Dieses Archiv enthält einen Auszug des Forums für deutsche Geschichte vom 24.10.2005 bis zum 19.04.2010. Wenn Sie mitdiskutieren möchten, besuchen Sie unser Forum unter forum.balsi.de.

Sie fielen im Kalten Krieg

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AutorBeitrag

Rote Garde


25.12.2005 14:41:16
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In der DDR, war der Dienst an den Zonengrenzen gefährlich. So fanden im Jahre 1948 bis 1989 mehrere Anschläge auf Angehörige der Kommandantur Heldburg / Thüringen sowie im Bereich Hildburghausen statt.
Die Täter flüchteten in die Westzone.

Man hat in den Jahren 1948 bis 1989  , 25 Namen von gefallenen Grenzern veröffentlicht in der DDR.

Der BRD nennt inzwischen zusätzlich die getöteten Genossen Rudolf Spranger und Horst Hnidyk langsam kommt mehr am Tages Licht!.
Bei den getöteten Grenzern war Tatort 16mal die Grenze zur BRD, 8mal die Grenze zu Westberlin, 1mal die Grenze zur Tschechoslowakei. An der Grenze zu Polen gab es keinen bekannten derartigen Fall.
waren die Täter in 4 Fällen Zivilisten aus der BRD und Westberlin, 7 Fällen fahnenflüchtige Grenzer, 2 Fällen Deserteure der NVA, 4 Fällen Grenzverletzer aus der DDR oder Tschechoslowakei.
gehen 3 Tote auf das Konto der US-Armee, je einer wurde von Angehörigen des BGS und der Westberliner Polizei getötet.

Wie viele es wirklich sind ist Geheim und wird wohl erst 2020 veröffenlicht???


VP-Wachtmeister
Siegfried Apportin
Siegried Apportin war gelernter Maler. Er wurde vom eigenen Kameraden, dem Fahnenflüchtigen Leo Köpke, erschossen.
Der Täter war zum Tatzeitpunkt bereits von einem westlichen Dienst angeworben und versuchte seinen Postenführer Apportin zur Fahnenflucht zu überreden. Als sich dieser weigerte, wurde er getötet. Köpke flüchtete in die BRD und blieb straffrei.


VP-Wachtmeister
Herbert Liebs
Herbert Liebs kam aus einer Landarbeiterfamilie. Bei einer Streife wurde er von US-Soldaten erschossen.
Gegen 17.40 Uhr hatte das Postenpaar den Pferdsdorfer Kopf erreicht, als sie einen Jeep bemerkten und zwei Schüsse aus dem Westen fielen: Wachtmeister Liebs wurde in die Brust getroffen. Die vom Wachtmeister Schulze herbeigeholte Hilfe verhinderte die Entführung des sterbenden Volkspolizisten auf das Terrritorium der BRD. Die Tat blieb ungesühnt.


VP-Wachtmeister
Werner Schmidt
Werner Schmidt kam aus einer Arbeiterfamilie und war verheiratet. Heinz Janello war Landarbeiter. Während ihres Dienstes werden sie überfallen, auf BRD-Territorium verschleppt und von US-Soldaten getötet.

VP-Unterwachtmeister
Helmut Just
Helmut Just war gelernter Maler.
Ihm wurde von zwei Westberliner Tätern aufgelauert, die ihn von hinten angefielen und aus kurzer Distanz niederschossen. Die Tat blieb ungesühnt.

Das zeigt deutlich zu welchen mitteln die Amis und BRD griffen , und das sie auch keine reine Weste hatten!
Mit der einseitige berricht erstattung muß aufgehöhrt werden!


Grüße
Gardi

waldi44


25.12.2005 16:45:35
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Womit wir wieder beim Thema: "Einseitige Berichterstattung" sind!
Ich sehe oft und gerne so ziehmlich alle Dokus und muss sagen, dass sich sein der Wende auch da einiges getan hat. Hatte sie zur Zeit des Kalten Krieges noch einen Klassenkampfauftrag- auch im Westen- so mausern sie sich inzwischen zu echten Dokus, die beide Seiten beleuchten und durchaus kritisch auch die Fehler bzw Aktionen des Westens gegen die DDR, deren Grenze und Politik aufzeigen.
Schon längst sind die DDR Grenzer keine Mörder mehr, wobei es natürlich auch hier die "ewig Gestrigen" gibt und wohl auch die Angehörigen der Opfer da einiges anders sehen werden. Aber auch die Grenzer waren Opfer. Opfer eines Systhems, das aufgehört hat zu existieren, weil man nicht 17 millionen Menschen zu Grenzern machen konnte !

Ob nun den an der Grenze getöten DDR Grenzer unbedingt einen Ehrenhain errichtet werden muss, ist wohl eine idiologische Frage und vielleicht auch eine Frage des Geschmacks. Wenn man aber sieht, wofür Ehrenhaine und Denkmäler so alles errichtet werden....
Ich weiss, das war nicht Gegenstand des Beitrages, fiehl mir aber ein, weil wir solche Diskussionen schon öfter hatten!

Rote Garde


25.12.2005 19:03:01
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Na es wird aber immer noch ziemlich einseitig berichtet ,leider, hab letztens eine Doku gesehen auf RBB und da ging es um Wehrdienst verweigerer die keinen Dienst aus üben wollten, nun das brauchten sie auch nicht, aber in der  Doku wurde es so da gestellt als hätten die 400 Wehrdienst verweigerer  die mehrheit was faktisch nicht stimmte !
Mann berrichtet von einem Soldaten der nicht zum Dienst erschien , weil sein Standort zu weit von seinem Heimat Ort weg war, und er sich deshalb aus dem Staub machte , nun wenn ich Soldat sein würde und nicht zum Dienst erscheinen würde, würde  ich heute auch mit Straf maß nahmen rechnen müssen.
Wohl gemerkt aus dem grund das mein Standort zu weit weg sein würde, von meinem Heimat Ort nämlich von Hamburg nach Münster !

Was mich aber besonders störte , war das man auch nichts berichtete über die Ausbildung oder Moral sondern alles lief über schiene,  DDR scheiße und BRD super und die ganze Sendung fragte man sich was hat das mit dem Titel zu tuhn "Die Nationale Volksarmee"

So viel leider zu der berricht erstatung.

Ich hoffe es trägt zur dazu bei nicht alles zu glauben was im Fernsehn läuft !


Grüße
Gardi

Hoover


25.12.2005 19:10:44
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Wenn es Verbrechen waren gehören auch da die Täter vor Gericht. Aber solch einseitigen und aus dem zusammenhang gerissenen Fälle geben ein einseitiges Bild.

Im alten Forum hatte ich einen Fall geschildert (keine Ahnung, wo im netz ich das gefunden hatte), indem ein DDR-Grenzer nach einer flüchtenden Familie hergesschossen hatte. nachdem die Familie die Grenze erreicht hat wurde immer noch geschossen. ein BRD-Grenzer schoss zurück und tötete einen DDR-Grenzer. Was war das nun? In der DDR war der DDR-Grenzer ein Held, im Westen ein Unmensch?

Da muss man wirklich die ganzen Fälle einzeln prüfen, um ein Urteil zu bilden.

Rote Garde


25.12.2005 19:12:49
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"Ob nun den an der Grenze getöten DDR Grenzer unbedingt einen Ehrenhain errichtet werden muss, ist wohl eine idiologische Frage und vielleicht auch eine Frage des Geschmacks."

Also ich währe daführ!

Wir haben in unserem Dorf allein 4 Denkmäler führ den Ersten Weltkrieg, und in Berlin gibt es allein mindestens 3 führ die Sowiets und Karl Marx!  

Rote Garde


25.12.2005 19:24:20
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Also wie gesagt diese fälle waren offene Provokationen der Amis, angeworben vom CIA wohl gemerkt ohne Nutzten führ die Amis ?

Aber wer sagt uns denn das Familieen nicht auf gehalten wurden durch den Westen?, habe ein bekannten den hat mann das ganze Auto auseinander genommen und die einreise verweigert in die DDR durch den Westen !

Im Fernsehen kam eine kurze Doku wo eine Familie im Osten wollte um Verwandte zu besuchen die wurden durch dem Westen unter beschuß genommen!

Aber alles geht Natürlich unter wenn eine Seite gewinnt und warum sollte man sich selber als Staat schlecht da stellen, wußte bis ich diese Fälle im Internet gefunden hatte, auch nichts davon das die gute BRD zu so was fähig währe 


Hoover


25.12.2005 19:33:39
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Wie gesagt, bevor mand as genaue Warum und Was nicht weiß ist es müßig, darüber zu urteilen.

Aber die DDR-mauerschützen mussten für ihre Taten geraderstehen, dann sollte man auch solche Vorfälle untersuchen.

uwys


26.12.2005 10:08:11
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ich komme zwar aus dem westen, bin aber der meinung das ein "Republik-Flüchtling" damit rechnen musste das auf ihn geschossen wurde!
republikflucht war eine straftat, somit wusste auch jeder was ihn erwartete!
man konnte auch in der DDR "gut" leben. ich habe mich mit einigen kollegen darüber unterhalten, die froh sind das die mauer weg ist, aber auch sagen das die DDR nicht nur schlecht war!
mfg
uwys

Rote Garde


26.12.2005 16:44:29
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Natürlich ist es gut das die Mauer weg ist, aber meine Rechere stellt doch kla denke ich das es die Böse DDR so nicht gab es wurde auf beiden Seiten Geschossen und das war immer ein schwerer vorwurf gegen über der DDR!
Wo der BRD nach belieben drauf rum Reitete!

Und ich hoffe das noch mehr heraus kommt wie nach dem WWII da hat es auch Jahre gedauert und dauert immer noch bis man alles erfährt !


Grüße
Gardi

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27.12.2005 11:57:35
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Also hier wird einiges sehr richtig erklärt, einiges sehr verklärt, einiges völlig falsch betrachtet !
@uwys , wer sich nicht wehrt der lebt verkehrt ! Schon mal gehört? Man muß sich gegen Unrecht wehren und dieser "Antifaschistische Schutzwall" war pures Unrecht, weil ausschließlich nur nach innen gerichtet ! Wie ein großes KZ mit Wachtürmen, minenfeldern, Strom , Hundelaufanlagen etc., nur drinnen konnte man fortabler Leben. Einige aber, und da kommen wir auf den Punkt hielten es seelisch, moralisch und auch körperlich nicht mehr aus und konnten sich den Drangsalierungen nur mit Flucht wiederstzen !Andere flohen aus rein wirtschaftlichen Gründen.
Kommen wir zum letzten Maueropfer ! Chris Gueffroy floh im Februar 1989 am Britzer Zweigkanal (Berlin), die Stasi streute seit langen Gerüchte (nachgewiesen) das bei westlichen Staatsbesuchen von der Schußwaffe kein Gebrauch zu machen ist!
Er suchte sich eine gute Stelle aus (er floh, nachdem er aus polit. Gründen sein Job im Interhotel verlor ) und floh mit seinen Freund , sie wurden abgeknallt wie Hasen!
Ein Denkmal für Leute die fielen, oh nein das wäre eine Aufwertung für eine Diktatur, es sei denn Du sammelst und machst es aus Eigeniniative , wie die Veteranen des WKII.
Diese Denkmäler werden aber jetzt nach und nach entsorgt.....(Marienfels)....
logo

waldi44


27.12.2005 12:20:22
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Tja, der Begriff "gut leben" ist auch relativ. Einige wenige konnten aber noch besser Leben in der DDR als die Masse, in Wandlitz zB. oder wer sich Devisen beschaffen konnte. Wenn man  von einer Zweiklassengesellschaft reden kann, dann  gab es sie in der ehemaligen DDR!
Wer nicht zu diesen Glücklichen gehörte, war eben Der Doofe Rest.

Sicher, wer die Grenze illegal überquerte, musste damit rechnen, erschossen zu werden. Kann ihm im schlimmsten Fall auch an anderen Grenzen passieren. Nur, die anderen Grenzen konnte man meist Legal überschreiten, die innerdeutsche Grenze kaum.
Interessant auch, dass solche Grenzen nur von kommunistischen Staaten errichtet wurden. Grenzen, die das eigene Volk an der Flucht hindern sollten, währen westliche Grenzen eher ein Eindringen verhindern!
Mal etwas spitz und meinetwegen auch bösartig: Die KZ Insassen wussten auch, dass sie bei Annäherung an den Stacheldrahtzaun oder bei Flucht erschossen werden ...

AK 74 ZF


27.12.2005 15:36:43
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Logo das ist doch wohl totaler Mumpitz -> Zitat : "floh mit seinen Freund , sie wurden abgeknallt wie Hasen!"

Gerade beim Fall Goffroy hält sich mein Mitgefühl in Grenzen. Der Goffroy wußte daß geschossen wird ! Und er ist trotzdem nicht stehen geblieben. Und in diesem Fall sag ich : "Selbst Schuld !".
Wer mir im Fall Goffroy leid tut ist der Grenzsoldat, welcher seine Scheiß Pflicht erfüllt hat und heute dafür geschurigelt wird.
Ich hab die Mutter von Goffroy schon oft haßerfüllt im Fernsehen gesehn. Daß sie als Mutter Trauer und Wut erfüllt, seh ich sogar ein. Wütend sollte sie aber auf ihren dummen Jungen sein, welcher so hirnrissig blöd und dummdreist war, auf Anruf und Warnschuß nicht stehen zu bleiben. ....   Den Grenzer trifft bei dieser Situation der kleinste Teil der Schuld !

Übrigens ... an Stelle des Grenzsoldaten hätte ich auch geschossen ! .... Wobei der Grenzer sicher nicht schoß um zu töten.
Aber das hatten wir ja schon einmal.

AK 74 ZF 

P.S. Gegen Ende der DDR gab es durchaus Möglichkeiten legal auszureisen. Nur dauerte das wohl einigen zu lange.

Rote Garde


27.12.2005 20:17:31
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@Logo

Man muß sich gegen Unrecht wehren und dieser "Antifaschistische Schutzwall" war pures Unrecht, weil ausschließlich nur nach innen gerichtet ! Wie ein großes KZ mit Wachtürmen, minenfeldern, Strom , Hundelaufanlagen etc., nur drinnen konnte man fortabler Leben. Einige aber, und da kommen wir auf den Punkt hielten es seelisch, moralisch und auch körperlich nicht mehr aus und konnten sich den Drangsalierungen nur mit Flucht wiederstzen !Andere flohen aus rein wirtschaftlichen Gründen.

1.) Da geht es nicht trum es geht um ermordete Grenzersoldaten!
2.) Und von einem KZ zu reden zeugt nur davon das du entweder nicht bescheid weißt oder probierst sachen zu verdrehen, nämlich mann hatte sehr wohl Reise möglichkeiten in jedem Sozialistischem Land dieser Erde, jetzt kann man sich fragen warum nicht nach Frankreich, nun frag den Franzosen warum er heute auch nicht nach den Östliche Ländern fährt, oder warum die meißten Deutschen nach Rumänien oder nach Bulgarien im Urlaub fahren wie zu damaligen zeit!

@AK 74 ZF

Gegen Ende der DDR gab es durchaus Möglichkeiten legal auszureisen. Nur dauerte das wohl einigen zu lange.
Meine Tante wanderte im Jahr 1978 aus der DDR in die BRD legal aus!

Zum Thema;
Grenzsoldaten wurden durch die CIA erschossen , mit hilfe der BND und nicht weil sie in KZ,s sahsen die es gegeben haben soll in der DDR was ja auch nicht stimmt, also ehrlich was ist das führ eine Diskusion, bitte nicht!

Wir können auch eine Diskusion über die Bürger beginnen die das Dritte Reich verlassen haben, das wahren nicht wie in der DDR 1,2  Millionen sondern über 4 Millionen Bürger!
Und heute sind es in Deutschland über 100.000 Bürger Jährlich die Auswandern, mann versucht sie aus zu gleichem mit Ausländische Imigranten!
Aber das währe was führ Logo 

Wer versucht von Israel nach Palestina zu kommen oder von Mexico nach Amerika wird auf gehalten durch eine Mauer und frag mal einen dortigen Grenzer wie seine Lage ist, beschissen sowie führ die Bürger die wolten auch keine Mauer oder Elektrische Zaune!
In Israel haben die beamten ein Funker bei sich, der schnell mal die Artillerie rufen kann oder in Amerika gibt es selbsschuß Anlagen!
Aber trodzem sind es keine KZ,s oder verbrecher Staaten genau so wenig wie die DDR!
Weil Ausreise geht nur Flucht das geht nicht, stelle einen Antrag und du wirst sehen es geht!

Aber jetzt zum Thema zurück!






waldi44


27.12.2005 21:17:28
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Die von Dir genannten Grenzen verhindern eine illegale EINwanderung. Die Grenzanlagen der DDR sollten eine, zugegebenermassen auch illegale, AUSwanderung unterbinden! Kein Vergleich also!
Ich habe damals in der DDR einige Ausreisewillige kennengelernt und weiss wie diese Menschen unter der Unmenschlichkeit des Regiemes Leiden mussten. Arbeitslosigkeit, Verlust der Wohnung, Gefängnis! Also erzähl nichts von legalen Ausreisemöglichkeiten. Die gab es nur für Rentner. Für Menschen also, die dem Aufbau des Sozialismus eher im Wege standen- unnützen Essern!
Warum fährt der Franzose heute nicht in den Osten? Fährt er nicht? Na, ich würde mir eine Reise ins Mafiaverseuchte Osteuropa auch überlegen. Womöglich noch mit dem eigenen Wagen? Es gibt dort eben nur wenige Touristencentren und dort wirst Du wohl auch einige Franzosen finden! Wenn sie aber wollten, könnten alle zu jeder Zeit ohne Anträge oder Wartezeit dorthin fahren!

Ins sozialistische Ausland? Gleich krieg ich einen Lachkrampf! Nur mit einem Ferienpass oder wie das hiess, vom FDGB und den bekam auch nicht längst jeder. Heute fahren zweierlei Menschen wieder dorthin: Nostalgiker und Sparfüchse!

The Real Blaze


27.12.2005 22:15:24
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Und von einem KZ zu reden zeugt nur davon das du entweder nicht bescheid weißt oder probierst sachen zu verdrehen, nämlich mann hatte sehr wohl Reise möglichkeiten in jedem Sozialistischem Land dieser Erde, jetzt kann man sich fragen warum nicht nach Frankreich, nun frag den Franzosen warum er heute auch nicht nach den Östliche Ländern fährt, oder warum die meißten Deutschen nach Rumänien oder nach Bulgarien im Urlaub fahren wie zu damaligen zeit!


Man muß das anders formulieren. Die DDR war eine rote Besatzungszone! Dort waren nun mal Stacheldraht, Selbstschußanlagen ,Minen und Wachtürme etwas was dazu gehörte. Denn ohne diese Todesgrenze, hätte die DDR niemals so lange existiert. Geschichtlich war das aber nur eine Galgenfrist, was sie sich dadurch erkaufte.

Heute stand ,daß Mallorca wieder Spitzenreiter ist in der deutschen Urlaubswahl.  Stimmt also nicht was du da schreibst. Und der Rest ist ebenfalls verdreht. Bulgarien hat in Europa heute mit die höchste Kriminalitätsrate, da steht deswegen sogar der Beitritt zur EU auf der Kippe. Und wer in Rumänien lieber ist als zum Beispiel in Italien, steht sicher auf Abenteuerurlaub...

Gott sei Dank, gab es für den unbedarften DDR Bürger das sozialistische Ausland.... wo die Grenze ähnlich der DDR Grenze gestaltet war. Er durfte ja nicht auf "falsche Gedanken" kommen. Die Russen schoßen an ihren Grenzen genauso scharf, wie Tschechen oder Bulgaren.  Nach Kuba kam der DDR Deutsche so gut wie nicht, es war eher so, daß die Kubaner in die DDR kamen. Genauso verhielt sich das mit Vietnam. . Achja es gab auch noch die Mongolei, leider wegen sibirischen Klimas nicht wirklich ein Reiseland....

Und die Franzosen....ja warum wollen die einfach die neuen Bundesländer nicht besuchen??
So rein geografisch fällt doch sofort auf, daß sie Urlaub im eigenen Land machen können. Sonnige Mittelmeerstrände gibts nicht in Bautzen oder Schwedt. Am besten fahr mal nach St. Tropez und frage dort an den Stränden die Franzosen, warum sie lieber am Mittelmeer sind, an statt eines ostdeutschen Tagebausees.

Rote Garde


27.12.2005 22:32:47
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@waldi44


Die von Dir genannten Grenzen verhindern eine illegale EINwanderung. Die Grenzanlagen der DDR sollten eine, zugegebenermassen auch illegale, AUSwanderung unterbinden! Kein Vergleich also!

Warum kein vergleich nur weil sie unterschiedliche Systeme haben !



Ich habe damals in der DDR einige Ausreisewillige kennengelernt und weiss wie diese Menschen unter der Unmenschlichkeit des Regiemes Leiden mussten. Arbeitslosigkeit, Verlust der Wohnung, Gefängnis! Also erzähl nichts von legalen Ausreisemöglichkeiten. Die gab es nur für Rentner. Für Menschen also, die dem Aufbau des Sozialismus eher im Wege standen- unnützen Essern!

Ja kla die bekamm erst keine Arbeit und dann keine Wohnung und dazu noch Gefängnis und am besten alles auf einmal wenn du mir mal belege geben könntest warum und wesshalb das währe hilfreich aber so ist das nur Populismus führ die Rechten!
 

Warum fährt der Franzose heute nicht in den Osten? Fährt er nicht? Na, ich würde mir eine Reise ins Mafiaverseuchte Osteuropa auch überlegen. Womöglich noch mit dem eigenen Wagen?
 Es gibt dort eben nur wenige Touristencentren und dort wirst Du wohl auch einige Franzosen finden! Wenn sie aber wollten, könnten alle zu jeder Zeit ohne Anträge oder Wartezeit dorthin fahren!
Nee ohne Antrag geht nicht dann bist du Illegaler Einwanderer, und damit sagst du ja selber das es heute alles schlecht ist
in diesen Ländern!


Ins sozialistische Ausland? Gleich krieg ich einen Lachkrampf! Nur mit einem Ferienpass oder wie das hiess, vom FDGB und den bekam auch nicht längst jeder. Heute fahren zweierlei Menschen wieder dorthin: Nostalgiker und Sparfüchse!
Das war möglich, aber nicht mit dem FDGB ; das ist nämlich der Frei Deutsche Gewerkschafts Bund schon kla die wurden mit ganzen Firma dort hin verlegt!

Rote Garde


27.12.2005 23:06:21
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@The Real Blaze 

Man muß das anders formulieren. Die DDR war eine rote Besatzungszone! Dort waren nun mal Stacheldraht, Selbstschußanlagen ,Minen und Wachtürme etwas was dazu gehörte. Denn ohne diese Todesgrenze, hätte die DDR niemals so lange existiert. Geschichtlich war das aber nur eine Galgenfrist, was sie sich dadurch erkaufte.

Möchte nur drauf hinweißen, das es dies in andere Länder auch gibt, nur die reden nicht so ein Zeug, es hört sich so an als lebten diese Leute, wie in einer Festung, was nicht stimmt die Grenze gab es nur zum Westen hin, die so stark gesichert war, das darf mann nicht vergessen !


Heute stand ,daß Mallorca wieder Spitzenreiter ist in der deutschen Urlaubswahl.  Stimmt also nicht was du da schreibst. Und der Rest ist ebenfalls verdreht. Bulgarien hat in Europa heute mit die höchste Kriminalitätsrate, da steht deswegen sogar der Beitritt zur EU auf der Kippe. Und wer in Rumänien lieber ist als zum Beispiel in Italien, steht sicher auf Abenteuerurlaub...

Rumänien abenteuer Urlaub
Eher nicht, Goldstrand ist einer der best besuchten Deutschen Reiseziele gewesen und immer noch!




Und die Franzosen....ja warum wollen die einfach die neuen Bundesländer nicht besuchen??
So rein geografisch fällt doch sofort auf, daß sie Urlaub im eigenen Land machen können. Sonnige Mittelmeerstrände gibts nicht in Bautzen oder Schwedt. Am besten fahr mal nach St. Tropez und frage dort an den Stränden die Franzosen, warum sie lieber am Mittelmeer sind, an statt eines ostdeutschen Tagebausees.
Währe ein grund, und genau das wird immer so gern verdreht zum beispiel wird gesagt; Wegen des Systems fuhr man nie dort hin, die meisten wissen leider doch garnicht den Unterschied zwischen Kapiatlismus und Sozialismus und die Medien geben uns an warum wir das da nicht gut fanden!

PS; Geht das in Ordnung das ich mich mit Rechte Symbole Schmücke und warum Deutschhochmeister ?

Grüße
Gardi

waldi44


28.12.2005 00:23:55
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Mein "Lieber" Rote Garde!
Ich hatte die zweifelhafte Ehre vier Jahre in Brandenburg auf Staatskosten verbringen zu dürfen - zu Recht(?)- wegen Fahnenflucht! Ich war des weiteren über 20 Jahre Bürger der DDR und Parteimitglied! ICH weiss wovon ich rede- Du anscheinend eher nicht!


Ps:"Deutschhochmeister" war wohl eher eine östereichische mil. Formation aus dem 1. WK! Ein Regiment oder so und hat mit "Rechtem Symbol" oder "Rechter Symbolik" absolut nichts zun tun!

Pps: Solange ich hier mitmoderieren darf, wird auf die Korrektheit der Avataren uä. geachtet! Nur nebenbei!

bani


28.12.2005 00:36:11
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Rote Garde schrieb:
...

Ins sozialistische Ausland? Gleich krieg ich einen Lachkrampf! Nur mit einem Ferienpass oder wie das hiess, vom FDGB und den bekam auch nicht längst jeder. Heute fahren zweierlei Menschen wieder dorthin: Nostalgiker und Sparfüchse!
Das war möglich, aber nicht mit dem FDGB ; das ist nämlich der Frei Deutsche Gewerkschafts Bund schon kla die wurden mit ganzen Firma dort hin verlegt!




Nur mal so als dumme Frage - wie denn sonst?
Die FDGB-Ferienheime waren dann wohl nur Tarnbauten oder wie ...

The Real Blaze


28.12.2005 12:24:22
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Möchte nur drauf hinweißen, das es dies in andere Länder auch gibt, nur die reden nicht so ein Zeug, es hört sich so an als lebten diese Leute, wie in einer Festung, was nicht stimmt die Grenze gab es nur zum Westen hin, die so stark gesichert war, das darf mann nicht vergessen !

Stimmt das gibts auch in anderen Ländern...Da fällt einen sofort die Grenze zwischen Nord-und Südkorea ein! Die wären schon längst wieder vereint wenn es keinen Kommunismus geben würde. Dann brauchten die Nordkoreaner auch keine Baumrinde mehr zu essen.
In der DDR war der Durchschnittsbürger genauso eingesperrt! Machte ein Berliner das Fenster auf starrte er auf Mauer und Stacheldraht.Wollte er mal schnell nach Westberlin, durfte er das nicht. Er mußte dann einen Antrag stellen mit driftigen Grund. Also mal schnell einen Einkaufsbummel(wenn er denn auch das Geld dazu hatte...) ging nicht!! Der DDR Bürger war unfrei, bis auf die Bonzen natürlich. DDR Sportler die im westlichen Ausland auftreten sollten, hatten immer Aufpasser dabei, trotzdem setzten sich etliche ab, um frei zu sein. Ich weiß noch als die damalige Fußballmannschaft Wismut Aue(heute Erzgebirge Aue) sich wieder in den UEFA Cup hineinkämpfte. Sofort waren die Parteiheinis da und ordneten an, entweder die ganze Elf in die Partei oder keinen Westantritt(ging zwar nach Island, aber Vorschrift war Vorschrift)

Und Richtung Osten war es nach Lech Walesa auch vorbei. Visumpflicht für Polenbesuche, ein DDR Bürger brauchte eine Einladung aus Polen! Tja und wieviele DDR Bürger Polen kannten die einen einladen, konnte man sich ja denken, nachdem man die Deutschen aus Schlesien, Westpreußen ,Ostpreußen, Wartheland und Hinterpommern vertrieben hatte!


Rumänien abenteuer Urlaub
Eher nicht, Goldstrand ist einer der best besuchten Deutschen Reiseziele gewesen und immer noch!

Rumäniens Goldstrand ist das einzig erwähnenswerte aus realsozialistischen Zeiten. Ist wie überall nur eine Geldfrage was man sich leisten kann. Abenteuerurlaub deshalb, weil man dort fast unfreiwillig mit organisierten Bettler und Diebesbanden zu tun bekommt.


Wegen des Systems fuhr man nie dort hin, die meisten wissen leider doch garnicht den Unterschied zwischen Kapiatlismus und Sozialismus und die Medien geben uns an warum wir das da nicht gut fanden!

Na so dumm sind die Franzosen nicht!! Und die alte Klassenkampfgrenze existiert ohnehin bei den Franzosen noch mehr, wie bei uns.

Rote Garde


28.12.2005 13:06:54
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@Waldi44

Mein "Lieber" Rote Garde!
Ich hatte die zweifelhafte Ehre vier Jahre in Brandenburg auf Staatskosten verbringen zu dürfen - zu Recht(?)- wegen Fahnenflucht! Ich war des weiteren über 20 Jahre Bürger der DDR und Parteimitglied! ICH weiss wovon ich rede- Du anscheinend eher nicht!

Na kla weiß ich wo von ich rede aber interresant ist doch das du es in diesen unmänschlichen KZ,s und Co, so lange aus gehalten hast und dazu noch Parteimitglied warst sehr komisch tuht mir leid aber was möchtest du mir damit sagen, das der Staat jetzt schlecht gemacht wird durch die heutigen Medien und du nur auf das algemeine Boot drauf gesprungen bist???

Schön ist aber auch wie Diskotiert wird, hätte mann etwas über die Rechten geschrieben, hätte ich ein Denkmal bekommen, weil es herrscht hier ein Rechtspopulistische Richtung sehr schön !
Dann bin ich hier ja richting, darf ich auch ein Bild meiner Wehrmachtsuniform zeigen ?

Grüße
Gardi

waldi44


28.12.2005 13:47:44
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@Bani:
Es ging darum, dass eben nicht JEDER selbst ins soz. Ausland reisen durfte und schon garnicht privat. Zumindest zu meiner Zeit!

@Rote Garde:
Mir ging es wie vielen anderen jungen Leuten in der DDR. Ich war in das System eingebunden. Hatte unpolitische Eltern und konnte als Kind und jugendlicher nicht klagen! DARUM ging es ja wohl auch nicht. Ausserdem habe ich das ausgiebig im alten Forum ausgebreitet! DORT kannst Du es nachlesen!
Ich bezweifle nochmals, dass Du weisst wovon Du redest. Interessant wäre in diesem Zusammenhang dein Alter. Hab noch nicht im Profil nachgeschaut und interessant ist auch deine Namenswahl "Rote Garde". Ich hoffe, Du weisst wenigstens was es mit den "Roten Garden" in China auf sich hatte.

bani


28.12.2005 14:12:42
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ICH weis schon was Du meinst Waldi.


Den Blick in's Profil kannst Du Dir übrigens sparen - steht eh nix drin.
Wenn ich mir aber seine Rechtschreibung ansehe - entweder ist die Schulzeit schon seeeeeeehr lange vorbei oder aber noch nicht beendet ...

Wobei ich sagen muß - die Alten nehmen es mit ihrer Sprache / Schrift eigentlich meist sehr genau.
Bleibt also nur Punkt zwei.

Was aber immer noch nicht erklären würde, warum er ehemalige DDR-Bürger über das Leben in der DDR belehren will ... 

Rote Garde


28.12.2005 15:33:28
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Ich denke nicht das mein Alter wichtig ist um Soldaten die gefallen sind in der DDR, durch den Westen und USA nicht zu Ehren und eine Starfe sowie eine Neue Meinung wie es wirklich in der DDR war zu bilden!


Grüße
Gardi

merlin61


28.12.2005 15:48:31
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Ich denke nicht das mein Alter wichtig ist um Soldaten die gefallen sind in der DDR, durch den Westen und USA nicht zu Ehren und eine Starfe sowie eine Neue Meinung wie es wirklich in der DDR war zu bilden!
Sicher ist das eigene Alter nicht in jedem Fall wichtig, um sich auch mal ein paar Gedanken über die Vergangenheit machen zu können.

Persönliche Erfahrungen klingen in der Regel jedoch glaubwürdiger, als irgend-welche tendenziellen (Partei-)Bücher zu einem Thema.




P.S.
Übrigens: "Gefallen" ist meines Wissens eine Person NUR im Krieg und nicht weil er in Friedenszeiten eine Uniform trug und dabei zu Tode kam.
Da es Mitten in Europa seit 1945 kein Kriegszustand mehr gibt (den Kalten Krieg mal aussen vor) kann seitdem auch kein Soldat mehr "gefallen" sein.

Eigentlich ganz einfach, wenn man sich einmal über ein Thema genauer informiert und nicht nur schlagkräftigen Begriffe in seinen Postings verwendet 

The Real Blaze


28.12.2005 16:00:47
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sowie eine Neue Meinung wie es wirklich in der DDR war zu bilden!

Wenn man in der DDR gelebt hat, wie viele hier im Forum hat man eine Meinung, bekommt aber sicher keine NEUE von dem was du da schreibst. Ermordete DDR Grenzer sind im jeden Fall ganz klar Unrecht, auch wenn sie eine Todesgrenze und das eigene Volk bewachten.
Die nach Innen gerichtete Bewachung hab ich selbst erlebt und zwar in Berlin! Mir stehen kommunistische Phrasen bis Oberkanteunterlippe.
Und ich schließe mich auch dem Verdacht an, daß du die DDR nur von linken Ostalkigerseiten kennst, wo sie als Arbeiter und Bauernparadies erklärt wird. Du hast sicher nie an der Grenze gestanden und dich gefragt, wieso darf ich nicht rüber! Es sei du stammst aus einer dunkelroten Familie die früher in Wandlitz lebte, die von frühmorgens bis abends vom Klassenfeind gefaselt hat und TV nur angeschaut hat, wenn "Aktuelle Kamera", "Der Schwarze Kanal" oder "Alltag im Westen lief". Dann "will" man ja auch nicht rüber.

Felix S.


28.12.2005 16:06:03
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Bani schrieb:

Wenn ich mir aber seine Rechtschreibung ansehe - entweder ist die Schulzeit schon seeeeeeehr lange vorbei oder aber noch nicht beendet ...

Oder er ist ein “Outsider” oder “Nicht-Deutscher” der sich nur wichtig machen möchte. Der Stil erinnert mich an “Revolutionaer” des alten Forums, der wiederum erinnert an………… Nun das sollte man selber mal klären.

Tja, ich kann euch, Waldi, Bani und Real Blaze eigentlich nur zustimmen.
Ich war ja nur zu Gast bei meinen Großeltern und anderen Verwandten in der DDR und hatte da immer eine tolle sorglose Zeit. Die Verwandten hatten es gar nicht schlecht, Essen, Geld, schönes großes Haus mit Gasherd und Spülklo, keine Mitgliedschaft der SED oder andere politische Sachen, Urlaubsreisen nach Ungarn, etc., aber die Gedanke eingesperrt zu sein und überwacht zu werden wirkte schon deprimierend.

Als die Ferien vorbei waren, fuhr ich mit meinen Eltern wieder aus der DDR ins bequeme Westen. Mir taten da immer die Leute leid die nicht die Wahl oder Freiheit hatten das zu tun.

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28.12.2005 16:50:54
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Manchmal frag ich mich @AK 47 ob Du im Osten aufgewachsen ist ?
Bei Waldi bin ich mir sicher, denn der kann genau zwischen den Zeilen lesen und erfassen !
Also nochmal, Chris Gueffroy sein Ausreiseantrag ist zum 2ten Male abgelehnt worden, weißt Du noch was das hieß? Bei der 2ten AQntragstellung verlor er seinen Jon als Kellner im Interhotel , mit der Maßgabe das er keine Bewerbungen in staatlichen "Hotel-und Gaststättengewerbe" mehr abgeben bräuchte.
Über den bei Westbesuchen ausgesetzten Schießbefehl sprach ich schon !
Warum weiß ich darüber Bescheid ? Weil ich Zeitzeuge in unmittelbarer Nähe war und ich war auch bei der Beerdigung in Baumschulenweg, das zu einer Demo von ca. 350 Leuten wurde, jeder Einzelne von Stasi überprüft ! Desweiteren wuden durch Maßnahmen der Stasi der Leumund von Chris Gueffroy in einer riesigen Kampagne in Zweifel gezogen !
Dies geschah durch IM's lanciert in Kichenkreisen, in Kneipen (im Bezirk), auf den Arbeitsstellen. Ich selber wurde mehrmals Zeuge davon, das Ch. G. dikreditiert wurde, natürlich auch mit den seben Argumenten die Du vor bringst ! Nach einer kleinen Gegenrede waren die Leute ganz still, wenn man auf den Kopf zusagte für wen sie scheinbar arbeiteten. Das das heute noch in den Köpfen rumspukt zeigt wie "genial" der Apparat arbeitete.
Alles andere ist zur Grenze von Waldi, bani etc. gesagt worden!
logo

waldi44


28.12.2005 23:00:26
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Rote Garde schrieb:
Ich denke nicht das mein Alter wichtig ist um Soldaten die gefallen sind in der DDR, durch den Westen und USA nicht zu Ehren und eine Starfe sowie eine Neue Meinung wie es wirklich in der DDR war zu bilden!


Grüße
Gardi

DOCH! Ich meine nämlich, dass Du die DDR nie bewusst erlebt hast! Ich schon und sie war wirklich nicht so schlecht. Solange man sich keine Gedanken über dies oder das machte, den Mangel nicht als Mangel empfand, weil man nichts anderes kannte, sich arrangierte- Pionier/FDJler/GSTler/DSFler/FDGBler/Parteimitglied/Berufssoldat/Zuchthäusler/Freigekaufter!
Sklaven wurden in der Vergangenheit freigekauft - Sklaven und DDR Bürger....

Übrigens, wenn den Flüchtlingen immer bescheinigt wird, dass sie hätten wissen müssen, an der Grenze erschossen zu werden, warum nicht auch den Grenzern? Sie standen an der Nahtstelle zweier Systeme und liefen Gefahr vom Klassenfeind von Flüchtlingen oder Kammerade erschossen zu werden! Sie hätten auch "kündigen" können! Keiner wurde in der DDR gezwungen Grenzer zu sein!
Anders als im 3.Reich SSler...

Ps:AK47ZF ist mit Sicherheit ein Ossi!

bani


28.12.2005 23:09:58
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Rote Garde schrieb:
Ich denke nicht das mein Alter wichtig ist ...


Wichtig nicht - aber es würde einiges erklären!

AK 74 ZF


29.12.2005 02:03:29
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Logo ich stand zwar nicht an der Grenze, war aber trotzdem berufsbedingt mit Schußwaffen auf Du und Du.
Und ich habe den Einsatz derselben auch androhen bzw. hab  Warnschüsse abgeben müssen. In zwei Fällen war es nur noch hauchdünnes Glück und der Abzug schon am Druckpunkt. Und in beiden Fällen hätte ich auch ohne Zögern ganz durchgezogen. Abgesehen von der Dienstvorschrift ist es auch ein "Mechanismus" welcher, je nach Konditionierung des Handelnden, abläuft.
Fakt ist ... und da geh ich nicht von ab ... wer nach Anruf und spätestens beim Warnschuß nicht stehenbleibt ist für mich selbst Schuld ! ... Bei mir sind die entsprechenden Personen in den prekären Situationen meinen Anweisungen gefolgt. Und das war auch besser so. Ob Goeffroy oder Rumpelstilzchen ... ab Warnschuß ist Schluß mit Lustig.  Das gesteh ich auch heute noch Polizisten, Soldaten und Sihtsbeamten (ob BRD, ehemals DDR, USA, Rußland oder sonstwo) zu.

Und am Ende der DDR gab es Ausreisemöglichkeiten ! War sicher nicht einfach und bequem, aber es gab sie !!! Ich kenne einige ehemalige DDR-Bürger welche, nach endlosem Knatsch und Hickhack, in die BRD ausreisten. Das war zu Waldis Zeiten sicher noch schwieriger und noch nicht so eingelaufen. Aber zum Ende der DDR gab es genügend Druck und auch Möglichkeiten um eine Ausreise zu erreichen. Sind ja nicht wenige DDR-Bürger in die BRD ausgereist. Auch vor 1989.

Wilden


29.12.2005 14:41:53
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waldi44 schrieb:
 Keiner wurde in der DDR gezwungen Grenzer zu sein!
Und damit liegste irgendwie falsch, lieber Waldi. Zum Grundwehrdienst in den GT konnte jeder einberufen werden. Nur die Längerdienenden waren, wie in jedem anderen Truppenteil, Freiwillige.

Zu Deiner Urlaubs-Theorie im sozialistischen Ausland: meine Familie war zweimal in Ungarn und dreimal in der CSSR, so lange ich noch mitgefahren bin. Dazu einmal in Moskau (da wollt ich aber nicht mit). Kann mich nicht erinnern, dass das sonderlich schwer war, diese Reisen zu bekommen. Und nein, wir lebten nicht in Wandlitz. Und nochmals nein, meine Eltern waren keine hohen SED-Tiere. Meine Mutter war normales Mitglied, mein Stiefvater gar in der NDPD.

zu Chris Gueffroy:
Weiß man denn warum seine Ausreiseanträge abgelehnt wurden? Wäre ja mal interessant zu erfahren. Muss ja einen Grund gehabt haben.

The Real Blaze


29.12.2005 16:10:58
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Meine Mutter war normales Mitglied, mein Stiefvater gar in der NDPD.

Also die Mutter in der SED und der Stiefvater in einer Blockflötenpartei(die NDPD war nichts besonderes "schlimmeres", weil du es mit dem "gar" heraushebst). Beide also politisch eingebunden. Jeder weiß der in der DDR gelebt hat, was für Vergünstigung ein Parteimitglied hat. Nur ein klitzekleines Beispiel: In unserem 6 Familienhaus gab es einen Bürger der in der Partei war. Er war der einzige auch, dem ein Telefonanschluß genemmigt wurde. Ich könnte da noch vieles mehr aufführen, aber das ist hier nicht Thema. Es ist eben einfach Fakt, daß jede die im System involviert waren auch ihre Vorteile davon hatten. Und das machte das Leben in der DDR ,um vieles einfacher.

Felix S.


29.12.2005 16:28:28
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Es ist eben einfach Fakt, daß jede die im System involviert waren auch ihre Vorteile davon hatten. Und das machte das Leben in der DDR ,um vieles einfacher.


Genau, und für die die nicht im System integriert waren, aber Verwandte im bösen Westen mit Devisen und West-Produkte hatten.
Paar Päckchen Kaffee hier, paar Gouda Käse dort hat ausgezeichnet funktioniert, gerade wenn man mal Handwerker brauchte.
Deshalb hatten meine Nicht-SED-Arschkriechende Großeltern und Verwandte damals (siebziger Jahre) schon eine Gasherd und Spülklo, als die Anderen in der Gegend noch diese Kachelöfen und Plumsklo hatten.

AK 74 ZF


29.12.2005 17:34:15
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Man, Man ... jetzt wirds wieder Schwachsinnig und das Klischee vom SED-Priviligierten macht wieder die Runde.  "Wandlitz überall !!!" ... Irgendwie hab ich wahrscheinlich in einer anderen DDR gelebt. Na ja , komm ja auch nicht aus Berlin, sondern aus der tiefsten Provinz. Vater und Mutter beide Arbeiter und nix SED. Großvater selbständiger Handwerker und notorischer Meckerkopp und Quertreiber. Der mochte keine Kommunisten, keine Russen, keine Amis ... und ne Menge anderer Leute auch nicht. Die DDR war ihm irgendwie auch Suspekt .. der alte Herr war Deutscher und hing bis zum Tode an "Deutschland". Wobei es unter seinen Kneipenkumeln sogar einen Kommunisten gab. Und der war echt in Ordnung. Auch oller Ostfrontkämpfer und kein Überläufer. Aber eben "Kommunist". Einer der wirklich Guten. Auch die gab es !
In meiner Arbeitsbrigade, wo ich gelernt habe, waren auch ein paar Kollegen Mitglied der SED. Vorteile .. Null Komma nix ... Nachteile , außer daß die ab und an mal einen Artikel an die Wandzeitung pinnen mußten, so von wegen "Ich verpflichte mich als Genosse der SED bei der Großreperatur des Drehrohrofens besonders vorbildlich zu arbeiten !", auch nicht unbedingt.
Da gab es weder mehr Prämien noch bessere Jobs noch sonst etwas ... hätte nämlich mit den anderen Kollegen Knatsch gegeben. ... Ansonsten spielte die Mitgliedschaft in der SED in dieser Brigade ne noch kleinere Rolle als die Mitgliedschaft im VdKSK (Verband der Kleintierzüchter, Siedler und Kleingärtner).
Die SED hatte wohl glaub ich so um die 2 Mio Mitglieder. Und das bei rund 16 Mio Einwohnern der DDR. Wenn man die 16 Mio mal noch nach Kinder, Säuglinge ... Rentner mit noch verstecktem Nazi-Parteibuch  (war ein Witz !!!) u.ä. auseinandersortiert, wird klar, daß da nicht viel Spielraum für "Privilegien" für kleine Mitglieder gab. Daß es auch in der DDR eine gewisse Neidkultur gab und so manchem deuchte sein Nachbar hätte das Auto eher bekommen als er, nur weil er in der Partei war ... ist leider auch wahr. ... Was es gab, und das streite ich nicht ab, sind Privilegien für Parteiberufskader, höhere Leitungsebenen etc. Aber auch da muß und sollte man mal schauen was da wirklich ablief. Es gab durchaus Beziehungsgeflechte, Vitamin B, bestimmte Abhängigkeiten, Kompensationsgeschäfte etc. ... Ob da alles nur mit der SED-Mitgliedschaft zusammenhing ist für mich zumindest fraglich. Denke mal daß da selbst nach DDR-Gesetzen einiges Kriminell war. Von Vorteilsnahme über Schieberei bis hin zu Bestechung oder Schieberei.

Ich war in der SED ... Vorteile ... ?  Eher keine und einen Haufen völlig unnützen und blödsinnigen Sackstand. Wär es nicht in meinem Beruf Pflicht gewesen, hätt ich auf den Verein auch gern verzichtet. ... War ich nur "Mitläufer"   ... Nö glaub ich auch nicht. ... Abgesehen von einigen Sachen welche mir da auch nicht paßten ( hab ja eher eine Nationalpatriotische Erziehung genossen) war ich wohl Teilweise eher ein "Überzeugungstäter". ... An manch Ideal ... von Freiheit bis hin zur sozialen Gerechtigkeit ( was ungeheuer kompliziert ist !) glaub ich selbst heute noch. Gerechtigkeit, Ehrlichkeit, Freiheit, Selbstverwirklichung, Verantwortung für sich und die Gesellschaft, Mut und  Tapferkeit (auch zu seiner Meinung zu stehen), Ehre, Würde des Einzelnen  etc. ... eigentlich alles Werte welche auch in der DDR vermittelt wurden und da eine Rolle spielten. Leider wurden viele dieser Werte, genau von denen welche sie anderen predigten, mit Füßen getreten.

Übrigens kenne ich auch genügen Lumpen, Schacherer, Schieber, Arschkriecher und Telefonbesitzer welche im christlich-bürgerlichen oder auch asozialen "DDR-Widerstand" waren. 

Ich denke mal daß man auch beim Klischee "SED" auf dem Teppich bleiben sollte. Ich kannte auch Parteisekretäre und Parteikader , welche sich für die Belange der Bürger regelrecht den Arsch aufrissen ! Davon gab es so einige ! Und gerade für die brach 1989 regelrecht eine Welt zusammen. ... Bis hin daß sie plötzlich bespuckt und beleidigt wurden. Häufig übrigens von Leuten welchen sie vorher geholfen hatten oder aber von den miesesten Asozialen, welche plötzlich Oberwasser hatten. ... Teil der Assis ist inzwischen auch in der BRD Assi. ... Nur sind die jetzt noch besser "alimentiert. Aber die sind ja bis heute "Opfer der DDR". Soviele verhinderte Studierte, welche angeblich nur nicht studieren durften weil sie nicht in der SED waren, wie ich inzwischen getroffen hab ... krieg ich das herzliche Lachen !
Bestes Beispiel unsere Kanzlerin ... DDR-Gegnerin, Opposition, Pfarrerstochter ... und "Widerstandskämpferin". Komischerweise aber (natürlich trotz Widerstand und Hindernissen) hochstudiert und in der DDR gut ausgebildet und erfolgreich promoviert. Theoretisch ging das ja garnicht. .... So les ich es ja immer. ...

Ich denke wir sollten mal auf dem Teppich bleiben ! ... Das Leben in der DDR war durchaus bunt. Auch wenn es ein paar üble Flecken gab. ... Aber die gibt es ja wohl in der so hochgelobten Bunten Republik auch.

AK 74 ZF

bani


29.12.2005 19:31:13
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Also da muß ich meinem ehemaligen Berufskollegen AK 74 ZF recht geben!

Es mag SEDler gegeben haben, die ihre Vorteile aus der Mitgliedschaft gezogen haben - aber das waren dann solche Leute, die das in JEDER anderen Partei genauso gemacht hätten.
Schnell 'nen passenden Posten bekommen und dann schnell abfassen!



The Real Blaze schrieb:
.... Jeder weiß der in der DDR gelebt hat, was für Vergünstigung ein Parteimitglied hat. Nur ein klitzekleines Beispiel: In unserem 6 Familienhaus gab es einen Bürger der in der Partei war. Er war der einzige auch, dem ein Telefonanschluß genemmigt wurde. ...


Nun, mein Vater war jahrzehntelang SED-Mitglied und in seinem Betrieb ( VEB Kalibetrieb Zielitz ) Meister.
Zum telefonieren mußten wir trotzdem auf die Post gehen ...
Ganz so leicht läßt sich das also nicht verallgemeinern!

waldi44


30.12.2005 00:02:09
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Vorteile hatte ich auch keine- jedenfalls nicht, dass ich wüsste und, Wilden, meine Erfahrungen mit Auslandreisen waren eben andere. Ein Beispiel war eine Ferienreise, wo man zu spät merkte, dass die Eltern des einen Kindes kirchlich aktiv waren. Nicht würdig für die Klassenfahrt nach Zakopane....dafür durfte ich mitfahren!
Weiteres Beispiel: Ein Lehrlingsaustauch nach Varna. ICH durfte nicht, weil ich mal aus Liebeskummer von Zuhause für einige Tage abgehauen war und mir das als versuchte Republikflucht unterstellt, aber nicht bewiesen wurde- war ja auch keine. DAS aber ging mit meiner Akte mit.
Von der Volkspolizei geworben, liessen die mich wieder fallen als sie Akteneinsicht hatten und als ich in der U-Schule ankam, war mein erstes Gespräch mit meinen Kompaniechef über diesen Akteneintrag- "Ach Sie sind der, der zu seinem Vater in den Westen wollte"!
Mehr kam aber nicht. Als ich mich dann als Offizier beworben hatte, wurde ich auch genommen, aber im Abschlussgespräch wurde wieder der Eintrag erwähnt und :"Wir werden ein Auge auf Sie haben!".
Brauchten sie aber nicht, weil ich meinen Antrag zurück zog, meine Urkunde zurückschickte und "kündigte"!
Vielleicht hat sich NACH 1971/72 einiges geändert- wenn ich von der DDR reden, dann nur von meiner Zeit. Die Zeit danach kenn ich nur Hörensagen, so wie manche "DDR Jünger" die Zeit vor 1989!

The Real Blaze


30.12.2005 12:08:29
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Ganz so leicht läßt sich das also nicht verallgemeinern!

Nein das bestreitet auch niemand.Ich kam ziemlich viel rum in meinem Beruf, hab sehr viele Genossen kennengelernt, von straffen Einpeitschern bis zu Normalos ,die die ersten mit den Spaten waren ,als es um den Kabelanschluß fürs Westfernsehen ging. Und das die einen nicht jene Vergünstigungen hatten, wie andere SED Genossen, ja woran lag das denn? Nicht weil man sie vergessen oder sie nicht gut genug waren, sondern weil es eben in der Mangelwirtschaft DDR nicht für alle reichte. Jeder wußte doch wie es lief und jeder versprach sich in seinem Tun etwas davon. Hat man sich für eine länger Dienstzeit bei der NVA verpflichtet, hatte man vorher von den Vorteilen dafür gehört. (Neubauwohnung usw) Man unterschreibt, weil man glaubt etwas dafür zu bekommen, um sein Leben zu verbessern. Das  dann sich der eine oder andere verarscht fühlte ist eben am Regime festzumachen.
 AK 74 ZF, du weißt doch ganz genau, wie die SED Genossen im  Volk angesehen waren. Tauchte jemand von der Partei auf, wird erstmal schnell das Thema gewechselt, man hatte Null Vertrauen zu diesen Leuten, weil SED und Stasi alles als ein Verein angesehen wurde. Es reichte schon aus, daß man bei "Scheiß DDR" zu einem Genossen auch gleich die Stasi im Haus hatte.
Du hast dich halt "überzeugen" lassen, ich mich nicht, obwohl ich einer der wenigen in der Schule war, die den ganzen "Staatsbürgerkram" sofort verstanden hatte. Die Kluft zwischen SED und Volk war eben existent, und die kann auch im nachhinein niemand weg diskutieren.
Alles funktionierte in der DDR nach dem Motto "haste was ,kannste was". Das man in einer präsenten Mangelwirtschaft Ausschau  hält nach Vergünstigungen ist doch normal. Unnormal fand ich es jedenfalls , als mir ein ehemaliger Schulkamerad nach der Schule sagte,er gehe zur Stasi. Aha, bei "Horch und Guck", dachte ich, im Sport war eine Null und auch sonst keine Leuchte. Der wurde jedenfalls auch ein Stasi. Von einem anderen, der im Nachbarhaus wohnte und auch bei der Stasi war, hat auch jeder der um ihn herum wohnte davon gewußt. Da war es natürlich nicht verwunderlich, daß er als Taxifahrer arbeitete. Da hatte er gleich die Adressen auf dem Papier, falls einer im Suff was falsches sagte. Die offiziellen "Stasis" waren eben bekannter, wie die IM Maulwürfe. Und auch für die IMs galt im höchsten Maße die Vorteilsnahme in Form von Prämien.

Es ist auch richtig, daß die ehemaligen SED Genossen , nicht alle gleich waren. Das sieht man an ihrem Verhalten nach 1989, wo plötzlich eine Reihe ehemaliger Dunkelroter plötzlich in die Kirche schlappte. Da war es mit der "Überzeugung" auch nicht weit her, da brach auch keine Welt zusammen, da wurde nur der Hals in die neue Richtung gedreht. Andere blieben rot , sitzen heute in den Reihen von Oskars  Linkspartei, wo in höchsten Maße Salonbolschewismus praktiziert wird. Und dann gibts noch die Frustrierten, für die wirklich eine Welt zusammenbrach, die sind heute mehr oder weniger unpolitische Protestwähler. Und diese Leute kannst du auch nicht für ein neues System mehr begeistern, werden immer reserviert bleiben.

Wilden


30.12.2005 14:11:40
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The Real Blaze schrieb:

Meine Mutter war normales Mitglied, mein Stiefvater gar in der NDPD.

Also die Mutter in der SED und der Stiefvater in einer Blockflötenpartei(die NDPD war nichts besonderes "schlimmeres", weil du es mit dem "gar" heraushebst). Beide also politisch eingebunden. Jeder weiß der in der DDR gelebt hat, was für Vergünstigung ein Parteimitglied hat. Nur ein klitzekleines Beispiel: In unserem 6 Familienhaus gab es einen Bürger der in der Partei war. Er war der einzige auch, dem ein Telefonanschluß genemmigt wurde. Ich könnte da noch vieles mehr aufführen, aber das ist hier nicht Thema. Es ist eben einfach Fakt, daß jede die im System involviert waren auch ihre Vorteile davon hatten. Und das machte das Leben in der DDR ,um vieles einfacher.
Da kennste Dich mit der Geschichte der NDPD aber nicht so recht aus, Kamerad Real Blaze, sonst würdest Du nicht sowas schreiben.  Auf die NDPD hatten hatte die DDR-Führung schon ein "besonderes Auge", Blockflöte hin oder her. Dort sammelte sich nach 1948 der Mittelstand, ehemalige Wehrmachts- und WSS-Berufssoldaten und vor allem ehemalige NSDAP-Mitglieder. Mit Heinrich Homann stand ein Ex-Offizier und Ex-NSDAP-Mitglied seit 72 glaub ich an der Spitze. Insofern war die NDPD schon etwas besonderes, auch wenn Du das nicht wahr haben willst.

Und was Deine Legendenbildung um den Telefonanschluss angeht: denn hätte man uns ja wieder wegnehmen müssen, weil Sohnemann Wilden aus der DSF austrat und auch ablehnte, Kandidat der SED zu werden, als er noch offiziell zu Hause wohnte. 
Im übrigen wohnten in unserem Acht-Parteien-Haus unter anderem ein Rentner-Ehepaar, ein Müllmann und ein hauptamtl. Stasi-Offizier. Und glaub mir, die hatten alle Telefon.

waldi44


30.12.2005 14:44:20
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Jetzt sind wir aber doch etwas zu weit vom Thema abgewichen. Macht einen Thread auf:"Alltagsleben in der DDR" und unterhaltet euch doch bitte dort über Telefonanschlüsse und IM's !
Allerdings scheint sich "Rote Garde" nicht mehr für seinen Thread zu interessieren! Ich möchte aber auch im Neuen Forum die Tradition beibehalten, Threads nur im "Notfall" zu schliessen....

The Real Blaze


31.12.2005 00:38:08
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Da kennste Dich mit der Geschichte der NDPD aber nicht so recht aus
Doch kannte mich schon , da Wahlpflicht war haben die auch meine Stimme bekommen. Spielte aber insgesamt überhaupt keine Rolle. Du hättest den 100% geben können und Honi wäre Generalsekretär geblieben. Nüscht wäre im Überwachungsstaat DDR passiert, mir kannste keene anere DDR einreden. Wer aus der Reihe tanzte, bekam es mit dem Staat zu tun.
Und da du dich so an das kleine Telefonbeispiel hochziehst: Wo es anders war weiß ich nicht. Ich habe nur erzählt was ich weiß und erlebt habe.

waldi44


31.12.2005 10:27:09
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DAS Real ist der eigentliche KNACKPUNKT! Geht mir ja auch so! ICH schreibe von den Ereignissen, so wie ICH sie erlebt habe- nicht wie ich sie gehört habe (ausser aus 100%igen Quellen) oder wie ich gerne hätte, dass sie gewesen sein sollten!
Andere mögen die DDR anders erlebt haben. Ich erinnere mich noch gut an den Knatsch im NVA Forum, als ich meine NVA Erlebnisse zum Besten gab. Vielleicht sind ja manche Schlussfolgerungen falsch oder überzogen, die Ereignisse waren aber wie beschrieben. Ob's nun passt oder nicht!
Übrigens kam der Einwand, dass die DDR Grenzer auch eingezogen wurden und somit keine Wahl hatten! Natürlich hatten sie die Wahl ob sie direkt an der "Kante" stehen wollten oder nicht! Wollten sie nicht, gab es durchaus andere Möglichkeiten auch im Rahmen der Grenztruppen, ehrenvoll seinen Dienst zu absolvieren!
Vielleicht aber gehörte da etwas mehr Mumm dazu...

uwys


31.12.2005 12:18:53
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@waldi44
Vielleicht aber gehörte da etwas mehr Mumm dazu...

Das ist doch der eigentliche Knackpunkt!
Wer hat den Mumm offen seine Meinung zu sagen wenn er dadurch Nachteile hat?
Ich bin Gott sei Dank nicht in der DDR aufgewachsen, denke aber das ich auch der Masse nachgerannt wäre und nur mit der geballten Faust in der Hosentasche dagestanden hätte.
Jeder der nicht in der DDR aufgewachsen oder dort gelebt hat und etwas anderes sagt ist für mich unglaubwürdig!

The Real Blaze


31.12.2005 14:51:27
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ICH schreibe von den Ereignissen, so wie ICH sie erlebt habe- nicht wie ich sie gehört habe

Nichts anderes tue ich. Jeder hat aus seiner Position die DDR anders wahrgenommen, weil seine Erlebnisse eben auch immer anders waren. Deine Schlußfolgerungen sind immer aus deinem Erlebten abgeleitet. So eben auch meine. Was eben fehlte waren die direkten Vergleichsmöglichkeiten der Systeme, die man eben so allgemein nicht hatte. Westfernsehen hab ich nur schwarz- weiß wahrgenommen, war aber insgesamt auch das einzige Mittel neben Radio, sich ein eigenes Bild zu machen. Wer glaubte den schon die roten Phrasen an den Häuserwänden? Ich denke nicht mal die Grenzer(um das Thema wieder abzurunden...) Du schaust im Wachturm nach Westen und denkst dir deinen Teil, wenn man dort die leute aus dem Laden gehen sah, vollgepackt mit Konsumgüter. Da hat man eben ein ziemlich armes Arbeiterparadies bewacht und besonders viele Grenzer wurden schwach und türmten in den Westen. Beamte des Bundesgrenzschutzes flohen aber niemals in die DDR, obwohl es ja dort jeden Arbeiter besser gehen sollte, wie propagiert wurde.


http://www.bpb.de/cache/images/FDB3EO_290x275.jpg

Bildersprache ist die einfachste Sprache

The Real Blaze


31.12.2005 14:52:48
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das sagt ja wohl am meisten aus...

Wilden


31.12.2005 18:49:07
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The Real Blaze schrieb:


das sagt ja wohl am meisten aus...
Kennst Du die weitere Lebensgeschichte dieses Deserteurs? Arbeitslosigkeit, Depressionen, Selbstmord.

Im übrigen habe ich mich nicht am "Telefonbeispiel" hochgezogen, sondern nur ein Gegenbeispiel genannt. Ich will Dir auch keine andere DDR einreden, dies steht mir gar nicht zu und ich keinesfalls meine Absicht, sondern ich will nur schildern, dass ich eine andere DDR erlebt habe.

The Real Blaze


31.12.2005 23:41:14
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Ja ich kenne die traurige Geschichte, er hatte sich wohl mehr davon versprochen. Was einer aus seinen Leben macht muß jeder selbst wissen. Entscheident ist aber der Moment zur Tat, was also der Antrieb war zu fliehen. Und das war eben ganz klar die Unfreiheit, die ihm auch noch jeden Tag vor die Augen geführt wurde.

Ich hab es ja schon bei Waldi gesagt, jeder hat andere DDR Erlebnisse. Und genau respektiere ich auch bei dir. Guten Rutsch , Wilden!

Wilden


1.1.2006 18:34:13
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The Real Blaze schrieb:
Ja ich kenne die traurige Geschichte, er hatte sich wohl mehr davon versprochen. Was einer aus seinen Leben macht muß jeder selbst wissen. Entscheident ist aber der Moment zur Tat, was also der Antrieb war zu fliehen. Und das war eben ganz klar die Unfreiheit, die ihm auch noch jeden Tag vor die Augen geführt wurde.
Ich würde eher sagen, die stundenlange verbale Beeinflussung durch einen Propaganda-Wagen des BGS, der auf der anderen Seite des Stacheldrahtes stand. 
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