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"Einem Mahnwort zur Judenfrage"

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AutorBeitrag

waldi44


30.5.2009 18:58:46
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Einer der preussischen Friedrichs soll auf die Frage, wohin er gehen würde, wenn die Welt unterginge, geantwortet haben: Nach Mecklenburg! Dort passiert alles 100 Jahre später.
Nun, das mag für seine Zeit zutreffend gewesen sein. In der Zeit von 1933 bis 1945 passierte dort alles Zeitgleich, wie im ganzen Reich, wenn es um die Judenfrage ging, auch wenn Mecklenburg nur die vorletzte Stelle in der Anzahl jüdischer Mitbürger einnahm.
Im Jahre 1935 hatten sich einige mecklenburgische Pastoren von der Kanzel herab für ihre durch die Nazis und ihre Erlasse und Gesetze und deren Erfüllungsgehilfen arg bedrängten jüdischen Mitbürger eingesetzt. Ein ungeheuerlicher Vorgang, der sofort entsprechende Gegenreaktionen der Nazis hervorrief. Allerdings beschränkte man sich dabei "nur" auf Propaganda-/Hetzartikel im "Niederdeutschen Beobachter".
Drei Jahre Später, zur Reichspogromnacht (Reichskristallnacht), entschloss man sich von Seiten der evangelischen Kirchenleitung einer eventuellen neuerlich Konfrontation vorzubeugen, zumal es schon eine Reihe Anfragen gab, wie man sich als Christ zu den Vorgängen verhalten sollte. Oberkirchenrat Schulz verfasste daraufhin seinen Artikel, der am 16. Nov. 1938 im kirchlichen Amtsblatt erschien:"Einem Mahnwort zur Judenfrage".
Darin wurden ALLE Geistlichen aufgefordert:
"...ihre Verkündigung in Predigt und Seelsorge so auszurichten, dass die deutsche Seele keinen Schaden leidet und den deutsche Menschen dazu verholfen wird, dass sie ohne falsche Gewissensbeschwernis getrost alles daran setzen, eine Wiederholung der Zerstörung des Reiches durch den jüdischen Ungeist von innen [...] unmöglich zu machen."
Im weiteren dankte Schulz dem Führer Adolf Hitler, für seine Entschlossenheit gegenüber den Juden.
Weiter hiess es in dem "Mahnwort":
"Dem Führer gilt daher unsere Liebe [...] und Treue auch in dem dem deutschen Volke aufgetragenen Kampf gegen die Juden."

Sieben weitere Jahre später schrieben Vertreter dieser Kirche im Oktober 1945 in der Stuttgarter Erklärung:
"...durch uns ist unendliches Leid über viele Völker und Länder gebracht worden.....wir klagen uns an, dass wir nicht mutiger bekannt, nicht treuer gebetet, nicht fröhlicher geglaubt und nicht brennnder geliebt haben...". Von den Juden, dem Holocaust und der Mitschuld war da nicht die Rede....
Griffen sie doch dem Voraus, was F.J. Strauss einige Jahre später sagte:"Ein Volk, dass diese wirtschaftlichen Leistungen erbracht hat, hat ein Recht darauf, von Auschwitz nichts mehr hören zu wollen."
Ein doch recht merkwürdiges Argument, wie ich finde. Was diesen Strauss anbelangt eher eine Konsequenz von diesem Adernauer und beide sind ja Heroen dieser Republik. Könnte man nicht auch sagen: "Ein Volk, dass den Griff zu den Sternen wagte (unabhänging von den wahren Intesionen), hat ein Recht darauf, von Peenemünde und Dora nichts mehr hören zu wollen?"

Verdrängung und Vernichtung der Juden unter dem Nationalsozialismus
A. Herzog, I. Lorenz
1992



GR162


19.6.2009 16:15:33
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Das Versäumnis der Kirchen im dritten Reich zusammen mit der Judenfrage ist eines der schmlimmsten Themen die es nur gibt wie ich finde.

Es ist einfach eine Schande das sowohl die evangelische als auch die katholische Glaubensgemeinschaft nicht mehr für die Juden eingetreten sind.

Ich schäme mich als Christ dafür. liebe deinen nächsten wie dich selbst.

Die Juden waren ja keien Fremden aus nem anderen Land was schön weit weg war.Es waren die eigenen Nachbarn,Freunde,Gemüsehändler,Ärzte die es nicht Wert waren das amn sich für sie einsetzte weil sie einen anderen Glauben hatten.

Das wiederspricht der Christlichen Lehre absolut.

Noch schlimmer sit das Verhalten der katholischen Kirche und des Papstes die wussten was sache ist,aber nichts taten. Was will man auch erwarten wenn laut definition der Jude erst die Sünde in die Welt barchte und die Juden Gottes bzw. Christusmörder sind.

Wer solche Thesen als unfehlbarer Stellvertreter Gottes auf Erden unterstützt ist für mich kein echter Christ.

Naja die katholische Kirche hat das ja mit dem Gottesmörder seit Jahrhunderten gepflegt.

Ich bin ehemals evangelisch,aber muss doch anerkennen das der Papst weltweit gesehen doch über eine sehr große Macht verfügt. Er hätte sie für die Juden Nutzen müssen, seien Stimme hätte Weltweit Gewicht gehabt und hätte glaube ich viel bewirken können.

Man kann als Christ nicht zusehen wie Menschen vernichtet werden und sich damit rausreden,naja es sind ja Juden,Moslems,Hindus oder sonstwas.

Ich habe ein anderes Verständnis vom Christentum.  Leute wie Bonhöfer und viele kleine andere die man nicht kennt sind die wirklichen Helden,die für ihre Überzeugung,den Glauben und für die Menschlichkeit ihr Leben eingesetzt haben.
Sie haben auch den größten Preis gezahlt den man nur zahlen kann und hatten keinen Werbewirksamen Auftritt am 20 Juli 44

Die Kirchen haben sich mit Hitler und seinem Regime arrangiert zu Lasten des Lebens anders gläubiger.
Wer sowas macht, hat nicht das Recht den Glauben zu lehren und zu behaupten er seie ein praktizierender Christ.

Sorry,aber mir kommt grad die Galle hoch wenn ich solche Dinge lese die waldi oben zitiert.

Es ist einfach beschämend.

Niwre


19.6.2009 16:31:20
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GR162 schrieb:
Man kann als Christ nicht zusehen wie Menschen vernichtet werden und sich damit rausreden,naja es sind ja Juden,Moslems,Hindus oder sonstwas.
Pfft - genau andersherum wird ein Schuh draus. Die Sekten haben und hatten nie Probleme damit andere zu verfolgen und zu unterdrücken. Die meisten Menschen waren damals Christen und gewohnt das zu machen, was ihnen andere vorpredigten ohne es zu hinterfragen. Wie kann man das eigentliche Übel so negieren? Und es betrifft ja nicht nur die Judenfrage und die "arischen Christen", die Vertriebenen können auch ein Lied davon singen, wie Nächstenliebe aussehen kann und wie intrigant "Würdenträger" sind.

GR162


19.6.2009 16:51:28
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Ich kann nur für mich von meinem christlichen Verständnis sprechen. Für mich hat Christentum etwas mit Nächstenliebe und Menschlichkeit zu tun,das ist unabhängig davon welcher Glaubensgemeinschaft jemand angehört oder welche Hautfarbe oder sonstwas er hat.

Man kann ja mal in der Bilbel nachschauen was Jesus Christus gepredigt und vorgelebt hat bei ausgestossenen aus der Gesellschaft etc.

Sicher,das meiste Leid ist im Namen des Christentums geschehen genau wie auch die meisten Kriege unterm Deckmantel des Glaubens geführt wurden/werden.

Genau wie ich nie verstanden habe was in Irland los ist wo Christen sich gegenseitig wegen ihrem doch eigentlich gleichen Glauben umbringen.Bei den Moslems Sunniten/Schiiten gibt es gleiches zu beobachten.

Es ist alles schlimm und nicht richtig,aber man muss doch auch mal drüber nachdenken welche Verpflichtung die Christlichen Kirchen haben ihre Macht zum Wohle der Menschen einzusetzen.Genau wie alle anderen Glaubensgemeinschaften.

Ich kann nicht Nächstenliebe predigen aber wenn sie die Juden abholen sage ich das es mich nichts angeht.

Genauso sind für mich Moslems keine Verbrecher und Terroristen. Immer wieder wird der eigentlich gute Glaube missbraucht für Zwecke die dem Glauben eigentlich vollig entgegen stehen.

Ich weis nicht mehr wie das Zitat genau geht,aber einige werden es erkennen.

Als sie die Kommunisten holten sagte ich,was geht es mich an ich bin kein Kommunist.

Als sie die Juden holten sagte ich,was geht es mich an,ich bin kein Jude.

Als sie mich holten,war niemand mehr da der etwas hätte sagen können.



Sicher der eigentliche Misstand ist das der Glaube,egal welcher,immer missbraucht wurde/wird.

Die Christlichen Gemeinschaften hätten aber etwas tun können und müssen und das wurde eben nicht oder nicht ausreichend getan.

Niwre


19.6.2009 17:01:00
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GR162 schrieb:
Sicher der eigentliche Misstand ist das der Glaube,egal welcher,immer missbraucht wurde/wird.
Der eigentliche Missstand ist der Glaube. Von klein auf an werden Menschen auf bestimmte Verhaltensweisen und Denkmuster konditioniert ohne sie zu hinterfragen. Wenn es nach mir ginge dürften Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren keinen Kontakt zu Sekten haben. Und es wird ja nicht besser, sondern immer schlimmer: http://video.google.com/videoplay?docid=-7900195508503040886

Nomen Nescio


19.6.2009 17:24:22
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Niwre schrieb:
GR162 schrieb:
Sicher der eigentliche Misstand ist das der Glaube,egal welcher,immer missbraucht wurde/wird.
Der eigentliche Missstand ist der Glaube. Von klein auf an werden Menschen auf bestimmte Verhaltensweisen und Denkmuster konditioniert ohne sie zu hinterfragen.
Einspruch.
Der eigentliche Missstand ist die Interpretation des Glaubens. Da ist fast alles möglich.
Ich hatte das Glück einen sehr humanen Pfarrer zu haben. Und auch mein Großonkel war so ein Theologe. Diese beiden Menschen haben mir gelehrt, das nicht der Glaube, sonder die Auffassung, die Menschen vom Glauben haben, zu schrecklichen Taten führen kann.

GR162


19.6.2009 17:27:52
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Der Glaube selbst ist kein Missstand nur so manche Auslegung des Glaubens für die eigenen Zwecke. Selbstverständlich hinterfragt man auch seinen Glauben und hat das Recht auf eine eigene Meinung und eigene Sichtweisen und Erkenntnisse.

Du sprichts auch immer von Sekten,ich spreche erstmal von Glaubensgemeinschaften.Sekte ist ein negativ behafteter Begriff und wird fast immer von großen Glaubensgemeinschaften für kleinere Gemeinschaften abwertend benutzt.

Wenn du bemängelst das von klein auf Kinder in Verhaltensweisen und Denkmustern konditioniert werden,bist du sicherlich auch gegen Erziehung generell oder das vermitteln von Werten ?

Der Misstand ist immer der Missbrauch von eigentlich ordentlichen Werten egal ob es den Glauben oder andere Dinge betrifft.

Aus deiner Argumentation meine ich aber herauszuhören das du vermutlich etwas gegen Glaubensgemeinschaften hast,sie als Sekten bezeichnest und du selbst keiner angehörst.Sehe ich das richtig,ich lasse mich gerne korrigieren.

Es geht doch hier um das missbrauchen von Werten,davon ist der eigentliche Wert aber noch lange nicht schlecht. Das gilt nicht nur für den Glauben sondern für fast alles.

Ich möchte hier auch keine theologische Grundsatzdiskussion führen,jemand zum Glauben bekehren oder sosntwas.

Es ging mir lediglich darum das Verhalten der Kirchen gegenüber andersgläubigen im 2 WK zu rügen,genau wie das wegreden eigener Unterlassungen nach dem Kriege.

Soetwas ist für mich als jemand der an christliche Werte glaubt eine Schande.

Vieleicht interessiert es keinen aber ich füge es mal einfach hinzu.  Ich war evangelisch und bin vor Jahren ausgetreten.Ich Glaube aber an die christlichen Grundwerte und an Gott,nur benötige ich dafür keine Glaubensgemeinschaft die mir ihre Sichtweise und ihr Regelwerk aufzwingt oder mich einschränkt.

Niwre


19.6.2009 18:47:40
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Nomen Nescio schrieb:
Ich hatte das Glück einen sehr humanen Pfarrer zu haben. Und auch mein Großonkel war so ein Theologe.
Dann steckst Du leider zu tief drin, um objektiv zu sein.

GR162 schrieb:
Du sprichts auch immer von Sekten,ich spreche erstmal von Glaubensgemeinschaften.Sekte ist ein negativ behafteter Begriff und wird fast immer von großen Glaubensgemeinschaften für kleinere Gemeinschaften abwertend benutzt.
Es ist auch negativ gemeint.


Wenn du bemängelst das von klein auf Kinder in Verhaltensweisen und Denkmustern konditioniert werden,bist du sicherlich auch gegen Erziehung generell oder das vermitteln von Werten ?
Man kann humanistische Werte auch ohne Furcht vor diversen Hirngespinsten vermitteln.


Aus deiner Argumentation meine ich aber herauszuhören das du vermutlich etwas gegen Glaubensgemeinschaften hast,sie als Sekten bezeichnest und du selbst keiner angehörst.
Richtig. Und durch meine persönlichen Erfahrungen halte ich meine frühere "jeder nach seiner Fasson"-Einstellung heute für sehr gefährlich und würde mich eher als aktiven Atheisten bezeichnen.


Soetwas ist für mich als jemand der an christliche Werte glaubt eine Schande.
Es gibt keine "christlichen Werte".

GR162


19.6.2009 19:27:01
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Tja dann definiere mal was eine Sekte für dich ist,ich war damals in einer Diskussionsrunde mit dem Präses der evangelischen Kirche zum Thema Sekte.

Zumindest weis ich wie die evangelen es definiert haben muss diese Ansicht aber nicht teilen.

Für mich ist es erstmal eine Glaubensgemeinschaft, ob man die Ziele oder Ansichten teilt ist eine Sache,aber Glaubensgemeinschaften als Sekte zu bezeichnen ist abwertend und intollerant. Selbst ein Atheist der an Werte glaubt sollte tolleranter sein.

Nur weil jemand den Christlichen Glauben in der Familie gelehrt bekommen hat und ein Großonkel mal Pfarrer war steckt niemand zu tief drin um objektiv zu sein. Vieleicht ist es sogar besser weil er sich auskennt.Es gibt übrigends genug menscehn die im Glauben erzogen wurden und diesen ablehnen.
Gläubig sein bedeutet nicht das man sich nicht eine eigene Meinung bilden kann.

Das würde bedeuten das kein gläubiger, sagen wir jetzt mal Christ, objektiv sein kann und das ist falsch und wieder ein Beweis von Intolleranz und einer doch recht einseitigen eigenen Sichtweise.

klar kann man humanistische Werte vermitteln aber welche Furcht vor Hirngespinsten ist denn gemeint ?

Liebe,Auferstehung,ewiges Leben vermitteln keine Furcht sondern gibt vielen mehr Hoffnung ,als Menschen die glauben das sie nach dem Tod vermodern,sie von den Würmern gefressen werden und danach nichts mehr ist.

Die Zeiten vom Mittelalter wo Fegefeuer und Teufels als Angstmacher benutzt wurden sind lange vorbei. Ich glaube du bist da in einer einseitigen Sichtweise gefangen die nur negative Aspekte für sich zulaesst weil du Glauben ablehnst.

Mal ne Frage,hast du jemals die Bibel bzw. das neue Testament gelesen ??  Also richtig gelesen,ganz durch und nicht nur mal ein wenig geblättert und auch verstanden was dort steht ?

Offenbar nicht wenn ich mir deine falsche Argumentation ansehe.Christus ist Liebe,Hoffnung,Vergebung und kein Panikmacher mit Fegefeuer und ewiger Verdammnis.

Es ist dein gutes Recht anders zu denken und den Glauben abzulehnen, deshalb muss man aber nicht etwas diskreditieren was vielen Menschen halt gibt und sie gutes tun läßt nur weil es der eigenen Sicht der Dinge nicht entspricht.

Diskutiere es doch bitte sachlicher und nicht gleich so abwertend.

Es gibt positive Werte die die Menschen für sich definieren. Diverse Glaubensrichtungen haben die gleichen Wertvorstellungen wenn wir mal das Wort Christliche Werte weglassen da es dir sicher besser so passt.

Es ist doch nichts verwerfliches daran gutes tun zu wollen und wenn eine Glaubensgemeinschaft diese Werte vertritt ist das doch positiv.

Wie gesagt Missbrauch wird immer und überall betrieben.

Das ist kein Problem was durch die Glaubensgemeinschaften verursacht wird,es steckt einfach in den Menschen drin und ist überall zu finden,auch bei Atheisten.

Ich möchte niemandem etwas aufzwängen,aber ein wenig mehr Tolleranz erwarte ich.So wie ich auch Atheisten tollerant gegen über stehe und nicht wegen ihres fehlenden Glaubens abwerte.



Niwre


20.6.2009 13:40:41
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GR162 schrieb:
Tja dann definiere mal was eine Sekte für dich ist
Eine Sekte ist eine Anhäufung Krimineller, die nichts anderes bezweckt, als andere Menschen (evtl. freiwillig) unmündig zu machen und auszubeuten.


Glaubensgemeinschaften als Sekte zu bezeichnen ist abwertend und intollerant
Mir egal, fast alle Glaubensgemeinschaften sind abwertend und intolerant. Die Typen die herumrennen und "ich bin gläubig aber nicht religiös" faseln sind nur zu vorgeprägt, um zu erkennen, daß sie selbst noch abhängig sind.


Selbst ein Atheist der an Werte glaubt sollte tolleranter sein.
Tut mir leid, bei Unterdrückung hört die Toleranz bei mir auf.


Das würde bedeuten das kein gläubiger, sagen wir jetzt mal Christ, objektiv sein kann und das ist falsch
Wirklich? Bis jetzt habe ich niemanden getroffen der nicht das Geblubber von "christlichen Werten" nachgepredigt hat oder die Kirche "doch irgendwie schon so ein bißchen nett findet - zumindest zu Weihnachten und bei Hochzeiten".


Liebe,Auferstehung,ewiges Leben vermitteln keine Furcht
Liebe ist nichts "Göttliches" und der andere Humbug wird nur erreicht, wenn man sich sein Leben lang selbstgeißelt.


Die Zeiten vom Mittelalter wo Fegefeuer und Teufels als Angstmacher benutzt wurden sind lange vorbei.
Na klar...


Mal ne Frage,hast du jemals die Bibel bzw. das neue Testament gelesen ??
Auch das alte und ja ich war schon oft in der Kirche, dem Platz an dem die falschesten der Mitbürger herumsitzen.


deshalb muss man aber nicht etwas diskreditieren was vielen Menschen halt gibt und sie gutes tun läßt nur weil es der eigenen Sicht der Dinge nicht entspricht.
Gutes tun, weil sonst die Hölle droht. Ich kann auch so Gutes tun. Wozu braucht man da Glaube oder Kirchen? Kirchen tun auch nichts Gutes.


Diskutiere es doch bitte sachlicher und nicht gleich so abwertend.
Früher gern, heute nicht mehr. Bevor es einem Großteil der Bevölkerung nicht gegönnt es, frei aufzuwachsen und dieser mittelalterliche Abschaum gesellschaftlich akzeptiert ist, werde ich keine Ruhe geben. Manchmal sind es nur Kleinigkeiten die man durchsetzt (keine christl. Lieder im Schulunterricht, kein Zwangskirchenbesuch vorm Gelöbnis...), aber dafür lohnt es sich.

GR162


20.6.2009 15:00:56
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Da du Sekte mit Glaubensgemeinschaft gleich setzt und sie als Anhäufung Krimineller bezeichnest die andere unmündig machen und ausbeuten möchte ich darauf nicht weiter eingehen.

Das mag deine Sichtweise sein,die nicht nur rechtlich gesehen bedenklich ist. Zumindest solltest du es nicht in Gegenwart von Leuten aussprechen die nicht so tollerant sidn wie ich.Könntest sonst Post vom Anwalt bekommen.
Sicher gibt es das was du beschreibst,man sollte aber doch mit Verallgemeinerungen vorsichtiger sein vor allem wenn man wie du anscheinend jede Glaubensgemeinschaft mit Sekte bezeichnest oder gleichstellst.

Nicht alle Glaubensgemeinschaften sind abwertend und intollerant.Gläubigkeit und Religösitaet gehören irgendwo zwangsweise zusammen.Das ist eine Sache der Definition.Der Glaube an welchen Gott auch immer ist untrennbar mit dem Wort Religion verbunden um Gläubige an eine bestimmte Sache zusammenzufassen bzw. besser betiteln zu können.Verwechsel nicht Glaube an Gott mit den Normen und Regeln die Kirchen vorgeben.
Ich glaube an Gott und Christus und gehöre keiner Kirchengemeinschaft mehr an und unterwerfe mich nicht Regeln die die Kirche vorgibt und erfunden hat.
Jesus hat nie gesagt das man nur an Gott glauben kann wenn man sich in einer Kirche unter gleichgesinnten organisiert.
Mir ist durchaus klar das die Kirchen viele Dinge nicht aus dem Glauben heraus getan haben sondern rein um ihre eigene Macht udn den Einfluss zu erhalten und zu stärken.

Klar bei Unterdrückung hört die Tolleranz auf,ich fühle mich aber nicht unterdrückt und bin aus freien Stücken und Überzeugung jemand der an Gott glaubt.

Christliche Werte sind kein Geblubber. Werte haben sich die Menschen gegeben um das zusammenleben zu erleichtern und zu verbessern. Das Religionsgemeinschaften die gleichen Werte teilen ist ja nichts schlechtes. Da dir die Definition Christliche Werte nicht passt nennen wir es einfach nur Werte die auch von verschiedenen Religionsgemeinschaften vertreten werden.
Weil du niemanden kennst der die Kirche nicht doch ein wenig nett findet muss sie deshalb doch nicht schlecht sein. Man sollte vieleicht mal darüber nachdenken warum viele sie doch ein wenig nett finden. Das hängt wohl damit zusammen das ihnen zumindest etwas daran gefallen muss. Ist das was schlechtes ?
Die Glaubensgemeinschaften tuen ja durchaus auch positive Dinge genau wie gemeinnützige Vereine die nichts mit einer Religion zu tun haben. Nur weil jemand etwas gutes tut und für Werte eintritt ist er doch nicht schlechter als jemand der gleiches nur ohne Glauben an Gott tut.
Entscheidens ist doch das positive Ergebnis.

Man muss sich nicht sein Leben lang geißeln um an die Auferstehung und das ewige Leben zu erreichen. Es reicht einfach zu glauben ganz simpel.
Wie gesagt das Fegefeuer usw. sind Erfindungen der Kirchen aus dem Mittelalter um die Menschen zu beeinflußen.
Du wirst es nicht hören wollen,aber Christus ist auch für dich gestorben selbst wenn du nicht an ihn glaubst. Wenn es mal soweit ist bei dir,wirst du obwohl du nicht dran glaubst erkennen was die Wahrheit ist und das ewige Leben erlangen.
Das ist eben der Unterschied,auch die "nicht gläubigen"werden am Ende erkennen was die Wahrheit ist und dann eben nicht in den Erfindungen wie Hölle und Fegefeuer landen sondern zu Gott und dem ewigen Leben finden.

Ich verstehe deinen Standpunkt und habe auch Verständnis das du negative Dinge die Kirchen und Glaubensgemeinschaften anhängen ablehnst.

Du lehnst den Glauben an Gott ab,vielen Menschen gibt er Halt.

Wir könnten das ganze hier natürlich ewig weiter führen. Du wirst am Ende trotzdem nicht an Gott glauben und ich werde meinen Glauben nicht verlieren.

Es war trotzdem interessant mit dir zu diskutieren.Vieleicht versuchst du es doch mal wieder mit ein wenig mehr Tolleranz ,wenn du ein wenig mehr Augenmerk auf die positiven Dinge lenkst die Glaubensgemeinschaften genau wie andere Vereinigungen tun.

Man muss nicht glauben um für Werte einzutreten und positives zu tun,das schmälert aber nicht die Leistungen derer die Glauben.

Dabei möchte ich es erstmal belassen,ich denke wir wissen beide jetzt ausreichend über den Standpunkt des anderen.

Gruss Sascha

Niwre


20.6.2009 16:58:28
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GR162 schrieb:
Das mag deine Sichtweise sein,die nicht nur rechtlich gesehen bedenklich ist. Zumindest solltest du es nicht in Gegenwart von Leuten aussprechen die nicht so tollerant sidn wie ich.Könntest sonst Post vom Anwalt bekommen.
Und schon fangen die Drohungen wieder an. Zu meinem Werteverständnis gehört die Meinungsfreiheit. Ich werde nicht die Augen verschließen und wegsehen, nur weil andere es als "Religionsfreiheit" bezeichnen. So etwas gibt es nicht, die Systeme sind dazu ausgelegt, andere Menschen zu täuschen und zu manipulieren, um Profit zu erzeugen.


Nicht alle Glaubensgemeinschaften sind abwertend und intollerant.
Welche denn nicht? Spätestens im Vergleich sind Ungläubige doch minderwertig - wenn auch nur ein bißchen und egal bei welcher Sekte.


Gläubigkeit und Religösitaet gehören irgendwo zwangsweise zusammen.
Ich kenne viele, die von sich behaupten gläubig zu sein (an welche Kraft, Gott oder Spaghettimonster auch immer), aber nicht religiös. So sehr verknüpft ist das ergo nicht.


Klar bei Unterdrückung hört die Tolleranz auf,ich fühle mich aber nicht unterdrückt
Du bist ja auch darauf konditioniert worden das toll zu finden. Ich konnte die Folgen oft genug sehen und erleben.


und bin aus freien Stücken und Überzeugung jemand der an Gott glaubt.
Hätte Dich als Kind niemand in die Kirche gezerrt und das Märchenbuch rausgekramt würdest Du nicht einmal dran denken an einen Gott zu glauben.


Christliche Werte sind kein Geblubber.
Natürlich sind sie das. Was soll das sein? Die Wertevorstellungen gab es lange vorher und einige musste man erst mühsam gegen die Kirchen durchsetzen. "Klappe halten und nicht Nachfragen." ist nichts, was man heute nachleben muss und "Gedenke des Sabbats: Halte ihn heilig!" ist auch Murks.


Weil du niemanden kennst der die Kirche nicht doch ein wenig nett findet
Das musst Du falsch gelesen haben.


Die Glaubensgemeinschaften tuen ja durchaus auch positive Dinge
Nichts, was andere Vereine nicht auch tun, bis auf Kinderficken.


Nur weil jemand etwas gutes tut und für Werte eintritt ist er doch nicht schlechter als jemand der gleiches nur ohne Glauben an Gott tut.
Doch, weil ohne Missionierung nichts getan wird.


erkennen was die Wahrheit ist und das ewige Leben erlangen.
Na Halleluja. Wenn das so ist, muss sich ja niemand mit den Sekten beschäftigen. Klappt ja automatisch.


Du wirst am Ende trotzdem nicht an Gott glauben und ich werde meinen Glauben nicht verlieren.
Ich will Dich ja nicht "bekehren". Ich will nur, dass die Sekten sämtlichen Einfluß verlieren, es nicht als "Normalfall" abgetan wird und sämtliche Missionierungsversuche gerade bei Kindern unter Strafe gestellt werden.


wenn du ein wenig mehr Augenmerk auf die positiven Dinge lenkst die Glaubensgemeinschaften genau wie andere Vereinigungen tun.
Zu viele schlechte Erfahrungen...


Dabei möchte ich es erstmal belassen,ich denke wir wissen beide jetzt ausreichend über den Standpunkt des anderen.
Ich denke auch.

GR162


20.6.2009 17:26:18
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Es fangen keine Drohungen an nur Hinweise zu bedenklichen Verallgemeinerungen. Meinungsfreiheit berechtigt aber niemanden dazu generell zu verallgemeinern das Mitglieder von Glaubensgemeinschaften (Sekten) Mitglieder krimineller Vereinigungen sind.  Bei verallgemeinerten verunglimpfenden beleidigenden Beschuldigungen hört der Spaß auf und fängt das Unrecht an. Du bezichtigst hier allgemein Personen kriminell zu sein,das ist intollerant,nicht beweisbar und selbst rechtlich nicht OK.
Das ist so nicht in Ordnung auch wenn man eine gewisse Antipathie gegen Religion etc. hat und einen anderen Standpunkt vertritt.

ZITAT:

Nichts, was andere Vereine nicht auch tun, bis auf Kinderficken.


Sorry,erst die Beschuldigungen das gewisse Gruppen kriminell sind und jetzt die Verallgemeinerung das Glaubensgemeinschaften Kinder  sexuell missbrauchen.

Das ist Stammtischgerede und mehr als bedenklich. Bisher fand ich die Diskussion und Darstellung von gegenseitigen Sichtweisen anregend aber da entgleitet solangsam bei dir etwas verbal und da mag ich dann auch nicht mehr weiterreden.

Schade

Gruss Sascha




Niwre


20.6.2009 17:47:10
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GR162 schrieb:
Meinungsfreiheit berechtigt aber niemanden dazu generell zu verallgemeinern das Mitglieder von Glaubensgemeinschaften (Sekten) Mitglieder krimineller Vereinigungen sind.
Ich kann doch nicht sagen: die Mafia ist nicht kriminell, weil sie in Italien auch viel Gutes tut. Die Kirche ist nicht anders.

Exorzismus? Kein Problem.
Sonderrechte als Vermieter? Kein Problem.
Eingriff in die Erziehung? Kein Problem in Deutschland.
Kindesmißbrauch? Die Regel - weltweit.
Rassenhass? Normal.
Trennung Staat/Kirche? Weg damit.
Kritik? Verboten.

Die sitzen überall, bis hin zu den Rundfunkräten (inkl. Zeugen Jehovas) und das nennst Du normal?

GR162


20.6.2009 19:07:49
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Ich kann doch auch nicht sagen die Wohlfahrt oder irgendeine Vereinigung ist schlecht weil sie einige Mitglieder hat die sich ausserhalb von Regeln,Gesetzen oder Gesellschaftlichen Normen bewegen.

Die Polizei ist doch nicht korrpt weil einige Beamte korrupt sind.

Die Mafia ist eine zum Zweck der Kriminalitaet gegründete Vereinigung sie wird nicht besser weil sie mal was gutes macht.

Sorry,aber die Argumentation wird immer abstrakter und Haarsträubender.

Wir treffen uns sicher in einem anderen Thread und können da gerne wieder sachlich diskutieren, so wie es hier am Anfang möglich war.

nichts für ungut

Gruss Sascha

Niwre


20.6.2009 20:16:24
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GR162 schrieb:
Ich kann doch auch nicht sagen die Wohlfahrt oder irgendeine Vereinigung ist schlecht weil sie einige Mitglieder hat die sich ausserhalb von Regeln,Gesetzen oder Gesellschaftlichen Normen bewegen.
Nein, aber man kann sagen Wohlfahrt, Caritas, Diakonie etc. sind schlecht, weil sie Menschengruppen ausgrenzen (siehe Mitarbeiterpolitik bei falschem Glauben oder Homosexualität), missionarisch wirken und dabei helfen Sekten in der Gesellschaft zu verankern. Von mir bekommen die keine Unterstützung. Aber tröste Dich, es sind nicht die einzigen dubiosen Verbände (siehe Tafel, siehe Deutsche Kinderhilfe).


Die Polizei ist doch nicht korrpt weil einige Beamte korrupt sind.
Die Polizei wurde ja auch nicht gegründet um Menschen zu manipulieren und wird in ihrer Aufgabenausübung kontrolliert.

waldi44


21.6.2009 11:18:20
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Dies ist doch ein Geschichtsforum und da sollte der Blick auch bestimmte historische Fakten, zu der auch die Religion gehört, üder den Zeitraum einer Generation hinaus gehen. Mit der Meinungsfreiheit haben es Religionsgemeinschaften noch nie ernst genommen. Gerade auch die Christen nicht. Gegeneinander nicht und nicht gegen Andersgläubige und das nicht in ferner Vergangenheit.
Da beruft man sich auf die Taten einer Mutter Theresa und bringt gleichzeitig die ärmsten Staaten der Welt dazu sich zu verschulden, nur weil der Papst meint, sie mit seiner Anwesenheit "beglücken" zu müssen! Da halte ich es doch lieber mit Karl Marx: Religion ist Opium für's Volk. Platt aber wahr!
Übrigens Wohlfahrt: Wer bezahlt die denn zum grössten Teil? Der Steuerzahler und zwar egal welcher Religion und welche Organisation knöpft ihren Mitgliedern zwangsweise die Mitgliedbeiträge ab, damit ihnen ja kein Cent entgeht?
Heute noch gehen christliche Priester zu "ihren" Truppen und segnen sie, rufen Gottes Beistand an und sind dabei, wenn Gefangene ermordet werden.
Ich habe als Kind öfter in der Bibel gelesen- war das einzigste Buch im Haus. Das war spannend, weil es da oft hart zur Sache ging, viel gemordet und gedroht wurde. Irgenwie war der Chef immer am bestrafen.....
Welcher Religionsgemeinschaft gehörten eigentlich die Hutu und Tutsi an?

Wir sind aber sehr weit von: "Einem Mahnwort zur Judenfrage" abgekommen.
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