Dieses Archiv enthält einen Auszug des Forums für deutsche Geschichte vom 24.10.2005 bis zum 19.04.2010. Wenn Sie mitdiskutieren möchten, besuchen Sie unser Forum unter forum.balsi.de.

Flutkatastrophe Hamburg 62

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AutorBeitrag

Hero-Dude


18.2.2006 20:10:35
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Am Sonntag kommt zwar der Film auf RTL, aber egal.

Meine Frage: Bekamen die Deutschen eigentlich auch spontan Hilfe von den regionalen Besatzungstruppen der Engländer?

waldi44


19.2.2006 01:23:28
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Unhöfliche Gegenfrage: Was soll die Frage?
Spenden- bzw Hilfsaktionen wie heute in Funk und Fernsehen oder der Presse, waren damals schlichtweg noch nicht üblich.
Worauf also bezieht sich die Frage? Staatliche Hilfsleistungen oder private oder Hilfsleistungen allgemein....

Ich denke aber, um bei der Frage zu bleiben, es gab keine! Übrigens waren die "Besatzungstruppen" 1962 bereits Verbündete. Das eine hat aber mit dem anderen kaum was zu tun!

bani


19.2.2006 10:22:50
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Über spontane Hilfe der Besatzer kann ich nix sagen.

Aber die NATO hat eigentlich sofort Hubschrauber zur Verfügung gestellt.
Allerdings auch nur, weil es Schmidt war, der angefragt hat ...


Waldi - man beantwortet eine Frage nicht mit einer Gegenfrage! *heutegutdraufbinundmalsorichtigklugscheißenwill* 

Hero-Dude


19.2.2006 11:11:50
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Na, das hört sich ja wirklich verärgert an. Naja, es ging mir dabei nicht um Spendenaktionen, sondern um direkte militärische Hilfe. Tja, und die Sache mit der Besatzung,... auch wenn es Verbündete sind, waren es trotzdem gerngesehene Besatzungstruppen. Warum gab es dann bei der Wiedervereinigung so ein herumgezicke?

bani


19.2.2006 11:20:24
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Es waren nun mal Besatzungstruppen!
Daran ändert auch die Tatsache nix, daß sie mit der Zeit zu Verbündeten wurden.
Sie haben das Land seit Kriegsende besetzt gehalten und hätten jederzeit das Recht gehabt, in Deutschland milit. einzugreifen, wenn ihnen was nicht gepaßt hätte!

Hoth


19.2.2006 15:52:30
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Tja, man vergißt eben schnell. Allerdings glaube ich nicht, daß Waldi das "Waffenbrüderschafts-Gedöhnse" im Osten wirklich geglaubt hat! Bis zum letzten Tag waren diese maroden und unzivilisierten "Waffenbrüder" Besatzer.

Richtschuetze


20.2.2006 06:33:45
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Es waren nun mal Besatzungstruppenvielen wird es auch egal gewesen sein!

Gruss

Hoover


20.2.2006 13:33:54
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Schmidt hat (zum Glück) mit dem Befehl zum Eingreifen der Bundeswehr gegen das GG verstoßen. Zum ging der Ensatz gut, die damals noch sehr unbeliebte BuWe war die Heldin des Tages (mein HFw sagte mir, dass sie im Sommer 1962 auf einem Manöver bei Stade mit Blumen beworfen wurden und ihnen überall Kaffee und Kuchen angeboten wurde).

Heute würden irgendwelche Verfassungsschützer wahrscheinlich erst mal Klage einreichen.
Britische Truppen haben damals Hilfsgüter gefahren, bei Evakuierungen geholfen und Hubschrauber eingesetzt.

Das Verhältnis hier im Norden war zu den Besatzern anscheinend sowieso besser aks zu den Russen oder den Franzosen in deren Zonen.

Jan-Hendrik


20.2.2006 13:53:41
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Bei uns in Celle definitiv nich ... 

Aber naja , ab diesem Jahr darf sich ja Bad Fallingbostel mit "unserer" Besatzungstruppe rumschlagen 

Jan-Hendrik

Hoover


21.2.2006 09:28:42
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Hm, bei uns in Verden war recht angenehm. Die britische MP patrollierte duch die Stadt, null Kriminalität. Als die Briten abzogen haben sich die Türken und Jugos breitgemacht. Jetzt gefolgt von den Russen.

Ärger gab es nur in den britischen Kneipen, wo schon mal der Bär tanzte. Aber sonst war es ruhig.

The Real Blaze


21.2.2006 20:40:36
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Nun habe ich doch gestern auch den 2.Teil angeschaut der RTL Produktion "Die Sturmflut". Da habe ich feststellen können, daß dort PC Historiker wie Knopp, recht verschlafen in Erscheinung treten. Es geht um H. Schmidt und seine antiknoppistische Aussage,   als man seinen Führungsanspruch bezweifelte: "Sie sprechen mit einem Oberleutnant der Wehrmacht!...."



Na so eine Aussage hat schon was in unserer heutigen Zeit, oder? Der geschichtlich Unbedarfte kommt doch durch Schmidts Ausspruch zu der Auffassung:

-daß nur eine Führungspersönlichkeit der Wehrmacht in der Lage war die Probleme der Sturmflut zu meistern 

-die Wehrmacht wird auf eine respekvolle Ebene gestellt wird

- Leute die nicht in der Wehrmacht waren, etwas entscheidentes fehlt

-ein Oberleutnant der Wehrmacht ein ordentlicher Mensch ist und sich bedingungslos für sein Volk einsetzt

-ein Oberleutnant der Wehrmacht eine sehr gute Vorraussetzung ist, um später Bundeskanzler zu werden

- die Wehrmacht wie die Bundeswehr ist, weil Veteranen und Bundeswehrsoldaten hand in Hand Menschen retteten

Danke RTL und Danke Helmut Schmidt, das waren klare Worte in diesen Film

waldi44


21.2.2006 21:44:02
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Hm, aber ich zB. sehe das nun wieder, wen wunderts, anders! Der Bundeswehroffizier, was war das überhaupt für ein Dienstgrad? Ein doch etwas höherer glaube ich, meinte, es mit einem nichtwissenden Zivilisten zu tun zu haben.
Schmidt bedeute ihm, dass er es schon mit anderen Fluten als mit denen aus Wasser zu tun hatte, was den Bundeswehroffizier auch sofort verstummen liess!
Übrigens kam auch zum Ausdruck, dass Schmidt sich nicht scheute die Verbündeten um Hilfe zu bitten bzw. sie zu fordern und auch erhierlt.
Abgesehen von einigen künstlerischen Freiheiten und kleineren "Schönheitzsfehlern", war der Zweiteiler doch recht anständig! Na bitte, geht doch!!

Mastercloser


21.2.2006 23:26:22
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The Real Blaze schrieb:
... als man seinen Führungsanspruch bezweifelte: "Sie sprechen mit einem Oberleutnant der Wehrmacht!...."

Nun, Schmidt, befragt wegen seiner Führungsstärke während der Sturmflut, antwortete, dies hätte er im Krieg gelernt.

Richtschuetze


22.2.2006 06:34:14
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er Bundeswehroffizier, was war das überhaupt für ein Dienstgrad

Nun der war bestimmt General und scheinbar so alt wie Schmidt oder sogar älter!Das würde bedeutet der war natürlich auch Soldat im 2 Weltkrieg und bestimmt auch Offizier!

Aber sonst sehe ich das wie Blaze!Was man sonst nur von den Amis kennt wurde jetzt bei uns mal umgesetzt!Ist doch OK!

Gruss

P.S Ich fande besonders die alten Feuerwehr Autos toll und die Geräte Uniformen!!!
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