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Joachim Peiper

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AutorBeitrag

Blanker Hans


31.1.04 17:56:47
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Hallo,
soweit ich das überblicke, gibt es zumindest in der Rubrik "Personen" noch nichts zu SS-Obersturmbannführer Joachim Peiper (wenn anderswo, nennt mir bitte mal den entsprechenden Link).
Für alle, die nichts mit dem Namen anfangen können: Er spielte im Rahmen der Ardennen-Offensive eine "Hauptrolle".
Was ist aus ihm nach seinem gescheiterten Beitrag zur Offensive geworden? Goolrick/Tanner geben in dem mir vorliegenden Band "Die Ardennenoffensive" nur an, er habe bei Nacht den Fluß Salm durchschwommen und sechs Kilometer weiter östlich die deutschen Linien erreicht...
Was kam dann?
Danke im voraus!

Axel43


31.1.04 18:19:01
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Nach Kämpfen in Ungarn und in Böhmen/Mähren auf der Flucht nach Hause von US Streife gefangengenommen, Mai 45. Nach Kriegsverbrecherprozess usw verurteilt, 57 freigelassen, ab 72 in Frankreich wohnhaft, dort 14.7.76 unter mysteriösen Umständen ermordet. In Schondorf am Ammersee begraben.

Hoover


31.1.04 21:16:25
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Jau, nach dem geglückten Rückzug aus La Gleize (Ardennen) wurde der Rest seines Haufens nach Deutschland verlegt, um sich auf Plattensee-Offensive vorzubereiten.
Gutes Buch: Joche Peiper von Patrick Agte. Etwas einseitig aber tolle Fotos.

peiper


16.2.04 21:41:13
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Wurde als Verbrecher abgetan und in Traves 1976 von hinterhältigen Kommunisten ermordet.
Wahrscheinlich einer der heldenhaftesten Soldaten die Deutschland je hervorgebracht hat.

Indy


16.2.04 22:29:58
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naja...wolln wir ma nich übertreiben...

Axel43


16.2.04 23:09:16
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Die doch recht interessante Frage, auf die ich bisher noch keine richtige Antwort gefunden haben, ist: wieso hat er sich nach Traves/Frankreich, also ins ehemalige feindliche Ausland, verzogen ? Daß man hinter ihm her war, das hat er ja gewußt.

Leutnant


18.2.04 22:26:41
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Ach ja, der Jochen...hab da einige interessante Geschichten von einem Untergebenen gehört. Also wenn es um Auszeichnungen bei Peiper ging, musste man sich förmlich ein Bein ausreissen - er war wohl nicht gerade "spendabel" wenn es um Orden ging.
Eine weitere Geschichte berichtete davon, dass er 2 Offiziere (oder Führer) aus dem "Puff" geholt und noch vor den Damen zur Sau gemacht hat...hat wohl was gegen außer-ehelichen-Verkehr gehabt.
Zusammengefasst betrachtete der hochausgezeichnete (NKSiG) Uffz., dass Peiper zwar ein geachteter Führer war, aber ganz bestimmt nicht der Saubermann, für den er heute oft gehalten wird.

Gustl


26.3.04 11:41:14
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Venohr berichtet:
"Es ist geradezu unglaublich, wie es vorwärts geht, wenn Peiper da ist. Er ist mehr gefürchtet als geliebt, weil er allen das Letzte abverlangt. Er selbst führt nur von vorne und kombiniert motorisiertes und infanteristisches Vorgehen so unorthodox, daß der Russe einfach kein Abwehrmittel findet."

Axel43


26.3.04 19:11:16
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"Können sie mich nichtlieben, sollen sie mich wenigstens fürchten", sagte jemand, der wohl in diesen Dingen befahren war.

waldi44


26.3.04 20:09:33
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Gepostet von Gustl
Venohr berichtet:
"Es ist geradezu unglaublich, wie es vorwärts geht, wenn Peiper da ist. Er ist mehr gefürchtet als geliebt, weil er allen das Letzte abverlangt. Er selbst führt nur von vorne und kombiniert motorisiertes und infanteristisches Vorgehen so unorthodox, daß der Russe einfach kein Abwehrmittel findet."


So kann man kuerfristig eine Schlacht, aber langfristig keinen Krieg führen!

Gast


27.3.04 08:43:00
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Gepostet von waldi44
So kann man kuerfristig eine Schlacht, aber langfristig keinen Krieg führen!


Stimmt!

Gustl


27.3.04 08:44:12
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''Gast'' das war ich

Popski


29.3.04 12:00:42
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Und Du (PEIPER) hast welche Beweise (dass es "hinterhältige(n) Kommunisten" waren) für Deine Aussage?:

"Wurde als Verbrecher abgetan und in Traves 1976 von hinterhältigen Kommunisten ermordet. Wahrscheinlich einer der heldenhaftesten Soldaten die Deutschland je hervorgebracht hat."

Oder handelt es sich nur um unbewiesene Vermutungen, Unterstellungen, oder schlicht kritiklose Übernahme von Hören-Sagen Deinerseits?




[ Editiert von Popski am: 29.03.2004 12:01 ]

Hoover


29.3.04 13:44:32
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Also in Agtes Peiper-Buch steht, dass die Täter noch immer unbekannt sind.

Gustl


29.3.04 19:33:01
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Patrick Agte Smiley mit verdrehten Augen Smiley mit dagegen-Schild

Axel43


29.3.04 22:05:36
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Charles Whiting meint, es wäre jemand vom Ort gewesen.

Tobias


29.3.04 22:24:12
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Also wenn das kein politisch motivierter mord war, was war es dann? Und da ist es dann gleichgültig obs einer vom Ort war, oder ein kommunistischer gutmensch!

Popski


30.3.04 10:19:36
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Hoover bemerkte ganz richtig:

"Also in Agtes Peiper-Buch steht, dass die Täter noch immer unbekannt sind."

Eben, eben. Und wenn schon Agte es schreibt ...

Grüße

Popski


30.3.04 10:31:58
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Axel43 bemerkte ebenfalls ganz richtig:

"Charles Whiting meint, es wäre jemand vom Ort gewesen."

Eben, eben. Er "meint" es. Mehr aber auch nicht. Was ja den Tatsachen entspricht. Weil alles andere ... pure Spekulation ist. So schreibt z.B. selbst Will Berthold in seinem "Tatsachenbericht" Malmedy: Das Recht des Siegers, München, 1979, S. 490:

"Sie (gemeint sind die Kommunisten, meine Hinzuf.), oder Ihre Helfers-Helfer, oder Männer, die von der übersteuerten Hetze in Marsch gesetzt worden wurden, ließen Joachim Peoper keine Zeit. Nach Mitternacht wurden die Dorfbewohner durch Schüsse aus dem Schlaf gerissen."

So schrieb laut Bertold (s.o.) z.B. die kommunistische Humanite 3 Tage nach dem Mord an Peiper: "Jedes persönliche Attentat ist absurd und voller Unheil."

Übrigens Axel43, das Buch könnte Dir dabei helfen, Deine ursprüngliche Frage zu beantworten. Zumindest zu einem eigenem Urteil zu kommen.

Grüße

Popski


30.3.04 10:35:55
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Tobias fragte an:

"Also wenn das kein politisch motivierter mord war, was war es dann?"

Es kann alles gewesen sein. Ein politischer Mord, ein Tötungsdelikt eines/einer irren Person, eine persönliche Rache etc. etc. etc.

" ... einer vom Ort war, oder ein kommunistischer gutmensch!"

Was ist ein "kommunistischer gutmensch"?

Grüße

Hoover


30.3.04 11:25:57
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Diese Spekulationen sind doch sinnlos.

Die Täter sind nicht bekannt, also ist es egal, ob es Kommunisten, Rächer, "Gutmenschen" oder "Bösmenschen" oder sonstwas waren.

Wenn hier niemand den Täter bennen kann, belassen wir es bei "den Mördern".

Popski


30.3.04 14:11:48
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Hoover schrieb:

"Diese Spekulationen sind doch sinnlos."

Sehe ich ein wenig anders Hoover, obwohl ich denke ich weiß was Du meinst. Spekulationen sind durchaus sinnvoll (wobei es darauf ankommt, was damit gemeint ist). Sie können durchaus eine Diskussion, Wahrheitsfindung etc. voranbringen. Sie sind dabei eine notwendige und legitime Methode. Eine vernünftige Diskussion, zu der im übrigen auch durchaus provokante Fragen gehören, stellt Thesen, Hypothesen und anschließend Theorien auf. Problematisch wird es nur in dem Moment wenn z.B. spekuliert wird, eine These formuliert wird etc., ohne (!) diese zu begründen oder zu belegen. Im Grunde ist sie dann wertlos. Denn der "Spekulant" muß seine Behauptung selbt belegen. Eine wirklich ernsthafte These wird ihre Möglichkeiten der Widerlegung sogar selbst aufzeigen. Noch problematischer wird es dann, wenn eine Behauptungen bei Hinterfragung nicht verteidigt werden, mit legitimen Methoden, sondern mit Beleidigungen, persönlichen Unterstellungen, oder weiteren unbewiesenen Behauptungen. Wie hier gelegentlich zu sehen, aber auch andernorts. Die beliebtesten Methoden der Erwiderung sind:

1) Überhaupt nicht mehr antworten

2) Das Thema wechseln (eine Art des Manipulationsversuches)

3) Den anderen Teilnehmer persönlich angreifen, unsachlich werden etc. Typisch, zum Glück aber nicht für alle, bei Gesprächen mit Egomannen, sprich Männern.

Weiter:

"Die Täter sind nicht bekannt, also ist es egal, ob es Kommunisten, Rächer, "Gutmenschen" oder "Bösmenschen" oder sonstwas waren."

Das ist der Kern. Die Täter sind unbekannt. Wer Gegenteiliges behauptet muß den Beweis führen. Daher ist es sodann nicht egal (!) wer der Täter wäre (ganz im Gegenteil), sondern schlicht z.Zt. nicht feststellbar. Wer es (z.B. dass die Täter "feige Kommunisten" o.ä.) dann jedoch weiterhin unbewiesen behauptet outet sich als uneinsichtiger Fanatiker.

"Wenn hier niemand den Täter bennen kann, belassen wir es bei "den Mördern"."

Bingo. Sonst könnte man auch locker in den Wind rufen es wäre ein jüdischer Killertrupp gewesen, Resistance Kämpfer, fanatisch, gerechtigkeitsliebende Deutsche, Homosexuelle, Sintis und Roma, Sozialisten, Demokraten, eine eifersüchtige Frau, ein in seinem Stolz verletzter Egomann etc. etc. etc. Nicht zu vergessen der Mossad, der CIA ... oder Aliens. ET ausgenommen, der war damals schon mit telefonieren beschäftigt gewesen. Was jedoch auch zu beweisen wäre ...

:Schulter:

Grüße

Axel43


30.3.04 17:38:36
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Ich glaube es ist Whiting der andeutet, es könnte eine Aktion gewesen sein, die Peiper (nur) Angst einjagen sollte, dann aber irgendwie schief gegangen ist und dann sehr schnell eskalierte. Der Ortspolizist hatte sich wohl vorher Gedanken gemacht, war aber dann im wichtigen Augenblick nicht da.

Hoover


30.3.04 17:41:46
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Und woher hat Withing seine Informationen?

Spekulationen. Sonst nichts. Andernfalls wäre mal was durchgesickert, oder? Und da man es nicht weiß, sind und bleiben es anonyme "Mörder".

Vielleicht waren es sogar ehemalige Nazis, die sich wegen einer übergangenen Beförderung rächen wollten??? Auch eine Spekulation, die nichts bringt.

Axel43


31.3.04 19:00:34
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Whiting hat selber in der Gegend herumgeschnueffelt. Ich rechne es ihm hoch an, dass er sich sehr vorsichtig ausdrueckt. Natuerlich ist es Spekulation, aber vielleicht doch eine recht realistische.

Hoover


31.3.04 19:19:56
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Ich weiß nicht so recht.

Agte hat mehrere Jahre mit den Recherchen zu seinem Buch verfasst, und wenn auch nur das Gerücht der kommunistischen Täter da wäre, hätte er es wahrscheinlich wenigstens erwähnt.

Ich denke, das wird nie geklärt werden. Vielleicht wollten die Franzosen gar keine Klärung, sondern den Fall geschlossen abheften?

Axel43


1.4.04 17:43:51
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Mein Eindruck ist, daß die Franzosen lieber die Sache schnell vergessen haben. Man rührt nicht so gerne in dem Pott des 2. Weltkrieges und was damit auch hinterher zu tun hatte.

vonManstein


4.6.04 10:43:52
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der mord an ihm wurde nie geklärt, aber die theorie, das es kommunisten waren, die ihn töteten, ist ebenso haltlos wie dumm. sie wurde von neonazis herausposaunt....ich las seine biographie, er gestand durchaus die erschiessungen auch wenn er sie rechtfertigte. es hiess, glaubhaft, die amerikaner hätten versucht, ihre waffen zu ergreifen.

Balsi


4.6.04 10:56:20
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ich werde Agte mal fragen ob es Hinweise auf kommunist. Täter gab.

Richtschuetze


4.6.04 10:58:06
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Also ich kenne nur diese Darstellungen 1)ein Teil der Amis wollte stiften gehen,als die deutschen Soldaten das gesehen haben wollten diese auf sie schiessen,darauf hin haben die anderen Amis versucht die Wachen zu überwältigen!(also die Verwirrung ausnutzent)Wobei die Wachen in erheblicher Unterzahl waren!
2)Von einer anderen Anhöhe aus,haben andere USA Truppen diese Ansammlung beschossen,dabei sind einige deutsche und Amis getötet/verwundet worden.Jetzt kommt das wieder wie oben,versuchte Flucht der Amis Handgemenge usw.
3)Laut Darstellung der USA wurde ihre Soldaten aus Frust erschossen wegen der fehlgeschlagenen Offensive!

Das aber 3 nicht zutreffen kann sieht man darin das Peiper als Chef der Einheit trotz Haft/Folter laufen gelassen wurde!Zwar spät,aber immerhin!(Sowie andere aus der Einheit auch)
Es gibt mehr solche Beispiele wo die Verbrechen der WaffenSS genau unter die "Lupe"genommen werden!Wie Erschiessung von Engländern in der nähe von Dünkrichen(1940)Die Engländer sagen wegen der hohen Verluste,die man der WaffenSS beigebracht hat,laut Aussage der WaffenSS Veteranen haben die Engländer Dum/Dum Geschosse eingesetzt,und mehrfach die Weiße Fahne sowie die Hackenkreuzfahne gezeigt!Deswegen sind einige Soldaten der WaffenSS umgekommen!
(naja und das die anderen darüber sauer war,kann man doch verstehen)
Ja und jetzt kommt das wie bei anderen Themen auch,wo "liegt" die Wahrheit begraben!?

Gruss

Rheingold


4.6.04 15:44:52
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Ich kenne die Variante, wonach sich die US-Soldaten schon ergeben hatten und die Waffen niederlegten. In dem Augenblick tauchten plötzlich amerikanische Panzer auf, worauf es sich einge US-Boys anderst überlegten und ihre zuvor abgelegten Waffen wieder ergriffen.

Wie dem auch sei, Peiper selbst war zum Tatzeitpunkt gar nicht vor Ort, sondern schon etliche Kilometer weiter. Allerdings wurde er als verantwortlicher Offizier später dafür natürlich zur Rechenschaft gezogen, ebenso wie widerrum sein eigener Vorgesetzer Sepp Dietrich.

Hoover


4.6.04 16:06:33
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Die Variante mit den Panzern ist allerdings Blödsinn, da es in dem Abschnitt an dem Tag keine US-Panzer gab.

INteressant war der Bericht über die "Befreiung", in dem ein belgischer Mann plötzlich Augenzeuge der Erschießung war. Aber dem glaube ich es gar nicht, da er haargenau die alte US-Mär von dem deutschen Offizier erzählte, nachdem er einfach sagte:"Erschießt sie!". Und diese Version glauben noch nicht mal mehr die Amis.

Ich persönlich denke, die Version der Verwechselung ist einleuchtend, denn warum sollten SS´ler Gefangene aus Frust über die fehlgeschlagene Offensive erchießen, wenn diese gerage angelaufen uwar nd noch nicht deren Fehlschlag feststand?

Eduardo


17.12.04 22:07:48
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Wir sollten nicht vergeßen, daß der Peiper, der erstmal zu Tode verurteilt worden war, später freigelassen wurde. Warum? Einfach weil es gab überhaupt keine ware Beweisse seines vermutlichen Verbrechens.
Ernst Barkmann, erzählte mir, Jochen Peiper war eine der beste Waffen SS Panzer Offizier und, daß er anfang 1945 mit seinen "Panther" den Rückzug aus der Plattensee emöglicht hat.
Gruß

bani


18.12.04 00:43:17
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Gepostet von Eduardo
..., daß er anfang 1945 mit seinen "Panther" den Rückzug aus der Plattensee emöglicht hat.
Gruß



AUS DEM PLATTENSEE???
Was zum Teufel wollte er denn mit 'nem Pz V IM Plattensee?

Hoth


18.12.04 01:45:11
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Nun ja, daß J. Peiper, der sich den gesamten Krieg über sowohl im Osten als auch im Westen als Soldat milit. korrekt verhalten hat, keine direkte Schuld an Malmedy zuzuweisen ist, da er erstens nicht einmal vor Ort war und zweitens auch keinerlei kriegsrechtlich bedenkliche Befehle zum Umgang mit alliierten Gefangenen an seine Untergebenen erteilt hat und damit auch nicht "rechtens" zum Tode verurteilt werden konnte dürfte heute wohl unzweifelhaft feststehen. Das damals die Siegerjustiz das anders sah und mit den bekannten Methoden auf "Wahrheitssuche" war ist eine andere Sache.

Das er sich dennoch vor seine Untergebenen stellte und die Verantwortung vorbehaltlos in einem bis heute nicht eindeutig geklärten Zwischenfall übernahm, sollte diesen tapferen und aufrechten Soldaten ehren.

Um so tragischer, daß er, wie viele andere Schuldlose auch, praktisch ins Exil gehen mußte und dann auch noch viele Jahre nach dem Krieg von mit Sicherheit politisch motivierten Leuten umgebracht wurde, ist Tragik und Ungerechtigkeit genug.

[ Editiert von Hoth am 18.12.04 1:50 ]

Hoover


18.12.04 12:14:17
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Dass Peiper fair mit den Kriegsgefangenen umgesprungen ist beweisen die Aussagen des amerikanischen Majors Hal D. McCrown, der als Gefangener in Peipers Gefechtsstand in La Gleize/Ardenne "Gast" war. Er machte Aussagen über, dass die Gefangenen gemäß Kriegsrecht behanmdelt wurden, viele beim Rückzug aus La Gleize am 24.12.44 dann sogar freigelassen wurden.

McCrown gab Peiper übrigens sein wort, nicht zu fliehen, dafür durfte er sich im haus frei bewegen. Trotzdem floh der Ami bei der erstbesten Gelegenheit, was Peiper angeblich total aufregte.

McCrown bekam nach Kriegsende dann noch Ärger von eigenen leuten, weil er keine Kriegsverbechen melden konnte. man warf ihm gar "Verbrüderung" mit dem Feind vor. Smiley mit Hammer auf dem Kopf

Max Hansen


4.1.05 16:31:33
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Peiper wie auch Panzermeyer waren militärische Führer im Krieg, die man allgemein als Elite bezeichnet und Peiper zeichnete sich nicht nur in der Ardennenoffensive aus oder La Gleize sondern schon viel früher in Russland. Nach der Entlassung denunziert im eigenen Land verzog sich Peiper nach Frankreich. Vor seiner Ermordung schickte er seine Frau nach Deutschland, da ihm zu diesem Zeitpunkt schon bewußt war, daß man ihn dort aufgestöbert hat. In dieser Zeit war auf einer Strasse z.B. mit rießen Buchstaben "Peiper SS" gemalt, was Hinweis auf die Antifa oder Resistance genug ist. Ein Beweis übrigens findet sich in Agtes Buch als klares Photo. Fakt ist auch, daß geschossen wurde, Fakt ist daß sein Haus angezündet wurde. Wenn man schreibt, daß man die Täter nicht kennt, so kennt man deren Gesinnung schon. Denn ein Raubmord war es nicht und Peiper war in dem Ort durchaus beliebt.

Max Hansen


4.1.05 17:04:04
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Zitat:

Agte hat mehrere Jahre mit den Recherchen zu seinem Buch verfasst, und wenn auch nur das Gerücht der kommunistischen Täter da wäre, hätte er es wahrscheinlich wenigstens erwähnt.

Zitat Ende.

Also recherchiere doch mal im Netz, da gibt es sicher mehr als ein Gerücht das es Kommunisten waren. Also es liegt irgendwie auf der Hand.

Gaius Julius Maximus


4.1.05 17:39:55
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In dem Buch "Mit Eichenlaub und Schwertern" von Florian Berger steht zu diesem Thema folgendes:

Zitat:

1970 ließ sich Joachim Peiper, inzwischen Vater dreier Kinder, unerkannt in Frankreich (!) nieder.
Nachdem ehemalige Untergrundkämpfer ihn erkannt hatten, begann eine massive Hetz- und Pressekampagne gegen ihn. In der Nacht des französischen Nationalfeiertages wurde sein Haus in Traves (Haute-Saóne) schließlich von mehreren Unbekannten gestürmt - nach einem kurzen Kampf, bei dem Peiper vermutlich bereits getötet wurde, ging das Haus in Flammen auf. Eine französische Untergrundorganisation mit Namen "Les Vengeurs" (Die Rächer) bekannte sich zu dem Überfall. Die Täter wurden nie gefasst.

In dem Buch "Die Ritterkreuzträger der Waffen-SS" von Ernst-Günther Krätschmer liest man dies:

Zitat:
Obwohl er völlig zurückgezogen lebte und sich mit Übersetzungsarbeiten beschäftigte, begannen 1975 ohne jede verständliche Motivierung Anfeindungen von kommunistischer Seite. Am 14.07.1976 nachts wurde Jochen Peiper in Traves bei Vesoul im Department Haute-Saône von einer kommunistischen französischen Terroristenbande überfallen und ermordet, der Familienbesitz niedergebrannt. In anonymen Mitteilungen an die Presse war von Rache die Rede, obwohl es nichts zu rächen gab.

Hoover


4.1.05 18:25:58
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Also recherchiere doch mal im Netz, da gibt es sicher mehr als ein Gerücht das es Kommunisten waren. Also es liegt irgendwie auf der Hand.


Es liegt auf der Hand?

Nein, eben nicht. Warum Kommunisten? Es können franz. Patrioten, ehem. Resistance-Angehörige, ja sogar Angehörige der belgischen Bergdörfer oder sogar Nazis gewesen sein, die dem vermeintlichen Verräter eins auswischen wollten.

Nein, einfach zu sagen: Es liegt auf der Hand! ist zu einfach und zu engstirnig. Ohne Beweise sind es nur "die Mörder", ohne eine genaue Einteilung vornehmen zu können. Und Kommunisten schließe ich fast aus.
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