Dieses Archiv enthält einen Auszug des Forums für deutsche Geschichte vom 24.10.2005 bis zum 19.04.2010. Wenn Sie mitdiskutieren möchten, besuchen Sie unser Forum unter forum.balsi.de.

Ehrenmal für die Franzosen in Bad Reichenhall L.V.F-Charlemagne

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AutorBeitrag

bio


1.3.2008 19:31:10
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Hallo liebe Leser, Surfer von FDG

Ist Ihnen bekannt das seit November 2007 das Ehrenmal in der Ortschaft Kugelbach bei Bad Reichenhall für 12 Erschossene  Freiwillige Franzosen der Waffen

SS abgebaut worden ist ?


Es stand an der Stelle wo die von eigene Landsleute erschossen worden sind auf Befehl von General Leclerc. Die eigentliche Grabstelle befindet sich auf dem Friedhof

Zankt Zeno in Bad Reichenhall, zum Glück immer noch.


Laut Stadtrat auf Anweisung der bayerischen Regierung vermute ich  aufgrund  der letzten "Schwarze Stiefeln" Versammlungen in den letzen 3 jahren? (Nebenbei,

Wir gehören nicht dazu). Wo ist das Ehrenmal  jetzt ?

Wer kann näheres dazu  mitteilen ? Wer war der Auftrageber ? An wem können wir uns wenden um dazu eine schrifliche Stellungsnahme  abzugen ?

Auf Infos würden wir uns freuen. Merci

Gruß aus Westfalen

Ciao: Bio



waldi44


1.3.2008 20:10:03
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Nein, wusste ich zB. nicht und ich weiss auch nicht wo es abgeblieben ist.
Hast Du ein Bild von dem Ehrenmal und womit wurde seine Aufstellung damals und sein Abreiss jetzt begründet?
Habe lediglich auf einer Seite der NPD etwas dazu gefunden.....
Der Grund, warum sie erschossen wurden ist mir allerdings bekannt!

IM


1.3.2008 20:22:17
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Das Ehrenmal ist komplett geschliffen worden. Es sah bereits wenige Stunden danach so aus, als wäre dort nie etwas gewesen, ...

waldi44


1.3.2008 20:57:30
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IM schrieb:
Das Ehrenmal ist komplett geschliffen worden. Es sah bereits wenige Stunden danach so aus, als wäre dort nie etwas gewesen, ...
Dann wird es vermutlich auch nichts mehr davon geben. Aber es bleiben meine Fragen:"Hast Du ein Bild von dem Ehrenmal und womit wurde seine Aufstellung damals und sein Abreiss jetzt begründet?"

IM


1.3.2008 21:01:36
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Ein Bild habe ich auf die Schnelle nicht zur Hand.

Wenn Du schon schreibst, Dir sind die Hintergründe um das damalige Geschehen bekannt, dann wäre ja Deine Frage schon zum großen Teil selbst beantwortet.

Tja, warum reißt man in Deutschland solche Denkmäler ab ??

Warum benennt man Kasernen um ? Warum nimmt man ganzen Geschwadern ihren Traditionsnamen ? Die Liste wäre sicher noch fortzuführen, ...

waldi44


1.3.2008 21:04:23
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Erst muss es ja gebaut worden sein und da interessiert mich mit welcher Begründung? Auch für die Kasernenumbenennungen wurden immer irgendwelche "Gründe" gefunden. Welche für den Abriss des Ehrenmals?

IM


1.3.2008 21:06:07
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Ich kann mir momentan nicht ganz folgen. Warum es gebaut wurde? Eben um an die damaligen Geschehnisse zu erinnern, ...

waldi44


1.3.2008 21:08:27
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Ja, das ist klar- galt es als Ehrenmal für Gefallene allgemein, galt es als als Ehrenmal für diese "Gefallenen" oder galt es als Gedenkstätte für ermordete Kriegsgefangene? Hatte es eine erklärende Inschrift?

IM


1.3.2008 21:11:47
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Es erinnerte an die von den Alliierten erschossenen französischen Angehörigen der Division "Charlemagne".

Richtschuetze


1.3.2008 21:20:40
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?

für diese "Gefallenen" oder galt es als Gedenkstätte für ermordete Kriegsgefangene?


Ja die auf dem Weg nach Hause waren und dazu unbewaffnet!!! Ein schweres Kriegsverbrechen der Alliierten!!!


Bis vor Jahren wurden da noch Gedenkfeiern von Soldaten der "Charlemagne" abgehalten!

Gruss

waldi44


1.3.2008 21:28:38
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Richtschuetze schrieb:


Bis vor Jahren wurden da noch Gedenkfeiern von Soldaten der "Charlemagne" abgehalten!

Gruss

Ja und leider nicht nur die! Bomberjacken und Springerstiefel dominierten in den letzten Jahren das Bild und DAS wird auch der Grund des Abrisses gewesen sein- denke ich!
JA, das war eindeutig ein Kriegsverbrechen, von dem man auch den Namen des Verbrechers kennt: General Leclerc.
Dennoch würde mich die Innschrift interessieren.

IM


1.3.2008 21:30:45
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Ja und leider nicht nur die! Bomberjacken und Springerstiefel dominierten in den letzten Jahren das Bild und DAS wird auch der Grund des Abrisses gewesen sein- denke ich!

Wenn die demnächst einmal pro Woche am Reichstag vorbeilaufen, ob man den dann auch gleich abreißt, um das zu verhindern ??

waldi44


1.3.2008 21:33:25
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IM schrieb:

Ja und leider nicht nur die! Bomberjacken und Springerstiefel dominierten in den letzten Jahren das Bild und DAS wird auch der Grund des Abrisses gewesen sein- denke ich!

Wenn die demnächst einmal pro Woche am Reichstag vorbeilaufen, ob man den dann auch gleich abreißt, um das zu verhindern ??

Na und? Das "Alte Wasserwerk" in Bonn steht doch noch und befindet sich in gutem Zustand!
Im Ernst: die Frage sehe ich als rein Rhetorisch an!

bio


1.3.2008 22:46:57
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Wir benötigen ein Bild, mehr nicht, den Rest machen wir über den C.D.V.F.E, Cercle des Déscendants des Volontaires

francais sur le Front de l'Est oder Freundenskreis der Angehörigen der französische freiwillige an der Ostfront.

Ein Schreiben an den Landrat oder Bürgermeister wird bad fällig, wo ist der Geist von 1963 zwischen Adenauer und De Gaulle ?, um Aufkärung und Informationen

von deutscher Seite zu bekommen.

Herzliche  Grüße aus Westfalen

Bio

Balsi


1.3.2008 23:10:54
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Das Kreuz war schön gearbeitet.. und darauf stand in Erinnerung an die toten Franzosen (oder ähnlich)... für ewigen freiden zwischen Dtl. und Frankreich.. keine Rune oder ähnliches drauf.. ich meine mit diesen Worten sollte jedes Denkmal unangetastet bleiben...eine Frechheit was da wieder passiert ist

waldi44


2.3.2008 00:23:53
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Balsi schrieb:
Das Kreuz war schön gearbeitet.. und darauf stand in Erinnerung an die toten Franzosen (oder ähnlich)... für ewigen freiden zwischen Dtl. und Frankreich.. keine Rune oder ähnliches drauf.. ich meine mit diesen Worten sollte jedes Denkmal unangetastet bleiben...eine Frechheit was da wieder passiert ist
@ Robert:(oder ähnlich) bitte etwas konkreter! Interessiert mich eben, weil ich zwar den Tatbestand kannte, aber weder Ehrenmal, noch dessen Geschichte.

Andreas


2.3.2008 02:57:53
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Das isses wohl nicht oder?



Quelle: http://2db.free.fr/dossiers_badreichenhall_doc.html

Tobias G


2.3.2008 04:21:02
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Hallo,

das Denkmal ist ein 1-2 Meter hohes Kreuz aus Metall und wurde von ehemaligen Kameraden aufgestellt und finanziert, deshalb gehört es auch ihnen und wurde nicht völlig zerstört. Derzeit suchen sie ein passendes Privatgrundstück in Frankreich an dem sie das Denkmal wieder errichten können.

Inschrift:

DEN ZWÖLF TAPFEREN
SÖHNEN FRANKREICHS
DIE AM 8. MAI 1945
IN KARLSEIN ALS
GEFANGENE DER SIEGER
OHNE URTEIL
HINGERICHTET WURDEN

Gruß
Tobias

Quelle:

Der Freiwillige Januar/Februar

waldi44


2.3.2008 13:30:54
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Die Bilder oben zeigen General Leclerc und auf dem linken, sind wohl die Opfer zu sehen. Zumindest habe ich es in Erinnerung. Diese Bilder findet man öfter und auch die dazu gehörige Geschichte. Die des Ehrenmals aber ist so gut wie unbekannt.
 Habe aber was gefunden:



Zu einem traurigen Vorfall ist es am Ende des letzten Krieges in Karlstein in der Nähe von Bad Reichenhall gekommen. Hier am Kugelbach, wurden 12 Soldaten der 33. Grenadier-Division der Waffen-SS “Charlemagne” von der 3. US-Armee unter General Patton gefangen genommen und an die 2. französische Panzer-Division unter ihrem Kommandeur Leclerc übergeben. Unter General Leclerc war es schon in den Monaten zuvor zu zahlreichen Massenmorden und anderen Kriegsverbrechen an Deutschen gekommen. Er war es nun, der die französischen Freiwilligen, die auf deutscher Seite kämpften, persönlich vernahm, wobei er sie anfuhr, ob sie sich nicht schämten, eine fremde Uniform zu tragen. Der ranghöchste Gefangene soll daraufhin geantwortet haben: „Sie tragen ja auch eine fremde Uniform, mon général!“ Leclerc, der tatsächlich eine amerikanische Uniform trug, befahl daraufhin ohne vorherige kriegsgerichtliche Verhandlung ihre Erschießung. Der mit der Exekution beauftragte französische Offizier wollte den Befehl verweigern, mußte sich aber fügen. So kam es, daß die zwölf jungen Soldaten der Division “Charlemagne” am 8. Mai 1945 nur wenige Stunden vor Inkrafttreten der deutschen Kapitulation, am Kugelbach in Karlstein erschossen wurden. Alle fielen mit dem Ausruf „Es lebe Frankreich!“. Die Leichen wurden am Straßenrand liegengelassen und erst von nachfolgenden amerikanischen Truppen (auf dem Reichenhaller Friedhof St. Zeno in einem Massengrab gegenüber des Grabes von Ritterkreuzträger General der Gebirgstruppe Rudolf Konrad und der Erinnerungsstelle für den in Libyen gefallenen Flugzeugführer Ritterkreuzträger Oberleutnant Alfred Wehmeyer) beerdigt. Nach 62 Jahren ist diesen tapferen Söhnen Frankreichs nun ein zweites Mal großes Unrecht geschehen. Ein ebenso trauriger Vorfall spielte sich an dem Ort am Kugelbach ab, an dem ein Gedenkkreuz an die Ermordeten erinnerte und an dem sich alljährlich im Mai Franzosen, Italiener, Deutsche und viele andere Europäer zum friedlichen Totengedenken treffen. In den Tagen, bevor sich die Ordensgemeinschaft der Ritterkreuzträger zu ihrem alljährlichen Bundestreffen, diesmal in Bad Reichenhall am 20./21. Oktober versammelte, geschah es, wahrscheinlich um mögliche Ehrungen und Erinnerungen an die französischen Waffenbrüder und Kameraden zu verhindern, daß der Gedenkplatz an den feigen Mord im wahrsten Sinne des Wortes plattgemacht wurde. Der Freistaat Bayern hatte der örtlichen Soldatenkameradschaft den Pachtvertrag für das Stückchen Land des Staatsforstes gekündigt.

bio


2.3.2008 14:59:38
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Hallo Zusammen, besonders, Andreas, TobiasG und natürlich Waldi44,

Zuerst vielen Danke für die Zusammenarbeit, Die Infos fliessen,  Ok.


Jetzt bin ich d'ran ! oder d'rin !


Ihr habt es besser dargestellt und erläutert als ich es mit meiner deutschen Grammatik, Syntax, Rechtschreibung präsentieren kann. Ich gebe mir Mühe.

Was da passiert ist, ich meine, vor kurzen in Bad Reichenhall, ist ein Affront der Bundesregierung gemeinsam mit dem Land Bayern was ich normalerweise sehr

schätze gegen meine Landsleute, spricht diese Kämpfer für die Befreiung Europas, damals schon, und gegen den französischen Staat > das interessiert die

sowieso nicht gross.

Wir möchten außerdem ausdrücklich betonen daß wir keine Angehörigen eines etwaige "Schwarzer Verein" sind.

Hier geht's um die Würde des Menschen damit die Familienangehörigen sowie auch der Freundeskreis  der Erschossenen in Ruhe in sich einkehren
können.


Die Wunden sind bei meinen Landsleuten nach  62 Jahren noch nicht geheilt. Die Medienwelt in Frankreich über die Darstellung Deutschland's während und nach dem Krieg hat sich nicht groß verändert, kulturel wie politisch Darin liegt das grösste Probleme seit 60 Jahren.


Wo liegt der Sinn der deutsch-französischen Freundschaft von Januar 1963 zwischen Ihren grossartigen Kanzler Adenauer und Mr. De Gaulle ?


Es ist eine Unverschämheit Hoch 3 was dort passiert ist.


Schade das ich noch keine aktiv Wahlrecht auf Bundesebene habe, Gemeindewahl reicht im moment, trozt 36 Jahren "Politischen Asyl" und Auswanderung in Old Germany.

Wir sind sehr traurig und fühlen uns nicht mehr frei in dieser "Bananerepublik" seit dem 30 Oktober 1989. Alles hat sich verändert, die Stimmung  in den Büro's,

auf der Straße, in den Gastätte sowie auch in den Familien. Nur wenn es was umsonst gibt dann kommen Sie alle zum "Saufen" und "Fressen", sorry für diese

Ausdrucksweise.


Wir kämpfen weiter auf die feine Art nun, mit unseren Federn bis eines Tage unsere Tinte ausgehen wird. Es hat noch Zeit.


Der letzte lebende "Salasser"  in Westfalen.


Jean-Pierre Bionaz (Alias Bio > "Bio ist Kuh'l")

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5.2.2009 11:37:38
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Festrede unseres französischen Kameraden Henri Fenet,
gehalten in deutscher Sprache.

© Source = Quelle: Der Freiwillige 44(1) (1998), S. 22f. Auteur. Mr. Henri Fenet         

* 1915 - + 2002

         
         
Ehemaliger SS-Hauptsturmführer und Ritterkrenzträger, Führer eines Sturmbataillons der 33. Waffen-Grenadier-Division "Charlemagne" der Waffen-SS         

         
         
"Sehr verehrte Damen,
sehr geehrte Gäste und Freunde,
meine lieben Kameraden,         

         
         
als Vertreter meiner französischen Kameraden möchte ich ihnen zunächst deren kameradschaftlichen Gruß übermitteln.         
         
Vor zwei Wochen haben wir schon aus Anlaß unseres gemeinsamen Jahrestreffens (im Jahr 1998) zusammen mit den Kameraden der Divisionen "Horst Wessel" und "Reich" unsere alte Kampfkameradschaft gefeiert. Als Franzose habe ich auch heute die Pflicht, die Erinnerung an das Opfer der deutschen Soldaten im Sommer 1944 wachzurufen. Wir dürfen nicht vergessen, daß die Blüte der Jugend, darunter die beiden Divisionen L.A.H. und HJ, besonders in der Normandie, den französischen Boden mit ihrem Blut getränkt hat, um den Kontinent Europa zu verteidigen.         

         
         
War dieses Opfer umsonst?
         
Meine Kameraden, wofür und wogegen haben wir gekämpft?
     
         
Für Europa, für eine europäische Gemeinschaft und gegen den Bolschewismus.         
         
Nach einem halben Jahrhundert hat die Geschichte unseren Einsatz gerechtfertigt. Das sowjetische Reich, das die ganze Welt fünfzig Jahre lang zittern ließ, brach ohne jede ausländische Einmischung unter der drückenden Last einer Schwäche und seiner Fehler zusammen. Vergleichend mochte ich noch hinzufügen: Im Gegensatz hierzu war es notwendig gewesen, die ganze Welt mobil zu machen, um die deutsche Macht stürzen zu können.         
         
Wir haben auch für ein vereintes Europa, eine europäische Gemeinschaft gekämpft, und seit einigen Jahren erwarten die europäischen Völker die Geburt dieses vereinten Europas, in der Hoffnung, daß es keine Fehlgeburt sein wird.         
         
Wir haben den Weg zur Selbständigkeit und Unabhängigkeit geebnet, und jetzt gehen die Europäer den Weg, den wir damals geebnet haben. Statt Dank haben wir Verfolgung geerntet. Doch wir haben kein schlechtes Gewissen. Würde uns die Frage gestellt: "Bereuen Sie, was Sie taten?" dann dürften wir antworten: "Churchill hat bereut, warum sollten wir dann bereuen".         
         
Tatsächlich hat Churchill in seinen Memoiren erklärt: "Am Viciory Day (Siegestag) bekam ich viele Glückwünsche, Telegramme, Briefe, Anrufe. Mein Herz war trotzdem voll von traurigen Vorgefühlen, da dieser Sieg uns Gefahren aussetzte, die noch schlimmer waren als diejenigen, die wir vermeiden wollten". So Churchill. Diese Worte sind ein Geständnis. Es haben sich die westlichen Sieger verhalten wie jener Dussel, der, wenn es regnet, ins Wasser springt, um nicht naß zu werden.         
         
50 Millionen Opfer in der ganzen Welt, um Hitler durch Stalin zu ersetzen und ein kommunistisches Reich über die Hälfte des Erdballs zu errichten! Was für ein Blödsinn!         
         
Verfolgung und den Haß in der Nachkriegszeit betreffend, hat auch Winston Churchill in seiner Rede vor dem britischen Parlament am 29. Oktober 1948 die nötigen Worte gesprochen, als er sagte: "Was die Schrecken der Vergangenheit betrifft, bis auf wenige Ausnahmen, Schwamm darüber, so schwierig es aussieht. Wir müssen die Zukunft in Betracht ziehen und an unsere Rettung denken".         
         
Derselbe Churchill hatte schon 1942 an seinen Außenminister Anthony Eden geschrieben: "Es wäre eine verhängnisvolle Katastrophe, wenn die russische Barbarei Europa überfluten würde" und dem Captain Liddle Hart, dem damaligen Militärberater der britischen Regierung, wurde die Frage gestellt: "Wie können wir in der Zukunft die Sowjetunion daran hindern, ganz Europa zu beherrschen?" Liddle Hart antwortete: "Das einzige Land, das in der Lage ist, Europa vor der sowjetischen Bedrohung zu schützen, ist gerade das Land, das wir zerstören wollen".         
         
Um mit Churchills Zitaten Schluß zu machen, möchte ich noch sein bekanntes Geständnis erwähnen: "Wir haben das falsche Schwein geschlachtet".         
         
Ich darf also wiederholen: Churchills Geständnisse erlauben uns, ein gutes Gewissen zu haben.         
         
1945 wurde der größte Sieg der Weltgeschichte errungen. Nach dem totalen Krieg der totale Sieg, die totale Macht über die ganze Welt. Die Sieger besaßen zugleich, moralisch und politisch, die angeblich besten und schönsten Grundsätze. Roosevelt wollte, zusammen mit Stalin, eine neue Weltordnung errichten, in der Frieden und Gerechtigkeit regieren sollten. Das war die größte Täuschung der politischen Geschichte. Dieser große Sieg war tatsächlich ein falscher Sieg. Das hat der General Fuller, der bekannte britische Militärhistoriker         
         
bestätigt, als er feststellte: "Der Krieg wurde auf den Schlachtfeldern gewonnen und an den Verhandlungstischen verloren".         
         
Das Ergebnis dieses falschen Sieges können wir heute noch feststellen: die kommunistische Herrschaft über die Hälfte der Welt, die Kolonial- und Bürgerkriege mit Millionen und Abermillionen Opfern.         
         
Kurz nach dem Kriegsende hatte Eisenhower erklärt: "Wenn zu meiner Lebzeit ein einziger amerikanischer Soldat noch im Kampf fällt, dann werde ich ein besiegter General sein". Und so ist es dann auch tatsächlich gekommen. Viele sind noch gefallen.         
         
Als Schulbube habe ich gelernt, daß der Weg zur Hölle mit guten Vorsätzen gepflastert ist. Unter diesem Gesichtspunkt möchte ich andere Wohltaten dieser so schonen Grundsätze, die von den Siegern den Besiegten gebracht wurden, noch erwähnen. Sie führten zu Rauschgift, Aids, Arbeitslosigkeit, Geburtenrückgang im Abendland, Überbevölkerung in Asien und Afrika und als Konsequenz zu einer riesigen Völkerwanderung nach Europa. Vor 35 Jahren hatte schon Karl Gustav Jung gewarnt, ich zitiere: "Die schlimmste Gefahr heute ist nicht die Atombombe, sondern die Überbevölkerung". Meine Kameraden, die Kommentare hierzu überlasse ich Ihnen.         
         
Andere Gefahren - nicht die kleinsten muß ich noch erwähnen: Der Verfall der menschlichen Qualität und der Verlust der Identität.         
         
Der französische Nobelpreisträger Alexis Carrel schrieb schon vor dem Krieg: "Das Wichtigste ist nicht das Leben, sondern die Qualität des Lebens".         
         
Das hatte Rousseau, ein Prophet der modernen Demokratie, schon im 18. Jahrhundert gesagt. Ich zitiere: "Die Kinder der Urmenschen kommen zur Welt mit der kräftigen Beschaffenheit ihrer Väter und verstärken diese durch dieselben Übungen, die sie hervorgerufen haben, und sie erwerben dadurch die ganze Körperkraft, die das Menschengeschlecht zu erwerben vermag. Die Natur, wie später das spartanische Gesetz, macht diejenigen stärker, die in guter Verfassung sind, und läßt die Schwachen sterben. Damit weicht die Natur erheblich von unseren modernen Gesellschaften ab, in denen der Staat die Kinder den Vätern so kostspielig macht, daß man sie teilweise ohne Unterschied schon vor ihrer Geburt tötet." So Rousseau.         

         
         
Ist Rousseau heute "politically correct"?
                 

       
Die uralte Weisheit hat immer von einer gesunden Seele in einem gesunden Körper gesprochen. Die Gesundheit der Seelen und der Leiber ist seit Jahren in unserer angeblichen Zivilisation gefährdet. Wie schon gesagt, der Verfall der menschlichen Qualität, die Lockerung bzw. die Zerstörung der sozialen Bande, überhaupt der Familie, die Umwertung der uralten Werte sind die Symptome der Krankheiten, an denen die abendländischen Länder leiden. Wir müssen uns darüber klar sein, daß diese Krankheiten in dem kommenden Jahrhundert tödlich werden können. Es fehlt in den Medizinbüchern ein Kapitel mit dem Titel "Pathologie der Identität".         
         
Nur einige Beispiele: Vor zehn Jahren gingen mehrere Offiziere der französischen Handelsmarine in Alexandria an Land. Am Nachbartisch in einem Restaurant saßen einige junge Ägypter, und bald ergab sich zwischen den jungen Ägyptern und den jungen Franzosen ein Gespräch in freundlicher Stimmung. Dabei sagte ein Ägypter: "Sie und die Europäer sind alte verfallende Völker... Sie müssen jüngeren aufsteigenden Völkern Platz machen".         
         
Ein zweites Beispiel: Der frühere Diktator in Algerien Houari Boumedienne erklärte vor Jahren: "Wir werden Frankreich erobern, und zwar nicht mit Waffen sondern durch den Schoß unserer Frauen". Das hatte schon Immanuel Kant geahnt, als er schrieb: "Wir können mit höchster Wahrscheinlichkeit der Absicht sein, daß die Mischung der Abstammungen, die allmählich die Charaktere nivelliert, für das Menschengeschlecht, außerhalb jeder philantropischen Betrachtung, wirklich schädlich ist".         
         
Eine letzte Frage: Was würde Europa ohne Europäer werden ?
         
So wie die alten Griechen und alten Römer verschwanden, so wird jetzt die         
         
europäische Identität gefährdet. Wer seine Identität verliert, ist nicht mehr in der Lage, seine Sicherheit und sein Territorium zu verteidigen. Nach dem Krieg wurden die Deutschen, besonders die Jugend, gezwungen, ihre Identität zu hassen. So entstand der deutsche Selbsthaß, der deutsche Schuldkomplex, seine Taktik, die in dem christlichen Mittelalter gegen die Juden angewandt wurde. Das Ergebnis kennen Sie alle.         
         
Noch ein Beispiel: Schon vor 30 Jahren wünschte ein deutsches Mädchen, das bei uns als "au pair" war, mit einem Schwarzen zusammen ins Bett zu steigen, um die Sünden Deutschlands zu sühnen.         
         
Seit einigen Jahren entsteht auch ein europäischer Schuldkomplex gegenüber den Völkern der sogenannten dritten Welt, und zwar mit denselben Ergebnissen. Völkerseelenmord ist der beste Weg, um die Leute in die Knechtschaft zu zwingen.         

         
         

Wir sind jetzt Zeugen des riesigsten Verblödungsunternehmens der Weltgeschichte.

         
         
So werden die menschlichen Gesellschaften zur Rindviehherde herabgesetzt. Es wird überall versucht, die Qualität durch die Quantität zu überwinden und die alten Völker durch wiederkäuende und undifferenzierte Massen zu ersetzen.         
         
Europa hatte schon immer seine Schmarotzer, ob arm oder reich. Dazu kam die große Völkerwanderung, die dieses Problem verschärft hat. So ist das Schmarotzertum zu einer neuen Plage in Europa geworden. Im 19. Jahrhundert war das Motto von Marx und Engels: "Proletarier aller Länder vereinigt Euch". Das Motto unserer Zeit ist: "Schmarotzer aus allen Ländern vereinigt Euch, um zusammen die europäische Kuh zu melken".         
         
Wie einst tragen auch heute ein neues Europa und der Europagedanke unsere Hoffnungen und die menschliche Qualität. Es wurde für die Qualität der Umwelt schon ziemlich viel geleistet, aber um die Qualität des Menschen zu verbessern und die Krankheiten Europas zu heilen, viel zu wenig. Wir dürfen trotzdem nicht verzweifeln. Trotz so vieler pessimistischer Warnungen wurde die Wiedervereinigung Deutschlands verwirklicht. Trotz aller Europessimisten kann noch das Europa, das wir wünschen, verwirklicht werden. Allein dieses Europa wird in der Lage sein, das zu verwirklichen, wozu die einzelnen Nationen nicht mehr in der Lage sein werden.         

         
         
Wir sind Europäer

         
         
Als Franzosen haben wir damals für Europa gekämpft. Oft wurde uns die Frage gestellt: "Warum denn haben Sie an der deutschen Seite gekämpft?" Nach der großen Kriegswende Ende 1942/Anfang 1943 war es klar, daß ganz Europa von der sowjetischen Armee bedroht war, daß die westlichen Verbündeten an der Seite Stalins diese Bedrohung noch gefährlicher machten und daß das Schicksal unseres Vaterlandes nunmehr von dem Kampf im Osten abhängig war. Den Franzosen wurde im Sommer 1943 die Möglichkeit angeboten, und zwar mit Genehmigung der französischen Regierung, sich freiwillig zu einer Elitetruppe in Deutschland zu melden. Die Niederlage 1940 war für manchen jungen Franzosen eine furchtbare Demütigung gewesen, und der Einsatz an der Ostfront in den Reihen einer Elitetruppe war für uns eine Gelegenheit, diese Demütigung zu verwischen. Unsere Vaterlandsliebe befahl uns, uns an der Seite der deutschen Truppen für die Zukunft unseres Vaterlandes und den Schutz Europas einzusetzen.         

         
Damals war es unsere Pflicht, heute ist es unser Stolz."         

         

         
© Source = Quelle: Der Freiwillige 44(1) (1998), S. 22f. Auteur. Mr. Henri Fenet

Immer noch aktuel aus unsere Sicht: Bio        

Niwre


5.2.2009 11:48:05
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bio schrieb:
Um mit Churchills Zitaten Schluß zu machen, möchte ich noch sein bekanntes Geständnis erwähnen: "Wir haben das falsche Schwein geschlachtet".
Das sagte Churchill wann und wo?

Richtschuetze


5.2.2009 11:52:41
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Das sagte Churchill wann und wo?

Nun das hört/ liesst man öfters wer will heute mit Sicherheit beweisen können ob er es gesagt hat oder nicht?
Ich denke Niwre da möchtest du doch hinaus? Oder?

Gruss

Nach einem Treffen mit Stalin in Moskau, sprach Churchill im britischen Kabinett im August 1942 von einem "großen Mann", der mit "großer Weitsicht" seine Entscheidungen treffe. Nach dem Krieg freilich änderte Churchill seine Meinung bekanntlich. "Wir haben das falsche Schwein geschlachtet", lautet eines der bekanntesten Churchill-Zitate in Bezug auf Hitler und Stalin./ Stand mal im Spiegel!!!!

bio


5.2.2009 11:58:18
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Ich wollte schon auf MP antworten, aber der Weise gibt nach.
Der Spruch von Churchill ist längst bekannt. Ist nichts neues !
Trotzdem gute Lektür heim.

Bio bleibt "Kuhl"
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