Dieses Archiv enthält einen Auszug des Forums für deutsche Geschichte vom 12.10.2001 bis zum 22.12.2005. Wenn Sie mitdiskutieren möchten, besuchen Sie unser Forum unter forum.balsi.de.

Die deutschen Elektro-Boote

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AutorBeitrag

Alt+F4


28.12.01 20:22:05
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Leutz,
Ich stelle jetzt mal eine These auf. Wären die Boote der Typen XXI und XXIII früher in Produktion gegangen, beispielsweise Anfang 1941, hätte die deutsche Marine die Oberhand gewonnen!
Wieso?
Diese Booten waren revolutionär. Unterwassergeschwindigkeiten von rund 20kn.
Ausgerüstet mit den neusten Geräten (moderne Ortungsgeräte eben)
Sehr große Batterien, so konnten diese Boote eine lange Zeit unter Wasser bleiben.
Und es gab ja auch noch was Anderes, was man mit diesen Booten anstellen konnte. Es gab schon 1939 ein Projekt, was vorsah, Raketen unter Wasser abzuschießen, siehe heutige Atom-U-Boote made in USA and Russia. Diese Raks hatten eine Reichweite von rund 4-5km, wären aber sicherlich noch im Laufe des Krieges verbessert worden. Es gab ja auch schon die ersten Hubschrauber.
Hätte man da nicht mit etwas Kreativtät neue Typen entwickeln können, auf Basis des Typs XXI (des "Großen")?
Beispielsweise die erfolgreichen Milchkühe, U-Vesorger.
Oder Raketen-U-Boote, mit weniger Torpedorohre, aber dafür Raketenabschussilos. Meinetwegen für kleine Raks ala 32cm ;)
Oder Hubschrauberträger (nagut, darüber lässt sich streiten :D)... Flak-Träger wären auch noch drin.
Was meint ihr dazu? Wenn diese Blechrollen früh in der Produktion gewesen wären, hätten sie was ausrichten können?

Dirlewanger


28.12.01 20:25:06
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denek ja man hätte den agnzte atlantik beherrschen können
kein nachschub nach england hmm irgendwann hätten die tommys kelinbeigegeben weil sie nichts mehr zu fressen gehabt hätetn un ihnen langsam aber sicher alles ausgeganegn wär:D

waldi44


29.12.01 00:31:00
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Tja, wennnnnn all die Waffen, die man 1944/45 zur Verfügung hatte schon 1939/40 in ausreichender Stückzahl gehabt hätte...
Wie war das mit dem Hund und dem Hasen ;)!
Andererseits: Hitler hat ja seine Generale&Admirale belogen, als er von einem Krieg nicht vor 19... äh weiß nicht genau... 45 sprach. Andererseits: Die potentiellen Gegner schliefen ja auch nicht!

xmen


29.12.01 08:25:17
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Nicht zu vergessen ist das ohne die Atombombe kein Sieg möglich gewesen wäre, hätte man so gesiegt wäre die Atombombe nicht nur 2 mal auf Deutschland gefallen! Aber hätte, wäre,wenn bringt alles nix und ist nunmal Sci.-Fi.;)

jeannen


3.1.02 09:05:54
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Ein Flak-U-Boot gab es übrigens mal. Ich glaube U 444. Ausgerüstet mit zwei 2 cm-Vierlingen und einer 3,7er. War aber nicht sehr erfolgreich. Haben glaube ich nur ein Flugzeug abgeschossen und wurden 2 mal fast selber versenkt. (Oder wurden sie sogar versenkt?)
Danach wurde das wieder aufgegeben.
Naja, und die Flettner-Hubschrauber waren auch nicht so das Gelbe vom Ei. Die hätte man vielleicht zur Aufklärung nutzen können, aber Kampfhubschrauber waren das noch lange nicht.

waldi44


3.1.02 11:43:59
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U 444 VIIC Oblt. Albert Langfeld 11.03.43 Nordatlantik Versenkt mit Überlebenden!
Ja, das mit der Flakfalle hat nicht funktioniert!
Anordnung der Flak
http://home.t-online.de/home/baumann.sven/fla.htm
[img= ]http://home.t-online.de/home/baumann.sven/tufl.jpg
Typischer U-Bootturm nach 1943

Alt+F4


12.1.02 19:09:29
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Naja, darüber lässt sich streiten!
Hab beispielsweise mal gelesen, das diese Boote das Durchqueren der Biskaya bei Tage ermöglichten, jedoch nur gegen Flieger. Mit 2-3 20mm Flakvierlingen konnte man sich früher schon gut wehren, jedoch hab ich auch gelesen, dass das Deck blutgetränk war, also auch Verluste bei der Bedienung. Trotzdem wurden diese Boote von Flugzeugen versenkt, ansich aber ein gutes Konzept (imo!).

waldi44


12.1.02 20:56:12
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Es war so schon nicht leicht, ein Flugzeug abzuschießen und dann stelle man sich das Ganze von einem schlingernden Boot aus vor.
Der angreifende Flieger hatte es da schon leichter, denn das Boot war immerhin deutlich größer und besser zu erkennen als der Flieger.
Also, mir ist kein Fall bekannt, daß ein U- Boot ein Flugzeug abgeschossen hätte! Könnte natürlich passiert sein!

Panzermayer


12.1.02 22:02:17
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Hmmm...gab's öfters, z.B. im Golf von Mexiko, wo tauchen nicht unbedingt die bessere Variante war nachdem man von einem Flugzeug entdeckt wurde, da das Wasser sehr, naja ihr wißt was ich meine, durchsichtig war ! Beispiele liefere ich auch noch, aber ausgerechnet dieses Buch hab ich mal wieder nicht zur Hand, und zum suchen in anderen hab ich no time!
Gruß Panzer

waldi44


12.1.02 22:20:11
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Naja, vielleicht mal 'nen Aufklärer, 'ne Catalina oder so!

Alt+F4


13.1.02 12:27:21
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Nein, diese ganz sicherlich nicht. Jagd- und Kampfflugzeuge. Mit Bordwaffen und Bomben unter den Rümpfen...
Es gab Abschüsse, dem bin ich mir sicher. Ich hab zwei Bücher dazu, muss bloß noch gucken wo diese Passage ist..

Panzermayer


13.1.02 19:26:52
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Tja, muß eingestehen, daß in dem von mir angesprochenen Gefecht ein Mariner-Flugboot (welche jedoch bis an die Zähne bewaffnet waren!) nur schwer beschädigt wurde! Ich hatte das irgendwie anders im Hinterkopf! Das U-Boot war U-615, unter Walter Kapitzky, das Gefecht fand im August 1943 in der Karibik statt!
Zu den U-Boot-Fallen hab ich was:
Das erste Boot mit neuer Fla-Bewaffnung war U-758 unter Kptl.Manseck! Es hatte beim ersten Feindkontakt im Juni 1943 nachhaltig Eindruck bei dem Piloten einer Lysander-Maschine geschaffen, der nur noch das Heil in der Flucht suchte! Kurze Zeit später kamen 3 weitere Flugzeuge, wovon 1 angriff und abgeschossen wurde! Jedoch verlor das Boot 11 Mann an Schwerverwundeten und mußte zurück nach Brest!
Die Idee einer "U-Boot-Falle" hatte man schon 1942 gehabt, und man entwarf Pläne, um das schwerbesch. U-256 zu einer solchen umzubauen! Besonders war v.a. die vorgesehene Fla-Bewaffnung VOR dem Turm, die es ermöglichte (im Gegensatz zu bisher), auch nach vorne zu schiessen! Zu dieser Zeit hatte man aber noch keine Verwendung für solch ein Boot!
Die erste einsatzbereite "Falle" war U-441, Kptl. Hartmann, welches am 22.Mai 1943 von Brest aus in die Biskaya lief! ES schoß eine Sunderland ab, wurde jedoch selbst schwer beschädigt und mußte zurück! Im Juli war das Boot zurück im "schwarzen Loch" und schoß auf Anhieb ein weiteres Flugzeug ab, verlor jedoch 10 Mann an Toten und 12 Mann an Verwundeten (darunter der Komm.) durch Bordwaffenbeschuß!
Insgesamt gab es etwa ein Dutzend "Flieger-Fallen", ihr geringer Erfolg aber zeigte umso mehr die volle Überlegenheit der R.A.F.! Nach wenigen Einsätzen wurden sie wieder umgebaut zu normalen U-Booten! Deshalb sind Bilder von solchen "Fallen" nauch relativ selten.
(QUELLE: das meiste aus "Das Buch der dt. Kriegsmarine 35-45", Mallmann+Showell)
Gruß Panzer

Panzermayer


14.1.02 00:22:23
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http://submarine.50megs.com/bauer.html
Schaut mal den Link an...
Da war ich schon, ist wirklich interressant! Ich war auch in Kiel am U-Bootfahrer-Denkmal, und in dem danebenstehenden Typ V||c-U-Boot! Man, da war die XX|-Klasse ein Luxusdampfer dagegen...
Gruß Panzer

waldi44


14.1.02 15:23:23
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Komisch! Ich lande immer auf einer Maklerseite! Will weder Haus noch Möbel kaufen?:rofl:

Quintus


24.5.02 06:12:45
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Ich hatte das irgendwie anders im Hinterkopf! Das U-Boot war U-615, unter Walter Kapitzky, das Gefecht fand im August 1943 in der Karibik statt!

Ja, und U-615 (Typ VIIC) wurde an diesem Tag, dem 06. August 1943 vernichten (mit einigen Überlebenden).
...und man entwarf Pläne, um das schwerbesch. U-256 zu einer solchen umzubauen!

U-256 (Typ VIIC) , ehemaliger Kommandeur war Korv. Kpt. Heinrich Lehmann-Willenbrock, wurde bereits am 5.10. 1940 außer Dienst gestellt.
Komisch! Ich lande immer auf einer Maklerseite! Will weder Haus noch Möbel kaufen

Ich auch!

Quintus


25.5.02 06:25:38
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Typ XXI:
1.621 Tonnen-Boot,
Leistungsstarke Akku-Batterie,
Spitzengeschwindigkeit unter Wasser: 17,5 Knoten,
bei 6 Knoten: Unterwasserfahrt von 285 Seemeilen.

Typ XVII und XVIIB:
Unter Wasser: 25 Knoten,
Horchgerät "Balkon", Horchbereich von bis zu 40 Seemeilen,
"Schnorchel"-Kopf trug geriffelten Überzug aus synthetischem Kautschuk.

Typ XXIII:
200-Tonnen-Boot,
Unterwassergeschwindigkeit: 12,5 Knoten,
Bei 4 Knoten: Unterwasserfahrt von 175 Seemeilen,
ungemein wendiges U-Boot.

Siehe mein Posting "Neue Boote braucht das Land"
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