Dieses Archiv enthält einen Auszug des Forums für deutsche Geschichte vom 24.10.2005 bis zum 19.04.2010. Wenn Sie mitdiskutieren möchten, besuchen Sie unser Forum unter forum.balsi.de.

Interzonenautobahn

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AutorBeitrag

robes


1.6.2009 22:12:41
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Hallo, bin neu hier im Forum.
Kurze Vorstellung meinerseits: Bin 39 Jahre alt, verheiratet und habe drei Kinder. Geschichte hat mich immer schon interessiert. Und die unsere bietet ja auch eine Menge Stoff. Die Zeit des ersten Weltkrieges interessiert mich sehr, aber auch im WII lese ich gerne rum.
Aber nun benötige ich mal Hilfe.
Ich suche Informationen über die Interzonenautobahn, die durch die DDR zu Berlin ging.
Wann wurde sie gebaut, welche Übergänge gab es, so ziemlich alles was es darüber gibt. Im Internet habe ich auch schon gesucht, aber so einen Abriss,, über Bau ec. ec.
Bin für jede Info dankbar!!!!

Grüße aus Dorsten

Robert

Niwre


2.6.2009 09:21:37
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Hilft es, wenn Du von http://de.wikipedia.org/wiki/Transitverkehr_(DDR) ausgehend die Geschichte der Autobahnen (zB. A2) einzeln durchgehst? Die Strecken waren ja meist älter.

Jan-Hendrik


2.6.2009 09:33:27
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Na daß das noch meist original aus Adolfs Zeiten war hat man noch in den 80ern auf der Stecke Helmstedt-Stettin deutlich zu spüren bekommen 

Jan-Hendrik

Alte60


2.6.2009 16:05:51
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Hallo Robert- War alles Reichsautobahn und wurde in den 30 iger Jahren erbaut. War im Prinzip wie heute eine ABM-Maßnahme. Ziel war strategische Verbindungen nach Ost und West zu schaffen um letzlich Armeeverbände schneller bewegen zu können.
Zu DDR- Zeiten war eines der bekanntesten Kontrollpunkte "Drei Linden". Die Gebäute stehen heute noch teilweise.Hinter Michendorf ging es für Transitfahrer (BRD-WB ) rechts ab nach WB. In der Verlängerung kommst Du dann auf die AVUS in Berlin. Im Norden - Richtung Hamburg - ging es dann über den Kontrollpunkt Stolpe wieder auf die Transitstrecke. Ist nicht mehr viel zu sehen.( Das Stück Atobahn Stolpe- bis Berliner Ring entstand aber erst in den 70 iger Jahren)
Ansonsten gab es noch den Grenzübergang Staaken- auch Richtung Hamburg- auf der B 5
Eine direkte Verbindung Helmstedt- Stettin war nur über den Berliner Ring ( keine Durchfahrt Berlin )möglich. Das war alles Reichsautobahn-siehe auch weiter nach Frankfurt/Oder.

Ich hoffe Dir etwas geholfen zu haben.
MfG-Alte60

Jan-Hendrik


2.6.2009 16:16:58
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Ziel war strategische Verbindungen nach Ost und West zu schaffen um letzlich Armeeverbände schneller bewegen zu können.

Eine der berühmten "modernen Legenden"...

Bis die Amis mit ihren Panzern 1945 über die ABs rollten waren sie militärisch kaum genutzt...das Rückgrat des Transportwesens war auch im 2.WK die Eisenbahn, und darauf war eigentlich (fast) alles ausgelegt 

Jan-Hendrik

Alte60


2.6.2009 16:28:09
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Hallo Jan -Hendrik- stimmt nicht ganz was Du schreibst. 1939 rollten Verbände der Wehrmacht genau über diese Autobahn  in Polen ein. Ferner nutzte die Luftwaffe einige Stücke der Autobahn nach Frankfurt/Oder (bei Fürstenwalde ) als Feldflughafen. War noch lange dann als großer Parkplatz zu sehen. Am Oder/Spree - Kanal an der selben Autobahn war auch ein großes Militärlager für Nachschub-Bahn-Strasse.
Leider wurde der "Fuchsbau" bei Fürstenwalde erstmal für Besucher geschlossen( Privatverkauf des Geländes ) aber dort gab es mal eine Ausstellung auch über die Nutzung der AB für Garnison Fürstenwalde nach Osten.

MfG-Alte60

Jan-Hendrik


2.6.2009 16:35:35
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1939 rollten Verbände der Wehrmacht genau über diese Autobahn  in Polen ein.

Wann und vor allem: wo? 

Denn dieser Satz:


Ziel war strategische Verbindungen nach Ost und West zu schaffen um letzlich Armeeverbände schneller bewegen zu können

stimmt nun mal hinten und vorne nicht 

Jan-Hendrik

Alte60


2.6.2009 16:56:24
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Jan-Hendrik- ganz kurze Antwort - Mein Vater war beim Ari-Regiment 14 und rollte über AB Berlin-Frankfurt/Oder 39 in Polen ein. Außgangspunkt war Wittenberg. Karte an seine Frau- ...nach langer Autobahnfahrt in Frankfurt/Oder kurze Rast..

Alte60

Niwre


2.6.2009 17:37:22
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Alte60 schrieb:
Ziel war strategische Verbindungen nach Ost und West zu schaffen um letzlich Armeeverbände schneller bewegen zu können.

Das ist falsch. Zwar war die Wehrmacht an den Planungen beteiligt, die Fahrbahn wurde aber nie für Schwerlasttransporte oder hohen LKW-Verkehr ausgelegt. Nehmen wir mal das Netz von '39: alle längeren Strecken bis auf Dresden-Meerane und Hannover-Berlin verlaufen in Nord-Süd-Richtung. Auch das geplante Netz hat keine auffällige Ost-West-Richtung. Verbunden wurden große Städte, Industriezentren und Erholungsgebiete.

robes


3.6.2009 16:18:12
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Vielen Dank Euch ersteinmal, werde so weitersuchen!
Gru?
Robert
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