Dieses Archiv enthält einen Auszug des Forums für deutsche Geschichte vom 12.10.2001 bis zum 22.12.2005. Wenn Sie mitdiskutieren möchten, besuchen Sie unser Forum unter forum.balsi.de.

U- Bootbunker

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AutorBeitrag

waldi44


23.9.03 13:59:32
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Schau mir gerade einige Bilder von U-Bootbunkern an und da stellt sich mir eine Frage: Wieso konnten die Deutschen anscheinend in aller Ruhe diese monströsen Bauwerke errichten ohne dass die RAF den Bau zumindest verzögert, wenn nicht gar ganz verhindert hat.
Die Dinger standen ja nicht plötzlich über Nacht da und die meisten mussten während der Bauzeit zum Wasser hin abgechottet werden(Nassbunker). Da hätten doch schon Nahtreffer genügt um die Baugruben wieder zu fluten.
Der 6,50 bis 10 Meter dicke Beton musste ja beigeschafft werden oder zumindest seine Zutaten und das Aushärten dürfte auch nicht gleich erledigt gewesen sein.
Zeit hatte man also genug, Ziele auch und zu übersehen war das gewusel auf den Baustellen ja wohl auch nicht!
Woran lag das? Unterschätzte man die Gefahr, die von diesen Bunkern, also den U- Booten, ausging? Hatte die Luftschlacht um England doch mehr an den Kräften der RAF gezehrt als man denkt oder war die Luftwaffe noch
zu dominierend?
U-Bootbunker:
Brest:20 Boxen
Lorient:20 Boxen
St.Nazaire:21 Boxen
La Palliice:14 Boxen
Bordeaux:12 Boxen
Bergen::9 Boxen
Drontheim: 8 Boxen
Hamburg:2/5 Boxen
Kiel: 2 Boxen

Axel43


23.9.03 18:48:12
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...und "Valentin" in Bremen-Farge, der wohl größte von allen.
Ich nehme an, daß man an einer Baustelle zwar einiges kaputt bomben kann, daß das Resultat aber verglichen mit einen fertigen Anlage nicht besonders beindruckend ist.

Verlorene Siege


23.9.03 18:51:47
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Hi

Bereits ab September 40 ist die RAF Bombenangriffe gegen die Ubootstützpunkte geflogen aber ohne Wirkung zu erzielen.Die Bomber der RAF waren Zahlenmäßig zu schwach auch fehlte es ihnen an modernem Gerät für Abwürfe bei Nacht so schlugen die meisten Bomben weit verstreut ein.
Bereits im April 41 erkannte Sir Richard Peirse das Problem und schlug vor,dass sich die RAF lieber auf Schlüsselstellungen in Deutschland konzentrieren sollte.
Es war zu dieser Zeit einfach nicht möglich Präzisonsangriffe zu führen schon gar nicht von der RAF.
So konzentrierte man sich bis Mitte Oktober 42 auf die Bombadierung von Industrieanlagen in Deutschland.Erst als die Ubootgefahr zu groß wurde setzte man wieder in größerem Umfang Bomber auf UBootbunker an.Nur war das bekanntlich schon zu spät,da die meisten Boxen der Bunker schon standen.
Mfg
VS

The Real Blaze


23.9.03 19:09:32
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Mal ne andere Sichtweise.Gebaut wurden sie doch von der Organisation Todt.Waren da auch britische Kriegsgefangene dafür eingesetzt?
mfg The Real Blaze

Verlorene Siege


23.9.03 21:13:35
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Hi
@Realblaze
Nein es waren keine Briten eingesetzt.
Es handelte sich bei den Nationen um:Franzosen,Holländer,Belgier,Spanier und Italiener!Diese Angaben beziehen sich auf den Bau der Ubootbunker!
Mfg

Axel43


25.9.03 02:50:52
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Wohl auch Insassen vom KZ. Vgl Schminck Gustavus, Bremen kaputt, S. 224-230 (KZ Neuengamme, russische Kriegsgefangene u Insassen des Arbeitserziehungslagers Farge).

waldi44


25.9.03 10:43:01
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Ja, bei den Bauwerken im Reich, aber am Atlantikwall bzw bei den französischen U- Bootbunkern glaube ich eher nicht!
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