verbrechen!

Terra Incognita


5.3.2009 20:10:50
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Nun ich denkmal, dass mit dem "wohin" gefragt wird, was aus Holland ohne deutsche Niederlage geworden wäre und nicht das heutige EU Mitglied.  Das "woher" braucht man wohl kaum zu hinterfragen, wenn ihr "deutsches Blut" in der holländischen  Hymne besungen wird.

Nun wie würde den Holland heute aussehen? Vermutlich genauso wie heute, nur etwas größer. Man plante zwar ein "Großflandern", doch in Flandern selbst machte man sich für einen Anschluß an eine "Größere Niederlande" stark. Die Flamen sind schließlich holländische Verwandtschaft. Die holländische Grenze wäre also heute im Westen: Dünkirchen holländisch, Calais würde  Kalen heißen, Boulogne Bonen und Lille Ryttel.

Falls Flandern doch selbstständig geblieben wäre, hätte es eine noch engere Anbindung zum Reich gegeben - holländische Siedler spielten in Himmlers Generalplan Ost eine Rolle, um besonders sumpfige Gebiete in Russland zu kultivieren. Holländische Tomaten kämen wohl heute aus dem Pinsker Urwald...

Militärisch wäre die Waffen-SS bis heute Anlaufpunkt geblieben. Die altmodische Monarchie hätte es natürlich nicht mehr gegeben.
Auch wichtig für ein etwas anderes Szenario: Für einen Frieden mit England, wollte die Wehrmacht aus Holland raus. Dann wäre die Königin natürlich zurückgekehrt und alles wäre so wie heute nur ohne EU.

Achja - deutsch-holländische Fußballspiele hätten bis heute kaum jene Brisanz, wie sie in dieser Zeit spielen. Letzter Ausraster von Nistelroy, der da vor einem Länderspiel mal sagte " Rache für Rotterdam"....  oder man denke an die orangenen Plastik-Wehrmachtshelme bei der letzten WM in Deutschland... 


Was es heute nicht in Holland geben würde: eine Kopftuch-Ordnungsstrafe (Burka-Vollvermummung) für die öffentliche Straße. 

(Und sowas gibts nicht mal im heutigen Deutschland)

Nomen Nescio


6.3.2009 13:58:32
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Im großen und ganzen stimmt den Beitrag. Ist aber ungenau.

1. In Flandern gibt es Gruppen, die einen Anschluß bei "Holland" suchen. Die Mehrheit aber will das nicht. Bei uns aber ist weit über 80% dagegen. Die Völker sind zu weit aus einander gewachsen.
Aber auch - und das könnte das wichtigste Argument werden - weil wir dann eine große finanzielle Bürde damit erben würden. Die Staatsverschuldung ist in Belgien sehr hoch, aber abgesehen davon .
In meinem Land haben sie schon Jahrzehnte lang für ein Zusatzpension gespart. Nebst Rente die von der Staat bezahlt wird. Und das sind beträchtliche Beträge geworden. Wie groß z.B. das ABP (Rentenversicherungsanstalt für Beamter) genau ist, weiß ich nicht. Es gehört aber zu den zehn größten der Welt. Ist m.E. das zweit- oder drittgrößte.
Unweigerlich würde das die Renten unter Druck setzen.

2. Ich kann mich irren, aber dachte, das Himmler eigentlich alle Niederländer nach dem Osten verschleppen wollte. Ausnahmen durften selbstverständlich bleiben.

3. Ein Kopftuch-Ordnungsverbot gibt es m.E. nur bei Demonstrationen. Dafür habt ihr aber eine Bannmeile, die bei uns wieder unbekannt ist.

Terra Incognita


6.3.2009 17:53:08
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Flandern wollte damals zu Holland - heute ist das nicht mehr ganz so ein Thema. Je kleiner das Land in der EU, um so mehr kommt Geld rein von den großen Staaten. Deshalb will auch Wales und Schottland von England weg.
Belgien ist ein ein zurammengeschmiedetes Konstruk aus der nachnapoleonischen Ära, um eine Art Pufferstaat zuschaffen, im Sinne der englischen Europapolitik, wo man keiner Macht eine Hegemonie zubilligen wollte. Damals war das gegen Frankreich gerichtet und nach der Niederlage 1870/71 gegen Deutschland.

Belgien ist ein Land ohne Nationalbewußtsein und falls es auseinanderbricht, heult niemand diesem Land eine Träne nach. Die Flamen verstehen sich nicht als Belgier sondern ausschließlich als Flamen. Die Wallonen - wirtschaftlich schwächer als die Flamen - halten nur zu diesem Pseudo-Belgien, weil es ihre Volksgruppe mit flämischen Geld subventioniert. Wären sie wirtschaftlich genauso stark, wäre Belgien schon längst Geschichte. Ja und die Deutschen Grenzkreise werden dann ganz sicher wieder den Anschluss an Deutschland suchen, schon weil sie keine gemeinsame Grenze zu Flandern hätten.


Die Mehrheit aber will das nicht.

Wir wollen Flandern zurück:

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/325526/index.do



alle Niederländer nach dem Osten verschleppen wollte

Ganz und gar nicht: man wollte freiwillige Siedler werben. Mehr war da nicht. Und so wie es heute viele holländische Bauern in Mitteldeutschland gibt um dort Bauernhöfe zu bewirtschaften, die früher Bestandteil irgendeiner DDR-LPG waren, wären auch sehr viele Holländer den Ruf in den Osten gefolgt. Und Kulturland bekommt man nur wenn man die Schiene der Freiwilligkeit fährt. Im Generalplan Ost steht klipp und klar drin welche Anreize man schaffen wollte, um holländische Siedler anzulocken.


2005 in der BILD:  Amsterdam: Die Niederlande wollen als erstes europäisches Land die Burka oder andere Kleidung mit Gesichtsschleier von der Straße verbannen. Die Regierung einigte sich auf ein entsprechendes Gesetz.

Da steht jedenfalls nichts von Demonstrationen





waldi44


6.3.2009 19:01:20
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Terra Incognita schrieb:

Ganz und gar nicht: man wollte freiwillige Siedler werben. Mehr war da nicht.




Aber DAS glaubst du jetzt wohl selber nicht ! Weit war es mit Freiwilligkeiten jeder Art im 3. Reich ohnehin nicht  her und schon gar nicht in Fragen der Umsiedlung! Da wurde befohlen und angeordnet, aber nicht gebeten!

Zwischen 1939 und 1943 schloß das Deutsche Reich mit osteuropäischen Staaten 15 Umsiedlungsverträge, davon waren 12 einseitig und keiner beruhte auf irgendeine Freiwilligkeit! Drei Verträge (über Polen vom November 1939, über Kroatien vom August 1943 und über Litauen vom Januar 1941) sahen einen Bevölkerungsaustausch vor. Im Gegenzug zur Umsiedlung der Deutschen aus Litauen wurden Personen litauischer, russischer und belorussischer Volkszugehörigkeit aus dem Memel- und Suwalkigebiet ausgesiedelt.
http://lietuvos.istorija.net/kleinlitauen/stossun.htm

Bei der letzten statistischen Aufnahme vor Ende des Krieges waren von den aus Rumänien umgesiedelten Volksdeutschen 166 222 in den „eingegliederten Gebieten” - wohl einschließlich Lothringens — angesiedelt; rund 23 900 waren „im Altreich in Arbeit vermittelt” worden, während noch 16 200 in Lagern auf ihre Ansiedlung warteten53.
Das Deutschtum in Rumänien war, da mit der Abtrennung Nord-Siebenbürgens und des Sathmar-Gebiets durch den Wiener Schiedsspruch vom 30. August 1940 auch die Volksdeutschen dieser Gebiete der Volksgruppe verlorengingen, als Ergebnis der Umsiedlungen schon vor dem Eintritt Rumäniens in den Krieg auf knapp zwei Drittel seines früheren Bestandes zusammengeschmolzen. Die Umsiedlungsaktionen aus den der Sowjetunion zufallenden Ostgebieten retteten zweifellos deutsche Menschen vor dem Zugriff des Bolschewismus; die „Heimführung” deutscher Volksgruppen und Volkssplitter aus anderen Ländern war aber sehr viel schwerer, wenn überhaupt zu rechtfertigen. In jedem Fall führten die Umsiedlungen zur Entwurzelung der betroffenen Menschen, die das Schicksal der Heimatlosigkeit schon Jahre vor den späteren Vertreibungen bis zur Neige auskosten mußten. Die Rückkehr in die Heimat blieb ihnen im allgemeinen verwehrt.
http://www.z-g-v.de/doku/archiv/rumaenien/kapitel-3-2-1.htm


Niederschrift der Besprechung über die Südtiroler Frage, stattgefunden am 23. 6. 39

Die praktische Durchführung und Abwicklung der ihm übertragenen Aufgabe sähe der Reichsführer-SS in folgenden drei Etappen als zu verwirklichen an:

1. Etappe:

Innerhalb von vier Wochen sollen unter deutschem Druck alle Reichsdeutschen aus Südtirol auswandern, soweit sie gebürtige Südtiroler sind; also nicht im Altreich geborene Reichsdeutsche, die als Handelsvertreter deutscher Firmen usw. in Südtirol tätig sind.
http://zis.uibk.ac.at/stirol_doku/dokumente/19390623.html

Und hier kannst du etwas über die "Freiwilligkeit" der Holländer zur Umsiedlung nachlesen:http://books.google.de/books?id=ddPza1wdh4MC&pg=PA629&lpg=PA629&dq=umsiedlungen+holl%C3%A4nder&source=bl&ots=NdL1Fo1tN7&sig=PKTBocHKCIC_ztkQboE_qe6yb9k&hl=de&ei=NmOxSc-kEI7C0AWslqyCAQ&sa=X&oi=book_result&resnum=2&ct=result




Nomen Nescio


6.3.2009 19:17:31
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Terra Incognita schrieb:
2005 in der BILD:  Amsterdam: Die Niederlande wollen als erstes europäisches Land die Burka oder andere Kleidung mit Gesichtsschleier von der Straße verbannen. Die Regierung einigte sich auf ein entsprechendes Gesetz.

Da steht jedenfalls nichts von Demonstrationen
Bild bei Euch und Telegraaf bei uns haben gemeinsam, das man sie trauen kann. 

Terra incognita


7.3.2009 17:04:09
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Und hier kannst du etwas über die "Freiwilligkeit" der Holländer zur Umsiedlung nachlesen

Ja der Satz ist interessant über  das "Drittel". Schade das da nicht mehr steht, ob das etwa ein Umlaufgerücht war oder  aus dem  SS-Plan für die Besiedelung des Warthegaus stammt, der ja vor dem Generalplan Ost entstand. Speziell für die holländische Siedlerwerbung gab es ja schon Werbeplakate, die für das Warthegau warben. Musterdörfer und Musterhäuser wurden entwickelt und auf Messen vorgestellt. Es wurden ganz klar Anreize geschaffen und im Warthegau begonnen, was die SS für den eroberten Ostraum plante.

Ich bin nicht der Ansicht, daß man den Zwangsweg nach dem gescheiterten SS-Siedlungsprojekten im Raum Lublin gegangen wäre. Das mit dem "fast ein Drittel " muß man deshalb als Zielmarke verstehen. Nur wird es in dem Buch als Plan für das Warthegau verstanden. Der Generalplan-Ost wurde mit keiner Silbe erwähnt.

Die anderen Umsiedlungsbeispiele haben ihre eigene Geschichte - die kann man mit einem nichtausgeführten Plan nicht vergleichen.

Schon die Optantengeschichte der Südtiroler passt da geopolitisch überhaupt nicht. Und die Rückführung Volksdeutscher ist auch nicht vergleichbar mit  einem Siedlungsprojekt für holländische Bauern. Ein Siedler-Run hätte  sich nach einem Ostsieg von ganz allein eingestellt, solange England weitergekämpft hätte. Man war dort weit außerhalb jeglicher britischer Bomberreichweiten.

waldi44


7.3.2009 17:27:41
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Terra incognita schrieb:
Ein Siedler-Run hätte  sich nach einem Ostsieg von ganz allein eingestellt, solange England weitergekämpft hätte. Man war dort weit außerhalb jeglicher britischer Bomberreichweiten.

Tja, DAS wäre noch zu klären! Die eigentliche Frage wäre: wie vollständig war dieser "Otsieg"? Der "Run" hätte schnell ein jähes Ende gefunden, wenn die ersten Meldungen von toten Siedlern durch Partisanen oder marodierenden Freischärlern im Umlauf gekommen wären. Sicher vor britischen Bombern, aber im Partisanenhinterhalt abgeknallt!

Terra incognita


8.3.2009 14:28:46
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Der Partisanenkrieg wurde auch als Problem erkannt, deshalb sprach man auch lieber von Wehrbauern. Der ideale holländische Wehrbauer war demnach auch ein gedienter Waffen-SS Mann, der was vom Selbstschutz verstand. So wie sich ukrainische Bauern gegen Sowjetpartisanen, aber auch polnische Partisanen organisierten, so sollten sich deutsch/germanische Wehrbauern dann in der sicher unruhigen Nachkriegsphase selbst behelfen.

Das Partisanenproblem hätte sich aber beträchtlich verringert, wenn die Zentralsteuerung von Moskau aus ausgefallen wäre, die ja mit Waffen und Logistik die Bandengebiete versorgten. Sehr viele Partisanenbanden hätten dann in der Nachkriegsphase ihren ehemals zugeteilten Kommissaren kein Wort mehr geglaubt und dann sich in reine Räuberbanden umgewandelt.

Besonders im Pinsker Urwaldgebiet sollte die Wehrmacht riesige Sperrgebiete erhalten, wo man den Ausbildungsstand hochhalten wollte, teils im scharfen Einsatz gegen angenommene Bandentätigkeit. Man rechnete also damit. Und dort wo die Wehrmacht ihre Basen hatte, aber auch entlang den geplanten Autobahnen und Breitspurbahnen, sollten die Wehrbauerndörfer entstehen, um sie bei Gefahr schnellstens erreichen zu können.

Richtschuetze


12.3.2009 11:12:58
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Einen interessanten Bericht gefunden was den Ursprung bzw Ihrer Nationalhymne der Niederlande angeht! Schon seltsam das sie in Ihrer Nationalhymne Ihr deutsches Blut besingen aber heute das nicht mehr wissen wollen!



Wenn Niederländer bei feierlichen Anlässen ihre Nationalhymne anstimmen, dann singen sie gleich in der ersten Strophe den Text: „Wilhelmus von Naussau, bin ich von deutschem Blut.“ Dann folgt der Schwur: „Dem Vaterland bleib’ ich treu bis in den Tod.“ Der Text der „Wilhelmus“ wie die Nationalhymne im Volksmund genannt wird, entstand im Jahre 1570 zu Zeiten des 80ig-jährigen Befreiungskrieges, den die Republik der Vereinigten Niederlande zwischen 1568 bis 1648 gegen die spanischen Habsburger und dem damaligen spanischen Herrscher Philips II.ausfocht. Er endete mit dem Friedenschluss von Münster (1648), als die Republik der Vereinigten Niederlande als unabhängiger Staat anerkannt wurde.Aber erst 1932 wurde die „Wilhelmus“ offiziell Nationalhymne. Mit dem Ur-Text aus dem Jahre 1570 und der Passage, dass das niederländische Königshaus „von deutschem Blut“ ist.Diese Zeile ärgert heute aber viele Niederländer. Alles wollen sie sein, am liebsten würden sie sich als 51. Bundesstaat der USA anschließen, wenn dies ginge. Aber eines wollen sie auf keinen Fall sein: „von deutschem Blut.“Aus „deutschem Blut“ soll in der Nationalhymne Niederländer daher „edles Blut“ werden, ganz so, als wäre das Blut, das Deutschen durch die Adern fließt „unedel“ oder „unrein.“ Das jedenfalls fordert nun der Wissenschaftler Bert Hofman in einem Gespräch mit der Zeitung „de Volkskrant.“ Hofman schrieb die niederländische Nationalhymne um,. Er machte deren Text „etwas nationalistischer,“ wie Hofman es formuliert. Auch den Passus in dem es heißt, dass die Niederländer den König von Spanien „immer geehrt haben,“ hat Hofman gestrichen, „weil sich keiner damit heutzutage noch identifizieren kann.“Ziel des ganzen Vorhabens sei es, „dass unsere Fußballer in Zukunft die Nationalhymne aus voller Brust mitsingen können. Denn „wie muss sich wohl Johan Cruijff 1974 beim Weltmeisterschaftsendspiel gegen Deutschland gefühlt haben, als er singen musste: „bin ich von deutschem Blut.“Möglicherweise erklärt Cruijff Schock die damalige 1:2-Niederlage, die zu einem nationalen Trauma wurde und den Nährboden für eine neue Welle anti-deutscher Ressentiments im Oranjestaat bereitete.Was dem Hymnen-Reformer Bert Hofman entgangen sein dürfte, das ist die Tatsache, dass durch die Adern der Mitglieder des niederländischen Königshauses Oranien-Nassau, tatsächlich viel „deutsches“ Blut fließt. Und das schon seit hunderten von Jahren. So war der niederländische König Willem III. (1817- 1890), der überhaupt nur König sein konnte, weil Napoleon die niederländische Republik während der französischen Besatzung (1795-1813) in ein Königreich umgewandelt hatte, mit Emma Wilhelmina von Theresia von Waldeck Pyrmont verheiratet. Königin Wilhelmina (1880-1962) traute sich mit Hendrik von Mecklenburg-Schwerin. Deren Tochter, Ex-Königin Juliana, ehelichte Bernhard von Lippe-Biesterfeld. Und Julianas älteste Tochter, die amtierende Königin Beatrix, ist mitClaus von Amsberg verheiratet. Die Textpassage vom „deutschen Blut“ in der niederländischen Nationalhymne, die sich ja nicht auf das niederländische Volk, sondern auf das Königshaus Oranien-Nassau bezieht, beschreibt also bloß die Wahrheit.

Nun über das deutsche Blut im Niederländischen Volk haben wir ja schon gesprochen!



Das selbe Problem hatte Lichtenstein wo auch eine Passage im Text geändert werden mußte da die bösen Worte mit deutschem Rhein vorgekommen sind das wurde dann schnell durch schönen Rhein ersetzt!



Gruss

waldi44


12.3.2009 12:15:31
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Verwandte kann man sich nicht aussuchen, aber wenigstens seine Freunde!

Nomen Nescio


12.3.2009 12:18:22
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Richtschuetze schrieb:
Einen interessanten Bericht gefunden was den Ursprung bzw Ihrer Nationalhymne der Niederlande angeht! Schon seltsam das sie in Ihrer Nationalhymne Ihr deutsches Blut besingen aber heute das nicht mehr wissen wollen!


Wenn Niederländer bei feierlichen Anlässen ihre Nationalhymne anstimmen, dann singen sie gleich in der ersten Strophe den Text: „Wilhelmus von Naussau, bin ich von deutschem Blut.“ Dann folgt der Schwur: „Dem Vaterland bleib’ ich treu bis in den Tod.“ Der Text der „Wilhelmus“ wie die Nationalhymne im Volksmund genannt wird, entstand im Jahre 1570 zu Zeiten des 80ig-jährigen Befreiungskrieges, den die Republik der Vereinigten Niederlande zwischen 1568 bis 1648 gegen die spanischen Habsburger und dem damaligen spanischen Herrscher Philips II.ausfocht. Er endete mit dem Friedenschluss von Münster (1648), als die Republik der Vereinigten Niederlande als unabhängiger Staat anerkannt wurde.Aber erst 1932 wurde die „Wilhelmus“ offiziell Nationalhymne. Mit dem Ur-Text aus dem Jahre 1570 und der Passage, dass das niederländische Königshaus „von deutschem Blut“ ist.Diese Zeile ärgert heute aber viele Niederländer. Alles wollen sie sein, am liebsten würden sie sich als 51. Bundesstaat der USA anschließen, wenn dies ginge. Aber eines wollen sie auf keinen Fall sein: „von deutschem Blut.“
Was willst Du hiermit sagen???
Daß der "Vater des Vaterlandes" geboren Graf von Nassau war, ist allgemein bekannt bei uns. Dafür schämen wir uns nicht.

Daß 1932 das Wilhelmus anerkannt wurde, hat ganz andere Gründe, als Du hier andeutest. So wurde es z.B. auch gespielt als Königin Wilhelmina 1898 den Thron bestieg. Obwohl es damals ein (anderes) offizielles Volkslied gab.
Auch hier wieder - wie so oft - nur unterstellen.

Du kannst Dich nur beklagen über die bösen Franzosen, die aus dem Rheinland klauten. Hast Du auch nur ein Wort die Gegenseite gewidmet? Die bösen Deutschen, die z.B. mein Land leer stahlen?
Ich hab hier einige Ziffer für Dich:
In Belgien, daß 1939 ungefähr genau soviel Einwöhner hatte als mein Land, starben 49.000 Bürger als Folge des Krieges. Belgien wurde 1944 befreit.
Mein Land wurde erst 1945 befreit und erlebte noch den Hungerwinter. Bei uns starben 88.900 Bürger. Woher kommt dieser Differenz, denkst Du?

Menschen wie Du, die dauernd nur sagen können "Ja, aber (ausfüllen, bitte) hat das und das getan.", haben Schuld daran, wenn "man" über die bösen Deutschen reden würde.

Richtschuetze


12.3.2009 12:45:50
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Menschen wie Du, die dauernd nur sagen können "Ja, aber (ausfüllen, bitte) hat das und das getan.", haben Schuld daran, wenn "man" über die bösen Deutschen reden würde
.

Und Leuten wie Dir könnte man vorwerfen eben neuen Hass schüren zu wollen, wenn eigenen Verbrechen verschweigen werden bzw verharmlost werden! Aber immer wieder deutsche Verbrechen die über 60 Jahre zurück liegen und mit der heutigen Generation nichts zutun haben hervor heben! (nach Zahlungen von Millionen von Geldern und Raub Deutscher Güter auch von den Niederländern)

Soll ich noch etwas über Eure Verbrechen in Indonesien schreiben?




Was willst Du hiermit sagen???

Mit diesem Artikel wollte ich dich nicht angreifen sondern nur Aufzeigen wie weit unsere beiden Staaten/Völker Verwandt sind und einfach Deine Meinung dazu hören da ich mir denken konnte es dich anspricht!

Es sollte nicht provozieren


Gruss

Nomen Nescio


12.3.2009 13:03:19
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Richtschuetze schrieb:
Es sollte nicht provozieren
Wenn etwas nicht provozieren soll, mußt Du es ganz anders formulieren. Und nicht mit Unterstellungen kommen wie "51. Bundesstaat der VS".
Frag dann einfach "Was ist Deine Meinung zu..."

Und wenn Du Auskünfte haben möchtest über Verbrechen in Indonesien, kann ich sie geben. Jedenfalls gab es da nicht eine organisierte Verbrecherei.

Richtschuetze


12.3.2009 13:08:10
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mußt Du es ganz anders formulieren. Und nicht mit Unterstellungen kommen wie "51. Bundesstaat der VS".
Frag dann einfach "Was ist Deine Meinung zu..."

Gut OK!  Ich bitte um Entschuldigung!

Also ich hätte gerne Deine bzw die Meinung der Niederländer (zb in Deinem Forum) ob Ihr Verbindungen zu Deutschland seht? (Also Sprache/Kultur etc)

Gruss

Nomen Nescio


12.3.2009 16:54:43
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Richtschuetze schrieb:
Also ich hätte gerne Deine bzw die Meinung der Niederländer (zb in Deinem Forum) ob Ihr Verbindungen zu Deutschland seht? (Also Sprache/Kultur etc)
Kannst Du das etwas besser umschreiben? Was willst Du genau wissen? Ob wir die Spracheähnlichkeiten sehen bzw. kennen?
Und Kultur ist so groß, da wirst Du doch deutlicher sein. Was genau meinst Du da?? Aus der letzte Zeit oder schon Jahrhunderte her?
Gemälde, Musik, Literatur?

Wenn Du meine Meinung wissen wolltest, die ist sowieso nicht Durchschnittsmeinung. Sogar nicht bei Euch. Wieviel Deutschen haben eine Gesamtausgabe von Goethes Werke? Oder Wilhelm Busch? Oder lieben klassische Musik?
Verdeutliche also bitte Deine Frage.

Meine Meinung, gestützt durch was Kenntnisse über die Sprachverwandtschaft, ist, daß die Sprachen sogar sehr verwandt sind. Einerseits ist das leichter für uns; anderseits aber gerade schwerer. Denn man denkt so leicht "O, daß weiß ich ja".
Als ich Hochdeutsch in der Schule lernte, mußte ich eine lange Liste mit Worten auswendig lernen. Worte, die gerade was anders im Deutsch als bei uns bedeuteten. Von diesen "Schweren Worten" war m.E. das erste Wort "Andacht". Das deutsch Andacht könnte man bei uns übersetzen mit "devotie, kerkelijkheid, religiositeit, vroomheid". Dagegen ist das niederländische "aandacht" bei Euch "Aufmerksamkeit".
Oder dieser Satz: er ist ebenso groß wie..., wo bei uns gesagt wird "Hij is even groot als..."
Dagegen: "größer als" wird bei uns "groter dan".
Und "Wenn er kommt..." ist niederländisch "Als hij komt..."

Dies sind aber die Ausnahmen. Wenn man die Regeln kennt, kann man ziemlich gut ahnen, was das niederländische bzw deutsche Wort ist. Ich kopiere einiges:


Die zweite oder hochdeutsche Lautverschiebung

Später in der Entwicklung des Westgermanischen (5. - 8. Jhd.) vollzog sich eine zweite Lautverschiebung, die zwar für die Entwicklung des Niederländischen von geringer Bedeutung ist, aber viele der Unterschiede zwischen Niederländisch und Deutsch erklären kann.

Diese Lautverschiebung begann im Süden des deutschen Sprachgebietes und hat sich Richtung Norden bis an die sogenannte 'Benrather Linie' ausgebreitet.



Das westgermanische Sprachgebiet wurde durch die hochdeutsche Lautverschiebung in zwei Teile geteilt: den südlichen, hochdeutschen Teil und den nördlichen, niederdeutschen und niederländischen, der diese Lautverschiebung nicht mitgemacht hat.
Weil bei Euch Luthers Übersetzung der Bibel in Hochdeutsch bestimmend war für die Tatsache, daß jenes "Dialekt" schließlich zu Deutsch wurde, könnte man sagen, daß das niederdeutsch und niederländisch ursprünglicher, also älter sind. Aber die viele Gemeinsamkeiten sind sehr groß.

PS Der niederländische Buschstabe "Z" wird ausgesprochen wie bei Euch "S". Daher sollte man das ndl. Wort "zetten" als "setten" für Euch geschrieben betrachten. Und "oe" bei uns klingt wie "u" bei Euch.

Nomen Nescio


12.3.2009 19:13:59
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Ich fand noch etwas über die Verwandtschaft

Die Sprachstruktur des Niederländischen geht, trotz grammatischer Vereinfachungen, auf das Niederdeutsche der Frühneuzeit zurück. Der Satzbau hat sich im Laufe der Jahrhunderte kaum verändert. Der Wortschatz besteht überwiegend aus altdeutschem Vokabular niederdeutscher Prägung; anders als im Hochdeutschen sind die Wörter lautlich unverschoben = "platt", haben die hochdeutsche Lautverschiebung also nicht mitgemacht.

Richtschuetze


13.3.2009 06:51:28
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Hallo Nomen,

das war schonmal eine gute Erklärung zu dem was ich wissen wollte! Danke

Du kennst doch bestimmt die Walhalla bei München? Da sind berühmte Deutsche/Germanen verewigt! Ich meine da sind auch Niederländer vertreten!

Was ich noch wissen wollte ist das bei euch bekannt? Weil in meinen Augen sieht das in erster Linie so aus als wären wir ein Volk!(ich habe in der Schule gelernt das zwischen den Niederlanden und Deutschland eine große Gemeinsamkeit besteht nur leider wurde durch den Krieg vieles kaputt gemacht!)

Viele Worte aus dem niederländischen verstehe ich da ich aus dem Rheinland komme! (bzw kann den Sinn erkennen, nur das Wort Fahrrad da muß ich immer etwas lachen wenn ich das bei euch höre )


Gruss

Nomen Nescio


13.3.2009 18:19:41
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Richtschuetze schrieb:
ich habe in der Schule gelernt das zwischen den Niederlanden und Deutschland eine große Gemeinsamkeit besteht nur leider wurde durch den Krieg vieles kaputt gemacht!
Eine große Gemeinsamkeit, ja. Und vielleicht darum werden die Unterschiede betont.

Liebe dagegen... Ich fand in Geschichtebücher, daß schon  Jahrhunderte lang die Niederländer sich bei den Deutschen (vermutlich sind Preußen gemeint) nicht wohl fühlten. Wahrscheinlich war das, weil wir schon zu viel Elend erlebt hatten mit Großstaaten. Unzählige Kriege führen müßen um unabhängig zu bleiben.

Ein anderes Punkt könnte noch sein, daß Niederländisch sprechende Gebiete (Friesland und Grafschaft Lingen) "mehr oder weniger" gezwungen wurden deutsch zu sprechen und zu schreiben. Genau übrigens wie in Frankreich.
Nicht umsonst sagte einmal ein Minister bei uns "Schönes Land, Frankreich. Schade, daß dort Franzosen wohnen".   

Christian


14.3.2009 10:49:16
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Richtschuetze schrieb:
 Weil in meinen Augen sieht das in erster Linie so aus als wären wir ein Volk!(ich habe in der Schule gelernt das zwischen den Niederlanden und Deutschland eine große Gemeinsamkeit besteht nur leider wurde durch den Krieg vieles kaputt gemacht!)
Gruss

Hallo Richtschuetze,
wie definierst du denn "Volk"? Über die Sprache? Niederländisch ist sprachwissenschaftlich eine eigenständige Sprache und kein deutscher Dialekt wie gerne behauptet wird. Über die Angehörigkeit zum selben Staat/Herrschaftsverband? Die ist seit Jahrhunderten nicht mehr gegeben. Darüber hinaus wollen die Niederländer gar keine Deutsche sein und leben in einem ganz anderen "Empfindungsraum", und das ist letztlich wohl der wichtigste Punkt.

Christian

waldi44


14.3.2009 11:35:36
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Nun redet doch dem @Richtschützen sein Grossdeutschland nicht klein! Schliesslich gab es ja auch eine Zeit, da ging in Deutschland die Sonne nie unter !

Richtschuetze


14.3.2009 18:00:35
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Niederländisch ist sprachwissenschaftlich eine eigenständige Sprache und kein deutscher Dialekt wie gerne behauptet wird

Aber nicht von Anfang an denn da war es "nur" ein Dialekt was ja auch noch heute herraus zu hören ist!


Die ist seit Jahrhunderten nicht mehr gegeben. Darüber hinaus wollen die Niederländer gar keine Deutsche sein und leben in einem ganz anderen "Empfindungsraum", und das ist letztlich wohl der wichtigste Punkt

Nun die Niederländer werden im Ausland als Dutch bezeichnet, was nichts anders bedeutet als Deutsch! Das sie das nicht sein wollen ist nach dem Krieg und die Jahre vorher verständlich!


einem ganz anderen "Empfindungsraum

Wie soll den der ganz andere "Empfindungsraum" aussehen?? Das würden die Bayern/Sachsen etc auch von sich behaupten!! Da gibt es keine großen Unterschiede die diesen "Raum" ausfüllen könnten!


@Nomen Du bist Niederländer wo sind große Unterscheide zwischen Niederländer und Deutsche? Also die Sprache kann es nicht sein da ich fast genauso gut oder schlecht Niederländer verstehe wie Österreicher Bayern Sachsen etc!!!


Gruss

Ronny22


14.3.2009 18:10:29
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waldi44 schrieb:
Nun redet doch dem @Richtschützen sein Grossdeutschland nicht klein! Schliesslich gab es ja auch eine Zeit, da ging in Deutschland die Sonne nie unter !

  schön gesagt..... jaja und Arier gabs ja auch am Himalaya..... 

Nomen Nescio


14.3.2009 19:59:00
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Richtschuetze schrieb:

Niederländisch ist sprachwissenschaftlich eine eigenständige Sprache und kein deutscher Dialekt wie gerne behauptet wird
Aber nicht von Anfang an denn da war es "nur" ein Dialekt was ja auch noch heute herraus zu hören ist!

Wenn Du so redest, habe ich aber eher das Recht zu sagen, daß Deine Sprache ein Dialekt ist. Denn sie hat sich mehr entfernt von der Ursprungssprache.



Die ist seit Jahrhunderten nicht mehr gegeben. Darüber hinaus wollen die Niederländer gar keine Deutsche sein und leben in einem ganz anderen "Empfindungsraum", und das ist letztlich wohl der wichtigste Punkt
Nun die Niederländer werden im Ausland als Dutch bezeichnet, was nichts anders bedeutet als Deutsch! Das sie das nicht sein wollen ist nach dem Krieg und die Jahre vorher verständlich!
Du redest dauernd über Deutsch. Aber eigentlich könntest Du es eher Groß-Preussisch nennen. Denn ein Großteil des ehemaligen Kaiserreichs war Preußisch.


@Nomen Du bist Niederländer wo sind große Unterscheide zwischen Niederländer und Deutsche? Also die Sprache kann es nicht sein da ich fast genauso gut oder schlecht Niederländer verstehe wie Österreicher Bayern Sachsen etc!!!
Natürlich ist die Sprache eine richtige Trennung. Wenn ich mit Dir Niederländisch reden würde, könntest Du nur ein Bruchteil verstehen. Dein mein Vokabular enthält sehr viel "Fremdworte", die aus dem Französisch, Englisch und sogar Malaysisch kommen.
Es gibt aber soviel andere Gründe:

Erstens wird meine Muttersprache nur durch etwa 22 Millionen Menschen gesprochen. Da muß man schon mehrere Fremdsprachen erlernen.

Zweitens hat mein Volk nie eine Befehlsmentalität geliebt. Wenn man gute Gründe gibt, dann ist es ggfs bereit sie akzeptieren. Ein gutes Beispiel ist die Weise, wie man versucht die neue Änderung des EU-Vertrages durchzusetzen. Als die Regierung fast gezwungen wurde ein Referendum zu organisieren, dagte über 2/3 NEIN. Die EU hat uns nie gefragt ob wir mit der Ausbreitung einverstanden sind. Für uns hätte es viel länger dauern sollen, bevor soviel Ländern auf einmal Mitglied wurden. Vergiß nicht, jedenfalls bezahlen wir prozentual das meiste an die EU.
Ich fand einen Graph. Darin steht, das Ihr 2007 etwa 9,448 Milliarden Euros zahltest. Wir "nur" 4,447. Euer Wirtschaft ist aber einige Male größer als unsere.

Drittens finden wir auch, daß im Prinzip sehr viel mag. So lange es nicht so aufdringlich ist, daß man andere Menschen damit belästigt.  Usw...

Richtschuetze


16.3.2009 06:46:10
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könntest Du nur ein Bruchteil verstehen. Dein mein Vokabular enthält sehr viel "Fremdworte", die aus dem Französisch, Englisch und sogar Malaysisch kommen.

Siehst Du Nomen ich könnte aber etwas verstehen und Deutsche die weiter Richtung Gernze zu euch leben verstehen noch mehr!! Unterhalten sich zb 2 Russen/Polen oder Franzosen verstehe ich nichts!

Die Engländer gebrauchen ja eine germanische Sprache die sie ja mitgenommen haben auf die Insel!


Die EU hat uns nie gefragt ob wir mit der Ausbreitung einverstanden sind. Für uns hätte es viel länger dauern sollen, bevor soviel Ländern auf einmal Mitglied wurden. Vergiß nicht, jedenfalls bezahlen wir prozentual das meiste an die EU.

Nun uns hat leider auch keiner gefragt die EU wollten wohl 2/3 der Deutschen auch nicht (wer wollte sie überhaupt )

Desweitern vergesse nicht die Belastungen die Deutschland hat, die "Spenden" in alle Welt für angebliche Schuld für 2 Weltkriege und das seit vielen Jahren! (Die Kosten für die DDR Russen Abzug etc nicht vergessen )



Drittens finden wir auch, daß im Prinzip sehr viel mag. So lange es nicht so aufdringlich ist, daß man andere Menschen damit belästigt.  Usw

Zweitens hat mein Volk nie eine Befehlsmentalität geliebt. Wenn man gute Gründe gibt, dann ist es ggfs bereit sie akzeptieren
[/b]

Nun das sehe ich bei uns nicht anders!! Siehe Deinen letzten Satz!


Gruss

IM


20.3.2009 14:34:58
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Zitat von: Terra incognita am 07.03.09 (17:04)
Ein Siedler-Run hätte  sich nach einem Ostsieg von ganz allein eingestellt, solange England weitergekämpft hätte. Man war dort weit außerhalb jeglicher britischer Bomberreichweiten.


Tja, DAS wäre noch zu klären! Die eigentliche Frage wäre: wie vollständig war dieser "Ostsieg"? Der "Run" hätte schnell ein jähes Ende gefunden, wenn die ersten Meldungen von toten Siedlern durch Partisanen oder marodierenden Freischärlern im Umlauf gekommen wären. Sicher vor britischen Bombern, aber im Partisanenhinterhalt abgeknallt!

Die Programme zur wirtschaftlichen Nutzung des Ostgebietes liefen bereits Ende 1941 an. Und daß deutsche Siedler Partisanen zum Opfer fielen war ebenfalls bekannt. Dies wurde nicht verheimlicht, sondern sogar offiziell publiziert.

Hier mal ein Zeitungsartikel aus dem Juli 1942:

Wolfshund


1.8.2009 10:50:46
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Hallo,
die geplanten Ostsiedler sollten ja auch meistens ehemalige Soldaten der Wehrmacht und Waffen-SS sein,  die sich entsprechend wehren konnten. "Wehrbauern" war der Begriff für diese unsicheren Rahmenbedingungen.
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