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Schlacht um England

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AutorBeitrag

Balsi


7.11.01 12:17:23
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Was meint Ihr... hätte man die Schlacht gewinnen können und nach England übersetzen???
Innerhin war man doch kurz davor... trotz grosser Verluste der Deutschen waren die Engländer arg angeschlagen ... doch die Verlagerung der Luftangriffe war wohl die ausschlaggebende Handlung...
oder wars anders???

waldi44


7.11.01 13:53:38
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Eine Ursache des späteren "Mitsieges" Englands lag in Dünkirchen!
Wenn Göring nicht ständig die Prioritäten geandert hätte, hätte die Luftschlacht gewonnen werden können. Mit der Luftüberlegenheit hätte man dannnnn einen Schutzschirm über das Landungsgebiet bilden können und die Schlachschiffe auf Distanz.
Erst waren die Flugplätze dran, dann die Radaranlagen, dann die Motoren und Kugellagerfabriken, dann mal wieder London.
Die deutschen Angriffe verzettelten sich immer mehr, während die englische Abwehr durch die kaum beschädigten Radaranlagen immer zielgerichtet zum Schwerpunkt der deutschen Angriffe geführt wurden und diese reihenweise vom Himmel holten!
http://www.dhm.de/lemo/html/wk2/kriegsverlauf/luftkrieg/
http://members.tripod.de/mDragon007/Panzer/Flugzeuge/he111.htm
http://www.militaerhistorie.de/Themenbereiche/Jagdflieger/jagdflieger.html
http://www.bomberstaffel.de/he111.htm

Balsi


7.11.01 14:06:48
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stimmt schon... Dünkirchen war bestimmt so ne Art... Zweigung.... aus welchen gründen auch immer hier nciht weiter vorgegangen wurde... war das schon der Sieg im Kampf gegen Deutschland???
eigentlich müsste damals jedem klar gewesen sein..erst die Radaranlagen weg... dann sehen wir weiter...eigentlich doch logisch oder? somit hab ich die überraschung auf meienr Seite... es sei denn ich will die feindliche Luftwaffe abnutzen... hat man das deswegen so getan???

Kübelfan


7.11.01 20:59:55
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Meier äh Göring war eine Niete. Ich glaube ihm speziell ist es anzulasten, das die Luftwaffe verheizt wurde! Oder?

waldi44


7.11.01 21:17:32
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Damals hatte man zum Radar ein zwispältiges Verhältnis. Die Briten hatte keine andere Wahl und die Deutsche unterschätzten seine Bedeutung, so wie man später auf Hawaii auch nichts auf die Radarsignale gab, die man von den anfliegenden japanern empfing! DAS hätte trotz der kurzen Vorwarnzeit noch ein heißer Empfang werden können!
Jedenfalls war es einer für die deutsche Luftwaffe!
Dünkirchen hat Hitler zu verantworten und Göring hat in "hängen" lassen! Die Bédeutung liegt 1. darin, den Nazis lebend, wenn auch fast waffenlos, entkommen zu sein!
2. Kampferprobte Truppen als Kern neuer Armeen zu retten!
Es waren ja nicht nur Briten, die da gerettet wurde.

Jeannen


19.11.01 12:20:46
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Also, ich denke, die Schlacht um England war verloren, bevor sie angefangen hat. Und die Gründe liegen noch viel früher und zwar in der Mitte der 30er Jahre. Als Hitler und Göring beschlossen, sich in der Bomberflotte auf mittelschwere Bomber zu beschränken, um eine ädaquate Anzahl davon zur Verfügung zu haben. Ein strategischer Bomberkrieg stand damals nicht zur Debatte. Daher also nur mittelschwere Bomber und Stukas zur direkten Infanterieunterstützung. Fehler Nummer 1. Und die Nummer 2 kommt sogleich: wenn man keine Bomber mit hoher Reichweite hat, braucht man auch keine entsprechenden Jäger (die 110 ist in meinen Augen kein Jäger). Und mit der 109E war kein Krieg gegen eine Spitfire zu gewinnen, schon gar nicht im Angriff. Und diese bescheuerte Auffassung der Erfordernis eines Standardjägers. Mit der FW190A als Begleitjäger hätte man die Schlacht gewinnen können, weil sie eine gigantische Reichweite für ihre Zeit hatten und außerdem eine viel stärkere Bewaffnung als die 109 oder die Spitfire/Hurricane bei einer höheren Wendigkeit. Mit einer ausreichenden Anzahl dieser Jäger hätte man sogar mit den vorhandenen mittelschweren Bombern einen Bombenkrieg gewinnen können.
Das ist mal so kurz meine Meinung.

Balsi


19.11.01 12:40:59
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also da geb ich dir teilweise recht ... die Me 110 war mit Sicherheit kein richtiger Jäger schon garnicht ein Unterstützungsjäger, dieser Flugzeugtyp hätte selbst schutz gebraucht...für Nachtjagd war es ja durchaus einsetzbar...aber für schnelle Kurvenflüge wie es eine Spitfire oder Burricane konnte war sie nicht zu gebrauchen ...
mit Sicherheit lag das Problem auch darin, das die Bomber keinen ausreichenden Jagdschutz hatten... da deren Reichweite (Jäger) zu kurz war, die Me 109 E konnte es dennoch durchaus mit einer Spitfire aufnehmen wenngleich ich sie nicht als besser halten würde.... beide hatten ihre Vorzüge...
die Entwicklung der Bomber sehe ich dagegen nciht als Problem an... immerhin konnten die Ju 88, He 111 und die Dorneirs weit genug ins Landesinnere fliegen, siehe den Angriff auf Coventry und den Anflug aus Norwegen ... auch meien ich hätte man im Süden Englands die Lufthoheit gehabt hätte man sein Ziel erreichen können...denn dort fast alle englischen Jagdgruppen konzentriert ... deren Vernichtung hätte das Ende bdeutet auch war die gesamte industrie eher südlich als nördlich...also genau in den Reichweiten dt. Mittelstreckenbomber...

jeannen


19.11.01 12:47:09
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Schon richtig, weit genug kamen sie. Aber sie konnten nur eine geringe Bombenlast tragen:
Do17: 1000 kg
He111: 1500 kg
Ju88: 2000 kg
Vielleicht 500 kg mehr mit Starthilfsraketen. Was ist das denn? Gar nichts. Aber auf jeden Fall waren die Jäger wichtiger... kein Zweifel.

Übrigens, ich weiß, dass passt nicht so ganz hierher, aber warum muss das Board unbedingt schwarze Schrift auf dunkelgrauem Hintergrund haben. Liest sich "nicht allzu gut"...

Balsi


19.11.01 13:02:51
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nun gut die Bimbenlast zu betrachten ist sicherlich auch wichtig... doch meine ich das interesant ist zu sehen was man machen will, die Deutschen hatten bestimmt nciht vor ganze Städte auszulöschen wie die Amerikaner und Briten es später taten...schon alleine deshalb das durch den dadurch enstandenen hass kein frieden mehr möglich war, somit war man "lediglich" im stande bestimmte punkte zu bombardieren wie Flugfelder, Radaranlagen, Betriebe wodurch man ja dachte den krieg zu entscheiden ...
nun gut Coventry schlägt da etwas aus der Bahn aber ein anderes Beispiel gibt es nicht... im gegensatz zu Berlin, dresden, Hamburg Köln usw....die Deutschen hatten das Potential ähnliche Flächenbombardements zu tätigen... zwar nicht so durchschlagend aber es war möglich...
die Entwicklung der FW 190 hätte wahrscheinlich das ergebnis verändert aber sicher wätre ich mir da nciht... ich denke die Anzahl der Jäge war zu gering...
war mir nciht so...das die ME 262 bereits als Jagdprototyp 1939 vorlag, Hitler aber eine Entwicklung in richtung Jagdbomber festlegte???
Höätte dieser typ was geändert ??? In Pinkto Schnelligkeit mit Sicherheit aber Reichweite auch?? Bewaffnung???
PS: Willkommen natürlich Jeannen ... schwarze Schrift??? wo??? habs nicht kapiert......

jeannen


19.11.01 13:44:14
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Richtig, obwohl sie es bei Rotterdam ja auch schonmal gemacht hatten. Aber ich denke auch, dass sie grundsätzlich nicht die Auffassung vertraten, durch Terrorangriffe einen Krieg gewinnen zu können (im Widerspruch dazu stehen zwar die V1/V2-Terrorangriffe, aber zu dieser Zeit versuchte man wohl jeden Strohhalm zu nutzen).
Es gab bereits detaillierte Pläne über die Me262, aber das Problem war (außer Hitlers idiotischem Befehl, daraus einen Jabo zu machen), dass es bis 1941/42 noch keine entsprechenden Triebwerke gab. Die Geschwindigkeit der 262 war sicher den Jägern mit Kolben-/Sternmotor überlegen (außer mit einer 500kg Bombe am Rumpf), und auch in Punkto Bewaffnung war sie viel stärker (4x30mm Kanonen). Aber die Bewaffnung war wieder ungeeignet zum Kampf gegen Jäger, weil die 30 mm Kanone eine niedrige Feuerrate hatte und somit eigentlich nur gegen langsame/unbewegliche Ziele geeignet war.
Aber die 190 hätte man einfach schon 1937 zum Standardjäger machen müssen und die 109 maximal als zweite Geige. Das hätte auf jeden Fall einiges geändert. Mit der Anzahl, das war ja immer so ein Problem bei den Deutschen. Hätte man den Speer früher als Rüstungsminister eingesetzt, tja, hätte hätte hätte...
Vielen Dank fürs Willkommen. :D
Also, bei mir ist das ganze Board in schwarzer Schrift auf hell- bzw. dunkelgrauem Hintergrund. Ich kann die Beiträge nur lesen, wenn ich den Inhalt markiere (ich benutze Netscape auf NT4 - Arbeit). Ich kann dir ja mal einen Screeni schicken.

Balsi


19.11.01 13:55:21
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oha...also ich hab weisse schrift auf grauen oder dunkelgrünen bzw. schwarzen Untergund...eigetlich alles super zu lesen... glaube aber im Suppot-Board gelesen zu ahben das einige user mit Netscape Probleme haben..
schick mal ein screen...
Dank Dir...werde das dann gleich mal ansprechen...

xmen


19.11.01 17:07:05
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ZUr Frage! Warum nicht,schließlich ging es umgedreht ja auch! Das größte Problem damals war wohl die Verzettelung in zuviele Streiterein. (viele Hunde sind des Hasens Tod)
Allein nur gegen England wäre wohl nicht das Problem gewesen.:P

waldi44


19.11.01 17:26:32
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Nun, mal von allem anderen abgesehen, meine ich ganz einfach man hat wie mit allen anderen Heeresteilen einfach mit unzureichenden Mitteln versucht unmögliches zu erreichen!
Gezielt eigesetzt hätten die Mittel eventuell für Siege gereicht, aber durch ständige Schwerpunktwechsel (auch bei Heer und Marine) verzettelte man sich einfach!
Herr, Marine und Luftwaffe wurden nach einem ganz anderen Zeitplan entwickelt und aufgebaut! Hitler gab diesen Zeitplan vor und führte damit alle in die Irre und als er selbst ihn über den Haufen warf, war man einfach noch nicht so weit!
Außerdem war das Heer nicht für einen Weltkrieg ausgelegt. Eigentlich noch nicht mal zu einem Krieg gegen England!

xmen


19.11.01 17:34:01
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jup, so ähnlich sehe ich das auch!
Wir waren gut aber die anderen waren halt besser,da gibts leider net viel dran zu ruckeln! Es fehlten damals einfach noch 3-4 Jahre Aufrüstung.(was rede ich nur Krieg ist immer SCHE....,.)Also ich wollt meine Kids net fürs Vaterland hergeben.(Grussel);)

jeannen


20.11.01 10:28:12
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Wenn man mit dem heutigen Wissen in der damaligen Zeit wäre und man würde alle schwachsinnigen (aber sauteuren) Projekte streichen und vor 1941 die Rüstungsproduktion auf ein Mehrschichtsystem umstellen, könnte vieles schon anders aussehen.
Aber dennoch muss man vorbehaltlos sagen, dass das was die Deutschen erreicht haben (wenn auch nur kurzzeitig), eine grandiose Leistung ist, bedenkt man die Größe des Landes und die schlechte Ausstattung mit Rohstoffen.

xmen


20.11.01 15:13:13
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Da hast Du recht und weil wir mit so relativ wenig mitteln soviel erreicht haben gab es auch richtig ein auf die Birne!
Schließlich wollen die alle nicht das uns nochmal sowas einfällt.;)
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