Dieses Archiv enthält einen Auszug des Forums für deutsche Geschichte vom 12.10.2001 bis zum 22.12.2005. Wenn Sie mitdiskutieren möchten, besuchen Sie unser Forum unter forum.balsi.de.

Marinenachschublager

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AutorBeitrag

Gast


22.3.04 00:11:21
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Ich arbeite an einer Seite zum ehemaligen Marinenachschublager in Bleckede/Elbe.
Im Moment hänge ich bei meinen Ermittlungen fest. Der erste Teil des Marinenachschublagers wurde 1914-1916 erbaut.
Wer hat Infos ???
bzw:
Wer weiß wie man an Infos zu diesem Thema herankommt???

Die Nachschublager lagen schon in der ganzen Thematik recht weit hinten. Daher ist es recht schwierig an Informationen zu kommen. Das was ich schon zusammen habe ist unter http://www.oelhof.de.ms zu sehen.

Für jede Hilfe dankbar

Grubert

Hoover


22.3.04 16:24:52
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Moin Grubert,

versuch es mal bei

Relikte -Mil. Anlagen in Norddeutschland

Auf der Seite sind unendlich viele militärische Anlagen, deren Geschichte und heutiger Zustand. Der Ersteller hilft gerne weiter (habe ich auch schon von profitiert).

Viel Glück!

Gast


23.3.04 14:01:17
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Danke!Smiley mit Danke-Schild
Bei relikte stehe ich schon in der Linkliste.

wie gesagt:

Ich habe selber noch nicht so die große Erfahrung, brauche aber mal einen Schubs.
Ich stehe vor der Kaiserzeit wie der Ochse vor dem Berg.
Ich habe null Ahnung wie ich mich dem Thema annähern soll.

Das Problem ist glaubeich, daß das Marinenachschublager eben nicht so wichtig ist (war) wie andere Projekte.
Dementsprechend sind die Infos auch dünn.

Hätte z.B. mal Bock mit jemanden zu sprechen der sich in großen Archiven auskennt.

Ohne Ahnung und unvorbereitet nach Koblenz zu fahren ist warscheinlich kompletter Schwachsinn!

Aber wie komme ich der Sache näher?:dito:

Gruß Grubert

grubert1


25.3.04 08:42:16
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Moin zusammen!
Ich hab mich erstmal angemeldet. Ich habe so ein Gefühl...

Also, Marinenachschublager:

Wie kamen die in der Kaiserzeit schon auf die Idee Nachschublager für Treibstoff weit im Hinterland zu bauen.
Zuständig (als Entscheidungsträger) war das kaiserliche Marinebauamt in Oldenburg.

Gab es denn 1914 überhaupt schon Schiffe mit Diesel-, bzw. Schwerölmotoren?

Gut, man kann jetzt schon sagen, das die Anlage in Bleckede nicht so super kriegsentscheident war ihre Wichtigkeit ist meiner Meinung nach eher als gering einzuschätzen. Das macht das Projekt für mich aber nicht weniger Interessant.

Kurz ein paar Zahlen:

Nachschublager Bleckede

Lagerkapazität: 360 000 t in 36 unterirdischen Großtanks, Mineralöle bzw. verschiedene Ölprodukte.

Fläche: ca. 150 ha.

Erster Bauabschnitt: 1914 bis 1918
Zweiter Bauabschnitt: 1935 bis 1945

Viele viele Fragen.

Als Abschluß (vorläufig) noch eine Frage.

Direkt nach 1945 sollen Kriegsgefangene Marinesoldaten aus Wilhelmshaven mit Bussen nach Bleckede verlegt worden sein um bei der Räumung der Anlage zu arbeiten.
Die Besonderheit an der Sache:
Marineangehörige in deutschen Uniformen haben nach 1945 unter (so berichten Zeitzeugen) relativ harmloser Bewachung durch die Briten, ganze Wagenladungen an Material von Bleckede aus nach England verschifft.

Wer hat hierzu Informationen.

Gruß

Grubert

Hoover


25.3.04 19:24:47
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Hast Du es schon mal beim Marinearchiv probiert?
Die Chance ist zwar gering, aber es ist eine.

Ich glaube www.marinearchiv.de oder so.

Und wie sieht es mit dem Bundesvermögensamt aus? Die werden das Areal doch sicher nach dem Krieg am Hacken gehabt haben, vielleicht haben die noch was?

grubert1


26.3.04 14:53:48
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Nach einer Anfrage bei:

deutsches-marinearchiv.de

kam nur die Info, das die Nachschublager eben ganz hinten liegen.

Fragen die aber bleiben sind:
1. Wie kam man auf die Idee 1916 Öl so weit im Hinterland zu lagern?
2. Gab es 1916 überhaupt schon Schiffe mit Verbrennungsmotoren?
3. Wie funktionierte die Logistik (wer bestellte, wie, was)?
Dazu eine Anmerkung: Zuständig waren die Abteilungen: Skl A III bzw Skl Q III N !!!

Für jede Info dankbar
Grubert

[ Editiert von grubert1 am: 26.03.2004 14:54 ]

grubert1


26.3.04 15:12:31
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Evtl. kann man auch was über die Wachmannschaften rausbekommen.

Hauptfeldwebel Otto Schulz
4.Kompanie des Landesschützen Bataillons IX./X. aus Lüneburg.
Frage dazu: Wie und warum waren diese Leute an das Marinenachschublager in Bleckede abkommandiert?

Dazu Namen der Kommandeure: (mehr hab ich noch nicht)

Korvetten Kapitän z. V. Boese (1939 - 1942)
Kapitänleutnat z.V. Untersten-Westen (ca. 10 Monate)
Oberleutnat d.R. Schmitt (1943 - 1945)

Für mich völlig unklar warum Marineleute Befehlshaber für Soldaten der Landesschützen waren.

Gruß
Grubert

Balsi


26.3.04 17:15:00
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ich kann mal versuchen über den Lohmann/Hildebrandt was zu den Kommandeuren herauszufinden.. wird sicher aber etwas dauern

grubert1


28.3.04 22:34:08
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Schon mal ein Dankeschön vorab!
Gruß
Grubert

grubert1


8.7.04 16:52:12
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Moin, moin,
die Geschichte entwickelt sich, viele Fragen bleiben.
z. B. ich kenne bis heute noch nicht den offiziellen Namen von diesem Nachschublager.

Aber ich bleibe dran; www.oelhof.de

Balsi


8.7.04 18:30:22
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also ich hab im Lohmann/Hildebrand nachgeschaut.. da ist ncihts drüber zu finden..((.. schade eigentlich ich hatte gerechnet das dort auch sowas drinsteht.. tut mir leid

grubert1


18.7.04 15:25:44
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Moin,

ich habe neue Infos zum Nachschublager:
Mir sind zwei schriftl. Erklärungen in die Hände gekommen.

Nach diesen Erklärungen hat die Kriegsmarine sehr starken Einfluß auf Firmen in der Region ausgeübt.

So wurden z.B. Bahngleise auf Forderung der Kriegsmarine gebaut bzw. Umgebaut.

In der Bleckeder Geschichte ist diese Einflußnahme bisher immer Verschwiegen worden bzw. so nie erwähnt worden.

grubert1


27.9.04 22:00:00
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Moin beisammen,

Neuigkeiten aus dem Ölhof in Bleckede!

Hier eingesetzt war die:

6te Kompanie der 2.Marine-Baubereitschaftsabteilung, Wilhelmshaven

Wo und wie können wir Informationen bekommen?

Gruß Grubert1
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