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Flugzeugträger

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AutorBeitrag

Kübelfan


11.11.01 14:34:40
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Ich glaube das von Deutscher Seite aus, ein Fehler begangen wurde, das die Flugzeugträger-Projekte nicht zu Ende gebracht wurden. Damit hätte man sehr viel bewirken können, auch gerade im Luftkrieg gegen England.
Was meint ihr?

Balsi


11.11.01 15:04:43
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also ich meine... hätte man das Teil fertig gebaut ...wäre trotzdem nichts kriegsentscheidenes bei rausgekommen... Beispiel Bismarck...die wurde solange gejagd bis sie versnekt war... die Spee, die Tirpitz...Eugen und Scharhorst waren ständig im Dock... ausserdem fehlte erstens das richtige Flugzeug dafür... und zweitens die Kapazitäten..3. Marine - Luftwaffe...Auseinandersetzungen oder???

Kübelfan


11.11.01 18:43:09
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also ich denke das z.B. die Tirpitz völlig falsch eigesetzt wurde. In der Marine steckte ziemlich viel potential man hatte nur Angst, weil man sah was mit der Spee und der Bismarck passierte. Aus diesem Grunde hätte man sie in kleineren Verbänden einsetzen sollen und nicht als Einzelkämpfer. Wie z.B. die Spee. Trotzdem hatten sich diese Schiffe gut verteidigt. Zum Thema mit dem Flugzeugträger hätte man sich besser zusammenraufen sollen, als so borniert Rivalitäten auszuleben. Die Luftwaffe ist schließlich der wichtigste Waffenträger, wie ich finde! Als Flugzeuge für die Träger hätte man entwickeln sollen, in anderen Bereichen ging es ja auch.

waldi44


11.11.01 19:20:14
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Tja Kübel ;), da muß ich Dir auch widersprechen! Allerdings wäre es für uns Hobbyhistoriker schon "toll" ;) gewesen, die deutsche Marine hätte wenigstens eine Träger gehabt!
Interessant wäre es seekrigsmäßig geworden, wenn alle Großkampsschiffe einschließlich aller geplanten 3 Träger gleichzeitig einsatzbereit gewesen wären!
Aber: Deutschland hatte im 1. Wk die Flotte und im 2.Wk die Seehäfen!
Eine Flotte bestehend aus: Graf Zeppelin, Träger X und Träger y, Tirpitz, Bismarck, Gneisenau, Scharnhorst, Prinz Eugen, Hipper, zwei, drei leichten Kreuzen und der 12 Zerstören von Narvik hätten der englischen Flotte schon eine gewaltige Schlacht liefern können!

Kübelfan


11.11.01 20:42:49
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Oha, Leitmotiv erkannt! ;) Aber warum sollen Flugzeugträger ein Fehler gewesen sein, oder die Einsatzstratigie im Verband?

waldi44


11.11.01 21:14:44
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Doppelposting! :P

waldi44


11.11.01 21:20:02
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Gelle :P am Gesang erkennt man seine Vögel ;):D!!!!
Nein nein, kein Fehler! Aber die ganze Flottenplanung ging von einem eventuellem Kriegsbeginn um 19xyz aus, aber noch nicht 39!
Alle Truppen des 3. Reiches waren nicht voll einsatzbereit als der Krieg begann, die Marine am wenigsten!
Im Hinblick auf alle möglichen Gegner hätte man durchaus noch warten können (die SU bildet da eventuell eine Ausnahme), aber Hitler wartete nicht! Trieb ihn villeicht sein fortschreitendes Alter? Wollte er eventuell sich auf seine alten Tage noch in der Ruhmessonne wärmen? Glaubte er wirklich, nur er könne Deutschland zu neuem Ruhm führen?
Oder fühlte er schon frühzeitig diese "Schüttelkrakheit", die 44/45 wohl voll ausbrach und trieb ihn deshalb zur Eile?!
Oder glaubte er, die "Gunst der Stunde" nutzen zu müssen?

Kübelfan


11.11.01 23:04:55
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Tja, da bleibt wohl nur zu sagen: Der größte Feldherr aller Zeiten! ;)

Knut


12.11.01 22:06:40
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Die Tirpitz in Norwegen und der Ostsee zu lassen, war genau das Richtige. Wie man in Churchills Biographie (das war vielleicht in Wälzer :) ) nachlesen kann, hat die Tirpitz sehr viele Marineteile gebunden, darunter diverse Schlachtschiffe. Dadurch wurde die Atlantikflotte erheblich beansprucht, da man nciht genug Schiffe für die Canvois hatte. Churchill schrieb weiterhin, dass das Auslaufen der Bismark das beste war, was ihnen zu diesem Zeitpunkt passieren konnte. Selbst wenn man die versenkung der Hood mit einbezieht. Durch die Versenkung der Bismark wurden nämlcih soviele Schiffe frei, das die Convois nun evektiv beschützt werden konnten. U. a. ein Faktor für das miserable Abschneiden der U-Boote ab 1943.
Wäre die Bismark aber in der Ostsee geblieben, und später auch ncoh die Tirpitz dazugekomemn, so hätte man dermaßen viele Schiffe zu ihrer bewachung abstellen müssen, das eine Verteidigung der Konvois nciht mehr möglcih gewesen wäre.[ Editiert am: 12-11-2001 22:07 ]

waldi44


12.11.01 23:36:02
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Also irgenwie stimmt das sooo nicht ganz! Nach meiner Meinung. Richtig ist, daß die Tirpitz viele Schiffe band, aber Großkampfschiffe und mit denen jagt man keine U- Boote und mit Zerstörern oder Kreuzern keine Schlachtschiffe!
Wieviele Flugzeugträger gebunden waren, weiß ich allerdings nicht!

Bismarcklink!
http://www.stoermer-publications.de/schlachtschiff_bismarck.htm

Kübelfan


12.11.01 23:44:16
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Wieviele Flugzeugträger hatten die Alliierten eigentlich für den "europäischen Raum"?

Knut


13.11.01 20:22:56
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Gepostet von waldi44
Also irgenwie stimmt das sooo nicht ganz! Nach meiner Meinung. Richtig ist, daß die Tirpitz viele Schiffe band, aber Großkampfschiffe und mit denen jagt man keine U- Boote und mit Zerstörern oder Kreuzern keine Schlachtschiffe!
Wieviele Flugzeugträger gebunden waren, weiß ich allerdings nicht!

Zwar jagt man mit Großkampfschiffen keine UBoote, und man jagt mit Zerstörern keine Großkampfschiffe, aber man jagt auch nciht ausschließlich mit Großkampfschiffen ein anderes Großkampfschiff. Die Briten hatten nach der Versenkung der Hood kein Großkampfschiff mehr, welches der Tirpitz entgegentreten hätte können. Somit hieß es Masse statt Klasse, und in dieser Masse mussten auch einige Zerstörer mit rein. Allein schon für den Fall, das die Bismark von einem deutschen UBoot begleitet würde. Stellt euch vor, da kommt die Tirpitz, sieht ein paar Großkampfschiffe der Briten, fährt davon, und das UBoot räumt die alle nacheinander ab, weil keine Zerstörer da sind.
Zu den Flugzeugträgern: Für die Tirpitz war ein Flugzeugträger abgestellt, der (vermute ich) in der Dänemarkstraße operierte. Bei der Bismarck war es ebenfalls einer (Ark Royal).

jeannen


19.11.01 12:34:49
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Träger X sollte "Seydlitz" heißen, wenn ich nicht irre.
Flugzeuge gab es für Flugzeugträger, die JU87C und die Bf109R (?). Und die JU87C war sicher besser als die Swordfish. Ich vertrete übrigens auch die Meinung, dass ein Flugzeugträger hätte kriegsentscheidend sein können. Die Bismarck (wie jedes andere Großkampfschiff) konnte sich ja gegen ihre Angreifer nur face-to-face erwehren, aber ein Flugzeugträger kann alle Schiffe versenken, die innerhalb der Reichweite seiner Flugzeuge sind.
Da hätte die Home Fleet ganz schön alt ausgesehen. Man hätte natürlich noch ein paar U-Boote und Zerstörer beimischen müssen, aber das wäre was geworden.

xmen


19.11.01 17:01:36
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Tja, heute weiß man mehr ne, Flugzeugträger brauchen nen riesen Troß um gut zu opperieren,der war wohl damals net so vorhanden und die Notwendigkeit weit zu opperrieren war wohl auch nicht geplant gewesen.Für Europa ,was geplant war brauchte man sie ja gar nicht...deswegen ist es auch unterblieben da was anständiges auf die Beine zu stellen.
;)

waldi44


19.11.01 17:38:02
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Gepostet von jeannen
. Ich vertrete übrigens auch die Meinung, dass ein Flugzeugträger hätte kriegsentscheidend sein können. Die Bismarck (wie jedes andere Großkampfschiff) konnte sich ja gegen ihre Angreifer nur face-to-face erwehren, aber ein Flugzeugträger kann alle Schiffe versenken, die innerhalb der Reichweite seiner Flugzeuge sind.
Da hätte die Home Fleet ganz schön alt ausgesehen. Man hätte natürlich noch ein paar U-Boote und Zerstörer beimischen müssen, aber das wäre was geworden.

Nun, wie schon oben erwähnt: Mit einem Träger wäre absolut nichts erreicht worden (außer neuer Stoff für und Hobbykrieger ;))
U- Boote kann man nicht "beigeben" viel zu langsam und die Zerstörer lagen vor Narvik auf dem Grund!
Selbst wenn der Träger die Versenkung der "Bismark" verhindert hätte, hätten die Alliierten den Verband früher oder später vernichtet!
Übrigens:Folgende Schiffe waren Handelsschiffe, die zu Hilfsflugzeugträgern umgebaut
werden sollten. Diese Überlegungen kamen 1940 aber zu spät. Die meisten Projekte
wurden aber schon nach kurzer Zeit, das heißt zwischen 2 - 3 Jahren, wegen
Rohstoffverknappung eingestellt. Hier ein Überblick über die vier wichtigsten
Bauvorhaben.[/b}
EUROPA, POTSDAM, GNEISENAU (Fahrgastschiff), De GRASSE.
http://home.t-online.de/home/jgust/zeppelin.htm

xmen


19.11.01 19:45:13
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@Waldi
woher nimmst Du nur immer die geilen Hintergrundlinks und Pix echt super BIG THX :D

Knut


19.11.01 22:42:27
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Die Gneisenau war doch eines dieser Westentaschenschlachtschiffe (oder wie die hießen), und kein Fahrgastschiff. Größtenteils operierte sie doch im Indic und Atlantik, zusammen mit der Scharnhorst, ihrem Schwesterschiff, oder verwechsle ich hier etwas?

jeannen


20.11.01 10:37:06
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Äh-äh.
Die Gneisenau war genaugenommen ein Schlachtkreuzer. Als Westentaschenschlachtschiffe werden die Graf Spee, Scheer und Lützow (=Deutschland) bezeichnet. Die Unterschiede zwischen diesen Schiffstypen sind auch ziemlich erheblich: Gneisenau: 9x28cm Geschütze, 32 kn; Spee: 6x28cm Geschütze, 28 kn. Nur mal um die wesentlichsten zu nennen.
Ich weiß auch, dass U-Boote zu langsam sind, um mit einem Flugzeugträger mitzuhalten (außer vielleicht das Walther-Boot). Aber wenn man entlang der Route des Trägers U-Boot-Posten aufstellt und ein entsprechendes logistisches Verständnis hat, hätte man diese beiden Typen durchaus zusammen operieren lassen können. Und in Narvik lagen ja nicht alle Zerstörer. Ein paar waren ja noch übrig. :P

waldi44


20.11.01 15:34:14
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Ich meinte:GNEISENAU (Fahrgastschiff)
- Stapellauf: 17.05.1935
- Indienststellung 28.12.1935
- Werft: Deschimag, Bremen
- Bewaffnung: 8 x 10,5 cm - 10 x 3,7 cm - 24 Flugzeuge - 2 Katapulte
18160 ts - 205 m lang - 26,8 m breit - max. 21 kn
Auch diesem, von Geschwindigkeit und Größe der "Potsdam" ähnlichen
Fahrgastschiff blieb der Umbau erspart. Das Vorhaben wurde bereits am
03.12.42 aufgegeben. Wie "Europa" sollte auch diese "Gneisenau" zum
Truppentransporter umgebaut werden. Auch dies wurde nie durchgeführt.



Die GNEISENAU ( 18.184 BRT, 199m lang ) war das Schwesterschiff der SCHARNHORST.
Sie hatte abweichend von der SCHARNHORST einen Turbinenantrieb. 1943 sank sie nach einem Minentreffer bei Gedser in der Ostsee.

http://www.deutsche-passagierschiffe.de/gneisenau.htm
http://www.deutsche-passagierschiffe.de/scharnhorst.htm

Knut


20.11.01 22:07:00
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Nur um das mal klarzustellen: Es gibt also zwei Gneisenau[en], einmal ein Fahrgastschiff und dann ein gleichnamiger Schlachtkreuzer.
@ jeannen
Was die Westentaschendingens angeht, hast du recht. Ich hatte die Gneisenau mit der Graf Spee verwechselt, warum weiß ich auch nciht :P

Knut


20.11.01 22:10:26
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Gepostet von Knut
Nur um das mal klarzustellen: Es gibt also zwei Gneisenau[en], einmal ein Fahrgastschiff und dann ein gleichnamiger Schlachtkreuzer.
@ jeannen
Was die Westentaschendingens angeht, hast du recht. Ich hatte die Gneisenau mit der Graf Spee verwechselt, warum weiß ich auch nciht :P

[edit]
@ waldi
Ich hab jetzt mal deinen Link angeklickt, und was da steht kommt mir Spanisch vor. Ich bin mir ziemlich sicher, das die Gneisenau und die Scharnhorst zusammen als SCHLACHTKREUZER o.ä. im (Süd-)Atlantik operierten!

Knut


20.11.01 22:11:59
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Juhu, ich habs gefunden, Google sei dank :D
http://home.primusnetz.de/schrader/index5.htm[ Editiert am: 20-11-2001 22:13 ]

waldi44


20.11.01 22:52:25
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Hihi! Gefunden? das hier: Die Seite kann nicht angezeigt werden.
Die gewünschte Seite ist zurzeit nicht verfügbar. Möglicherweise sind technische Schwierigkeiten aufgetreten oder Sie sollten die Browsereinstellungen überprüfen.

Scheint mal wieder alles überlastet ;):D!
DAS SIND VERSCHIEDENE SCHIFFE!
Aus diesem Passagierdampfer "Gneisenau" wollte man einen HILFSFLUGZEUGTRÄGER bauen!!!!!!!
Das Schlachschiff "Gneisenau" ist ein anderer Kahn!!!!!

jeannen


21.11.01 10:44:42
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@Paulus
Vielleicht weil sie beide mit "G" anfangen? ;)
Ich habe übrigens auch noch nie von dem Fahrgastschiff gehört. Muss aber ehrlich zugeben, dass ich mich für Fahrgastschiffe nicht sooooo sehr interessiere. :P

Kübelfan


21.11.01 12:57:37
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Häh?
Was genau ist jetzt mit Fahrgastschiffen gemeint und wieso Westentaschenschlachtschiffe? Das Prinzip der Spee war doch gar nicht mal so verkehrt.

waldi44


21.11.01 12:57:42
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Hier noch mal die Links zu den zivielen Schiffen "Scharnhorst" und "Gneisenau"!
http://www.deutsche-passagierschiffe.de/gneisenau.htm
http://www.deutsche-passagierschiffe.de/scharnhorst.htm

Knut


21.11.01 19:29:37
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Hier nochmal der Link waldi. Der obrige war mit doppel http:// :D
Klick mich

jeannen


22.11.01 09:01:41
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Gepostet von Kübelfan
Häh?
Was genau ist jetzt mit Fahrgastschiffen gemeint und wieso Westentaschenschlachtschiffe? Das Prinzip der Spee war doch gar nicht mal so verkehrt.

Ja, es war nicht verkehrt für Mitte der 30er Jahre. Aber 1940 waren die meiner Meinung schon ziemlich veraltet. Sie waren vergleichsweise langsam und schwach bewaffnet. Das größte Manko war meiner Ansicht nach, das die Geschütze in 2 Drillingstürmen untergebracht waren. Wenn da einer ausgefallen ist, war das Schiff praktisch zu einer Seite wehrlos. Da find ich die schweren Kreuzer der Hipper-Klasse um einiges besser. Hatten zwar ein kleineres Kaliber (20 cm), aber in 4 Zwillingstürmen. Vieeel besser.

waldi44


22.11.01 10:38:42
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Im Ausland wurde dieser Schiffstyp zuerst nicht ernst genommen und spottweise "pocket battleship" (Westentaschen-Schlachtschiff) genannt. Zu ihrer Zeit waren sie schneller als jedes Schlachtschiff (mit Ausnahme dreier britischer Schlachtkreuzer) und stärker als jeder Kreuzer.
Ab Februar 1940 wurden sie als "Schwere Kreuzer" bezeichnet, da die Bezeichnung "Panzerschiff" weder militärisch noch technisch eine klare Aussage war. Sie ging vielmehr auf die im Versailler Vertrag enthaltene Typbezeichnung für Linienschiffe "cuirassé", was "Panzerschiff" bedeutet, zurück. Daher durfte bei den Neubauten weder von Linienschiffen noch von Panzerkreuzern gesprochen werden, sondern ausschließlich von "Panzerschiffen" (in Anlehnung an den Vertragstext).


______________________________

Knut


22.11.01 11:20:29
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@ jeannen
Wie man auf Wldis Bild sehen kann, war auf diesen Schiffen gar kein Platz für einen weiteren Turm. Somit sind die Drillingstürme für diese Größe des Schiffes immer ncoh die beste Lösung. Ein Manko war es allerdings, obwohl man in einer Schlacht meistens sowieso Breitseite schießt (Außer man flieht/verfolgt) :)

Balsi


22.11.01 11:43:35
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ich sage mal so entsprechend ihrer Geschwindigkeit waren die "pockets" ziemlich gut bewaffnet... dennoch stimmt es das 2 Drillingstürme zu wenig waren... im Kampf gegen 1 oder 2 Schiffe waren diese ausreichend, fällt allerdings der eine Turm aus... war das Schiff um die Hälfte geschwächt... ein Turm gegen ein Schiff bestimmt ordentliche Chancen aber das wars dann auch...sieh4e Langsdorf auf der Spee...er hat die richtige konsequenz gezogen... im kapf gegen handelsschiffe war das aber das richtige Schiff... allerdibgs für die weiteren phasen nciht...

jeannen


22.11.01 16:01:11
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Ich denke, man hätte hinter den "Anton" noch einen 2er oder 3er Turm gekriegt (so wie auf Scharnhorst/Gneisenau). Aber es ist dennoch so, wie ihr auch schon gesagt habt: Im Kampf gegen Handelsschiffe war die Bewaffnung im Prinzip okay, aber gegen Kriegsschiffe (außer vielleicht Zerstörer) war sie schon vom Kaliber her viel zu klein. Und für Handelsschiffe eigentlich schon wieder zu groß - da hätte es auch ein kleineres getan. Naja, irgendwie komische Schiffe diese Teile...
Am besten war immernoch die hier...

waldi44


22.11.01 23:40:04
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Nun, sie waren eben eine "Zwischenkriegslösung", ähnlich vieler anderer Waffen, mit denen man((Mann)Wehrmacht)) in den 2. Weltkrieg zog,schwamm oder flog!!!:P :D ;)

Sunderland


4.5.02 21:11:59
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Moin
Ich bin der Meinung, dass das Problem bei Rheinübung damit zusammenhing, dass der deutsche Verband schon früh entdeckt wurde. Damit hatten die Briten genug Zeit, um die Hood, Prince of Wales, Norfolk und Suffolk heranzuführen. Zudem hatte die Bismarck mit der Prinz Eugen keinen gleichwertigen Partner, und dass das Erfolg hat, sieht man ja an den erfolgreichen Vorstößen der Gneisenau(Schlachtkreuzer!!!)und ihrem Schwesterschiff Scharnhorst.
Ach ja, eine Frage hab ich noch: Ich habe vor einigen Monaten gelesen, dass das Wrack der Scharnhorst gefunden sei. Weiß jemand, ob es schon Filmaufnahmen gibt??? Das wars:) :) :)

Balsi


4.5.02 21:26:52
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also ich kann mich glaub ich erinnern einen entsprechenden beitrag bie Spiegel-TV gesehen zu haben.. habe in einem Landser-Heft noch etwas über die Entdeckung gefunden, mal sehen ob ich das nicht schon verkauft habe...

Quintus


16.5.02 04:04:57
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Interessant ist doch bei aller Überlegung oder Spekulation die Tatsache, dass grössere Einsätze gerade der deutschen Großkampfschiffe im Zweiten Weltkrieg (da unzweifelhafter englischer Überlegenheit) ausblieben! Schauen wir uns mal folgendes Beispiel an, welches letztendlich zur Ablösung Raeders durch Dönitz führte:
Am 24. Dezember hatten Aufklärer einen britischen Konvoi gesichtet, der von Schottland in Richtung Nordmeer unterwegs war. Er bestand zwar nur aus vierzehn Frachtern, aber der starke Geleitzug deutete daraufhin, dass wertvolles Kriegsmaterial für die Sowjetunion transportiert wurde.
Raeder wollte sich den Fang nicht entgehen lassen. Die Seekriegsleitung trug noch schwer an dem Missgeschick, das die Flotte bei ihrem letzten Großeinsatz am 2. Juli getroffen hatte. Ein Teil der Schiffe war da in tückische Schärengewässer geraten und steckengeblieben. Daraufhin beorderte Hitler die ganze Flotte rigeros zurück und beauftragte Dönitz, mit seinen U-Booten den Geleitzug zu vernichten.
Fünf Tage waren vergangen und noch immer hatte sich Hitler nicht zu den von Raeder vorgelegten Plan geäußert. Am 30. Dezember, als der Konvoi bereits die Barentssee erreicht hatte, gab er endlich seine Zustimmung. Vom Altafjord brach Vizeadmiral Kummetz mit seinem Flaggschiff, dem schnellen Kreuzer "Hipper", der etwas langsameren "Lützow" und sechs Zerstörer auf. Das Wetter war am Silvestertag denkbar schlecht. Ein heftiger Sturm tobte. Nebel, wohin das Auge blickte. Aus dem trüben Dunst tauchten einzelne Frachter auf, verschwanden aber wieder hinter undurchdringlichen Grauschleier.
Schützend stellten sich fünf britische Zerstörer und fünf kleinere Kriegsfahrzeuge vor das Geleit. Nach drei Stunden hatte Kummetz zwei gegnerische Kriegsschiffe versenkt und den Zerstörer "Onslow", das Flaggschiff der britischen Zerstörerflottille, sehr schwer getroffen. Daraufhin gab der Kommandant des Fühlungshalters U-354 einen optimistischen Funkspruch an die Seekriegsleitung in Berlin durch. Doch die Lage änderte sich, als plötzlich die britischen Kreuzer "Jamaica" und "Scheffield" auf den Plan erschienen. Der Zerstörer "Eckoldt" ging mit der ganzen Besatzung unter, "Hipper" wurde erheblich beschädigt. Während des Gefechtes, dass sich ausschließlich zwischen den Kriegsschiffen abspielte, waren die Frachter ungeschoren nach Murmansk entkommen. Kummetz gab den Kampf auf, er hatte strikten Befehl, bei annähernd gleicher Stärke des Gegners ein Gefecht auszuweichen um die kostbaren Schiffe nicht zu gefährden. Das Unternehmen "Regenbogen" war gescheitert. Um der Verfolgung zu entgehen, wahrte die Gruppe "Hipper" auf der Rückfahrt absolute Funkstille. Wieder in Alta, war die Funkverbindung wegen Schneetreiben gestört und so glaubte man in Berlin und im Führerhauptquartier Rastenburg, an einen vollen Erfolg der Aktion.
Der Stein kam ins Rollen durch eine Meldung der britischen Nachrichtenagentur Reuter. Hitler tobte. Er bezichtigte die Seekriegsleitung, ihn vorsätzlich getäuscht zu haben. In Berlin herrschte heillose Verwirrung. Die Drähte nach Alta waren noch immer Tod, und Raeder brauchte Tage, bis er sich einen Überblick verschafft hatte. Die Begegnung mit Hitler am 6. Januar in der Wolfschanze verlief für Raeder höchst unerfreulich. Hitler fegte alle Schlechtwetter-Entschuldigungen vom Tisch und befahl die Außerdienststellung und Demontage der großen Schiffe. Raeders Ablösung war beschlossene Sache.
Was Flugzeugträger betrifft, so hätte Deutschland mehrere gebraucht, - nicht nur einen, dessen Bau abgebrochen wurde! Nur mit koordiniertem Einsatz mehrerer Flugzeugträger und den U-Booten hätte eventuell eine Wende im Seekrieg hervorgerufen werden können.
Die Alliierten erkannten diese Situation, die Deutschen, explizit Hitler, eben nicht!
Das Verhältnis ist vergleichbar mit der Situation vor dem Frankreich-Feldzug in Beziehung zur Panzerwaffe: Guderian überzeugte Hitler, massenhaft Panzer als Taktische Waffe einzusetzen, de Gaulle stieß bei seinem Chef auf taube Ohren.Bold

Panzermayer


16.5.02 14:06:45
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Hi,
Hinzufügend will ich noch behaupten, dass die Luftwaffe die dt. Marine mehrmals im Stich ließ - bzw. keine ausreichenden Mittel (sowohl zahlenmässig als auch technisch) aufbringen konnte!
Wie sehr hätte ein Langstreckenaufklärer wie die FW-200 Condor in größeren Stückzahlen geholfen, die Über- wie auch die Unterwasserseestreitkräfte zu einem gefährlicheren Gegner zu machen! Gerade im Nordmeer!
Gruß Panzer ;)

waldi44


16.5.02 17:19:03
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Ich würde eher sagen, daß die Luftwaffe, oder besser gesagt Göring, eben darauf bestand, daß alles was fliegen konnte der Luftwaffe und nicht der Marine unterstellt war und somit um fast jeden Einsatz und jede Hilfe gebettelt werden mußte.
Ein "Wunder", daß sich Göring nicht auch noch die Bordflugzeuge unter den Nagel gerissen hatte! In den USA und England gab es dagegen neben den trägergestützten Flugzeugen auch noch reichlich landgestützte Marineflieger über deren Einsätze eben nur die Marineleitung selbst entschied!
Übrigens, die FW-200 Condor unterstanden mal zeitweilig der Marine, bis sich Göring ihrer "annahm"!

waldi44


4.2.03 14:08:08
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Ein seltenes Bild: "Emil" und "Auguste" ziehen den "Grafen Zeppelin" ;)!

jeannen


4.2.03 18:31:12
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Immer wieder ein beeindruckendes Schiff. Vor allem sieht sie da schon so fertig aus...
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