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3.Fallschirmjägerdiv. ????

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AutorBeitrag

Alex


12.12.02 16:20:29
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Hi!
wer hat infos über die 3.Fallschirmjägerdiv.??
mfg alex

Balsi


12.12.02 16:32:18
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suchst Du bestimmte Infos oder erstmal einen Überblick?

Alex


12.12.02 17:07:56
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mein opa war in der 3.fallsch.div und zwar in der fallsch.aufkl.komp.3 !
hast du davo schon was gehört. und zu welchem der 3 regimenter gehörte diese komp.
mfg alex

indy


12.12.02 20:22:06
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Hi, er gehörte dann wohl eher zur 3./Fj.AufklärungsAbteilung 3... also Divisionstruppen 3.
Kommt dein Opa aus Bayern o. Österreich?
War er vielleicht 1945 im Siegerland?

Gruß indy

OGLongbeach


12.12.02 20:31:43
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3.Fallschirmjägerdivision:
Aufstellung:
Das OKL stellte im Herbst 1943 in und um Reims diese Division auf. Die Einheiten bildeten sich aus Fallschirmjäger-Ausbildungseinheiten und Freiwilligen aus Luftwaffen-Felddivisionen.
Gliederung:
Fallsch.JR 5; Fallsch.JR 8; Fallsch.JR 9; I./Fallsch.AR 3; Falsch.NA 3;Fallsch.Pi 3;Fallsch.PJ 3; Fallsch.San 3; Vers. 3
Kommandeure:
GM Heilmann; GL Schimpf; GM Wadehn; GL Schimpf
Kriegseinsätze:
1944 Im April Verlegung in das Gebiet um die Festung Brest. Am 7.Juni Eilverlegung an die Invasionsfront. Schwere Abwehrkämpfe in und um St.Lo, im Viretal unter II. Fallschirmkorps. Einschließung im Kessel von Falaise. Ausbruch aus dem Raum Chambois-Argentan nach Magny.Das gesamte II. Fallschirmkorps wurde zur Auffrischung in den Raum Köln verlegt. Ab September Abwehrkämpfe zwischen Rhein und Waal gegen alliierte Luftlandetruppen ("Operation Market Garden"). Bis Ende Oktober Rückzugskämpfe über Merode und Jüngersdorf/Düren. Verlegung und Bereistellung am rechten Flügel der 6. SS-Panzerarmee unter dem I. SS-PK im Raum südostwärts von Elsenborn. Vormarsch im Raum Lanzerath und dann Richtung Krinkelt.
1945 Rückzug durch die Eifel- beim Losheimer Graben, Lissendorf- bis in den Raum ostwärts Bonn. Danach Einschließung im Ruhrkessel und im April Kapitulation mit der HG B im Raum Marienheide.

Quelle:"Der Landeser",Sonderausgabe, Deutsche Divisionen, Teil III

MfG OG Longbeach

Balsi


13.12.02 09:39:38
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jedes Regiment hatte eine Aufklärungskompanie wenn ich bei Skalman nachschaue... allerdings hatten die keine 3 dahinter...nicht möglich das er zum Fallschirm-Rgt. 3 gehörte.. kenn mich bei Fallsch-Jg. nicht so gut aus...

Alex


13.12.02 13:38:41
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Hi Leute !
Danke für die rege Anteilnahme. also wegen der sache das es keine komp.3 geben soll oder so.
ich besitze die urkunde und auch den orden des EK
auf der urkunde steht: im namen des... verleihe ich dem..... ! als einheit oder so steht Fallsch.Aufkl.komp.3
unterschrieben wurde von generalleut. schimpf.und der feldpoststempel ist L49400. Das alles spricht für die 3.Fallsch.div. auch erzählte er mir kurz vor seinem tod das er bei falais und avranches gekämpft habe.
zu der anderen frage nein er kommt nicht aus bayern, sondern stammt aus breslau.

Balsi


13.12.02 13:57:10
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jupp der FP-Stempel weist auf den Stab der 3. FJD ab dem 19.01.1944 hin

Alex


14.12.02 09:51:19
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wer kann mir sagen welche genauen einheiten der 3.fallsch.div. bei falaise gekämpft haben?also welches regiment usw.?

Endzeit jan


24.12.02 08:23:04
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Hi
Eine Aufklärungsabteilung gab es bei Fallschirjäger-Divisionen nicht.
Die 3 sagt nur aus das sie zur 3.FjD gehört.
Da hätte auch ne 4 stehen können .(4.FjD)
Division wurde im Kessel von Falaise schwer angeschlagen.
Genauere Gliederung bei
www.diedeutschewehrmacht.de
Luftwaffe anklicken und Infanterie gehen
Jan

Alex


24.12.02 16:49:44
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hi !
naja. was heißt das jetzt die 3.div hatte keine aufklärungsabteilung? kann es aber sein das es in den regimentern eine aufkl.kompanie gab?
wozu gehörte den dann diese misteriöse aufkl.komp.3 ?
mfg alex

Alex


24.12.02 16:51:51
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hi !
naja. was heißt das jetzt die 3.div hatte keine aufklärungsabteilung? kann es aber sein das es in den regimentern eine aufkl.kompanie gab?
wozu gehörte den dann diese misteriöse aufkl.komp.3 ?
mfg alex

Indy


24.12.02 18:42:02
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Die Rgt`s hatten normaler Weise nur einen Radfahrzug zur Aufklärung.
Bei dem Div. Stab gefindet sich doch noch eine Aufkl.Einheit, oder?
Ansonsten könnte es eine unterstellte Pz.Aufkl.Abt.(mot) sein...von den Korps-oder Armee Truppen.

Gruß Phillip

Alex


25.12.02 16:41:42
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also das der stab eine aufkl. komp hatte könnte sein. er erzählte auch manchmal viel vom stab. aber wissen tut es keiner. also das diese komp. von irgendwelchen pz oder anderen motorisierten einheiten stammt weise ich zurück. er war fallschirmjäger. und ich hab nie gehört das pz. ne eigene fallschirmtruppe hätten.
mfg alex

Indy


25.12.02 23:02:43
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Die Pz.Aufkl.Abt. oder Aufkl.Abt.(mot) wurden aber öfters den Fj.Div unterstellt...wiesonst kämen die ganzen Fotos von Fallschirmjägern und 'Achträdern' zustande ;)
Es gab ja nicht nur Wehrmachts oder SS Aufkl.Abten...
Es gab Fj-Pio.Btl, Fj-StuG Brig. warum nicht auch Fj-Aufklärer als H- oder Korps-truppen?

Gruß Phillip

Alex


25.12.02 23:14:35
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ach so!
aber ich weiß das er luftwaffe war, kann er dann trotzdem bei den panzern sein? weil die sind doch heer?
mfg

Indy


26.12.02 00:54:05
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Ja doch, müsste möglich sein.
Wie gesagt: es gab eigenständige Fj-StuG Brigaden (Panzer oder Artillerie?).
Ausserdem gab es noch die Fj PanzergrenDiv. und Fj PanzerDiv. Hermann Göring...die hatten auch Panzer .

Gruß Phillip

Balsi


28.12.02 19:21:59
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weil ich grad dabei bin...
am 19./20. August 1944, führte Meindl persönlich eine der beiden Sturmgruppen, bestehend aus den resten der 3. FJD und einigen SS-panzern um aus dem Falaise-Kessel zu entkommen ..
hier etwas zu meindl...http://www.ritterkreuztraeger-1939-45.de/Luftwaffe/Meindl-Eugen.htm

Alex


1.1.03 17:25:14
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hi !
hast du mehr infos zu der sache bei falaise? dein link sagte darüber ja gar nix.
mfg alex

Balsi


7.1.03 20:01:58
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das war der Kessel von Falaise:

Alex


9.1.03 16:05:07
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hi !
Danke für die Karte, die ist echt klasse. die kann ich gut gebrauchen. woher stammen deine quellen die für den kessel bei falaise nimmst ?
mfg alex

endzeit


11.1.03 07:46:43
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Hi
Also nochmal von vorn.
Die Regimenter der Fallschirmjägerdivisionen hatten Aufkl. züge oder Gruppen.
Dem Stab unterstand die Aufkl. Kp. das zeigt auch die 3 am ende.
Bei den Fallschirmjägerdivisionen gab es 11 Aufkl.Kp. für die Div. 1-11.
Jan

Alex


11.1.03 14:15:14
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das heißt also er war in der 3. fallschirmjaegerdiv. in der aufkl.komp.3 des stabes ? also in keinem der 3 regimenter, weil der stab ja selbstständig war. richtig?
mfg alex

endzeit


11.1.03 16:09:00
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Richtig

Indy


11.1.03 21:39:19
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Hatten die auch schwere Waffen, sprich PSW?

Gruß Phillip

endzeit


13.1.03 15:39:17
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Ich sag mal ja.
Bestimmt 250iger SPW`s

Alex


13.1.03 19:25:05
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danke für die vielen auskünfte. ich denk mal das bringt mich bei der recherche meines opas etwas weiter. hab mir jetzt auch viele bücher über die fallschirmjäger zugelegt.
wenn also jmd. da jetzt infos oder bildmaterial brauch. ich steh gern sofern ich zeit finde zur verfügung.
mfg alex

Indy


13.1.03 19:44:07
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Also auf Fotos hab ich PSw 222 und 233 gesehen...d.h.
1 PSW Schwadron:
2 Züge mit PSW222
1 s.Zug mit PSw233

Sicher das es keine Fj-Korps AA's gab?


Gruß Phillip

endzeit


14.1.03 08:54:41
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Hi
Doch gab es.
Fallsch.Aufkl.Abt.11, 4 Kp.
Fallsch.Aufkl.Abt.12, 5 Kp.

Balsi


16.1.03 18:45:21
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3. Fallschirmjägerdivision
Das OKL stellte aufgrund der Kämpfe in Italien und aus den daraus gemachten bisherigen Erfahrungen zwei neue Fallsch.Jäg.Divisionen auf. So entstand auf Übungsplätzen und Kasernenanlagen in und um Reims im Herbst 1943 die 3. Fallsch.Jäg.D. Ihre Einheiten wurden aus Freiwilligen der Fallsch.Ausbildungseinheiten und Freiwilligen der bisherigen Luftw.Feld-Divisionen gebildet. Die Führung der Division übernahm Gm. Heilmann, --. Fallschirmjäger der »ersten Stunde«.
Die neue Division setzte sich wie folgt zusammen:
Stab mit Stabskp.,
Fallsch.Jäg.R. 5, 8 und 9 mit je drei Btle,
I./Fallsch.AR. 3,
Fallsch.Pz.Jäg. Abt. 3,
Fallsch.Pi.Btl. 3 mit vier Kpn,
Fallsch.NA. 3 mit zwei Kpn,
Fallsch.Versorgungstruppen 3.
Die Division verlegte im April 1944 nach Westfrankreich in das Gebiet um die Festung Brest. Die Führung der Truppe hatte inzwischen Glt. Schimpf übernommen, der seine Fallschirmjäger auch zum ersten Einsatz führen sollle. , ,
Der Alarmbefehl traf am 7. Juni - einen Tag nach Beginn der alliierten Invasion - ein. Die Division wurde eilig an die Normandiefront herangebracht und stand am 8. Juni bei St. Amand. Damit hatten die Einheiten einen Fußmarsch von ca. 250 km zurückgelegt, der sie nun ohne Unterbrechung auf das Schlachtfeld von St. Lö führte. Es kämpften nun die Fallsch.Jäger um St. Lö, dem Ort, der zum Brennpunkt der ersten Wochen nach Beginn der Invasion werden sollte. Gemeinsam mit der 17. SS-Pz.Gren.D. hielt die 3. Fallsch.Jäg.D. den Frontabschnitt im Viretal.
Die Division stand am linken Flügel des II. Fallsch.K., als es der 3. USArmee gelang, die deutsche Front bei Avranches aufzureißen und tief nach Mittelfrankreich vorzustoßen. Die Fallschirmjäger mußten nun ihre Front nach Westen und später sogar nach Südwesten eindrehen. Die weit überlegenen amerikanischen Panzerverbände waren inzwischen weiter nach Süden und Südosten vorgedrungen und als sie am 8. August Le Mans besetzten, war der Ring um die 7. deutsche Armee geschlossen.
Der Oberbefehlshaber der Armee, SS-Ob.Gruf. Hausser, ordnete entgegen eines Befehls Hitlers »Halten um jeden Preis« den Ausbruch der Armee aus dem Kessel von Falaise an. Die 3. Fallsch.Jäg.D. stand in Front nach Westen dicht nordwestlich Flers. Als der Befehl zum Ausbruch eintraf, stellte das II. Fallsch.K. drei Kampfgruppen auf, die eine Lücke in die Front der Alliierten zwischen Chambois und Argentan aufstoßen sollten.
Fallsch.Jäg. 9 (Major Stephani) und Fallsch.Jäg.R. 15 (der 5. Fallsch.Jäg. D.) konnten mit Unterstützung von SS-Verbänden bei Magny durch die amerikanisch-kanadischen Stellungen brechen. Glt. Schimpf - der hierbei verwundet wurde - setzte sofort alle Verbände auf diese Lücke an. Der Kommandierende General des 11. Fallsch.K., General d. Fallsch.Tr. Meindl, führte dabei den schwerverwundeten Oberbefehlshaber der 7. Armee im Sog der Fallschirmjäger und rettete ihn.
Das gesamte Il. Fallsch.K. wurde zur Auffrischung in den Raum Köln verlegt und stand ab September im Rahmen der neugebildeten 1. Fallsch.Armee zur Wiederverwendung bereit. Die Armee hatte den Befehl erhalten, das Gebiet zwischen Antwerpen und dem Albertkanal in Belgien zu verteidigen.
Es dauerte nur wenige Tage, als eine neue Schlacht für die Division begann. Das alliierte Unternehmen »Market Garden« nahm am 17. September 1944 zwischen Arnheim und Nijmwegen seinen Anfang. Zwei US- und eine britische Fallschirmjägerdivision sprangen an diesem Tag ab, um die Brücken über Maas, Waal und Unterrhein zu besetzen, diese für den alliierten Vorstoß nach Norddeutschland freizuhalten. Das war auch Alarm für die 3. Fallsch.Jäg.D., die über den Rhein nördlich Emmerich ging und das Gebiet zwischen Rhein und Waal bis Ende September gegen alle weiteren Feindangriffe erfolgreich verteidigte.
Jetzt stieß auch eine Kampfgruppe zur Division zurück, die Anfang September zur 5. Pz.Armee abgestellt war, um mit anderen Einheiten der 5. Fallsch.Jäg.D., einem Pz.Gren.R. und zwei Inf.Rgter, eine Frontlücke zwischen Nancy und Lun6ville zu schließen. Der Kdr. dieser Kampfgruppe war Hptm. Milch, Kdr. des FaRsch.Granatwerfer-Versuchs-Btl.
Bei den weiteren Rückzugsgefechten auf die Reichsgrenze ab Oktober 1944 focht die Division zeitweise im Raum Merode und Jüngersdorf im Kreis Düren/Niederrhein. Dann traf ein erneuter Verlegungsbefehl ein.
Die Vorbereitungen zur Ardennenoffensive - dem Unternehmen »Die Wacht am Rhein« - waren angelaufen.
Die 3. Fallsch-Jäg.D. - jetzt unter Führung von Gm. Wadehn - war neben der 5. Fallsch.Jäg.D. der einzige Großverband der Fallschirmtruppe, der an dieser Offensive teilnahm. Die Division stand am rechten Flügel der 6. SSPz.Armee, die mit ihren Verbänden den Schwerpunkt der Offensive bildete und als Fernziel Antwerpen befohlen bekam. Die Fallschirmjäger unterstanden dabei dem I. SS-Pz.K.; die Division bezog Anfang Dezember bei dichtem Schneetreiben die Bereitstellung südostwärts von Elsenborn.
2000 Geschütze aller Kaliber eröffneten am 16. Dezember 1944, 5.30 Uhr morgens, die letzte Großoffensive der deutschen Wehrmacht. Als die Fallschirmjäger bei naßkaltem Winterwetter aus ihren bisherigen Stellungen zum Angriff antraten, merkten sie, daß das Artilleriefeuer kaum Schäden in dem amerikanischen Grabensystem erzielt hatte. Schon nach wenigen Minuten setzten die Batterien des Gegners mit wohlgezieltem Abwehrfeuer ein und brachten erste schmerzliche Verluste.
Der zweite Angriffstag sah die Fallschirmjäger im Raum Lanzerath, südlich des großen Truppenübungsplatz Elsenborn. Hier ging es nicht weiter. Doch
da die 3. Fallsch.Jäg.D. von allen Infanteriedivisionen am weitesten Boden nach vorn gewonnen hatte, brach dort das SS-Pz.R. 1 mit den neuesten »Tiger«-Panzern durch und schaffte vorübergehend den Fallschirmjägern Luft. Dann wurde am dritten Schlachttag die 12. SS-PD. rechts von der 3. Fallsch. Jäg.D. eingeschoben und griff in Richtung Krinkelt an. Deshalb mußten die Fallsch.Jäg.Rgter nun nach Nordwesten einschwenken, um keine Lücke entstehen zu lassen. Die Verluste waren enorm hoch.
Die 3. Fallsch.Jäg.D. stand am 24. Dezember 1944 - dem »Heiligen Abend« - zehn km südwestlich von Malm~dy mit Front nach Nordwesten im Kampf gegen die 30. US-D. Dann war die Kraft der Division am Ende.
Im Januar 1945 begann der Rückzug, der die Division durch die Eifel - u.a. bei Losheimer Graben und Lissendorf - bis in den Raum ostwärts Bonn brachte. Von hier ging es weiter. Die Division wurde mit der gesamten Heeresgruppe »B« im sogenannten Ruhrkessel eingeschlossen.
Der letzte Funkspruch der Division an das Heereskommando erfolgte am 15. April aus der Gegend um Marienheide:
»Wir melden uns ab!«
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