Dieses Archiv enthält einen Auszug des Forums für deutsche Geschichte vom 12.10.2001 bis zum 22.12.2005. Wenn Sie mitdiskutieren möchten, besuchen Sie unser Forum unter forum.balsi.de.

Klein-U-Boot "Seehund"

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AutorBeitrag

AK 74 ZF


3.5.05 21:41:56
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Heute lief auf dem MDR ein Superkurzbeitrag über die Klein-U-Boote "Seehund" der dt. Kriegsmarine. Mit seltenen Filmaufnahmen (aus dt. und amerikan. Archiven), Zeitzeugen und ordentlichen Komentaren. War zwar nur rund 5-10 min lang aber sehr gut gemacht.

AK 74 ZF

Uboot Waldi


17.5.05 20:02:21
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Servus,

vor ein paar Jahren war ich unter anderem mit Herrn Eberhard Schmiel, der zwei Seehunde aus der Ostsee geborgen hatte, sowie mit dem wohl fähigsten Experten auf diesem Gebiet, Herrn Klaus Mattes, in der Runde gesessen.

Über die Seehunde verfaßte Herr Mattes ein einzigasrtiges Werk "Die Seehunde".

Grüße
Waldi

waldi44


18.5.05 10:23:12
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Mal eine Frage: Welcher "Seehund" ist denn gemeint? Der vom Wilhelm Bauer oder gab es später noch einenam Kopf kratzender Smiley?

Hoover


18.5.05 10:40:47
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Es gibt ein Buch über die Kleinkampfmittel?

Nenn mal bitte Titel und ISBN oder so. Ich bin zwar mehr für für die feldgraue Marine, aber da waren am Ende sehr viele U-Boot-Männer dabei.

Ich habe gerade dn brit. Film "X-Boote greifen an!", vom Angriff britischer Mini-U-Boote auf die Tirpitz, der fehlschlug. Sehr spannend!

Leider gibts über deutsche U-Boote ja nur "Das Boot" als ernstzunehmenden Film.

Wieviele Seehund, Biber usw gibt es eigentlich in dt. Museen?
Ich kenne nur die im Cux. Wrackmuseum, in Bremerhaven und in in Sinsheim.
Nächste Frage: Gibt es Modellbausätze vom Seehund, Neger usw?

waldi44


18.5.05 10:47:53
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Ach so! JETZT weiss ich welche "Seehunde".....
Übrigens blättere ich gerade in "Schiffsterben vor Algier" von Manfred Lau. Da geht es um den Einstz von kampfschwimmern, Torpedoreitern und sonstigen Kleinkampfmitteln im Mittelmeer!

AK 74 ZF


18.5.05 11:22:21
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Waldi -> die "Seehunde" der maritimen Kleinkampfverbände der Reichskriegsmarine. Sprich das mit 2 Mann besetzte Mini-U-Boot.

Übrigens gibt/gab es zu den maritimen Kleinkampfmitteln -> von Froschmännern bis Mini-U-Booten -> in der DDR einen absoluten Spezialisten welcher auch einige Bücher dazu veröffentlichte.
Kapitän zur See Dr. rer. mil. Günther Pöschel "Froschmänner-Torpedoreiter-Zwerg-U-Boote". Wobei dieses Buch selbst antiquarisch kaum noch zu bekommen sein dürfte da es eine Erscheinung des Deutschen Militärverlages (DDR) von Anfang der 60er Jahre ist.

Zwerg-U-Bootfahrer hab ich bis jezt noch keinen persönlich kennengelernt. Normale U-Boot-Männer kannte ich auch nur einen. War ein Arbeitskollege aus dem Betrieb und Kneipenfreund von Opa. Hatte halbseitige Gesichtslähmung weil ihm die Hälfte der Gesichtsmuskeln erfroren als sie über 24 Stunden nach der Versenkung auf Grund in 30 Metern Tiefe lagen, bis der Druckausgleich (durch voll laufen lassen des Bootes) ausreichte das Turmluk zu öffnen und mittels Tauchretter an die Oberfläche zu gelangen. Wie das ausbooten per Druckausgleich durch ne Luke funktioniert müßtest Du als ehemaliger NVA-Panzermann ja wissen. Nur daß die Jungs damals auf etwas über 30 Metern Tiefe in der eiskalten Nordsee lagen.

Dafür habe ich aber 1986 noch einen ehemaligen Kampfschwimmer der Reichskriegsmarine kennengelernt und "ausgequetscht". Der war später lange Zeit Offz. der DDR -Volksmarine und bildete Torpedoschnellboot-Kapitäne aus. Kampfschwimmer ging nicht mehr da er sich bei seinem letzten Einsatz als KS für Hidolf Nazi die Trommelfelle ruiniert hatte.Er wurde danach als "Linse-Pilot" umgeschult, kam aber durch das Kriegsende als solcher nicht mehr zum Einsatz.
Als ich ihn kennenlernte war er schon in Pension und betreute die Wehrausbildung einer Dresdner Schule.

Zur Geschichte der Kampfschwimmer gibt es z.Zeit ein gutes Buch. Kostet allerdings 25 €.

Ich hatte für mein Heimatforum vor längerer Zeit mal einen Beitrag zur Geschichte der Kampfschwimmer geschrieben. Ist leider bei einem "Absturz" mit Hops gegangen. Hat ne Menge Arbeit drin gesteckt.Irgendwann wenns mich rappelt werd ich ihn evtl. nochmal schreiben. Bücher und andere Quellen kann er aber als "poulärwissenschaftliches Machwerk" sicher nicht erreichen. Ging von der Antike übers Mittelalter den Anfängen der Schlauchtaucherei bis hin zu den ersten Freitauchern wie Cousteau oder Hans Hass und dem II.WK (KS der Reichskriegsmarine, KS der Brandenburger und der Wa-SS) bis zur Aufspaltung in BuWe und NVA. Wobei es über die KS der NVA die wenigsten Quellen gibt. Die Jungs der KSK 18 waren absolute Top-Profis. Wobei wir in unseren Kameradschaften einge Spreng- und Kampftaucher haben. Wenn die über irgendwelche Regler,Kalkabsorber, Anzüge und diverse andere Details debattieren steh ich als Tauchlaie nur dusselig daneben.
Aber totaler Fan von de "Froschmänners" bin ich trotzdem.
Und vor den ollen U-Bootmännern hab ich auch totale Hochachtung -> "Das Boot" hab ich schon X-Mal gesehen (Buchheims Buch steht bei mir hier auch im Regal) und werd ihn wohl auch noch mehrfach sehen. Irre was diese Männer ertragen, geleistet und erlitten haben. Sind ja auch viele nicht zurückgekommen.
Gab da in der DDR das Buch "Jäger und Gejagte" über den U.Bootkrieg. Da waren sämtliche U-Boote der RKM incl. Verbleib/Verlust und versenkter Tonnage incl. der Kommandanten drin. Ich denke daß diese Männer neben dem Marinedenkmal in Kiel Laboe und dem Museums-U-Boot auch ein filmisches Denkmal in Form des Film "Das Boot" haben ist schon gerechtfertigt. Wobei zumindest Buchheim mit dem Buch auch zum Nachdenken anregen wollte.

Tja nun ist aus der Klärung des "Seehundes" wieder mal´n ewig langer Beitrag geworden.

AK 74 ZF

P.S. Waldi - heißt das Ur-Alt-U-Boot von Bauer im Militärmuseum Dresden nicht eigentlich "Brandtaucher" ???
Gab es übrigens ´n geiles Mosaik mit den Digedags von. Muß irgendwo im Keller liegen. Glaub der erste Prototyp hieß "Seehund". Bin mir da nicht ganz sicher.

waldi44


18.5.05 12:02:19
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Ja "Brandtaucher" mit dem Spitznamen "Eiserner Seehund"!
Deshalb habe ich mich verwirren lassen:D!





Uboot Waldi


18.5.05 16:54:33
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Servus,

Buchvorschlag zum "Seehund":

"Im Kleinst-U-Boot" Aus dem Nachlaß eines "Seehund"-Fahrers
von Werner Schulz

Sehr zu empfehlen!

Grüße
Waldi

Uboot Waldi


18.5.05 17:09:00
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Servus,

eben einmal rausgekramt:

"Der Eiserne Seehund" von Hans-Arthur Thies

Es beinnhaltet die Geschichte sowie den Wertegang des Brandtauchers -
Meiner Meinung nach das beste Buch über den Brandtaucher.

Grüße
Waldi
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