Dieses Archiv enthält einen Auszug des Forums für deutsche Geschichte vom 12.10.2001 bis zum 22.12.2005. Wenn Sie mitdiskutieren möchten, besuchen Sie unser Forum unter forum.balsi.de.

7. Lw.Felddiv.

zurück zur Themenübersicht
AutorBeitrag

brigittah


30.7.02 15:10:01
Direktverweis
Mein Vater (Jg. 1921) möchte erfahren, was aus der 7. Lw.-Felddiv. (Mlawa) geworden ist. Er war dieser Einheit zugeteilt, kam dann aber schwerkrank ins Lazarett, wo er bis Kriegsende blieb. Nun hofft er zu erfahren, was aus seinen damaligen Kameraden geworden ist.

panzerjaeger


30.7.02 19:05:36
Direktverweis
7.Luftwaffen feld Division....

Die 7. Luft.feld Division wurde offiziell im Mai 1943 aufgelöst.
Die Reste der Einheiten kamen zur 15 .Luftw.Feld.Division.
15 Luftw.feld Division...
Schwere Kämpfe am Kalmmius bei Tschermalyk .Die Division wird zerschlagen und am 11 September 1943 aufgelöst die reste kommen zur 5.Luftw.Feld.Div.
5.Luftw.feld Div.
Einsatz bei Odessa...Mai .1944 wird die Division bei Akkermann aufgelöst .Reste kommen zur : 76.Id.,304,320 und 335.ID.
Quellle:Die dt.Luftwaffen Felddivisionen von W.Haupt.

brigittah


8.8.02 09:21:07
Direktverweis
Danke für Ihre Informationen.

Balsi


8.8.02 09:44:37
Direktverweis
ich hab auch noch was für Dich:
7. Luftwaffenfelddivision:
Die Aufstellung dieser Division.erfolgte genau wie bei ihren Vorgängerdivisionen auf den Truppenübungsplätzen Groß-Born und Mielau (früher Mlawa). Verschiedene Fliegerregimenter der Luftgaue 111, IV und andere stellten die drei Jägerbataillone auf, während die übrigen Waffengattungen von den entsprechenden Ersatzeinheiten der Luftwaffe kamen. Die infanteristische Ausbildung konnte nicht abgeschlossen werden, da die Verbände »Hals über Kopf« in die Transportzüge verladen wurden, die die Einheiten beschleunigt nach Südrußland fuhren.
Bereits die ersten im November 1942 eintreffenden Einheiten wurden sofort an die Front befohlen und den im Aufbau befindlichen Teilen der Armeegruppe General der Infanterie Hollidt unterstellt. Diese Armeegruppe hatte im November 1942 den Befehl erhalten, die sowjetischen Panzerkräfte, die die deutsche 6. Armee in Stalingrad vom Westen her eingeschlossen hatten, abzuwehren. So wurden die bis Januar 1943 eintreffenden Teile der 7. Luftw.Feld-D. praktisch aus den Transportzügen in die Schlacht geworfen.
Die Division unterstand im Januar 1943 der Korpsgruppe Generalleutnant Mieth. Diese sonst aus Sicherungskräften bestehende Gruppe wurde am Tschir eingesetzt. Hier kam es bis Jahresende zu schweren Abwehrkämpfen, die schließlich im Januar 1943 in Rückzugsgefechten westlich des Flußes übergingen. Die 7. Luftw.Feld-D. - insgesamt drei Jägerbataillone, 3 Kompanien Panzerjäger, 3 Batterien Artillerie, 3 Batterien 2 cm- und 8,8 cm-Flak, je eine Radfahr-, Pionier- und Luftnachrichtenkompanie - wurde in den Strudel der Rückzugskämpfe verwickelt. Die Kampfgruppen mußten sich unter schweren Verlusten Ober den Zimlja-Abschnitt in den Raum Morosowskaja am Kalitwafluß zurückziehen. Nur Reste erreichten im März den Mius-Abschnitt. Hier gelang es noch einmal, die versprengten Kampfgruppen zusammenzufassen; doch die Division selbst bestand nicht mehr.
Die 7. Luftw.Feld-D. wurde offiziell im Mai 1943 aufgelöst; die Reste ihrer Einheiten kamen zur 15. Luftw.Feld-D.
Divisionskommendeur
Generalmajor Freiherr von Biedermann - September 1942 - März 1943
------------------------------------
15. Luftwaffen-Felddivision:
Ein Divisionsstab und wenige Divisionstruppen wurden vom Oberkommando der Luftwaffe Ende 1942 an die Südfront befohlen, um hier die bereits kurz nach ihrer Ausladung zerschlagenen 7. und 8. Luftw.FeldD. aufzufangen und damit eine neue Division zu bilden, die die Nr. 15 erhielt. So bildete sich im Raum Salsk in der Kalmückensteppe vorerst eine Division, die den Namen Luftw.Feld-D. »Süd-Ost« trug und erst im März lffl ihre endgültige Nr. 15 erhielt.
Das im Südabschnitt der Ostfront eingesetzte IV. Fliegerkorps stellte Personal für das Luftw.Jäg.Rgt. 29, das Vill. Fliegerkorps für das Luftw.Jäg.Rgt. 30 ab. Das Luftw.AR. 15 wurde erst im Frühjahr 1943 in Unterlüß bei Celle gebildet und besaß französische 15 cm-Museumsgeschütze (aus dem 19. Jahrhundert) mit Bronzerohren! Das Regiment traf erst im Mal 1943 bei der Division ein.
Bevor die endgültige Zusammenstellung der Division - besonders in den Räumen Salsk und Jekatarinowka am Manytsch - beendet war, erfolgte im März 1943 der erste Einsatz am Manytsch-Brückenkopf Proletarskaja. Weitere Abwehr- und Rückzugskämpfe spielten sich am Westufer des Don von Aksaiskaja bis südlich Nowo-Tscherkassk, an der Miusfront bei Pokrowskoje und ostwärts Uspenskaja ab. Hier wurden große Teile des XXIX. AK von den Sowjets eingeschlossen, darunter die 15. Luftw.Feld-D.
Es gelang Teilen der Division In der Nacht zum 31. August 1943 unter persönlicher Führung des Kommandeurs, den russischen Umfassungsring südlich Konkowo zu durchbrechen und Anschluß an die deutschen Truppen zu finden. Der Einsatz der Division wurde in den Tagesbefehlen von Armee und Heeresgruppe lobend erwähnt und Hauptmann Eitel, Kommandeur des 111./Luftw.Jäg.Rgt. 30 - der kurz darauf fiel - mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet.
Die Division, die hohe Verluste zählte - allein das Luftw.Jäg.Rgt. 30 besaß noch 400 Mann von 2600! - bezog neue Stellungen am Kaimius bei Tschermalyk, später am Westufer des Molotschnaja westlich von Gnadenfeld. Schließlich ging es noch in das Gebiet um Taganrog zurück. Hier wurde die Division endgültig zerschlagen und am 11. September 1943 vom Oberkommando der Luftwaffe aufgelöst. Die Reste der kämpfenden Truppe wurden in die 5. Luftw.Feld.D. und 336. ID. eingegliedert; die IV./Luftw.AR. 15 ging als 1./Flak-Rgt. 46 (mot.) an die Luftwaffe zurück.

Divisionskommandeure:
Generalleutnant Mahnke (Luftw.) - Dezember 1942; Generalleutnant Spang (Luftw.) - Januar 1943 - September 1943
--------------------------
5. Luftwaffen-Felddivision:
Der Truppenübungsplatz Groß-Born war Aufstellungsort der vier Jägerbataillone mit 16 Kompanien, Panzerjägerabtellung mit drei Kompanien, Artillerieabteilung mit drei Batterien, Flakabteilung mit drei Batterien sowie je eine Kompanie Pioniere, Luftnachrichten- und Versorgungstruppen, die zur 5. Luftw.Feld-D. zusammengefaßt wurden. Schon nach kurzer Ausbildungszeit fuhr die Division im Eiltransport durch Polen, Mittel- und Südrußland bis zur Krim. Hier traf die 5. Luftw.Feld-D. bereits im Dezember 1942 ein und wurde dem XXXXII. AK. unterstellt und hier zum Küstenschutz eingesetzt.
Schon einen Monat später verlegte die Division zum Kaukasus und wurde vom Oberkommando der 1. Panzerarmee als Reserveverband zurückgehalten bis der Rückzug zum Kuban-Brückenkopf begann. Da wurde die 5. Luftw.Feld-D. in die Abwehrkämpfe um Krasnodar eingesetzt. Hier blieben die Luftwaffensoldaten im Stellungskrieg unter Führung (nacheinander) des V., XXXXIV. und Lii. AK der 17. Armee.
Danach unterstand die Division ab Mai 1943 dem Befehlshaber der Halbinsel Kertsch auf der Krim und sicherte die Küste zum KubanBrückenkopf. Eine Umgliederung der Division erfolgte in den kommenden Sommermonaten. Es entstanden die beiden Luftw.Jäg. Rgter 9 und 10 mitje drei Bataillone. Ferner bildeten sich neu die Panzerjägerabteilung mit drei Kompanien und einer Sturmgeschützbatterle, die 1./Luftw.AR. 5 mit zwei Batterien, die 111./Luftw.AR. 5 mit vier Flakbatterien (ein Regimentsstab existierte bei der Artillerie nicht), sowie je eine Pionier-, Luftnachrichtenkompanie und die entsprechenden Versorgungseinheiten.
Die so neuumgegliederte Division wurde plötzlich im Oktober 1943 zur 6. Armee nach Südrußland transportiert und kurz nach Ankunft dem IV., später XXIXAK. unterstellt. Da stand die 5. Luftw.Feld-D. mitten im Abwehrkampf um Melitopol. Der Widerstand der deutschen Front der 6. Armee hielt nicht lange an. Kampfgruppenweise mußten sich die Verbände - genau wie ihre Nachbarn - unter veriustreichen Gefechten durch die Nogaische Steppe bis zum Dnjepr zurückziehen.
Allein im Oktober 1943 gingen während dieser schweren Rückzugsgefechte infolge hoher Verluste folgende Einheiten verloren und mußten aufgelöst werden:
Luftw.Jäg.Rgt. 10 mit allen drei Bataillonen, Stab Luftw.Jäg.Rgt. 9 und 111. Bataillon.
Nachdem die Division am 1. November 1943 als 5. Feld-D. (L) vom Heer übernommen wurde, bestand sie lediglich noch aus:
Jäg.Rgt. 9 (L) mit zwei Bataillonen,
Artillerie-Abt. 5 (L) mit zwei Batterien,
Pionier- und Nachrichtenkompanie 5 (L), Divisionseinheiten 5 (L).
Nach kurzer Zeit der Umgliederung wurde die Division vom Oberkommando der 6. Armee zum Küstenschutz in das Gebiet um Nikolajew verlegt. Hier unterstand die Division dem Oberkommando der 3. rumänischen Armee, die sich nach Räumung des Küstengebletes im Februar 1944 in den Raum Odessa zurückziehen mußte.
Dort übernahm erneut das Oberkommando der 6. deutschen Armee die Führung, wobei die Division dem LXXII. AK. unterstellt wurde, das den Schutz des Kampf raums Odessa gewährleistete. Das Oberkommando der Heeresgruppe Südukraine zog ab Apdl 1944 die nur noch kampfgruppenstarke Division nach Bessarabien zurück und löste im Raum Akkermann die Division im Mai 1944 endgültig auf.
Die Reste des Jäg.Rgt. 9 (L) wurden zur 76. ID. verlegt und hier auf die Grenadierregimenter verteilt; die übrigen Einheiten der5. Feld-D. (L) kamen zur 76., 304., 320. und 335. ID.
Die einstige Flakabtellung war bereits im November 1943 als 1./FlakRgt. (mot.) 17 zur Luftwaffe zurückgekehrt.
Divisionskommandeur
Generaimajor Graf von Hülsen (Luftw.) - Oktober 1943 - Mai 1944
-----------------------
Quelle Die Deutschen Luftwaffenfelddivisionen 1941 - 1945, Werner Haupt
Infos über die Heeresdivisionen auf Anfrage

panzerjaeger


8.8.02 21:20:40
Direktverweis
Hast dir echt mühe gegeben Balsi.....Alle achtung..:D :D :D
Hast auch denn haupt...
zurück zur Themenübersicht