Dieses Archiv enthält einen Auszug des Forums für deutsche Geschichte vom 12.10.2001 bis zum 22.12.2005. Wenn Sie mitdiskutieren möchten, besuchen Sie unser Forum unter forum.balsi.de.

Schlacht auf der Doggerbank

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AutorBeitrag

Balsi


3.12.01 12:25:30
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habe am WE 4 Bände (1-4) der kriegsmarine reihe von Podzun-Pallas auf nem Trödelmarkt gekauft... für 35 DM ... herrlcihe Bilder... hab die schon oft bei WEbay gesehen...aber nie bekommen

Nochwas...aht jemand nich mal Lust auf der Homepage ein paar Seiten zum Thema Kriegsmarine oder kaiserlicher Marine zu schreiben?? Entweder Texte oder einzelne Schiffe vorstellen ...nach dortiger Vorlage... Bildmaterial könnte man sicherlich leicht zusammenbekommen...oder Biographien???
@ der Alte...noch interessiert an G.Prien???

waldi44


3.12.01 12:28:14
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Gratuliere!
Auf welcher Homepage? Marinebilder hätte ich genug. Wieviel tausend willste denn haben :D?

DER Alte


3.12.01 13:39:01
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ja ich mach das mit G.Prien hab ich ja gesagt aber es dauert hal noch en bisschen ( im moment isses blöd in Kur halt aber wenn ich daheim bin gehts los vor Neujahr hastes *hoff* :D )

waldi44


3.12.01 19:31:44
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waldi44


3.12.01 19:35:18
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Die Schlacht auf der Doggerbank
24. Januar 1915
Doggerbank, große, flache Sandbank in der zentralen Nordsee zwischen England im Westen und Dänemark im Osten. Sie ist durchschnittlich etwa 65 Kilometer (stellenweise bis zu 100 Kilometer) breit und fast 300 Kilometer lang. Die Wassertiefe im Bereich der Doggerbank beträgt allgemein weniger als 37 Meter, vor der englischen Küste sogar nur etwas über 15 Meter. Seit Jahrhunderten wird die Sandbank als wichtiges Fischfanggebiet genutzt; vor allem Kabeljau, Schollen und Heringe werden hier gefangen. Während der letzten Eiszeit bildete die Doggerbank den südlichen Rand der Nordsee, die Mündung des Rheines lag damals an ihrer Westseite.
Mitte Januar 1915 mussten Teile der Hochseeflotte zu Übungen in die westliche Ostsee geschickt werden, gleichzeitig waren für einige Schiffe Instandsetzungsarbeiten erforderlich. Um diesen Zustand vorübergehender Schwäche der Bereitschaft zur See zu verschleiern, beabsichtigte der Chef der Hochseeflotte Admiral von Ingenohl einen Vorstoß der Schlachtenkreuzergruppe gegen die Doggerbank, der eine offensive Tätigkeit der deutschen Streitkräfte vortäuschen sollte.
Am 23. Januar 1915 erhielt der Befehlshaber der deutschen Aufklärungsschiffe, Vizeadmiral Hipper, den Befehl, mit der 1. und 2. Aufklärungsgruppe gegen die Doggerbank vorzustoßen und sie von feindlichen Streitkräften zu säubern. Das Unternehmen war so angelegt, dass ein Zusammentreffen mit schweren englischen Streitkräften nicht zu erwarten war; es konnte dies auch nicht in der Absicht der Leitung liegen, da in diesen Tagen das 3., das modernste deutsche Geschwader sich zu Übungen in der Ostsee aufhielt. So standen zur Unterstützung der Aufklärungsgruppe nur das 1. und das aus veralteten Linienschiffen bestehende 2. Geschwader zur Verfügung. Der Befehlshaber der Aufklärungsschiffe sollte in der Nacht auslaufen, so dass er bei Hellwerden am 24. Januar einen bestimmten Punkt auf der Doggerbank erreicht hatte, sollte dann kehrtmachen und wieder nach Wilhelmshaven zurückkehren. Nach Einbruch der Dunkelheit verließen die deutschen Aufklärungsstreitkräfte die Schillig-Reede und traten den Vormarsch nach Westen an.
Was die Deutschen nicht ahnten, die Briten wußten um ihr kommen und bereiteten eine gigantische Falle vor:
Während also die deutsche Kreuzergruppe unter allen Vorsichtsmaßnahmen die Nordsee nach Westen kreuzte, zogen sich weit überlegene britische Streitkräfte von dorther gegen sie zusammen. Von Scapa Flow lief die große Flotte 19 Linienschiffe stark, von Firth of Forth das I. Schlachtenkreuzergeschwader, 5 Schlachtenkreuzer, und das III. Schlachtenkreuzergeschwader, 7 ältere Linienschiffe stark und von Harwich 3 leichte Kreuzer mit etwa 20 Zerstörern aus. Die 8 deutschen Kreuzer fuhren also gradewegs in die Falle.....
.....und erlitten eine eindeutige Niederlage!

Die Schlacht auf der Doggerbank macht vorläufig Überfälle auf englische Küstenstädte und Truppenlandungen in England unmöglich. Nach dem 24.01.1915 hielt es die englische Führung nicht mehr für nötig, Truppen in demselben Umfang wie bisher in der Heimat zurückzuhalten. Vier Tage nach dem Gefecht wurde der endgültige Endschluss zum Angriff auf die Dardanellen/Türkei gefasst.
Marineminister Churchill wollte einen makellosen Sieg vorweisen. Er verhinderte deshalb eine Untersuchung jener Mängel, die während des Kampfes auf britischer Seite aufgetreten waren. Die Folge: Während der Schlacht vor dem Skagerrak 1916 explodierten drei britische Schlachtkreuzer infolge von Kartuschenbränden und rissen 3 300 Matrosen mit in die Tiefe.

"SMS Blücher im Endkampf"

SMS BLÜCHER: 792 Gefallene. Schwer getroffen kenterte SMS Blücher und sankt kurze Zeit später . 260 Mann wurden von englischen Schiffen . gerettet, 792 Beatzungsmitglieder fanden den Tod

SMS SEYDLITZ: 165 Gefallene. Ein folgenschwerer Treffer auf SMS Seydlitz, setzte 2 von 5 schweren Geschützen außer Gefecht und tötete 165 Mann.

SMS KOLBERG: 2 Gefallene gleich zu Beginn der Schlacht durch Treffer, die auf dem Schiff selbst kaum Schaden Anrichteten.
Gesamt: 959 Gefallene deutsche Seeleute und
14 Gefallene Briten.
Die angegebene Zahl von 954 Gefallenen auf deutscher Seite stimmt nicht mit den Verlustzahlen der einzelnen Schiffe überein.
Möglich, daß später an Ihren Verwundungen verstorbene Seeleute nicht miteinbezogen wurden.
SMS Blücher gesunken
Deutsche Kriegsschiffe:
Die 1. Aufklärungsgruppe bestehend aus den Großen Kreuzern:
SMS Seydlitz als Flaggschiff Hippers mit Kommandant Kapitän zur See von Egidy
SMS Derfflinger mit Kommandant Kapitän zur See von Reuter
SMS Moltke mit Kommandant Kapitän zur See von Levetzow
SMS Blücher mit Fregattenkapitän Erdmann
Die 2. Aufklärungsgruppe bestehend aus den Kleinen Kreuzern:
SMS Graudenz mit Fregattenkapitän Püllen und
SMS Stralsund mit Kapitän zur See Harder, 3 sm vor der 1. Aufklärungsgruppe stehen als Vorhut
SMS Rostock Flaggschiff des 1. Führers der Torpedoboote, Kapitän zur See Hartog und Steuerbord
SMS Kolberg mit Kapitän zur See Wiedenmann, als Seitendeckung Backbord
Es fehlten also von jeder Aufklärungsgruppe eine Einheit, der Schlachtenkreuzer "Von der Tann" und der Kleine Kreuzer Straburg, die beide, wie schon, erwähnt, wichtige Instandsetzungsarbeiten halber in der Werft lagen.
Jedem dieser 4 Kreuzer ist eine Halbflottille von 5 Torpedobooten beigegeben (manche Quellen berichten von 18 Torpedobooten); es sind die
beiden Halbflottillen der V. Flottille von Chef Korvettenkapitän von der Knesebeck, sowie die
15. Halbflottille unter Korvettenkapitän Weißenborn und die
18. Halbflottille unter Kapitän Tillessen.
Englische Kriegsschiffe nach britischen Quellen:

I. Schlachtgeschwader
HMS Lion (Vizeadmiral Beatty)
HMS Princess Royal
HMS Tiger

II. Schlachtgeschwader
HMS New Zealand (Rear-Admiral Moore)
HMS Indomitable

I. Leichte Kreuzer Geschwader

HMS Southampton (Commodore Goodenough)
HMS Birmingham
HMS Nottingham
HMS Lowestoft
Harwich Zerstörer:

HMS Arethusa (Commodore Tyrrwhit).
Beigefügte Zerstörer (spätere zehnte Zerstörerflottille)

HMS Meteor (Commander Meade)
HMS Mastiff
HMS Mentor
HMS Miranda
HMS Milne
HMS Minos
HMS Morris.
Erste Zerstörerflottille

HMS Aurora (Captain Nicholson)
HMS Acheron
HMS Ariel
HMS Attack
HMS Defender
HMS Druid
HMS Forester
HMS Goshawk
HMS Hornet
HMS Hydra
HMS Jackall
HMS Lapwing
HMS Phoenix
HMS Sandfly
HMS Tigress

Dritte Zerstörerflottille

HMS Undaunted (Captain St. George)
HMS Laertes
HMS Landrail
HMS Lark
HMS Laurel
HMS Lawford
HMS Legion
HMS Liberty
HMS Lookout
HMS Louis
HMS Lucifer
HMS Lydia
HMS Lysander
</DIR></DIR>

Balsi


3.12.01 21:30:36
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so unter http://balsi.de/doggerbank.htm hab ich jetzt den bericht über die Doggerbnak gestellt... mit dem Hinweis Gastautor... willst Du deinen namen drunter haben???
weiteres... als Vorschlag Infos über das Linienschiff Friedrich der Grosse... unterteilt in techn. daten und normalen text über Einsatz usw. ... wird dann auch online gestellt...
können sich gerne auch andere beteiligen...würde mich riesig freuen bin nömlich zur zeit mehr als überlastet...

waldi44


5.12.01 14:29:32
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Seiner Majestät Schiff [SMS] Friedrich der Grosse


Friedrich der Grosse at BrickFest, Arlington VA, 13 July 2001. Photo courtesy of Bram Lambrecht.

Entwurf.............: 1907
Werft................: AG Vulcan Werft, Hamburg
Kiellegung..........: 26 January 1910
Stapellauf..........: 10.06.1911 in Hamburg
Indienstst..........: 15 October 1912
Besatzung.........: ca. 1100 Mann (1080)
Maße................: Länge 172 m (171,8 m) - Breite 29 m - Tiefgang: 9 m
Wasserverdrängung...: 24700 Tonnen (26.573 t)
PS..................: 28 000
Max. Geschwindigkeit: 23,5 kn (21 kn)
Bewaffnung..........: 10 Schnellfeuerkanonen 30,5 cm, 14 Schnellfeuerkanonen 15 cm
8(6) Schnellfeuerkanonen 8,8 cm, 5 x 50 cm Torpedorohre

Ende................: 21.06.1919 Selbstversenkung in Scapa Flow, 1937 gehoben und abgewrackt.

24. Januar 1915 nahm "Friedrich der Große" an der Schlacht an der Doggerbank Teil.
"Friedrich der Große" nahm an der Skagerrak Schlacht (Battle of Juitland (Battle of Skagerrak)) teil 1916.
August 1916 operierte es vor der englischen Ostküste.
5.Nov.1916 vor der Westküste Dänemarks.
11.-19. Oktober: Besetzung der Inseln Ösel(Saaremaa), Moon(Muhu), Dagö(Hiiumaa)in der Rigaer Bucht
in Zusammenarbeit von Heer und Marine.

Ende: 21.06.1919 Selbstversenkung in Scapa Flow.


Wie die meisten Schiffe der Hochseeflotte lag auch das Linienschiff FRIEDRICH DER GROSSE auf
Reede in Kiel.
Auf diesem Schiff dienten u.a. die Matrosen Max Reichpietsch und Albin Köbis.
Beide waren Agitatoren und Organisatoren der revolutionären Bewegung unter den Matrosen
der Kaiserlichen Hochseeflotte. Sie wirkten maßgeblich an der Vorbereitung des Matrosenaufstandes mit,
weil sie die Sinnlosigkeit des Krieges erkannt hatten.
Reichpietsch, Max, * 24.10.1894 Charlottenburg, + 5.9.1917 Wahn bei Köln, Matrose, Revolutionär.
Er diente auf dem Linienschiff "Friedrich der Große" und war dort Agitator und Organisator der
revolutionären Bewegung unter den Matrosen der Hochseeflotte im Sommer 1917. Gemeinsam mit Albin Köbis
wirkte er maßgeblich an der Vorbereitung des Matrosenaufstandes mit.
25. August: Ein Kriegsgericht fällt nach einer Meuterei von Matrosen in Wilhelmshaven 5 Todesurteile und
mehrere langjährige Zuchthausstrafen. Der Oberbefehlshaber der Flotte begnadigt 3 Todeskandidaten.
Der 23jährige Oberheizer Max Reichpietsch und der 25jährige Heizer Albin Köbis werden durch Erschießen auf
dem Schießplatz Wahnerheide bei Köln erschossen.
Nachdem im September 1917 die juristisch höchst fragwürdige Todesurteile vollstreckt worden waren,
mahnte Scheer die Marineoffiziere zwar zur größeren Fürsorge gegenüber den Untergebenen, aber das
eigentlichen Grundproblem, die mangelnde Schulung seiner Offiziere in der Menschenführung, wurde nicht
behoben.
27./29. Oktober 1918: Beginn der Meutereinen auf den Schiffen der Hochseeflotte. Die geplanten Unternehmungen
- Vorstoß zur Themsemündung - muss aufgegeben werden.
1. November: Beginn der Meuterei in Kiel, wenige Tage später hissen die Meuterer auf verschiedenen
Kriegschiffen rote Flaggen.
Dies war die Geburtsstunde der "Dolchstoßlegende"!
Über den unmittelbaren Anlaß sagt der zur Untersuchung der Vorfälle später einberufene Ausschuß, daß die
Gehorsamsverweigerungen einiger Besatzungen darauf zurückzuführen sind, daß die betreffenden Mannschaften
innerlich zermürbt und von der Bewegung im Lande erfaßt waren.
Sie glaubten, daß auch durch eine siegreiche Schlacht der Ausgang des Krieges
feststehe, deshalb wäre der Einsatz der Flotte aus Prestigegründen befohlen worden. Außerdem waren sie
der Meinung, die Regierung des Prinzen Max v.Baden sei mit dem Flottenstoß nicht einverstanden und die
Verhandlungen über einen Waffenstillstand würden unmöglich werden. Daher waren sie der Meinung, es wäre
nutzlos, zu diesem Zeitpunkt noch das Leben einzusetzen. Diese Auffassung unter den Mannschaften habe
von Außen her Stütze und Kräftigung erfahren.



19. November 1918: Konteradmiral von Reuter überführt die deutsche Flotte nach Scapa Flow in die Internierung.



[ Editiert am: 05-12-2001 18:53 ]

[ Editiert am: 05-12-2001 18:55 ]
[ Editiert am: 05-12-2001 20:20 ]

xmen


5.12.01 17:21:59
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@Waldi
will ja nix sagen,..Deine Post sind spitze,immer viel Background Links und PiX..aaaber jetzt übertreibst Du.Ich brauche 4 -5 Min um die Seite zu laden,..ein bisserl smaler bidde.:D

waldi44


18.12.01 18:46:07
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@Balsi, war eben auf Deiner Seite. Ich hab Dir doch ne neue Version von der Doggerbank gemailt! DIE solltest Du einfügen, da wesentlich besser als die alte.

Balsi


18.12.01 19:36:22
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jo Waldi... bin ja dabei die einzubauen... keine Angst wird schon noch... Geduld geduld... bin gerade damit beschäftigt die Homepage neu aufzubauen ... werde alles neu strukturieren ... is bald soweit

waldi44


18.12.01 19:41:08
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Habs gesehen, ABER DAS allein meinte ich nicht :)!
Sieh Dir mal das Marineforum richtig an!

Balsi


18.12.01 19:48:38
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was ist denn da noch...schau ich nicht richtig??? ist doch nur doggerbank... oder meinste zu meinem verweis Mod...??? das hier eh nix passiert??? klär mich auf

waldi44


18.12.01 19:56:07
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Wo hast Du denn den Hinweis gefunden, mals in's Marineforum zu schauen und was hast DU dort gepostet?
Übrigens steht HIER ein neuer Beitrag : Coronel...., aber den meinte ich auch nicht ;)! Ich meinte überhaupt keinen speziellen Beitrag....

Gast


17.5.02 04:31:17
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Gepostet von Balsi
Nochwas...aht jemand nich mal Lust auf der Homepage ein paar Seiten zum Thema Kriegsmarine oder kaiserlicher Marine zu schreiben??

Auf meiner Homepage www.science-explorer.de geht's um Grenzwissenschaften (UFO's, Prähistorie, Pyramiden, Esoterik, Astronomie, Raumfahrt etc.) aber auch um Geschichte. Darunter Mehrere Sites zum Thema Deutsche Kriegsmarine (mit diversen Untersites): schau mal hier:
http://www.science-explorer.de/geschichte/kriegsmarine.htm

Quintus


17.5.02 04:36:44
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Also zweiter Versuch:
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