Dieses Archiv enthält einen Auszug des Forums für deutsche Geschichte vom 12.10.2001 bis zum 22.12.2005. Wenn Sie mitdiskutieren möchten, besuchen Sie unser Forum unter forum.balsi.de.

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AutorBeitrag

Buko


18.3.04 03:25:58
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Hallo Leute,

nach vielen Jahren der Konsequenten Verdrängung habe ich mich entschieden Informationen über meinen längst verstorbenen Vater einzuholen. Das ist aber gar nicht so einfach :-(

Nach eifrigem Recherchieren innerhalb der verbleibenden Familie bin ich zunächst zu dem Schluss gekommen, das entweder niemand etwas über die Vergangenheit meines Vaters weiss oder sich entschieden hat, nichts zu sagen *grummel*

Als nächstes war das Internet dran, welches mich aber auch nicht wirklich weiter brachte. Irgendwie bin ich nun hier gelandet und konnte erfreut feststellen das ich nicht alleine auf der Suche nach Informationen bin.

Nach Lektüre dieses Forums habe ich nun einen Antrag beim WASt gestellt, aber das kann ja dauern...

Vielleicht gibt es hier jemanden, der mit der Materie vertraut ist, und mir vorab schon einige Informationen zu meinem Vater geben könnte !?

Sein Name war Heinz Arndt, geboren ist er am 14.02.1923 in Stettin. Er stammt wohl aus einer Soldatenfamilie und ist wie sein Vater Soldat geworden. Dessen Name ist mir leider unbekannt. Erfahren konnte ich noch, das er bei der SS gewesen sein soll, leider nichts genaueres. Andere Informationen besagen, er sei in einem (oder mehreren) PanzerCorps gewesen, in Afrika, Griechenland und andernorts. Das klingt für mich ziemlich merkwürdig, aber ich bin mit der Materie auch nicht so vertraut. Er war angeblich in russischer Gefangenschaft. Darüber gibt mir hoffentlich der Bericht aus Berlin Auskunft. Nach seiner Freilassung kam er nach Hamburg und blieb bis zu seinem Tod 1989 auch dort.

Ich bin zunächstmal für jedwede Informationen rund um Heinz Arndt dankbar, falls jemand etwas finden kann.

Ausserdem bin ich gerne bereit, eventuelle Lücken anhand des Berichtes (den ich hoffentlich bald erhalte) zu schliessen.

Vielen Dank schonmal !

Gruss Buko, Hamburg

Tobias


18.3.04 05:42:19
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Also daß einheiten der ss in afrika waren kann ich mich jedenfalls nicht erinnern. Im griechenlandfeldzug war von der kämfpenden truppe auch nur die leibstandarte dort. Aber ich gehe davon aus, daß du hier einen späteren zeitpunkt angibst. Mir fällt aber leider partout nicht mehr ein welche anderen waffen-ss einheiten dort stationiert waren. Möglicher weise die wiking-division, kann mich jetzt aber auch irren! Du mußt halt ungefähr genauere daten, bezüglich zeit und ungefährer truppenkörper bekannt geben.

Naja, viel konnte ich dir auch nicht helfen.

hec801


18.3.04 08:11:11
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Hallo Buko,

der einfachste Weg, möglicherweise gute Auskünfte über die Verwendung Deines Vaters im Kriege zu erhalten ist über die WAST!

Internetadresse hier: www.com-de.pair.com/wast

Dort kannst Du ein Formular ausfüllen, am besten mit vollem Namen, Geburtstag und -ort Deines Vaters! Dann musst Du unbedingt einen militärischen Lebenslauf anfordern!

Die Bearbeitung dauert bis zu einem halben Jahr und kann - je nach Umfang der dann gegebenen Auskünfte - etwas kosten...

Hat diese Behörde keine Daten über Deinen Vater, dann bezahlst Du auch nichts!

Aber je nachdem, was es Dir wert es, kannst Du dann auch einen Höchstbetrag einsetzen...

Gruss

Hannes

Balsi


18.3.04 09:28:54
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hey hannes... mussu lesen..hat er (oder sie) doch schon gemacht den Antrag..,-)).. was man hätte machen können wäre zwei Auskünfte bein der WASt einzuholen.. einmal die normale einfach Auskunft (kostenlos) die dauert nämlich nciht so lange und man kann zumindest die letzte Einheit erfahren und als 2. einen langen Antrag (kostenpflichtig) dauert entsprechend lange.. aber so muss man nicht gleich 6 Monate warten bis man vorrankommt...

hec801


18.3.04 13:58:33
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@ Balsi

War früh am morgen und ich war noch so geschafft von den Bio's... ;-)

Kopf-an-die-Wand-hau-Smiley

Dann nichts für ungut wegen meinem überflüssigen Post...

Hannes

Buko


23.3.04 00:29:37
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Hallo und vielen Dank erstmal, für eure Postings.

Wirklich weitergeholfen hat es mirleider noch nicht.
Ich habe scheinbar einfach zuwenig Informationen über meinen Vater. Ich werde deshalb erstmal abwarten, bis sich die WAST gemeldet hat. Ich denke, dann kann ich auch nähere Informationen zum Truppenteil und sowas machen.

Bestätigt hat sich inzwischen die Information, das er beim AfrikaCorps gewesen ist. Dort hat ihm eine Splittergranate oder sonstwas ein tiefes Loch in die Schulter gefetzt und er wurde ausgeflogen. Wann das zeitlich war, darüber habe ich leider noch immer keine Informationen.

Ich werde auf alle Fälle später hier noch mal posten :-)

Falls noch irgend jemand etwas vorab herausfinden könnte, wäre ich sehr dankbar !

Gruss aus Hamburg
Buko

Balsi


23.3.04 07:45:31
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also festhalten können wir das er zumindest bis 1943 nicht in der Waffen-SS war.. denn die war nie in Afrika (es sei denn es entzieht sich meiner Kentniss..*gg*).. voran Vermutungen anzustellen bringt also erstmal garnix.. hier müssen wir einfach abwarten was die WASt sagt und dann können wir weiterhelfen.. z. Bsp. an den Verband der Afrika-Kämpfer weiterleiten..

rolfracing


4.1.05 18:42:16
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@ BUKO
Hi,
um an relevante Daten zu deinem Vater zu kommen, schreibe doch erst einmal das Standesamt in Hamburg an. Da er hier gestorben ist (ist er doch, oder?). Fordere eine Abschrift oder Kopie aus dem Heirats- und Sterberegister an. Hier mußt du jedoch nachweisen, anhand deiner Geburtsurkunde, das es dein Vater ist. Kostenpunkt ca. EUR 8,00 pro Seite.
Hast du diese Daten erhalten schreibe auch das DRK sowie Krankenbuchlager an. Möglicherweise ist er dort erfasst.
Gruß
Rolf

Westwall


4.1.05 19:02:13
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Gepostet von Balsi
also festhalten können wir das er zumindest bis 1943 nicht in der Waffen-SS war.. denn die war nie in Afrika (es sei denn es entzieht sich meiner Kentniss..*gg*).. voran Vermutungen anzustellen bringt also erstmal garnix.. hier müssen wir einfach abwarten was die WASt sagt und dann können wir weiterhelfen.. z. Bsp. an den Verband der Afrika-Kämpfer weiterleiten..




Es gab laut Aussage eines Veteran der HIAG eine Einheit der Waffen-SS in Afrika, jedoch nicht offiziell und leider „noch nicht“ in einer Literatur enthalten.
Ich habe darüber mal ein Telefonat mit Patrick Agte vom Munin Verlag geführt um eine Suchaktion im „Der Freiwillige“ zu starten, ist leider wieder im Sand verlaufen.
Folgend nun die Aussage des Veteranen:

Zitat:
Es war so ca. April 1942 als ich mit einem Trupp des Kommandostabes Reichsführer-SS da war. Es waren 11 Mann, alles Waffen-SS, der Truppführer hieß Christian Teufel. Geflogen sind wir mit einer Ju 52 von Stuttgart oder München über Malta nach Afrika. Wo genau wir in Afrika waren haben wir nie erfahren. Alles war sowieso total inoffiziell. Ich war in dieser abkommandierten Einheit und wir haben mit vollem Feldgepäck viele Kisten verladen ... bis dahin wusste ich noch gar nicht wohin ich an diesem Abend fliegen werde. Nach dem Aufladen hieß es auf einmal: "Alle Mann einsteigen, wie fliegen los!" Auch im Flugzeug wussten wir noch nicht wohin es geht. Erst als eine Feldwebel der LW sagte: "Guckt mal aus dem Fenster, da ist Malta.", ahnten wir erst wo es hinging. Im Flugzeug erhielten wir dann von einem Oberleutnant der LW die Anweisung, dass wir beim Ziel angekommen keine äußeren Abzeichen tragen dürfen. Also keine Auszeichnungen, keine Kragenspiegel, Schulterklappen, etc. Weiterhin durften wir nur unsere beigen Khaki-Hemden tragen, sogar andere Mützen haben wir bekommen. In Afrika angekommen wurden wir von Soldaten des Heeres zu unserem Einsatzort gefahren, dort bauten wir eine Funkfernverkehrsanlage mit 0,2 Watt auf. Von Afrika aus nahmen wir Verbindung nach Berlin, zum Kommandostab Reichsführer-SS in der Wolfsschanze in Ostpreußen und zum SS-FHA auf. Wir waren ca. vier Wochen in Afrika, zum Schluss bauten wir die ganze Anlage wieder ab (!!!) und wurden zurückgeflogen. Während der ganzen Zeit erfuhren wir nie unseren Aufenthaltsort und gerieten auch nicht mit Einheimischen zusammen. Wir hielten uns also total im Hintergrund.
Es war die einzige Waffen-SS Einheit, die jemals in Afrika war. Im Krieg war es uns egal, aber heute denke ich dass wir so eine Art Vorhut waren, um schon mal eine Funkstation aufzubauen. Während unseres Aufenthaltes wurde aber wohl der Einsatz von weiteren Waffen-SS-Einheiten in Afrika abgeblasen.
Zitat Ende.

Sturm


4.1.05 19:46:04
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Hallo Westwall,

Patrick Agte hat doch das Buch "Michael Wittmann und die
Tiger der Leibstandarte " geschrieben.Habe es selbst .
Nun meine Frage :Hat er selber auch noch im 2.Weltkrieg
gekämpft ? Würde gerne mein Buch signieren lassen.
Komme ich über den Kammeradschaftsverband an seine Adr.?

Gruß Wolle.

Westwall


4.1.05 19:48:31
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Nein hat er definitiv nicht, er ist gerade mal um die 40 Jahre alt.

Sturm


5.1.05 15:44:26
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Smiley mit Danke-Schild für die Auskunft

Wolle.

Tobias


14.1.05 02:07:39
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"Es war die einzige Waffen-SS Einheit, die jemals in Afrika war. Im Krieg war es uns egal, aber heute denke ich dass wir so eine Art Vorhut waren, um schon mal eine Funkstation aufzubauen. Während unseres Aufenthaltes wurde aber wohl der Einsatz von weiteren Waffen-SS-Einheiten in Afrika abgeblasen"

Die Totenkopfdivision war ja für den Einsatz in Afrika vorgesehen. Sie hatte ja schon Troppenkeitstauglichkeitstest hinter sich gebracht und Teile haben auch schon die Tropenuniformen bekommen. Die Katastrophe von Stalingrad vereitelte aber ein eingreiffen der Waffen-ss in Afrika und die Totenkopfdiv. wurde wieder gen Osten geschifft.
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