Dieses Archiv enthält einen Auszug des Forums für deutsche Geschichte vom 12.10.2001 bis zum 22.12.2005. Wenn Sie mitdiskutieren möchten, besuchen Sie unser Forum unter forum.balsi.de.

Die Italiener kommen!

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AutorBeitrag

waldi44


27.2.03 23:24:49
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Wozu ist man Verbündeter, fragte sich Mussoline wohl und liess einige italienische U- Boote nach Bordeaux fahren! Dönitz selbst hielt nicht soviel von dieser Waffenhilfe und er sollte recht behalten.
Im August trafen 27 U- Boote ein und "unterstützten" die Deutschen bei der Schlacht im Atlantik!
Nun hatten die Deutschen U- Boote für die raue Nordsee und den stürmischen Atlantik gebaut, die Italiener mehr für das eher ruhige Mittelmeer und auch die Ausbildung war eher bieder als dynamisch.
Die Boote selbst waren gross und geräumig mit mächtigen imposanten Türmen, die aber noch nicht einmal einen Zuluftmast für die Dieselmotoren hatten, so dass man bei Überwasserfahrten stets mit offener Turmluke fahren musste!
Schön und romantisch in lauer sternenklarer Mittelmeernacht oder unter strahlend blauem Himmel, aber eher eine sehr nasse Angelegenheit im rauhen und stürmischen Atlantik!
Tonnenweise drang das Wasser in die Boote.....
Dönitz liess deshalb die Türme umbauen, was sich aber bis 1943 hinzog! Die Besatzungen aber und vor allem ihre Offiziere, konnte er nicht umbauen:)!
Da gab es zB den Kommandanten der Cappellini, Salvatore Todaro. Er weigerte sich strick, getaucht auf feindliche Schiffe zu schiessen, sondern wollte sich ritterlich mit ihnen Duellieren(natürlich nur mit Handelschiffen, ganz so blöd war er ja wohl doch nicht :)).
Das war so aber schon potentierter Schwachsinn, bei einer Rumpfstärke von nur 2.5 bis 3 cm. Ein Volltreffer und das Boot wäre zumindest nicht mehr tauchfähig gewesen.
Dönitz bedauerte in einem Bericht über ihn, dass "... er nicht ein Kanonenboot befehligte"!
Eine Rüge vom BdU fing er sich ein, als er Überlebende eines Angriffs, 600 Meilen weit nach Marokko brachte. Darüber gab es sogar einen Film- hab ich gesehen, war sehr gefühlvoll!
Im August gelang es den Italienern vier Schiffen mit insgesammt 20.000 t zu versenken. Im selben Zeitraum versenkten die Deutschen, mit nur doppelt sovielen Booten, rund 250.000 t!
Damit sie nicht im "Wege standen", verlegte man sie in die sichereren Gewässer um die Azoren. Im September versnkten sie 3 Schiffe.
Kretschmer nahm sich auf Befehl des Kommandanten der Torelli , Korvettenkapitän Longobardo an und "schulte" ihn. Mit Erfolg, denn im Januar 1941 versenkte er allein vier Schiffe!

The Real Blaze


28.2.03 16:32:04
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Die ganze Marine der Italiener waren eine Katastrophe!Obwohl sie bei den Zerstörern und Kreuzern modernere Einheiten im Mittelmeer hatten,als die Engländer vermießte ihr mißerabler Ausbildungsstand Erfolgserlebnisse.Dazu tummelten sich überall englische Agenten in den Häfen,die genaue Angaben über italienische Operationen rausfunkten.
Die italienischen U-Boote hätte man nur um Malta herum einsetzen sollen.Egal ob die dann was torpediert hätten.Die Flotte selbst hätte man mit deutschen Instrukteuren durchsetzen sollen,oder gleich alles gegen Deutsche austauschen;)
Was war den überhaupt schon gut bei den Italienern? Da fallen mir nur die mutigen Kampftaucher vor Alexandria ein.
Und beim Heer das Alpinikorps,was aber völlig verkehrt eingesetzt wurde.(in den Donsteppen vor Stalingrad ,statt im Kaukasus)
Immerhin wäre wohl die Flotte gegen Malta ausgelaufen,wenn Hitler die 20000 Tonnen Öl geschickt hätte dafür.Zusammen mit der Luftflotte Kesselrings wäre dann die Insel schnell gefallen und Mussolini wäre im weißen Schimmel in Kairo hereingallopiert.:D
mfg The Real Blaze
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