Dieses Archiv enthält einen Auszug des Forums für deutsche Geschichte vom 12.10.2001 bis zum 22.12.2005. Wenn Sie mitdiskutieren möchten, besuchen Sie unser Forum unter forum.balsi.de.

Frage zu Hartmanns Abschüssen

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AutorBeitrag

Ronny22


12.4.05 11:30:25
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Ist bekannt ob Hartmann auch (bekannte) russische Jäger-Asse abgeschossen hat?

Wenn ja wenn???

waldi44


17.4.05 00:15:01
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Stellen wir mal die Frage andersrum: Welche russischen Fliegerasse gab es eigentlich?
Nicht dass ich anzweifle, dass es sie gab, nur kenne ich keine und da werde ich wohl nicht der einzigste sein.
Da wir aber einige Ex NVA'ler unter uns haben, könnten die ja was darüber wissen!

bani


17.4.05 00:30:09
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Hm, auf die Schnelle fallen mir da Pokryschkin und Koschedub ein.
Das sollten eigentlich die bekanntesten sein.


Und in Sachen Hartmann ist mir da nix bekannt.
Sonst hätte er dafür bestimmt auch noch ein paar Jahre bekommen.
So wurde er ja "nur" verurteilt, weil er sowjetische Flugzeuge beschädigt und zerstört hat!

Illuminatus


17.4.05 01:46:48
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Gepostet von bani
Hm, auf die Schnelle fallen mir da Pokryschkin und Koschedub ein.


Neben den beiden genannten:

Iwan Koschedub - 62 Luftsiege
Alexander Pokryschkin - 59 Luftsiege

Auch noch:

Grigori Reschkalow - 58 Luftsiege

Balsi


17.4.05 09:58:55
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Dmitri Glinka - 50 Abschüsse
A. Trud -
N. Gulajew -
G. Retschkalow -
Michael Baranow - 24
Alexei Marasjew - 19
Iwan Kleschtschew - mind. 16
Boris Safanow - 22 auf brit. Hurricane
Pjotr Pokrychew - 22 + 7 Beteiligungen

Bei kriegsende gab es über 200 Flieger die emhr als 20 dt. Flugzeuge abgeschossen hatten. 50 Piloten hatten mind. 30 dt. Flugzeuge abgeschossen. 895 Flieger erhielten den orden "Held der Sowjetunion"

bani


17.4.05 11:20:54
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Gepostet von Balsi
Dmitri Glinka - 50 Abschüsse
A. Trud -
N. Gulajew -
G. Retschkalow -
Michael Baranow - 24
Alexei Marasjew - 19
Iwan Kleschtschew - mind. 16
Boris Safanow - 22 auf brit. Hurricane
Pjotr Pokrychew - 22 + 7 Beteiligungen ...



Safanow.
Der Name fiel mir nicht ein.
Der ist auch noch relativ bekannt.
Flog doch zu Anfang auf der I-16, oder ....

Die anderen kenne ich alle nicht.


Und was die ganzen "Held der Sowjetunion" - Verleihungen betrifft:
Das hatte - im Gegensatz zum RK - wohl eher nur den propagandistischen Wert.
Zumindest in der späteren Phase des Krieges gab es den ja schon für Leistungen, für die deutscher Pilot nicht mal das EK bekommen hätte!
Außerdem wurde er auch für angebliche Leistungen verliehen, OBWOHL festgestellt wurde, daß die angegebne Leistung definitv NICHT erbracht wurde!

Undenkbar auf deutscher Seite!

Auch war die Art der Handhabung "etwas gewöhnungsbedürftig"!

Interessant ist hierbei die Ausgabe 7 der FLiEGERREVUE EXTRA.
Darin befindet sich ein Bericht 1945: Kampf um China.
Behandelt den den Einsatz der russischen Fliegerkräfte gegen Japan am Ende des 2. Weltkrieges.
Beschrieben wird u.a. das völlige Versagen der Torpedobomber.
Wenn man liest, wie da die Stäbe gearbeitet haben fragt man sich wirklich, wie der Russe den Krieg gewinnen konnte!

Beschrieben wird da u.a. auch ein Angriff, bei dem schon die ganze Planung schief lief.
Dabei gerieten die Maschinen in eine Falle von 2 japanischen Flakschiffen.

Zitat:

Im Verlaufe des Vormittags erhielt der Stab der 2. Torpedofliegerdivision den befehl, einen Konvoi von elf Schiffen, die 08:00 Uhr im Hafen Radshin abgelegt hatten und in südlicher Richtung fuhren, zu vernichten.
Die Aufklärungsmeldung hatte aber bereits 90 Minuten vorher vorgelegen.
Die Organisation des Angriffes nahm weitere zwei Stunden in Anspruch, so dass die ersten Flugzeuge erst 11:45 Uhr abhoben.
Nur 16 DB-3 konnten in die Luft gebracht werden.
Davon mussten drei die Rauchmarkierung der Ziele übernehmen.
Der Begleitschutz bestand aus sechs Jak-9.
Als der verband fünfeinhalb Stunden nach Eintreffen der Aufklärungsmeldung endlich am berechneten Punkt eintraf, traf man nur noch drei Schiffe an.
Da diese große Abstände einhielten, wurde ein Gruppenangriff befohlen.
Eine gruppe warf die Bomben neben das Ziel, die Torpedos erwiesen sich als Tiefläufer.
Der Angriff auf das nächste Ziel erfolgte wegen des starken Flakfeuers aus zu großer Entfernung und endete mit Fehlwürfen.
Nur die dritte Gruppe traf.
Erst während des Angriffs merkte man, dass man es erneut mit zwei japanischen Flakschiffen zu tun hatte.
Die Masachine von Lt. Illjaschenko wurde getroffen.
Nach Aussagen der anderen Besatzungen setzte das brennende Flugzeug dennoch den Angriff fort.
Der Flugzeugführer erhilet posthum den Titel eines "Helden der Sowjetunion".
Wie groß war das Erstaunen, als wenige Tage nach der Ehrung bekannt wurde, dass der "gefallene Held" lebte und sich in Seoul bester Gesundheit erfreute.
Illjaschenko hatte nähmlich sein Flugzeug notwassern und im Schlauchboot das Ufer erreichen können.
Amerikaner befreiten ihn später aus japanischer Kriegsgefangenschaft.
Zwar erhielt er im Dezember 1945 seinen Orden, die damit verbundene "Heldentat" wurde allerdings aus der sowjetischen Militärhistorie getilgt.

Zitat Ende.


Hoffe mal, daß ich beim abschreiben nicht zu viele Fehler gemacht habe ...

Ronny22


26.4.05 12:32:18
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Hab noch was zu russischen Assen gefunden:

http://www.elknet.pl/acestory/soviet.htm
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