Dieses Archiv enthält einen Auszug des Forums für deutsche Geschichte vom 12.10.2001 bis zum 22.12.2005. Wenn Sie mitdiskutieren möchten, besuchen Sie unser Forum unter forum.balsi.de.

Pi-Horchzug

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AutorBeitrag

Balsi


22.1.04 20:07:39
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Welche Aufgabe hatte ein Pi-Horchzug.. hab hier einen Agehlrigen der 1./PiLehr-Btl z.b.v (MK)

Indy


23.1.04 20:42:34
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Hi, m.W. gabs davon 3...waren für die auffindung von sowj. Bomben und Minen aufgestellt kurz vor 'Barbarossa'.
Stalin hatte da ja so eine Idee, Moskau usw. in riesige Sprengfallen zu verwandeln.
Laut dt. geheimdienstberichten wurden hierfür Uhrwerkzünder eingesetzt...und die armen Pios sollten die dann mit ihrem Gerät auffinden...

~Rainer


25.1.04 01:29:08
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Hallo,
im Afrikakorps gab es einen Horchzug, der gehörte aber zu einem Nachrichtenbataillon. Dieser Zug hörte englische Funksprüche ab und schaffte es auch einige Codes zu brechen. Worüber sich Rommel sehr freute, da er daraus Rückschlüsse ziehen konnte. Ich müsste einmal das Buch raussuchen, wo näheres dazu zu finden ist.
In Russland gab es auch so etwas wie Horchzüge, die konnten durch Verlegen von Kabeln im Niemandsland den Telefonverkehr der Russen direkt an der Front abhören. Zu welcher Einheit diese Züge gehörten, weiss ich allerdings nicht.
Gruss
Rainer

Indy


25.1.04 19:41:15
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Diese Horchzüge gehörten allesamt zu den Nachrichtentruppen um gegn. Funksprüche etc. abzuhören (Funkaufklärung)...die Horch-Pios klärten aber Bomben und Sprengfallen auf.

~Rainer


29.1.04 02:15:17
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Hallo,
habe etwas gefunden, was vielleicht etwas Klarheit bringen kann:
"Die Pionierhorchkompanie"
gefunden in Horst Riebenfeld: Deutsche Pioniere im Einsatz 1939-1945, Bildchronik in Bildern, Dörfler Zeitgeschichte, genehmigte Liznzausgabe von Podzun-Pallas Verlag, o. J.,Seite 176 ff..
Es war eine Sondereinheit der deutschen Pioniertruppe in Höxter beim PiLehrBtl im Herbst 1941 aufgestellt.
Auftrag: Genaue Ortung und Ausbau der russichen Ladungen, Aufstellung bedingt durch unerklärliche Explosionen weit im eigenen Hinterland, wo Minenexplosionen wichtige Gebäude zerstörten.
Kp hatte drei Züge= pro Zug 1/4/40/45, I. Zug, OL Dietrich, zur HGr Nord, sollte Leningrad entminen, II. Zug(OL Oster HGr Süd wurde in Rostow, Sewastopol und Krasnodar eingesetzt, III. Zug ging in Stalingrad unter.
Danach erfolgt eine Beschreibung der von den Russen benutzten Funkempfänger, Zünder und Ladungen, es gibt auch einige Fotos dazu..
Hunde wurden laut Bild Seite 177 zum Minensuchen auch eingesetzt.
Letzter Absatz des Textes: Einer der letzten noch lebenden Zeitzeugen, Uffz. Friedrich Rudolph war Truppführer im 2. Zug der Pionierhorchkompanie. Er wurde beim Rückzug aus dem Kubanbrückenkopf mit Versorg.-Ju 52 und angehängtem Lastensegler ausgeflogen, um diese kleine Spezialtruppe zu retten. Erneuter Einsatz ab Höxter erfolgte dann bei den XXXVI Geb.AK in Lappland.
Gruss
Rainer

Indy


29.1.04 21:25:47
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jebb, das meinte ich...hast sogar meine Quelle gefunden:DSmiley mit Erleuchtung

~Rainer


30.1.04 01:43:13
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Hallo Indy,
dann finde ich es nicht so gut, nicht direkt das Wissen zu posten.
Dann weisst Du auch sicher Bescheid mit den Kabelhorchtrupps. Schreib mal was dazu, davon habe ich keine Ahnung.
Trotzdem Gruss
Rainer

Indy


30.1.04 23:38:14
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Hi Rainer!
Ich hätte es gepostet, wenn ich das Buch hier liegen gehabt hätte.
Hatte vor ein paar Wochen mal darin in der Bücherei gestöbert...nu wollt ichs mir diese Woche holen und es war nich mehr da:Schulter:
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