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Deutsche Waffen und Einheiten in Besetzte Gebiete

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AutorBeitrag

Manstein


23.4.05 14:26:23
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Kleine Frage beim durch gehen einer Karte ist mir auf gefallen Das Frankreich im April- Mai nicht hanz befreit wurde, viele Atlantik Häfen waren noch in Deutscher Hand, wie haben die sich verteidigt gegen so einer übermacht hab gelesen das die Alleierten schwere Verlußte hatten , hatten die Deutschen soviel Munition oder bekammen die noch Nachschub durch Frachter gab es dort auch noch Mariene Einheiten ?
Wie Zerstörer oder Uboote ?

Belisar


23.4.05 14:34:42
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Versorgt wurden die Atlantikfestungen mit U-Booten und Schnellbooten. Saint-Nazaire und Dünkirchen konnten auch über die Luft versorgt werden, da diese einen eigenen Flugplatz hatten.
Wirklich bis zum Schluß verteidigt haben sich wohl nur Lorient, die Kanalinseln & Dünkirchen. Alle anderen Festungen wurden nach heftigen kämpfen eingenommen.
Das dies aber so spät geschah, lag wohl am Interesse der Allierten, die zuerst andere Ziele im Auge hatten und nicht unötig ihre Truppen verheizen wollten.

Manstein


23.4.05 15:48:24
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Ist vieleicht doch nicht ganz richtig, laut dieser seite hielten die meißten Küsten Häfen die Aleierten Angriffe stand.
Und nicht nur drei!


http://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Karte/Atlantikfestungen.htm

[ Editiert von Manstein am 23.04.05 15:57 ]

waldi44


23.4.05 15:57:11
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Meines Wissens wurden die grossen Bunkeranlagen nur eingeschlossen und erst gar nicht ernsthaft versucht sie zu erobern. Die Kanalinseln sowieso nicht.
Von dort ging im Grunde keine Gefahr mehr aus und die Opferung tausender Soldaten um ZB die Kanalinseln oder die ohnehin nutzlos gewordenen U-Bootbunker zu erobern, wäre im Grunde überflüssig gewesen!

Manstein


23.4.05 16:05:33
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Hab mein Post edietiert sehe ich auch so wie Waldi mann hat glaube ich Brest erobert, aber solche großen Verlußte gehabt das mann es nicht bei anderen Häfen probierte sie zu Erobern!

Illuminatus


23.4.05 16:22:39
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Ja, Papa Ramcke hat mit seinen Fallschirmjägern den Amis bei den Kämpfen um Brest dermaßen den Hintern versohlt, dass sie bei den anderen Häfen entweder gar nicht oder erst nach massivsten Bombardements angegriffen haben. Oder sie haben die Franzosen in die Höhle des Löwen geschickt.

Westwall


23.4.05 17:01:50
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Richtig Illuminatus, Ramcke verteidigte Brest noch fast 2 Monate als Festung mit 29000 Mann gegen eine alliierte Übermacht, die Amerikaner flogen bis zur Einstellung des letzten Widerstandes ( 19.09.44 ) verheerende Luftangriffe auf die Stadt, denen viele französische Zivilisten zum Opfer fielen, darunter auch der Bürgermeister von Brest.
Nur waren diese Kämpfe trotzdem völlig sinnlos, erstens haben sie nicht im geringsten den Alliierten Vormarsch an der Westfront stoppen bzw. beeinflussen können und zweitens war strategisch gesehen zu diesem Zeitpunkt schon der Kriegshafen Brest für die Amerikaner durch seine geografische Lage uninteressant geworden.

Hoover


24.4.05 10:39:06
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Ja, Papa Ramcke hat mit seinen Fallschirmjägern den Amis bei den Kämpfen um Brest dermaßen den Hintern versohlt, dass sie bei den anderen Häfen entweder gar nicht oder erst nach massivsten Bombardements angegriffen haben. Oder sie haben die Franzosen in die Höhle des Löwen geschickt.


Ich denke mal, dass den Amis die Einnahme der anderen Festungen unnütz erschien. Warum sollte man dafür Menschen opfern? Nur Dünkirchen hatte für die Deutschen einen Sinn: Von hier aus wurden einfliegende Fliegerverbände gemeldet.
Das Halten der anderen Stützpunkte war wohl eher eine Propagandasache. Denn große Truppenzahlen des Gegners band man auch nicht.

Westwall


24.4.05 11:58:46
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Richtig Hoover, die Häfen die sie brauchten fielen ja relativ schnell in ihre Hände.
Der nördliche gelegene belgische Hafen von Antwerpen wurde Ende 1944 der wichtigste Nachschubhafen der Alliierten, auch ein Grund für Hitlers völlig realitätslose große Lösung der Ardennenoffensive.

Manstein


24.4.05 12:48:30
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Vieleicht auch unütz aber mit sicher heit auch zu verlußtreich,

Mir geht es auch darum wie stark war so eine Küstenstad befestigt, und hatte nicht jede Hafenstadt so eine Flugplatzt wer übernahm die Luftversorgung welche Transportstaffel ?

PS:Viel Antwerpen auch nicht schnell weil mann zu diesem Zeitpunkt bereits auf den Rückzug war ?

waldi44


24.4.05 13:25:25
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Welche Luftwaffe sollte die Versorgung übernehmen? Die Allierten besassen die Lufthoheit und die Flugstrecke wurde mit jedem Tag länger.
Die Luftwaffe, die es in ihrer Blütezeit nicht schaffte Stalingrad ausreichend zu versorgen, wäre mit dieser Aufgabe hoffnungslos überfordert!
Da die Festung Lorient unter General der Artillerie Fahrmbacher, erst nach 8-monatiger Belagerungerst am 10. Mai 1945 übergeben wurde, kann die Versorgungslage nicht ganz so schlecht gewesen sein.
Allerdings schwelgte man auch nicht im Überfluss, wie zB. das "Lorient Schild" zeigt, das man aus Rohstoffmangel aus verschiedenen Metallen fertigen musste!

Manstein


24.4.05 14:51:40
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@waldi44


Also wurde doch von @Belisar gesagt das Luftwaffe und schnellboote die Versorgung übernahmen ?!


Darum geht mir:

1.Möchte wissen welche Einheiten in die Festungen standen.
2.Manschaftsstärke.
3.Welche Einheiten überrnahmen die Versorgung, Luftwaffe Mariene ?
4.Wie waren die Häfen ausgebaut zur Verteidigung.
5.Wie hoch waren die Alleierten Verlußte bei diese kämpfen.
6.Gab es V1 Racketen ?, in Cherebourg gab es sieh.


Gruß

~Rainer


25.4.05 01:34:45
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Hallo,
@ Manstein: gewöhn Dir mal ein einigermassen vernünftiges Deutsch an.
Zu 1. die entsprechenden Bücher zu den festungen lesen
Zu 2. dito
Zu 3. das dürften wohl die in den Festungen verbliebenen/aufgestellten Versorgungseinheiten übernommen haben.
zu 4. nach See hervorragend, nach land im Normalfall nicht so besonders, meistens nur natürliche Hindernisse wie bei Dünkirchen Überschwemmungen.
zu 5. das hing von den örtlichen befehlshabern ab. Falls aggressiv, dann Verluste, aber warum aggressiv, die deutschen versorgten sich selbst, also warum grossartig was unternehmen.
zu 6. Zitat: "Gab es V1 Racketen ?, in Cherebourg gab es sieh.
"
Im Cotentin gab es Abschussanlagen, aber die verschossen nach meiner Kenntnis eine Zahl Richtung Null gehend von V 1
Gruss
Rainer

Manstein


25.4.05 09:02:29
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Du bist lustig Smiley mit Ironie-Schildich bin doch beim Forum für Geschichte?


Ach so und bin Niederländer vieleicht darum schreibe ich manches mit ß oder ss.


Gruß

vierhuetten


25.4.05 10:58:12
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Gepostet von ~Rainer
Hallo,
@ Manstein: gewöhn Dir mal ein einigermassen vernünftiges Deutsch an.

Manstein - wir verstehen Dich, so wie Du schreibst.
Vielleicht sollte man immer etwas im Hinterkopf behalten daß wir uns in einem weltweiten Medium befinden und sich Interessierte aus "aller Herren Länder" an den Diskussionen beteiligen. Ich möchte nicht wissen, wieviel unserer deutschen Damen und Herren sich eines unvollkommenen Englisch` bedienen, wenn sie sich in einem englisch-sprachigen Forum produzieren.

Markus Becker


25.4.05 18:22:58
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Pläne aus der Zeit vor der Invasion verlangten eine Eroberung der Kanalhäfen, um die Nachschubsituation zu verbessern. Da die Häfen zwar schwer befestigt, aber nicht von Kampftruppen besetzt waren, wurden verschiedene Häfen schnell und ohne große Verluste eingenommen(Le Havre, Boulonge, Calais, Dieppe).

Auf die Einnahme von Dünkirchen wurde verzichtet, da die relativ kleinen Kanalhäfen mit der Einnahme von Antwerpen viel von ihrer Bedeutung verloren hatten und die Truppen anderorts gebraucht wurden. Also wurde Dünkirchen im wahrsten sinne des Wortes links liegen gelassen und von tschechischen Einheiten abgeriegelt.


CLEARING THE CHANNEL
PORTS, 3 SEP 44 - 6 FEB 45


Gruß Markus

~Rainer


26.4.05 22:52:26
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Hallo,
z. B. in Dünkirchen waren die Reste der 226. Infanteriedivision mit Teilen von Einheiten aus dem Pas de Calais und der belgischen Westgrenze eingeschlossen. Dazu kamen noch ein paar Fallschirmjäger und Waffen-SS Leute. Insgesamt gab es 44 Artilleriebatterien und Stützpunkte. Nach dem Buch Blannckaert: Dunkirk, 1939-1945, Dunkerque, 1990, waren zu Beginn der Einschliessung knapp 12000 Soldaten in der Festung, bei der Kapitulation sollen es noch etwas über 10000 gewesen sein.
Gruss
Rainer
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