Dieses Archiv enthält einen Auszug des Forums für deutsche Geschichte vom 12.10.2001 bis zum 22.12.2005. Wenn Sie mitdiskutieren möchten, besuchen Sie unser Forum unter forum.balsi.de.

Ehrengrab Major Walter Novotny auflassen?

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AutorBeitrag

Francis


15.7.03 08:02:58
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Hallo Leute!

Bei uns in Österreich gibt es schon einige Zeit die Diskussion, dass man das Ehrengrab der Stadt Wien für Major Novotny auflassen sollte. Natürlich spielt seine Zugehörigkeit zu den Nazis mit eine Rolle.
Initiatoren sind aus der grünen und linken Ecke. In den Leserbriefspalten von Kronen Zeitung und Presse ist das bereits ein Dauerthema. Was meint Ihr dazu.

mfg

francis

Axel43


15.7.03 19:05:47
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Tja, das sind also die Helden, die sich an die Toten rächen.

Balsi


15.7.03 19:18:11
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seh ich auch so...ich meine das Grab wurde ja unter demokratzischer "Obhut" geschaffen.. war das dann damals was anderes als heute?? Habe gerade eine Bio über Steinhoff geschrieben.. Adenauer sagte über ihn er könne spielend 10 Staatssekretäre in die Tasche packen..Ganz zu schweigen von den Taten für die Demokratie in Europa, viele der RK-Träger (und auch die die es nicht trugen) erhielten hohe Anerkennungen im Ausland...

indy


15.7.03 23:45:47
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jammer, jammer...die ham grad nix zu tun und suchen dann haltirgendwelche, wieauchimmergearteten "Kriegsverbrechen", wie bei Steinhoff...wo dann AntiFa titelte "...er schoß mit MGs und Raketen auf seine Gegner..." so ein hinterlistiger Mörder!
Bei Rudel würde ichs verstehen, zumidest bei uns in der BRD, ähh Deutschland...obwohl das ja auch "nur" eine politische Einstellung ist.

Axel43


16.7.03 19:01:31
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Hier, im feindlichen Ausland, kann man überhaupt nicht verstehen, wie Deutschland u Oesterreich mit seinen hochdekorierten Soldaten umgeht. Auch Rudel ist hier sehr geachtet, obwohl seine politischen Ansichten allen bekannt sind.
Einen Congressional Medal of Honor Träger so zu behandeln ist hier einfach undenkbar.

Schweinchen Dick


17.7.03 11:21:31
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Was sich mir als Erstes aufgedrängt hat, war die Frage: Was treibt einen Herrn David Ellensohn (ein Schelm, wer bezüglich des Namens Eindeutiges denkt...) dazu, seine Kraft dazu einzusetzen, einem lange Verstorbenen durch seine anscheinend manische „Säuberungshatz“ die letzte Ruhe zu stören ? Ist es ein trotziges „Jetzt erst recht“ ? Findet er dadurch eine Befriedigung, eine Genugtuung, die er anderweitig nicht erlangen kann ?
Herr Ellensohn scheint mir doch einer Volksgruppe anzugehören, die nicht müde wird, durch die Zeiten das Andenken, den Respekt, die Erinnerung an ihre Toten zu zelebrieren und auch von ihnen fernstehenden Völkern vehement einzufordern. Wie kann ein solcher Mann, als Vertreter eines so um seine eigenen Toten bemühten Volkes, der um die Bedeutung des Andenkens an die Toten weiß, wie kann ein solcher Mann ernstlich über die Entweihung eines Grabes nachdenken und so seinem Gastvolk eine Schmach antun, die, würde sie den Toten seines Volkes widerfahren, er sich tunlichst verbitten würde. Wird hier wohl mit zweierlei Maß gemessen ? Sollte es doch ein auserwählteres Volk geben, dass Gott über die anderen Völker gesetzt hat ? Fast mag es so scheinen.
Oder: Wie tief muß man moralisch gesunken sein, um seine eigene Unversöhnlichkeit noch über den Gräbern der Toten auszutoben ?
Ich weiß es nicht und ich will es auch gar nicht wissen. Mein Respekt vor allen Toten verbietet mir solche Gedankengänge, wie sie dem Mitglied der Wiener Grünen vorschweben.

indy


17.7.03 14:13:55
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@Schweinchen
schau mal bei klick-nach-rechts.de...dort machen die nix anderes...vonwegen Ferdi Porsche ein Kriegsverbrecher.
@Axel
Ich bezog das "politische" bei Rudel auf ihn selbst...nicht auf unser heutiges übermoralisches gehabe.

Hab gestern in der Siegerner Zeitung was gefunden:
junggebliebener Achtzigjähriger von Rommels Afrikakorps... bedankt sich für alle Glückwünsche...
Sogar mit Foto (in Uniform!):D

Axel43


17.7.03 19:22:14
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Wenn es wich wirklich nur um den Herrn Ellensohn handeln würde, wäre die Sache kein Aufhebens wert. Aber ich habe auch von Vandalisierungen, sogar mehrmals ?, am Marineehrenmal Laboe gehört, Störungen des Treffens der Ritterkreuzträger, wilde Proteste gegen die Traditionsvereine, Grabsteine beschmieren, u dgl peinliches mehr. Das läßt tief blicken...
Nun mal ein bißchen Geschichte. Kaiser Karl V hatte drei große politische Probleme, nämlich die Franzosen, die Türken und die Reformation. Alle drei haben seine Regierungszeit aus seinem Gesichtspunkt gesehen verpestet.
Nach dem Tode von Dr. Luther sind die evangelischen Verbündeten dem Kaiser militärisch unterlegen. Auch Wittenberg wurde erobert. Man führte den Kaiser zum Grab von Luther in der Schloßkirche und schlug ihm vor, man sollte (wie damals oft geschehen, vgl z B Cromwell) doch das Grab öffnen, den Leichnam herausnehmen, zur Schau stellen, verbrennen oder auf den Mist werfen. Der Kaiser sagte kühl:" Gegen Tote kämpfe ich nicht. Das Grab wird nicht angerührt". Und dabei ist es geblieben.
Was uns zeigt, daß ein Mann vor beinahe 500 Jahren mehr Anstand hatte, als was es viele heutzutage zu haben scheinen.

indy


18.7.03 00:11:30
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Gepostet von Axel43
Wenn es wich wirklich nur um den Herrn Ellensohn handeln würde, wäre die Sache kein Aufhebens wert. Aber ich habe auch von Vandalisierungen, sogar mehrmals ?, am Marineehrenmal Laboe gehört, Störungen des Treffens der Ritterkreuzträger, wilde Proteste gegen die Traditionsvereine, Grabsteine beschmieren, u dgl peinliches mehr. Das läßt tief blicken...

siehe Link, plus Website von AntiFA...

Schweinchen Dick


18.7.03 16:00:13
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...und dabei leben wir doch in zeiten des "aufstands der anständigen", wo man "gesicht zeigen" sollte. je mehr diese floskeln im munde geführt werden, um so weniger ist mit der zivilcourage des bundesbürgers los. armes deutschland.
aber: "keyn unglück ewigk".

Francis


4.8.03 13:31:50
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Hallo Schweinchen Dick!

Ich kenne den Herrn David Ellensohn nicht (OK. er könnt dem Namen nach Jude sein). Hat der direkt mit Novotny zu tun oder was? Bitte die Geschichte etwas vollständiger.

mfg

francis

indy


6.8.03 09:47:19
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Ein Posting zum selben Thema in einem anderen Forum:
Als ein ein wenig in die entscheidungsfindung bezüglich der aberkennung des erhrengrabstatus des grabes für maj. novotny am wiener zentralfriedhof involvierter möchte ich folgendes anmerken:
1 Ehrengräber der stadt wien fallen ausschließlich in die zuständigkeit der stadt wien. wen die stadt mit einem solchen grab ehrt, geht ausschlißelich die stadt und deren wahlvolk was an, sonst niemanden. nicht einmal den rest von österreich.
2 die gewählte vertretung der wiener bevölkerung hat endlich, viel zu spät, möchte ich noch extra erwähnen, damit vor allem öffentlich verkündet, daß der nazikrieg nicht der krieg der wiener bevölkerung war und auch heute nicht ist. in diesem zusammenhang wäre es äußerst unakkzeptabel jemanden, der ca 300 potentielle befreier unserer stadt getötet hat auch noch mit einem ehrengrab zu bedenken. jemand, der wie maj. novotny in einem weit über das geforderte maß hinausgehenden einsatz für die verbecherischen ziele gekämpft und getötet hat kann eine demokratische, den menschenrechten verpflichtete republik nicht ehren.
3 durch den einsatz des maj. novotny wurde der krieg unzweifelhaft noch verlängert, wodurch die nazischergen noch länger zeit hatten, unglück und verderben über europas völker zu bringen. somit hat maj. nobvotny nicht nur persönlich gemordet, sondern auch noch dafür gesorgt, daß andere in ruhe weitermorden können. also nicht nur ein mörder, sondern auch ein hefershelfer von mördern.
4 da der krieg nazideutschlands ein ungesetzlicher war, somit alle teilnehmer ungesetzlich gehandelt haben, somit alle, die sich ihnen in den weg gestellt haben als verteter des gesetzes gelten müssen, ist alkso der einzige, dem in diesem zusammenhang eine ehrung gebühren würde, jener britische pilot, der mit seiner mosquito novotny von weiteren verbrecheischen handlungen abhalten konnte.
im übrigen bin ich der meinung, daß die einzigen, welchen in ost-ö kriegerdenkmäler gesetzt werden sollten jene tapferen rotarmisten sind, welche uns von den verbrechern befreit haben.
danke

Axel43


6.8.03 21:11:50
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...der lebt wohl in irgendeinem Schlaraffenland.

indy


7.8.03 15:11:35
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ja, in ÖsterreichSmiley mit verdrehten Augendas unter dt. Besatzung soo leiden musste...

Axel43


7.8.03 18:34:47
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Ja, ich erinnere mich noch, wie sie alle weinend und heulend am Boden lagen, als dieser Saupreiß - wie war sein Name noch? irgendwas mit Adolf - sie ihrer Unschuld beraubte. Tu felix Austria.

indy


8.8.03 02:23:32
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Gast


8.8.03 17:34:09
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"Als ein ein wenig in die entscheidungsfindung bezüglich der aberkennung des erhrengrabstatus des grabes für maj. novotny am wiener zentralfriedhof involvierter möchte ich folgendes anmerken:
1 Ehrengräber der stadt wien fallen ausschließlich in die zuständigkeit der stadt wien. wen die stadt mit einem solchen grab ehrt, geht ausschlißelich die stadt und deren wahlvolk was an, sonst niemanden. nicht einmal den rest von österreich.
2 die gewählte vertretung der wiener bevölkerung hat endlich, viel zu spät, möchte ich noch extra erwähnen, damit vor allem öffentlich verkündet, daß der nazikrieg nicht der krieg der wiener bevölkerung war und auch heute nicht ist. in diesem zusammenhang wäre es äußerst unakkzeptabel jemanden, der ca 300 potentielle befreier unserer stadt getötet hat auch noch mit einem ehrengrab zu bedenken. jemand, der wie maj. novotny in einem weit über das geforderte maß hinausgehenden einsatz für die verbecherischen ziele gekämpft und getötet hat kann eine demokratische, den menschenrechten verpflichtete republik nicht ehren.
3 durch den einsatz des maj. novotny wurde der krieg unzweifelhaft noch verlängert, wodurch die nazischergen noch länger zeit hatten, unglück und verderben über europas völker zu bringen. somit hat maj. nobvotny nicht nur persönlich gemordet, sondern auch noch dafür gesorgt, daß andere in ruhe weitermorden können. also nicht nur ein mörder, sondern auch ein hefershelfer von mördern.
4 da der krieg nazideutschlands ein ungesetzlicher war, somit alle teilnehmer ungesetzlich gehandelt haben, somit alle, die sich ihnen in den weg gestellt haben als verteter des gesetzes gelten müssen, ist alkso der einzige, dem in diesem zusammenhang eine ehrung gebühren würde, jener britische pilot, der mit seiner mosquito novotny von weiteren verbrecheischen handlungen abhalten konnte.
im übrigen bin ich der meinung, daß die einzigen, welchen in ost-ö kriegerdenkmäler gesetzt werden sollten jene tapferen rotarmisten sind, welche uns von den verbrechern befreit haben."

das vokabular spricht bände.
heil moskau ! Smiley mit verdrehten Augen

Axel43


8.8.03 17:46:34
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Also, ich nehme an die Österreicher werden demnächst alle ihre inzwischen verstorbenen Kriegsteilnehmer ausbuddeln, und die Überlebenden hinter schwedischen Gardinen setzen. Was dem Novotny Recht ist....
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