Dieses Archiv enthält einen Auszug des Forums für deutsche Geschichte vom 12.10.2001 bis zum 22.12.2005. Wenn Sie mitdiskutieren möchten, besuchen Sie unser Forum unter forum.balsi.de.

Deutsche Kleinst-U-Boote im Einsatz!

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AutorBeitrag

Romanautor


29.1.03 18:34:47
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Als im letzten Jahr des 2. Weltkriegs Deutschland schon längst auf verlorenem Posten kämpft, konzentriert sich die Propaganda neben Durchhalteparolen auf Geheimwaffen, mit denen das Reich im letzten Moment den Endsieg noch erreichen könne.
Neben der Luftwaffe mit ihrer V1 hatte auch die Marine fieberhaft an neuen Waffensystemen gearbeitet: Zahllose Mini-U-Boote vom Typ Biber und Seehund sollten auf die alliierten Nachschublinien angesetzt werden.
Zu diesem Thema ist bisher nur wenig publiziert worden und besonders auf dem Romansektor sah es hier sehr dürftig aus.
Nun gibt es endlich einen U-Boot-Roman, der sich genau mit diesem speziellen Thema beschäftigt. Er heißt "Der nasse Tod" und ist soeben erschienen.
Wer neugierig geworden ist, der sollte unbedingt einmal einen Blick auf die Homepage zum Roman werfen:
http://hometown.aol.de/edoering/homepage/index.html
Dort gibt es neben einer spannenden Leseprobe auch viele interessante Hintergrundinfos.
Ich bin übrigens der Autor des Romans. Smiley mit verdrehten Augen
Herzliche Grüße
Enrico Döring

Quintus


30.1.03 06:11:10
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Die Leseprobe ist - mit Verlaub - etwas knapp ausgefallen, denn es ist nicht erkennbar, inwiefern hier historische Fakten verifiziert werden - also ob es sich wegen etwaiger Fakten lohnt, das Buch zu erwerben!
Quellenangaben wären auch nicht schlecht, hast'e hoffentlich im Buch angeführt, denn ansonsten ist es für einem Historiker unbrauchbar. Nichts ist für Historiker wichtiger als die Quelle - nach der Info! Sag jedenfalls ich.
Ein gängiger Spruch lautet dagegen: "Die Historiker fürchten nichts mehr, als die Quellen".:D
Jedenfalls auf Deiner Homepage fehlen besagte Quellenangaben.
Übrigens: Eine meiner Seiten: Geschichte der Deutschen Kriegsmarine

Panzermayer


30.1.03 10:40:37
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Ich empfehle als Tip zum Thema "Marine-Klein-Kampfmittel" das gleichnamige Buch von Harald Fock...Hier findet ihr das Buch (6.Stelle oder so)
Gruß

Romanautor


30.1.03 12:01:11
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"Der nasse Tod" ist ein Roman und kein Sachbuch!!!
Ein Roman wird selbstverständlich immer ein Roman bleiben und kann niemals die fachliche Kompetenz eines sorgfältig recherchierten Sachbuches bieten. Das will er auch gar nicht!
Ein Roman, und ganz besonders „Der nasse Tod“, will in erster Linie unterhalten. Doch ein Roman vermag noch mehr: Er lässt uns tief in menschliche Schicksale und Gefühle blicken und an ihnen teilhaben. Er hat das Anliegen, den Leser in seinen Bann zu ziehen, so sehr, dass er sich in die jeweilige Lage des Protagonisten hineinversetzen kann.
Und er will noch etwas: „Der nasse Tod“ will zeigen, wie sich der letzte Seekrieg aus der Sicht eines einfachen Seemannes darstellte.
Das allein ist das Ziel meines Romans!
Als Quellen für den historischen Hintergrund dienten in erster Linie Zeitzeugen.
@Quintus:
Deine Homepage ist übrigens eine gut gelungene Site mit vielen interessanten Fakten. Das Ergebnis der akribischen Arbeit eines Historikers. Gratuliere!
Herzliche Grüße
Enrico Döring

xmen


30.1.03 18:05:09
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Nur mal kurz zum Thema Quellen:
Es geht sicher nicht ohne und es sicher der wichtigste Faktor der Geschichtsfindung aber der goldene Weg ist es auch wieder nicht, denn je tiefer wir in die Geschichte blicken so mehr fällt auf das die Quellen schon immer viel und gerne gefälscht wurden!

Quintus


31.1.03 07:30:07
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@ xmen:
genau deshalb besteht ja unter den Historikern der oben benannte berühmt-berüchtigte Ausspruch: 'Die Historiker fürchten nichts MEHR, als die Quellen".

Indy


2.2.03 00:47:31
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Interresante Entwicklungen diese ganzen Klein-Kampfmittel:
TF-Boote
KKM
KleinKampf

Gruß Phillip

Quintus


2.2.03 08:33:55
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Gepostet von Romanautor
@Quintus:
Deine Homepage ist übrigens eine gut gelungene Site mit vielen interessanten Fakten. Das Ergebnis der akribischen Arbeit eines Historikers. Gratuliere!

Danke für die Blumen! Ist auch in ausführlicher Buchform erschienen, allerdings 1988 und heute nicht mehr verlegt.

Gepostet von xmen
...denn je tiefer wir in die Geschichte blicken so mehr fällt auf das die Quellen schon immer viel und gerne gefälscht wurden!

Ja, und ein Paradebeispiel dafür ist der Brite David Irving.
Ich hatte den Mann hier mal in einem Posting erwähnt.
Betreffend der Opferzahl des Bombardements auf Dresden, schrieb ich:
"Zunächst hieß es, dass in Dresden eine viertel Million Menschen umgebracht worden sein sollen, wie aus dem Tagesbefehl Nr. 47 des Obersten der Schutzpolizei, Grosse, vom 22. März 1945 hervorzugehen scheint. Diese Angaben werden allerdings als eine Fälschung betrachtet; immerhin aber hat die Witwe dieses "Chef des Stabes beim Befehlshaber der Ordnungspolizei", Frau Eva Grosse, gegenüber dem Briten David Irving noch am 10. Juni 1965 in München auf die Echtheit dieser Bilanz ihres Mannes bestanden."
Inzwischen habe ich nachgelesen, dass es sich hierbei um einen Schwindel handelt:
Der Tagesbefehl Nr 47 war eine Erfindung des Goebbels-Ministeriums.
David Irving hat hier gelogen, die Sache kam heraus - und in England vor Gericht.
Auf Grund des englischen Prozessrechts musste Irving seine gesamten Unterlagen (Korrespondenzen, Aufzeichnungen) über seine Publikationen den Anwälten der Verteidigung vorlegen, woraus die völlige Unhaltbarkeit der Irving'schen Behauptungen hervorgeht.
Quelle: Richard J. Evans "Der Geschichtsfälscher. Holocaust und historische Wahrheit im David-Irving-Prozess", Campus, Frankfurt/M., 2001; Kapitel "Der Untergang Dresdens", S. 193-238.

xmen


2.2.03 15:07:57
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Siehst..!
wobei einem der Klare Menschverstand schon sagen sollte das die Zahl nicht stimmen konnte, ein Huhn legt auch keine 80 Eier am Tag:D
Ich finds aber immer wieder gut wie akribisch hier einige zu Werke gehen da schämt man sich schon manchmal das man nicht mehr an Output geben kann,..habe hier schon viel gelernt!:)

Quintus


3.2.03 06:46:10
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David Irving hatte gegen Deborah Lipstadt (und ihren Verlag) wegen übler Nachrede und Kreditschädigung geklagt, da sie in ihrem Buch über Holocaust-Leugner ("Denying the Holocaust", Penguin Books) Irving als einen der führenden Repräsentanten der einschlägigen Szene bezeichnet hatte.
Beim entsprechendem Prozess ist er mit Bomben und Granaten durchgefallen!
Um die Sache um David Irving konkreter darzustellen, sei folgende Website genannt:
David Irving kontra Deborah E. Lipstadt
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