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Wlassow Armee

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AutorBeitrag

indy


16.11.02 14:53:08
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Hi, ich such Infos über die Wlassow-Armee auch ROA genannt.
Was ich weiss ist, das die 2 Inf.Div., eine ErsatzBri. und eine Pz.Jg.Brig. hatten.
Dazu kamen noch die eigenständigenLuftstreitkräfte.
U.a. :
-Jagdstaffel 5 "Oberst Kazukov"
mit 16 Me 109G-10 unter Maj. Byckov;
-Nacht SchlachtStaffel 8 mit
12 Ju88 unter Oberst Antilewskij;
-Ausb. u. Ergänzungs Staffel mit
2 Me 109,
2 Ju 88,
1 Fi 156,
2 U 2,
1 He 111,
1 Do 17
-Transport Staffel mit 2 Ju 52
-Aufklärungsstaffel mit 2 Fi 156 und 1Me 262 unter O.Artem`ev
-Schlachtschwarm/Staffel:im Aufbau(wegen Meinungsverschiedenheiten über Flugzeugtyp (Fw190G-3,Hs129B) nicht mehr aufgestellt
-FlaRgt.9
-Ln.Kp.6
-LnTelGrBauRgt.12
-F.J. Btl.3
Soweit meine Infos

Gruß Phillip

Gast


19.11.02 16:45:37
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Der Kommandeur der ROA Luftwaffe war Gen.Maj. Maltkev,
sein Stabschef Vanjusin.
Übrigens Byckov und Antilewsky waren beide "Helden der Sowjetunion".

Gruß Phillip

indy


19.11.02 18:15:27
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Wlassow-Armee
Inf.Div.600 unter Gen.Maj.Sergei Buniachenko;
GR 1601
GR 1602
GR 1603
AR 1600
Inf.Div.650
GR 1651
GR 1652
GR 1653
AR 1650

Beide Div. würden in Münsingen (b. Ulm) aufgestellt, die '600.' gelangte an der Oder noch zum Einsatz, während sich die '650.' an ihrem Aufstellungsort den Amis ergeben hat.
Aber da waren doch noch Wlassow-Truppen bei Prag im Einsatz...?

Gruß Phillip

geo-tec


20.11.02 20:40:23
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Dort war auch Wlassow selbst. Er war Schörner unterstellt, wollte sich aber den Engländern ergeben. Das klappte aber nicht mehr und so geriet er in russ. Gefangenschaft. Die Russen haben sich natürlich gefreut, haben Wlassow und seine Ofiziere umgehend nach Moskau transportiert, in der Ljublanka abgeurteilt und hingerichtet.
uwe

indy


21.11.02 16:32:17
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Ich dachte der wer mitsamt seiner Div. in US gefangenschaft gekommen und wurde dann ausgeliefert.
Wo wir schon beim Thema sinn:
Was ist mit den Freiwilligen der 11.-,27.-28.-23.-34. SS-Divisionen passiert; wurden die auch an ihre Heimatländer ausgeliefert?
Hat einer am Dienstag Frontal 21 gesehen, den Beitrag über norw./dt. Soldatenkinder?
Was den Kindern da schon angetan wurde (ausgrenzung, verachtung, einweisung in Klappse...).
Erbärmlich finde ich sowas, erst durch Kollaboration sich schön Vorteile schaffen und nachher..."wir waren doch alle im Widerstand"!
Aber das war ja in Europa überall so...
Wissen die eigentlich wer `45 den Reichstag verteidigt hat? ;)

gruß Phillip

Ronny22


21.11.02 18:01:57
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Die Freiwilligen der
11.SS-Nordland
23.SS-Nederland
27.SS-Langemarck
28.SS-Wallonien
34.SS-Landstorm-Nederland
Wurden von den Westallierten an ihre Heimatländer ausgeliefert und größtenteils wegen Hochverrat angeklagt!
Einige wurden auch hingerichtet, viele verbüßten lange Haftstrafen!
Die den Russen in die Hände fielen wurden später, nach ihrer Rückkehr angeklagt! Falls sie die russischen Lager überlebten.
Bitte vergiß nicht das es noch 17 andere "ausländische" Divisionen gab...auch sie wurden brutal bestraft...

waldi44


22.11.02 18:18:42
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Gepostet von Ronny22
Bitte vergiß nicht das es noch 17 andere "ausländische" Divisionen gab...auch sie wurden brutal bestraft...

Höre ich da einen gewissen Vorwurf heraus? Wenn ja, würde ich gern wissen wieso und wem Du diesen Vorwurf machst und wie man wohl in der Wehrmacht mit Überläufern, Kolaborateuren und Verrätern umgegangen wäre?
Im Grunde waren doch alle Ausländer, die in der SS Kämpften, Verräter an ihren eigenen Ländern. Während es in ihren Heimatländern bewaffneten Widerstand gegen die Okkupanten gab, zogen sie freiwillig deren Uniform an und kämpften nicht selten auch gegen die eigenen Landsleute, vornehmlich auf dem Balkan!

indy


22.11.02 20:01:28
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Die 50-70 Briten sind aber relativ ungeschoren davongekommen: meist wurden nur Geldstrafen o.ä. gefällt, ausserm Kommandeur (Galgen). Könnte ja einen extra Threat über Kollaboration u.ä. aufmachen, oder?
@Waldi
Ich glaube, dass Ronny dies eher auf die Doppelmoral bezog.
Es waren ja nicht nur Angehörige v. SS-Divisionen die nach der 'Befreiung' dran waren...dazu gehörten auch unliebsame Kinder.
Allein in Frankreich sind doppelt so viele Menschen nach der Befreiung umgekommen wie in den Jahren 1940-1944!
Ausserdem haben die Herren Adenauer, Brandt, Kohl usw. auch kollaboriert!
Deutschland war bis 1990 ein besetztes(teil-/unsouveränes)Land. Sprich unsere Arschlitiker sind Hochverräter. :P
Jetzt aber zum eigentlichen Thema:
Gehörten die beiden Kosaken Div. auch zur Wlassow-Armee?
Waren bis ende 1944 im 14.SS Korps (Kosakenkorps) zusamengefasst.
Ich hab da auch mal was von einer ukrainischen Befreiungsarmee gehört, die bei Kriegsende in Aufstellung war. Gehörten angeblich die ukrainische KGr. der 14.SS 'Galizien' an.
Lohnt sich eigentlich die Aufstellung solcher eigenständigen 'Pseudo'Armeen, in Korps- oder Div. Stärke?
Gerade durch ihre Eigenständigkeit (eigener General, Stab,...sogar Luftwafe) ist die Gefahr des Meuterns doch viel höher als mit dt. "Aufpassern".
Kann auch nicht glauben das die 'ROA' einen wirklichen Einsatzwert hatte...vielleicht 'Handschar' oder 'Skandebek' Klasse.


Gruß Phillip

waldi44


22.11.02 22:38:57
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Soweit ich weiss: Nein! Es gab da russsische Einheiten, die eher els morodierende Banden zu bezeichnen sind und deren Führer später von deutschen Dienststellen abgesetzt und abgeurteilzt wurden.

indy


22.11.02 23:27:58
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Du meinst die 29.SS 'RONA' unter Bronislaw Kaminsky.

Gruß Phillip

indy


23.11.02 13:56:01
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Das meint ich ja mit Skandebek-Klasse:
Beim ersten größeren Einsatz gleich 3500 Mann die den Arbeitgeber wechselten...
Weiß jemand etwas über die Ausrüstung der russ. Verbände?
Ich kann nur sagen das die Panzerjäger mit 'Hetzern' ausgestattet waren.
Aus nicht-deutschen Einheiten enstanden 1945 auch einige der sog. 'fahrradbewegliche Panzerjagdkompanien', gebildet aus Russen, Kaukasiern und Ungarn.
Bewaffnet waren die Pz.Jäger mit Pz.Faust, Panzerschreck und Sturmgewehren.Gehörten die auch zu Wlassow?
Übrigens kämpfen die Russen auch an der Westfront:bei der 30.SS W-GD(russ. Nr.2).
Aber bei dem zweifelhaften Einsatz und Zuverlässigkeitswert dieser SS Div. wär es doch sinnvoller gewesen z.B. eine baltische Befreiungsarmee aufzustellen, drei Divisionen waren schon vorhanden (15.,19.,20.SS-W-GD).Die hätten wenigstens einen vernüftigen Grund gehabt gg. die Sowjets zu kämpfen.

Gruß Phillip

waldi44


23.11.02 20:51:33
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Ja, die meinte ich und verschiedene andere, so zB. die aus Kosovo-Albanern und bosnischen Moslems bestehende SS-Division
„Skanderbeg“.
Übrigens, da Du Baltikum sagtest; Der Krieg dort ging noch eine ganze Weile länger. In anderen Ostblockstaaten und Grichenland übrigens auch.
Eigentlich hatte ich ja auf meinen Einwurf, dass es sich bei den Ausländern in der Waffen SS eigentlich um Verräter an ihren Heimatstaaten handelte ein grösseres Echo erwartet ;)!

TÜP


25.11.02 21:24:19
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Hab ich gerade auf einer Site über Bergbau im Erzgebirge gefunden.
>
Den bereits seit Mitte April 1945 am Fuße des Erzgebirges stehenden amerikanischen Truppen galt als Demarkationslinie das linke Ufer der „Zwickauer Mulde“ bis zur Autobahn Dresden-Eisenach. Im Vogtland standen sie bei Auerbach, Falkenstein und Oelsnitz. Sie operierten zwar zeitweilig auch in Aue, Oberschlema, Lößnitz und Hartenstein, zogen sich aber stets wieder aus diesen Orten zurück. Bis zum Tag des Waffenstillstandes in Europa lieferten sie sich besonders im Kreis Aue noch fast täglich Gefechte mit Einheiten der Kampfgruppe General Schörner. Diese und auch Verbände der „Wlassow-Armee“ zogen sich in Richtung Süden zurück. In ihrem Gefolge hielten sich einige Nazigrößen versteckt. So wurden am 15. Mai die Ehefrau des Bauleiters Mutschmann und einen Tag darauf er selbst in Rittergrün, Ende Mai hohe Gestapo-Führer sowie der Politische Leiter der „Ordenburg Sonthofen“, bei Schwarzenberg dingfest gemacht. Aber auch noch Anfang Juni konnten in den Wäldern zwischen Schwarzenberg und Sosa versprengte Gruppen der Wehrmacht festgenommen werden. Aber im Revier Johanngeorgenstadt fanden im II. Weltkrieg keine Kampfhandlungen statt.
Die Besetzung der Amtshauptmannschaft Schwarzenberg - zu der auch Niederschlema gehörte - durch die „Rote Armee“ verzögerte sich im Frühjahr 1945 um ungefähr fünf Wochen.
<

indy


25.11.02 22:36:51
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Nochwas zu den Balten:
Die Reste der 15., 19., 20.SS-Div. wurden von den Russen zum größten teil wegen Hochverrat erschossen.
Und wenn wir schon dabei sinn:Remy Schryinen wurde zu 10 jahren Knast verurteilt.

Gruß indy

indy


29.11.02 23:59:17
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Eine 'Ukrainische Befreiungsarmee wurde auch noch gegründet.
Befehlshaber war Pavel Schandrock, ein ehem. Generalstabsbediensteter der poln. Armee.
Bei Kriegsende u.a. Teile der 14. SS W-Gren.Div. 'Galizien' unter seinem Kommando...

Gruß indy

Balsi


4.1.03 19:26:46
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hab mir heute ein interessantes Buch zum thema gekauft... von Rolf Michaelis.. "Russen in der Waffen-SS" der erklärt dort auch die Anfänge unter Kaminski usw. sehr interessant...

endzeit


13.1.03 15:28:43
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Hi
Eigendlich gings ja um die ROA.
Da komm ich mal kurz zurück.
Alles richtig was ihr da geschrieben habt.Bis....
Die 600.ID kämpfte an der Oder.Machte mit Erfolg Gegenangriffe zusammen mit den Deutschen. Bei diesen angriffen waren aber nur die ersten Btl. dabei und die Pz.Jg.Abt..
Danach zog sie Eigenmächtig nach Prag zu Wlassow. Kämpfte zuerst auf Deutscherseite und dann auf der russ.Seite.
Nutzen tatz aber och nichts. Neben der 600.ID gab es die Brigade 599. Sie wurde aber auch 599.ID oder fälchlich als Brigade 499 bezeichnet. Daneben gab es die 650.ID und eine 700.ID.
Jan

Indy


13.1.03 19:34:24
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Gepostet von endzeit
Hi
Danach zog sie Eigenmächtig nach Prag zu Wlassow. Kämpfte zuerst auf Deutscherseite und dann auf der russ.Seite.
Jan

hi, Du meinst auf Seiten der Tschechen...,oder?
Hast Du für die anderen Einheoiten Links?
Aber wieso konnte die 600. ohne Befehl einfach abziehen...

Gruß Phillip

endzeit


14.1.03 09:01:36
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Hi
Richtig Tschechen.
Also das war so.
Die 600.ID griff am 12./13.03.1945 2 Brückenköpfe an. Ohne Erfolg. Der General weigerte sich weiter anzugreifen. Die Div. wurde dann zur Heeresgruppe Mitte (V.AK) verlegt maschierte aber gleich weiter Richtung Prag.

Indy


9.2.03 13:43:53
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Warum waren die Inf.Btl 928/929 zbv (Wolga-Tataren) den 'GD' Einheiten F.Gren.Div. und F.BegleitDiv. unterstellt?
Waren die besonders Loyal?

Gruß Phillip

Siebi


16.3.03 18:17:47
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Im April führte General Bunjatschenkos Division den Namen
500 russ. Infantriedivision, stand um den 16.April im Raum
Lübben-Calau,dann Weitermarsch nach Prag,ein zweiter Verband
war die Div. 615 zbv. gehörte zu den Korpstruppen von GD,
stand im Raum Hoyerswerda-Kamenz, dann Weitermarsch nach Prag,ebenfalls um diese Zeit im Raum Doberlug-Kirchain ein
ukrain. Verband, Zeugen nannten den Trizub als Ärmelschild
dies geht aus den Karten von Brigadeführer Heinz Harmel her-
vor,russ. Freiwillige wurden vom Ami den Russen an der Elbe
übergeben und kamen auf die Lichtenburg in Prettin, wo es
im Juni 45 zu einen Aufstand kam der natürlich niederge -
schlagen wurde, danach Begann der Abtransport nach Russland,
die ersten Urteile wurden in einen Bauernhof in den ein
Militärgericht einquartiert war gesprochen

Stefan 25528


23.2.05 19:13:13
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Ich habe mit Interesse diese etwas ältere Einträge gelesen.
Die Beobachtung, dass Soldaten mit dem ukrainischen Dreizack gesehen wurden scheint richtig zu sein, denn ich erhielt die Information, dass die 2.Division der Ukrainischen National Armee Prag gegen Wlassow-Überläufer verteitigen.
Schließlich schlugen sich die Reste der Ukrainer zu den französisch-amerikanischen Linien durch und sie entgingen einer Auslieferung an Stalin, da sie sich für die französische Fremdenlegion verpflichteten und anschließend in Indochina für Frankreich kämpften.
Dies ist die offizielle Version.
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