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Geschichtsunterricht - VeV Berlin, DDR 1961

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AutorBeitrag

merlin61


16.6.2006 11:11:02
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Ein echter Hammer ( & hier sogar mit Zirkel ), auf den ich völlig zufällig im Netz gestoßen bin:

Sorry, falls ich jemand damit persönlich beleidigen sollte - was aber ganz sicher nicht in meiner Absicht liegt -
aber das meiste was in diesem "DDR-Handbuch für Geschichtslehrer" steht ist doch einzig rote Gehirnwäsche.
Ich war und bin immer noch völlig geschockt, über das was in der Ex-DDR im Fach Geschichte gelehrt wurde!
... da wäre mir ja noch Knopp & Co. lieber gewesen - und das soll wirklich etwas heißen


Geschichtsunterricht - Methodisches Handbuch für den Lehrer, Volkseigener Verlag Berlin (DDR) 1961
http://www.zum.de/psm/n45/weitendorf.php <= und das Ganze schon mit Mauer - Flucht davor i.d.R. tödlich.





[...]

Die Schüler erkennen, daß an der Spitze des antifaschistischen Widerstandskampfes Kommunisten standen und daß das Volk ihnen größtes Vertrauen schenkte.

Nach einem Überblick über die Befreiung vom Faschismus und den Kampf der Arbeiter und Bauern für die demokratische Umgestaltung sollten im Mittelpunkt der
Stunde die Februarereignisse 1948 in Prag stehen. Sie sind besonders geeignet die Schüler an die Grundprobleme des Übergangs zum Sozialismus heranzuführen.

1. Der Angriff der Bourgeoisie und der reaktionären Politiker auf die Errungenschaften der Werktätigen (Verbindung mit ausländischen Imperialisten,
Propagierung des Marshall-Planes, Verstärkung der Spionage, Produktionssabotage, Rücktritt reaktionärer bürgerlicher Minister)
.

[...]

Wie schafft man es nur einem ganzen Volk zu "verkaufen", in Deutschland wäre alles VOR 1933 Rot und ein Paradies gewesen ?
Die Nationalsozialisten waren natürlich auch alle keine Deutschen, sondern allesamt ein verbrecherisches Faschistenpack
und die UDSSR war schon immer das Bollwerk des Friedens - und die "volksdemokratische Revolution" in Polen und deren Sieg ...
... und ein Benesch war wohl auch erst wieder ab dem Jahr 1948 erwähnenswert, da das Schlimmste für die Sudeten vorbei war...

In "fast" jedem zweiten Absatz steht entweder ein "Werktätiger" oder das Wort "demokratisch" - obwohl (an) diktatorisch gedacht wurde.
Merkwürdig ... in den meisten Ostblockstaaten erblühten "scheinbar" auch jede Menge Demokratien - ich kannte VOR 1990 keine einzige



Wie hat man nur den ganzen *sry* Schwachsinn ausgehalten, bei dem was viele DDR-Bürger noch persönlich völlig anders erlebt hatten.
Und wieviel davon steckt heute noch im manch einem dieser roten möchte-gern-Konterrevoluzzern und überzeugten Antifaschisten ?

Wilden


16.6.2006 11:36:43
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Tja Merlin, der Gesichtsunterricht zu DDR-Zeiten war tatsächlich so dunkelrot gefärbt, was ja aus diesem Buch auch erkenntlich wird und wie Du ihn beschreibst. Alles aus Sicht des um seine Freiheit kämpfenden Arbeiters.

Von der Vertrieben-Problematik habe ich erst nach 1990 erfahren. Im Unterricht wurde gesagt, dass z.B. Schlesien und das Sudetenland vom reaktionären Deutschland widerrechtlich annektiert wurden und nach 1945 an seine rechtmäßigen Bsitzer zurückgegeben wurde. Ein weiteres Beispiel: das es die Waffen-SS gab und das die an der Front gekämpft hat erfuhr ich auch erst nach 1990. Zu DDR-Zeiten waren alle SS-Leute die Mörder aus den Konzentrationslagern. 

Die Niederlagen der Wehrmacht wurden nahezu hochgejubelt, der Sowjetbürger bzw. Rotarmist war das leuchtende Vorbild. Ich bin da mal unangenehm aufgefallen, weil ich gesagt habe, dass das doch Deutsche wie wir heute gewesen sind, die in Russland gefallen sind. Da bekam ich gleich nen doppelten Anpfiff, weil ich offensichtlich nationales Gedankengut hegte und auch noch Russland gesagt habe.

An diesen Geschichtsverfälschungsunterricht denke ich mit Schmerzen zurück, so wie einem da die historische exakte Wahrheit vorenthalten wurde. 

merlin61


16.6.2006 11:54:02
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Uns im Westen haben die in Geschichte auch jahrzehntelang belogen und getäuscht - manches sogar bis heute.
Ich hab die Einseitigkeiten - allerdings ohne Hasstiraden auf alles im Osten - zum Glück schon lange hinter mir.

Aber das was in der Ex-DDR so alles an rote Geschichte (in die Köpfe) ein-getrichtert wurde ... ein Hammer!


Das es die SS auch OHNE Holokaust bzw. KZ gab, habe ich auch erst nach der Schule einmal mitbekommen.
... wie auch die ganze Thematik mit den Vertriebenen - das war wohl nicht soo wichtig wie anderen Themen.

waldi44


16.6.2006 14:37:41
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Hihihi, was regste dich auf? Klar wurden die Lehrer in der DDR dazu angehalten, ihre Schüler klassenbwusst zu erziehen.
Sie sollten die Schüler nicht auf's leben vorbereiten, sondern auf den kampf mit dem Klassenfeind. Das "Schöne" daran war, auch bei den meisten Fragen in Geschichte und Staatsbürgerkunde, war in den Fragen meist schon die Antwort enthalten.

"Die Schüler erkennen, daß an der Spitze des antifaschistischen Widerstandskampfes Kommunisten standen und daß das Volk ihnen größtes Vertrauen schenkte." Der Antifaschistische Widerstandskampf der Kommunisten ging ja sogar soweit, dass selbst der Holocaust zur Nebensache wurde, "Weisse Rose" und Stauffenberg nur in Nebensätzen Erwähnung fanden, das "Buchenwaldkind" aber sogar verfilmt wurde!

Die Jugend der DDR wurde zu Klassenkämpfern und zum Klassenkampf erzogen. Da gehört der Hass auf den Klassenfeind mit dazu. Ist das neu? Liebe zur sozialistischen Heimat und Hass auf den Klassenfeind!

merlin61


16.6.2006 19:55:41
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@Waldi

Ich rege mich nicht über deren klassenbewusste Erziehung auf, sondern über "die Saat des Hasses" die damit offensichtlich gesät wurde.
Ein Einparteien-System, eine vor-militärische Ausbildung der Jugend(= die FDJ), die Stasi ... "alt-Bewährtes", nur in einem neuen Gewand.


Und was die Themen: Holokaust, die KL`s, die Vertriebenen, die Wehrmacht / SS ... und "die anderen Deutschen" betraf, so wurde
manches entweder total ausgeklammert, falsch dargestellt (im Westen ähnlich) oder die eigenen Landsleute als Faschisten diffamiert.
Letzteres habe ich im Westen allerdings nicht in Erinnerung - eigentlich waren es nur "die bedauernswerten Landsleute in der Zone".

---

Bei den KL`s / ehemaligen Gefängnissen im III.Reich kam in der DDR wohl noch hinzu, dass jene oft noch von den Sowjets benutzt wurden.
Von daher kann man es fast als normal bezeichnen, dass man sich über deren Geschichten im Unterricht nicht großartig ausgelassen hat.
Dafür wurden bei uns die KL`s in Museen umgewandelt und (nach meiner Zeit) Schulausflüge in jene "reinen Vernichtungslager" angeordnet.

Und das es ein Widerstand unter den Faschisten auch nur von Kommunisten und nicht von "den anderen" geben konnte lag eh auf der Hand.
Von daher waren jegliche West-Deutschen(= oder auch Ex-Faschisten - danach Imperialisten) schon fast automatisch nicht erwähnenswert.
Wobei diese Darstellung natürlich dem Faß den Boden entgültig ausschlägt - stammten doch die bekanntesten Widerständler aus dem Westen.

Wilden


18.6.2006 15:31:40
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merlin61 schrieb:
@Waldi
eine vor-militärische Ausbildung der Jugend(= die FDJ)
Das ist falsch. Bei der FDJ gab es keine vor-militärische Ausbildung. Die gab es bei der GST.

waldi44


18.6.2006 15:54:08
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@Wilden:
Zitat:
@Waldi
eine vor-militärische Ausbildung der Jugend(= die FDJ)



Das sagte merlin61, nicht ich !

@merlin61: Die klassenbewusste Erziehung schloss den Hass auf den Klassenfeind mit ein. Der "Rest" war so, wie du ihn beschrieben hast, aber das ist nichts Neues und wir haben genau darüber schon mehr als ein mal diskutiert(im alten Forum)!

Wilden


18.6.2006 15:57:10
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waldi44 schrieb:
@Wilden:
Zitat:
@Waldi
eine vor-militärische Ausbildung der Jugend(= die FDJ)



Das sagte merlin61, nicht ich !
Ich weiß. Ich habe ihn doch zitiert.

waldi44


18.6.2006 16:04:51
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Sorry, stimmt, da aber mein Name (seine Anrede für mich) drüber stand, hab ich das falsch ausgelegt . Naja, aber der Rest stimmt, wie ich meine !

merlin61


18.6.2006 16:09:08
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Wilden schrieb:
merlin61 schrieb:
@Waldi
eine vor-militärische Ausbildung der Jugend(= die FDJ)
Das ist falsch. Bei der FDJ gab es keine vor-militärische Ausbildung. Die gab es bei der GST.
Ich hätte die vor-militärische Ausbildung vielleicht besser in Anführungszeichen schreiben sollen ...
Mit meinem Hinweis auf die FDJ in Richtung HJ habe ich deren Uniform, Organisation, Ziele usw. gemeint.





@Waldi

Themen die wir bereits (auch ausführlich) im alten Forum hatten, sind manch neuen Mitgliedern hier u.U. nicht bekannt.
Hinzu kommt, das wenn jene in den Zusammenhang passen, warum sollte man diese dann überhaupt nicht mehr erwähnen ?

Wilden


19.6.2006 12:31:43
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merlin61 schrieb:
Wilden schrieb:
merlin61 schrieb:
@Waldi
eine vor-militärische Ausbildung der Jugend(= die FDJ)
Das ist falsch. Bei der FDJ gab es keine vor-militärische Ausbildung. Die gab es bei der GST.
Ich hätte die vor-militärische Ausbildung vielleicht besser in Anführungszeichen schreiben sollen ...
Mit meinem Hinweis auf die FDJ in Richtung HJ habe ich deren Uniform, Organisation, Ziele usw. gemeint.
Ach so. Ok. Wobei es allerdings keinen Uniformzwang bei der FDJ gab. Das blaue FDJ-Hemd musste nur zu offiziellen Anlässen (z.B. Republiksgeburtstag) getragen werden, nicht jeden Tag.

Bei den Thälmann- und Jungpionieren (entfernt vergleichbar mit HJ und Jungvolk) war es genauso (weißes Pionierhemd mit rotem oder blauem Halstuch) fiel im Laufe der Zeit sogar das blaue Käppi weg. Es gab auch keine Dienstränge wie im dritten Reich, vom GRuppenratsvorsitzenden (Pioniere) und Gruppensekreträr (FDJ) mal abgesehen.

AK 74 ZF


19.6.2006 19:12:46
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Nun Merlin ... mag schon sein daß dieses olle Buch von 1961 heute etwas seltsamen Eindruck macht. Man sollte aber nicht vergessen daß 1961 in der Hochzeit des "Kalten Krieges" lag und man zu dieser Zeit in der DDR versuchte die Bevölkerung auf den "Klassenstandpunkt" hin zu erziehen.

Ums kurz zu machen ... in der DDR gab es einige "Phasen", welche sich auch in der "Erziehung" bzw. "Volksbildung" wiederspiegelten. Übrigens (nur mal so am Rande) ... als einigen DDR-Oberen Anfang/Mitte der 80er klar wurde daß der "Große Bruder" ziemlich schwankt versuchte man durchaus wieder den Schwenk auf einen gewissen "DDR-Patriotismus" mit mehr nationalem Bewußtsein. "Nationalität Deutsch - Staatsbürgerschaft DDR" ging da einher mit der Propagierung eines eigenen "deutschen (DDR) Weges zum Sozialismus". Selbst olle König Fritz kam wieder zu neuen Ehren und durfte wieder unter den Linden reiten.

Merlin ... dieses Buch ist das eine ... das andere ist was die Lehrer daraus machten. Mein Geschichtslehrer (ehemaliger NVA-Offz. und Geschichts-(Stabü-Lehrer) war, selbst aus heutiger Sicht, ein sehr guter Lehrer. Ob nun die "Schlacht im Teutoburger Wald" oder auch der II. WK. Sein Unterricht war mit großer Sicherheit besser als viele Unterrichtsstunden der heutigen BRD !!!!  (Ich war nach der Wende etwas längere Zeit mit einer Lehrerin liiert und seh auch heute noch was in den Schulen abgeht !!!  ... Dummheit hat System !!!). Es gibt heute Geschichtsbücher wo die "Schlacht im Teutoburger Wald" sogar schon nicht mehr enthalten ist. Könnte ja Rechtsradikal mißbraucht werden. Einfach nur noch zum Kotzen was in diesem Land abgeht. Und beim Thema II. WK gehts inzwischen auch fast nur noch um den Holokaust.

Denk über das olle Schulbuch und die DDR-Schulbildung wie du willst. Ich (und sehr viele mit der Bildung bemüßigte Lehrer/Erzieher/Ausbilder etc.) halten das DDR-Schulsystem (so man gewisse ideologische Beeinflussungen mal außen vorstellt !) für wesentlich effektiver als das inzwischen völlig chaotische Westschulsystem.  ... Daß Analphabeten höher wie 6. Klasse kamen gab es bei uns nicht. Und wer in Deutsch/Mathe, Physik/Chemie absolut nicht mehr mitkam ging spätestens nach der 8. Klasse ab.

Was heute so bis zur 9. bzw. 10. Klasse kommt ist "Sagenhaft". Der Bildungsstand eines Teils unserer Jugend .. ob Mathe, Deutsch oder gar Geschichte ... ist mehr als Kathastrophal. ... Übrigens ist es nicht nur der gesunkene Bildungsstand. Reziprok zum Bildungsstand steigt dafür das Anspruchsdenken !!!  ... Je dümmer und fauler der Lehrling desto höher und größer seine Ansprüche, Forderungen und Wünsche. ... Hab mir meine Lehrlinge, ob Hauseigene oder Überbetriebliche (darunter viele "Problemlehrlinge") immer hingebogen. Notfalls auch mit Härte. ... Die alte autoritäre deutsche Erziehung (welche die DDR ja auch nur übernommen hatte) funktioniert zumindest besser als diese komische antiautoritäre West-Halligalli-Kuschelgruppen-Verblödung.

Was die Politik -> heute heißt StaBü wohl Staatsbürgerliche Bildung oder so ... je nach Bundesland -> bis hin zum (von mir strikt abgelehnten !!!) Religionsunterricht, bzw. seinen Pendants a la Ethik/Moral betrifft .... so findet da ja heute teilweise auch gezielte Volksverdummung und Geschichtsverblödung statt.

Merlin ... hinsichtlich "Nazis" und III: Reich ... was erwartest Du denn da von der Schulbildung der DDR Anfang der 60er ? Wie sieht es denn heute zu diesem Thema aus ? ... Besser   .... Hängt zwar auch vom einzelnen Lehrer ab, aber schon traurig daß die interessanteren Geschichtsthemen inzwischen den Neonazis anheimfallen und somit für "Normalbürger" Ihh und Bähh" sind. ....

Übrigens Merlin ... immer wieder gut wenn mir jemand erzählt was ich in der Schule hatte. ... "Bin bejeistert !" sagte olle General von Zitzewitz immer.

AK 74 ZF

P.S. Keine Sorge ... noch 30 Jahre hin und es wir eh die Geschichte des osmanischen Reiches gelehrt.

merlin61


20.6.2006 03:16:44
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@Wilden - danke für die Information.


@AK 74

Vorab.
Es ging mir bei meinem Kommentar in keinem Fall darum, die Qualität der Schulbildung der "zwei" deutschen Staaten hier vergleichen zu wollen.
Einige Dinge die mir bei diesem: "Geschichtsunterricht - Methodisches Handbuch für den Lehrer" aufgefallen sind habe ich ja angeführt.
Aufstachelung(= Ex-Faschisten + Imperialisten) gegenüber seine eigenen Landsleute ist aber KEIN Kavaliersdelikt - sondern ein Verbrechen!
=> Wenig verwunderlich, dass heute noch (zu!) viele dieser "jahrzehntelang geschulten" Anti-"Faschisten" mitten unter uns davon übrig sind.


AK 74 ZF schrieb:
Nun Merlin ... mag schon sein daß dieses olle Buch von 1961 heute etwas seltsamen Eindruck macht. Man sollte aber nicht vergessen daß 1961 in der Hochzeit des "Kalten Krieges" lag und man zu dieser Zeit in der DDR versuchte die Bevölkerung auf den "Klassenstandpunkt" hin zu erziehen.
Dieses (von dir so genannte) "olle Buch" war eine eindeutige Anweisung(= oder auch Bibel) "von Oben" an die Jugend "ganz unten".
Klick einfach mal auf den Link und lies was dort alles genau steht - falls du es bisher noch nicht getan haben solltest .... und staune.

Falls dir das meiste davon HEUTE noch nicht völlig verdreht vorkommt ... dann hast du mMn aber ein äusserst schräges Geschichtsbild.
Diesen verordneten HASS, mit den unterschiedlichen Staatsformen / dem Kalten Krieg erklären zu wollen ist nur eine schwache Erklärung.


AK 74 ZF schrieb:
Merlin ... dieses Buch ist das eine ... das andere ist was die Lehrer daraus machten. Mein Geschichtslehrer (ehemaliger NVA-Offz. und Geschichts-(Stabü-Lehrer) war, selbst aus heutiger Sicht, ein sehr guter Lehrer. Ob nun die "Schlacht im Teutoburger Wald" oder auch der II. WK. Sein Unterricht war mit großer Sicherheit besser als viele Unterrichtsstunden der heutigen BRD !!!!  (Ich war nach der Wende etwas längere Zeit mit einer Lehrerin liiert und seh auch heute noch was in den Schulen abgeht !!!  ... Dummheit hat System !!!). Es gibt heute Geschichtsbücher wo die "Schlacht im Teutoburger Wald" sogar schon nicht mehr enthalten ist. Könnte ja Rechtsradikal mißbraucht werden. Einfach nur noch zum Kotzen was in diesem Land abgeht. Und beim Thema II. WK gehts inzwischen auch fast nur noch um den Holokaust.

Denk über das olle Schulbuch und die DDR-Schulbildung wie du willst. Ich (und sehr viele mit der Bildung bemüßigte Lehrer/Erzieher/Ausbilder etc.) halten das DDR-Schulsystem (so man gewisse ideologische Beeinflussungen mal außen vorstellt !) für wesentlich effektiver als das inzwischen völlig chaotische Westschulsystem.  ...
"Klare Vorgaben der Partei" an die Geschichts- / andere -Lehrer liesen sicher KEINEN Spielraum - wie ihn die Lehrer-innen im Westen hatten.
Wer heutzutage (noch) im DDR-Unterricht etwas anderes als "Geschichts-Gehirnwäsche und -Verklitterung" sieht, der / die belügt sich nur selbst.
Von daher dürfte die Darstellung der Schlacht im Teutoburger-Wald im G.-Unterricht wohl nicht soo relevant gewesen sein, wie irgend-welche
haarsträubende, dem "Kampf gegen den Faschismus" vorgegebenen Unterricht zu Hintergründe, dem Verlauf und die Folgen des WKII hatten.

Ausser der olle Arminius (oder auch "Hermann" *g*) wurde von der Ex-DDR schon als "Kämpfer gegen den Imperialismus der Römer" missbraucht...
und die Römer in West-Germanien bzw. am Rhein, wurden durch ihre verbündete BRD äääh Germanen in diesen Kampf getrieben - weitermachen!

Diese "Geschichte" klingt zumindest für mich so, als ob sie einem DDR-Geschichtsunterricht entsprungen wäre ...


AK 74 ZF schrieb:
Merlin ... hinsichtlich "Nazis" und III: Reich ... was erwartest Du denn da von der Schulbildung der DDR Anfang der 60er ? Wie sieht es denn heute zu diesem Thema aus ? ... Besser   .... Hängt zwar auch vom einzelnen Lehrer ab, aber schon traurig daß die interessanteren Geschichtsthemen inzwischen den Neonazis anheimfallen und somit für "Normalbürger" Ihh und Bähh" sind. ....

Übrigens Merlin ... immer wieder gut wenn mir jemand erzählt was ich in der Schule hatte. ... "Bin bejeistert !" sagte olle General von Zitzewitz immer.

AK 74 ZF

P.S. Keine Sorge ... noch 30 Jahre hin und es wir eh die Geschichte des osmanischen Reiches gelehrt.
Wie gesagt, es geht bei diesem Beitrag nicht um den Geschichtsunterricht in der heutigen Zeit, sondern um den "verordneten" im Jahr 1961 in der DDR.
Das schon früh "von Oben" begonnen wurde die West-Deutschen zu verteufeln und sogar zu hassen, sind nur die verwerflichsten Punkte dabei für mich.
... welche es in der Form aber - nicht nur aus eigener Erfahrung, sondern auch meiner Neffen - im Westen noch nicht einmal im Ansatz so gegeben hat.

Der große Rest von diesem "Methodisches Handbuch" ist vorrangig idiologischer Partei- und Propaganda-Müll, der auch mit noch so vielen Statuen, Bilder
der Partei- / Kommunisten Führern, Parolenanschläge, wohin man auch ging und Militärparaden - einzig der Indoktrierung dieses Systems gedient haben.

Was daran Misszuverstehen ist, wenn es eine Militärparade ("Schwerter zu Pflugscharen"?) sogar noch 1989 gab, ist mir auch heute noch unbegreiflich.
Die meisten Ex-DDR Bürger-innen dürften wohl sehr froh gewesen zu sein, diesem "ideologisch verordneten Irrenhaus" ohne Schaden entkommen zu sein.



---



Es gibt offenbar noch viel zu tun, bis ganz Deutschland in den meisten Köpfe auch als "eine" Heimat und "ein" Vaterland angekommen ist:

Persönliche Meinungen zu tagespolitischen Problemen in Deutschland ... und ... zum „Menschsein“ http://www.anecken.de/wort42.htm
und, mMn auch sehr interessant => DDR-Forschung vor und nach der deutschen Einheit: http://www.jf-archiv.de/archiv03/053yy53.htm

Nightwish


20.6.2006 11:20:32
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Allerdings war es in der sowjetisch besetzten Zone, im Gegensatz zu den Westzonen, so, dass etwa 90% der Lehrer aus dem Schuldienst entlassen wurden. Ebenso wurden in den Schulbüchern komplett neue Inhalte eingeführt.

In den Westzonen setzten sich traditionelle Strukturen setzen sich durch. Es fand eine Restauration des Bildungsbegriffes und des  Bildungskonservatismus statt. Und zwar mit einem Rückgriff auf sog. 'ewige Werte', Romantisierung und Idealisierung von    Heimat und Muttersprache und Sehnsucht nach heiler Welt. Des Weiteren fanden sich noch nationalsozialistische Restbestände, sowohl in den Büchern, als auch in der Lehrerschaft.

In der 'Ostzone'  thematisierte man die Bekämpfung des Faschismus, das nationale Kulturerbe, Gesellschaftskritik (Feudalismus, Kapitalismus) und Völkerfreundschaft  (insbesondere Sowjetliteratur). Es sollte die Schaffung einer neuen Intelligenz aus den ‚Reihen der Werktätigen’ erfolgen. Deshalb unter anderem der Austausch der Lehrerschaft. Was aber auch negative Folgen für die Unterrichtsqualität hatte.
 

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23.6.2006 13:19:35
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Ja AK 74 hatte es gut in der DDR, er kannte gute Leute bei der Stasi, bei der NVA sowieso und die HO Verkäuferin mußte Ihm auch sehr wohlgesonnen gewesen sein !
Ein rundrum schönes DDR Leben!
Meins war nicht so schön, der Lüge angeklagt (Hitler-Stalin Pakt) mußten meine Eltern mehrmals vorsprechen. Meine 1 in Geschichte konnten Sie trotz intensivster Bemühungen auch nach meinen demonstrativen FDJ Austritt(Lehrstelle war sicher) im Abschlußzeugnis auch nicht verhindern !
Die Qualität ohne ideolog. Beeinflussung war besser gegenüber heute, aber es wurde gelogen das sich die Balken biegen ab 20 Jahrhdt. !
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AK 74 ZF


23.6.2006 19:43:20
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Nun Logo ... scheinbar liest Du hier noch nicht all zu lange. ... Ich hab schon ein paar eigene Befindlichkeiten zur Geschichte der DDR und lauf nicht mit ner rosaroten Filzbrille rum. Und es gibt bei mir hier auch keine Lenin-Ecke oder soetwas. Dafür hab ich meine kleine Militaristen- und Familien-Ecke. Und da liegt doch mal glatt das Kapp-Messer meines Großvaters neben dem Offz.-Dolch der NVA. Kann ich wunderbar mit leben.

Mein Großvater war ehemaliger Fj der Wehrmacht und zu DDR-Zeiten selbständiger Handwerker. Einer der Fj welche jede Statistik ad absurdum führen. Kampfabsprünge über Holland (Rotterdam) und Kreta (Malames 1. Welle Fj-Sturm-Rgt.), danach bis 45 nur Ostfront und Mai 45 nach drei Tagen amerikanischer Gefangenschaft von den Amis an den Russen verkauft. Als er 1949 habbverhungert und ausgemergelt wieder aus Sibirien zurückkam hat ihn nur sein Hund erkannt. 1954 oder 55 (weiß ich nur von meiner Mutter da er selbst darüber mit mir nie gesprochen hat) wurde er noch einmal eine Woche "verhaftet" und kam erst nach Betreiben und Fürsprache eines Bekannten (einer der guten Kommunisten welche ich kannte) grün und blau geschlagen zurück. Grund war wohl der daß er sich mit seinem, damals erst aus Rußland zurückgekehrten, Kompanie- bzw. Btl-Kdr. getroffen hat und man wohl die Bildung von "Kameradschaften"/"Revanchistenvereinigungen" befürchtete. Der Korpsgeist der dt. Fallschirmjäger ist ja legendär. ... So wie ich aus Mutterns Erzählung schlau werde waren es aber wohl die Russen welche ihn da noch einmal einkassiert hatten. Trotz DDR waren die ja damals wohl immer noch Besatzungsmacht und "Herr im Hause".

Ich wußte, da ich zum größten Teil bei meinem Opa aufwuchs, durchaus daß es zwei Wahrheiten in der DDR gab und nicht alles aus unserem Geschichtsunterricht unbedingt stimmig ist. ... Selbst heute werde ich für bestimmtes Geschichtswissen, von Leuten welche immer noch Glauben Deutschland wäre allein an allem Schuld, schon mal gern als "Nazi" bezeichnet. Ist zwar Mumpitz ... ebenso wie mich zum "Kommunisten" zu stempeln, aber mir im Prinzip Wurst.

Was mir aber stinkt ist das "Entweder .. Oder" ... bzw. das ständige "Schwarz-Weiß" bzw. "Rot/Braun"-Färben der deutschen Geschichte. ... Egal ob Anno Tobak olle Herman im Wald die Römer verbleute, die "Ostexpansion" (als angeblicher Ursprung/Kausalität bis hin zu 1941) über die Geschichte des Kaiserreiches, der Weimarer Republik, das "III.Reich" oder aber auch die DDR. Es gibt da durchaus subtile und auch sehr interessante Aspekte der dt. Geschichte. Mich kotzt die Einseitigkeit der Betrachtungsweise an !

Zurück zum Thema ... klar schwadronierte man im Geschichtsunterricht der DDR nicht über die Heldentaten der Wehrmacht oder erklärte dem Schulkind den Unterschied zwischen allgemeiner SS und der Wa-SS oder behandelte den Hitler-Stalin-Pakt incl. Zusatzprotokollen. ... Übrigens ist der Geschichtsunterricht heute da auch nicht unbedingt besser ! Gibt wohl nur mehr unbequeme Fragen vereinzelter Schüler, welche doch mal etwas gelesen oder gehört haben.

Aber Logo ... trotzdem meine Eltern nur (was nicht negativ gemeint ist) einfache Arbeiter (beide Parteilos) waren verlebte ich in der DDR doch eine glückliche Kindheit und Jugend. Und die Erziehung zu Heimatliebe, Nationalgefühl (ja auch das gab es in der DDR !!! -> "Nationalität Deutsch - Heimat DDR") und andere moralisch gute Werte veranlaßten mich dazu mich "für die Verteidigung meiner Heimat und des Friedens/Sozialismus" länger zur Armee zu verpflichten. 1989 stand die Frage wem diene ich ? Meinem Volk oder der "Partei". ... Für mich stand immer fest daß ich meinem Volk und Vaterland diene. Die Partei (SED) welches solches ja von sich auch behauptete war 1989 für die Mehrheit des Volkes der DDR "erledigt". .... Aber auch das Thema "SED" ist vielschichtig und an sich interessanter als mancher wahr haben will. ... Aber dazu hab ich mich schon einmal in einem anderen Thema geäußert.

Zumindest bleibt für mich hier im Forum derzeitig der Fakt daß es hier nicht lohnt über bestimmte Themen zu schreiben, da konstruktiv nichts bei rüberkommt außer gegenseitige "Einklassifizierung". ... Den Scheiß hatte ich schon mal .. und das brauch ich nicht. ..... Wie gesagt, in anderen Foren werde ich als bekennender "Nationalist und Patriot" mal glatt zum "Nazi" erklärt. Tja, und hier bin ich der böse "Rote"/"Kommunist". 
Ob nun die Generation meines Großvaters oder aber auch meine Generation ... komisch daß die Diskussionen sich da sehr gleichen. Für mich sind die Kameraden vom MfS und der NVA genauso gute Männer und Freunde/Kameraden wie die letzten noch lebenden Freunde meines Großvaters. Männer die wissen wofür sie gestanden haben und welche Rückrat und Ehre besitzen auch wenn alle möglichen Arschgeigen auf ihnen rumtreten. ... Prost !

AK 74 ZF - Was schert´s eine deutsche Eiche wenn sich ein Schwein dran schubbelt. -


waldi44


23.6.2006 22:42:54
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@Ak74 ZF

"Wie gesagt, in anderen Foren werde ich als bekennender "Nationalist und Patriot" mal glatt zum "Nazi" erklärt."
Passiert dir hier sicher nicht, weil: Nach Meinung einiger Exgäste, wir auch alles alte Nazis und Kriegstreiber sind !

"Tja, und hier bin ich der böse "Rote"/"Kommunist".  " Aber nur bei denen, die deine Beiträge oberfächlich lesen oder nicht verstehen wollen. Wer meine DDR Beiträge gelesen hat, wird in ihnen kaum was ausgefallen Böses über die DDR gelesen haben, obwohl ich dort vier Jahre in Brandenburg einsass.
Natürlich hat jeder Ex DDRler (tolles Wortgebilde ) die DDR anders, eben für sich, erlebt und mancher eben auch erlitten.
Man kann es sich natürlich gaaaanz einfach machen: Die eine Hälfte der DDR Bevölkerung bestand aus Tätern und die andere Hälfte aus Opfern. Wie und woran aber erkennt man Opfer und Täter? Am Parteiabzeichen? An Privilegien?

Neulich im fernsehen gesehen (Sonnenalle glaub ich).
Westbesuch und Ostgastgeber unterhalten sich über einen Nachbarn. Sinngemäss: "Der ist doch bei der Staasi" - "Woher weisst du das?" - "Der hat ein Telefon!" - "Aber die Fahne hängt der nie raus." - " Na klar nicht, weil er bei der Staasi ist." - "Aber du hängst doch die Fahne raus!?" - "Klar, weil der doch bei der Staasi ist!"....

Mario


24.6.2006 11:05:35
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Und im Endergebins war er Mitarbeiter von VEB Erdmöbel, Abt. "Letzte Ruhe"! Nein, sowas perfides auch, die Tschekisten als Leichengräber zu etablieren
Opfer und täter kann man nicht erkennen, nur vom Aussehen her, hat mir schon mal eine Konifere der Kriminalpolizei beigebracht. Der Mensch an sich ist schlecht oder gut, je nachdem!!!


In diesem Sinne
Tschaudi

logo


24.6.2006 12:20:41
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AK74 , das war doch ein sehr guter Eintrag den ich bis auf den letzten Absatz (MFS) voll unterschreiben könnte!
Dann liegen wir außer in Nuancen nicht weit auseinander , freut mich da ich meinen ersten Absatz ja auch mit smilie versehen habe!
logo

merlin61


25.6.2006 03:09:48
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Entschuldige, dass ich erst jetzt dazu komme auf deinen ausführlichen Kommentar zu antworten - auch wenn dieser an Logo gerichtet war.

AK 74 ZF schrieb:
[...]

Mein Großvater war ehemaliger Fj der Wehrmacht und zu DDR-Zeiten selbständiger Handwerker. Einer der Fj welche jede Statistik ad absurdum führen. Kampfabsprünge über Holland (Rotterdam) und Kreta (Malames 1. Welle Fj-Sturm-Rgt.), danach bis 45 nur Ostfront und Mai 45 nach drei Tagen amerikanischer Gefangenschaft von den Amis an den Russen verkauft. Als er 1949 habbverhungert und ausgemergelt wieder aus Sibirien zurückkam hat ihn nur sein Hund erkannt. 1954 oder 55 (weiß ich nur von meiner Mutter da er selbst darüber mit mir nie gesprochen hat) wurde er noch einmal eine Woche "verhaftet" und kam erst nach Betreiben und Fürsprache eines Bekannten (einer der guten Kommunisten welche ich kannte) grün und blau geschlagen zurück. Grund war wohl der daß er sich mit seinem, damals erst aus Rußland zurückgekehrten, Kompanie- bzw. Btl-Kdr. getroffen hat und man wohl die Bildung von "Kameradschaften"/"Revanchistenvereinigungen" befürchtete. Der Korpsgeist der dt. Fallschirmjäger ist ja legendär. ... So wie ich aus Mutterns Erzählung schlau werde waren es aber wohl die Russen welche ihn da noch einmal einkassiert hatten. Trotz DDR waren die ja damals wohl immer noch Besatzungsmacht und "Herr im Hause".
Darin erkenne ich auch keine Problematik, welche die BRD von der DDR unterscheidet - ausser bei der unterschiedlichen Behandlung der Spätheimkehrer.


AK 74 ZF schrieb:
Ich wußte, da ich zum größten Teil bei meinem Opa aufwuchs, durchaus daß es zwei Wahrheiten in der DDR gab und nicht alles aus unserem Geschichtsunterricht unbedingt stimmig ist. ... Selbst heute werde ich für bestimmtes Geschichtswissen, von Leuten welche immer noch Glauben Deutschland wäre allein an allem Schuld, schon mal gern als "Nazi" bezeichnet. Ist zwar Mumpitz ... ebenso wie mich zum "Kommunisten" zu stempeln, aber mir im Prinzip Wurst.

Was mir aber stinkt ist das "Entweder .. Oder" ... bzw. das ständige "Schwarz-Weiß" bzw. "Rot/Braun"-Färben der deutschen Geschichte. ... Egal ob Anno Tobak olle Herman im Wald die Römer verbleute, die "Ostexpansion" (als angeblicher Ursprung/Kausalität bis hin zu 1941) über die Geschichte des Kaiserreiches, der Weimarer Republik, das "III.Reich" oder aber auch die DDR. Es gibt da durchaus subtile und auch sehr interessante Aspekte der dt. Geschichte. Mich kotzt die Einseitigkeit der Betrachtungsweise an !

Zurück zum Thema ... klar schwadronierte man im Geschichtsunterricht der DDR nicht über die Heldentaten der Wehrmacht oder erklärte dem Schulkind den Unterschied zwischen allgemeiner SS und der Wa-SS oder behandelte den Hitler-Stalin-Pakt incl. Zusatzprotokollen. ... Übrigens ist der Geschichtsunterricht heute da auch nicht unbedingt besser ! Gibt wohl nur mehr unbequeme Fragen vereinzelter Schüler, welche doch mal etwas gelesen oder gehört haben.
Es ging mir sicher NICHT darum dich / andere als (Ex-)Kommunist, ewig-gestriger-DDR-Anhänger oder in sonst eine andere Schublade einzusortieren.
Wie du aus ALLEN meinen Postings hier im Forum herauslesen kannst, widert mich diese schwarz-weiß-Malerei / -Argumentation auch nicht wenig an.
Es ging mir bei meinem Kommentar dieser "Geschichts-Lehreranweisung aus dem Jahr 1961" auch sicher NICHT darum, dass darin die allgemeine oder
Waffen-SS, der Hitler-Stalin-Pakt ... und andere Themen völlig ausgespart wurden - dies war und IST im Westen wohl bis heute auch nicht der Fall.

Das was mich daran im Einzelnen gestört / aufgeregt hat, habe ich mMn aber bereits ausführlich zitiert und dieses auch bereits so weit kommentiert.
Wie z.B. die Themen: "West-Deutscher-Faschismus", "BRD-Imperialismus" und das ganze "von Oben" verordnete HASS-Geschüre in Richtung BRD.

Waren jene etwa keine Deutschen / alle Kriegs-Verbrecher - oder war dies nur "eine normale Reaktion" eines in Ketten liegenden Teils der Deutschen ?




Nur mal am Rand erwähnt...
Wenn mir "solche Typen / Aussagen" nicht öfter einmal in den Medien oder Foren auffallen würden, dann ginge mir dies mind. 3 Meter am Ar... vorbei.
Da mir solch eine schwarz-weiß-Argumentationsarmut immer öfter bewusst wird, wundert mich dies aber auch nicht mehr woher dies alles ab-stammt.






Bevor ichs vergesse...

@Mario
Ein dazu passender Kommentar wie die berühmte Faust aufs Auge - "treffender" konnte man es wohl auch gar nicht ausdrücken
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