Dieses Archiv enthält einen Auszug des Forums für deutsche Geschichte vom 12.10.2001 bis zum 22.12.2005. Wenn Sie mitdiskutieren möchten, besuchen Sie unser Forum unter forum.balsi.de.

Me 264 Amerikabomber

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AutorBeitrag

Knut


6.12.01 22:30:39
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Ich hab gerade in dem Buch über die UBoot-Waffe welches ich gerade lese ein Zitat von Göring zu Dönitz gefunden:
"Bald werden sie die Me264, den Amerikabomber zur verfügung haben"
Meine Frage: was war, bzw. sollte das für ein Flugzeug sein? Der Name besagt ja offensichtlich das es ein Langstreckenbomber sein sollte, um Amerika zu bombardieren. Allerdings habe cih nichts konkretes daz gefunden, geschweige denn ein Bild.
Waldi? :D

Knut


6.12.01 22:33:05
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jeannen


7.12.01 08:18:50
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Ich hab ein Buch zu Hause, wo auch was über diese ganzen "New York-Bomber" drinsteht. Aber in Ermangelung eines Scanners sowie eines eigenen Webspaces kann ich dir die leider nur schlecht zeigen.
Soweit ich das jetzt so aus dem Stehgreif weiß, waren diese Bomber (Me 264 und JU 390) perspektivisch dafür gedacht, eine Atombombe von Europa bis Ostamerika zu transportieren (und dort abzuwerfen). Jedoch wurde die Atombombe nicht fertig und außerdem war die maximale Bombenlast der Flugzeuge zu gering. Sie hätten sich dann natürlich gut als Langstreckenaufklärer für den Atlantik geeignet, denn die FW 200 war nicht allzu schnell und daher für die Jäger der Geleit-CVs ein leichtes Spiel.
Dönitz forderte schon seit Beginn des Krieges mehr Langstreckenaufklärer für seine U-Boote, die selbst einen sehr beschränkten Aufklärungsradius hatten. Es gab jedoch im ganzen zweiten Weltkrieg nur eine einzige Schlacht, in der U-Boote durch eine FW 200 an einen Geleitzug erfolgreich per Funkpeilung herangeführt wurden und zusammen den Geleitzug angriffen. Der Angriff war sehr erfolgreich.
(Sonst wurde durch die FW 200 immer nur die Position, Kurs und Geschwindigkeit der Geleitzüge an die Befehlsstelle an Land weitergegeben und dann an die U-Boote durchgefunkt.)
Leider hat Göring auch da wieder mal nur Blasen gequatscht und es gab natürlich keine Langstreckenaufklärer.

waldi44


7.12.01 15:53:52
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Der Alte


7.12.01 21:12:51
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cool ich wusste ja das wir technisch was drauf hatten aber das wir sooo gut waren konnte ich nicht ahnen ...
...ich fasses net der Adolf hat den Enterprise-ÜBERlangstreckenbomber erfunden :D

xmen


8.12.01 11:14:37
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Im Prinzip nicht ganz falsch, ohne unser Raketenprogramm wären die Amis und Russen heute wohl noch auf der Erde!:D

Der Alte


8.12.01 14:03:26
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na heute noch würd ich net sagen aber es hätte schon noch gedauert wir waren denen ja keine 60-70 Jahre vorraus
in machen Fällen 10-20 Jahren ok das is auch ne leistung aber die hatten ja auch ihre Wissenschaftler (nachher ja auch unsere :( )

xmen


9.12.01 08:29:33
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Das war auch etwas ironisch gemeint! sicher wäre es auch ohne unsere Wissenschaftler weitergegangen nur die Frage bleibt wie schnell, allerdings gibt es manche Entwicklungen halt nicht ohne die entsprechenden Impulse, inwieweit die anderen überhaupt in Richtung Raketentechnik forschten wäre mal ne Frage für unsere Web - Searchengine Waldi ?
@Waldi - wie wärs ? :)

waldi44


9.12.01 15:19:58
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Na klar doch!
Zuerst mal der hier! Scheint mir einer der Wichtigsten!
Konstantin Eduardowitsch Ziolkowski
geb. 17.9.1857, gest. 19.9.1935, russischer Physiker und Pionier der Raketentechnik
Im Kindesalter an Scharlach erkrankt, verlor Ziolkowski durch die Folgen der Krankheit sein Gehör. Dies führte dazu, daß er sein Studium abbrach und sich autodidaktisch weiterbildete. Sein besonderes Interesse galt der Raumfahrt. 1890 entwickelte er als erster eine Theorie des Raketenantriebs. Diese Theorie beinhaltete erste mathematische Berechnungen für den Rückstoßantrieb. Erstmals wurde von ihm die Idee der Flüssigkeitsrakete entwickelt. Dabei handelt es sich um einen Raketenmotor, dessen Treibstoff eine Mischung aus flüssigem Wasserstoff und flüssigem Sauerstoff besteht. Die Verbrennung der Treibstoff komponenten erzeugt den Rückstoß. Auch die erste Beschreibung einer Mehrstufenrakete stammt aus der Feder von Ziolkowski.

Wie stellte sich Konstantin Ziolkowsky seine Raumstation vor?
Die Idee einer von Menschen bewohnten Raumstation entstand schon lange Zeit, bevor die Raumfahrt überhaupt technisch möglich war. Der russische Physiker und
Raketenforscher Konstantin Ziolkowsky entwarf Ende des vorigen Jahrhunderts das Modell eines künstlichen Erdsatelliten, der nach seinen Vorstellungen von Menschen bewohnt sein sollte.
Die Energieversorgung dieser Raumstation in der Erdumlaufbahn sollte, nach den Plänen von Ziolkowsky, durch das Auffangen von Sonnenlicht gesichert sein. Die Verpflegung der Bewohner mit Gemüse und Obst sollte aus einem grossen und gut eingerichteten Treibhaus stammen.
Konstantin Eduardowitsch Ziolkowsky Lehrer für Mathematik und Physik.
Ab 1885 arbeitete er am Projekt eines Ganzmetall-Luftschiffs sowie eines Ganzmetall-Flugzeuges. Für seine aerodynamischen Untersuchungen benutzte er einen Windkanal. Später befaßte er sich mit Problemen der Raketentechnik und Raumfahrt. Ziolkowski gab erstmals die nach ihm benannte Raketen-Grundgleichung an und sprach sich für das Prinzip des Flüssigkeitsantriebs aus.
Ziolkowsky war auch der Erste, der die Nutzung eines solchen Aussenpostens in der Erdumlaufbahn als Basis für bemannte Flüge zum Mond und zu den anderen Planeten vorgeschlagen hatte.
Herleitung der "Raketengrundgleichung" (Konstantin Ziolkowski: "Eine Rakete in den kosmischen Raum", 1903):

Eine Rakete der Masse m und der Geschwindigkeit v hat zum Zeitpunkt t den Impuls: P(t) = m*v
Zum Zeitpunkt t+dt ist die Masse der Rakete: m-dm (hat um dm abgenommen) und die Geschwindigkeit ist: v+dv
(m,t und v wird mit d multipliziert, d stellt somit der Ort der Rakete zur bestimmten Zeit „d“ dar)
Das ausströmende Gas (Treibstrahl) hat die Masse: dm und die Geschwindigkeit: v-w (weil im Ruhesystem gerechnet wird, muss man die Geschwindigkeitsdifferenz nehmen; das "-"-Vorzeichen rührt daher, dass das Gas nach hinten aus der Rakete austritt.)
Der Impuls des Systems "Rakete + Gas" ist also zum Zeitpunkt t+dt:
P(t+dt) = (m-dm)*(v+dv) + dm*(v-w)
Wegen der Erhaltung des Gesamtimpulses folgt:
P(t) = P(t+dt)
also: m*v = (m-dm)*(v+dv) + dm*(v-w)
Wir multiplizieren aus:
m*v = m*v -v*dm + m*dv - dm*dv + v*dm - w*dm
Das Glied "dm*dv" ist von zweiter Größenordnung (d.h. vernachlässigbar klein) und entfällt!
Es folgt: 0 = m*dv - w*dm oder: dv = w*(dm/m)
Wir integrieren links von v(0) bis v(B) [=V(Brennschluss)] und rechts vom m(0) bis m(B) [=m(Brennschluss)]:
(v(B) - v(0)) = w * ln( m(0)/m(B) )
oder (mit m(B)=m(0)-m(T) und m(T)/m(0) = T) [m(T) ist Masse des Treibstoffs; T ist Anteil des Treibstoffs an der Anfangsmasse]:
v = w * ln( 1/(1-T) )
Beispiel: m(0) = 100 t;
T = 0,865 [d.h. m(T)=86,5t]
w = 3000 m/sec [entspricht: LOX/Hydrazin-Gemisch]
v = 3000 * ln( 1/(1-0.8) ) = 6000 m/sec

http://ps.wislig.com/~jschaerli/iss/iss.htm
http://www.irs.uni-stuttgart.de/LEHRE/STATIONS/BUCH/einfhrg.html
http://www.physikamjsg.de/klasse11/Referat/SPUTNIK.html
http://home.t-online.de/home/oh3marzahn/ziolko.htm
Hähä! Schon komisch, was man bei der Suche so findet! Wollte doch nur den ollen Ziolkowsky recherchieren und dann das:http://digilander.iol.it/thetepee/Imperdibili/memorial.htm

xmen


9.12.01 16:47:47
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@Waldi
also den digilink verstehe ich zwar net(scheint mir auch nichts mit dem Thema gemein zu haben)aber das mit dem Russen Pionier is wohl auch nicht ganz korekt.
Der erste mit der Idee der Raumfahrt war soweit ich weiß Jules Verne (Reise zum Mond) viel weiter ist der gute Mann ja nun auch nicht gekommen.
Die Basis des Raketenantriebs ist doch wohl soweit ich weiß von den Chinesen übernommen(schon lange vorher).
Ähnliche Geschichte der Luftfahrt habe ich mal im TV gesehen, da ging es um den ersten bemannten Flug.
Dieser war von einem deutschstämmigen Ami etliche Jahre vorher gemacht wird aber nicht anerkannt weil es kein Foto davon gibt obwohl ein Zeitungsbericht darüber existiert.

waldi44


10.12.01 22:53:35
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Jules Verne hat sich der Sache von der literarischen Seite genähert, Ziolkowsky eben von der wissenschaftlichen!
Natürlich waren es die Chinesen, die zuerst mit Raketen zündelten ;)! Sehr weit sind sie damit aber nicht gekommen :D!
Chronik für das Jahr 1152:
Die ersten Raketen werden in China gebaut.
http://www.geschichte.2me.net/dcx/dcx_1153.htm
Wenn ich von Vergangenem in der Raumfahrt sprechen will, dann blicke ich zuerst auf die Pioniere der Gründerjahre zurück.
Ob es nun Jules Verne (1828 - 1905) mit seinem utopischen Roman "Reise zum Mond" war, der den Startschuß zur Raumfahrt gab oder der als der "Vater der Raumfahrt" bezeichnete Hermann Oberth (1894 - 1989) mit seiner im Jahre 1922 veröffentlichten wissenschaftlichen Arbeit "Die Rakete zu den Planetenräumen", alle zusammen waren sie die großen Pioniere, die uns ein neues Abenteuer - das größte Abenteuer der Menschheit - ermöglicht haben, die Weltraumfahrt.
Doch in Wirklichkeit fing alles schon viel früher an; reicht die Geschichte der Raumfahrt weit in unsere Vergangenheit zurück. Bereits im Jahre 1638 schrieb der Bischof Francis Godwin ein Buch über die Raumfahrt mit dem Titel "The Man in the Moon: or a Discourse of a Voyage Tither". Wenig später (1649) folgte von Cyrano de Bergerac sein "Voyage dans la lune" und die "Historie des Etats et Empires du Soleil" (1652). Auch Voltaire reihte sich 1752 mit seinem Buch "micromegas", was soviel wie "winziggroß" bedeutet, in die Reihe der Raumfahrtautoren ein.
Aber noch viel weiter vorher in der Zeit fängt die Geschichte der Raumfahrt mit der Geschichte der Rakete an. Ihre Anfänge sind im alten China zu suchen, wo man brennbare Gemische aus natürlichen Pflanzen und Stoffen (Schwefel und Naphta oder Salpeter mit Kohlenstaub) als Kampfmittel zu "Lanzen des stürmischen Feuers" baute. Die Chinesen entwickelten also schon vor unserer Zeitrechnung aus Pulver getriebene kleine Raketen, die sie später auch militärisch nutzten. So wurde beispielsweise bei der Belagerung der chinesischen Stadt Oien King, im Jahre 1232, schon Pulverraketen zur Kriegsführung verwendet. Viele Jahrzehnte später kamen diese Raketen auch nach Europa. Bis auf wenige Ausnahmen wurden sie jedoch militärisch kaum genutzt. Zu den wenigen Ausnahmen gehörte beispielsweise die dänische Stadt Kopenhagen die 1807 von den Engländern durch ca. 25.000 Raketen beschossen, dabei in Brand gesteckt und somit fast vollständig zerstört wurde. Ebenso wurde von den Engländern, am 18. Juni 1815 bei der Schlacht um Waterloo, Brandraketen gegen Napoleons Truppen eingesetzt. Die Brandraketen (nach ihrem Entwicklungsingenieur auch Congreve-Raketen genannt) gerieten wegen ihres geringen militärischen Wertes in Vergessenheit, wurden aber später als Feuerwerkskörper wieder neu entdeckt, welche auch heute noch zu Silvester und anderen Gegebenheiten mit ihrem farbenfrohen Spiel uns den Nachthimmel verzaubern.
http://www.nett-surfen.de/Raumfahrt/raum3.htm

Allerdings:
China kurz vor Sprung in bemannte Raumfahrt
http://www.heise.de/tp/deutsch/special/raum/4271/1.html
Umweltzerstörung & Nukleare Verseuchung
http://www.tibetfocus.com/zerstoerung/umweltzerstoerung.htm
ABER!
"Die Geschichte der modernen Raketenentwicklung ist in Deutschland geschrieben worden."
Diese Worte eines Schweizer Raketenexperten, kurz nach dem 2. Weltkrieg, sagen eigentlich schon alles über die deutsche Raketenentwicklung bis 1945 aus.
Die Raketen- und Lenkwaffen-Grundlagenforschung begann in Deutschland schon relativ früh. Bereits 1910 legte Prof. Hermann Oberth den Grundstein zu seinen umfangreichen Forschungen über den Rückstoßantrieb. 1923 erschien sein Manuskript über "Die Rakete zu den Planetenräumen", das als Grundlage der modernen Flüssigkeitsrakete überhaupt angesehen werden kann. Es ist allerdings verwunderlich, daß dieses Genie für die gesamte deutsche Raketenentwicklung kaum in Anspruch genommen wurde. Ein weiterer profilierter Kopf der Raketentechnik wurde damals Dr.-Ing. Eugen Sänger, der 1926 mit seinen grundlegenden Arbeiten begann. 1933 erschien sein bis heute grundlegendes Werk "Raketenflugtechnik". 1936 wurde er zum Deutschen Institut für Luftfahrtforschung nach Berlin-Adlershof berufen. Später arbeitete er auch als Leiter des Raketenflugtechnischen Forschungsinstitut in Trauen. Seine weitere Tätigkeit bestand darin, grundlegende praktische Versuche über Staustrahltriebwerke zu führen.
http://www.luftwaffe.purespace.de/raketen/raketen.htm
Auch nicht schlecht:http://www.astronomie.de/bibliothek/artikel/gillmann/weltall/aufbruch-weltall.htm
http://home.t-online.de/home/rafelangelo/ivpa98/kap5.htm

xmen


11.12.01 08:26:18
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Sehr gut,also die Deutschen waren doch ganz schön massiv an der Entwickelung der Raketentechnik dran (wenn das meiste auch nicht Erfolgreich war) die Gedanken gingen schon in die richtige Richtung vor allem die Fritz X erinnert mich stark an die Bilder vom Golfkrieg und Afgahnistan.Schade wenn man überlegt wieviel Einsatz erbracht wird die Technik für Waffen nach vorne zu bringen aber dann sieht das es in der WR.-fahrt kaum Fortschritte gibt!:)

waldi44


11.12.01 23:22:18
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Manfred von Ardenne
entstammt
einer großbürgerlichen Offiziers- und Beamtenfamilie, die aus Lothringen über Belgien nach Deutschland gekommen war. 1857 wurde einem der Vorfahren Ardennes ein belgisches Baronat zuerkannt, das 1871 auf die gesamte Nachkommenschaft ausgedehnt wurde.
Die Familie zog mit Manfred von Ardenne und seinen vier Geschwistern kurz vor dem 1. Weltkrieg nach Berlin um, da der Vater, Oberregierungsrat Egmont von Ardenne, ins Kriegsministerium versetzt worden war.
Im Alter von 11 Jahren bastelte der junge Ardenne bereits Fernrohre, fertigte Fotoapparate an und konstruierte Alarmanlagen. Er experimentierte in der elterlichen Wohnung in einem eigenen kleinen Labor. Nach einigen gefärhlichen chemischen Experimenten wandte sich der Junge auf Geheiß seiner Eltern einer ruhigeren Beschäftigung zu: der drahtlosen Telegraphie. Als 16jähriger erhielt Ardenne bereits das erste Patent für einen elektronischen Filter, dem rund 600 weitere folgten. Eine Mehrfachradioröhre verkaufte von Ardenne dem Fabrikanten Siegmund Loewe, der danach 1926 den ersten "Loewe-Opta"-Rundfunkempfänger baute.
Ardenne verließ das Friedrich-Real-Gymnasium bereits 1923 mit der "Primareife", um seine ungewöhnliche technisch-erfinderische Begabung durch praktische Ausbildung in einer feinmechanischen Werkstatt weiter zu fördern. 1925 begann Ardenne ohne Abitur mit einem Studium der Physik, Chemie und Mathematik an der Universität Berlin, ermöglicht durch die Fürsprache prominenter Wissenschaftler. Nach vier Semestern brach er das Studium aber ab, um an der stürmischen Entwicklung der Rundfunktechnik teilzunehmen.
Dank der Lizenzerträge seiner Erfindungen konnte sich Ardenne bereits 1928 in Berlin-Lichterfelde ein eigenes Laboratorium für Elektronenphysik einrichten, das sich rasch zu einem Institut entwickelte. Ardenne entwickelte u.a. eine verbesserte Braunsche Elektronenstrahlröhre, einen Fernseh-Leuchtfleckabtaster und einen Breitbandverstärker. 1930 entwickelte er ein Spezialgerät für die Lungendiagnostik. Auf der Funkausstellung 1931 realisierte Ardenne weltweit als erster ein Fernsehgerät. Auch das erste Raster-Elektronenmikroskop entstand in seinem Institut (1937). Das nachfolgende Elektronenmikroskop höchster Auflösung weckte das Interesse von Max Planck .
Im Zweiten Weltkrieg verliert Ardenne zwei Brüder. Er war vom Kriegsdienst freigestellt, denn seine Arbeiten waren von großer Wichtigkeit für die Industrie: Ardenne beteiligte sich an der Entwicklung der Radartechnik und entwickelte in seinem unterirdischen Laboratorium ein Zyklotron für Atomversuche und einen Massenspektrographen. In Anerkennung seiner Leistungen verlieh ihm die Preußische Akademie der Wissenschaften 1941 die Silberne Leibniz-Medaille. Noch 1945 wurde er in den Reichsforschungsrat berufen.
Nach Kriegsende wurde Ardenne in der Sowjetunion interniert und gezwungen, an der Entwicklung der russischen Atombombe mitzuarbeiten. In einem eigens ihm dafür zur Verfügung gestellten Institut in Suchumi im Kaukasus entwickelte Ardenne ein Isotopen-Trennverfahren, das die industrielle Gewinnung von Uran 235 ermöglichte. 1947 erhielt er einen Staatspreis der UdSSR und 1953 den Stalinpreis.
Ardenne kehrte im April 1955 aus der Sowjetunion zurück und entschied sich, in der DDR ansässig zu werden; er befürchtete ansonsten den Verlust seines umfangreichen Laboratoriums, das beschlagnahmt und mit nach Rußland tranportiert worden war. Der Wissenschaftler errichtete in Dresden auf dem "Weißen Hirsch" das "Forschungsinstitut Manfred von Ardenne", das zunächst vornehmlich auf den Gebieten der Elektronen-, Ionen-, Kernphysik und Übermikroskopie arbeitete, später im Bereich der medizinischen Elektronik und Physik. Das Institut mit rund 500 Mitarbeitern („größtes Privatunternehmen der DDR") betrieb vorwiegend industrienahe Forschung. 1956 übernahm Ardenne den Lehrstuhl für elektronische Sonderprobleme der Kerntechnik an der TU Dresden. In den Forschungsarbeiten wurde ihm weitgehend freie Hand gelassen. Seit 1957 war Ardenne Mitglied des Forschungsrates der DDR.
Auf dem Gebiet der Angewandten Physik entwickelten Ardenne und seine Mitarbeiter das Elektronenstrahl-Mehrkammerofen-Verfahren, mit dem durch Umschmelzen im Hochvakuum hochreine Sondermetalle und -stähle hergestellt werden. Auch mit Plasmabrennern zum Schmelzschneiden und auf dem Gebiet der Elektronenstrahltechnologie hat das Institut Beträchtliches geleistet. 1957 wird ein verschluckbarer Intestinalsender zur Signalisierung der Druck- und pH-Werte aus dem Magen-Darm-Trakt vorgestellt.
Ab Mitte der 60er Jahre lag der Schwerpunkt der Forschungsarbeiten auf medizinischem Gebiet. Berühmt wurde Ardennes "Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie" (SMT), eine relativ einfache, naturnahe und universale Behandlungsmethode, die eine Steigerung des Energiestatus beim Menschen bewirkt. Anfänglich umstritten, fand diese Methode zunehmend Befürworter. Ebenso konnten mit der von Ardenne entwickelten systemischen Krebs-Mehrschritt-Therapie nach 30jähriger intensiver Forschung positive Ergebnisse erzielt werden. Bei diesem Verfahren versucht man gezielt, die Krebszellen mit einer Kombination von Überwärmung, Überzuckerung und Sauerstoffanreicherung des Blutes zu bekämpfen. Beide Therapien werden in der hauseigenen Klinik des Ardenne-Institutes durchgeführt.
Ardenne war zwar nie Mitglied der SED, machte aber keinen Hehl aus seiner anfangs positiven Einstellung zum sozialistischen System, das ihn und seine Arbeit förderte. In Aufrufen und Appellen an seine Fachkollegen im Westen stellte er sich verschiedentlich hinter die Zielsetzungen der SED-Politik. Allerdings kritisierte er das System zunehmend, machte Reformvorschläge und begrüßte im November 1987 die Entwicklung in der Sowjetunion unter Gorbatschow. Im September 1989, unmittelbar vor der politischen Wende der DDR, äußerte Ardenne öffentlich seine „Betroffenheit über den Zustand unserer Wirtschaft". Vor der Volkskammer stellte er im November 1989 sieben Thesen zur Effizienzerhöhung in der DDR-Wirtschaft vor, die er als „letzte Chance für einen menschlichen, würdigen und attraktiven Sozialismus" bezeichnete. Seine Vorschläge wurden von der Realität überholt.
Heute ist Manfred von Ardenne weiterhin um die Weiterentwicklung der systemischen Krebs-Mehrschritt-Therapie bemüht und schreibt an einer Monographie über diese Behandlungsmethode, die im Frühjahr 1997 erscheinen wird (bei Hippokrates in Stuttgart).
Auszeichnungen (Auswahl): Silberne Leibniz-Medaille der Preußischen Akademie der Wissenschaften (1941), Stalin-Preis der Sowjetunion (1953), Nationalpreis der DDR I. Klasse (1958), Vaterländischer Verdienstorden in Gold (1977), Richard-Theile-Goldmedaille (1985), Hamburger Medaille für Kunst und Wissenschaft (1987), Ehrentitel „Hervorragender Wissenschaftler des Volkes" (1987), Ernst-Krokowski-Preis der Gesellschaft für biologische Krebswabwehr (1987), Diesel-Medaille in Gold (1988), mehrere Ehrendoktorate, Ehrenbürger der Stadt Dresden (1989).

xmen


12.12.01 08:30:22
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Ja das ist ein Deutscher wie ich ihn gerne hätte und zum Sozialismus ist er nur gezwungen worden,lebt der eigentlich noch? oder habe ich was überlesen!
Hatte mein Schwiegervater doch recht das der Fernseher in Deutschland erfunden wurde, vieleicht wäre es interessant mal ne site zu machen in der alle Deutschen Erfindungen aufgelistet sind!:D

waldi44


14.12.01 11:21:44
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NUR EINIGE WENIGE BEISPIELE!
http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/ArdenneManfred/
1997 gestorben der gute Mann! Stand aber nicht in der Biographie oben :D!
Fernsehen im III. Reich

http://www.uni-koeln.de/phil-fak/thefife/home/html/fernsehgeschichte/Programm/P03.htm
Bei manchen "Erfindern/Entdeckern" muß man aufpassen! Kopernikus wird zB auch von den Polen reklamiert :D!
um 1440
Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern durch Johannes Gutenberg in Mainz
1452-1455
Erster Druck der lateinischen Bibel durch Gutenberg (42zeilige Bibel)
Martin Behaim entwirft 1492 den ersten Globus.
Kopernikus (1473-1543) entwickelt das heliozentrische Weltbild, das von Giordano Bruno (1548-1600; als Ketzer verbrannt) ergänzt wird.
Seit dem 14. Jahrhundert findet das Pulver Verwendung für Feuerwaffen.
Peter Henlein erfindet 1500 die Taschenuhr.
Erfinder des Dieselmotors ist der Deutsche Rudolf Diesel. 1858 wurde er in Paris von deutschen Eltern geboren.
Es ist erstaunlich, daß zwei Männer gleichzeitig, aber völlig unabhängig voneinander, solch einen Motor entwickelten: die beiden Deutschen Gottlieb Daimler (1834-1900) und Karl Friedrich Benz (1844-1929). Sie arbeiteten nur hundert Kilometer voneinander entfernt: Daimler in Stuttgart und Benz in Mannheim, beides im Südwesten Deutschlands im heutigen Bundesland Baden-Württemberg gelegen. Dennoch haben sie nie ein Wort miteinander gewechselt, auch nicht schriftlich.
http://www.derweg.org/mwberdeu/daimlerubenz.htm
Werner von Siemens. Er schuf nicht nur den Begriff "Elektrotechnik"; er bestimmte auch entscheidend das, was man unter diesem Wort bald verstand. Dem Original seiner Dynamomaschine, die er 1866 entwarf und zusammensetzte, sieht man im Museum die ungeheure Bedeutung nicht an. Mit Hilfe von Drahtwindungen und weichem Eisen war es hier Siemens gelungen, Kraft - zum Beispiel menschliche Arbeitskraft oder Wasserkraft - in elektrischen Strom umzuwandeln und umgekehrt elektrischen Strom in Arbeitsleistung umzusetzen. Damit hatte er die moderne Starkstromtechnik begründet.
Der Berliner Robert Lüdtge wurde 1845 geboren und erhielt nach Studium an der Berliner Universität den Doctortitel. 1878 erhielt er ein Patent auf sein Mikrofon.
Einstein hat nun gesehen, daß Raum, Zeit und Energie sich verändern können. Sie hängen voneinander ab. Wenn sich zum Beispiel von zwei gleich großen Körpern der eine schneller bewegt als der andere, wenn sich also seine Bewegungszeit verändert, verändert sich auch sein Raum: er wird kleiner als der andere, langsamere Körper. Wir nennen diese Entdeckung Einsteins die „Relativitätstheorie“ (relativ = abhängig: Raum, Zeit und Energie hängen voneinander ab).
Auch andere wichtige Entdeckungen hat Einstein gemacht. Alle seine Erkenntnisse sind schwer zu verstehen.
1906
Erste Rundfunksendung in den USA. Als Vater des deutschen Hörfunks gilt Hans Bredow - bis 1918 bereitete er bei Telefunken die Einführung des Radios vor.
Graf von Zeppelin: Am 2. Juli 1900 startete der erste Zeppelin zu einer kurzen Luftfahrt über den Bodensee.
1928
Nadelton - Schallplatte läuft synchron zum Film. Gute Qualität aber erst mit Einsatz von Lichtton. Der deutsche Erfinder Fritz Pfleumer läßt sich seine Entwicklung eines Magnet-Tonbandes patentieren. Aus dieser Erfindung gingen neben Ton- und Bildspeicherung auch die modernen Datenspeicher hervor.
Vor einer Revolution in der Radiotechnik ?

Zufällige Auswahl von Bildern aus unserer Bildergalerie. In der Bildergalerie sind die Bilder größer und mit Text beschrieben.

Konrad Zuse (1910-1995) hat den ersten programmgesteuerten Rechner der Welt gebaut.
Der röhrenlose Empfänger - eine sensationelle deutsche Erfindung.
STUTTGART (Eig. Bericht). Seit vielen Jahren beschäftigen sich die Radiokonstrukteure in aller Welt mit dem Problem des "Radios ohne Röhren". Vor allem in den USA wurden und werden große Summen für Experimente und Entwicklungsarbeiten auf diesem Gebiet aufgewendet, doch zu konkreten und befriedigenden Resultaten kam man bislang nicht.
Robert Denk kam als Flüchtling aus dem Sudetenland nach Witzenhausen. Eine verfallene Baracke mußte ihm und elf anderen Familien als Notasyl dienen, sie blieb die acht Nachkriegsjahre hindurch sein einziges Zuhause.
http://home.t-online.de/home/Benduhn/denk1.htm1970
AEG-Telefunken und Teldec stellen die erste Bildplatte der Welt vor. Bild- und Tonsignale können mit einem Konsumergerät gelesen und auf dem Bildschirm gezeigt werden. Ende der 80iger Jahre werden diese Platten dann im Laserabtastverfahren produziert.
Meilenstein in der Fernsehtechnik: Einführung der Trinitron-Farbbildröhre .
1972
VCR - Video Cassete Recording von Phillips
[ Editiert am: 14-12-2001 11:54 ]

Alt+F4


28.12.01 20:27:03
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Es gab aber noch größere Studien als die Me264. Beispielsweise habe ich von einem Flieger gesehen, der 25.000km Reichweite besässen haben soll, und dazu noch 20.000kg an Bomben ins Ziel gebracht hätte.
http://visi.net/~djohnson/mess/mep08.html
Wobei mir allerdings die Ju390 bzw. Ju490 mehr zugesagt hätte, als die Me264, alleine schon wegen der Abwehrbewaffnung. Glaube nämlich nicht, dass die Amis pausenlos zugeguckt hätten, wenn die deutschen Long-Range-Bomber gekommen wären ;)

Dirlewanger


28.12.01 20:30:36
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oh man stelle sich vor
díe deutschen haebn flugzeugträger
schippern damit in den atlantik
20 von
bombern drauf und dann ab auf new york
oder von berlin eben mal nach moskau kremel plattgeamcht das wär heftig gewesen
na ja mal wieder spinnerei von mir :D

waldi44


29.12.01 00:03:00
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So, hier mal das oben genannte "Fliegerchen" im Bild!
http://visi.net/~djohnson/mess/mep08.html

Long range bomber with a bomb load of 20000 kg (44092 lbs) and a range of 15000 km (9321 miles)
Maritime patrol aircraft with a bomb load of 20000 kg (44092 lbs) of radio-controlled glide bombs, mines or torpedoes
Tactical bomber with 50000 kg (110230 lbs) and a range of 2500 km (1554 miles)
Long range reconnaissance aircraft with a range of 27000 km (16778 miles)
Tactical or strategic wide-body transport with a provision to carry at least a 25 ton tank or an equivalent amount of equipment
Tow aircraft for transport gliders up to 100000 kg (220460 lbs) flying weight
Flak carrier aircraft for four 88mm flak cannons

Waldschrat


30.12.01 20:52:46
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Luftfahrtechnisch haben die deutschen sowieso bissl scheisse gebaut
den die me 262 war 1939 produktionsbereit
hätte man die dort in serie produziert wäre die lufthoheit kein prob gewesen acuh hätte man auf langstreckenbomber setzten müssen

waldi44


30.12.01 23:04:15
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Nicht "Die Deutschen"! Hitler war es, der mit seinen Vorstellungen alles "versaute"!Äh, zum Glück!

xmen


31.12.01 08:33:42
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@Waldi
also das mit dem Glück ist immer sone Sache ,schließlich hat dieses Glück Millionen Leben gekostet!;)

jeannen


3.1.02 09:20:18
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Naja, die Me262 war zwar im Prinzip produktionsbereit, aber die Triebwerke waren 1939 noch nicht verfügbar. Aber hätte man z. B. die FW190 zum "Standardjäger" gemacht statt der Bf109, dann hätte auch schon vieles anders ausgesehen.
Dennoch hätte die Me262 1943 als Jagdflugzeug zur Verfügung stehen können.

waldi44


3.1.02 11:24:13
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Na, was meinst Du wieviel Tote es noch gegeben hätte, hätte sich der Krieg womöglich weiter in die Länge gezogen bzw, wieviele Tote hätte es im Falle eines deutschen Sieges in den allseits bekannten Lagern und Gettos gegeben hätte!
Es ist ja auch für uns ein "Glück" gewesen! Uns gehts doch gut! Meinst Du, wenn die Nazis gesiegt hätten, ginge es uns heute besser?
Die Zahl der zivilen Bombenopfer im Reichsgebiet wird übrigens mit "nur" ca. 500.000 angegeben, also nicht gleich Millionen;)!

xmen


3.1.02 11:53:27
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na,die zahlen kommen mir ein wenig zu niedrig vor aber zivile opfer gabs ja nicht nur durch bomben. :)

Alt+F4


3.1.02 16:07:38
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@Waldi
was? "nur" 500.000??? allein bei der bombardierung dresdens sollen zwischen 250.000 und 450.000 menschen umgekommen sein, denn die stadt war randvoll mit flüchtlingen. dazu kommt noch hamburg, berlin und weitere großstädte.

jeannen


4.1.02 10:05:54
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Oh-oh, jetzt kommt die heute-wär-alles-scheiße-wenn-wir-den-Krieg-gewonnen-hätten-Diskussion.
Woher willst du wissen, dass es uns heute schlechter ginge? Vielleicht würde es uns ganz toll gehen. Vielleicht hätten wir damals einen Waffenstillstand mit den Westalliierten unterzeichnet und nur gegen die Russen weitergekämpft. Vielleicht wären viel weniger Zivilisten durch Bombenangriffe getötet worden. Vielleicht wären in den KZs weniger Menschen hingerichtet worden als in den russischen GULAGs. Vielleicht - vielleicht - vielleicht ...
Hat jemand den Film "Vaterland" gesehen (bzw. das Buch gelesen)? Das ist ein wirklich krasser Film darüber, wie es heute wäre, wenn damals alles anders gekommen wäre. Und am Ende ist doch alles wieder so wie jetzt.

DER Alte


4.1.02 15:47:08
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ich habe das Buch gelesen aber es ist ja auch nur ein Beispiel wie es hätte kommen können...
Ich denke wenn wir gewonnen hätten ging es uns nicht so gut wie heute aber da wir nicht wissen würden wie es uns jetzt geht währen wir mit der Lage zufrieden also würde es uns "gut" gehn.

waldi44


4.1.02 20:25:00
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MOMENT!
Irgendwas geht hier schief denke ich!
Dresden:Das sind Horrorzahlen, die selbst von bestimmten Kreisen so gar nicht zitiert werden! Die tasächliche Zahl ist unbekannt! DAS wenigstens stimmt!!
In Dresden gab es wohl um eine halbe Millionen Flüchlinge, die sind aber unter garantie nicht alle umgekommen.
ABER, bei der lektüre DIESER Seiten:http://www.globalfire.tv/nj/dresden.htm!!!
Sorry, aber bitte! Fehlt nur noch das Hakenkreuz!!!!!
Die rund 500.000 sind offizielle und seriöse Zahlen mit denen normalerweise umgegangen wird (ohne Gewähr natürlich!)!
Sorry Leute, aber wer will von einer besseren Zukunft reden, bei einem Sieg der Naziideologie? Nicht mal wir Deutschen hätten es dann "Besser"!
Also zumindest in diesem Punkt scheiden sich unsere Geister!!!

xmen


5.1.02 08:49:17
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Ah,ich denke das solche Spekulationen auch eher in ein anderes Board passen!;)

Panzermayer


5.1.02 10:31:40
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Hmmm...man darf Kriegshistorie nicht immer gleich mit Politikwissenschaften verbinden, das würde erstens keinen Spaß machen und zweitens dafür sorgen, dass man sich stets im Kreis dreht!
Ich schaue gerne zurück (so wie wir alle hier ;) ), um Fehler der Deutschen und ihrer Verbündeten sowie deren Gegner zu analysieren usw., um die Waffen verstehen zu lernen, blabla...hätte man stets das politische im Hinterkopf und den heutigen Zustand bei Sieg Deutschland, dann würde das ganze meiner Meinung nach kaum Sinn machen! Ohne das Politische wäre ein Sieg Deutschlands das Größte, mit dem Politischen...!!!
Herzlichst, Panzermayer ;)

Uhu


5.1.02 20:11:33
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Will dich nicht ärgern, aber 39 ist glaub ich etwas sehr früh. Ende 42/Anfang43 kommt eher hin. Hitler wollte aber eine V-Waffe gegen England draus machen, daher die Verzögerung bis 44. Vor der Me 262 wäre auch schon eine Heinkel (He240?) fertig geworden. Auch ein Düsenjagdflugzeug. Aber der Herr Messeschmidt stand beim "GRÖFAZ" etwas höher in der Achtung. Pech:(

waldi44


5.1.02 20:34:10
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@Uhu: Hast nicht so unrecht!
@Pazermayer:Ohne das Politische wäre ein Sieg Deutschlands das Größte, mit dem Politischen...!!!
DAS ist der springende Punkt!
Aus meinen Postings wißt ihr, daß ich mich durchaus gerne an solchen "Spekulationen" beteilige, aber ich bestehe, so ich bestehen kann, daß man in seinen Beiträgen ganz einfach respektiert, daß ein deutscher Sieg (den man sich wünscht und darum geht es, sich wünscht!) ein Sieg Hitlers und Himlers, ein Sieg Plötzensees, Buchenwalds, Sachsenhausen,
Auschwitz.... währe!
Militärisch gesehen denke ich können wir darüber diskutieren, aber unter DIESEN Bedingungen kann und darf niemand einen Sieg Nazideutschlands auch nur ansatzweise als wünschenswert bezeichnen!

Alt+F4


5.1.02 21:10:32
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@Waldi
Ich hab ja nicht gesagt, dass dort alle 500.000 Flüchtlinge umgekommen sind. Ich hab auch nicht gesagt, dass Churchill oder so ein Kriegsverbrecher war (auf den Artikel bezogen). Ich hab lediglich gegen die Zahl "500.000" gehalten, die für Tote im Bombenkrieg gegen Nazi-Deutschland stand. Ich wollte sagen, dass diese Zahl schonmal nicht stimmen kann, weil allein in Dresden schon annähernd die Hälfte oder mehr getötet wurden. Also 200.000+ Menschenleben. DAzu gesellen sich wohl oder übel andere Städte... Mit Nazi-Zukunfst-Herrschaften sollte mein Post eigentlich nix zu Tun haben und wenn doch, so war das nicht meine Absicht.

waldi44


5.1.02 22:00:05
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Mit dem "Bombenkrieg" ist das eben so eine Sache! Nichts genaues weiß man nicht! Die 500.00 sind Schätzung, gezählt hat sie niemand(wie auch?). Aber dennoch scheinen mir diese Zahlen realistisch, trotz Dresden. "Einige Zehntausen" mehr ändern nichts an der Statistik, so grausam es für jeden einzelnen(verbrannten, erschlagenen, erstickten...) gewesen sein mag!
Ich hab fast 20 Jahre in Berlin gewohnt! Ich hab die Flak- und Luftschutzbunker gesehen (zerstört) und die zum Luftschutz vorbereiteten Keller der Wohnhäuser! Sooo hilflos war man nicht!!!
Ich wollte aber nicht in so einem Keller gesessen haben, oder wegen so einem Schwein wie Bin Laden sitzen müssen!
(Emotionaler Ausbruch:D)
Ich hab auch nicht gesagt, dass Churchill oder so ein Kriegsverbrecher war
Dann sag ich es:
Churchill ist/war ein Kriegsverbrecher!

Balsi


5.1.02 22:15:30
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also da würde ich mich streiten...Churchill war Patriot durch und durch...lieber sterben als aufgeben... was ist daran falsch??? er hat sein land verteidigt... und das mehr als gut... wenn ich erinnere... Stalin sagte in Jalta er werde 50.000 dt. Offiziere erschiessen lassen ... churchill rannte daraufhin wutentbrannt hinaus und war tief bestürzt... oder aber beim morgenthauplan..war er als einziger dagegen...

xmen


6.1.02 08:14:31
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Das erinnert mich wieder daran das Göring von den Amis erst noch gefeiert wurde! (Militärkameradschaft)also wenn jemand erbost ist über Militärische Opfer aber Zivilisten nicht nur in Kauf nimmt sondern will,dann ist er aus heutiger Sicht ganz sicher ein Kriegsverbrecher!:(

Yankee - b17flyingfortres


6.1.02 10:41:45
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Churchill ein Kriegsverbrecher ?
Naja, das glaub ich nicht, ehrlich gesagt hab ich mich damit nicht so richtig beschäftigt, aber wenn jemand auf britscher Seite ein Kriegsverbrecher war, dann war es der britische Luftwaffen-General Arthur "Bomber" Harris.
Er befahl die Bombenangriffe auf die Zivilbevölkerung.

Balsi


6.1.02 10:57:35
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der allemal... nun gut...letztendlich wurde er durch Chruchill bestätigt... aber wenn die Opfer an Zivilisten bzw. deren Einplanung ein Kriegsverbrechen sind dann ist Rossevelt, Truman, George Bush, Blair, thatcher und alle wie sie heissen auch ein kriegsverbrecher bzw. sind

xmen


6.1.02 11:14:59
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Tja, ich denke das fürt zu nix, Tatsache allein ist das Große für ihre Ziele kleine sterben lassen daran wird sich wohl nix ändern.
Wenn man Heute liest über die Großen in der Geschichte z.B. Cäsar,Alexander,Napoleon dann müßte mann in diesem Sinne das gleiche behaupten...ich schätze das allein die Distanz der Geschichte solche Leute Groß oder klein macht!;)

waldi44


6.1.02 12:47:57
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Eigentlich sind wir uns ja einig!
Krieg ist ein Verbrechen und die, die ihn Führen, Kriegsverbrecher!:D
Natürlich Befreiungskriege bzw Verteidigungskriege nicht!:D

xmen


6.1.02 19:14:07
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Oh,oh...und was hat die Taliban befreit?
oder die Rev. in Russland,ist das nicht alles abhängig von der Sichtweise?;)

jeannen


7.1.02 12:31:26
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Ich bleibe bei meinem Standpunkt, dass uns heute nicht schlechter gehen müsste, wenn Deutschland den Krieg gewonnen hätte. Und so wie ein Sieg Deutschlands ein Sieg Himmlers und Co. gewesen wäre, so war der tatsächliche Sieg ein Sieg Stalins und Trumans, die in meinen Augen Dinge getan haben, die genauso schlimm waren wie der Holocaust. Dazu zähle ich die GULAGs, in den Frauen, Kinder und Kriegsgefangene massenweise ums Leben kamen und dazu zähle ich den Abwurf von zwei Atombomben auf zivile Ziele in Japan. Das sollen nur die bekannten Beispiele sein. Ich denke, wenn man eine "Summenaufrechnung" macht (so makaber das jetzt klingt), waren "die anderen" noch viel schlimmer als "wir".

xmen


7.1.02 18:56:33
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Das mag sein,
aber man kann Leben schlecht in Summen packen!;)
Hätte Adolf gewonnen würde es einigen sicher besser gehen aber was ist mit den anderen? Ich denke das die Demokratie die wir habn besser ist....wenn auch lange nicht perfekt!:)

jeannen


8.1.02 08:00:51
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Gepostet von xmen
Das mag sein,
aber man kann Leben schlecht in Summen packen!;)
Hätte Adolf gewonnen würde es einigen sicher besser gehen aber was ist mit den anderen? Ich denke das die Demokratie die wir habn besser ist....wenn auch lange nicht perfekt!:)

Ja und? Heute geht es auch einigen besser und anderen nicht. Hat jemand die Reportage über dieses Kinderheim in Rumänien gesehen? DAS war schlimmer als ein KZ. Und das war unter Ceaucescu. (also in den späten 80ern)
Und ich will nicht wissen, wie es an manchen Stellen in Russland aussieht. Diese Menschen, die so gar nichts außer ein erbärmliches Leben haben, wünschen sich vielleicht, dass es anders sei, egal wie, nur anders - es kann nur besser werden.

xmen


8.1.02 08:07:45
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Das stimmt!;)
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