Dieses Archiv enthält einen Auszug des Forums für deutsche Geschichte vom 12.10.2001 bis zum 22.12.2005. Wenn Sie mitdiskutieren möchten, besuchen Sie unser Forum unter forum.balsi.de.

Eugen Kogon und Paul Rassinier

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Gast


24.6.04 16:28:09
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Der Franzose Paul Rassinier, Sozialist, Kämpfer der Resistance und Häftling der Konzentrationslager Buchenwald und Dora - Mittelbau. Nach seiner Befreiung schrieb Rassinier das Buch Le Mensonge d'Ulysse ("Die Luge des Odysseus"), in dem er sich kritisch mit den Erzählungen ehemaliger KZ-Häftlinge auseinandersetzt. Der Titel nimmt auf den frommen Lügner Odysseus Bezug, der zu den hundert tatsächlich durchlittenen Qualen noch tausend andere dazu erfand, und spielt auf die menschliche Fabulierlust an.

War Rassinier in Le Mensonge d'Ulysse noch der Ansicht gewesen, die Gaskammern hatten wahrscheinlich existiert, denn wo Rauch sei, sei auch Feuer, so kam er im Verlauf seiner ausgedehnten Forschungen immer mehr zur Überzeugung, Vergasungen hatten entweder überhaupt nicht oder allenfalls als Werk einzelner Verrückter stattgefunden. Rassinier starb 1967.


Ich frage mich nun ,wer ist glaubwürdiger? Wer ist der Lügner? Welche Motive haben beide Männer?

Kogon und Rassinier waren beide Häftlinge im KZ Buchenwald ,und dennoch unterscheiden sich ihre Erzählungen drastisch voneinander!

Was ist hier Wahrheit?

Parabellum


24.6.04 17:01:58
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Um die Wahrheit zu finden müsstest du beide Bücher gelesen haben. Und das hast du sicher nicht.
Ich tendiere eher zu Kogon, da er sich die Informationen nicht allein aus den Fingern gesaugt, sondern mit Häftlingen zusammengearbeitet hat.

Popski


24.6.04 23:27:04
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Gepostet von Gast
Der Franzose Paul Rassinier ... Was ist hier Wahrheit?

Die Wahrheit ist, dass Rassinier zu einem Holokaustleugner mutierte, keine Hemmungen hatte in seinen Werken und Angaben zu lügen, zu fälschen und zu leugnen.

"1922 im Alter von 16 Jahren Eintritt in die Kommunistische Partei Frankreichs, 1932 wird Rassinier aus der KPF ausgeschlossen. ... 1943 wird er durch die Gestapo verhaftet und in das Konzentrationslager Buchenwald deportiert. Er wird im Außenlager Dora im Harz interniert und arbeitet unter der Ordonnanz eines SS-Oberscharführers im Krankenrevier.

Nach der Befreiung und Rückkehr nach Frankreich arbeitet Paul Rassinier bei den beiden anarchistischen Zeitschriften Defense de l'Homme und La Voix de la Paix ... In mehreren darauffolgenden Veröffentlichungen will er beweisen, dass die "6 Millionen Opfer nur eine schändliche Erfindung des allmächtigen Weltjudentums" gewesen seien, die Juden zudem für die entsetzlichen Zustände in den Lagern selbst verantwortlich seien. Die Zeugnisse der jüdischen Überlebenden bezeichnet er als "Gerede", als "eine Sammlung widersprüchlichen, übelsten Geschwätzes".

Seit 1960 tritt Rassinier offen als Holocaust-Leugner auf und pflegt enge Kontakte zu rechtsextremen Gruppen in Frankreich und Deutschland. ..."

Aus: http://lexikon.idgr.de/r/r_a/rassinier-paul/rassinier-paul.php
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