Dieses Archiv enthält einen Auszug des Forums für deutsche Geschichte vom 24.10.2005 bis zum 19.04.2010. Wenn Sie mitdiskutieren möchten, besuchen Sie unser Forum unter forum.balsi.de.

1 Entstehung und Merkmale der industriellen Welt

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29.4.2006 15:31:02
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1. Revolutionen zur Moderne


Demographische und agrarische Revolution: Verbesserung von Anbauflächen, keine Hungerkrisen in Westeuropa seit 1850 mit Ausnahme Irlands, kurz: agrarische Revolution

Demographische und agrarische Revolution: Bevölkerungswachstum = mehr Nachfrage und mehr Arbeitskraft.

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Industriealisierung: Prozess mit revolutionären Auswirkungen: "Industrielalisierung" ist besser als "Industrielle Revolution", da Prozess der Industriealisierung bereits im Mittelalter begann.

Industriealisierung: Prozess mit revolutionären Auswirkungen: Seßhaftwerden des Menschen vor 7000 Jahren hatte ähnliche Tragweite.

Industriealisierung: Prozess mit revolutionären Auswirkungen: Veränderung der Produktionsbedingungen und Lebensumstände der Menschen.

1. Revolutionen zur Moderne - Begriffe

Revolution: wird von einer organisierten, möglicherweise geheimen, Gruppierung von Neuerern getragen und findet die Unterstützung größerer Bevölkerungsteile

Revolution: bezeichnet radikalen und meist, jedoch nicht immer gewalttätigen sozialen Wandel (Umsturz) der bestehenden politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse.

Revolution: v.frz.: révolution Umwälzung; aus lat.: revolvere zurückwälzen

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Industrielle Revolution: begann im 18. Jahrhundert in England und verbreitete sich von dort im 19. Jahrhundert aufgrund der Auswanderung nach Europa und in die USA.

Industrielle Revolution: industrielle Umgestaltung der Arbeits- und Sozialordnung in Europa im 19. Jahrhundert

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Industrialisierung: Erfindung der Dampflokomotive und der ersten öffentlichen Eisenbahnen.

Industrialisierung: begann zunächst in England während des 18. Jahrhunderts.

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29.4.2006 16:30:59
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2. England - das Mutterland der Industriealisierung

England: "Workshop of the world": Auf Festland setzte von West nach Ost die "imitierten" Industriellen Revolutionen ein.

England: "Workshop of the world": Ingenieure und Unternehmer pilgern nach England um zu sehen und zu lernen.

England: "Workshop of the world": Englands Produkte sind konkurrenzlos und England hat den Ruf "Werkstatt der Welt".

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Auswirkungen der Kontinentalsperre: Kein Technologietransfer von England zum Kontinent.

Auswirkungen der Kontinentalsperre: England war nicht gänzlich vom Kontinent ausgeschlossen.

Auswirkungen der Kontinentalsperre: England gewann überseeische Märkte hinzu.

Auswirkungen der Kontinentalsperre: günstige Auswirkungen auf Großbrittanien.

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und Infrastruktur: viele Straßen, Kanäle gebaut. Ergeben mit Meer gute Infrastruktur zur Erschließung der Märkte.

und Infrastruktur: kurze Wege zum Meer.

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Kapital und Rohstoffe: erste Wachstumbranche, die Textilindustrie. Zugriff auf Importbaumwolle und heimische Produktion.

Kapital und Rohstoffe: gut entwickeltes Bank- und Kapitalwesen

Kapital und Rohstoffe: Ideenreiche und Risikobereite Menschen

Kapital und Rohstoffe: gut ausgebildete und flexible Arbeiter

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Englands Startkapitalien: günstige Rahmenbedingungen: Puritanismus = Lehre, dass vom Lebenserfolg eines Menschen seine Heilswerwartung im Himmel abhängt.

Englands Startkapitalien: günstige Rahmenbedingungen: riesiges Kolonialreich.

Englands Startkapitalien: günstige Rahmenbedingungen: großer Binnenmarkt.

Englands Startkapitalien: günstige Rahmenbedingungen: England innerlich gefestigt seit 17. Jh.

Englands Startkapitalien: günstige Rahmenbedingungen: Politische Stabilität und Wirtschaftsaufschwung eines Landes gehören zusammen.

2. England - das Mutterland der Industriealisierung - Begriffe

Kontinentalsperre: Napoleons Antwort auf eine vorausgegangene Seeblockade der französischen Küste durch Großbritannien

Kontinentalsperre: sollte England mit den Mitteln des Wirtschaftskrieges in die Knie zwingen

Kontinentalsperre: eine von Napoleon erstmalig am 21. November 1806 in Berlin verfügte Wirtschaftsblockade über die britischen Inseln, die bis 1813 in Kraft blieb.

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Infrastruktur: bezeichnet alle langlebigen Grundeinrichtungen personeller, materieller und institutioneller Art, die das Funktionieren einer arbeitsteiligen Volkswirtschaft garantieren

Infrastruktur: bezeichnete ursprünglich die im Boden befindlichen Leitungen wie Rohrleitungen und Kabel.

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Bankwesen: hauptsächlich Zentralbanken, Geschäftsbanken, die Weltbank, der Internationale Währungsfonds und die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich BIZ.

Bankwesen: Gesamtheit aller der Versorgung mit Geld, der Vermittlung von Krediten und dem Zahlungsverkehr dienenden öffentlichen und privaten Institute

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Rohstoffe: stammen entweder aus der lebenden Natur (Agrarprodukte, Holz - Nachwachsender Rohstoff) oder werden aus der Erdkruste (zum Beispiel Erze), von der Erdoberfläche, oder aus dem Meer gewonnen.

Rohstoffe: alle natürlich vorkommende Materialien bezeichnet, die als Arbeitsmittel dienen und noch keine unmittelbare Bearbeitung erfahren haben.

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Kapital: besitzt - wie andere Wirtschaftsgüter - die Eigenschaft der Knappheit.

Kapital: In der Volkswirtschaftslehre ist "Kapital" einer der drei Produktionsfaktoren, neben "Arbeit" und "Boden".

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Puritanismus:     
* Rastlose Tätigkeit und das Streben nach Erfolg
* Ehrgeiz und Fleiß
* Askese

Puritanismus: Vergnügungen wie der Tanz, das Schauspiel oder Volksfeste wurden abgelehnt

Puritanismus: einfaches, vom Fleiß des Einzelnen geprägtes und moralisch einwandfreies Leben war Pflicht.

Puritanismus: Ablehnung aller Formen der Religionsausübung, die sie nicht durch Gottes Wort in der Bibel begründet fanden.

Puritanismus: Puritanern sind Menschen, die konsequent für eine reine Lehre eintreten.

Puritanismus: eine Form des rigorosen Protestantismus in England.

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Britische Kolonien: Im Gegensatz zu den meisten anderen Kolonialmächten hat Großbritannien heute zum Großteil seiner ehemaligen Kolonien gute politische und wirtschaftliche Beziehungen und ist mit ihnen im Commonwealth of Nations weiterhin eng verbunden

Britische Kolonien: bedeckten im ausgehenden 19. Jahrhundert fast ein Viertel der Erdoberfläche

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Binnenmarkt: größte Binnenmarkt der Welt ist der Europäische Binnenmarkt.

Binnenmarkt: durch die Freizügigkeit von Personen sowie den freien Verkehr von Waren, Dienstleistungen und Kapital gekennzeichnet.

Binnenmarkt: ein abgegrenztes Wirtschaftsgebiet

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Stabilität: meisten Völker wünschen sich Sicherheit, auch in Form von politischer und wirtschaftlicher Stabilität

Stabilität: Politische Stabilität ist die Beständigkeit der öffentlich wirksamen Gesellschaft

Stabilität: Gegenteil = die Instabilität.

Stabilität: bedeutet Beständigkeit, Standfestigkeit und die Robustheit einer Anordnung von Elementen.

qweet


29.4.2006 18:56:55
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3. Deutschlands Weg zum Industriestaat - Vorraussetzungen, Hemmnisse und Schrittmacher - Begriffe

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Handwerk: im Gegensatz zur industriellen Massenproduktion auf Vorrat

Handwerk: auf Bestellung wird ein Produkt oder eine Dienstleistung unmittelbar für den Verbraucher hergestellt

Handwerk: Berufsstand und die gewerbliche Tätigkeit

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Aktiengesellschaft: international bedeutsame, in vielen Ländern die ganz überwiegende Unternehmensform

Aktiengesellschaft: Gesellschaftsvermögen (Grundkapital/Aktienkapital) in Aktien aufgeteilt

Aktiengesellschaft: privatrechtliche Ausgestaltung einer Gesellschaft als Unternehmensform

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Synergie: Nicht zuletzt entstehen auch in einem Wiki wie der Enzyklopädie Wikipedia Synergien

Synergie: "Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile"

Synergie: Zusammenwirken von Lebewesen, Stoffen oder Kräften im Sinne von "sich gegenseitig fördern"

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Der Deutsche Zollverein wirkte auf die Entstehung der kleindeutschen Lösung hin.

Der Deutsche Zollverein wurde geschaffen, um zu einer deutschen Wirtschaftseinheit zu kommen.

Der Deutsche Zollverein löste den Zollvertrag zwischen Preußen und Hessen-Darmstadt, den Mitteldeutschen Handelsverein und die Süddeutsche Zollvereinigung ab.

Der Deutsche Zollverein war ein Zusammenschluss deutscher Bundesstaaten durch den Zollvereinigungsvertrag vom 22. März 1833, der am 1. Januar 1834 in Kraft trat.

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Gewerbefreiheit: zentrale Forderung des klassischen Liberalismus gegenüber den Restriktionen des Zunftwesens und der Ständegesellschaft

Gewerbefreiheit: ergibt sich als praktische Konsequenz aus dem Grundmotiv der allgemeinen Berufsfreiheit

Gewerbefreiheit: grundsätzliche Freiheit für jedermann, sich gewerblich zu betätigen

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Bauernbefreiung: Auflösung der persönlichen Verpflichtungen von Bauern gegenüber ihren Grundherren (Leibeigenschaft) im 18. und 19. Jahrhundert.

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Export: setzt sich aus dem Waren- (Handelsbilanz) und Dienstleistungsexport (Dienstleistungsbilanz) zusammen

Export: Menge der von einer Volkswirtschaft in andere Volkswirtschaften gelieferten Güter.

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Landwirtschaft: Produzierung von Rohstoffen, für eigene Ernährung und der Menschheit.

Landwirtschaft: Nutzung und Zucht von domestizierten Tieren (Viehzucht) Nahrungsmittel, Futter, Fasern

Landwirtschaft: gezielter Anbau von Pflanzen (Ackerbau, Gartenbau, Obstbau, Weinbau, nicht jedoch Forstwirtschaft)

Landwirtschaft: ist ein Prozess

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Marktwirtschaft: Im Gegensatz sowohl zur Planwirtschaft als auch zur Zentralverwaltungswirtschaft plant in der reinen Marktwirtschaft jedes Wirtschaftssubjekt prinzipiell für sich selbst.

Marktwirtschaft: Zusammentreffen von Angebot und Nachfrage auf freien Märkten

Marktwirtschaft: ein arbeitsteilig und kapitalistisch organisiertes Wirtschaftssystem

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3. Deutschlands Weg zum Industriestaat - Vorraussetzungen, Hemmnisse und Schrittmacher

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Staatliche Gewerbeförderung: Ausbau der Wasserwege.

Staatliche Gewerbeförderung: Staat nimmt Wirtschaft regulierende Tätigkeit zurück.

Staatliche Gewerbeförderung: Beteiligung des Staates am Aktienkapital der Gesellschaften.

Staatliche Gewerbeförderung: Preußen förderte immer mehr den Industriealisierungsprozess.

Staatliche Gewerbeförderung: Ausbau der Wasserwege.

Staatliche Gewerbeförderung: Staat nimmt Wirtschaft regulierende Tätigkeit zurück.

Staatliche Gewerbeförderung: Beteiligung des Staates am Aktienkapital der Gesellschaften.

Staatliche Gewerbeförderung: Preußen förderte immer mehr den Industriealisierungsprozess.

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Aktiengesellschaften zur Kapitalbeschaffung: Bsp: 6 Mio. Taler benötigt, jedoch 59 Mio. Taler bekommen. Schlesisch-Sächsische Bahn.

Aktiengesellschaften zur Kapitalbeschaffung: Kapital kam aus dem Sparkapital des Handwerks.

Aktiengesellschaften zur Kapitalbeschaffung: Aufgrund von guten Gewinnaussichten wurde Kapital förmlich aufgedrängt.

Aktiengesellschaften zur Kapitalbeschaffung: Da Eisenbahn sehr teuer war, brauchte man viel Kapital.

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Synergieeffekte: Verstädterung, disziplinierte Arbeiterschaft und Finanzierungsinstrumente.

Synergieeffekte: Anregung zu Investitionen. Ideen für neue Produkte. Neue Märkte erschließen.

Synergieeffekte: Eisenbahn beflügelt Eisen, Stahl und Maschinenbauindustrie.

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Die Eisenbahn: seit 1835 entfaltet die Eisenbahn eine Dynamik, die ihn für die deutsche Industriealisierung zum ersen Führungssektor werden ließ.

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und Zollverein: es entsteht Leitwährung: "Taler"

und Zollverein: großer Binnenmarkt, der Handelstätigkeit anregt.

und Zollverein: Senkung von Verwaltungskosten, sprunghafter Anstieg der Einnahmen.

und Zollverein: Erster Höhepunkt dieser Entwicklung: Deutscher Zollverein.

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Entfesselung der Marktkräfte: Bauernbefreiung, Gewerbefreiheit: Gewerbefreiheit gegen erbitterten Widerstand des Handwerks durchgeführt.

Entfesselung der Marktkräfte: Bauernbefreiung, Gewerbefreiheit: Vermehrung ländlichen Proletariats.

Entfesselung der Marktkräfte: Bauernbefreiung, Gewerbefreiheit: Adel tritt Grund und Boden an Bauern gegen Entschädigung ab.

Entfesselung der Marktkräfte: Bauernbefreiung, Gewerbefreiheit: Ära Napoleon erzeugte Modernisierungsdruck.

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Sachsen als frühe Industrieregion: englische Innovationen machten sich bemerkbar.

Sachsen als frühe Industrieregion: Lausitz: Für Export arbeitende Branchen.

Sachsen als frühe Industrieregion: Nur 20 % arbeiten in Landwirtschaft um 1800

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Deutschland um 1800: Rückständigkeit und Fortschrittskerne: Entfremdung behindert rationale Nutzung der Ressourcen und Entwicklung zur kapitalorientierten Marktwirtschaft.

Deutschland um 1800: Rückständigkeit und Fortschrittskerne: Bürgertum begann sich langsam vom Adel zu emanzipieren.

Deutschland um 1800: Rückständigkeit und Fortschrittskerne: Adel lebte vom agrarischen Sektor.

Deutschland um 1800: Rückständigkeit und Fortschrittskerne: gesellschaftliche und ökonomische Schranken im "Alten Reich".

qweet


29.4.2006 20:27:05
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4. Die "Zweite Industrielle Revolution" in Deutschland: Die Hochindustriealisierung - Begriffe

Konzentration: in der Wirtschaft den Zustand oder Prozess der Verdichtung von Merkmalen (zumeist Marktanteile)

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Gründerkrach: Gewinne gesunken, dann auch Aktienkurse

Gründerkrach: Folge des rasanten wirtschaftlichen Auftstieges war, dass sich die Lager füllten und ein gnadenloser Konkurrenzkampf entbrannte

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Schutzzoll:
* den Erziehungszoll, der nur kurzfristig während des Aufbaus einer Industrie erhoben wird, und
* den Zoll zum Schutz eines langfristig nicht konkurrenzfähigen Produktionszweiges.

Schutzzoll: Zoll auf Importgüter

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Protektionismus: Mittel dafür ist die strategische Handelspolitik

Protektionismus: im Bezug auf ökonomische Sachverhalte alle Maßnahmen in Form von Handelshemmnissen

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Gründerkrise: So wurde der Ruf nach „Schutzzöllen“ auf ausländische Importe laut, um deutsche Produkte und somit den deutschen Markt zu schützen.

Gründerkrise: Überschüsse auch nicht durch Export abgebaut werden

Gründerkrise: Durch Gründerrausch in Deutschland Überkapazitäten geschaffen worden

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Gründerboom: In Deutschland wird als Gründerzeit die Epoche nach dem Deutsch-Französischen Krieg von 1870/1871 bezeichnet.

Gründerboom: wirtschaftliche Blütezeit in Deutschland und Österreich im 19. Jahrhundert bis zum Ersten Weltkrieg

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4. Die "Zweite Industrielle Revolution" in Deutschland: Die Hochindustriealisierung

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Made in Germany - ein neuer Konkurrent auf dem Weltmarkt: Deutschland holte England ein und die USA. Befand sich auf Platz 3.

Made in Germany - ein neuer Konkurrent auf dem Weltmarkt: In Großbritannien müssen ausländische Waren ab sofort ihre Herkunftsbezeichnung tragen.

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Wissenschaft als Produktionsfaktor: moderne Produktionsanlagen, rationelle Organisatiion der Arbeit und systematische Forschung verbinden sich zu einer dynamischen Einheit.

Wissenschaft als Produktionsfaktor: gezielte Forschung.

Wissenschaft als Produktionsfaktor: Industrie verwissenschaftlicht.

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Konzentrationstendenzen: anonyme Konzerne in Form der Aktiengesellschaft.

Konzentrationstendenzen: verschärfte Konkurrenz führt zu immer stärker werdender Konzentration.

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Neue Führungsschichten: Neue Wachstummotoren sind Maschinenbau, Elektro- und chemische Industrie.

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Gründerboom und Gründerkrise: Beginn der Zeit des Protektionismus und der Schutzzölle.

Gründerboom und Gründerkrise: anschließend Gründerkrach. Preisverfallm Arbeitslosigkeit.

Gründerboom und Gründerkrise: Es kommt zu Überschuldung und Überkapazität.

Gründerboom und Gründerkrise: französische Kriegsentschädigung löste in Deutschland Nachfrage und Investitionsboom aus.

Gründerboom und Gründerkrise: Die Reichsgründung gab der Industriealisierung einen bedeutenden Schub.

merlin61


30.4.2006 03:14:59
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@qweet

Hat du eigentlich keinen Drucker zu Hause, oder ist dir etwa nur die Tinte / der Toner oder das Papier dafür ausgegangen 

Eine Quellenangabe wäre sicher nicht nur ausreichend, sondern würde a.) hier weniger Platz verschwenden b.) überhaupt einen Sinn ergeben
Noch besser wäre allerdings, du würdest den Stand deiner Recherchen / Lernthemen NUR als Textanhang an eine oder mehrere eMails anhängen.
... und an die- / denjenigen schicken, den dies - ausser dich selbst natürlich - sonst noch interessiert

qweet


30.4.2006 10:50:02
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wenn es keine umstände macht, dann würde ich gerne weiterposten.

quellen - lehrbuch + wikipedia.

ich versuche das ganze lediglich ein bischen leichter und überschaubarer aufzuschreiben. und ich dacht halt das forum ist ganz gut dafür geeignet, da man so auch noch andere erreichen kann.

merlin61


30.4.2006 15:53:46
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qweet schrieb:
wenn es keine umstände macht, dann würde ich gerne weiterposten.

quellen - lehrbuch + wikipedia.

ich versuche das ganze lediglich ein bischen leichter und überschaubarer aufzuschreiben. und ich dacht halt das forum ist ganz gut dafür geeignet, da man so auch noch andere erreichen kann.
Lass dich durch mich nicht irritieren. Mein Kommentar sollte einzig ein Hinweis für dich sein wie ich das Ganze interpretiere.

Ich vermute aber mal, einer der drei Verantwortlichen hier(= Balsi, Waldi oder Niwre) wird dich schon noch darauf hinweisen,
ob solche Beiträge evtl. nicht doch besser im Off-Topic-Bereich, im Testforum oder ... besser aufgehoben wären als hier

qweet


30.4.2006 16:08:56
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merlin61 schrieb:
Lass dich durch mich nicht irritieren. Mein Kommentar sollte einzig ein Hinweis für dich sein wie ich das Ganze interpretiere.

Ich vermute aber mal, einer der drei Verantwortlichen hier(= Balsi, Waldi oder Niwre) wird dich schon noch darauf hinweisen,
ob solche Beiträge evtl. nicht doch besser im Off-Topic-Bereich, im Testforum oder ... besser aufgehoben wären als hier


ok.

Hab jetzt noch ein bischen weitergemacht.

5. Menschen in Bewegung: Die Urbanisierung - Begriffe

Binnenwanderung: zB Landflucht des 19. Jahrhunderts (vom Land in die Stadt)

Binnenwanderung: zumeist ausgelöst durch die Suche nach besserer Arbeits- und Lebensbedingungen oder auch durch kriegerische Ereignisse

Binnenwanderung: Wanderbewegung größerer Bevölkerungsteile innerhalb eines Staates

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Urbanisierung: schließt meist die Aspekte der Verstädterung mit ein

Urbanisierung: Ausbreitung und Verstärkung städtischer Lebens-, Wirtschafts- und Verhaltensweisen

Urbanisierung: Verdichtung und Vergrößerung menschlicher Siedlungen (Städte und Dörfer)


5. Menschen in Bewegung: Die Urbanisierung

Die Stadt - Zentrum der Modernität: Ober- und Mittelschicht profitierten viel mehr von den Errungenschaften als Unterschicht.

Die Stadt - Zentrum der Modernität: Stadt stellte für viele Menschen auch Gewinn dar, da Arbeit und Auskommen verbunden wurde, allgemeine medizinische Versorung, Kultur und Freizeit.

Die Stadt - Zentrum der Modernität: gesellschaftlich und kultureller Wandel in der Stadt verändert die Lebensumstände der Menschen völlig.
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Städtewachstum: das Beispiel Ruhgebiet: Lohngefälle in Stadt reicht aus um junge, unverheiratete Menschen aus dem Land abzuziehen.

Städtewachstum: das Beispiel Ruhgebiet: Menschen wanderten in die Stadt, da sie sich besseres Leben erhofften.

Städtewachstum: das Beispiel Ruhgebiet: Wachstum der Städte als Folge der Binnenwanderung.

qweet


30.4.2006 16:13:24
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6. Die soziale Frage und erste Antworten - Begriffe

Pauperismus: gipfelt im Weberaufstand 1844

Pauperismus: Arbeitskraftpotenzial des Pauperimus war ein bedeutender Faktor für das einsetzen der Industriellen Revolution

Pauperismus: Es kam zu Alkoholismus, Niedergang der Sitten und Verwahrlosung der Kinder und Jugendlichen

Pauperismus: Frauen und Kinderarbeit waren, vor allem in England, keine Seltenheit

Pauperismus: Viele Proletarier lebten unterhalb der Armutsgrenze

Pauperismus: Nach marxistischer Lehre liegt die Ursache für diese Massenverelendung in der Industrialisierung begründet, welche die Handarbeit durch Maschinen ersetzte

Pauperismus: Soziale Entwurzelung führte dazu, dass auf tradierte soziale Sicherungssysteme, wie etwa die Bäuerliche Großfamilie nicht mehr zurückgegriffen werden konnte

Pauperismus: Sie würden damit zu lohnabhängigen Proletarier ohne eigenen Besitz

Pauperismus: Durch die Bevölkerungsexplosion, die Bauernbefreiung und die Überbesetzung des Handwerks entstand ein Heer an frei gewordenen Arbeitskräften, das in der Hoffnung auf ein besseres Leben in die Städte flüchtete

Pauperismus: Massenverelendung und soziale Entwurzelung der Unterschichten

Pauperismus: aufkommende Massenarmut zu Beginn des 19. Jahrhundert

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Soziale Frage: Aus der Sicht der Arbeiterbewegung war die Soziale Frage ein Resultat des Klassenkampfes zwischen Kapital und Arbeit

Soziale Frage: schließt die Suche nach Ursachen und Lösungen ein

Soziale Frage: bezog sich meist auf den raschen sozialen Abstieg von vielen ohnehin wirtschaftlich schwachen sozialen Gruppierungen

Soziale Frage: ein neuartiges und sehr komplexes Knäuel politischer Probleme

6. Die soziale Frage und erste Antworten

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Vereinigung der Arbeiterparteien: Arbeiterbewegung war starke und dauerhafte Kraft geworden.

Vereinigung der Arbeiterparteien: Leben der Arbeiter wurde verbessert.

Vereinigung der Arbeiterparteien: Bismarck will Arbeiterschaft mit Sozialgesetzen entfremden.

Vereinigung der Arbeiterparteien: Staat unterdrückt Arbeiterpartei mit Sozialistengesetz.

Vereinigung der Arbeiterparteien: ADAV und SDAP vereinigen sich 1875 zur SPD.

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SDAP und SPD: Nahziele: Allgemeines Wahlrecht, Diäten für Abgeordnete, Trennung von Staat und Kirche, Verbesserung im Bildungsberecih.

SDAP und SPD: SDAP will kapitalistische Klassengesellschaft beseitigen.

SDAP und SPD: 1869: Eisenach SDAP.

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Die ersten Arbeiterparteien: ADAV: "Alle Räder stehen still, wenn dein starker Arm es will"

Die ersten Arbeiterparteien: ADAV: Allgemeines und freies Wahlrecht muss her.

Die ersten Arbeiterparteien: ADAV: Arbeiter müssen gleichzeitig Unternehmer sein.

Die ersten Arbeiterparteien: ADAV: Unternehmer schöpfen von Arbeiter geschaffenen Mehrwert ab.

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Arbeiterbewegung und Staatsmacht: vom Koalitionsverbot: In England "trade unions" starke Gewerkschaftsbewegung

Arbeiterbewegung und Staatsmacht: vom Koalitionsverbot: striktes Koalitionsverbot, Entlassung und Gefängnisstrafe.

Arbeiterbewegung und Staatsmacht: vom Koalitionsverbot: Arbeiter protestieren gegen Lebensverhältnisse.

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revolution zur klassenlosen Gesellschaft: In der letzten Gesellschaftsform gibt es keine Klassen mehr, jeder kann sich nach seinen Bedürfnissen und Fähigkeiten entwickeln, Der Staat verliert seine Funktion.

revolution zur klassenlosen Gesellschaft: Urgesellschaft > Sklavenhaltergesellschaft > mittelalterliche Feudalgesellschaft > bürgerlicher Kapitalismus > Kommunismus

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Problem der Entfremdung: Arbeiter kann in der Industrie seine Arbeit nicht mehr selber sehen, da alles künstlich zergliedert ist. Das Produkt seiner Arbeit gehört ihm nicht.

Problem der Entfremdung: Zum Wesen des Menschen gehört die Verwirklichung in der freien Arbeit und in ihren Produkten.

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Basis und Überbau: Produktionsmittel + menschliche
Arbeitskraft = Produktivkräfte

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Historischer Materialismus: Arbeiter haben nur ihre Arbeitskraft, die sie an den Unternehmer zu deren Bedingungen verkaufen müssen.

Historischer Materialismus: Fabrikherren im Alleinbesitz von Boden, Anlagen, Maschinen und Werkzeugen.

Historischer Materialismus: scharfe Klassengegensätze.

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Dialektischer Materialismus: Verschmelzung beider in einer neuen höherentwickelten Zustand.

Dialektischer Materialismus: Zustand ruft zu Widerstand auf.

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Marx und Engels: der wissenschaftliche Sozialismus: Ausformung des Geistigen ist notwendig.

Marx und Engels: der wissenschaftliche Sozialismus: Kirche gegen Marx'sche Erlösungslehre.

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Christliche Sozialpolitik: Gesellenvereine, religiöse Belehrung, berufliche Weiterbildung und Förderung der Geselligkeit in Familie.

Christliche Sozialpolitik: Diakonie, "Rauhe Haus"

Christliche Sozialpolitik: soziale Missstände bekämpft.

Christliche Sozialpolitik: Skepsis gegenüber neuer moderner Welt.

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Unternehmerinitativen: Fester Arbeiterstamm und Fernhalten von sozialrevolutionären Tendenzen.

Unternehmerinitativen: Durch Sorge für Arbeiter und Familien bindet Krupp dieselben an sich und seine Firma.

Unternehmerinitativen: Krankenhaus, Konsumverein, patriarchalische Züge.

Unternehmerinitativen: Betriebs- und Pensionskassen. Alfred Krupp.

Unternehmerinitativen: Bildung der Arbeiter. "Mechanische Werkstätte"

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Die Unternehmer: Herkunft und Selbstverständnis: größte Disziplin und Einsatz von Arbeiter gefordert.

Die Unternehmer: Herkunft und Selbstverständnis: Wille zur Expansion.

Die Unternehmer: Herkunft und Selbstverständnis: Sparsamkeit und Askese statt Genuss.

Die Unternehmer: Herkunft und Selbstverständnis: Harte und rastlose Arbeit.

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und Schutz der Frauen: Frauen durften bald die ersten 3 Wochen nach Geburt nicht mehr beschäftigt werden.

und Schutz der Frauen: Frauen waren Doppelbelastung ausgesetzt.

und Schutz der Frauen: Frauen schlechter bezahlt als Männer.

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Staatliche Maßnahmen: Kinderschutz: Preußen 1878 wird Kinderarbeit wirksam unterbunden.

Staatliche Maßnahmen: Kinderschutz: Staat kümmert sich langsam um Kinder. Armee befürchtet schlechte Rekruten zu haben.

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Soziale Not als Folge der Industriealisierung: Wohnungsnot, Verwahrlosung der Kinder, Zerrüttung von Familien.

Soziale Not als Folge der Industriealisierung: Diktat durch den Arbeitgeber. (kein Koalitions-, Streik-, Tarifrecht)

Soziale Not als Folge der Industriealisierung: Privates Arbeisverhältnis zwischen Unternehmer und Arbeiter.

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Der Pauperismus - ein Phänomen des Übergangs: Gegensatz zwischen Arbeit und Kapital.

Der Pauperismus - ein Phänomen des Übergangs: Hungerrevolten 1847

Der Pauperismus - ein Phänomen des Übergangs: Menschen wandern in Neue Welt aus.

Der Pauperismus - ein Phänomen des Übergangs: Keine Schutzfunktion mehr für den Einzelnen, da Wegfall der alten gesellschaftlichen Bindungen.

Der Pauperismus - ein Phänomen des Übergangs:
wachsende Bevölkerung konnte nicht mehr ernährt werden.

Der Pauperismus - ein Phänomen des Übergangs: Pauperismus ist Verelendung der Massen.

qweet


30.4.2006 16:21:22
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1. Imperialismus - Expansion im Industriezeitalter - Begriffe

Flottenbauprogramm: Tirpitz' Ziel war der Bau einer Risikoflotte (Die Flotte sollte im Falle eines Angriffs ein Risiko für England darstellen)

Flottenbauprogramm: Wettrüsten mit Großbritannien

Flottenbauprogramm: Eines der bekanntestes Flottenbauprogramme war das des Admiral von Tirpitz im Deutschen Reich unter Kaiser Wilhelm II.

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Zweite Marokkokrise: Durch diese Krise wurde die außenpolitische Isolation des Deutschen Reichs in Europa weiter verschärft

Zweite Marokkokrise: Krise wurde am 18. November 1911 mit dem Marokko-Kongo-Vertrag beigelegt

Zweite Marokkokrise: wurde 1911 durch die Entsendung des deutschen Kriegsschiffs SMS Panther nach Agadir ausgelöst

Zweite Marokkokrise: Panthersprung nach Agadir

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Erste Marokkokrise: Kaiser Wilhelm II. besuchte am 31. März 1905 demonstrativ Tanger, um der Forderung nach einem deutschen Mitspracherecht in Marokko zu verleihen

Erste Marokkokrise: entstand, nachdem der Abschluss eines Bündnisses zwischen Frankreich und Großbritannien den französischen Einfluss in Marokko absicherte Sudan-Vertrag

Erste Marokkokrise: 1905-1906

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Imperialismus: bedeutet eigentlich Weltreich-/Kolonialreich-Bildung nach dem Muster des Imperium Romanum der Antike

Imperialismus: ein universelles Phänomen

Imperialismus: können ökonomische, sozioökonomische, bevölkerungspolitische, sozialpolitische, nationalistische und geistig-kulturelle Motive zugrunde liegen

Imperialismus: Bestrebungen eines Staates, seinen Einfluss auf andere Länder oder Völker auszudehnen

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Rassismus: moderne Rassismus bildete sich in der Folge der Aufklärung im 18. Jahrhundert heraus

Rassismus: Form der Unterdrückung und Ausbeutung

Rassismus: negativ besetzt

Rassismus: jede Theorie und Praxis verstanden, welche Menschen auf Grund realer körperlicher (wie Hautfarbe, Gesichtszüge) oder zugeschriebener Merkmale (wie Mentalität) in "Rassen" von unterschiedlichem Status zuteilt

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Sozialdarwinismus: heute mehrheitlich als amoralisch und antisozial angesehen

Sozialdarwinismus: ein Wesensmerkmal des Rechtsextremismus

Sozialdarwinismus: Auf gesellschaftlicher Ebene wurde der Sozialdarwinismus zur Rechtfertigung von Imperialismus und Rassismus herangezogen

Sozialdarwinismus: Theorie wurde vor allem im angelsächsischen Raum und insbesondere in den USA auf ökonomischer Ebene zur Rechtfertigung des „uneingeschränkten Kapitalismus“ herangezogen

Sozialdarwinismus: durch den britischen Naturforscher Charles Darwin bekanntgewordene Evolutionstheorie aus der Biologie auf gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Phänomene übertragen

Sozialdarwinismus: heute wissenschaftlich diskreditierte gesellschaftswissenschaftliche Theorie

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Weltmacht: Die USA gelten heute gemeinhin als einzig verbliebene Weltmacht

Weltmacht: Als erste Weltmacht gilt das Römische Reich

Weltmacht: Fähigkeit Atombomben weltweit einsetzen zu können

Weltmacht: Faktor für eine globale Machtausübung sind bis auf den heutigen Tag unter anderem die Seestreitkräfte

Weltmacht: Kolonien als Anzeichen für eine Weltmacht

Weltmacht: Voraussetzung für eine Weltmacht gelten im allgemeinen neben der nötigen militärischen Stärke, wirtschaftliche Entwicklung, politischer Einfluss und kulturelles Engagement

Weltmacht: Staat, der eine Großmacht ist und seine Macht weltweit oder zumindest in vielen Teilen der Welt zur Geltung bringen kann

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Sendungsbewusstsein: Überzeugung anderer Menschen von der Richtigkeit der eigenen Auffassung, aus einer superioren (als überlegen gedachten), nicht in frage gestellten und nicht zur Diskussion zugelassenen Position

Sendungsbewusstsein: Anspruch und das Gefühl der Verpflichtung, das von ihm selbst Erreichte den anderen mitzuteilen

Sendungsbewusstsein: vorhandene Gewissheit, der im eigenen Raum und der eigenen Lehre und Anschauungen ausgebildete Lebensstil sei dermaßen vorbildlich und vorteilhaft, dass er daher auf andere Völker oder Gruppierungen oder auch Einzelne ausgedehnt werden müsse

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Nationalismus: oft die Überhöhung der eigenen Nation verstanden.

Nationalismus: eine politische Ideologie, die auf eine Kongruenz zwischen einer (meist ethnisch definierten) Nation und einem Staatsgebilde abzielt

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Hunnenrede: Wilhelm II. in der "Hunnenrede" die deutschen Truppen zu einem rücksichtslosen Rachefeldzug in China aufgefordert hat

Hunnenrede: "Pardon wird nicht gegeben! Gefangene werden nicht gemacht!"

Hunnenrede: Anlass dafür war die Verabschiedung des deutschen Ostasiatischen Expeditionskorps zur Niederschlagung des Boxeraufstands im Kaiserreich China

Hunnenrede: von Wilhelm II. am 27. Juli 1900 in Bremerhaven gehalten

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Boxeraufstand: Boxer machten die Ausländer, in zweiter Linie die chinesischen Christen für die Störungen der natürlichen Umwelt und der sozialen Harmonie verantwortlich

Boxeraufstand: Heiße Phase des Aufstandes fand in der Zeit von April bis August 1900 statt

Boxeraufstand: fremdenfeindliche chinesische Bewegung

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Deutsche Kolonien: Togoland 1884-1919, (heute Togo, Ghana-Westteil) erworben durch Dr. Gustav Nachtigal

Deutsche Kolonien: Deutsch-Südwestafrika (heute Namibia) 1884-1918, erworben durch Franz Adolf Eduard Lüderitz

Deutsche Kolonien: Deutsch-Ostafrika (heute Tansania, Ruanda, Burundi, Mocambique-Ruvuma-Dreieck) 1885-1919, erworben durch Carl Peters

Deutsche Kolonien: Deutschland tritt erst im 19. Jahrhundert als Kolonialmacht in Erscheinung

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Ressource: In der Volkswirtschaftslehre werden als Ressourcen typischerweise Arbeit und Kapital als Produktionsfaktoren betrachtet

Ressource: Meist werden darunter Betriebsmittel, Geldmittel, Rohstoffe, Boden, Energie oder Personen verstanden

Ressource: Mittel bezeichnet, das benötigt wird, um eine bestimmte Aufgabe zu lösen

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Kolonie: ein auswärtiges abhängiges Gebiet eines Staates ohne eigene politische und wirtschaftliche Macht

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Expansion: bedeutet Ausdehnung

Expansion: lat. expandere: „ausweiten“

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Industriezeitalter: Bevölkerungswachstum in bisher unbekannter Höhe und die stürmisch einsetzende Industrialisierung leiten in Deutschland ab etwa 1850 eine Epoche extremen Städtewachstums ein

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Großmacht: global - Supermacht - zB USA

Großmacht: militärische Macht betrachtet, es können aber auch andere Aspekte der Macht (zum Beispiel wirtschaftliche Macht) in Frage kommen

Großmacht: Staat, der im Vergleich zu anderen Staaten mehr Macht hat

1. Imperialismus - Expansion im Industriezeitalter

und das Streben nach Weltmacht unter Wilhelm II.: krisenhafte Situationen zeichnen sich ab, die zum Ersten Weltkrieg führen sollten.

und das Streben nach Weltmacht unter Wilhelm II.: Flottenbauprogramm, einvernehmliche Ausbeutung Chinas, Bau der Bagdadbahn, Marokkokrisen, deutsche Ambitionen in Afrika.

und das Streben nach Weltmacht unter Wilhelm II.: Außenpolitik nahm immer offensivere Züge an.

und das Streben nach Weltmacht unter Wilhelm II.: Kaiser proklamierte Anspruch auf deutsche Weltmachtstellung.

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Die Kolonialpolitik Bismarcks: Bismarck erwarb trotzdem Kolonien. Aus ökonomischen und innenpolitischen Gründen. Keine Weltmachtstellung.

Die Kolonialpolitik Bismarcks: Bismarck wollte keine Konfrontation mit anderen Großmächten auf kolonialem Gebiet.

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Deutscher Imperialismus: Deutsches Reich tritt erst spät das "Wettrennen" um Aufteilung der Welt an.

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Sozialdarwinismus und Rassismus: scheinbar wissenschaftlich fundierte Rechtfertigungsideologie für Herrschaft über angelblich minderwertige Völker.

Sozialdarwinismus und Rassismus: Geschichte sei durch Kampf zwischen höheren und niederen Rassen bestimmt.

Sozialdarwinismus und Rassismus: Schöpferische Krafte besäße nur die weiße Rasse.

Sozialdarwinismus und Rassismus: Grundprinzip: Kampf ums Dasein und Recht des Stärkeren.

Sozialdarwinismus und Rassismus: Nur die Besten sollten sich durchsetzen und überleben.

Sozialdarwinismus und Rassismus: Auslese der biologisch schwächeren Art.

Sozialdarwinismus und Rassismus: Weltmachtanspruch wurde in England und Deutschland durch Sozialdarwinismus verstärkt.

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zivilisatorisches Sendungsbewusstsein: Kampf gegen in Afrika übliche Sklaverei sah man sich als Wegbereiter christlich-humaner Werte.

zivilisatorisches Sendungsbewusstsein: christliche Missionisierung spielte dabei eine wichtige Rolle.

zivilisatorisches Sendungsbewusstsein: wilde Völker müssen zivilisiert werden. Fortschritt muss ihnen gebracht werden.

zivilisatorisches Sendungsbewusstsein: "Bürde des weißen Mannes".

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Rechtfertigungsideologien: Nationalismus: Nationale Einigung Deutschlands müsse durch eine Weltmachtpolitik abgerundet werden.

Rechtfertigungsideologien: Nationalismus: Mittelschicht wollte eine Weltmachstellung der Nation.

Rechtfertigungsideologien: Nationalismus: Ausweitung der liberalen Idee von Freiheit auf nationale Macht.

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Veränderungen in abhänigen Ländern: Es war Kapital gefährdet.

Veränderungen in abhänigen Ländern: Briten übernehmen in Ägypten Waffengewalt.

Veränderungen in abhänigen Ländern: Gruppen oder Regierungen brachen zusammen, so dass Europäer selber die Macht ergriffen für die Sicherheit.

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Indirekte Herrschaft: das Beispiel China: China blieb bis 1949 in einem halbkolonialen Zustand.

Indirekte Herrschaft: das Beispiel China: Boxeraufstand von Europa einmütig zusammengeschlagen.

Indirekte Herrschaft: das Beispiel China: China der Selbstständigkeit beraubt und Verträge aufgezwungen.

Indirekte Herrschaft: das Beispiel China: China ist ein treffendes Beispiel.

Indirekte Herrschaft: das Beispiel China: Auch indirekte Kontrolle fremder Mächte.

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Direkte Herrschaft und Aufteilung der Welt: Während des Prozesses der Aufteilung kam es zu Reibereien zwischen den Mächten.

Direkte Herrschaft und Aufteilung der Welt: England will Kolonialreich von Nord nach Süd, Frankreich von West nach Ost. Deutschen wollten mittelafrikanisches Kolonialreich.

Direkte Herrschaft und Aufteilung der Welt: In Afrika überschnitten sich Expansionslinien der Deutschen, Franzosen und Engländer.

Direkte Herrschaft und Aufteilung der Welt: Fremde Gebiete einfach annektiert.

Direkte Herrschaft und Aufteilung der Welt: Welt wurde fast vollständig zwischen aufgeteilt.

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Mächterivalitäten in Europa: Kolonialpolitik sollte zwischenstaatliche Reibungen in Europa nach außen ablenken.

Mächterivalitäten in Europa: Erhebliche Spannungen zwischen den Staaten waren die Folge.

Mächterivalitäten in Europa: Versuch altes Machtgleichgewicht wiederherzustellen oder gewonnen Macht zu sichern.

Mächterivalitäten in Europa: Frankreich und Österreich Verlierer der Reichseinigungskriege.

Mächterivalitäten in Europa: England wuchs mit Deutschland ein erstzunehmender Rivale.

Mächterivalitäten in Europa: Mächtegleichgewicht von 1815 war nach Gründung des Deutschen Reiches gestört.

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Wirtschaftliche und soziale Veränderungen: neue Absatz und Investitionsmärkte.

Wirtschaftliche und soziale Veränderungen: erfolgreiche Kolonialpolitik, Ablenkung von inneren Problemen.

Wirtschaftliche und soziale Veränderungen: Kolonien gegründet um Ressourcen auszubeuten.

Wirtschaftliche und soziale Veränderungen: Ausbreitung der Wirtschaft erschien zwangsläufig.

Wirtschaftliche und soziale Veränderungen: Optimismus und Fortschrittsglaube, da sich Gesellschaft rasant ändert.

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Ursachen des Imperialismus: 2. Machtbestrebungen und Expansionskräfte, hervorgerufen durch das internationale Mächtesystem.

Ursachen des Imperialismus: 1. öknomische und soziale Veränderungen innerhalb der Gesellschaft.

Ursachen des Imperialismus: 2 Ursachen für Expansion der Großmächte.
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