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schwere Panzer

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AutorBeitrag

Alt+F4


28.12.01 20:35:53
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Waren sie sinnvoll?
Beispiel, der schwere Kampfpanzer Maus, Gefechtsgewicht hätte bei rund 170t gelägen! Ausgrüstet mit einer 170mm und einer coaxialen 75mm KwK.
Hätten sie überhaupt in einem Angriffskrieg etwas gebracht, außer Erhöhung der Moral?
Imo nicht. Projekte wie Panther G oder Panther II bzw allgemeine Panzer mit spezieller Ausrüstung (IR-Nachtsichtgeräte, computerstabilisierte KwK,..) hätten mehr gebracht. Gucke man sich nur mal den Königstiger an. 70t reiner untermotorisierter Stahl. An der Westfront fielen z.B. sehr viele dieser Brocken durch Motorschäden aus, die Panzer, die die anderen bergen wollten, liefen auch wieder gefahr, durch Schäden liegenzubleiben.
Und noch ein paar Extraschocker ;)
P 1000 und P 1500. die Zahlen standen für die Schwere eines solchen Gefährts in Tonnen.. Erster ausgerüstet mit zwei 280mm in einem Turm (dieser Tur)wurde auch gebaut und schließlich nach Norwegen befördert und dort in den Westwall einbetoniert), Letzterer mit einer 800mm Dora Kanone sowie zwei 280mm Geschütze in je Turm am Heck zur "Panzerabwehr"...
Sorry Leute, da hät ich lieber die Maus gefordert :D

waldi44


29.12.01 00:24:07
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Nein! Irgendwann ist eine Größe erreicht, bei der es sich nur noch um Materialvergeudung handelt!
Wie soll soetwas fahren und wo? Ich denke da gerade an einen Eimerkettenbagger aus nem Braunkohletagebau! Habt ihr den schon mal fahren sehen?
Bei der alliierten Luftüberlegenheit hätten diese Ungetüme wohl eine nur kurze Überlebensspanne gehabt!

Der Panzerkampfwagen "Maus" ist wie die V-Raketen ein Beispiel für die energieaufwendigen und extrem kostspieligen Entwicklungen während des Zweiten Weltkriegs mit denen Hitler doch noch den "Endsieg" erreichen wollte. Oftmals war er es selbst der zu diesen Projekten anregte, die zwar oft technisches Neuland betraten aber keinen Einfluss auf den Verlauf des Krieges mehr nahmen, zumal sie meist nur als Skizze oder Prototyp vorhanden waren.
Bereits 1941 vermutete man in militärischen Kreisen, dass die Sowjets einen 100 Tonnen-Panzer bauen könnten. Als Pendant entwickelte Krupp den überschweren Panzer "Löwe", der allerdings nie gebaut wurde.


http://www.waffenhq.de/panzer/maus.html

xmen


29.12.01 08:30:05
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Das sehe ich genauso,
übrigens sieht man ja noch Heute das die Lufthoheit das wichtigste überhaupt ist!:)

Caliban


13.1.02 22:42:48
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Dieser Wechsel vollzog sich ja gerade im Zweiten Weltkrieg.
Die ganzen "Wunderwaffenprojekte" litten darunter das hitler zuviele zur gleichen Zeit verfolgte. Eine Konzentration auf ein paar Dinge (Düsenjäger statt V Raketen) hätte zwar das Ruder nicht mehr rumgerissen aber den Waffen bessere Erfolge beschehrt.
Aber so können sich die Deutschen rühmen immerhin die grundlage für die meisten Rüstungsprojekte gebildet zu haben :D

waldi44


14.1.02 15:41:26
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Oft wird ja behauptet, daß, wenn der Krieg später begonnen hätte, das Begonnene dann fertig und bereit zu Massenproduktion gewesen wäre. Oje, was für ein Deutsch :)!
Gut, daß das kein Forum für "Deutsche Spreche" ist ;)!
Ich meine aber: Die anderen schliefen ja auch nicht und was, wenn an der Ostfront vom ersten Tag an die T und KW Panzer in Massen aufgetaucht wären oder wenn gar Deutschland und die USA die A- Bombe gehabt hätten?

xmen


14.1.02 17:39:23
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Oh scheiße,
da wir das Ding nicht nach drüben bekommen hätten,die aber jede Menge nach hier...oh weia das wäre böse gelaufen!:)

Panzermayer


14.1.02 19:52:15
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Schon klar, daran denkt man aber in erster Linie auch nicht, denn wieviele Probleme hat sich der Deutsche selbst geschaffen (Me262 als JaBo, Pz4 als schwerster Panzer bis 1942, ............), die einfach einem normal arbeitenden Generalstab mit disskussionsfähigen Offizieren nicht im Wege gestanden hätten! Das waren ja keine technischen Schwierigkeiten, es waren ORGANISATORISCHE Denkfehler!

~Rainer


22.2.02 23:46:31
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Hallo,
Maus, die von Porsche auch mindestens einmal fertiggestellt wurde, ich habe auch schon von zwei fertiggestellten Prototypen gelesen, die gebaut wurde, hatte "nur" eine 12.8cm Kanone und eine coaxiale 7.5 cmKanone, keine 17cm Kanone. Daneben gab es aber auch die Krupp-Mäuse, die hatte so ein Gewicht zwischen 110 und 170 T, alle diese Entwürfe wurden zugunsten Porsche Anfang 1943 gestrichen. Das Fahrzeug kam voll aufmunitioniert und voll betankt auf 188 Tonnen.
Was die 1000 und 1500 Tonnen schweren Panzer angeht, so glaube ich eher, dass sich ein Zeichner einen Jux gemacht und und irgendwelche zeichnungen den Amerikanern für ein paar Stangen Zigaretten untergejubelt hat.
Gruss
Rainer

Balsi


23.2.02 08:00:36
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also eine Maus steht bei den Russen... und eine haben die Amis

Endzeit


23.2.02 13:41:03
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Was die Ammis haben auch ne Maus.
Wo steht die?
Jan

~Rainer


23.2.02 17:10:09
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Hallo,
nach meinem Wissen haben die Russen ihre Maus aus den beiden Prototypen zusammengeschustert. Dass die Amerikaner so ein Fahrzeug haben ist mir neu, die haben vielleicht das unfertige fahrzeug von der E 100 Serie.
Gruss
Rainer

DER Alte


23.2.02 19:48:44
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das mit den Russen kenn ich auch so Rainer

Nightwish


10.6.02 20:51:22
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Die sowjetische Maus steht in Kubinka. Soviel ich weiß ist sie aus den beiden Prototypen zusammengesetzt worden die von ihnen erbeutet wurden. Der eine stand wohl in Kummersdorf zur Verteidigung, ist dann aber gesprengt worden. Der andere soll angeblich auf dem Weg zur Front einen Defekt gehabt haben. Allerdings trug nur eines der Fahrzeuge einen Gefechtsturm! Das andere nur eine Gewichtsattrappe.
Die Amis haben keine!
Den einzigen begonnen E-100 Prototyp haben die Briten erbeutet und abtransportiert! Über den Verbleib weiß ich aber nichts.

waldi44


10.6.02 20:57:58
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Schaut mal hier nach !!!



MUSEUM OF ARMORED FORCES
KUBINKA RUSSIA
Kubinka
Ein echt gewaltiges Fahrzeug, aber das "Beiboot" ist doch wohl etwas zu klein geraten ;)!

Nightwish


10.6.02 21:04:34
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Wenn man genau hinschaut, kann man auf der Frontpanzerung Trefferspuren erkennen. Die stammen von Beschußversuchen der Sowjets. Soviel ich weiß hat auch ein JS III auf die Maus gefeuert. Aber die Panzerung wurde nicht durchschlagen.

Balsi


10.6.02 21:09:56
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also da müsste man mal hinfahren, wo ist denn das genau?

Nightwish


10.6.02 21:13:10
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Ja, ist sicher interressant! Die haben einige sehr seltene deutsche, aber auch sowjetische Fahrzeuge dort! Allerdings ist der Zustand der Fahrzeuge nicht mit dem von z.B. Munster zu vergleichen. Es fehlen zum Teile und der Anstrich sieht nach 'russisch grün' aus. Also keine Wehrmachtsfarben!
Es liegt, glaube ich, östlich von Moskau.[ Editiert am: 10-06-2002 21:15 ]

waldi44


10.6.02 21:23:26
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Minenräumpanzer! Noch nie gesehen das Ding. Star Wars läßt grüßen!!
Was heißt Zustand. Schon mal die Panzer in Sinsheim
gesehen?
Muß übrigens irgendwo bei Moskau sein:Musée de Kubinka / Moscow

Nightwish


10.6.02 22:53:26
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Also gesehen habe ich das Fahrzeug schonmal. Aber mir fällt die Bezeichnung nicht ein. Muss ich mal suchen!
Nee, in Sinsheim war ich noch nicht! Auf den Bildern die ich gesehen habe sahen die Fahrzeuge aber recht akzeptabel aus! Außer die sowjetischen! Die eigentlich polnische sind, wenn ich mich recht erinnere!
Mit östlich von Moskau meinte auch nicht östlich des Ural! Schon in der Nähe.

geo-tec


12.10.02 18:12:08
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In Planung waren auch fahrende Schiffsgeschütze, man wollte denselben Doppelturm verwenden wie auf der "Scharnhorst". Das Ungetüm wäre 15m breit geworden,etwa 34m lang und gut 180t schwer.
Aber über ein Blaupausenstadium ist es nicht herausgekommen. uwe

Gast


14.12.02 14:54:15
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Es gab sehr Wwohl solch metall ungetüme jedoch waren sie auf grund ihres gewichtes eher mobile artillerie.
Wurden von Krupp und Rheinmetall gebaut,waren aufjeden fall
bei der Beschiessung von sewastopol dabei.
eins war als Mörser ausgebildet(KARL) und eins mit langrohr
kal 72cm wohlgemerkt diese geschütze hatten selbstfahrlafetten und wogen weit über 100 tonnen..Karl glaube ich fast 220tonnen
Mit dem eisenbahngeschütz Dora hatten sie evtl den Kaliber gemeinsam.

Nightwish


14.12.02 15:08:38
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Ja sicher, die Mörser gab es! Aber es waren eher 'überschwere Geschütze'. Sie hatten einen offenen Aufbau und keinen Drehturm. Aber ein Fahrzeug mit einem Geschützturm ähnlich den Haupttürmen der Scharnharst wäre noch eine ganz andere Liga!

indy


14.12.02 20:52:02
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Die 'Karls' gab es mit dem 60cm Mörser (Gerät 40) und als 54cm mit längerem Rohr (Gerät 41).
Die Fahrzeuge wogen um die 124t.
Antrieb durch einen V-12 Motor mit knapp 900kw.
Beim schießen wurde das ganze Fahrzeug auf den Boden aufgesetzt. Bei längeren Märschen wurde das Fahrzeug mit einem Sondertransportwaggons der DRG bewegt.

Gruß indy

Gast-anonym1


19.2.03 12:57:47
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hmm, eigentlich schade, dass es so verhältnismäßig weniger seiten im netz gibt über dieses interessante thema.
ich denke allerdings, selbst wenn die "maus" tatsächlich serienreife hätte erlangen sollen, wären noch mindestens zwei jahre notwendig gewesen um eine akzeptable mobilität im gelände zu erreichen..
aber imposant ist die idee, keine frage :D

Petronelli


29.7.04 11:21:32
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Hallo,
habe mal gehört dass beim Fahren der Maus Fensterscheiben und Kanalrohre zu Bruch gingen! Da hat man gar keine Alliierten Bomber mehr gebraucht!
Nichtsdestotrotz war das Teil unmöglich! Reine Versuchssache! Totaler Irrsinn! Bestenfalls zur Verteidigung gedacht! Da kann man dann gleich einen Bunker bauen! Schon mal ans Überschreiten von Brücken gedacht? Vielen Dank! Wirklich nichts für den Angriff....
Wußtet Ihr eigentlich, dass der Jagdtiger mit seiner 12,8cm KWK nach jedem Marsch hätte nachjustiert werden müssen?
Der war schon mit seinem Gewicht fast zuviel des Guten!
Gab ja schön Beim Königstiger Probleme mit der Motorisierungsstärke!
Gruß
Peter:tzzzz:

Hoover


29.7.04 15:14:27
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Die Maus brauchte keine Brücken, weil es keine gab. Der Trum konnte angesankt und die Wanne Wasserdicht gemacht werden. Aber es musste erstmal eine Furt gefunden werden.

tiger88


5.8.04 13:15:02
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hi,

sieh mal aufn die seite

www.nast-sonderfahrzeuge.de/frameset.htm

da gibt´s was über´s krokodil und den alligator. ein einsatz dieser beiden typen wäre bestimmt interessant gewesen.

generell hätte sich der einsatz dieser schweren panzer wie auch des königstigers bei deutscher luftüberlegenheit gelohnt, die ja bekanntlicher weise am ende des krieges nicht mehr da war.

das auftauchen schwerer panzer in der wehrmacht oder in die planungen der ingenieure zeigen doch, dass man vom blitzkrieg in den "verteidigungskrieg" gegen die allierte übermacht ging.

es ist manchmal, wenn man die sache mit den russen vergleicht, verblüffend, dass die sowj. konstrukteure panzer mit fast gleicher kamofkraft bei relativ niedrigen gewicht bauten.

Respekt-Smiley

tiger88


5.8.04 17:55:42
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an waldi44,

hast du noch andere bilder aus kubinka? u rein zufällig von dem russ. sturmgeschütz .... glaube .... SU-101 oder 102?

Smiley mit Danke-Schild

waldi44


5.8.04 20:25:38
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"Meine Bilder" sind aus dem Internet, aber Balsi war wohl selber da und hat eigene Fotos. Ich glaube sogar, die sind schon irgendwo im BoardSmiley mit verdrehten Augen!

Sebastian Nast


7.8.04 20:04:53
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""SU-101 oder 102?""

Du meinst wahrscheinlich den "SU100" (T34-Basis):




:)

Mit besten Schwermetallgrüßen
Sebastian

PS:
Bilder aus Kubinka (russiches Panzermuseum) gibt es hier:

http://www.jagdtiger.de/Various/Kubinka.html

[ Editiert von Sebastian Nast am: 07.08.2004 20:07 ]

Hoover


8.8.04 15:30:10
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Oder den SU-152 oder Su-122 oder SU-85.

Aber normal war der SU-100-

FritzR


9.8.04 12:53:33
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SU-101 und SU-102 waren Prototypen, die erst zum Kriegsende fertig wurden. Sie hatten ein T44 Fahrgestell und eine lange 100mm bzw. 122mm Kanone. Beide sind in Kubinka ausgestellt und zum Beispiel hier zu sehen.

Sebastian Nast


11.8.04 16:54:43
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Ah ja, sehr interessant !




Dürfte dann wohl das Vorläufer-Baumuster zum T55-SU122
gewesen sein:



Das wären dann wohl die Gegenspieler zum "Heer 47"
gwurden ...

Mit besten Schwermetallgrüßen
Sebastian

Djoser


12.7.05 22:28:59
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Ob der Sturmtiger in Sinsheim noch steht, weiß ich leider nicht. Aber als er noch dort stand, bin ich durch die Munitionslucke reingeklettert. Bin jetzt nicht der große Innenraumkenner, aber sah ziemlich gut erhalten und original aus.

Aber ob das Prinzip mit dem 38cm Schiffsmörser so sinnvoll war?

Petronelli


13.7.05 10:43:21
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Der Strumtiger steht schon seit 2Jahren nicht mehr dort, war ne Leihgabe aus Munster soweit ich weiß.
Der war 2003 im August wieder dort zu sehen.
Es gibt eine Aufnahme eines schießenden Sturmtigers, das Haus war, die Betonung liegt auf war, mindestens 4-Stöckig!
Also kein Pardon für Häuserkämpfer.
Nachteilig war sicher die wenige Mun, die er mitführen konnte.
Aber er war sicher nur für Spezialzwecke gebaut, wie auch die diversen SiG 33-Sfl, die auch schon äußerst effektiv gegen Gebäude waren, wie Aufnahmen bestätigen.
Da gab es mal eine englische Video-Reihe mit dem Titel "Die Deutschen Panzer". Wurde in diversen Modellbaugeschäften angeboten und über Luxemburg oder Belgien vertrieben.
Jedes Video beleuchtete in 90min einen speziellen Typ mit Varianten. Leider gibt es keine Neuauflage. Da finden sich gute Filmausschnitte zur Waffenwirkung, auch wenn sich manche Sequenzen wiederholen in der Reihe.
Gruß
Peter
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