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Coronel, Falkland, Dresden

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waldi44


17.12.01 20:44:30
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Das Ostasiengeschwader unter Graf Spee und die Seeschlachten von Coronel und den
Falkland Inseln und das Schicksal S.M.S. "Dresden"
Vizeadmiral Maximilian Reichsgraf von Spee übernahm am 04. Dezember das Ostasiengeschwader und damit das Kommando über zwei große Kreuzer:
"Scharnhorst" ,"Gneisenau".
Drei kleine Kreuzer:"Nürnberg", "Leipzig" und "Dresden".
Drei Kanonenboote, drei Flußkanonenboote und zwei Torpedoboote.
"Tiger", "Iltis", "Luchs", "Taku" , "Jaguar" und der österreichisch/ungarische Kreuzer "Kaiserin Elisabeth" , die sich vor der Kapitulation von Kiautschou selbst versenkten, sowie der kleine ungeschützte Kreuzer "Geier", der 1914 in den USA Interniert und später beschlagnahmt wurde (Haweii).
Nach der Kriegserklärung des Britischen Empires am 04.08.1914 sah sich Spee im asiatischen Raum folgenden Feindkräftegruppierungen gegenüber:
_ dem Ostindiengeschwader,
Stärke: + zwei kleine Kreuzer
_ der australischen Marine,
Stärke: + ein Schlachtkreuzer
+ zwei moderne, kleine Kreuzer
+ vier ältere, kleine Kreuzer
_ dem Großbritannien-China-Geschwader.
Stärke: + zwei Panzerkreuzer
+ zwei kleine Kreuzer
In Anbetracht der langen, teilweise sogar überdehnten Handelswege war diese zahlenmäßige Überlegenheit zu vernachlässigen. Schließlich hätte eine Verfolgung des Geschwaders lediglich eines bedeutet: Die Öffnung der Handelswege für einen noch effektiveren Kreuzerkrieg der Deutschen.
Dieser Zustand wurde von der japanischen Kriegserklärung an das Deutsche Reich am 23.08.1914 nachhaltig verändert. Das Deutsch Reich wurde durch Japan aufgefordert, seinen wichtigsten Hafen im ostasiatischen Raum, Tsingtau, an China zurückzugeben und seine gesamten Streitkräfte aus dem asiatischen Gebiet abzuziehen. Spee hatte nun folgende Probleme zu bewältigen:
1) Nach dem Wegfall Tsingtaus konnte eine ausreichende Versorgung mit Munition und Kohle nicht mehr sichergestellt werden und
2) Bestand nun die Gefahr der Vereinigung von Japanern und Briten.
Schließlich sah von Spee drei verschiedene Möglichkeiten eigenen Handelns:
1. Marsch in den Indischen Ozean
+ hohes Aufkommen an Handel
- wenig Versorgungsmöglichkeiten
2. Marsch in den südlichen Teil des Pazifik
+ gute Fluchtchancen durch weiträumiges Gelände
- geringes Handelsaufkommen
- mögliche Vereinigung der Briten und der Australier
3. Marsch an die amerikanische Westküste
+ Versorgung durch neutrale Staaten
+ Beschaffenheit des Geländes begünstigt den Kreuzerkrieg
- geringes Handelsaufkommen
Spee sah den entscheidenden Vorteil in der Versorgungsmöglichkeit durch neutrale Staaten, um so die Möglichkeit wahrnehmen zu können, in die Heimat durchzubrechen.
Lediglich der kleine Kreuzer EMDEN wurde im Indischen Ozean zurückgelassen, um dem Handelskrieg weiterzuführen. Der Rest des Ostasiengeschwaders marschierte in Richtung der amerikanischen Westküste. Auf dem Weg in diesen Raum, gelang es von Spee außerdem, noch einige britische Funkstationen zu zerstören.
Die Seeschlacht bei CORONEL
Der Geschwaderchef erhielt am 05./06. Oktober 1914 die Meldung, daß britische Seestreitkräfte die Magellan-Straße in seine Richtung verließen.
Bei diesem englischen Verband handelte es sich um die Panzerkreuzer "Good Hope" und "Monmouth", sowie den kleinen Kreuzer "Glasgow" und den Hilfskreuzer "Otranto" unter Führung des britischen Verbandschefs Konteradmiral Cradock. Dieser war zuvor von der britischen Admiralität beauftragt worden, den deutschen Verband aufzubringen. Am 01. November kam es zum Gefecht zwischen den Verbänden, welches Spee eindeutig für sich entscheiden konnte.
Vor der chilenischen Kleinstadt Coronel im Golf von Arauco kam es am 1. November 1914 zu einem damals als klassisch geltenden Seegefecht. Gegen die untergehende Sonne und in einer schweren Dünung hatten die deutschen Schiffe die englische Formation auf südlichen Kursen als silhouettenhafte Ziele an Steuerbord.
SMS "Scharnhorst" versenkt den englischen Panzerkreuzer "Good Hope"
"Scharnhorst" glaubt etwa 35 Treffer auf "Good Hope" sich anrechnen zu dürfen.
SMS "Nürnberg" versenkte den englischen Panzerkreuzer "Monmounth vor der chilenischen Küste.
U. a. wurde gesehen, daß auf "Monmouth" die Turmdecke des vorderen Doppelturms abgehoben wurde und daß im Turm ein starker Brand entstanden war. Die beiden Kleinen britischen Kreuzer wählten die Flucht und entkamen.
"Scharnhorst" wurde nur zweimal, und "Gneisenau" nur viermal getroffen, wobei es zwei Verwundete gab.
Die beiden englischen Panzerkreuzer jedoch nahmen über 1400 Seeleute aller Dienstgrade mit in die Tiefe. An sie erinnert heute ein Denkmal auf der Plaza de Armas in Coronel.
Dieser Sieg brachte von Spee eine begrenzte Verschnaufpause ein, da die Briten keinen weiteren schlagkräftigen Verband in unmittelbarer Nähe hatten. Allerdings hatten die Deutschen im Gefecht fast 50% Ihrer Munition verschossen und aufgrund der britischen Vorherrschaft in den Gewässern keine Versorgungsmöglichkeiten. 42% der 21 cm Granaten waren ersatzlos ver-
braucht.
Am 09. November, wurde S.M.S." Emden" nach einem Gefecht mit dem Kreuzer "Sidney" bei den Cocos-Inseln auf Land gesetzt und damit endete der Handelskrieg im fernen Osten.
Die Seeschlacht bei den FALKLAND-INSELN
Um den bei CORONEL erlittenen Prestigeverlust wieder wettzumachen, entsandte die britische Admiralität unter Admiral Fisher, zwei den Deutschen an Kampfkraft überlegene Schlachtkreuzer("Invincible" und "Inflexible") in den Südatlantik, um den deutschen Verband zu suchen und zu versenken. Außerdem wurde zur Verstärkung der Verteidigung von Port Stanley (Hauptstadt der Falkland Inseln),die alte "Canopus" leicht auf Grund gesetzt!
Am 7. Dezember vereinigten sie sich auf den Falklandinseln mit den dort befindlichen sechs britischen Kreuzern.
Graf v. Spees Geschwader ging am 3. November 1914 vor Valparaiso auf Reede. Es wurde von tausenden deutschfreundlicher Chilenen und noch mehr deutschen Einwanderern enthusiastisch gefeiert.

Am 13. November 1914 gingen die Anker wieder auf und das Geschwader nahm Kurs Süd. Noch ganz im Taumel des grandiosen Sieges von Coronel und dem Gefühl der absoluten Überlegenheit wollte v. Spee nun auch im Atlantik die deutsche Seemacht demonstrieren. Unter äußerst schwerem Wetter und der Begegnung mit den ersten Eisbergen umrundete das Geschwader am 30. November 1914 das Kap Hoorn. Die Einheiten mussten immer wieder bekohlt werden, ein schwieriges Manöver, das sehr viel Zeit (3 Tage) in Anspruch nahm und nur in geschützten Buchten vollzogen werden konnte. Die Kohle stammte von einem erbeuteten (Prise) kanadischen Segler!
Um einen weiteren militärischen Erfolg zu erzielen, entschied sich Spee gegen den Rat seiner Kommandanten dazu, den britischen Stützpunkt auf den Falklandinseln anzugreifen und die dort befindliche Funkstation zu zerstören. Am 08.12. führte der Geschwaderchef den Angriff durch. Einen Tag vorher waren die beiden britischen Schlachtkreuzer in den Hafen eingelaufen und versorgten sich mit Kohle.
Sobald Spee diese Schiffe sah, brach er den Angriff ("Gneisenau" und Nürnberg" fuhren zwecks Erkundung auf den Hafen zu und entdeckten die Schlachtschiffe) ab, denn er wußte nicht, daß diese Ihm an sich überlegenen Schiffe zu diesem Zeitpunkt weder gefechts-, noch manövrierfähig waren. Nur die alte "Canopus" eröffnete ein zu kurz liegendes Abwehrfeuer!
Spee gab seinem Geschwader die Anordnung, sich mit Höchstgeschwindigkeit abzusetzen. Sobald die britischen Schlachtkreuzer seeklar waren, folgten sie dem deutschen Geschwader ebenfalls mit Höchstgeschwindigkeit und holten es ein. Spee versuchte, so viele Schiffe wie möglich durch Absetzen zu retten.
Zu diesem Zweck gedachte er die schweren Einheiten im Kampf zu opfern, um wenigstens den drei leichten Kreuzer ein Entkommen zu ermöglichen. Diese wurden jedoch von den Kreuzern "Glasgow", "Cornwall" und "Kent" verfolgt. Entkommen konnte vorerst nur die DRESDEN und an Bord war Oberleutnant zur See Wilhelm Canaris, späterer Chef der Abwehrabteilung im Reichskriegsministerium!
Die "Kent" versenkte die "Nürnberg". "Glasgow" und "Cornwall" die "Nürnberg". "Bristol" und "Macedonia" versenkten zudem zwei der drei Kohleschiffe, das dritte entkam und wurde aber später in Argentinien interniert.
Die britischen Schlachtkreuzer eröffneten mit ihren 30,5 cm Geschützen das Feuer außerhalb der Reichweite der deutschen schweren Kreuzer 21 cm und erzielte ihre ersten Treffer. Nach drei Stunden sank "Scharnhorst" und etwa eine Stunde später wurden auf der "Gneisenau" die Flutventile geöffnet!
Der bei Coronel siegreiche Reichsgraf von Spee ging mit seinem Flaggschiff mit Mann und Maus und seinen beiden Söhnen(auf verschiedenen Schiffen) unter. Mit ihm zusammen fiehlen alle Kommandanten und der Chef des Stabes des Geschwaders: Kapitän zur See Fielitz.
Den Untergang der "Gneisenau" überlebten 187 Mann, den der "Nürnberg" und der "Leipzig" 28 Seeleute.
Das Schicksal war mit der DRESDEN gnädig und ließ sie weitgehend unbeschädigt entkommen. Dank ihrer höheren Geschwindigkeit konnte sie ihre Verfolger abschütteln, dabei kam ihr eine plötzlich aufziehende undurchsichtige Nebelwand zu Hilfe und in einer seemännischen Meisterleistung gelangte sie durch schwieriges Gewässer, an englischen Einheiten vorbei, in die patagonischen Kanäle hinein.
In Punta Arenas konnten in aller Eile Kohlen übernommen werden und ehe die englischen Verfolger hier eintrafen, war die DRESDEN mit Hilfe des deutsch-chilenischen Lotsen Albert Pagels in die patagonischen Kanäle entwichen. Hier konnte sich die DRESDEN über zwei Monate verborgen halten .
Bei all dem wurde es Fregattenkapitän Lüdecke bald klar, dass er aufgrund des inzwischen schlechten Zustandes des Schiffes, der Gefahr der Entdeckung durch die Engländer, die alle Anstrengungen unternahmen, die DRESDEN zu finden, den ständigen Schneestürmen und der immer schlechter werdenden Stimmung an Bord, nicht länger untätig in den Fjorden von Patagonien liegen konnte. Er musste das Schiff ins offene Meer bringen. Durch ein Labyrinth aus Inseln und Felsen, kleinen und großen Buchten und Untiefen lief die DRESDEN am 14. Februar 1915 in den Pazifik. Auf dem Weg nach Norden, entlang der chilenischen Küste kam es zu einer unverhofften Begegnung mit dem englischen Panzerkreuzer KENT, dem sich die DRESDEN nur durch eine höllische Flucht entziehen konnte. Diese letzte Raserei hatte dem Schiff den Rest gegeben. Mit nur noch 80 Tonnen Kohlen im Bunker, die Munition weitgehend verschossen und das gesamte Schiff in einem desolaten Zustand, hatte es seine Gefechtsfähigkeit verloren - das Ende war nahe! Die DRESDEN musste unbedingt in einen neutralen Hafen und sich internieren lassen.
Der letzte Akt begann am 14. März 1915, als die englischen Verfolger am Horizont erschienen und ohne Umschweife das Feuer auf die desolate DRESDEN eröffneten und tödliche Verwüstungen anrichteten. Auch aufgenommene Verhandlungen durch einen Parlamentär namens Oberleutnant zur See Wilhelm Canaris, dem späteren Admiral und berühmten Abwehrchef im 2. Weltkrieg, konnten das Schicksal nicht abwenden.
Nachdem Canaris mit einer ablehnenden Antwort zurückgekehrt war ("Wir haben die DRESDEN zu versenken, wo und wie wir sie antreffen. Andere Fragen kümmern mich nicht, sie müssen durch die Diplomatie geregelt werden."), wurden auf Befehl des Kommandanten die Bodenventile geöffnet und die Sprengladungen zur Selbstversenkung geschärft und gezündet, nachdem zuvor die Besatzung in Beibooten an Land in Sicherheit gebracht worden war. Der Panzerkreuzer KENT, der Kreuzer GLASGOW und das Hilfsschiff ORAMA hatten ihren Befehl ausgeführt - um 11.15 Uhr Ortszeit ging die DRESDEN mit wehender Flagge und unter einem dreifachem Hurra auf Kaiser und Schiff auf den Grund der Cumberlandbucht.
Hier liegt sie in ca. 60 Meter Tiefe und heute ist die Stelle mit zwei gelben Bojen als Nationales Denkmal markiert. Später bot der britische Außenminister Sir E. Grey im Namen seiner Regierung der chilenischen Regierung "unbedingte weitestgehende Entschuldigung für das Vorgehen der britischen Einheiten" an. Damit war für England der eklatante Verstoß gegen das Völkerrecht erledigt.
Für die nun internierte Besatzung der DRESDEN war zwar mit dem Untergang ihres Schiffes der Krieg zu Ende, nicht aber ihre Irrfahrt fern der Heimat, in einem fremden Land und vor einer ungewissen Zukunft.
Weitere Info: http://www.europractica-dresden.de/kreuzer.html
Angesichts des erfolgreichen Kreuzerkrieges der "Emden" bleibt der Schluß, daß Spee besser daran getan hätte das Ostasienge-
schwader aufzulösen und einen großangelegten Kreuzer (Kaper-)krieg im Pazifik und indischen Ozean zu führen! [ Editiert am: 23-12-2001 15:23 ]

waldi44


18.12.01 18:03:20
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Na ha! Da setze ich so einen tollen Beitrag in's Forum und keiner ließt ihn!

jeannen


19.12.01 13:09:26
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Doch, ich hab ihn gelesen. Aber was soll man dazu sagen?

waldi44


19.12.01 23:53:05
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Tja, DAS muß jeder selber wissen ;)!
Ich bin gerade dabei mal die Ereignisse des 1. Wk zur See zusammen zu tragen! Die "Doggerbank" war der Anfang.
Bis vor noch nicht langer Zeit nämlich dachte ich immer: 1. Wk zur See = Skagarak, U- Booteinsätze, Revolution, Schluß!
Stimmt aber nicht! Da war ein Haufen mehr los und Kaisers Wehr zu See lag doch nicht nur untätig in den Häfen rum!

waldi44


23.12.01 14:51:31
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Neue verbesserte Variante! Gibt nichts besseres im deutschsprachigen Netz!
Nächster Beitrag: "Der Kreuzerkrieg"!

waldi44


12.1.02 16:07:52
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Bericht des einzigen Überlebenden der Skagerrakschlacht, vom letzten Gefecht und dem Untergang des kleinen Kreuzers "Wiesbaden":
http://www.stahlgewitter.com/skagerrak_wiesbaden.htm

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12.1.02 19:31:19
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Ich werde das Gefühl nicht los das die Deutschen schon immer Landratten waren und es mit der Seefahrt(ausserZivil)nicht so ernst genommen haben!:)

waldi44


12.1.02 20:24:56
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Nee, das kann man so aber nicht sagen! Deutschland hat seit der Hanse immer mehr oder weniger auch auf See mitgemischt!
Allerdings nie so recht erfolgreich, wenn Du DAS meinst!;)

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13.1.02 09:22:04
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Eben, das mein ich,viel probiert aber nie so richtig mit Elan!
In der zivilen Schiffahrt war Deutschland vor glaube dem 1. WK ja sogar führend wahrscheinlich lag es an der typisch Deutschen Uneinigkeit.;)

waldi44


13.1.02 19:08:52
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Ich habe übrigens obigen Link gepostet, weil ich das Verhalten absolut unfair und verbrecherisch seitens der Briten und unkameradschaftlich und irgendwie auch feige seitens der Deutschen fand!
Nach dem Bericht des einzig Überlebenden hätte man noch dutzende, wenn nicht gar hunderte deutscher Seeleute retten können!

Panzermayer


13.1.02 19:48:36
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Also die Deutschen und das Meer, das hat Tradition!
Mir ist da gleich die DGzRS eingefallen, eine edle Tatsache, daß Deutsche und Meer zusammen können (Naja, eigentlich muß man ja sagen Deutsche gegen das Meer)!
Man beachte die Tätigkeiten während der Weltkriege!

http://www.dgzrs.de/Geschichte/index_geschichte.htm

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13.1.02 20:19:43
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@ Waldi
Das stellt die ganze Diskussion ins abseits, Krieg ist immer schlecht und verwerflich und wenn man drüber spricht was hätte man besser machen können,wie kann mann Krieg besser machen?
Jedes Schicksal ist zutiefst bewegend und aus den Tatsachen, sollten wir das ableiten das trotz des Technisch faszienierende an der Welt des Krieges uns kein anderer Schluss bleibt als um Gottes Willen nie wieder!
Ich habe vier Kids und sollte jemand auf die Idee kommen einen davon für sowas zu benutzen ist er mein persönlicher Feind! ;)

waldi44


13.1.02 20:31:54
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Ich bleib dabei!
Wenn gekämpft wird, dann wird gekämpft und gestorben (jaja, das sag ich in meinem warmen Zimmer vorm Pc sitzend, Wein trinkend und Chips knabbernd und sich darüber ärgernd, daß ich morgen zur Frühschicht muß;))!
Ist der Kampf vorbei, sollte wieder die Menschlichkeit die Oberhand gewinnen!
Der Untergang des Kreuzers erscheint ganz nüchtern: Kreuzer soundso in der Schlacht von soundso gesunken, ein Überlebender!
Aber dann spricht dieser Überlebende, bekommt ein Gesicht und der Untergang des Kreuzers soundso wird plastisch, lebendig!
Solche Geschichten sind es doch, die uns den Krieg als so etwas "herrliches" empfinden lassen. Ernst Jünger in "Stahlgewitter" brachte es auf den Punkt!
Aber Krieg ist im nachinein nur dann ein "Abenteuer", ein "Männlichkeitritual", wenn man ihn überlebt! Gesund, verwundet vielleicht, aber anschließend nicht behindert!
DAS mach doch die Faszination aus, die gerade die Jugend immer so ergreift!
Man(Mann) war dabei, hat Heldentaten vollbracht, überlebt und kann davon seinen Kindern und Enkeln berichten und findet womöglich noch in Büchern einen Ehrenplatz!
Oder???
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