Dieses Archiv enthält einen Auszug des Forums für deutsche Geschichte vom 12.10.2001 bis zum 22.12.2005. Wenn Sie mitdiskutieren möchten, besuchen Sie unser Forum unter forum.balsi.de.

Wer trug alles den Namen...

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AutorBeitrag

waldi44


30.1.02 16:21:15
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Heute:BERLIN

Der kleine Kreuzer BERLIN

Einsatzgruppenversorger BERLIN
Den Namen BERLIN haben in der Vergangenheit viele Kriegsschiffe getragen. 1674 segelte die in den Niederlanden gebaute Fregatte BERLIN unter der Flagge des Großen Kurfürsten. 1750 und 1807 gab es in der französischen Marine ein Linienschiff BERLIN. 1813 gehörte zur Baltischen Flotte des Zaren ebenfalls ein Linienschiff mit diesem Namen. Schließlich wurde 1905 der Kleine Kreuzer BERLIN (ca. 4000 t) bei der Kaiserlichen Marine in Dienst gestellt. 1922 wurde das Schiff als Schulkreuzer eingesetzt. 30 Jahre wurde die BERLIN in der Liste der Kriegsschiffe geführt. Ab 1935 diente sie bis 1945 als Wohnschiff. 1947 wurde sie von den Briten mit Gasgranaten an Bord im Skagerrak versenkt. 1957 gab es in der Volksmarine der DDR ein Minensuchboot (Typ Krake) mit dem Namen. 1960 wurde das als BERLIN gebaute Schulschiff der Bundesmarine auf den Namen DEUTSCHLAND aus politischen Gründen vom damaligen Verteidigungsminister Strauß umbenannt. 1979 hieß eine Fregatte der Volksmarine „BERLIN – HAUPTSTADT DER DDR".
:bazooka:Einsatzgruppenversorger BERLIN

Panzermayer


30.1.02 16:38:31
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Fiel mir grade so ein (da ich leidenschaftlicher DGzRS-Fan bin):

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xmen


30.1.02 17:42:58
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Äh, mal abgesehen von Kriegsschiffen gibts doch noch das -Traumschiff Berlin - gefällt mir auch gut heisst aber glaube im Moment wieder Deutschland?:D

waldi44


30.1.02 18:41:32
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Nö, heißt noch immer "Berlin"!

http://www.travelinfo.de/travelshop/kreuzfahrten.asp?SchiffsID=30
Ist das ein Feuerlöschbootoder wozu sind die beiden "Kanonen":D?

xmen


30.1.02 19:15:22
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Na dann wars wohl andersrum!:D

Panzermayer


30.1.02 21:31:10
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Ihr fügt doch Eure Links auch ein, damit man sie anklickt, oder? Also ich handhab das immer so....:( ! :P
Also, für mehr Infos einfach die Seite besuchen...!
Aber, die Frage beantworte ich trotzdem gerne:
Sind tatsächlich Feuerlösch"kanonen", machen zusammen 7200l die Minute...!
Gruß Panzer

xmen


31.1.02 07:55:43
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Habe im TV mal ne Reportage über die Rettungskreuzer gesehen die sollen sogar unsinkbar sein! Die Technik wäre doch was für andere Schiffe oder?:)

waldi44


31.1.02 13:19:42
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Pha, das mit den unsinkbaren Schiffen ist Uralt! Schon die "Titanic".....:D
Aber ein kluger Mann (Name ist mir entfallen) hat mal gesagt: Unsinkbar gibt es nicht! Alles was schwimmt, kann auch untergehen!

xmen


31.1.02 13:28:37
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Jo wahrlich aber hasste schon mal ne Stück Porester zu versenken:D1

Panzermayer


31.1.02 21:18:53
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Waldi hat schon recht, "unsinkbar" ist immer relativ!
Aber jedenfalls ist das 'nem Seenotrettungskreuzer der DGzRS noch nicht passiert!
2 Rumpfsystem, volle Durchkenterfähigkeit, Selbstaufrichtungseigenschaft (gleiches gilt für das Tochterboot und alle sonstigen Rettungsboote), Delta-Rumpf-Bauweise für höhere Kentersicherheit, Alu-Leichtbauweise!
Es gab schon Fälle, da kam die Mannschaft nicht zurück von See...aber die Kreuzer waren immer noch voll funktionstüchtig!
ABER halt: da fällt mir ein (ging auch durch die Presse):
In Büsum wurde ein Rettungskreuzer "versenkt", von einem Luxusliner... :( ! War zumindest zur Hälfte unter Wasser, konnte jedoch wieder voll hergestellt werden (es war die "Fritz Behrens", so um 1998 herum).
Ist echt interressant, was die DGzRS leistet und leistete, hat auch während der Weltkriege haufenweise Piloten und andere "Meeresbewunderer" rausgefischt...! HOCHACHTUNG!
Gruß Panzer

xmen


1.2.02 09:01:16
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Ja, das sind echte Helden ist einfach bewundernswert was die leisten!:)

waldi44


2.2.02 18:50:31
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Kreuzer Emden
SEINER MAJESTÄT KLEINER KREUZER
"EMDEN" I

Dieser Kreuzer war wohl derjenige, dessen Taten bei Freund und Feind das meiste Aufsehen erregt haben und dessen kühne Streiffahrten die ganze Welt mit lebhaften Interesse verfolgte. Wie selten einem anderen gelang es Kapitän von Müller, nachdem sein Schiff aus dem Verbande des Ostasiatischen Kreuzergeschwader abkommandiert war, unter geschickter Ausnützung aller im erreichbarer Hilfsmittel, in erster Linie natürlich der Funkentelegraphie, seiner Aufgabe gerecht zu werden, in den asiatischen Gewässern den Kreuzerkrieg gegen die englische Handelsflotte zu führen. Mit seltenem Geschick wußte er alle Chancen, die sich aus dem Vorhandensein oder Fehlen von Funkenstationen ergeben konnten, für sich auszunützen. Auf Grund aufgefangener Funksprüche wurden Handelsschiffe aufgesucht und vernichtet. War durch den fehlenden Funkenverkehr die Abwesenheit größerer feindlicher Kriegsschiffsformationen festgestellt, so benutzte man solche Gelegenheiten, um z. B. in den Penang einzudringen und mitten im Hafen von den russischen Kreuzer "Semtschuk" und vor dem Hafen den Franzosen "Mousquet" zusammenzuschießen.
Hier weiterlesen:Die Funkentelegraphie im Kreuzerkrieg

Das Wappen misst etwa 100 mal 80 Zentimeter. Am unteren Rand ist es mit einer handgravierten Messingplatte versehen. Die Inschrift gibt Auskunft, dass der australische Kreuzer „Sydney“ in einem Gefecht am 9. November 1914 die SMS Emden erfolgreich bekämpft und zur Aufgabe gezwungen hat.
Das sehr gut erhaltene Wappen lässt den Schluss zu, dass auch bei der SMS Emden beide Bug-Wappenschilder beim Kriegsklarmachen Ende Juli 1914 im Stützpunkt Tsingtau demontiert und im Schiffsinneren verstaut wurden. Dies war die übliche Verfahrensweise - auch in späteren Zeiten bei der Marine. Bereits kurz nach dem Gefecht waren erste Ausrüstungsgegenstände und nautische Geräte wie der Brückenkompass für museale Zwecke von dem Wrack geborgen worden. Möglicherweise befanden sich auch die beiden Bugwappen darunter sowie die Heckzier, die heute im Imperial War Museum in Canberra aufbewahrt wird. Drei nach 1917 demontierte 10,5-cm-Geschütze stehen gut restauriert in Sydney beziehungsweise in Canberra.
Stapellauf 26.05.1908
Werft: K.W. Danzig
Wasserverdrängung: 3650 t
Maschinen: 13500 PS
Geschwindigkeit: 24,1 SM
Artillerie: 10 x 10,5 L/40
Torpedorohre: 2 x 45 S
Länge: 118 m
Breite: 13,5 m
Tiefgang: 5,1 m
Besatzung: 361
Gesunken: 9. November 1914 nach
Gefecht mit australischem
Kreuzer "Sydney".


Das Wrack der Emden

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Emden II

Gebaut auf der Werft A.G. Weser in Bremen
Kiellegung 2. Dezember 1914
Stapellauf 1. Februar 1916
Indienststellung 16. Dezember 1916
Verbleib November 1918 nach Scapa Flow am 21. Juni 1919 selbst versenkt am 11. März Frankreich zugesprochen 1926 in Caen verschrottet.
Besatzung 475
Einsatzverdrängung 7125 t
Länge 151,40 Meter
Breite 14,30 Meter
Tiefgang 6,32 Meter
Antrieb Turbine
Bewaffnung 8 x 15-cm-SK/L45
2 x 8,8-cm-SK/L45 Flak auf M.P.L. C/13
4 x 50-cm-Torpedorohre, acht Torpedos
Mineneinrichtung (Mitnahme von 200 Minen möglich)
Geschwindigkeit 27,5 kn
Diese Emden war erste, die am Bug das Eiserne Kreuz führte. Der Kaiser hatte im November 1914 zugesagt, daß diese Emden als Auszeichnung für die ruhmreichen Taten der Vorgängers, der Emden (I) als Bugzier das Eiserne Kreuz führen darf. Dies wurde auch für die nachfolgenden Emden beibehalten.
Am 10. März 1917 verlegte der Kreuzer in die Nordsee und wurde Führerschiff für die in der Nordsee stationierten Torpedoboot-Flottillen. Einige Wochen war er auch dem Verband der IV. Aufklärungsgruppe unterstellt. In der Nordsee war der Kleine Kreuzer Emden sowohl im Einzeleinsatz als auch im Verband der unterstellten Torpedoboote im Vorpostendienst und bei gelegentlichen Vorstößen zu Aufklärungszwecken tätig.
Im August 1917 verlegte die Emden in die Ostsee, um sich am Unternehmen Ösel - eine umfassende Landungsoperation, bei der starke Kräfte des Heeres mit Unterstützung der Marine in die östliche Ostsee gebracht und dort unter Feuerschutz der Kriegsschiffe angelandet werden sollten, um die baltischen Inseln in Besitz zu nehmen. Im Rahmen dieses Unternehmens kam es Anfang Oktober 1917 zu Gefechten. Ende Oktober war das Unternehmen beendet; die Emden verlegte in die Nordsee und versah Vorpostendienst.
Am 11. November 1918 trat der Waffenstillstand in Kraft, die Flotte wurde in ihren Häfen abgerüstet, die Abgabe vorbereitet. Die abzugebenden Einheiten versammelten sich in Wilhelmshaven. Am 19. November 1918 traten sechs Schlachtschiffe, zehn Linienschiffe, acht Kleine Kreuzer und 50 Torpedoboote die Fahrt nach Scapa Flow an - mit dabei auch die Emden. In Scapa Flow wurden die Besatzungen reduziert.
Am 21. Juni öffneten loyale Besatzungsangehörige auf den Einheiten die Bodenventile, die deutschen Schiffe begannen zu sinken. Die Briten konnten neben anderen Schiffen auch die Emden retten, indem sie sie in flaches Wasser schleppten.
Am 11. März wurde die Emden (II) Frankreich zugesprochen, notdürftig wiederhergestellt und nach Frankreich überführt. Ab 1922 nahmen die Franzosen Sprengungen an ihr vor. Ab 1926 wurde sie in Caen verschrottet.
Emden III
Kiellegung 8. Dezember 1921
Stapellauf/Bauwerft: 7.1. 1925 Marinewerft Wilhelmshaven
Indienststellung 15. Oktober 1925
Schiffsart: Kreuzer (Schulkreuzer), Einzelschiff
Besatzung : 474 bis 483 Mann (zuzüglich ca. 160 Seekadetten usw.)
Technische Angaben: Gewicht voll ausgerüstet: 6 990 ts
Länge: 155,1 m, Breite: 14,3 m, Tiefg.: 5,93 m
Antrieb: Turbinen, Geschw.: 29 Kn
Erster größerer Schiffsneubau mit teilweise geschweißten Verbänden!
Verbleib Am 14. April 1945 um 14 Uhr in der Heikendorfer Bucht auf Grund gesetzt außer Dienst ab 26. April 1945; gesprengt am 3. Mai 1945.
Besatzung 480
Verdrängung 6990 t
Länge 155,10 Meter
Breite 14,30 Meter
Tiefgang 5,93 Meter
Antrieb Turbine
Bewaffnung 8 x 15-cm-SK/L45 in Einzellafetten
- 2 (später 3) x 8,8-cm-SK/L45 Flak /C32 in Einzellafetten
- ab 1938/1943) zusätzlich 4 x 3,7-cm-Flak/C30 in Einzellafetten und bis zu 11 x 20-mm-Flak in zwei Vierlings- und drei Einzellafetten, außerdem zeitweise auch 4 x 20-mm-MG/C30 in Einzellafetten
4 x 50-cm-Torpedorohre in Doppelsätzen, zwölf Torpedos Mineneinrichtung (Mitnahme von 120 Minen möglich)
Signal-, Rufzeichen DTEM EM
Der Kreuzer "EMDEN" führte in Friedenszeiten nicht weniger als 8 Auslandsreisen durch, die ihn in weite Teile der Welt und über die großen Meere brachte! Dabei wurden tausende von Seemeilen zurückgelegt und gleichzeitig hunderte von Seeleuten und angehende Offiziere ausgebildet.

Reiserouten der "Emden"
Geschichte:
Nach Indienststellung bis Dezember 1931
EMDEN unternahm als Ausbildungskreuzer vier große Auslandsreisen, die das Schiff um die ganze Welt brachten.
ab Januar 1932
Zugehörigkeit zu den Aufklärungsstreitkräften der Flotte.
01.April 1933 bis 29. September 1934
Ausser Dienst zu Umbauarbeiten. Umstellung von Kohle- auf Ölfeuerung. Danach als Schulkreuzer wieder in Dienst gestellt. Weitere sechs Auslandreisen sollte die EMDEN noch vor dem Krieg unternehmen.
03. September 1939
Bereits direkt nach Kriegsausbruch wurde der Kreuzer beim Legen von Minensperren in der Nordsee eingesetzt.
ab 07. April 1940
Teilnahme an der Operation "Weserübung" in der Kriegsschiffgruppe 5 zusammen mit BLÜCHER und LÜTZOW. Am 09.04. drang die Gruppe in den Oslofjord ein. In der Dröbakenge wurde die BLÜCHER versenkt. Nach der Eroberung der norwegischen Befestigungen konnte EMDEN am 10.04. in den Hafen von Oslo einlaufen und blieb dort bis zum 07.06. unter anderem als Funkstelle Oslo.
ab Juni 1940
Wieder im Einsatz als Ausbildungskreuzer bis zum Ende des Krieges, unterbrochen im September 1941 durch den Einsatz in der Baltenflotte und von 11.1940 bis 02.1941 durch Werftliegezeit. Weitere Werftliegezeit von 06. bis 11. 1942.
9. April 1945
Nach einem Luftangriff auf Kiel wurde der Kreuzer sehr schwer beschädigt und am 26.04.1945 außer Dienst gestellt.

Emden IV

Die Fregatte Emden (Klasse 120)
Gebaut auf der Werft H.C. Stülcken & Sohn in Hamburg
Kiellegung 15. April 1958
Stapellauf 21. März 1959
Indienststellung 24. Oktober 1961
Verbleib 1983 an die Türkei verkauft; fuhr dort als Zerstörer "Gemlik"

Besatzung 200
Einsatzverdrängung 2996 t
Länge 109,8 Meter
Breite 10,5 Meter
Tiefgang 4,61 Meter
Antrieb 2x Diesel, 2x Turbine
Bewaffnung Zwei 100-mm/L 55 METL 53 in Einzelturmaufstellung, vollautomatisch
Zwei 40-mm/L 70 Breda Mod 58 II MDL, in Doppellafette, halbautomatisch
Zwei 40-mm/L 70 Bofors Mod 58 in Einzellafetten, halbautomatisch
4 x 1 533-mm U-Jagd-Torpedorohre TORO UJ 2 für Torpedo
2 x 4 375-mm U-Jagdraketenwerfer SR 375 Ty 57
2 Wabo-Ablaufbühnen
Mineneinrichtung: Aufbau von rund 110 Meter Minenschienen möglich, zwei Wurfstellen
Geschwindigkeit 30 kn
Signal-, Rufzeichen DBRW

Emden V

Die Fregatte Emden (Klasse 122)
Gebaut auf der Werft Thyssen-Nordseewerke in Emden, Bau-Nr. 464
Generalunternehmer: Bremer Vulkan, Bau-Nr. 1023
Kiellegung 23. Juni 1980
Stapellauf 17. Dezember 1980
Indienststellung 07. Oktober 1983, 11.45 Uhr
Verbleib im Dienst der Bundesmarine
Signal-, Rufzeichen DRAT
Einsatzverdrängung 3950 t
Länge 121,8 Meter (cwl), 128 Meter (ü.a.)
Breite 14,57 Meter
Tiefgang 6 Meter
Antrieb Zwei Dieselmotoren, MTU, Typ 20V 956 TB 92, Viertakt 20 Zylinder, je 5200 PS
Zwei Gasturbinen, General Electric, Typ LM2500, je 25.000 PS
Vortrieb Zwei fünfflüglige Verstellpropeller, Typ Escher-Wyss
Stromversorgung Vier Dieselmotoren, MWM, Typ TBD 602 V 16 K, Viertakt 16 Zylinder, je 1096 PS
Vier Generatoren, je 750 kW
Zwei 400-Hz-Waffenumformer
Zwei 400-Hz-Umformer
Ein 400-Hz-Umformer für die Bordhubschrauber
Weitere Schiffstechnik Zwei Frischwassererzeuger, je 1,2 t pro Stunde
Vier Feuerlöschpumpen, je 150 cbm pro Stunde
Eine Flossen-Stabilisierungsanlage
Eine Müllverbrennungsanlage
Eine Minenschutz-Einrichtung
Ein Balance-Schweberuder
Bewaffnung 1 x 76mm/L62 OTO Melara - leistungsgesteigert
2 x 20mm Rheinmetall/Wegmann Flak
2 x 4 Starter FK-System Harpoon
1 x 8 Starter FK-System Seasparrow
2 x 21 Starter FK-System RAM
4 x 6 Abschußgestell für Düppel
2 x 3 U-Jagd-Torpedorohre
2 Bordhubschrauber Sea Lynx
Waffenleitanlagen WM25 (für die Bekämpfung von Luft- und Seezielen)
STIR (für die Bekämpfung von Luftzielen)
U-Jagd-Anlage Sonar DSQS Nixie
Radaranlagen TRS-3D (für die Luft- und Seeraumüberwachung)
Nucleus 2000 (Navigationsradar)
FL1800 SII (elektronische Kampfführung)
Funkanlagen Zwei Satelliten-Kommunikationsanlagen
Satellitentelefon
Sonstiges 12 Rettungsinseln
ABC-Schutzeinrichtung
XVI Abteilungen
Interne Schiffslautsprecheranlage
Besatzung 202 Mann (222 Mann mit Einschiffung der Bordhubschrauber)
Das erste namentlich bekannte Schiff "Emden", war die "Stadt Emden", eine holländische Fleute vor 1686. Außer den oben genannten Schiffen gab es die Emden noch als Aviso, Kutter, Logger und Kanonenboot!
Marinekameradschaft
Bordgemeinschaft Fregatten Emden

Geschichte der Emden
Kreuzer Emden
Das Ende der "Emden"

waldi44


10.2.02 19:57:29
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DRESDEN




Der Schiffsname DRESDEN
Nicht nur ein Kriegsschiff der Kaiserlichen Marine trug diesen Namen. Auch viele andere Schiffe mit dem Namen "Dresden" sind mehr oder weniger bekannt. Ein glorreiches Schiffsleben war den wenigsten von ihnen beschieden, denn viele hatten ein außergewöhnliches Ende gefunden.
Hier eine Auflistung der Schiffe in zeitlicher Reihenfolge:
Lloyd-Dampfer DRESDEN, 4800 BRT, Baujahr 1888, als Schiff der türkischen Marine 1914 versenkt
Fischdampfer DRESDEN, 158 BRT, 1897-1917, verschollen, wahrscheinlich Minentreffer
Kleiner Kreuzer DRESDEN, 1907 - 1915, Selbstversenkung bei Mas a Tierra
Dampfer DRESDEN, vormals "Zeppelin", 14167 BRT, Baujahr 1915, 1927 umbenannt, 1934 gekentert

"Zeppelin"
Kleiner Kreuzer DRESDEN (II) 1917-1919, bei Scapa Flow auf Strand gesetzt.

Kleiner Kreuzer DRESDEN
Fischdampfer DRESDEN, Bremerhaven, 254 BRT,
1921 -1950, abgewrackt
MS DRESDEN, Kombifrachter,1937-1944, versenkt, später gehoben und 1950 als "Doba" gestrandet
Kombifrachter
Gefrierfischtransporter DRESDEN, Baujahr 1938, 140 BRT, 1944 an Griechenland
Frachter DRESDEN der Hapag Lloyd, 1957 - 1972 nach Singapur ausgeflaggt
Frachter MS DRESDEN, 1958-1969, 10.000 BRT, DSR Rostock - heute Traditionsschiff in Rostock
Trawler DRESDEN, 1958 (ROS 219) Rostock
Kutter DRESDEN (SAS 109) Sassnitz
DRESDEN - EXPRESS, 1991, Containerschiff der Hapag Lloyd, Patenschiff der Stadt Dresden
Folgende Binnenschiffe fahren noch heute auf der Elbe:
Personendampfer DRESDEN, Baujahr 1879, später umbenannt in MÜHLBERG und STADT WEHLEN
Personendampfer DRESDEN, Baujahr 1926
Schlepper DRESDEN, Baujahr 1972
MS DRESDEN, Baujahr 1991, Hotel- und Kreuzfahrtschiff der Reederei Deilmann.
Auf den Spuren des Kleinen Kreuzers DRESDEN

Der deutsche Kreuzer “Dresden” konnte als einziges Schiff aus dem Geschwader von Graf Spee in der Schlacht vor den Falklandinseln vor den Engländern entkommen. Monatelang lieferten sich die “Dresden” und englische Kriegsschiffe eine Verfolgungsjagd durch die Fjörde Südchiles. Am 14.03.1915 ankerte die “Dresden” in der Bucht vor dem Fischdorf “San Juan Bautista” auf der Robinson-Crusoe-Insel. Es sollte ein friedlicher Sonntag mit Messe, Platzkonzert und Landurlaub geben, als plötzlich englische Kriegsschiffe auftauchten und die “Dresden” unter Beschuss nahmen. Um nicht kapitulieren zu müssen rettete sich die Besatzung auf die Insel und versenkte das Schiff, das nach wie vor in rund 75 m tiefe in der Cumberland-Bucht liegt.
S.M.S. Dresden 14.März 1915
In neutralen Gewässern vor der chilenischen Robinson-Insel Juan Fernandez von britischen Kreuzer beschossen- 4 Tote!




Amazon
"Ich konnte erst nicht glauben, dass es die Insel Robinson Crusoe wirklich gibt!" sagt ein holländischer Agrarexperte im Film von Christine Kruchen und Thomas Höpker. "Als ich das Stellenangebot las, dachte ich erst, dass es die Zeitung vom ersten April wäre. Dann hab im Atlas nachgesehen und festgestellt, daß diese Insel wirklich existiert."
Die drei kleinen Vulkaninseln des Juan Fernandez Archipels liegen im Südpazifik, 400 stürmische Seemeilen vor der chilenischen Küste. Die größte der Inseln wurde 1966 werbewirksam in "Robinson Crusoe" umgetauft.
Tatsächlich hatte dort der schottische Seemann Alexander Selkirk von 1704 bis 1708 einsam überlebt. Nach seiner Heimkehr auf einem englischen Piratenschiff inspirierte sein Schicksal den Autor Daniel Defoe zu seinem berühmten Roman "Das Leben und wunderbare Abenteuer des Robinson Crusoe".
Rund 600 Menschen leben hier: chilenische Verwaltungsbeamte, Marinesoldaten, Ökologen, Langustenfischer. Das Klima ist rauh, das Leben ist schwer, die kleine Stadt San Juan Bautista bietet nicht viel Abwechslung. Da war es eine Sensation, als vor zwei Jahren der amerikanische Industrielle Bernard Keiser auf die Insel kam und erklärte, er wolle hier den größten Piratenschatz aller Zeiten ausgraben. Bewaffnet mit alten Seekarten, mehreren Millionen Dollar und unerschöpflicher Geduld, buddelt er mit einem Team wilder Männer Tunnels in die rote Erde. Gefunden hat er noch nichts.
Die wahren Schätze der Insel bietet die Natur. Botaniker entdeckten kürzlich über 100 Exemplare einer verschwunden geglaubten Orchideenart.
Riesenfarne in Baumhöhe wachsen an den über 1000 Meter hohen Berghängen, weit über 100 weltweit einzigartige Pflanzenarten gibt es auf Robinson.
Seit 1935 ist der Juan Fernandez Archipel Nationalpark und steht heute als Reservat der Weltbiosphäre unter dem Schutz der UNESCO.
Ein schon recht rostiger Schatz liegt tief auf dem Meeresgrund vor der Insel. Der deutsche Kreuzer Dresden, der im ersten Weltkrieg, nach einer abenteuerlichen Irrfahrt hier 1915 von den Engländern beschossen wurde und sank. Die deutsche Besatzung samt Bordhund und Papagei konnte sich auf die Robinson-Insel retten.

ROBINSON-CRUSOE-INSEL

Lage: eine der Juan-Fernández-Inseln im Pazifi. Ozean, 700 km westl. der Küste Südamerikas
Fläche: 93 qkm
Klima: subtropisch
Einwohner: ca. 600
Hauptort: San Juan Bautista
Landessprache: spanisch

waldi44


15.2.02 15:54:34
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Heute:Brummer/Bremse
S.M.S. Brummer - Panzerkanonenboot - Artillerie-Schulschiff

Stapellauf: 05,01,1884 in Bremen (Weser)
Schwesterschiffe: Brummer, Bremse
Besatzung: ca. 88 Mann
Maße: Länge: 62 m Breite: 8,5 m Tiefgang: 3,6 m
Wasserverdrängung: ca. 870 Tonnen
Maximale Geschwindigkeit: 15 kn
Bewaffnung: 2 Schnellfeuerkanonen Kaliber 8,7 cm, 4 Revolverkanonen Kaliber 3,7 cm

Ende: Ab 1907 Hulk, 1922 abgewrackt
S.M.S Brummer - Kleiner Kreuzer

Stapellauf: 11.12.1915 in Stettin (Vulcan)
Schwesterschiffe: Brummer, Bremse
Besatzung: ca. 300 Mann
Maße: Länge: 140,4 m Breite: 13 m Tiefgang: 6 m
Wasserverdrängung: ca. 5000 Tonnen
Maximale Geschwindigkeit: 28 kn
Bewaffnung: 4 Schnellfeuerkanonen Kaliber 15 cm, Torpedos, Flak

Ende: 21.06.1919 in Scapa Flow selbst versenkt.
SMS Brummer 5.856 BRT 140,40m Länge 58°53`50``N/03°09`07``W

Die SMS Brummer wurde als "Neubau Minendampfer C" auf der Stettiner Vulcan Werft gebaut und lief am 11. Dezember 1915 dort vom Stapel. Am 2. April 1916 stellte sie dann mit 309 Mann Besatzung in Dienst. Die SMS Brummer war mit einer Turbinenanlage ausgerüstet, die eine Geschwindigkeit von 28 Knoten ermöglichte. Die Bewaffnung bestand aus vier 15cm-Kanonen sowie zwei 8,8cm Flakkanonen und zwei 50cm-Torpedorohren. Zwecks Handelskriegsführung waren ebenfalls 400 Minen an Bord.
Sie nahm zusammen mit dem Schwesterschiff SMS Bremse im Oktober 1917 an einem sehr erfolgreichen Angriff auf einen Konvoi teil, der von Bergen zu den Shetland Inseln lief.
Weitere Angriffe dieser Art wurden durch überlegene Amerikanische und Britische Marinestreitkräfte verhindert. Außerdem nahm SMS Brummer an zahlreichen Minenoperationen teil.
Durch die Selbstversenkung unter dem Kommando von Kapitänleutnant Prahl liegt die SMS Brummer nun auf ihrer Steuerbordseite in einer Tiefe von ca. 32-36m auf einem steinigen Seeboden. Der flachste Teil des Rumpfes liegt bei ca. 21m. Hierbei liegt der Bug in etwas flacherem Wasser als das Heck. Zur Orientierung: Der Bug liegt Richtung Westnordwest. Taucht man in diese Richtung, so kommt man bald an eines der Geschütze dessen Rohr nach oben gerichtet ist. Davor sind noch Befestigungen an denen die Ankerketten hängen. Taucht man hier am Buggeschütz über den Panzerschutz, kommt man zur Box der Artilleriebeobachter mit dem Entfernungsmesser für Feuerleitaufgaben. Diese ist ein gepanzerter Raum, der rundum mit einem Sehschlitz versehen ist. Darunter liegt das Signaldeck und die Kommandobrücke. Mittschiffs ist dieses Wrack direkt hinter der Brücke beginnend bis hin zum Maschinenraum durch die Bergearbeiten am meisten zerstört worden.
Das Wrack der SMS Brummer ist insgesamt besser in Schuß als das ihres Schwesterschiffs, der SMS Bremse.

Leichte Kreuzer der Bremse - Klasse
Auch die Leichten Kreuzer der Bremse-Klasse hatten Standardmaße von denen geringfügig abgewichen wurde von Schiff zu Schiff. Neben den Maßen 140,30 x 13,40 x 5,80m als Schiffsabmessung sollten die Kreuzer standardgemäß 4.308 t verträngen. Die Bewaffnung sollte weiterhin aus vier 15cm/L45 Kaliber C/16 Krupp-Kanonen in Einzelaufstellung bestehen sowie aus zwei 8,8cm/45 Kaliber SK C/13 Kanonen in Einzelaufstellung und zwei 50cm - Torpedorohren. Insgesamt war sie so gebaut worden, daß sie nach außen hin wie ein britischer Kreuzer der Arethusa-Klasse gebaut war. Darauf legte man Wert, wollte man mit diesem Schiffstyp doch in einem Konflikt auch in Überseegewässern Handelskrieg führen und nicht gleich als Deutsches Schiff auffallen. Zu diesem Zweck war auch in diesen Schiffstyp ein Lager für 360 (später 400) Seeminen eingebaut , und die Panzerung zur Gewinnung von Geschwindigkeits von geplanten 41 mm auf nur 38mm bei Seiten-und Deckspanzerung verringert worden. Nur der Aussischtsturm war noch seitlich mit 15cm Panzerung und auf dem Dach mit 9mm Panzerung geschützt. Schiffe dieser Klasse konnten bis zu 34 Knoten schnell fahren.

Kleiner Kreuzer "Bremse"...
...war mit "Pillau" und "Brummer" das schnellste Schiff der Hochseeflotte, im Krieg gebaut. In Scapa Flow versenkt.
Artillerieschulschiffe Brummer und Bremse unterm Hakenkreuz

Brummer
Stapell.: 29.05.1935 Deschimag/Bremen 2410t - 3010t Wasserverdr. 20 Kn 6.000 Ps
8 x 105 mm, 2 x 88 mm, 4 x 37 mm, 450 Seeminen
Bes.: 214 Mann (182 - 480 nach anderen Qellen)
14.04.1040 gesunken nach Torpedotreffer im Kattegat

Bremse
Stapell.: 24.01.1931 Mar.W.Wilhelmhafen 1460t - 1870t " " 27 Kn 2.500 Ps
Bes.: 192 Mann
4 x 127 mm, 8 x 20 mm Mg, 350 Seeminen
06.09.1941 gesunken im Gefecht mit brit. Nigeria u. Aurora.
"Ersatzbrummer"
wurde das norwegische Beuteschiff ex Albatros ex Olav Tryggvason.
21.12.1031 Stapellauf 1596t - 1860t Wasserverdr., 21 Kn, 6000 Ps
4 x 127 mm, 2 x 37 mm, 4 x 20 mm, 280 Seeninen
1945 bei Demontagearbeiten gesprengt.
"Bundesbrummer"
Das Minensuchboot M 85 (ehm. Kriegsmarine) wurde am 9.10.1947 an Frankreich ausgeliefert und in die französische Marine als Yser übernommen. Am 07.01 57 in Wilhelmshaven an die Bundesmarine übergeben. Die offizielle Indienststellung fand am 12.02.1957 statt und erhielt den Traditionsnamen "Brummer" (1. Geleitschutzgeschwader).





S.M.S. Brummer Kleiner Kreuzer
Leichte Kreuzer der Bremse - Klasse
S.M.S. Brummer Panzerkanonenboot - Artillerie-Schulschiff

Quintus


17.5.02 03:31:35
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@ Waldi44
Betrifft Emden III
Übrigens war bis 1935 kein geringerer als Dönitz Kommandant des Schulkreuzers "Emden", bevor er im September 1935 als Fregattenkapitän zum Chef der 1. U-Boot-Flottille ernannt wurde.
Zuvor war Dönitz im ersten Weltkrieg als Wachoffizier auf U-39 gefahren, das von Kapitänleutnant Forstmann geführt wurde, der als einer der erfolgreichsten Kommandanten der kaiserlichen Marine galt. Später führte Dönitz als Kommandant von UO-25 und UB-68 Handelskrieg im Mittelmeer und im Atlantik. Im Oktober 1918 geriet er in britische Gefangenschaft. Sie bedeutete für ihn nur eine kurze Unterbrechung seiner Laufbahn. Sofort nach seiner Entlassung trat er der Reichsmarine bei. Da auf Grund der Bestimmungen des Versailler Vertrages Deutschland der Besitz einer U-Boot-Waffe untersagt war, diente Dönitz auf Torpedobooten. Im Jahre 1930 wurde er zur Marinestation Nordsee versetzt, um als Admiralstabsoffizier die Voraussetzungen für ein höheres Kommando zu erwerben.
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