Dieses Archiv enthält einen Auszug des Forums für deutsche Geschichte vom 12.10.2001 bis zum 22.12.2005. Wenn Sie mitdiskutieren möchten, besuchen Sie unser Forum unter forum.balsi.de.

Bismarck

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AutorBeitrag

OGLongbeach


11.3.02 23:48:35
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Hallo Luetz !
Ich will mal versuchen, sobald ich mal wieder in der Heimat bin, einen Erlebnissbericht eines Überlebenden der Bismarck zu bekommen !!
Da der Cousin meines Großvaters das Glück hatte einer der Überlebenden zu sein. Ich kann hier allerdings nichts versprechen, denn alle Weltkriegsteilnehmer die Ich kenne müßen schon einen guten Tag erwischt haben, wenn ich ihnen irgendwelche Einzelheiten entlocken will.
MfG OG Longbeach:)

Balsi


12.3.02 10:29:08
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also das wär mal was... bestimmt sehr interessant... wo bist du denn zur zeit... dem Namen nach zu urteilen.. nordamerikanischer kontinent?

OGLongbeach


12.3.02 10:41:34
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Nein, nein das ist mein ehemaliger BW Spitzname. Zurzeit wohne ich in Ulm komme aber aus Freudenberg/Westfalen.
MfG OG Longbeach

Panzermayer


12.3.02 16:03:29
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Hi,
Longbeach ist doch auch eine Lenkwaffenfregatte der US-Marine...!
Erlebnisberichte direkt von der "Quelle"..? Immer her damit!!! :D
Gruß Panzer

OGLongbeach


12.3.02 16:57:41
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Rakete !?
Keine Ahnung fahre aber das erste Aprilwochenende Heim,da muß ich auf jedenfall erst mal meinem Opa auf den Zahn fühlen, weil das für mich noch interessanter ist. Wenn ich dann noch die Gelegenheit bekommen sollte den Bismarckfahrer
zu befragen, werde ich das selbstverständlich tun. Aber wie gesagt, versprechen kann ich leider nichts !
MfG OG Longbeach

Panzermayer


14.3.02 14:20:43
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Hi Longbeach,
viel mir eben erst auf: auch Clausewitz-"Fan"..? ;)
Gruß Panzer

OGLongbeach


14.3.02 14:25:21
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Ja, aber nur so ein bißchen. Fand das Zitat für as Forum hier ziemlich passend !!

Hank


27.6.02 09:56:53
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Da bin ich auch mal sehr gespannt. Mein alter Werkstattmeister hat sich die Bismarck in jungen Jahren als Modell gebaut, alles selbst gefertigt. Den Bauplan hat er von Blohm&Voss zur Verfügung gestellt bekommen. Er hat den Maßstab 1:200 gewählt. Das Schiff ist ca 2m lang und eine Augenweide. Ich habe mich in meiner Umschulung sehr viel mit ihm unterhalten.

Gruß Hank
[ Editiert am: 27-06-2002 10:00 ][ Editiert am: 27-06-2002 21:54 ]

OGLongbeach


27.6.02 10:52:47
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Tja Hank, ich muß dich leider enttäuschen, dieser Ehemalige ist vor einem halben Jahr verstorben. Hab ich aber in einem anderen Thread schon mal erwähnt ;) !!
MfG OG Longbeach

Hank


27.6.02 21:51:41
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Habe ich dann wohl nicht gelesen. Tut mir leid. Hast Du das denn mal mitbekommen? Es kam mal ein Bericht im Fernsehen, wo Russen eine Reise zur Bismarck anbieten und zwei ehemalige mit auf Reise waren? Die beiden Bismarcker sind jedoch nicht in das U-Boot gestiegen, sie warfen Kränze an die Stelle des Unterganges und schwiegen. Ich bin der Meinung, man sollte dieses Grab in Ruhe ehren und auch unberührt lassen. Die, die dort ihr Leben verloren haben, haben die Ruhe verdient. Selbstverständlich auch die Seeleute der Hood, keine Frage.
Ich finde es eher unmenschlich was die da vorhaben.
Gruß Hank[ Editiert am: 27-06-2002 21:56 ]

OGLongbeach


27.6.02 22:48:29
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Den Bericht habe ich auch gesehen. Und stimme mit deinen Ansichten vollkommen überein. Den ehemaligen der Bismarck habe ich nur zwei oder dreimal gesehen, auf Geburtstagen meines Opa´s, und damals haben mich solch Tiefgehenden Nachforschungen wie ich sie jetzt betreibe, leider noch nicht in dem Maße interessiert !!
MfG OG Longbeach

Hank


28.6.02 08:04:47
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Ich bin der Meinung, sie sollten alle Schiffe, auch die U-Boote dem Frieden überlassen. Mein Großvater sprech sogut wie nie über den Krieg was ich auch sehr gut verstehen kann. Wenn er was getrunken hatte zog er sich manchmal in sein Zimmer zurück und weinte. Einmal nahm er mich mal doch mit in sein Zimmer und zeigte mir ein paar Bilder. Ich muss sagen, es hat mich sehr beeindruckt und ließ mich an die Unterrichtsführung der Schule doch sehr zweifeln. Ich erkannte, das diese Menschen keine Unmenschen waren, wie sie in vielen Schulen oder Austellungen dargestellt wurden/werden.
Er hatte auch sehr großes Mitleid mit den gegnerischen Seeleuten. Er erzählte mir auch, daß es sehr hart und bitter für die Kameraden an Land gewesen war mit anzusehen, wie die Tirpitz gesunken ist. Keiner konnte helfen. Die Besatzung, welche mit unter ging soll bis zum letzten Atemzug das Deutschlandlied gesungen haben.(gut das gehört vielleicht in ein anderes Thema, wollte es nur mal loswerden).
Von da an habe ich den ganzen Krieg in seiner Geschichte völlig anders gesehen. Ich fragte mich, auch und heute noch, warum hat der Mann aus Österreich soviele Menschen unnötig in den Tod getrieben?
Gruß Hank[ Editiert am: 28-06-2002 8:06 ]

Quintus


28.6.02 14:57:15
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Gepostet von Hank
Einmal nahm er mich mal doch mit in sein Zimmer und zeigte mir ein paar Bilder. Ich muss sagen, es hat mich sehr beeindruckt und ließ mich an die Unterrichtsführung der Schule doch sehr zweifeln. Ich erkannte, das diese Menschen keine Unmenschen waren, wie sie in vielen Schulen oder Austellungen dargestellt wurden/werden.

Natürlich waren sie keine Unmenschen (obwohl einige DOCH dazu wurden), der breiten Masse konnte garnicht bewusst werden, welchem kriminellem Regime sie hier dienten.
Das sind Dinge, die wir später geborene nicht nachvollziehen können und deshalb oftmals falsch über die NS-Zeit urteilen!
Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt sagte in einem Spiegel-Interview bezüglich seiner Jugend während der Hitler-Diktatur:
"...Man hat schon mitgekriegt, dass sich da etwas veränder. Aber was ein normaler Mensch hier in Hamburg-Barmbek oder -Eilbek zumindest am Anfang nicht bemerkt hat, war das kriminelle Potenzial, das in dieser Diktatur drinsteckte.
[...] In der obersten Gesellschaftsschicht gab es natürlich tausend Informationen. [...] Unsereins hatte es mit Schulkameraden zu tun, deren Eltern Fischhöker auf der Fuhlsbütteler Strasse waren. Das war eine andere Umwelt.
[...] ...eine Vorstellung von dem, was man heute Nationalsozialismus nennt, hatte damals ein 14-Jähriger nicht.
[...] ...die Tresckows und Stauffenbergs haben die Kriege generalstabsmäßig organisiert. Sie dachten, das sei ihre Pflicht. Gleichzeitig war ihnen aber klar: Dieser Hitler muss weg. Das ist ein Verbrecher. In diesem übertriebenen Pflichtbewusstsein steckt eine ganze Menge preußisches Erbe."
Schmidt's Tochter kritisierte ihren Vater, dass er sich nicht näher mit der Judenvernichtung befasst hätte.
"Ich habe nichts davon Gewusst. Die heutige Generation kann sich überhaupt nicht vorstellen, wie es ist, wenn man in einer Informationsdiktatur lebt. Und außerdem war Krieg, und im Krieg wird alles Mögliche - in jedem Land der Welt, auch in Demokratien - verheimlicht und geheim gehalten. Harry S. Truman beispielsweise wusste von der Existenz der Atombombe erst in dem Augenblick, als er US-Präsident war".
Das nur mal als Beispiel. Diejenigen, die in der ehemaligen DDR aufgewachsen sind, können das eher nachvollziehen, denn dort herrschte eine ähnliche politische Landschaft der Informationsdiktatur.

Balsi


14.7.02 12:48:31
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heute abend um 19.30 Uhr ZDF... Tauchfahrt zur Bismarck... bestimmt interessant

OGLongbeach


14.7.02 17:26:02
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Ja, Video ist schon programmiert !!
MfG OG Longbeach

waldi44


14.7.02 20:18:09
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Eben gesehn! Zwar nichts neues, aber immer wieder irgendwie bewegend!
Habt ihr die offene Tür gesehen? Da konnte man deutlich erkennen, was das Schiff für eine Panzerung hatte.

SW


15.7.02 17:22:12
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Scheiße, jetzt hab ich das doch tatsächlich verpasst.. So ein sch....
War es denn sehenswert?

Balsi


15.7.02 17:26:04
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also so dolle wars nciht... die sendung hiesse ja Rückkher zur Bismarck... die Nahaufnahmen des Wracks waren ganz klar mehr als interessant aber letztlich etwas kurz. Was gut war, waren die Details, offene Türen, die Geschütze, reling usw. hat man auf alten Bildern nicht immer klar erkannt.. gut ausgeleuchtet usw. Die Decksbeplankung war sehr gut zu erkennen und auch das HK auf dem Deck... aber im ganzen war es mehr die Geschichte drum herum... als das Wrack....

SW


15.7.02 17:40:13
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na ja, wenn jemand das ganze aufgenommen hat und nen paar Bilder davon macht (und sie ins Board bringt) wäre ich schon glücklich.Smiley mit verdrehten Augen

waldi44


15.7.02 23:27:27
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Bei dem Film ist mir mal so ein Spruch eingefallen: Im 1.WK hatte Deutschland die Flotte und in 2.WK die Häfen!!
War dem Wirklich so?
Was nutzten den Deutschen die Atlantikhäfen, wenn sie alle in der Reichweite der alliierten Luftwaffe lagen? Die großen Schiffe verbrachten mehr Zeit mit Reparaturen der Fliegerschäden, als mit Kriegsfahrten und Cerberus wurde nicht zuletzt deswegen überhaupt durchgeführt!
Was wenn die Bismarck Brest oder einen anderen Atlantikhafen erreicht hätte?

Bernd2709


27.10.02 17:25:34
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Hallo Lutz
Sage mir wie dein Großvater heißt?
und ich sage Dir die Stammrollennummer, Geburtsort,Geburtsdatum und als was er gedient hat.
Mfg.Bernd Zagorski
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