Dieses Archiv enthält einen Auszug des Forums für deutsche Geschichte vom 24.10.2005 bis zum 19.04.2010. Wenn Sie mitdiskutieren möchten, besuchen Sie unser Forum unter forum.balsi.de.

8. Weimar - Versuch einer Demokratie

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1.5.2006 10:25:31
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1. Revolution oder Reform? Die militärische Niederlage erfordert einen Neubeginn - Begriffe

Reichsrat: trat an die Stelle des Bundesrates im Kaiserreich

Reichsrat: „Organ zur Vertretung der Länder bei der Gesetzgebung und Verwaltung"

Reichsrat: Zweite Kammer des Deutschen Parlamentes in der Weimarer Republik (1919 - 1933)

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Reichskanzler: stand dem Kabinett - von 1871 bis 1918 der sogenannten "Reichsleitung", von 1919 bis 1945 der "Reichsregierung" - vor

Reichskanzler: fortlaufende Amtsbezeichnung des Regierungschefs des Deutschen Reiches von 1871 bis 1945

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Reichspräsident: Amtszeit betrug sieben Jahre, wobei mehrfache Wiederwahl zulässig war

Reichspräsident: Gemäß Artikel 43 der Weimarer Verfassung wurde der Reichspräsident unmittelbar vom Volk gewählt

Reichspräsident: Bezeichnung für das Staatsoberhaupt des Deutschen Reiches von 1919 bis 1945

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Novemberverbrecher: Adolf Hitler benutzet diesen Begriff und die Dolchstoßlegende in den Wahlkämpfen vor 1933 bewusst zur nationalistischen Stimmungsmache

Novemberverbrecher: in extrem nationalistischen Kreisen entstandene Wort fiel vor allem bei Deutschnationalen und Nationalsozialisten auf fruchtbaren Boden

Novemberverbrecher: fester Bestandteil der Dolchstoßlegende

Novemberverbrecher: extreme politische und verfassungsfeindliche Rechte während der Weimarer Republik und der Zeit des Nationalsozialismus demokratische Politiker verunglimpfte

Novemberverbrecher: Schimpfwort und ein politischer Kampfbegriff

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Spartakusaufstand: Auslöser des Aufstands war die Absetzung des Berliner Polizeipräsidenten Emil Eichhorn von der USPD durch den nur noch dreiköpfigen Rat der Volksbeauftragten

Spartakusaufstand: Generalstreik und die bewaffneten Kämpfe in Berlin vom 5. bis 12. Januar 1919

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Ebert-Groener-Pakt: keine demokratischen Reform der Reichswehr kam, war diese monarchistisch geprägt und stand der Republik reserviert gegenüber

Ebert-Groener-Pakt: Zusammenarbeit stabilisierte anfangs die aus der Revolution entstandene Weimarer Republik

Ebert-Groener-Pakt: General Wilhelm Groener als Vertreter der Obersten Heeresleitung und Friedrich Ebert als Mitglied des Rates der Volksbeauftragten vereinbaren nach der Novemberrevolution ein gemeinsames Vorgehen gegen linksradikale Gruppen

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Nationalversammlung: Bezeichnung für verschiedene historische und gegenwärtige parlamentarische Versammlungen, im deutschen Sprachraum meist als verfassunggebende Versammlungen

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Oktoberrevolution: keine klassische Revolution im eigentlichen Sinn, da sie nicht direkt vom Volk ausging, weshalb man eher von einer politischen Revolution spricht

Oktoberrevolution: Machtübernahme bildete den Ausgangspunkt auf dem Weg Russlands zum Versuch einen sozialistischen Staat (RSFSR/Sowjetunion) aufzubauen

Oktoberrevolution: Machtübernahme der russischen kommunistischen Bolschewiki im Jahre 1917

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Novemberrevolution: formellen Abschluss fand die Revolution am 11. August 1919 mit der Verabschiedung der neuen Weimarer Reichsverfassung.

Novemberrevolution: erfasste in wenigen Tagen ganz Deutschland und erzwang am 9. November 1918 die Abdankung des Deutschen Kaisers Wilhelm II.

Novemberrevolution: begann als Matrosenaufstand in Wilhelmshaven und Kiel

Novemberrevolution: führte am Ende des Ersten Weltkriegs zur Umwandlung des Deutschen Reiches von einer konstitutionellen Monarchie in eine parlamentarisch-demokratische Republik

Novemberrevolution: 1918

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Philipp Scheidemann: gehörte zur Zeit der Weimarer Republik dem Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold an

Philipp Scheidemann: Am 9. November 1918 rief Scheidemann von einem Fenster des Reichstagsgebäudes und kurz darauf von einem Fenster der Reichskanzlei die Republik aus

Philipp Scheidemann: erste Reichskanzler (damals Ministerpräsident genannt) der Weimarer Republik

Philipp Scheidemann: sozialdemokratischer Politiker

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Rosa Luxemburg: "Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden"

Rosa Luxemburg gründete 1914 die „Gruppe Internationale“ und leitete dann mit Karl Liebknecht den daraus hervorgehenden Spartakusbund.

Rosa Luxemburg wirkte vor allem in der polnischen und deutschen Sozialdemokratie als marxistische Theoretikerin und engagierte Antimilitaristin.

Rosa Luxemburg war eine bedeutende Vertreterin der europäischen Arbeiterbewegung und entschiedene proletarische Internationalistin.

Rosa Luxemburg starb am 15. Januar 1919 in Berlin.

Rosa Luxemburg wurde am 5. März 1870 als Rosalia Luxenburg in Zamość in Polen geboren.

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Karl Liebknecht: gehörte zu den radikalen Linken in der SPD vor 1914, bestimmte danach wesentlich die Linie des Spartakusbundes und war schließlich Ende 1918 einer der Gründer der Kommunistischen Partei Deutschlands

Karl Liebknecht: prominenter internationalistischer Sozialist und Antimilitarist

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Friedrich Ebert: erste Reichspräsident Deutschlands in der Zeit der Weimarer Republik

Friedrich Ebert: SPD-Politiker

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MSPD: veränderte Name wurde benutzt, um sich von den unabhängigen Sozialdemokraten, der USPD abzugrenzen

MSPD: Kürzel für „Mehrheitssozialdemokratische Partei Deutschlands“

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Parlamentarische Monarchie: in Großbritannien, Belgien, Dänemark, Luxemburg, Norwegen, den Niederlanden, Schweden und Spanien anzutreffen

Parlamentarische Monarchie: Dem Monarchen kommen zumeist nur noch repräsentative Aufgaben zu

Parlamentarische Monarchie: werden vom Parlament und der Regierung geführt

Parlamentarische Monarchie: Unterform der konstitutionellen Monarchie

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Die konstitutionelle Monarchie hat ein Volk, das das Parlament wählt und Vertreter für die Ländervertretung wählt.

Die konstitutionelle Monarchie hat einen Regierungschef, der die Regierung leitet.

Die konstitutionelle Monarchie hat einen Kaiser / König der Oberbefehl über Streitkräfte hat und Regierungschef ernennt.

Die konstitutionelle Monarchie hat meist ein Parlament, das die Gesetzgebung entweder allein, oder in Kooperation mit dem Monarchen wahrnimmt.

Die konstitutionelle Monarchie schränkt Macht des Fürsten oder Königs durch eine geschriebene Verfassung mehr oder weniger stark ein.

Die konstitutionelle Monarchie ist eine Sonderform der Monarchie.

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KPD: versuchte während der Weimarer Republik auf sozialistische Produktionsverhältnisse und eine sogenannte "Diktatur des Proletariats" hinzuwirken

KPD: verstand sich von Anfang an als revolutionäre Alternative zur SPD

KPD: ging aus mehreren linksrevolutionären Gruppierungen hervor, die sich nach dem 1. Weltkrieg im Verlauf der Novemberrevolution von 1918 vereinten

KPD: Kommunistische Partei Deutschlands war eine politische Partei in Deutschland, die am 1. Januar 1919 gegründet wurde

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USPD: Hauptziel der USPD war es, im Verbund mit Spartakisten und revolutionären Arbeitern die Fortsetzung des Krieges zu verhindern bzw. seine rasche Beendigung zu erzwingen

USPD: ging aus der Gruppe von SPD-Abgeordneten im Reichstag hervor, die sich seit dem 4. August 1914 immer offener gegen die Unterstützung des 1. Weltkriegs durch die SPD aussprachen

USPD: sozialistische Partei, die von 1917 bis 1922 als Massenpartei, danach bis zu ihrer Auflösung 1931 als Splittergruppe existierte

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SPD: frühe SPD stand den Gewerkschaften nahe und war ideologisch wie die meisten sozialistischen und sozialdemokratischen Parteien Europas im 19. Jahrhundert am revolutionären Marxismus ausgerichtet

SPD: beruft sich auf die Gründung des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins (ADAV) durch Ferdinand Lassalle

SPD: hat kein exaktes Gründungsdatum

SPD: älteste Partei Deutschlands

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Arbeiter- und Soldatenrat: Aus den Erfahrungen der Arbeiter- und Soldatenräte und ihrer (Teil-)Niederlage bildete sich die KPD unter Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg

Arbeiter- und Soldatenrat: erste Arbeiter- und Soldatenrat bildete sich am 4. November 1918 als Folge des Matrosenaufstands in Kiel

Arbeiter- und Soldatenrat: Arbeiter und Soldaten erhoben, um die eben entstandene parlamentarische Regierung zu stützen und den Ersten Weltkrieg zu beenden

Arbeiter- und Soldatenrat: in der Novemberrevolution 1918 Organe der Selbstverwaltung in den Städten

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Deutsches Kaiserreich: am 9. November 1918 durch die Abdankung Wilhelms II. erloschen

Deutsches Kaiserreich: am 18. Januar 1871 durch die Ausrufung des preußischen Königs Wilhelm I. in Versailles zum Deutschen Kaiser begründet

Deutsches Kaiserreich: konstitutionelle Monarchie

1. Revolution oder Reform? Die militärische Niederlage erfordert einen Neubeginn

1.1 Das schwierige Erbe des Kaiserreichs

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Folgen: Die Menschen mussten sich ihre Republik nicht erkämpfen. Sie bekamen sie von oben. Der Republik fehlten die Republikaner.

Folgen: Entscheidungsträger der SPD wurden zu Kompromissen gezwungen, die sozialdemokratischem Verständnis widersprachen.

Folgen: Sozialdemokraten wenden sich enttäuscht innerlich von ihrer Partei ab.

Folgen: Hitler nutzte dies später und verunglimpfte die Sozialdemokraten als "Novemberverbrecher".

Folgen: Militär und damals herrschende Kräfte konnten sich aus Verantwortung ziehen und Schuld an die Sozialdemokraten übergeben. Die Dolchstoßlegende.

Folgen: gebremste Revolution hatte weitreichende Folgen.

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Verrat an der Revolution? Politische Verantwortung der SPD über die Zerschlagung des Spartakusaufstandes.

Verrat an der Revolution? Ebert und Groener glaubten von einer Bedrohung durch eine linksradikale Revolution.

Verrat an der Revolution? Diese Entscheidungen der MSPD Führtung gelten als Verrat an der Revolution, war doch beschlossen worden, Streitkräfte und Industrie demokratisch zu refomieren.

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Machtgrundlagen der Regierung Ebert: MSPD sicherte sich Zustützung des Militärs und der Großindustrie zu. (Ebert-Groener-Pakt)

Machtgrundlagen der Regierung Ebert: alten Obrigkeiten unterstellten sich jedoch nur pro forma.

Machtgrundlagen der Regierung Ebert: MSPD verzichtete darauf Schaltstellen der Macht mit eigenen Männern zu besetzen.

Machtgrundlagen der Regierung Ebert: gebremste Revolution verhinderte eine konservative-bürgerliche Gegenrevolution.

Machtgrundlagen der Regierung Ebert: Februar 1919 trägt MSPD alleinige politische Verantwortung.

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Das Ergebnis der Revolution - eine reine Verfassungsänderung? Versuch der Linken war gescheitert.

Das Ergebnis der Revolution - eine reine Verfassungsänderung? Entscheidung für parlamentarische Demokratie.

Das Ergebnis der Revolution - eine reine Verfassungsänderung? Nationalversammlung wurde gewählt.

Das Ergebnis der Revolution - eine reine Verfassungsänderung? drei Vertreter der beiden Parteien.

Das Ergebnis der Revolution - eine reine Verfassungsänderung? "Rat der Volksbeauftragten" gebildet.

Das Ergebnis der Revolution - eine reine Verfassungsänderung? Philip Scheidemann kam ihm jedoch zuvor.

Das Ergebnis der Revolution - eine reine Verfassungsänderung? Karl Liebknecht will Verwirrung des 9. November ausnutzen um in Deutschland die Räte-republik zu proklamieren.

Das Ergebnis der Revolution - eine reine Verfassungsänderung? Reichskanzler Prinz Max von baden erklärt Abdankung des Kaisers.

Das Ergebnis der Revolution - eine reine Verfassungsänderung? Nachdem MSPD Führung übernommen hatte, verlief Revolution nach fast identischem Muster ab.

Das Ergebnis der Revolution - eine reine Verfassungsänderung? Novemberrevolution stellte sich als eine Abfolge gewaltiger öffentlicher Demonstrationen dar.

Das Ergebnis der Revolution - eine reine Verfassungsänderung? Friedrich Eberts Politk wurde von der Dynamik der Ereignisse überrollt.

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Entscheidung für die MSPD: große Mehreit der Aktivisten in den Räten sind Facharrbeiter und diese bilden das Rückgrat der SPD.

Entscheidung für die MSPD: lokale Räte folgten der Anweisung der MSPD.

Entscheidung für die MSPD: Verfassungsänderung blieb ohne Auswirkung auf Verlauf der Matrosenrevolte und Räte-Bewegung.

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Chancen für eine Verfassungsreform? Allierte hielten trotz Reform daran fest, Monarchie in Deutschland zu beseitigen.

Chancen für eine Verfassungsreform? Wurde jedoch von Öffentlichkeit nicht bemerkt.

Chancen für eine Verfassungsreform? Zerstörung der Grundlage der Bismarck-verfassung.

Chancen für eine Verfassungsreform? 28. Oktober 1918 wird konstitutionelle Monarchie in parlamentarische Monarchie umgewandelt.

Chancen für eine Verfassungsreform? MSPD, Zentrum und liberalie Fortschrittspartei arbeiten immer enger zusammen.

Chancen für eine Verfassungsreform? OHL war jedoch angewiesen auf Reichskanzler und Untersützung des Reichstages.

Chancen für eine Verfassungsreform? Oberste Heeresleitung hatte quasi-dikatorische Machtstellung.

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Schlüsselrolle der SPD: Besoldung und Verpflegung der Offiziere wird immer offener kritisiert - Respekt vor Obrigkeit verschwindet.

Schlüsselrolle der SPD: äußerste Linke profitiert von wachsender Kriegsmüdigkeit.

Schlüsselrolle der SPD: Rätedemokratie war für viele - Bürgerkrieg, Terror, Parteidiktatur.

Schlüsselrolle der SPD: USPD will Rätedemokratie in Deutschland durchsetzen.

Schlüsselrolle der SPD: 1917 Gründung der USPD

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Selbstaufgabe des alten Systems? Warum verschwindet Monarchie in Deutschland so widerstandslos?

Selbstaufgabe des alten Systems? Burgfriede der SPD zerbrach erst 1916.

Selbstaufgabe des alten Systems? Auch SPD wollte keine Revolution.

Selbstaufgabe des alten Systems? Strukturen des Kaiserreichs bestanden nach wie vor - Adel, bäuerlicher und bürgerlicher Mittelstand, Beamtenschaft, Justiz und Kirchen.

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November 1918: machtvolles Kaiserreichsystem verschwindet wie ein Phantom.

November 1918: Arbeiter und Soldatenräte entstehen.

November 1918: Niederlage tritt an die Stelle jahrelanger Siegespropaganda.

November 1918: Vertraute Welt bricht für die Deutschen zusammen.

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1.2 Die Reichsverfassung von Weimar - ein Kompromiss

Die Verfassung der Weimarer Republik: keine Prozentklausel

Die Verfassung der Weimarer Republik: Reichspräsident kann Reichstag auflösen.

Die Verfassung der Weimarer Republik: Reichspräsident vertritt das Reich völkerrechtlich und hat Oberbefehl über das Heer.

Die Verfassung der Weimarer Republik: Reichskanzler steht Regierung vor.

Die Verfassung der Weimarer Republik: Reichspräsident ernennt Reichskanzler.

Die Verfassung der Weimarer Republik: Reichstag und Reichsrat geben Gesetze.

Die Verfassung der Weimarer Republik: Wahl des Reichspräsidenten durch das Volk.

Die Verfassung der Weimarer Republik: Wahl des
Reichstages durch das Volk.

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Die Reichsverfassung: Grundzüge und Probleme: Bürger erwarteten von Republik, dass sie besser als das Kaiserreich war. "zum Erfolg verdammt".

Die Reichsverfassung: Grundzüge und Probleme: Verfassungsorgane begannen rasch sich gegenseitig zu blockieren.

Die Reichsverfassung: Grundzüge und Probleme: Jedoch immer noch obrigkeitliches Denken.

Die Reichsverfassung: Grundzüge und Probleme: Volkssouveränität sollte so rein wie möglich verwirklicht werden.

Die Reichsverfassung: Grundzüge und Probleme: Verhältniswahlrecht als Ursache für starke Zersplitterung der Mandate.

Die Reichsverfassung: Grundzüge und Probleme: schwacher Reichskanzler.

Die Reichsverfassung: Grundzüge und Probleme: starker Reichspräsident.

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Verfassungsarbeit: es ist schwer die auseinander gehenden Positionen der Parteien zu einem Kompromiß zu bewegen.

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Aufgaben der Regierung Scheidemann: Stand der Stabilität gegen radikale Kräfte verteidigen. (Massenstreiks, blutige Kämpfe, kurzlebe Räterepubliken)

Aufgaben der Regierung Scheidemann: Innenpolitisch wirtschaftliche und soziale Probleme lösen.

Aufgaben der Regierung Scheidemann: Außenpoltisch die Verhandlungen der Siegermächte beeinflussen.

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Eine vorläufige Verfassung: Gesetz über vorläufige Reichsgewalt wurde am 8. Februar ratifiziert.

Eine vorläufige Verfassung: Nationalversammlung musste Verfassung ausarbeiten.

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Wahlen zur Nationalversammlung: lebhafte Wahlkämpfe.

Wahlen zur Nationalversammlung: neues Wahlrecht. Reines Verhältniswahlrecht, volles aktives und passives Stimmrecht für Frauen.

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Kontinuität des Parteiensystems: programmatische Gegensätze der Parteien spalteten die Menschen in unversöhnliche Lager.

Kontinuität des Parteiensystems: Daher Konflikt- statt Kompromißbereitschaft.

Kontinuität des Parteiensystems: Parteien waren wieder Interessenparteien.

Kontinuität des Parteiensystems: Die alten Parteien traten wieder in das politische Leben.

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1.5.2006 10:33:53
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2. Der schreckliche Frieden - Deutschland und Europa 1919 - 1933: Franz von Papen setzt durch, dass Deutschland gleichberechtigt im Rüstungsstand ist. Rüstungsbeschränkungen des Versailler Vertrag weitgehend beseitigt.

2. Der schreckliche Frieden - Deutschland und Europa 1919 - 1933: 1930 vorzeitiger Abzug allierter Truppen aus Rheinland.

2. Der schreckliche Frieden - Deutschland und Europa 1919 - 1933: 1929 Youngplan legt feste Raten bis 1988 fest. Weltwirtschaftskrise macht Youngplan nicht durchführbar.

2. Der schreckliche Frieden - Deutschland und Europa 1919 - 1933: 1925 Locarno-Verträge Entspannung und Sicherheit in Europa. Garantie der Grenzen, Aufnahme in den Völkerbund.

2. Der schreckliche Frieden - Deutschland und Europa 1919 - 1933: 1924 Dawesplan tritt in Kraft und verhilft Deutschland mit Krediten zu den Goldenen Zwanzigern.

2. Der schreckliche Frieden - Deutschland und Europa 1919 - 1933: 1923 Ruhrgebiet besetzt als produktives Pfand. Passiver Widerstand durch ständig nachgedrucktes wertloses Geld finanziert. Hyperinflation. Währungsreform zur Rentenmark.

2. Der schreckliche Frieden - Deutschland und Europa 1919 - 1933: 1922 Rapallovertrag beendet Isolation des Deutschen Reiches.

2. Der schreckliche Frieden - Deutschland und Europa 1919 - 1933: 1921 - Reparationen auf 132 Mrd. Goldmark festgelegt.


2. Der schreckliche Frieden - Deutschland und Europa 1919 - 1933 - Begriffe

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Walther Rathenau gilt als Weichensteller einer deutsch-russischen Aussöhnungspolitik.

Walther Rathenau war ein deutscher Industrieller und Politiker (Deutsche Demokratische Partei).

Walther Rathenau wurde am 24. Juni 1922, in Berlin ermordet.

Walther Rathenau wurde am 29. September 1867, Berlin geboren.

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Walther Rathenau gilt als Weichensteller einer deutsch-russischen Aussöhnungspolitik.

Walther Rathenau war ein deutscher Industrieller und Politiker (Deutsche Demokratische Partei).

Walther Rathenau wurde am 24. Juni 1922, in Berlin ermordet.

Walther Rathenau wurde am 29. September 1867, Berlin geboren.

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Gustav Stresemann war ein deutscher Politiker, Reichskanzler sowie Außenminister in der Zeit der Weimarer Republik und Friedensnobelpreisträger (1926).

Gustav Stresemann starb am 3. Oktober 1929 in Berlin.

Gustav Stresemann wurde am 10. Mai 1878 in Berlin geboren.

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Die Verträge von Locarno waren von Gustav Stresemann gedacht, um für die Grenzverschiebungen im Osten freie Hand zu bekommen.

Die Verträge von Locarno bestand aus einem Garantiepakt zwischen Deutschland, Frankreich und Belgien sowie Großbritannien und Italien. Deutschland erkannte damit die im Versailler Vertrag festgelegte Westgrenze an, die damit aber auch für die anderen Staaten galt.

Die Verträge von Locarno sollten die Beziehungen der westlichen Allierten zum Verlierer Deutschland normalisieren.

Die Verträge von Locarno traten am 10. September 1926 mit der Aufnahme Deutschlands in den Völkerbund in Kraft.

Die Verträge von Locarno sind sieben Vereinbarungen, welche in Locarno, Schweiz, vom 5. bis 16. Oktober 1925 verhandelt und am 1. Dezember in London unterzeichnet wurden.

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Berliner Vertrag: Vereinbarungen über den Handel und über die bereits bestehende militärische Zusammenarbeit

Berliner Vertrag: Fortsetzung des Vertrags von Rapallo (1922)

Berliner Vertrag: zwischen Deutschland und der Sowjetunion geschlossener Freundschaftsvertrag

Berliner Vertrag: am 24. April 1926

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Vertrag von Rapallo: Der Vertrag enthielt kein geheimes Zusatzprotokoll, allerdings hatte schon vorher eine geheime militärische Zusammenarbeit begonnen, die dann der Sowjetunion moderne Technologie brachte und der Reichswehr die Möglichkeit gab, ihre Soldaten an schweren Waffen, die das Deutsche Reich nicht besitzen durfte, auszubilden.

Vertrag von Rapallo: Mit dem Deutschen Reich als (offiziellem) Verursacher des "Ersten Weltkriegs" und dem kommunistischen Russland hatten sich mit diesem Vertrag zwei Geächtete zusammengeschlossen

Vertrag von Rapallo: Mit dem Vertrag wollten die beiden Staaten ihre Isolation durchbrechen

Vertrag von Rapallo: Unterzeichnet von Walther Rathenau, deutscher Außenminister

Vertrag von Rapallo: zwischen dem Deutschen Reich und der Russischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik

Vertrag von Rapallo: am 16. April 1922 in Rapallo

Vertrag von Rapallo: völkerrechtlicher Vertrag

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Youngplan: Die Zahlungen sollten also insgesamt 59 Jahre (also bis zum Jahr 1988) dauern und es sollten insgesamt 112 Mrd. Goldmark bezahlt werden

Youngplan: Nach dieser Zeit sollte Deutschland weitere 22 Jahresraten von 1,65 Mrd. Goldmark zahlen

Youngplan: Deutsche Reich soll die ersten 37 Jahre anfangs 1,7 Mrd. Goldmark jährlich bezahlen

Youngplan: legte am 12. März 1930 die Reparationsverpflichtungen auf Grund des Versailler Vertrags neu fest

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Dawes-Plan: Die Kredite brachten Deutschland zwar einen wirtschaftlichen Aufschwung, führten aber zu einer starken Abhängigkeit von den USA, die sich in der Weltwirtschaftskrise 1929 offenbarte.

Dawes-Plan: Ruhrbesetzung beenden

Dawes-Plan: Politik des Produktiven Pfänders soll es nicht mehr geben

Dawes-Plan: Deutschland erhält eine internationale Anleihe von 800 Millionen Reichsmark als Starthilfe

Dawes-Plan: sollte 1924 die Reparationsleistungen Deutschlands nach dem Ersten Weltkrieg in einer Weise lösen

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Ruhrkampf: Während des passiven Widerstandes wurden die Löhne von etwa 2 Millionen Arbeitern des Ruhrgebiets vom Staat übernommen, zu diesem Zweck wurde mehr Geld gedruckt

Ruhrkampf: war eines der großen Probleme in diesem Krisenjahr der Weimarer Republik

Ruhrkampf: 1923 im Ruhrgebiet zwischen dem Deutschen Reich und den belgisch-französischen Besatzungstruppen stattgefunden

Ruhrkampf: Höhepunkt eines politisch-militärischen Konfliktes

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Hitler-Ludendorff-Putsch: Adolf Hitler, Erich Ludendorff und weitere Nationalsozialisten veruschen die Regierungsmacht an sich zu reißen

Hitler-Ludendorff-Putsch: am 8. und 9. November 1923

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Rentenmark: Wechselkurs zur Papiermark wurde mit 1:1 Billion festgesetzt

Rentenmark: wurde als Bargeld von der im Oktober 1923 gegründeten Deutschen Rentenbank ab dem 15. November 1923 in Münzen und kleinen Scheinen ausgegeben

Rentenmark: Übergangswährung in Deutschland, um die Hyperinflation von 1923 zu stoppen

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Inflation: eine Geldentwertung

Inflation: Austauschverhältnis von Geld zu allen anderen Gütern verändert sich zu Lasten des Geldes

Inflation: bezeichnet in der Volkswirtschaftslehre einen andauernden, „signifikanten“ Anstieg des Preisniveaus.

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1923: 30. November: Wilhelm Marx, Mitglied der Zentrumspartei, wird Reichskanzler

1923: 15. November Einführung der Rentenmark zur Bekämpfung der Hyperinflation in Deutschland

1923: 11. November: NSDAP und KPD werden verboten

1923: 9. November: Sturm auf die Feldherrenhalle in München, erster Versuch Hitlers, die Macht zu erlangen. (Hitlerputsch)

1923: 6. November: Reichsexekution gegen Thüringen wegen der Regierungsbeteiligung der KPD unter Ministerpräsident August Frölich SPD

1923: 29. Oktober: Reichsexekution gegen Sachsen wegen der Regierungsbeteiligung der KPD unter Ministerpräsident Erich Zeigner SPD

1923: 23. Oktober: Beginn des Hamburger Aufstandes der KPD in Hamburg und Schleswig-Holstein

1923: 23. Oktober: Der ehemalige bayerische Ministerpräsident Johannes Hoffmann erklärt sich mit einigen Sozialdemokraten bereit, einen unabhängigen Pfälzischen Staat innerhalb des Deutschen Reiches zu gründen.

1923: 27. September: In Deutschland wird wegen des Separationsversuchs von Bayern nach dem Ende des passiven Widerstandes der Ausnahmezustand erklärt

1923: 24. September: Gustav Stresemann erklärt das Ende des passiven Widerstands

1923: 13. August: Gustav Stresemann (DVP) wird neuer Reichskanzler

1923: 12. August: Sturz der Regierung Wilhelm Cuno

1923: 11. August: Deutschland stellt die Reparationslieferungen ein

1923: 11. Januar: Ruhrbesetzung: Nachdem französische und belgische Truppen 1921 die Städte Duisburg und Düsseldorf besetzt haben, rücken sie von dort in das Ruhrgebiet ein. Es kommt zu Streiks, Sabotageakten, Anschlägen auf die Besatzungstruppen und einer großen Anzahl von Todesurteilen

1923: 2. Januar: Konferenz über die durch die Weimarer Republik zu leistenden Reparationszahlungen

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Revision: In der Zeit der Weimarer Republik stand der Begriff für das in Deutschland weit verbreitete Streben, die als nationale Schmach und als ungerechtes Diktat empfundenen Bestimmungen des Versailler Vertrags zu ändern

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Erfüllungspolitik: nationalistische Rechte benutzte den Begriff meist in einem diffamierenden Zusammenhang

Erfüllungspolitik: wurde von den Politikern der Weimarer Koalition selbst in diesem Sinne verwendet

Erfüllungspolitik: Strategie sah vor, die als überzogen eingeschätzten Forderungen der Westmächte so weit zu erfüllen, dass schließlich deren Unerfüllbarkeit offensichtlich werden sollte

Erfüllungspolitik: außenpolitische Strategie der Weimarer Republik von der Annahme des Londoner Ultimatums 1921 bis zur Ruhrbesetzung 1923

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Kriegsschuldlüge: war nach dem Ersten Weltkrieg in Deutschland eine beliebte Figur der politischen Propaganda

Kriegsschuldlüge: im Vertrag von Versailles deklarierte "alleinige Kriegsschuld" als nicht zutreffend dargestellt

Kriegsschuldlüge: wurde nach dem Ersten Weltkrieg vor allem in Deutschland verwendet

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Reparationen: sollen die Lasten des Krieges den Verlierern auferlegen

Reparationen: bezeichnet wirtschaftliche Wiedergutmachungsleistungen bzw. Schadensersatz in finanzieller oder materieller Form

Reparationen: Deutsche Wörter dafür sind Kriegsentschädigungen und Wiedergutmachungsleistungen

Reparationen: von lat. reparare = wiederherstellen

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Völkerbund: Die Satzung des Völkerbundes war Teil der Pariser Vorortverträge

Völkerbund: Die Idee eines Völkerbundes kommt von den Philosophen Europas, vor allem Immanuel Kants Schrift Zum ewigen Frieden

Völkerbund: auch den Namen Genfer Liga

Völkerbund: Sitz des Völkerbundes war Genf

Völkerbund: nahm am 10. Januar 1920, kurz nach Ende des Ersten Weltkrieges, seine Arbeit auf

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Hegemonie wird in Anschluss an Antonio Gramsci "ein Typus von Herrschaft benannt, der im Wesentlichen auf der Fähigkeit basiert, eigene Interessen als gesellschaftliche Allgemeininteressen zu definieren und durchzusetzen" [1] (vgl. Universalismus und Partikularismus).

Hegemonie (griech. Oberbefehl, Führerschaft) ist die Vorherrschaft bzw. Überlegenheit einer Institution bzw. eines Staates, einer Organisation usw. insbesondere in politischer und militärischer sowie auch in wirtschaftlicher, religiöser und kultureller Hinsicht etc.

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14-Punkte-Programm:
   1. Öffentliche Friedensverträge und Abschaffung der Geheimdiplomatie
   2. Freiheit der Seeschifffahrt
   3. Aufhebung sämtlicher Wirtschaftsschranken
   4. Rüstungsbegrenzung
   5. Ordnung aller Kolonialfragen
   6. Räumung des besetzten russischen Gebiets
   7. Wiederherstellung der belgischen Unabhängigkeit
   8. Wiederherstellung Frankreichs, Rückgabe von Elsaß-Lothringen
   9. Italienische Grenzziehung nach dem Nationalitätenprinzip
  10. Autonomie der Völker der Doppelmonarchie Österreich-Ungarn
  11. Wiederherstellung Serbiens, Rumäniens und Montenegros
  12. Autonomie der osmanischen Völker, Durchfahrt durch die Dardanellen und den Bosporus
  13. Errichtung eines polnischen Staats, unabhängig von Deutschland oder Russland
  14. Gründung des Völkerbunds zur friedlichen Regelung von Streitigkeiten


14-Punkte-Programm: zB
* Räumung und Wiederherstellung Belgiens
* die Räumung und Rückgabe der besetzten französischen Gebiete einschließlich Elsaß-Lothringens

14-Punkte-Programm: Grundzüge einer Friedensordnung für das vom 1. Weltkrieg erschütterte Europa

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Friedensvertrag von Versailles:
* Berufsarmee mit maximal 100.000 Mann und ca. 4000 Offizieren
* keine allgemeine Wehrpflicht
* Entmilitarisierung des Rheinlands (50-km-Streifen östlich des Rheins)

Friedensvertrag von Versailles: Insgesamt verlor Deutschland 30% seines vorherigen Gebietes

Friedensvertrag von Versailles: Deutschland musste zahlreiche Gebiete

Friedensvertrag von Versailles: Höhe der Reparationen war im Versailler Vertrag nicht festgelegt

Friedensvertrag von Versailles: wies allein dem Deutschen Reich und seinen Verbündeten die Verantwortung für den 1. Weltkrieg zu

Friedensvertrag von Versailles: verpflichtete Deutschland zu Reparationszahlungen an die Siegermächte

Friedensvertrag von Versailles: konstatierte in Artikel 231 (Kriegsschuldartikel) des Vertrages die alleinige Kriegsschuld des Deutschen Reichs

Friedensvertrag von Versailles: bei weitem der folgenreichste der Pariser Vorortverträge

Friedensvertrag von Versailles: beendete formell den Ersten Weltkrieg zwischen den Mittelmächten und den Mächten der Entente.

Friedensvertrag von Versailles: am 10. Januar 1920 in Kraft getreten

Friedensvertrag von Versailles: am 28. Juni 1919 unterzeichnet

Friedensvertrag von Versailles:
* Berufsarmee mit maximal 100.000 Mann und ca. 4000 Offizieren
* keine allgemeine Wehrpflicht
* Entmilitarisierung des Rheinlands (50-km-Streifen östlich des Rheins)

Friedensvertrag von Versailles: Insgesamt verlor Deutschland 30% seines vorherigen Gebietes

Friedensvertrag von Versailles: Deutschland musste zahlreiche Gebiete

Friedensvertrag von Versailles: Höhe der Reparationen war im Versailler Vertrag nicht festgelegt

Friedensvertrag von Versailles: wies allein dem Deutschen Reich und seinen Verbündeten die Verantwortung für den 1. Weltkrieg zu

Friedensvertrag von Versailles: verpflichtete Deutschland zu Reparationszahlungen an die Siegermächte

Friedensvertrag von Versailles: konstatierte in Artikel 231 (Kriegsschuldartikel) des Vertrages die alleinige Kriegsschuld des Deutschen Reichs

Friedensvertrag von Versailles: bei weitem der folgenreichste der Pariser Vorortverträge

Friedensvertrag von Versailles: beendete formell den Ersten Weltkrieg zwischen den Mittelmächten und den Mächten der Entente.

Friedensvertrag von Versailles: am 10. Januar 1920 in Kraft getreten

Friedensvertrag von Versailles: am 28. Juni 1919 unterzeichnet


2. Der schreckliche Frieden - Deutschland und Europa 1919 - 1933

2.1 Das Diktat von Versailles

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Eine nicht wahrgenommene Chance: wichtiger Unterschied zwischen Weimarer Republik und Bundesrepublik Deutschland. Nach 2. Weltkrieg waren die Schuldigen so offenkundig, dass kein neues Netz von historischen Lügen gesponnen werden konnte.

Eine nicht wahrgenommene Chance: Diktatfrieden verstellt bei Siegern und Verlierern den Blick für eine konstruktive Gestaltung der Zukunft.

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Kampf gegen Versailles und Kriegsschuldlüge: Diffamierungen als "Erfüllungspolitiker"

Kampf gegen Versailles und Kriegsschuldlüge: Für radikale Kräfte trugen die Sozialdemokraten die Schuld.

Kampf gegen Versailles und Kriegsschuldlüge: Niemand in Deutschland wollte glauben, dass der Krieg nicht nur ein reiner Verteidigungskrieg war.

Kampf gegen Versailles und Kriegsschuldlüge: Deutsches Selbstbewusstsein wurde hart getroffen.

Kampf gegen Versailles und Kriegsschuldlüge: Deutschland wurde als moralischer Sündenbock für den 1. Weltkrieg hingestellt.

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Das Diktat von Versailles? Höhe der Reparationen nicht festgelegt.

Das Diktat von Versailles? Berufsheer von 100.000 Mann.

Das Diktat von Versailles? Deutschland verliert Kolonien, Hochseeflotte, vollständige Abrüstung.

Das Diktat von Versailles? Große Gebietsabtrennungen an Polen.

Das Diktat von Versailles? Saargebiet wurde für 15 Jahre wirtschaftlich in Frankreich eingegliedert.

Das Diktat von Versailles? Elsaß und Lothringen fällt an Frankreich zurück.

Das Diktat von Versailles? Allierte erzwingen mit militärischem Ultimatum die Annahme.

Das Diktat von Versailles? Deutschland versucht den Vertrag als völkerrechtlichen Verstoß gegen die Wilson-Grundsätze darzustellen.

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Zwang zum Kompromiß: England aktzeptiert französische Hegemonie auf dem Kontinent und bekommt dafür freie Hand in Übersee.

Zwang zum Kompromiß: Frankreich verzichtet darauf den Rhein zur Grenze zwischen Frankreich und Deutschland zu machen.

Zwang zum Kompromiß: USA erreicht, dass Völkerbund geschlossen wird. Deutschland muss für alle Kriegs- und Kriegsfolgekosten aufkommen.

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Unterschiedliche Positionen der Sieger: Jede übermäßige deutsche Schwächung musste nach britischer Überzeugung Europa destabilisieren.

Unterschiedliche Positionen der Sieger: Frankreich will Deutschland militärisch, politisch und wirtschaftlich so weit schwächen, dass es französische Sicherheit nicht mehr bedrohen kann.

Unterschiedliche Positionen der Sieger: Wilson will gerechte Nachkriegsordnung.

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Ein Frieden der Sieger? Deutsche hoffen auf "wilson" Frieden. milden Frieden.

Ein Frieden der Sieger? Friedenskonferenz der Siegermächte.

Ein Frieden der Sieger? 11. November 1918 bedingungslose Kapitulation des Deutschen Reiches.

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1.5.2006 10:35:07
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2.2 Revisionsforderungen überschatten die Politik in Europa

Stresemann - Verräter an Deutschland? deutsche Außenpolitik nach Stresemann konzentriert sich auf Beseitigung der Rüstungsbeschränkungen.

Stresemann - Verräter an Deutschland? Reparationslasten finanziell und politisch vermindert.

Stresemann - Verräter an Deutschland? Kriegsschuldartikel durch Aufnahme im Völkerbund entschärft.

Stresemann - Verräter an Deutschland? Stresemanns Wirken bewirkte einen Fortschritt unter dem Gesichtspunkt der Revisionspolitik.

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zur Locarno-Konferenz: Deutsches Reich wird in den Völkerbund aufgenommen.

zur Locarno-Konferenz: Garantie der deutsch-polnischen Grenzen.

zur Locarno-Konferenz: internationale Garantie für die deutsch-französisch-belgische Grenzen.

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Vom Rapallovertrag: Hieraus begründet sich die französische Haltung im Ruhrkampf.

Vom Rapallovertrag: Scharfe Reaktionen der Westmächte, da sie es vermuten.

Vom Rapallovertrag: Geheim gehalten wird eine militärische Kooperation.

Vom Rapallovertrag: Deutschland trifft mit Sowjetunion Übereinkunft des beiderseitigen Verzichts auf Kriegsentschädigung.

Vom Rapallovertrag: Auch außenpolitisch Entspannung.

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Dawes- und Youngplan: Deutsche Wirtschaft bricht vollkommen zusammen. Deutschland muss keine Reparationen mehr zahlen.

Dawes- und Youngplan: Youngplan legt fest, dass Raten gleichmäßig gezahlt werden sollen.

Dawes- und Youngplan: Weltwirtschaftskrise beendet Erhohlungsphase.

Dawes- und Youngplan: Große Kredite von amerikanischen Banken, die in Deutschland zu wirtschaftlicher Erhohlung und politisch-sozialer Entspannung führen.

Dawes- und Youngplan: Amerika greift in Europas Wirtschaft ein mit dem Dawesplan.

Dawes- und Youngplan: Amerika befürchtet, wenn Europas Wirtschaft zusammenbricht, dass keine Kriegskredite mehr bezahlt werden können.

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Der Ruhrkampf als Wendepunkt: Neue französische Regierung schlägt Kooperationskurs ein.

Der Ruhrkampf als Wendepunkt: Ende des Ruhrkampfes bringt Wandel in deutsch-französischer Politik.

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Selbstbehauptung in der Krise: Putschversuch (Hitler-Ludendorff-Putsch) brach zusammen.

Selbstbehauptung in der Krise: kommunistische Bewegungen wurden von der Reichswehr blutig zusammengeschlagen.

Selbstbehauptung in der Krise: Deutsche Wirtschaft stabilisiert.

Selbstbehauptung in der Krise: Neue Währung: Rentenmark.

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Höhepunkt der Konfrontation: Starke Geldentwertung wird mit Währungsreform beendet.

Höhepunkt der Konfrontation: Es kommt zur Inflation.

Höhepunkt der Konfrontation: Musste unterstützt werden, was Reich in Finanzkrise stürzt.

Höhepunkt der Konfrontation: Deutsche Ruhrbevölkerung zum passiven Widerstand aufgerufen.

Höhepunkt der Konfrontation: Ruhgebiet wird von Frankreich besetzt, da Deutschland seine Reparationszahlungen geringfügig verzögert.

Höhepunkt der Konfrontation: im Jahr 1923

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Priorität von Reparations- und Territorialfragen: Harte Haltung der Allierten in der Reparationsfrage hemmt zusehends die deutsche Kompromissbereitschaft.

Priorität von Reparations- und Territorialfragen: Deutsche Zahlungsfähigkeit war eingeschränkt.

Priorität von Reparations- und Territorialfragen: Sieger brauchen Reparationen um eigene Kriegsschulden zu tilgen und Wirtschaft wieder zu stärken.

Priorität von Reparations- und Territorialfragen: Problem (2) Notwendigkeit Reparationszahlungen des Deutschen Reiches sicherzustellen.

Priorität von Reparations- und Territorialfragen: Problem (1) Anerkennung der neuen deutschen Grenzen.

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Geringer Handlungsspielraum: Deutsche Revisionspolitik war außerordentlich schwierig.

Geringer Handlungsspielraum: Völkerbund ist weit davon entfernt das Friedensinstrument zu sein.

Geringer Handlungsspielraum: Frankreich versuchte permanent das Deutsche Reich zu schwächen.

Geringer Handlungsspielraum: Alle Regierungen sahen sich innenpolitischen Druck ausgesetzt.

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Friedenschluss ohne Frieden: Alle deutschen Regierungen verfolgten das Ziel die Bestimmungen des Versailler Vertrages abzuändern oder zu beseitigen. (Revisionspolitik)

Friedenschluss ohne Frieden: Nationale Rechte in Frankreich fühlte sich durch den Kompromiss um den Sieg betrogen.

Friedenschluss ohne Frieden: Weder Sieger noch Besiegte waren bereit Bestimmungen zu aktzeptieren.

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1.5.2006 11:10:53
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3. Wirtschaft und Gesellschaft - Modernisierung durch Amerikanisierung – Begriffe

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Inflation: eine Geldentwertung

Inflation: Austauschverhältnis von Geld zu allen anderen Gütern verändert sich zu Lasten des Geldes

Inflation: bezeichnet in der Volkswirtschaftslehre einen andauernden, „signifikanten“ Anstieg des Preisniveaus.

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Gewerkschaft: versucht möglichst großen Teil der Unternehmensgewinne als Gehalt und Verbesserung der Arbeitsbedingungen an die Belegschaft zu verteilen

Gewerkschaft: lässt sich in Berufs- und Fachverbände, Industrieverbände und Betriebsverbände unterteilen

Gewerkschaft: größten Gewerkschaften in Deutschland sind im Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) zusammengeschlossen

Gewerkschaft: Arbeitnehmer in einem Interessenverband organisiert

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Kulturpessimismus: sieht schicksalshaft Niedergang und Untergang durch Dekadenz von Kunst, Kultur und Gesellschaft

Kulturpessimismus: sollte einen Gegenpol zum Fortschrittsglauben und dem Kulturoptimismus beschreiben

Kulturpessimismus: Anschauung, die den gegenwärtigen Tendenzen und zukünftigen Entwicklungen einer Kultur mit Pessimismus gegenübersteht

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Goldene Zwanziger: Beendet wurden die "Goldenen Zwanziger" von der Weltwirtschaftskrise 1929

Goldene Zwanziger: Blütezeit der deutschen Kultur und Wissenschaft

Goldene Zwanziger: wirtschaftlicher Aufschwung der weltweiten Konjunktur

Goldene Zwanziger: bezeichnet für Deutschland den Zeitabschnitt zwischen 1924 und 1929

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Weltwirtschaftskrise: beendete die sog. „Goldenen zwanziger Jahre“

Weltwirtschaftskrise: Unternehmenszusammenbrüchen, massiver Arbeitslosigkeit und Deflation

Weltwirtschaftskrise: 1929 einsetzenden schweren volkswirtschaftlichen Einbruch in allen wichtigen Industrienationen

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Amerikanisierung: Prozess der Amerikanisierung, der sich im 20. Jahrhundert entwickelt hat, ist an den Status der Vereinigten Staaten von Amerika als Supermacht gebunden

Amerikanisierung: geht zum Teil von den USA selbst aus

Amerikanisierung: Dieser Trend ist keine transatlantische Wechselwirkung, sondern eine einseitige Beeinflussung

Amerikanisierung: stetige Anpassung von Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur eines anderen Landes an die Gegebenheiten in den USA

3. Wirtschaft und Gesellschaft - Modernisierung durch Amerikanisierung?

Gegen Großstadt und Massengesellschaft: Jugend tritt in Weimarer Republik auf der Seite der konservativen Kritker der Zeit ein.

Gegen Großstadt und Massengesellschaft: Jugend verfechtet Ideal eines neuen "natürlichen" Lebens.

Gegen Großstadt und Massengesellschaft: massive Zivilisationkritk, konzentriert auf Großstadt.

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Kampf um kulturelle Wertvorstellung: "Untergang des Abendlandes" , Ernst Jünger, Notwendigkeit konservativer Erneuerung.

Kampf um kulturelle Wertvorstellung: Linke als Kulturbolschewisten bezeichnet.

Kampf um kulturelle Wertvorstellung: Frauenbild abgelehnt.

Kampf um kulturelle Wertvorstellung: Jazz = Negermusik

Kampf um kulturelle Wertvorstellung: Heftige Angriffe auf Andersdenkende prägten auch Kultur- und Geistesleben in der Weimarer Republik.

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Kritik als Gundtenor der Moderne? Künstler wurden nur von einem kleinen Kreis wahrgenommen.

Kritik als Gundtenor der Moderne? Bestehende Kunstvorstellungen durch zB DADA radikal in Frage gestellt.

Kritik als Gundtenor der Moderne? Anprangerung von Fortbestehenden obrigkeitlichen Denkweisen.

Kritik als Gundtenor der Moderne? Künstler die den Zuständen ihrer Zeit kritisch gegenüber stehen bekommen Gehör.

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Experiment und Neue Sachlichkeit: Rundfunk und Film üben eine große Faszination aus.

Experiment und Neue Sachlichkeit: experimenteller Charakter äußerte sich in allen Kunstgattungen. zB Zwölftonmusik, Lehrtheater.

Experiment und Neue Sachlichkeit: Neue Kunstformen wie zB der Expressionismus schaffen nun den Durchbruch.

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Eine neue Rollenverteilung: Doch auch in Berlin nur wenige Frauen, die eine wirklich unabhängige berufliche und finanzielle Position gegenüber der Männerwelt erreichten.

Eine neue Rollenverteilung: Frauen und Mädchen wurden finanzielle unabhängiger.

Eine neue Rollenverteilung: Nach Krieg ist Frau nicht bereit, wieder an den Herd zurückzukehren.

Eine neue Rollenverteilung: Während Krieg hat Frau Männer bei der Arbeit ersetzt.

Eine neue Rollenverteilung: äußerliche Befreiung der Frauen.

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Traditionelle Lebensweisen und Großstadtleben: Verkehrsgewühl auf Straßen und große Anzahl von Frauen prägen das Stadtbild.

Traditionelle Lebensweisen und Großstadtleben: Berlin wurde zum Typ der neuen Großstadt schlechthin.

Traditionelle Lebensweisen und Großstadtleben: Traditionelle Vorstellungen beherrschen Vorstellungen der Menschen.

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Widerstände und Ängste: Kulturpessimismus bei den Rechtskonservativen.

Widerstände und Ängste: Mittelstand durch Inflation um Geldvermögen gebracht, sah sich der Gefahr ausgesetzt die Selbstständigkeit zu verlieren.

Widerstände und Ängste: Gewerkschaften haben Auseinandersetzungen mit den Unternehmen.

Widerstände und Ängste: Arbeiter fühlen sich dem Diktat der Maschinen ausgesetzt.

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Überwiegen traditioneller Strukturen: "moderner Mensch" erhält häufig eine negative Bewertung.

Überwiegen traditioneller Strukturen: Deutsche Wirtschaft weiterhin geprägt von mittelständischen Fabriken, Handwerksbetrieben und familiengebundener Arbeit, Landwirtschaft und Dienstleistung.

Überwiegen traditioneller Strukturen: Amerikanisches Großraumbüro hält in deutschen Großstädten Einzug.

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Modernisierung von Schlüsselbereichen: Erfolg der Modernisierung zeigte sich dann in den 30er Jahren. Hitlers schnelle Aufrüstung wäre gar nicht möglich gewesen ohne Umstrukturierung der Industrie vor der Weltwirtschaftskrise.

Modernisierung von Schlüsselbereichen: Branchen mit neuen Technologien modernisiert, so dass deutsche Produkte rasch wieder weltführend wurden.

Modernisierung von Schlüsselbereichen: Rationalisierung in Deutschland erst mit Krediten aus Dawesplan.

Modernisierung von Schlüsselbereichen: Das Problem ist das fehlende Kapital um deutsche Wirtschaft auf Fließband umzurüsten.

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Notwendigkeit wirtschaftlicher Erneuerung: Als Vorbild Henry Ford. Das Fließband Autoproduktion.

Notwendigkeit wirtschaftlicher Erneuerung: Man benötigte Produkte hoher Qualität zu niedrigen Herstellungskosten.

Notwendigkeit wirtschaftlicher Erneuerung: Deutsche Wirtschaft muss wieder konkurrenzfähig werden.

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1.5.2006 11:20:01
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4. Die Zerstörung der Republik – Begriffe


NSDAP: Gründung erfolgte im Münchener Hofbräuhaus

NSDAP: ging aus der Deutschen Arbeiterpartei (DAP) durch deren Umbenennung am 24. Februar 1920 hervor

NSDAP: war von 1933 bis 1945 die allein herrschende Partei in Deutschland

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Adolf Hitler: Infolge von Hitlers Politik kamen schätzungsweise 35-40 Millionen Menschen ums Leben

Adolf Hitler: entfesselte den Zweiten Weltkrieg und betrieb die systematische Entrechtung und Ermordung der europäischen Juden

Adolf Hitler: ließ alle Oppositionsparteien verbieten und politische Gegner verfolgen

Adolf Hitler: errichtete in Deutschland die nationalsozialistische Diktatur des „Dritten Reiches“

Adolf Hitler: ab 1934 als „Führer und Reichskanzler“ zugleich Regierungschef und Staatsoberhaupt des Deutschen Reiches

Adolf Hitler: ab 1933 Reichskanzler

Adolf Hitler: war ab 1921 Parteichef der NSDAP

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Kurt von Schleicher: wurde am 30. Juni 1934 im Zuge der Niederschlagung des vorgeblichen „Röhm-Putsches“ gemeinsam mit seiner Ehefrau von einem Kommando der SS in seinem Haus in Neubabelsberg erschossen

Kurt von Schleicher: Schleicher erklärte am 28. Januar 1933 nach einem Gespräch mit Hindenburg den Rücktritt seiner Regierung und empfahl die Ernennung Hitlers zum Reichskanzler („Machtergreifung“)

Kurt von Schleicher: Schleicher am 3. Dezember 1932 von Hindenburg zum Reichskanzler berufen und mit der Bildung eines neuen Präsidialkabinetts beauftragt

Kurt von Schleicher: Im Kabinett von Papen wurde Schleicher Reichswehrminister, nachdem er selbst Franz von Papen bei Reichspräsident Paul von Hindenburg als Nachfolger von Heinrich Brüning vorgeschlagen hatte

Kurt von Schleicher: war Generalleutnant und Reichskanzler der Weimarer Republik

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Franz von Papen: Papens Plan war es, Hitler „einzurahmen“, ihn und seine Stimmen zu kaufen und in Wirklichkeit selbst die Macht auszuüben

Franz von Papen: Nach den Reichstagswahlen vom 6. November 1932 trat er am 17. November als Reichskanzler zurück, da Hindenburg ihm nicht die diktatorischen Vollmachten erteilte, die er verlangt hatte

Franz von Papen: Am 12. Juni 1932 hob Papen das von Brüning verhängte Verbot der SA und der SS auf

Franz von Papen: Am 1. Juni 1932 wurde von Papen auf Betreiben Kurt von Schleichers durch den Reichspräsidenten Paul von Hindenburg als Nachfolger von Heinrich Brüning zum Reichskanzler ernannt

Franz von Papen: war ein katholischer deutscher Politiker (Zentrumspartei) und 1932 Reichskanzler

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Hindenburg: Am 30. Januar 1933 ernannte er aufgrund der erheblichen Einflussnahme seiner inoffiziellen Berater (Kamarilla) Adolf Hitler zum Reichskanzler

Hindenburg: der dritte Reichspräsident der Weimarer Republik

Hindenburg: deutscher Generalfeldmarschall und Politiker

Hindenburg: Paul Ludwig Hans Anton von Beneckendorff und von Hindenburg

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Reichspräsident: Amtszeit betrug sieben Jahre, wobei mehrfache Wiederwahl zulässig war

Reichspräsident: Gemäß Artikel 43 der Weimarer Verfassung wurde der Reichspräsident unmittelbar vom Volk gewählt

Reichspräsident: Bezeichnung für das Staatsoberhaupt des Deutschen Reiches von 1919 bis 1945

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Kamarilla: den offiziellen Regierungsorganen nicht angehört

Kamarilla: eine Günstlingspartei, die ohne Befugnis und Verantwortung Einfluss auf die Entscheidungen eines Herrschers ausübt

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Präsidialkabinett: nur auf das Vertrauen des Reichspräsidenten angewiesen war

Präsidialkabinett: Mit dem Begriff Präsidialkabinett wird der Sachverhalt umschrieben, dass sich die Regierung auf keine eigene Mehrheit im Parlament mehr stützen konnte

Präsidialkabinett: letzten drei Regierungen der Weimarer Republik unter Heinrich Brüning (Zentrumspartei), Franz von Papen (Zentrum/parteilos) und Kurt von Schleicher (parteilos)

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Heinrich Brüning: neue Steuern bei gleichzeitiger Senkung staatlicher Leistungen und er wirkte auf eine Absenkung von Löhnen und Gehältern hin

Heinrich Brüning: Spar- und Deflationspolitik betrieben

Heinrich Brüning: war bereit, notfalls auch gegen das Parlament zu arbeiten

Heinrich Brüning: Amt als zwölfter (und mit seinen 44 Jahren als jüngster) Reichskanzler der Weimarer Republik angetreten

Heinrich Brüning: deutscher Politiker der Zentrumspartei und in der Spätphase der Weimarer Republik von 1930-1932 Reichskanzler des Deutschen Reichs

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4. Die Zerstörung der Republik

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Machtergreifung Hitler: Umsetzung der konkreten politischen Machtergreifung folgt später.

Machtergreifung Hitler: Ernennung Hitlers von NSDAP propagandistisch ausgeschlachtet.

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Der 30. Januar 1933: Hindenburg bewegte sich daher Hitler zum Kanzler zu ernenne.

Der 30. Januar 1933: Hitler sollte mit konservativen Ministern eingerahmt werden.

Der 30. Januar 1933: Hitler erklärt, dass es eine Sozialisierung unter seiner Führung nicht geben wird.

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Hitler - unumgänglich? Großindustrie sah in Forumulierungen der NSDAP Bedrohung des Eigentums.

Hitler - unumgänglich? Hindenburg hatte starke persönliche Bedenken gegen Hitler.

Hitler - unumgänglich? Seit 1932 ging Stimmanteil der NSDAP wieder zurück.

Hitler - unumgänglich? NSDAP war als nützliches Agitationselement der Konservativen anerkannt.

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Staatsstreich der Rechten? Schleicher will Gewerkschaften und linke Flügel der NSDAP zu "Querfront" verbinden. - misslingt

Staatsstreich der Rechten? Hindenburg nicht zu haben für Staatsstreich.

Staatsstreich der Rechten? Sozialdemokraten waren als politisch mitgestaltende Partei ausgeschieden.

Staatsstreich der Rechten? Papen übernimmt die vollziehende Gewalt. (Preußenschlag)

Staatsstreich der Rechten? Hindenburg erklärt Preußen für unregierbar.

Staatsstreich der Rechten? KPD und NSDAP hatten im Reichstag eine destruktive Mehrheit.

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Rechtsrutsch der politischen Kräfte: Wiederwahl Hindenburgs macht deutlich, dass Weimarer Republik in extreme Lager aufgespalten. SPD untersützt Hindenburg als letztes Bollwerk gegen die Extreme.

Rechtsrutsch der politischen Kräfte: Reichswehrführung rückt mit General von Schleicher in den innersten Kreis der Macht ein, nachdem sie schon seit den 20er die Rolle des "Staat im Staate" innehatte.

Rechtsrutsch der politischen Kräfte: seit 1930 bestimmen rechtskonservative Kräfte das politische Handeln in Deutschland.

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Rechtskonservative Präsidialkabinette: Papen sorgte dafür, dass als nächster Reichskanzler Hitler an die Macht kam.

Rechtskonservative Präsidialkabinette: Papen wurde von Schleicher abgelöst.

Rechtskonservative Präsidialkabinette: Papen hat ein Kabinett der Barone (Fachminister)

Rechtskonservative Präsidialkabinette: Brüning entlassen, nun Papen.

Rechtskonservative Präsidialkabinette: Kamarilla betrieb konservative Umgestaltung der Republik.

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Reichspräsident von Hindenburg: Dies waren Schleicher und Franz von Papen.

Reichspräsident von Hindenburg: Kamarilla (Kammerkreis) um ihn herum gewinnt zunehmend Einfluss.

Reichspräsident von Hindenburg: entscheidende Bewährungsprobe kam mit Beginn der Wirtschaftskrise.

Reichspräsident von Hindenburg: seit 1925 Hindenburg Reichspräsident.

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Ende der Regierbarkeit: rigorose Sparpolitik (Deflationspolitik) verschärfte das innenpolitische Klima.

Ende der Regierbarkeit: Brüning führt Minderheitskabinett an. (Präsidialkabinett)

Ende der Regierbarkeit: Seit März 1930 Mehrheit der Radikalen gegen die Republik.

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Krise des Parteiensystems: Einsatz der paramilitärischen Verbände der Parteien.

Krise des Parteiensystems: Parteien setzten sich mit einander auseinander in Form des Straßenkampfes.

Krise des Parteiensystems: 13 Koalitionskabinette regierten in nur kurzer Amtszeit bis 1930.

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Krise von Wirtschaft und Gesellschaft: bisherige Parteien hatten dem nichts entgegen zu setzen. Verlust der Mitglieder und der finanziellen Basis.

Krise von Wirtschaft und Gesellschaft: Dauerarbeitslosigkeit trieben Menschen zu den extremen Parteien.

Krise von Wirtschaft und Gesellschaft: Wirtschaftsaufschwung durch Dawesplan fällt in sich zusammen.

Krise von Wirtschaft und Gesellschaft: Ende des Wirtschaftsbooms in Amerika. Kurzfristig nach Europa vergebenen Kredite werden zurückgefordert.

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Die Regierung Brüning - der Anfang vom Ende: (3) Staats- und Regierungskrise, die ein verfassungsmäßiges Regieren nahezu unmöglich machte.

Die Regierung Brüning - der Anfang vom Ende: (2) Krise des Parteiensystems, Parlamentarismus, politische Kultur

Die Regierung Brüning - der Anfang vom Ende: Weimarer Republik hat (1) Wirtschafts- und Sozialkrise

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1.5.2006 15:32:03
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ich glaub der thread passt hier nicht ins Forum... mal wieder mitm posten schneller als mitm denken gewesen   

bani


1.5.2006 15:55:48
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Eben!

DAS solltest Du vielleicht mal etwas öfters machen - dann wäre diese komischen Dinger nämlich auch viel kürzer, da die Wiederholungen wegfallen würden ... 
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