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35. SS-Polizeigrenadierdivision

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AutorBeitrag

Xenon


16.6.03 21:35:47
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Weiß jemand Näheres über die 35. SS-Polizeigrenadierdivision? Im Internet habe ich nur ein paar äußere Daten gefunden, nämlich dass sie im Frühjahr 1945 in Guben aufgestellt wurde, zusammengestückelt vor allem aus Einheiten der Ordnungspolizei und wenigen Soldaten der eigentlichen Waffen-SS. Anscheinend wurden auch viele Ordnungspolizisten aus Leipzig in diesen neuen Verband gesteckt.
Durch den Angriff der Roten Armee im April 1945 wurde der Verband dezimiert und im Kessel bei Halbe Ende April ganz aufgerieben. Anscheinend wurden Gefangene von den Russen wegen ihrer grünen Uniformen umgebracht, vermutlich weil die Ordnungspolízei in der SU am besonders grausamen Kampf zwischen den Partisanen und den deutschen Besatzern beteiligt war.
Weiß jemand, ob derzeit systematisch nach Gefallenen im Kampfgebiet bei Halbe gesucht wird, etwa vom Volksbund Kriegsgräberfürsorge? Mein Onkel, der zu dieser Division gehörte, liegt vermutlich dort. Es wäre schön, wenn Raubgräber, die nach Militariagegenständen suchen und bestimmt auch dort tätig sind, wenigstens Fundorte dokumentieren und Erkennungsmarken sicherstellen würden (tun sie wahrscheinlich nicht).
Einige Soldaten aus dem Kessel konnten sich zu den Amerikanern an der Elbe durchschlagen. Bekanntlich registrierten die Amerikaner ihre Gefangenen nicht, behandelten sie schlecht und gaben auch viele weiter an die Franzosen, wo es den Gefangenen oft noch schlechter ging.
Es erstaunt, dass diese Division anscheinend fast keine Spuren hinterlassen hat..

endzeit


19.6.03 16:41:31
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Hi
Hier ein Link und den Webmaster anschreiben
http://www.diedeutschewehrmacht.de/35%20SS%20PolGrD.htm

Siebi


20.6.03 16:40:38
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Die 35. SS PD bestand teilweise aus jungen SS- Soldaten so.
zb von den letzten Junkerlehrgang in Posen Treskau, und Ein-
heiten die für die 4.SS PD vorgesehen waren, auf Grund der
Kriegslage aber dorthin nicht mehr gelangen konnten. Ein großer Teil der Angehörigen bestand aus Polizisten aus den Gau Sachsen. Es bestand in der Division kein Zusammenhalt mehr, was zu den großen Verlusten führte. Lediglich die Panzerabtlg. unter Staf. Rüdiger Pipkorn wurde vernünftig
geführt und versuchte den Durchbruch nach Westen,dabei kam
Rüdiger Pipkorn am Bahnhof Baruth ums Leben. Große Differen-
zen herschten beim Aritlleriereg. und den anderen Einheiten.
In der Nähe von Baruth stießen später Ausbruchskämpfer auf
eine Wiese mit ca 300 durch Genick oder nahen Kopfschuß um-
gebrachte Polizeiangehörige,( Aufzeichnungen durch Anghörige
der Armmee Wenck). Leider ist es dem VBGO meines Wissens ver
boten im Kesselgebiet zu suchen, auf den Volksbund kann man
sich nicht verlassen. Etwas zur 35. SS PD findest du im Buch
von Rudolf Kuntzsch aus Dresden, "Die letzten Junker aus
Treskau " Nähere Infos über Tel. Nummer hat BalsiLaola-Smileys

Xenon


20.6.03 20:38:52
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@ endzeit:
@ siebi:
Danke für Eure Informationen.
Xenon
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