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Patronen

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Gast


10.1.04 11:26:08
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Würde schon länger mal wissen wollen was die unterschiedlichen Geschoßarten z.B.: Voll- Teilmantel Ogival oder Kegelstumpfgeschoß und weitere bringen wann man
was einsetzt? Oder bei der Deutschen Infanteriepartronen
was gab es den da noch für welche außer die ich jetzt weiß z.B.: S-Geschoß,sS-Geschoß,SmK und SmKL-Geschoß,SmKH-Geschoß und SmE-Geschoß?
Danke!

Axel43


10.1.04 21:24:33
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Ein Vollmantelgeschoß ist, wie der Name besagt, voll eingemantelt, d h von einem Mantel oder einer Haut umgeben, die nicht aus Blei ist. Außer möglicherweise am hinteren Ende des Geschosses ist also kein Blei sichtbar. Ein Teilmantelgeschoß hat an der Spitze oder am vorderen Teil keinen solchen Mantel, sondern das Blei liegt sozusagen nackt da. Das ist ein Geschoß für die Jagd bzw als Pistolengeschoß für den polizeilichen bzw privaten Bedarf. Militärgeschosse dieser Art müssen laut Konvention immer Vollmantel sein. Ogival ist ein Geschoß, das nicht in einer scharfen Spitze ausläuft sondern in einer abgerundeten Form. Solche Geschosse waren Ende des 19. Jhdts recht allgemein, wie z B bei der schwedischen Patrone 6,5x55 oder der österreichischen 6,5x54 Mannlicher Schönauer.
Ein Kegelstumpfgeschoss hat vorne die stumpfe Form eines Kegels, der sozusagen abgeschnitten ist.
Die meisten Militärpatronen nach 1920 waren wohl Spitzgeschosse.

Petronelli


11.8.04 14:21:21
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Hallo,
Ein Vollmantelgeschoß (Spitz) geht durch Fleisch, wie durch Butter,
es kann vorkommen, dass man es im Eifer des Gefechts nicht mitbekommt, dass man getroffen wurde!
Das gilt auch für 9mm Para!
Ein Teilmantelgeschoß verformt sich, pilzt auf und stoppt im Körper, die volle Energie wird übertragen und es haut einen um! (Manstopper) quasi Dum-Dum! Wenn man zu nah dran ist, hat man eine faustgroße Austrittswunde!
Kegelstümpfe übertragen mehr Energie, aber pilzen nicht auf, wenn sie Vollmantel sind!
Militärisch dürfen nur Vollmäntel benutzt werden, da sie keine so haarsträubenden Wunden reißen, jedenfalls auf nicht zu nahe Entfernung!
Gruß
Peter
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