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Ritterkreuz für die luftwaffe einfacher ...

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AutorBeitrag

Tobias


19.1.04 00:56:53
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als für die (überwasser)Marine- und heereseangehörige? Mir kommt der eindruck, daß es einfacher für piloten war das ritterkreuz zu bekommen, da sie ja nicht im direkten sinne schlachtentscheidend waren. Natürlich kann man bei u-booten nicht von schlachtentscheidung reden, weil kriegsentscheidene seeschlachten gab es sehr wenige, aber wenn man den prozentualen anteil hier vergleicht, vor allem im eichenlaub und schwertträger bereich kommt die luftwaffe und die u-boot waffen viel besser weg. Oder kommt mir das nur so vor ?

Axel43


19.1.04 02:39:11
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daz komt wool daheer, daz Mann auf dih Praksis imm 1. Welltkriech zurueckgriff, allsoh dih verLeihung dez Pour le Merite.

Tobias


19.1.04 03:40:31
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Hm.... entweder soll daß eine anspielung auf meinen teilweise konfusen satzaufbau sein, oder du bist besoffen! :)
Also meinst du weil es im wk1 so schwer war oder einfach nicht soviele möglichkeiten gegeben hat zu einem abschuß zu kommen, hat es soviele rk-träger in der luftwaffe gegeben ? [ Editiert von Tobias am: 19.01.2004 3:46 ]

Axel43


19.1.04 23:35:53
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Nö, ahber imm 1. Welltkriech wurden jaa relatif wenige AbSchuesse recht Hoch mitt Orden dehkorirt. Aber vgl wieh imm 2. Welltkriech dieh Pantzerabschuesse belohnt wurdn ! Eß handelt sich hihr wohl darumm, daz ein Flugzeuch bzw PantzerabSchuss fiel laichter tzu rechnen ißt,als dieh Aktivitet eineß Innphanterißten.

Hoover


21.1.04 23:09:24
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Boah, Axel, Du bist anstrengend!
Ich denke, die Maßstäbe im WK I waren anders als im WK II.
Außerdem war es im II. WK zwar einfacher, zum RK zu kommen, wenn man Flieger war, aber zu welchem Preis!
Galland hatte 27 Abschüsse glaube ich, als er das Rk bekam. Die hatte er bis 1940 gegen Polen, Franzosen und Engländer erzielt.
Später bekamen Piloten das RK für 20 abgeschossene US-Bomber, aber wenn man die Gefahren und die Gegner betrachtet, dann waren die 20 Bomber sicher sehr viel schwerer zu erlegen als 1940 die Franzosen.
Oder?

Axel43


22.1.04 18:21:03
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Es war wohl, zumindest am Anfang, ein Unterschied zwischen der Westfront/den Alliiereten und der Ostfront/der sowj. Luftwaffe. Hartmann hat den Großteil seiner Abschüsse im Osten, wohl weil es dort verhältnismäßig einfacher war.
Aber Luftkampf und Panzerabschuß sind Einmannbegebenheiten, die sich einfacher beurteilen und belohnen lassen als z B die Aktivität eines Infanteristen. Aber auch dort wurde es im Endstadium des Krieges einfacher.
[Die Rächtschreibunk übe ich nur in Kommentaren zu Tobias aus]

Hoover


22.1.04 18:58:41
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nah gud, dan bin isch jah beruikt!
aba man mus eß jah nich übatraibn, oda?

Westwall


22.1.04 19:03:41
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Es darf aber bei den ganzen Abschusszahlen bis zur evt. Fälligkeit dieser Auszeichnung Görings Nasenpolitik nicht vergessen werden, die Sympathie beim Reichsmarschall spielte dabei in einigen Fällen eine große Rolle.

Johnny


2.4.04 18:29:06
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nun die Luftwaffe ist ja allgemein meist die Eleete einer Armee. Und das war damals nicht anders, sicher war es bei der Luftwaffe einfacher ein Ritterkreuz zu bekommen.

Niwre


2.4.04 19:05:59
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Gepostet von Johnny
nun die Luftwaffe ist ja allgemein meist die Eleete einer Armee.


:totlach:

Leutnant


2.4.04 22:22:24
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Dazu kann ich nur sagen: Seit dem Deutschland eine Luftwaffe besitzt, hat sie jeden Krieg verloren!!!:)
Vielleicht ein bisschen übertrieben, aber die "Elite" der Armee war sie nicht, ist sie nicht und wird sie auch nie sein...nur weil einige Herren bei denen ein Luftfahrzeug bewegen können - ist doch kein Kunststück - können wir Heeresflieger schon lange und wir sind uns nicht zu schade dabei auch im Felde zu kämpfen.

O.K. ich bin ein wenig vorbelastet, aber meine Erfahrungen mit der Luftwaffe (BW) sind durchweg negativ.

Parabellum


15.4.04 13:04:16
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@ Leutnant

Die deutsche Luftwaffe konnte man im 2.Wk durchaus als Elite-Einheit bezeichnen, da sie die meiste Kampferfahrung und bis 1942 auch die besten Flugzeuge ( mit Ausnahme der Bomber ) hatte.

@ Topic

Ab wievielen Abschüssen ein Deutscher Jäger-Pilot ein RK bekam ist unterschiedlich.

Ich orientiere mich jetzt mal bei Erich Hartmann, bester Jagdflieger der Welt mit 352 anerkannten Abschüssen.

Dieser bekam :

Das Ritterkreuz nach seinem 148. Abschuss

Das Eichenlaub bekam er nach seinem 202. Abschuss

Die Schwerter nach dem 250. Abschuss

Die Brillanten nach seinem 301. Abschuss

Leutnant


15.4.04 15:33:42
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@ Parabellum
Das liegt natürlich in den Augen des Betrachters: Im Rahmen aller internationalen Luftstreitkräfte hatte die deutsche Luftwaffe sicherlich einen "elitären" Charakter, aber innerhalb der deutschen Wehrmacht glaube ich nicht, dass sowohl Personal, als auch Material besser (oder elitärer) waren als dies beispielsweise beim deutschen Heer.

Parabellum


15.4.04 17:26:18
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Wenn man das von deiner Seite aus sieht stimmt das natürlich. Aber ob die Wehrmacht besseres Personal hatte als die Luftwaffe ist schwer zu sagen.

In Punkto Material und technische Entwicklungen wurde das Heer klar bevorzugt.
Die Weiterentwicklung von Bombern fand gar nicht statt, und bei den Jagdflugzeugen ruhte man sich zu lange auf den Lorbeeren der Me 109 aus.

Axel43


15.4.04 18:09:32
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Zu Bedenken ist, daß Jagdflieger Einzelkämpfer sind und als solche immer eine Elite sein müssen. So ist das auch in anderen Waffengattungen, wie z B bei einem Scharfschützen.
Aber auch ein erfolgreicher Jagdpilot brauchte ja eine Mannschaft, um sein Flugzeug in Gang zu halten.

Micha1971


4.6.04 13:08:40
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Tja die Luftwaffe konnte man schon als Eliteeinheit sehen, auch wenn zu einem erfolgreichen Jagdflieger noch genügend "Peripherie" dazugehört, ohne die er gar nicht erst in die Lüfte aufsteigen könnte. (Bodenpersonal, z.B. Waffentechniker, Tankwart etc. pp.)

Was nun die Frage betrifft, ob es ein Pilot leichter hatte als ein Mitglied einer anderen Waffengattung, so wage ich das in Zweifel zu ziehen.

Schließlich waren die Verluste der Luftwaffe spätestens beim Luftkrieg um England und dann im späteren Verlauf des Ostfeldzuges enorm.

Hinzu kommt, daß es die Piloten, die an der Westfront flogen schwerer hatten, auf Abschußzahlen zu kommen, als ihre Kollegen im Ostsektor. Für den Luftkampf mußten sie auch in britisches Gebiet einfliegen und waren rein psychologisch schon im Nachteil, für den Fall, daß sie getroffen werden und notlanden müßten, dies auf feindlichem Gebiet machen zu müssen.

Ob es nun im Gegenzug die U-Boot-Besatzungen, Schlachtschiffe, Panzerfahrer oder die Infantrie leichter oder schwerer hatten, kann man imho nur im Einzelfall entscheiden.

Schließlich waren die U-Boote fahrende Särge und mit der Weiterentwicklung der russischen und allierten Waffentechnik auch ein Tiger oder Panther nicht unknackbar.

Bei den Infantristen brauchen wir eh nicht darüber zu diskutieren. Da zählte in manchen Situationen eh nur das Glück, mit dem Leben davongekommen zu sein.

Interessant wäre einmal eine Gegenüberstellung der Waffengattungen mit den Abschußzahlen für gewisse Auszeichnungen:

Beispielsweise:


Panzer xx Abschüsse EK
xxx Abschüsse RK
xxx Abschüsse Eichenlaub
xxx Abschüsse Diamanten

Infantrie xx Abschüsse EK
xxx Abschüsse RK
xxx Abschüsse Eichenlaub
xxx Abschüsse Diamanten

U-Boote xx Abschüsse EK
xxx Abschüsse RK
xxx Abschüsse Eichenlaub
xxx Abschüsse Diamanten

Schiffe xx Abschüsse EK
xxx Abschüsse RK
xxx Abschüsse Eichenlaub
xxx Abschüsse Diamanten

Luftwaffe xx Abschüsse EK
xxx Abschüsse RK
xxx Abschüsse Eichenlaub
xxx Abschüsse Diamanten


Dann stellt sich noch die Frage, in wieweit man die Leistungen der Aufklärer, der Lufttransporte, des Bodenpersonals, der rückwärtigen Dienste, Nachschubkolonnen und -transporte, der Testpiloten, der Überführungspiloten etc. einschätzt und in wieweit bei der oberen Aufstellung auch die Gewichtung der Feindfahrten/-flüge für eine Auszeichnung eine wichtige Rolle spielt.

Wenn es hierzu eine Statistik gäbe, wäre diese sicher interessant.
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