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Werwölfe

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AutorBeitrag

Tobias


11.11.03 16:47:33
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Kann mir jemand sagen ob es diese einheiten schlußendlich wirklich gegeben hat oder nur eine erfindung der propaganda war.
Gerne auch eine buchempfehlung.
Danke!

waldi44


11.11.03 17:07:46
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Die Werwölfe gab es wirklich und gegen Kriegsende waren sie auch aktiv, allerdings bei weitem nicht so, wie geplant und erwartet, eher eine Fussnote der Geschichte!
Woran das lag ist nicht ganz klar. 1. Griffen die Alliierten aus Angst vor dem Werwolf zT. sehr hart durch(ettliche Hinrichtungen). 2. War wohl die Niederlage doch so vollständig, dass es kaum jemanden gab, der noch etwas riskieren, geschweige denn kämpfen wollten und schlussendlich ist Deutschland nicht Russland!

Balsi


11.11.03 17:21:41
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Hier mal ein paar Literaturempfehlungen:
Vor dem Ende - Werwolf im Burgenland - Leopold Banny "Burgenland" Band 1 Seite 397 - 399
Volkssturm und Werwolf - Das letzte Aufgebot in Baden Gerd R. Ueberschär in "Wer zurückweicht wird erschossen - Kriegsalltag und Kiregsende in Südwestdeutschalnd" Seite 23 - 37
Werwolf 1944-1945, Arno Röse

Axel43


11.11.03 18:55:44
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Es war weitaus mehr Propaganda als Wirklichkeit, wenn auch einige Attentate usw gelangen (am bekanntesten wohl das gegen den Bürgermeister von Aachen). Die Amerikaner hatten heillose Angst vor dem Werwolf und waren eigentlich dankbar erstaunt, daß da nicht viel draus wurde. An Literatur gibt es wenigö ich habe z B Werwolf! The Historz of the National Socialist Guerrilla Movement 1944ß1946, von Perrz Biddiscombe), Toronto 1998. 455 Seiten, aber streng genommen viel Gerede um nichts.

Erich


11.11.03 19:24:53
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Die meisten Aktionen gab's angeblich in Schlesien und Pommern. In Aachen - das war eigentlich kein Werwolf sonder ein SS-Jagdverband (ex Brandenburger ????).
"April 1945" von Franz Jordan - da ist ein Kapitel: "Die HJ-Werwölfe bereinigen einen Feidvorstoß aus Pfösing".
@Balsi
Klingt sehr interessant. Könntest Du uns die Seiten einscannen ?

Westwall


12.11.03 11:26:14
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Der beauftragte Leider des Wehrwolfs war der ehemalige Höhere SS-u. Polizeiführer West (Sitz Düsseldorf) SS-Obergruppenführer Karl Gutenberg gewesen, er wurde 1948 von einem britischen Militärgericht wegen Erschießungen von ausländischen Arbeitern und der Ermordung des Aachener Oberbürgermeisters zu 16 Jahren Zuchthaus verurteilt.
Die Brandenburger hatten definitiv nichts mit diesem Mord zu tun.

Siebi


14.11.03 16:55:46
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Niederschlesische HJ Einheiten waren im April 45 im Raum
Finsterwalde als Panzerjagdkommando unterwegs, eine
Schulklasse aus Finsterwalde wurde dort in einen Wehertüchtigungslager ausgebildet und irrte tagelang im
April 45 in den dortigen Wäldern um, es gab vereinzelte Zusammenstöße mit den Russen. Da den Sowjets bei der Besetzung Finsterwaldes im Wehrkreiskommando die Namen
der Schuljungs in die Hände fielen wurden fast alle später
zu Hause verhaftet und zu 25. Jahren Zangsarbeit vom Mili-
tärgericht der 6. russ. Luftflotte in Großenhain verurteilt.
Nur ein kleiner Teil dieser Jugendlichen hat Sibierien über-
lebt. Und die wenigen trauen sich bis heute nicht , darüber
ausfürlich zu berichten.
Laola-Smileys

BettinaMe


2.1.04 14:55:45
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Gepostet von waldi44
Die Werwölfe gab es wirklich und gegen Kriegsende waren sie auch aktiv,

Weiß jemand, ob es evtl auch im Raum Erlangen Werwolfgruppen gab? In Tagebuch-Skizzen eines US-Soldaten ist von Werwölfen im Zusammenhang mit Erlangen die Rede.
Danke,
Bettina
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