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Der Untergang der GOYA

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AutorBeitrag

waldi44


4.2.02 23:47:40
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Neben der "Titanic" kennen manche noch die "Wilhelm Gustloff" aber die wenigsten die "Goya".
Der Untergang der GOYA
Mit der ,,Arche Noah" in den Tod.
Nicht der Untergang der ,,Titanic" war die größte Schiffskatastrophe, sondern die Versenkung der ,,Goya".
Als auf der Jagd nach dem "BIauen Band" am 14. April 1912 die ,,Titanic" auf einen Eisberg lief und mit 1400 Menschen sank, wurde dies zur ,,größten Schiffskatastrophe der Welt". Doch es gab eine noch weitaus größere: Am 16. April 1945 sank der Flüchtlingsfrachter ,,Goya", von zwei russischen Torpedos getroffen, auf der Höhe von Stolpmünde binnen sieben Minuten. Von den 7200 Flüchtlingen und Verwundeten an Bord konnten nur 172 gerettet werden....
Gegen 19 Uhr ist ein kleiner Geleitzug vor Hela zusammengestellt. Er besteht aus der ,,Goya", dem Dampfer ,,Kronenfels" und dem Hochseeschlepper ,,Ägier". Gesichert werden die drei Flüchtlingsschiffe von den Minensuchbooten ,,M 256" und ,,M 328". Die Marschgeschwindigkeit der Gruppe beträgt elf Seemeilen; man muss sich nach dem Dampfer ,,Kronenfels" richten, dessen Maschinen nicht mehr hergeben.
Auf dem Oberdeck der ,,Goya" stehen rund 1000 Menschen. Sie haben unter Deck keinen Platz mehr gefunden, sind aber froh, überhaupt noch einen ,,Stehplatz" zu haben. Zehn Minuten vor Mitternacht, erkundigt sich der kopfverletzte Kapitän Plünnecke, nach dem Standort des Schiffes. Die Antwort weckt böse Erinnerungen. In diesem Seegebiet wurde am 30. Januar 1945 die ,,Gustloff" torpediert und am 9. Februar, von dem gleichen sowjetischen U-Boot, die ,,Steuben".
Seit Stunden wartet dieses russische U-Boot ,,L 3" auf das Geleit, das am frühen Abend Hela verlassen hat. Fünf Minuten vor zwölf befiehlt der Kommandant, Kapitän VIadimir Konovalow: ,,Feuer"...! Sekunden später zerreißen zwei Torpedos den Schiffsleib der "Goya" und schicken das Schiff mit seinen 7200 Menschen in den Tod. Nur sieben Minuten dauert der Untergang. Auf der tödlich getroffenen "Goya" ist jedes Licht erloschen. Für Sekunden herrscht Entsetzen. Panik bricht aus.
Die schnell stärker werdende Schlagseite des Schiffes verhindert jedes Rettungsmanöver. Kaum ein Boot kommt ordnungsgemäß zu Wasser. Die Kommandos gehen im Geschrei der Menschen unter. Wer an Oberdeck ist, findet gerade noch Zeit über Bord zu springen. Für die Tausende in den fensterlosen Laderäumen unten im Schiff aber gibt es keine Rettung. Auf dem Minensuchboot ,,M 256" trägt der Wachoffizier in das Tagebuch ein: "Goya" sinkt um 0.02 Uhr, dem 17. April 1945, auf Breite 55 Grad, 13,5 Minuten Nord, Länge 18 Grad, 20 Minuten Ost. Wassertiefe 76 Meter. Mit der Rettung Schiffbrüchiger wurde begonnen. Hinter diesen dürren Worten. die in keinem deutschen Wehrmachtsbericht steht, von keiner Zeitung gedruckt und von keinem Rundfunksender ausgestrahlt werden, verbirgt sich größte Schiffskatastrophe der Welt.
Für die Schiffbrüchigen der ,,Goya" ist der Kampf um das Überleben noch nicht zu Ende. Im eiskalten Wasser droht ihnen Tod durch Ertrinken und Erfrieren. Die Besatzungsmitglieder der Minensuchboote "M 256" und ,,M 328", des Dampfers "Kronenfels" und des Hochseeschleppers ,,Ägier" retten was zu retten ist. Stunde um Stunde wird die See abgesucht. Lebende und Tote, unter ihnen auch der Kapitän, werden aus dem Wasser gezogen, von den Flößen geborgen, aus den Kuttern geholt.
Bei der Insel Rügen erhalten die Rettungsschiffe Anweisung, was mit den 172 Überlebenden geschehen soll: die wenigen Besatzungsmitglieder kommen an Bord der "Ägier", die Kurs auf Warnemünde nimmt. Die Kriegsmarineangehörigen fahren mit den beiden Minensuchbooten nach Swinemünde, die Verwundeten und Flüchtlinge steigen auf den Dampfer "Kronenfels" um, der Kurs auf Kopenhagen nimmt
Am Vormittag des 17. April l treffen weitere Schiffe an der ,,Unfallstelle Goya" ein, setzen Boote und Kutter aus, suchen die See nach letzten Überlebenden ab. Sie finden niemanden mehr.
Soweit dieser Bericht.
Alle Zahlen der Opfer auf den Flüchlingsschiffen:
30.01. 1945 - "Wilhelm Gustloff" Angaben reichen von 5000 bis 10000 Toten (meist Frauen und Kinder aus Ostpreußen)
10.02. 1945 - "General von Steuben" ca. 2700 Tote
10.04. 1945 - "Neuwerk" ca. 710 Tote
11.04. 1945 - "Posen" und "Moltke" mit ca. 1000 Toten
13.04. 1945 - "Karlsruhe" mit ca. 850 Toten
16.04. 1945 - "Goya" mit ca. 6500 Toten
03.05. 1945 - "Musketier" mit ca. 800 Toten
Unbekannt ist die Zahl von Flüchtlingen und KZ-Häftlingen auf den Schiffen:
"Deutschland",
"Cap Arkona",
"Vega"
"Bolkoberg"
Diese sind durch britische Luftangriffe am 03. Mai 1945 versenkt worden. Die Fahrgastschiffe konnten je nach Fahrt bis zu 10 000 Menschen aufnehmen.
Über die "Cap Arcona" habe ich ja schon berichtet!
http://www.deutsche-schutzgebiete.de/lusitania.htm
http://people.freenet.de/helmut.ramm/hopa14c.htm
http://home.worldonline.de/home/seamanstory/1945flucht.htm

xmen


5.2.02 08:00:11
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Das waren aber viele Flüchtlingsschiffe da steckte schon System drin,die Lousitania war aber wohl ein ganz anderer Fall!Die waren selber Schuld (nicht d.Passag.);)

panzerjaeger


29.4.02 21:26:21
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Waldi du hast recht ich hab mal einen drauf angesprochen das die Gustloff weniger Tote hatte als die Goya und hat mir nicht geglaubt...

waldi44


30.4.02 10:39:13
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Tja, im Gegensatz zur Gustloff ist die Goya eben weniger bekannt!
Sicherlich hatten die Angriffe auf die Flüchtlingsschiffe Systhem, aber wenn ich das richtig beurteilen kann, waren auf allen Schiffen auch flüchtende Soldaten, zT mit Waffen.
Außerdem, weiter vorne stehts wohl schon mal, waren in der Endphase des 3. Reiches ja alle Zivilisten potentielle Soldaten!
Kinder kämpften in der Hitlerjugen und alte Männer im Volkssturm! Natürlich möchte ich damit die Versenkung der Flüchtlingsschiffe nicht postum rechtfertigen, sondern nur dies zu Bedenken geben!
Nun interessiert mich noch, xmen, warum die Lusitania "selber Schuld" war ;)!?

Sp531561


1.6.02 12:36:45
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Der Untergang der GOYA war rein aus humanitärer Sicht eine
schreckliches Ereignis, unabhängig davon, ob evtl. auch
flüchtenden Soldaten mit Waffen an Bord waren.
Mein Großvater Paul Siegmund ist der Kaptän der GOYA gewesen
und erst vor wenigen Jahren verstorben, aber aus seinen
Erzählungen weiß ich, daß sich überwiegend Frauen und Kinder
an Bord befanden und das einzige Ziel der GOYA war es,
Menschleben zu retten, was in den vielen Wochen zuvor ja auch
gelungen ist.
Die GOYA war ursprünglich ein Frachter und demzufolge auch
nicht schwer bewaffnet, denn es kam nur darauf an viel Platz
für die Flüchtlinge zu haben, das erklärt auch warum sich
überhaupt so viele Menschen auf dem Schiff befinden konnten,
obendrein war die GOYA hoffnungslos überladen.
Das Schicksal jedes einzelnen ist für uns heutzutage wohl
kaum noch vorstellbar.

waldi44


1.6.02 21:01:55
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Hallo Gast ;)! Toll jemanden hier zu haben, der so historische Personen in seinem Vervantenkreis hat!
Sicher hast Du recht, es war eine Tragödie, wie der ganze Krieg überhaupt!
Aber mir hat sich schon seit langen die Frage aufgedrängt: War es eigentlich wirklich notwendig, hunderttausende oder gar millionen per Treck oder eben per Schiff in den Westen zu bringen?
Immerhin sind auch hunderttausende geblieben und bei weitem nicht alle wurden umgebracht, vertrieben oder nach Sibirien verschleppt!
Andererseits: Die meisten Sudeten sind geblieben und die wurden dann aufgrund der "Benesch Dekrete" vertrieben!
Was meint ihr dazu?

Balsi


1.6.02 21:11:54
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naja.. also von den dagebliebenden wurden sagen wir mal milde gerechnet 10 % getötet. Das würde bei 9000 Leuten wie auf der Goya 900 machen... ich halte das für gerechtfertigt die Leute wegzubringen... immerhin hatte man einen triftigen Grund. Denn man wusste was passieren würde ... die Rache der Russen auf das was die Deutschen und deren Verbündete!!!!! dort angerichtet haben. Von daher musste man die Leute wegbringen. Dennoch muss ich immer wieder sagen, nur weil Soldaten an Bord eines Schiffes waren, mildert es doch nicht den Tod von 8000 Menschen, das ist doch Unsinn. Da ist wieder dieses typische Denken.. die grossen machen die Politik und der kleine badet es aus... die Leute wollten schlicht ihr Leben retten und enden nun als Sündenböcke und werden so abgeurteilt.
Wer hat mal einen link zu den Benesch Dekreten (was ich so gehört habe sind die ja wohl mehr als diskriminierend)
Im Übrigen interessanter Gast den wir da haben. Hast Du vielleicht mher Informationen zum thema denn Infos aus erster hand sind quellentechnisch ja wohl die besten. Wann hat man schon die Chance auf sowas. Wäre mal ganz interessant

waldi44


1.6.02 21:28:48
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Was jeder über die Benesch-Dekrete wissen sollte

Im Zusammenhang mit der offenen sudetendeutschen Frage sind die Benesch-Dekrete in die Diskussion gekommen. So forderte das Europäische Parlament die Regierung der Tschechischen Republik auf, diese Dekrete aufzuheben.
Der Begriff Benesch-Dekrete stellt eine Zusammenfassung aller von dem Präsidenten Edvard Benesch erlassenen Rechtsvorschriften dar. Die Sudetendeutschen betreffen nur einige dieser Dekrete. Die Forderung auf Aufhebung kann sich nur auf diese Dekrete beschränken.
Entrechtung und Enteignung der Sudetendeutschen
Grundlage für die Vertreibung und Entrechtung der Sudetendeutschen war das Kaschauer Regierungsprogramm vom 5. April 1945. Das Kaschauer Statut der „Nationalen Front“ enthält in Kapitel VIII die Forderung nach Ausweisung von Personen deutscher Volkszugehörigkeit.
Das Kaschauer Regierungsprogramm erhielt durch das Verfassungsdekret des Präsidenten Benesch vom 2. August 1945 Gesetzeskraft. Die Folge dieses Dekretes war insbesondere die Aberkennung der tschechoslowakischen Staatsangehörigkeit.
Die folgenden gesetzlichen Maßnahmen führten zur völligen Entrechtung der Deutschen, die nach Kriegsende in der Tschechoslowakei lebten.
die Regierungsverordnung vom 5. Mai 1945 betr. Verwaltungskommission in Gemeinden und Bezirken mit staatlich unzuverlässiger Bevölkerung;
das Dekret vom 19. Mai 1945, durch das das gesamte Eigentum staatlich unzuverlässiger Personen unter Nationalverwaltung gestellt wurde;
das Dekret vom 21. Juni 1945 über Konfiskation des gesamten deutschen landwirtschaftlichen Vermögens;
das Dekret vom 17. Juli 1945 über die Gründung des „Ansiedlungsamtes“;
das Dekret vom 19. September 1945 über die Arbeitspflicht bzw. Zwangsarbeit für Deutsche;
das Dekret vom 25. Oktober 1945 über die Konfiskation allen übrigen deutschen Vermögens;
das Verfassungsdekret vom 27. Oktober 1945 über die Inhaftierung auf unbestimmte Zeit (Konzentrationslager) staatlich unzuverlässiger Personen.
Aufgrund des Dekretes über die Arbeitspflicht vom 19. September 1945 wurden die Arbeitgeber verpflichtet, bei deutschen Arbeitnehmern neben den üblichen Steuern und Sozialabgaben 20% des Bruttolohnes einzubehalten und auf ein Konto des zuständigen Bezirksnationalausschusses zu überweisen. Ausgenommen davon waren Personen mit drei und mehr Kindern, behördlich anerkannte Facharbeiter und im Bergbau tätige Personen.
Weiter mußten aufgrund der Kundmachung vom 22. Juni 1945 sämtliche Zahlungen an Deutsche auf Sperrkonten überwiesen werden. Davon nicht betroffen waren Lohn-, Gehalts- und Rentenzahlungen bis zu einem Betrag von 2000 Kronen monatlich sowie Zahlungen aus Geschäften des täglichen Lebens.
Über die Sperrkonten konnte nur mit besonderer Genehmigung verfügt werden (z.B. Bezahlung der Kosten für die Krankenversicherung). Die verbliebenen Sperrkonten wurden mit Wirkung vom 1. Januar 1953 zugunsten des Staates eingezogen. Weiter mußten alle im Besitz von Deutschen befindlichen Wertpapiere in Sperrdepots hinterlegt werden. Sie wurden auch zugunsten des tschechoslowakischen Staates eingezogen.
Die vorstehenden Dekrete wurden besonders streng gegenüber alteingesessenen Deutschen angewandt. Die Sudetendeutschen sind von den Tschechen mitverantwortlich für die Ereignisse im Jahre 1938 und 1939 (Münchener Abkommen, Besetzung der Rest-Tschechoslowakei) gemacht worden.
Es kam zu zahlreichen Willkürmaßnahmen. Die Deutschen mußten weiße Armbinden tragen, erhielten Lebensmittelkarten mit kärgsten Rationen und durften öffentliche Verkehrsmittel nur ausnahmsweise benutzen. Viele Deutsche wurden ohne Grund verhaftet oder in das Innere Böhmens zu schwerer Arbeit in den Bergwerken oder in die Landwirtschaft, auch in Konzentrationslager, gebracht. Auch mußten die Deutschen ihre Wohnungen räumen und sich mit minderwertigen Unterbringungsmöglichkeiten begnügen. Aus dem Inneren Böhmens kamen Tschechen, die sogenannten „Goldgräber“, die sich Häuser, Landwirtschaften und Betriebe aussuchten.
Die „Goldgräber“ setzten die deutschen Eigentümer einfach auf die Straße. Tschechen wurden als Nationalverwalter eingesetzt und übernahmen dann das geraubte Objekt oft selbst.
Die Benesch-Dekrete verstoßen eklatant gegen das Völkerrecht.
Die herrschende Meinung führender Rechtswissenschaftler geht dahin, daß die Konfiszierung des Vermögens der Sudetendeutschen aufgrund der Benesch-Dekrete einen groben Verstoß gegen das Völkerrecht, insbesondere gegen die Haager Landkriegsordnung darstellt.
Der verstorbene österreichische Völkerrechtler Professor Ermacora sah in der Vermögenskonfiskation eine schwere Menschenrechtsverletzung.
Nach Professor Dieter Blumenwitz haben Vermögenskonfiskationen Verfolgungscharakter. Die Menschenwürde sei immer verletzt, wenn es zu Verfolgungen und Ächtungen komme, stellte er fest.
Nach Professor Blumenwitz erfüllt der Vollzug der vorstehend aufgeführten Benesch-Dekrete den Tatbestand des Verbrechens gegen die Menschlichkeit im Sinne der Rechtsprechung des Internationalen Gerichtshofs in Nürnberg.
Verfaßt von Adolf Wolf, Wiesbaden
September 2000


Gesetz vom 8. Mai 1946
Dekret Nr. 115
Das sogenannte "Amnestiegesetz"
"Eine Handlung, die in der Zeit vom 30. September 1938 bis zum 28. Oktober 1945 vorgenommen wurde und deren Zweck es war, einen Beitrag zum Kampf um die Wiedergewinnung der Freiheit der Tschechen und Slowaken zu leisten, oder die eine gerechte Vergeltung für Taten der Okkupanten oder ihrer Helfershelfer zum Ziele hatte, ist auch dann nicht widerrechtlich, wenn sie sonst nach den geltenden Vorschriften strafbar gewesen wäre."
Dieses "Straffreistellungsgesetz" übertrifft an Grausamkeit noch alle Benesch-Dekrete, weil es die Grundlage für die Nichtverurteilung grausamer Verbrechen an unzähligen wehrlosen Menschen bildet.
241.000 Tote klagen an!
Allerdings, wer sich dieser Sache so alles "annimmt"!


Benesch
Massenmord

waldi44


23.6.02 20:17:57
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Wir sind wohl oben etwas vom Thema abgekommen, aber hier noch mal was zu den Flüchtlingstransporten und ich lege euch mal die Formulierung:... und rund 500.000 Wehrmachtssoldaten- ans Herz!
Es gab da zB Berichte, steht das schon irgendwo oben(?), daß, als die Gustloff sank, Wehrmachtssoldaten versuchten das Glas des Promenadendecks zu zerschießen, um nach draußen zu gelangen, was aber am Sicherheitsglas scheiterte!
Um die Lusithania, auch ein Passagierschiff, wird bis heute gestritten, es könnten ja Waffen oder Munition an Bord gewesen seinund somit die Versenkung gerechtfertigt, aber daß auf fast allen Flüchtlingsschiffen Wehrmachts- und SS- Soldaten waren, zT vehement bestritten. Hauptsache, man kannnn den Russen ein weiteres Kriegsverbrechen in die Schuhe, oder eben Torpedos schieben!!
Äh, sollte nur ein Denkanstoß sein, keine Rechtfertigung oder gar Entschuldigung!!
Nahezu 800 Kriegs- und Handelsschiffe zog die Kriegsmarine in der Ostsee zusammen, um in großangelegten Rettungsaktionen bis Mai 1945 etwa 1,5 Millionen Zivilisten und rund 500.000 Wehrmachtssoldaten aus Ostpreußen, Pommern und Kurland nach Dänemark und Schleswig-Holstein zu evakuieren.

Sunderland


17.7.02 01:44:37
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Hi-Ho,
Und noch was für die Verschwörungstheoretiker: Viele meinen ja, die Lusitania sei von einem britischen U-Boot torpediert worden, um Amerika zum Kriegseintritt zu bewegen (ca. 120 Amerikaner an Bord)
Tja, wer weiss...

Quintus


1.9.02 16:01:01
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Untergang der "Wilhelm Gustloff" am 30. Januar 1945

Insgesamt sind auf dem Seeweg nach Westen in der Ostsee über 33.000 Menschen umgekommen, zumeist Flüchtlinge, die aus Ostpreußen vor der Roten Armee flüchteten.
Lange Jahre wurde die Zahl der bei der Versenkung der "Gustloff" Getöteten und Ertrunkenen auf 5.000 bis 6.000 geschätzt, inzwischen wird von rund 9.000 Toten ausgegangen, darunter mehr als 4.000 Kinder und Jugendliche.
Die "Gustloff" hatte rund 25 Millionen Reichsmark gekostet und konnte 1.463 Passagiere bequem an Bord nehmen. Als KdF-Dampfer wurde das Schiff schnell Legende, zum Wunschziel deutscher Urlauber.
Die Grösse der "Wilhelm Gutloff" führt man sich am besten vor Augen, wenn man bedenkt, dass es zeitweise auch als Lazarettschiff mit 500 Betten genutzt werden konnte.
Aus Anlass des Einmarsches deutscher Truppen in Österreich 1938, konnten auch in England lebende Deutsche und Österreicher auf der "Wilhelm Gustloff" dem "Führer" ihre Stimme geben. Als der Feriendampfer sich außerhalb der Drei-Meilen-Zone befand, wurden Wahlkabinen aufgestellt.
Als das sowjetische U-Boot "S 13" unter Kommandant Alexander Marinesko, der noch heute als Held gefeiert wird, jedoch unter Stalin im Gulag landete, das deutsche Flüchtlingsschiff "Wilhelm Gustloff" am 30. Januar 1945 in der Ostsee versenkte, überlebten etwa 1.200 Menschen die Attacke. Rund 9.000 aber starben - rund sechsmal soviel wie beim Untergang der "Titanic".
Die meisten Opfer waren Frauen und Kinder. Sie traten sich in den Gängen zu Tode, wurden von Stahlwänden zerquetscht oder brachen sich das Genick, als sie über das vereiste Deck kletterten. Zwischen den Wrackteilen schwammen sie nachher meist nur Minuten, bis die Kälte des Wassers sie einschläferte.
Übrigens: Jahrelang hielt sich das Gerücht, die Nazis hätten mit der "Gustloff" auch das heute noch vermisste und auf der ganzen Welt gesuchte Bernsteinzimmer in Sicherheit bringen wollen.
Der Stapellauf der "Wilhelm Gustloff" war 1936, und der Name des Schiffes war nicht zufällig ausgewählt. Wilhelm Gustloff hatte sich 1932 zum Landesgruppenleiter der Auslandsorganisation der NSDAP emporgearbeitet, sein Wirkungsbereich war die Schweiz. Dort wurde er von dem knochenkranken Medizinstudenten David Frankfurter am 4. Februar 1936 erschossen. Frankfurter wurde nicht nach Deutschland ausgeliefert, weil ihm dort die Todesstrafe sicher war.
Die Verhandlung vor einem Schweizer Gericht in Chur dauerte 4 Tage. Der schmächtige Angeklagte bekannte sich zu dem Attentat im Stil Cäsars: "Veni, vidi, vici." Er habe fünf Schüsse abgegeben, einer aber sei danebengegangen. Urteil: 18 Jahre Zuchthaus.
Die Ärzte versicherten dem Delinquenten ohne Ironie, dass das Zuchthausleben für ihn gesünder sei.
Nach Kriegsende wurde Frankfurter, in der Haft kuriert von seiner Knochenerkrankung, begnadigt.

waldi44


27.9.02 15:38:50
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CAP ARCONA
Ein trauriges und fast unbekanntes Kapitel, in dem alles Grauen des 3. Reiches wie in einem Brennspiegel zusammen kommt! Das Schicksal der Arcona und der sich auf ihr gefangen gehaltenen Menschen ist eine der traurigsten und erschütternsten Episoden des 2. Weltkrieges!
Aus einem Luxusliner wurde ein Totenschiff!!!

CAP ARCONA (1927 - 1945)
Länge: 206,5 m
Tonnage: 27.560 BRT
........
Ende 1944, der Krieg war für Deutschland längst verloren, erreichten die ersten sowjetischen Verbände Ostpreußen. Die Kriegsmarine startete nun eine in der Geschichte beispiellose Evakuierung der deutschen Ostgebiete. Bis Mai 1945 wurden sage und schreibe 2 Millionen Menschen über die Ostsee ausgefahren, nur weg von der immer näher rückenden Ostfront. Jedes zur Verfügung stehende Schiff wurde für diese Operation eingesetzt, um Flüchtlinge, Verwundete, Kranke und fliehende Soldaten zu evakuieren.
In den letzten Kriegsmonaten des Jahres 1945 brachte allein die Cap Arcona auf nur drei Fahrten insgesamt 26.000 Flüchtlinge von den belagerten Häfen im Osten in die relativ sicheren Westgebiete. Danach wurde das von ständigen Einsätzen und fehlender Wartung gezeichnete Schiff von der Kriegsmarine ausgemustert. Nicht mehr länger ein Kriegsschiff, kehrte die Cap Arcona nach Neustadt in die Lübecker Bucht zurück. Dort angekommen wartete jedoch bereits eine neue Aufgabe auf sie, die in einer Tragödie enden sollte. Zwischen dem 26. und 28. April 1945 wurden rund 5.000 KZ-Häftlinge aus dem Konzentrationslager Neuengamme bei Hamburg auf die Cap Arcona gebracht. Die nationalsozialistischen Machthaber, kurz vor dem endgültigen Verlust ihrer Macht, versuchten die Beweise ihrer ungeheuren Verbrechen, die in den KZ's stattgefunden haben, in letzter Sekunde zu verwischen. Zusammen mit der Cap Arcona wurden auch die Athen (ca. 2.000 Gefangene) und die Thielbek (ca. 2.800 Gefangene) mit Häftlingen beladen. Ein Ziel, das die Schiffe hätten anlaufen sollen, gab es jeoch nicht. Tatsächlich gelang es fast allen Gefangenen von der Thielbek zu fliehen und bei Neustadt und Pelzerhaken Land zu erreichen, viele von ihnen wurden aber dort von SS und Volkssturm erschossen. Kurz vor der Einnahme Lübecks verließ der Flottenverband die Lübecker Bucht, wissend, dass er aufgrund fehlenden Treibstoffes nicht weit kommen konnte.
Am 3. Mai 1945, wenige Tage vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa, wurden die Cap Arcona, die Athen und die Thielbek gegen 14.30 Uhr in den Gewässern vor Neustadt von britischen Bombern der Typhoon-Klasse entdeckt. Der Schiffsverband war das perfekte Ziel. Die Jagdbomber, die annahmen, dass sich hochrangige Nazis mittels der Schiffe absetzten wollten, griffen sofort an. Innerhalb weniger Minuten verwandelten sie die Cap Arcona in eine Feuerhölle. Getroffen von mehreren Bomben ging sie in Flammen auf. In Panik irrten die Häftlinge durch das brennende Schiff, kamen in den Flammen um oder erstickten in den von Rauch und Qualm erfüllten Gängen. Einigen schafften es, an Deck zu gelangen, doch auch hier waren sie nicht im mindesten in Sicherheit. Sie gerieten sofort unter Beschuss, und ein Sprung ins kalte Ostseewasser bedeutete ebenfalls mit ziemlicher Sicherheit den Tod.
Als der Angriff eingestellt wurde, war die Cap Arcona bereits gekentert und ging unter. Mit ihr starben schätzungsweise 5.000 Menschen, nur 350 überlebten die Katastrophe. Mit den Toten der anderen beiden Schiffe kletterte die Zahl auf ungefähr 8.000. In den nächsten Tagen trieben Hunderte von Leichen an den Stränden bei Scharbeutz, Haffkrug, Neustadt und Pelzerhaken an und wurden in Sammelgräbern beerdigt. Ironischerweise marschierten am folgenden Tag britische Truppen in Neustadt ein, die die Gefangenen der Cap Arcona, der Athen und der Thielbek hätten retten können.
Das Wrack der Cap Arcona, teilweise aus dem Wasser ragend, kam noch nicht ganz zur Ruhe. Nach Kriegsende setzten es britische Einheiten bei einem Übungsschießen noch einmal in Brand. 1948 wurde es dann in monatelanger Kleinarbeit zur Schrottverwertung auseinandergeschnitten. Seit 1990 gibt es in Neustadt das "Cap-Arcona-Museum", das die Geschichte dieser Katastrophe aufzeigt.

Cap Arcona

indy


27.9.02 15:54:23
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Ich denke nicht das der Hauptgrund ,welcher zur Versenkung der Lusitania führte ,die paar Tonnen Muni waren.
Das kam wohl eher deswegen weil sie als Britischer Hilfskreuzer deklariert war (ergo Kriegsschiff!).

gruss indy

waldi44


27.9.02 17:27:04
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Die Lousitania war mitnichten ein Hilfskreuzer. Die Deutschen stuften das Passagierschiff später als solchen ein, weil sie von dem Munitionstransport überzeugt waren!
Bis heute aber ist nichts bewiesen und auch Taucher konnten in neuerer Zeit keine Beweise für diese Theorie finden.
Allerdings steht es auch anders geschrieben:
Die Ausfuhr von Kriegsmaterial auf Passagierschiffen ist in den neutralen USA verboten, daraufhin fälschen die Engländer mehrfach die Ladepapiere und so transportiert die Lusitania offiziell "Jagdgewehrpatronen". Die Lusitania wir ein zunehmender und immer wichtigerer Faktor für die Munitionsbeschaffung nach England und gerät dadurch in das Visier der Deutschen.
1915 Mitte April dirigiert die britische Admiralität ihren getarnten Hilfskreuzer erneut nach New York. Am Pier 54 lädt sie weitaus mehr Kriegsmaterial und nimmt mehr Passagiere an Bord als auf den Reisen zuvor: 1248 Kisten mit 7,5 cm Granaten, 4927 Kisten mit Gewehrpatronen, 2000 Kisten mit weiterer Munition für Handfeuerwaffen. Zusammen gut 10,5 Tonnen Sprengstoff. Deutschen Berechnungen bedeutete das "5 400 000 Schüsse oder bei einer Trefferwahrscheinlichkeit von drei Prozent den Tod von 150 000 Deutschen". Die Passagierliste zählt 1257 Gäste, darunter 218 Amerikaner.
Am 22 April erscheint in den 50 größten Tageszeitungen der USA eine Anzeige der deutschen Botschaft, die "Ozean-Reisende" ausdrücklich vor der beabsichtigten Reise warnt. Die Anzeigenflut alarmiert den britischen Geheimdienst, alle Marinestellen werden per Funk sofort angewiesen, nach deutschen U-Booten im Westen und Süden Englands Ausschau zu halten. Der deutsche Marine-Geheimdienst entziffert den Funkspruch und unterrichtet sofort den deutschen Admiralstab, der die drei U-Boote "U 20", "U 27" und "U 30" mit Kurs Irland in Marsch setzt.

Am 30. April ist die Lusitania auslaufbereit. Kapitän Turner meldet sich beim New Yorker Sonderstab der Admiralität und nimmt dessen Weisung entgegen: "Kurs auf die Südwestküste Irlands". Dort wird er westlich des Fastnet-Felsens von dem Kreuzer "Juno" erwartet. Er hat den Auftrag die Lusitania die restliche Fahrt nach Liverpool zu sichern.
05. Mai: Dank "Room 40" weiß auch die britische Admiralität inzwischen wo die deutschen U-Boote lauern und so kann Admiral Oliver dem Marineminister Churchill anhand der Lagekarte die genaue Position von "U 20" erläutern. "U20" befindet sich unweit der Stelle bei Fastnet, dem vorgesehen Treffpunkt, wo der britische Kreuzer "Juno" den Geleitschutz der "Lusitania" übernehmen soll. Oliver versucht Churchill klarzumachen, dass "Juno" jedem U-Boot-Angriff hilflos ausgeliefert sei und man den Kreuzer zurückbeordern müsse. Churchill stimmt zu. Bereits im November 1914 (siehe weitere Informationen hier) hatte Churchill angeordnet entzifferte deutsche Funksprüche nur ihm persönlich auszuhändigen. Er unterrichtet nur den Chief of the War Staff, Admiral Oliver und einer sehr begrenzten Zahl anderer höheren Offiziere des Naval Staff. Am Nachmittag des 5. Mai wird "Juno" befohlen die Fahrt abzubrechen und nach Queenstown zurückzukehren. Die "Lusitania" wurde aber darüber nicht informiert und so steuert der Schnelldampfer schutzlos dem deutschen U-Boot "U 20" entgegen. Erst als "U 20" zwei britische Schiffe bereits versenkt hat, warnt die Marinenstelle Queenstown die "Lusitania: "U-Boote aktiv an der Südküste Irlands". Trotz dieser Warnung hält sich Kapitän Turner an die Weisung, seinen Kurs keinesfalls ohne Genehmigung der Admiralität zu ändern. Die Reaktion der Admiralität: Man funkt Turner irreführende Positionsangaben von "U 20" und verschweigt ihm, dass drei Tage zuvor die Liverpool-Route um die Nordküste Irlands freigegeben worden ist.
07.Mai: Turner erhält den Befehl nicht Liverpool, sondern Queenstown anzulaufen, damit gerät die "Lusitania" unmittelbar in die Schusslinie von "U 20". "Damit wird die Lusitania von der britischen Admiralität direkt vor die Torpedorohre deutscher U-Boote gelenkt, um den Gegner zu einer Tat zu provozieren, die Amerika in den Krieg verwickeln soll", schreibt Janusz Piekalkiewicz in seinem Buch "Der Erste Weltkrieg", Econ Verlag 1998/Weltbildverlag 1999.
Um 2.20 Uhr MEZ nachmittags, erreichte die Lusitania bei schönem klaren Wetter die Südküste Irlands. Nach Angaben von "U 20" Kommandant, Kapitänleutnant Walther Schwieger führte sie keine Flagge, aber sicherlich wusste er sehr genau welches Schiff da vor ihm lag. Um 3.10 Uhr gab "U 20" einen Torpedoschuss auf die Lusitania ab, die an der Steuerbordseite in der Höhe der Kommandobrücke getroffen wurde. Der Detonation des Torpedos folgte unmittelbar eine weitere Explosion von ungemein starker Wirkung. Das Schiff legte sich schnell nach Steuerbord über und begann zu sinken. Da der Ozeanriese über 48 Rettungsboote und 26 zusammenklappbare Rettungsflöße verfügte, ist es den Fischern aus Queenstown möglich, bis zum Abend 761 Menschen lebend zu bergen, auch Kapitän Turner wird nach 4 Stunden aus dem kalten Wasser gerettet. 1198 Passagiere und Besatzungsmitglieder, darunter 124 Amerikaner, sind mit der Lusitania untergegangen.

.............

Gast


17.12.02 15:10:03
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btw die Titanic sank weil sie den Eisberg seitlich rammte und sich den Rumpf aufschlitzte,schlechter Schiffsbaustahl und nicht ganz durch den Schiffsquerschnitt verlaufende senkrechte Schotts tataen ihr übriges.
Auch konnte die Titanic aufgrund schwächerer Maschinenleiistung niemals das Blaue band erringen.
Die Mauretania die es zu der Zeit innehatte war halb so gross(BRT)wie die Titanic und hatte fast die doppelte installierte Maschinenleistung.

Quintus


19.12.02 06:36:05
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@ gast-unbekannt:
Das Problem bei der "Titanic" bestand darin, dass sie zwar von einem Eisberg gerammt wurde und sogen. Schotte hatte. Aber die vorhandenen Schotten waren nach oben hin nicht abgeschlossen - will heissen: Eine Schotte lief voll Wasser und das Wasser schappte dann in die zweite über, u.s.w. ..,.

PsychoJoker


19.12.02 23:37:35
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Dass die Lusitania Kriegsgerät transportierte und die Deutschen vor dem Auslaufen u.a. über mehrere Zeitungsanzeigen bekannt gaben, dass das Schiff von ihnen versenkt werden würde, habe ich auch mal irgendwo gelesen. Ich guck da bei Gelegenheit nochmal nach.

waldi44


27.2.03 22:41:16
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Bis zum 9. Mai 1945 wurden über 2.000.000 Menschen aus den bedrohten Ostgebieten ins vermeintlich sichere Reichsinnere evakuiert. "Nur" 1%, etwa 20.000 verloren bei den Untergängen der "Goya", "Wilhelm Gustloff" und der "General v. Steuben" sowie kleinerer Einheiten ihr Leben.
450.000 davon waren Verwundete, also überwiegend Soldaten und 250.000 waren Soldaten! Eine Trennung dieser war schwierig und für eventuelle Angreifer kaum zu erkennen!!
Zurück blieben oft die bis zum Schluss kämpfenden Soldaten. Auf Hela waren es 60.000, im Weichseldelta 20.000, in Ostpreussen 100.000 und im Kurland 200.000.

Quintus


28.2.03 06:07:09
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Mein voriges Posting hier habe ich zu einem eigenständigen Thema gemacht:

War die "Lusitania" ein Hilfskreuzer und die Torpedierung durch ein deutsches U-Boot gerechtfertigt?
Jetzt hier lesen: Lusitania

bobo


3.3.03 22:31:58
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Muß jetzt auch mal meinen Senf dazu geben.
1. Daß die Goya der Untergang war, bei dem es die meisten Toten gab, wußte ich auch nicht. Lt. aktueller Geschichtsschreibung - habe gerade nochmal nachgelesen - war die größte "Schiffskatastrophe" die Willhelm Gustloff.
Wenn man überhaupt von einer Katastrophe sprechen kann.
2. Meine Meinung ist, wenn triff die Definition "Schiffskatastrophe" nur dann zu, wenn man davon ausgeht, das damals das U-Boot "s-13" ein ganz anderes Schiff torpedieren wollte - vielleicht wollten Sie ja nicht das Schiff namens "Wilhelm Gustloff", sondern die "W. Gustloff" versenken. Vermutlich hatten die Russen einen Insider-Tip bekommen. Siehe dazu auch "Das Geheimnis des Bernsteinzimmers. Das Ende der Legende um den in Königsberg verschollenen Zarenschatz von Heinz Schön". Dann wißt Ihr, was ich meine.

Quintus


5.3.03 04:22:22
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Hier was für waldi :) :
Postkarten von Schiffen

waldi44


19.9.03 20:10:56
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:totlach::totlach:Schon Klasse, aber Du hast DEINE Kontonummer und Geheimzahl zu posten vergessen:totlach::totlach:
Übrigens befindet sich in Neustadt in Holstein ein Ehrenfriedhof und ein kleines Museum, dass an die Tragödie von damals erinnert- davon, dass man viele der sich an Land geretteten Häftlinge ermordete steht da aber nichts, wohl aber, dass alliierte Flugzeuge die Schiffe versenkten!
Um aber der Wahrheit die Ehre zu geben: Ich war leider nicht im Museum gewesen und weiss also nicht, was dort steht, wohl aber, dass sich ausser den Häftlingen auch mehrere hundert Wehrmachts- und SS- Angehörige befanden!

Niwre


16.4.05 18:42:55
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waldi44


28.4.05 19:56:39
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Nun lese ich gerade bei Schlachtschiff.com, dass es Leute gibt, die für die Versenkung der Cap Arcona und der beiden anderen Häftlingsschiffe, eine Entschuldigung von den Briten erwarten und ihnen ein bewusstes Kriegsverbrechen diesbezüglich vorwerfen.
Nicht die Nazis(was hätte ich sonst schreiben sollen?), die sowohl Neuengamme, die Gefangenen als solche und deren Unterbringung auf solch exponierten Orten wie Passagierschiffe auf offenen See zu verantworten haben, sind Schuld an dem Massaker, sondern wieder mal die Briten!

Da ist von weissen Fahnen auf den Schiffen die Rede! Weisse Fahnen, wo doch darauf die Todesstrafe stand? Richtig ist, dass wohl die Häftlinge oder Besatzungsmitglieder während des Angriffs versuchten weisse Tücher zu setzen, die aber entweder keine Beachtung fanden oder nicht erkannt wurden!

Bestimmte Deutsche geben den Briten die Schuld am Tod tausender Menschen, die Briten den Deutschen! Über 7.000 Opfer und keine Täter!
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