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Flugscheiben

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AutorBeitrag

indy


20.1.02 00:21:15
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Ihr habt ja noch keinen Flugscheiben Threat,-nee welch eine Sünde :wink: Haltet ihr die Berichte für warscheinlich(außer den 4. Reich Haunebus in Neuschwabenland:biggrin:). @Bobo als Flugkreisel Experte kennst du doch bestimmt die FW 500 Kugelblitz.Hat da vielleicht jemand(Autor oder so) den Triebflügel falsch interpretiert und daraus wurde dann die FW 500?

waldi44


20.1.02 14:34:50
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Da liegste ab falsch Indy!:Dhttp://www.nexusboard.net/showthread.php3?siteid=332&threadid=7168Board für Deutsche Geschichte >> Luftwaffe > Foo-Fighter

indy


20.1.02 23:12:22
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Der Mensch an sich macht halt laufend Fehler,die Geschicht zeigt das die aber auch meist ´noch wiederholt werden. :wink: :biggrin:

indy


22.1.02 22:39:07
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Dann fang ich mal an . Hmmm. Also da wären : Schrieverscher Flugkreisel,BMW Flügelrad I-III,Sack AS-6,das "Ding" von Andreas Epp(Omega-Diskus),Flakmine V-7 "Flugschnittel",Feuerball,und weil wir ja bei den Flugkreiseln sind nehmen wir noch den FW Triebflügel dazu.www.luft46.com/rdreams.html,www.reichsflugscheiben.de. Kann jemand was mit den exotischen Geschützen (Vielfältigwindkanone oder was auch immer :confused: ) bei Reichsdreams anfangen? Hier noch ein Link zur Windkanone www.schatzsucher.de/geheimwaffen/schallkanone.htm und noch einer zu was aktuellen www.spiegel.de7wissenschaft/0,1518,178212,00.html:)

Panzermayer


22.1.02 22:50:48
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JA ICH! ;)
Ganz kurz:
-Taifun =>Flak-Rakete
-Wasserfall =>Boden-Boden-Lenkrakete
-Windkanone =>gegen feindl. Tiefflieger
-Schallkanone =>Anti-Inf-Waffe
-Rotkäppchen (X-7) =>steuerbare PzAbwehrrakete
-Steinbock =>Infrarotsteuerung zu obiger X-7
-Pfeifenkopf =>weitere Steuerungsverb. für die X-7
-Rochen =>Sparmaßnahme-Flugkörper
-Flunder =>ferngelenkte PzAbwehrwaffe
-X-4 =>Salvenrakete (größere Rakete als R4/M, aber gleicher Einsatzzweck, aber auch als Luft-Boden-Waffe)
-Rheinbote =>Fernrakete
.....
Gruß Panzer

Panzermayer


22.1.02 23:00:09
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IST EBEN ALLES NUR GEKLAUT....lalalala....hehe!
Da wären die Amis ja wirklich zu unfair gewesen, wenn sie uns nicht wenigstens ein "bBisschen" Aufbauhilfe nach 'm Krieg hätten zukommen lassen..!! :D
Pänzer

indy


23.1.02 22:25:01
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Nee, ich meinte nicht die "blödsinnigen" :wink: Sachen ala Wasserfall, deren Konstruktionszeichnungen ganz zufällig unter den GI Stiefeln kleben blieben und nach Amerika gekommen sind. Ich meinte da eher die z.B. Vielfältigwindkanone und änliches. :)

Panzermayer


24.1.02 08:02:45
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Tja. genau kann ich darauf auch keine Antwort geben, hab allerdings hier ein Bild in 'nem Buch, auf dem 3 Windkanonen-Spiegel im Winkel von 45° auf einer drehbaren Plattform angebracht sind, vielleicht ist das dann die "Vielfältigwindkanone", immerhin steht das ja da in der gleichen Sparte..!?
Naja, trotzdem, gute Seite..!
Gruß Panzer

Panzermayer


24.1.02 08:04:47
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Warum eigentlich "blödsinnige" Wasserfall...die Idee war doch wirklich gut, da wären die Amis von selbst erst in denj 80ern drauf gekommen... :D !

indy


24.1.02 16:34:15
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@Panzermayer: Das war Sarkasmus! :D

indy


24.1.02 17:20:21
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Dann fang ich mal an mit dem 3.Reich's UFOs zerpfügen. :) Der mystische Foo-Fighter mit dem Namen "Christbaum", www.freezone.de/sde/sde0203.htm. "Christbaum" ist eine Methode fendliche Flugzeuge bei der Bombadierung in die irre zu führen. Die Alliierten verwendeten bei den Bombenangriffen immer sogenannte "Pfadfinder" (meist leichte Moskito-Bomber) , die mit Leuchtbomben die Angriffsziele für die schweren Bomber(B-17) kennzeichneten (z.B. Industrieanlagen in Städten). Nach den Leuchtbomben richteten sich dann die Bombenschützen. "Christbaum" (lediglich LEUCHTRAKETEN) wurde meist in unbewohnten Gebieten hinter den vermeintlichen Angriffszielen der Bomber aufgestellt (gab's auch hinter Siegen - war ein kleiner Bunker mit der bezeichnung "Dienststelle Magnet"). Wenn die all. Pfadfinder nun die Ziele mit Leutbomben gekennzeichnet hatten und die Vier.Mots schon in der nähe waren, wurden die "Christbäume" in den Himmel geschossen . Die feind. Bombenschützen sahen nun den Boden übersäht mit Leutbomben.Die Flugzeuge warfen ihre Last in richtung der gekennzeichneten Ziele ,trafen teilweise (je nach dem welche Markierung sie Angriffen)aber dank "Christbaum-Kennzeichnung" nur Wald und Wiesen. Im Einsatz hatt es aber nicht so gut funktioniert , da die Leuchtkugeln des Christbaum oft durch den wind abgetrieben wurden.Also die " Foo-Fighter Christbaum" waren lediglich Leuchtraketen die den Bombern falsche Ziele vorgaukelten.

indy


25.1.02 14:19:43
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Nochmal @Panzer: Was kannst du mir über Rochen sagen ,ich weis das die Dinger (RochenI-III) für verschiedene Reichweiten gebaut wurden (600m,1000m,2000m) und vom Prinzip dem Rotkäppchen entsprechen. Wie sieht das eigentlich mit Pfeifenkopf und Pinsel aus - die Zielerfassung geschah ja mit kleinen Kameras, die den unterschied zwischen Panzer und Hintergrund erkennen konnten. Aber war das damals überhaupt zuverlässig ,wenn man mit der einfacheren Fernseh-Lenkung der Mistel schon große Probleme hatte? :)

Panzermayer


25.1.02 16:00:59
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Rochen
Dieser Deckname stand für eine Reihe von Entwicklungen, die im Sommer 1944 bei der 7VA (Torpedoversuchsanstalt) in Gotenhafen begonnen wurden. Hier die 4 Modelle, die (von den acht geplanten) für das Heer vorgesehen waren:
Grundsätzlich ging es darum, aus billigstem Material wie Sperrholz und/oder Preßstoff eine Primitivwaffe zu schaffen, deren Zuladung aus bereits vorhandenen Sprengkörpern bestand. Man hatte als Tragkörper ein Flügelprofil mit lang auslaufenden Endscheiben gewählt, die durch ein Höhenleitwerk miteinander verbunden waren.
Beginnen wir mit der kleinsten Ausführung, dem Rochen-600, der zur Panzerbekämpfung bis zu einer Entfernung von 500 m vorgesehen war. Bei der Bezeichnung zeigte die zugesetzte Zahl die Länge des Flugkörpers, die Breite betrug hier 310 mm. Je nach der Bestückung mit zwei oder drei Hohlladungen der Panzerfaust wog dieser »Rochen« 15 bzw. 22 kg. Trotz der erheblichen Bekämpfungsentfernung war hier eine Fernsteuerung nicht vorgesehen.
Der Rochen-1000 war ebenfalls zur Panzerbekämpfung vorgesehen, bei einer Kampfentfer- nung von 1500 m war hier eine 2-Kommando-Lenkung (Seite - Höhe) vorgesehen. Die Breite des mit 3-4 Hohlladungen bestückten Flugkörpers betrug 520 mm. Zur erhöhten Wirkung sollte der Kopf mit zusätzlichem Sprengstoff ausgegossen werden. Das Fluggewicht lag je nach Sprengkopf zwischen 40 und 57 kg.
Der »große Rochen«, auch Rochen-2000 genannt, unterschied sich von den ersten Modellen durch ein zusätzliches Marschtriebwerk, das etwa 60 kp Schub entwickelte. Mit diesem, meißt einer Kommandosteuerung ausgerüsteten Flugkörper sollten Panzer bis zu 3000 in Entfernung bekämpft werden. Je nach dem Sprengkopf wog dieser 1050 mm breite Körper 160-230 kg. Der gleiche »Rochen« war mit einem mit Handgranaten und Schrapnelladungen gefüllten Kopf auch zur Truppenbekämpfung ausgelegt.
Auf Grund von durchgeführten Versuchen wurde der »Rochen-600« zur Weiterentwicklung an die EMW abgegeben, die daraus die sogenannte »Panzer-Flunder« entwickelte.
Ein ähnliches Modell, das aber ebenfalls nicht gebaut wurde, hatte die Firma HASAG unter der Bezeichnung »Kabeljau« vorgeschlagen.
[Quelle:Wa und GehWa des dt.Heeres, 1933-1945; Hahn]

Das mal hierzu,
Gruß Panzer

Panzermayer


25.1.02 16:16:33
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Steinbock
Die Schwierigkeiten mit der Drahtsteuerung in bewachsenem Gelände klar erkennend, hatte man unter diesem Decknamen mit einer Entwicklung begonnen, bei der die Steuerkommandos durch ein infrarotes Strahlenbündel übertragen werden sollten. Um die Fertigung zu vereinfachen, hatte man für die neue 11,6 kg schwere Rakete einen Panzerfaustkopf als Ladung vorgesehen. Man konzentrierte sich aber zuerst auf das neuartige Steuerungssystem. Im Einsatz sollte sich der steuernde Schütze einige hundert Meter vor der von zwei Mann zu bedienenden Waffe befinden.
Mittels eines Projektionssystems konnten dadurch die Kommandos auf eine kürzere Entfernung übertragen werden, womit sich die Treffgenauigkeit erhöht hätte.
Die Versuche, bei denen es immer wieder zu Schwierigkeiten der Triebwerksausstrahlung auf die Empfangszelle der Steuerung gab, wurden nicht mehr abgeschlossen.

Pfeifenkopf
Dieses Projekt, das zuerst den Decknamen Pinsel trug, befaßte sich mit einem weiteren, verbesserten Steuersystem für Panzerabwehrraketen. Ausgegangen ist man hier auch von der Drahtsteuerung und der Verwendung eines Rechengerätes, dem die Koordinaten der Seiten- und Höhenabweichung eingespeist wurden. Man wollte aber das System noch weiter automatisieren.
Durch die Kombination eines Ikonoskopes mit einem Bildwandler hatte man für ein Zielkontrastverfahren ein Superinkonoskop geschaffen, das die Impulse für eine elektronische Vergleichsabtastung lieferte - mit einem derartigen ZSG (Zielsuchgerät) hoffte man das Ziel automatisch zu treffen.
Versuche zeigten jedoch, daß, durch den kleinen Sichtwinkel des Gerätes bedingt, der Schütze die Flugbahn der Rakete schon auf das Ziel richten mußte - erst in der letzten Flugphase übernahm dann das ZSG - und das funktionierte nur bei Lichtverhältnissen, die einen guten Kontrast ermöglichten.
Das Projekt konnte nicht mehr abgeschlossen werden, es galt zu viele Probleme auf diesem neuartigen Gebiet zu lösen.
Betrachten wir aber abschließend die Schwierigkeiten, die bei der Bekämpfung eines Panzers in 500 rn Entfernung damals aufgetreten wären - gleichgültig, wie man die Rakete steuerte. Der Schütze hatte nur etwa fünf Sekunden Zeit, eine Rakete, die mit etwa 350 kni/h in 1-1,5 m Höhe flog, so auf ihrer Bahn zu halten, daß sie das Ziel traf. Der kleinste Steuerungsfehler, und die Rakete hatte Bodenberührung, durch feindliches Abwehrfeuer wurde diese Aufgabe auch nicht erleichtert.
Eine Mitteilung der Organisations-Abteilung des OKW weist zwar auf einen für Ende März 1945 geplanten Truppenversuch im Raum Schlesien hin, ob dieser aber durchgeführt wurde, ist nicht nachweisbar.
[Quelle wie oben]
Gruß Panzer

Panzermayer


25.1.02 17:46:47
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Hehehe...danke Balsi, GROßartig!

Balsi


25.1.02 18:59:21
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jetzt wieder normalartig... war dann doch etwas zu gewaltig

Indy


26.1.02 18:58:03
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Herzlichsten Dank Panzermayer. Es gab womoglich noch nen scharfen Einsatz einer Pz.Abw.Lenkrakete im 2.WK. Zurückflutende dt. Truppen fanden in der Aladinhöhle 45' mehrere hundert Rotkäppchen[7red] die dort lagerten , Augenzeugen berichten das diese dann gegen russ. Panzer eingestzt worden seien(u.a. JS-2).Kann es sein, das Rotkäppchen an die 6.SS ausgegeben wurde . Im Jonastal sollen die Amis ja von völlig neuen Panzerabwehrwaffen angegriffen sein worden! Da sind noch ein paar andere Gerätschaften die ich nicht zuorden kann - AEG Rumpelstilzchen(Pz.Abw.) , Rheinkind (Luft/Luft) ,Tornado (Luft/Luft) , Flakrakete 42 "Jagd 42" (Luft/Luft) ,DFS Hecht,Tándem,Seehund (alle Boden/Boden) und die "Bu-Rakete". www.mil-mod.de/Welcome/Photo_References/Rocketry/body_rocketry.html Wer weiß was ? :)

indy


26.1.02 19:13:36
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S****** , versehendlich schon abgeschickt.
Hat man eigentlich Versuche gemacht die Lenkraketen an leichte Flugzeuge oder an Hubschrauber zu hängen ( Fi Storch als Panzerjäger :wink: :biggrin: )? Oder auf ne'n SPW (wie die Borgward IV, die mit 6 Panzerschreckrohren in Berlin eingestzt wurden!). Der Kleinpanzer Wanze (E-5) Würd sich doch für den Zweck auch nutzen.

Panzermayer


26.1.02 20:43:33
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Hi Indy,
bitte, bitte!
zitiere:
"...
Hergestellt wurden von der 8-347, wie die offizielle Projektnummer lautete, etwa 300 Stück. Die Luftwaffe bestand auf der »8« - alles was Flügel hatte, so hatte es vor Jahren Göring bestimmt, erhielt in der Projektnummer diese vorgestellte »8«.
Am 21. September 1944 wurden die ersten sieben Stück auf dem Schießplatz Sennelager erprobt. Die ersten vier hatten infolge der recht groben Steuerung nach 20-25 m Flug Bodenberührung; bei den nächsten beiden X-7 platzte der Motor - die letzte traf ihr Ziel in 500 m Entfernung.
Die geplante Massenproduktion bei den Ruhrstahlwerken in Brackwede und den Mechanischen Werken in Neubrandenburg ist zwar noch angelaufen, die zahlreichen, halbfertigen Geschosse wurden eine Beute der Gegner. Der befohlene Truppenversuch an der Front ist nicht nachweisbar."
Grüße Panzer

indy


26.1.02 23:43:03
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N'Abend Panzer : Denk mal das der Einsatz ,den ich meinte , eher improvisiert war, und nichts mit dem Versuchseinsatz in Schlesien zu tun hatte . Wäre hilfreich wenn jemand wüsste wo die Aladin Höhle liegt.

Balsi


27.1.02 09:12:36
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hey das klingt ja alles superinteressant was ihr hier anbietet.... würde zu jedem gerät was ihr hier beredet gern ne Seite machen ... ähnlich wie
hier ... macht mal ne Liste die wir einzeln abarbeiten können... will das Wissen niemanden vorenthalten also muss das gebündelt werden...wäre nett Eure Hilfe dabei zu haben ... danke

Panzermayer


27.1.02 12:02:35
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Bin dabei....ab nächstem Wochenende hätt ich Zeit!
Grüße Panzer :P

Balsi


28.1.02 21:52:14
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die Aladin-Höhlen liegen bei Stolberg im Harz

indy


29.1.02 17:19:47
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Hi Leute ! Wer'se noch net kennt : Jägerfaust Bei Bedarf würd' ich noch ein paar Wörter schreiben. Das wär vieleicht noch was für Balsi's Sonderwaffen: "Clusterbomben" - www.vfa.tu-cottbus.de/fw190/abwurfwaffen2.htm www.warbirdsresourcegroup.org/LRG/bombs.html www.soldierandwar.com/sept_AerialBombs_1.asp :)

Balsi


30.1.02 09:50:58
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hi Indy... also zur Jägerfaust könnt ich schon noch einige Infos gebrauchen...wäre ja super wenn du da was zu schreiben könntest... schreib ruhig alles auf was du finden kannst... besonders die technischen Einzelheiten sind von interesse... hab das gemerkt bei den geheimwaffen spezielle den raketen... jeder hat etwas aber niemand alles... ich hab aber so einiges zusammengetragen zur X-4 zum beispiel das sehr interessant ist... weil ich grad dabei bin... die Waffen-Revue kann ich nur jedem empfehlen... habe mir mal ein Exemplar bei Ebay gekauft... herrlich absolute Spitze... werde demnächst mal die Abläufe der Produktion einer "Hummel" bildlich ins Netz stellen... wirklich super gut recherchiert und fundiert das ganze... und so ist das ganze Heft... schrecklich.. wieder was was ich kaufen muss...:P :P :P
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