Dieses Archiv enthält einen Auszug des Forums für deutsche Geschichte vom 12.10.2001 bis zum 22.12.2005. Wenn Sie mitdiskutieren möchten, besuchen Sie unser Forum unter forum.balsi.de.

Hitler, Adolf

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AutorBeitrag

Maginot


1.8.04 09:20:03
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Hallo zusammen,
Hitler war ja bekanntermaßen vier Jahre an der Front im WK 1. Laut seinen Vorgesetzten war er ein tapferer und guter Soldat, dekoriert mit beiden EK´s.

Trotzdem brachte er es in 4 einhalb Jahren Front nur zum Gefreiten. Weiß einer warum? Ich bin der Meinung, da MUSS irgendetwas vorgefallen sein.

In irgendeinem meiner Bücher steht was von einem Vorfall, er wäre während des 1. WK mit einem Burschen im Heu erwischt worden, wäre aber unter die Decke gekehrt worden, weil er ein so verdienter Soldat war. Deshalb Beförderungsstop! Weiß einer was?

Danke

ZensiertWeilZuBloed


1.8.04 10:58:52
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In irgendeinem meiner Bücher steht was von einem Vorfall, er wäre während des 1. WK mit einem Burschen im Heu erwischt worden, wäre aber unter die Decke gekehrt worden, weil er ein so verdienter Soldat war.


Hey! das passt ja super zu meinem schwule Soldaten Thread! :)

waldi44


1.8.04 12:56:12
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In einem anderen Buch habe ich gelesen, dass Hitler zwar tapfer gewesen sei, aber ansonsten keine Führereigenschaften besass, die ein Unteroffizier damals nun mal brauchte.
Deshalb war er lebenslang nicht gut auf die Offiziere zu sprechen, da er sich von ihnen ungerecht behandelt fühlte.
Hitler im Heu....???

kaemen


1.8.04 13:47:37
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es ist zwar weder zu leugnen, noch zu bestätigen...dennoch finde ich es interessant, was man dem amn schon alles angedichtet hat.

viele dinge haben die allierten erfunden um den soldaten die angst vor dem "Monster" zu nehmen. hab irgendwo ne quelle...muss mal danach suchen.

jedenfalls: wenn hitler schwul war, dann ist ja alles klar. das ist bestimmt auch grund für den 2.WK. er wollte ne schwulenbar in polen eröffnen, in den juden nicht reindürfen. das passt alles zusammen! Smiley mit verdrehten Augen

ZensiertWeilZuBloed


1.8.04 14:35:49
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Also, Hitler soll auf jeden Fall ein guter Soldat gewesen sein. In einem Buch (von 1938) habe ich gelesen das er mal alleine mehrere Franzosen gefangen genommen haben soll.

Woanders (weiss nicht mehr wo) hab ich mal gelesen das er mal einem Kameraden seinen Fronturlaub geschenkt haben soll, da er Frau und Kinder zuhause hatte und Hitler nicht.

waldi44


1.8.04 16:09:09
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So, jetzt hab ich was "soliedes" ;)! Bei Zentner steht in "Illustrierter Geschichte des Ersten Weltkrieges", dass im sogenannten "Wilhelmstrassen Prozess" in Nürnberg auch diese Frage auftauchte und von Hitlers ehemaligen Vorgesetzten, dahingehend beantwortet wurde, dass er eben keine entsprechenden Führereigenschaften basass und auch äusserlich nicht zum "Anführer" geeignet sein. Mutig und zuverlässig war er aber.
Ich kenne aus dem zivielleben einige Beispiele, bei denen es guten Leuten ähnlich ging. Sie waren gut, kamen aber nie vorran, weil sie für ihre Vorgesetzten eben wegen ihrer Zuverlässigkeit unentbehrlich geworden waren.
Möglich, dass man das auch so sah. Ein guter Melder war allemahlbesser, als ein schlechter(?) Uffz und wer weiss, was für einen Ersatz man bekam.....

Popski


2.8.04 20:33:06
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Maginot schrieb:

Hitler ... brachte er es in 4 einhalb Jahren Front nur zum Gefreiten. Weiß einer warum? Ich bin der Meinung, da MUSS irgendetwas vorgefallen sein. ... Weiß einer was?

Siehe u.a. diesen Thread:

http://www.nexusboard.net/showthread.php?siteid=332&threadid=187872&showpage=1&order=asc

Die beiden dort erwähnten Werke ("Homo Hitler. Psychogramm des deutschen Diktators" von Manfred Koch-Hillebrecht, München, 1999 & "Hitler in Pasewalk. Die Hypnose und ihre Folgen" von Berhard Horstmann, Düsseldorf, 2004) erwähnen das Thema.

Grüße

Westwall


3.8.04 17:32:48
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Diese „Werke“ sind das Papier nicht wert auf dem sie geschrieben sind, einem Psychoanalytiker der eine Psychoanalyse über einen toten Mann erstellt den er noch nicht einmal persönlich kannte, ist eigentlich nur Unwissenschaftlichkeit zu unterstellen.
Was wissen diese Heeren wirklich über Hitlers „sonderbare“ Psyche und Veranlagung?
NICHTS.
Ihre angegebene Quellen sind als unseriös anzusehen und die bestimmte sexuelle Abnormität, die sie Hitler anlasten, ist reine Spekulation einer dogmatischen Lehre.

Popski


3.8.04 18:39:54
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Gepostet von Westwall

Diese „Werke“ sind das Papier nicht wert auf dem sie geschrieben sind, einem Psychoanalytiker ... Was wissen diese Heeren wirklich über Hitlers „sonderbare“ Psyche und Veranlagung? ...

Welcher "Psychoanalytiker" ist hier gemeint? Und welche "Heeren" (sic!)?

Grüße

[ Editiert von Popski am: 03.08.2004 18:41 ]

Leuchtspur


22.9.04 01:12:34
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Gepostet von ZensiertWeilZuBloed
Also, Hitler soll auf jeden Fall ein guter Soldat gewesen sein. In einem Buch (von 1938) habe ich gelesen das er mal alleine mehrere Franzosen gefangen genommen haben soll.


In einem Buch von 1938 könnte vermutlich auch stehen, Hitler habe eine Telefonleitung zum lieben Gott gehabt Smiley mit verdrehten Augen

Ich meine ist klar, dass da so was drin steht! Und wenn jemand was anderes geschrieben hätte, der wäre vermtl. am gleichen Tag ins KZ gekommen inkl. seiner ganzen Familie!

Ich denke so eine Quelle zu nutzen für objektive und wahrheitsgemäße Aussagen ist mehr oder weniger tabu!

ZensiertWeilZuBloed


22.9.04 15:20:50
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Naja, glaub ich eher nicht das es ausgedacht ist.

Kann hier jemand bestätigen, das Adolf Hitler im 1. Weltkrieg mehrere Französische Soldaten alleine gefangen genommen hat?

Westwall


22.9.04 15:26:20
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Steht jedenfalls so in einigen Hitlerbiographien.

Leuchtspur


22.9.04 23:02:05
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Ich bin dennoch der Meinung, dass es schwierig ist solchen Infos zu vertrauen. Auch wenn es in Biographien drin steht.

Ich meine wer kann denn mit sicherheit sagen, ob nicht, um den Glaz Adolfs etwas auszubessern, manche Sachen nachträglich dazugedichtet worden sind? Ich meine wenn dieses Regime fähig war Millionen von Pfundnoten zu fälschen warum nicht auch ein Dokument aus dem WK1 das den GröFaZ ein bisschen aufpeppt?

Petronelli


23.9.04 06:48:16
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Zu diesem Thema:

Video: "Gefreiter Hitler"
Unter Mitarbeit von Ian Kershaw entstanden, der Meiner Meinung nach die bisher aktuellste und umfassendste Biographie Hitlers geschrieben hat!
Da ist unter anderem zu erfahren, dass das Eiserne Kreuz damals nicht so leicht wie im 2.WK vergeben wurde, dass es Hitler erst kurz vor Kriegsende bekam und dass er in der Tat zwar ein guter und fast pflichtbesessener Soldat war, aber eben unter anderem durch seine eigenbrötlerische Art keine Führungsqualitäten zugesprochen bekam, ansonsten aber ein tadelloser Soldat war!
Kershaw führt auch an, dass sein "Haufen" für ihn eine Art Familie geworden war, die er dann, wäre er Uffz. geworden,
hätte verlassen müssen! Er war mit 16 Vollwaise und lebte mehr oder weniger vom ererbten seiner Eltern alleine in München, bis er sich freiwillig meldete, als der Krieg begann! Das empfand er, laut Niederschriften als das erhebendste seines bisherigen Lebens....aber egal Kershaw gibt Antworten und das Video beleuchtet nur diesen Lebensabschnitt in 80 Minuten!
Gruß
Petronelli

Rifkabil


23.9.04 12:40:44
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Joachim Fest über Adolf Hitlers Feldherrengeschick.
Auszug aus der Hitler-Biographie des Historikers Joachim Fest. Man lese und staune:

In der Tat waren es Erfolge ohne Beispiel. In drei Wochen hatte die Wehrmacht
Polen überrannt, in etwas mehr als zwei Monaten Norwegen, Dänemark, Hol-
land, Belgien, Luxemburg und Frankreich überwältigt, die Engländer auf ihre
Insel zurückgetrieben und die britische Kriegsflotte wirksam herausgefordert:
dies alles unter vergleichsweise geringfügigen Verlusten, denn den 27 000 Gefallenen,
die der Westfeldzug auf deutscher Seite gekostet hatte; standen rund
135 000 Tote auf feindlicher Seite gegenüber. Gewiß lassen sich die Erfolge des
Feldzugs nicht lediglich dem persönlichen Feldherrnverdienst Hitlers zugute
halten, doch waren sie auch keineswegs nur das Ergebnis von Glück, Berater-
verstand oder gegnerischem Versagen. Die Bedeutung gepanzerter Verbände
war während der dreißiger Jahre auch in Frankreich und anderswo erkannt
worden, doch nur Hitler hatte die Folgerung daraus gezogen und, nicht ohne
Widerstände, die Wehrmacht mit zehn Panzerdivisionen ausgerüstet; weit
scharfsichtiger als seine in überkommenen Vorstellungen befangene Generali-
tät, hatte er Frankreichs Schwäche und demoralisierte Ohnmacht durchschaut,
und wie gering sein persönlicher Beitrag zum Feldzugsplan v. Mansteins auch
gewesen sein mag: er hatte unverzüglich dessen Bedeutung erfaßt und das
deutsche Operationskonzept danach umgestellt Überhaupt bewies er, minde-
stens zu dieser Zeit, einen Blick für unkonventionelle Möglichkeiten, der durch
seine autodidaktische Unbefangenheit noch geschärft wurde. Er hatte sich
lange und intensiv mit militärischer Fachliteratur beschäftigt, seine Nachttisch-
lektüre fast während der ganzen Dauer des Krieges bestand aus Flottenkalen-
dern und militärwissenschaftlichen Handbüchern. Aus seinem stupenden Ge-
dächtnis für kriegsgeschichtliche Theorien und militärtechnisches Detailwis-
sen machte er wirkungsvolle Auftritte: Die Sicherheit, mit der er Tonnagen,
Kaliber, Reichweiten oder Armierungen der verschiedensten Waffensysteme
hersagen konnte, hat häufig genug seine Umgebung verblüfft und verwirrt.
Gleichzeitig vermochte er diese Kenntnisse aber auch phantasievoll anzuwen-
den, er besaß einen durchdringenden Sinn für die Einsatz- und Wirkungsmög-
lichkeiten moderner Waffen, der gepaart war mit einem hohen Einfühlungs-
vermögen in die Psychologie des Gegners, und alle diese Eigenschaften kamen
in sicher gesetzten Überrumpelungseffekten, in der treffenden Voraussicht tak-
tischer Gegenzüge sowie im blitzartigen Erfassen günstiger Gelegenheiten
zum Ausdruck: Die Idee zum Handstreich gegen das Fort Eben Emael stammt
ebenso von ihm wie der Gedanke, die Sturzkampfbomber mit den verheerend
wirkenden Sirenen auszurüsten oder die Panzer, der Auffassung zahlreicher
Sachverständiger zum Trotz, mit langen Kanonen zu bestücken. Nicht ganz zu
Unrecht hat man ihn einen der »kenntnisreichsten und vielseitigsten militär-
technischen Spezialisten seiner Zeit« genannt, und sicherlich war er nicht nur
jener »kommandierende Korporal«, als den ihn vor allem die hochmütigen
Apologien eines Teils der deutschen Generalität später dargestellt haben.


Tja, bei all den Fehlern die er machte (z.B. keine Langstreckenbomber, technischer Fortschritt wurde von ihm nicht restlos ausgeschöpft, etc,), war er doch auch ein "Seher" unter Blinden. Das ausrüsten von Stukas mit Sirenen hatte einen demoralisierenden Effekt auf die Polen am Boden gehabt. Ist nicht von der Hand zu weisen. Es müssen auch mal seine Erfolge bzw. sein militärischer Erfindungsgeist hervorgehoben werden. Jedenfalls war er ein Mann der von sich und seiner Sache überzeugt war, das kann man leicht aus seinem Ehrgeiz schließen, da er sich intensiv und ruhelos mit solcher ihm hilfreichen Literatur befasste. Als Mensch mit seinen Stärken und Schwächen versage ich ihm nicht meine Achtung. Jetzt kommt das "aber": Man darf auch seine Fehleinschätzungen und Beurteilungen nicht unerwähnt lassen, ich erwähnte bereits die nicht Entwicklung von schweren Langstreckenbombern, die man in weiser Voraussicht auf alle Fälle hätte entwickeln müssen um am Ende, wie es uns die Geschichte überliefert, nicht als Depp ohne nötiges Kriegsgerät dazustehen. Das Hin und Her bei der Raketenentwicklung und die Strahltriebwerke in Jagdflugzeugentwicklungen rechtzeitig einzubinden und mit genügend Geldern auszustatten, ist ja nur ein Ding, wo man sich aus heutiger Sicht an den Kopf packt, dann wären auch noch die Halte-Befehle zu erwähnen, die das Groß des Ost-Millionenheeres der Wehrmacht nach '45 zum Tode verdammte. Aber sicher waren die Haltebefehle nicht ganz unsinnig, denn durch sie war den deutschen Flüchtlingen aus dem Osten das durchkommen ins Rumpfreich ermöglicht. An der Stelle muss ich auch Dönitz erwähnen der Millionen dieser Flüchtlinge das durchkommen ermöglichte. Auch ein Generalfeldmarschall Schörner, der für seine Härte bekannt war, ermöglichte vielen das durchkommen. So, hier setze ich nun mal einen Punkt. Bin zu sehr vom Thema abgewichen. denkender Smiley

[ Editiert von Rifkabil am: 23.09.2004 12:47 ]

Martin 222


24.9.04 12:19:15
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Hallo,


..ich habe in einem Buch gelesen,das Hitler Keitel mit der Vorbereitung des Westfeldzuges beauftragt hatte.
Dieser kam mit einem aufgewärmten Schliffen Plan daher,ohne Berücksichtigung der modernen Waffen wie Panzer und Fallsschirmjäger.
Daraufhin plante Hitler diesen selber,unter der Skepsis seiner Generäle.Der einzige,der einen ähnlichen Zeitgleichen Plan erstellte war Manstein,ohne das beide das voneinander wussten.
Am Schluß kam dieser Plan Hitlers zur Entfaltung und führte zum Erfolg.
Man kann also nicht nur sagen das er dümmlich war.Als Gefreiter der Bundeswehr hätte ich mir das nicht zugetraut*lach*...

Viele Grüße

Hoover


24.9.04 12:49:09
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Diese „Werke“ sind das Papier nicht wert auf dem sie geschrieben sind, einem Psychoanalytiker der eine Psychoanalyse über einen toten Mann erstellt den er noch nicht einmal persönlich kannte, ist eigentlich nur Unwissenschaftlichkeit zu unterstellen.
Was wissen diese Heeren wirklich über Hitlers „sonderbare“ Psyche und Veranlagung?


Es wird sich auf die Personalakten bezogen, in denen über Hitler eindeutig steht, dass eine Beförderung wegen §175 nicht in Frage kommt. § 175 stellt Homosexualität unter Strafe. Allerdings wird in "Homo Hitler" (also der Mensch Hitler, nicht was hier wieder welche denken) auch die Meinung vertreten, dass Hitler kein Homosexueller war, sondern ein Hang zur Homoerotik hatte. Also etwas ganz anderes. Er erfreute sich halt an durchtrainierten jungen Männerkörpern.

Martin 222


24.9.04 13:04:54
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Hallo,

..na dann sollte man sich mehr auf die Aussagen seiner Jugendfreunde stützen,laut denen Hitler nur eine große Jugendliebe hatte und sich ihr nie ganz näherte aus Anstandsgründen.
Da stand nix das er mal nach nem Kerl geschaut hat oder seinen Kumpel angebaggert hatte.
Ich glaube das es ist eher eine an den Haaren herbeigezogene
Möchtegern Historiker These ist.Bald werden in Moskauer Archiven sicher auch seine Gummistiefel und Strapse gefunden,mit denen er Nachts heimlich am Kartentisch stand und Blitzkrieg spielte*lach*..

Westwall


24.9.04 13:15:22
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Mag sein Hoover dass dies in diesem Buch so steht, jedoch sind das alles nur Spekulationen einiger Autoren ohne historische Belege.
Ich kenne keine Personalakte vom unbekannten Gefreitem AH, der ganze Ablauf seiner Biographie wurde doch später vom SD umgeschrieben.
Akten wurden beschlagnahmt, verschwanden oder wurden verfälscht, viele Spuren seiner Jugend in Österreich verwischt und die sollen eine Personalakte mit so einem Eintrag vergessen haben?
Für mich ist das alles mehr als unglaubwürdig und nur reine Geldmacherei.

Hoover


24.9.04 13:40:05
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Das alte Problem: Glaubensfragen. Das Buch untersucht sehr intensiv Hitlers Kindheit, die Familiengeschichte und seinen politischen Werdegang. Und es gibt (angeblich) Abschriften der PersAkten, die in einem Archiv gefunden wurden.

Ich glaube es schon, zudem der Autor sehr interessante ERgebnisse seiner Forschungen aufzeigt.

Aber lies das Buch und denke dann darüber nach.

Westwall


24.9.04 14:09:01
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August Kubizek, der Jugendfreund Hitlers, hat nach dem 2. Weltkrieg über den Leopold Stocker Verlag ein sehr interessantes Buch über dieses Thema herausgebracht:

Adolf Hitler - Mein Jugendfreund
ISBN 3-7020-0213-8

Ein Mann der rein aus persönlicher Sicht die Zeit ihrer Freundschaft von 1904 bis 1908 in Linz und Wien beschrieben hat.
Hitlers Verhalten in der Schule, seine erste Liebe, sowie die Familienverhältnisse zeigen hier die Neigungen und Charakterausprägung des jungen Hitler.
Mit sehr vielen Briefen, Postkarten und Zeichnungen aus Hitlers eigener Hand ist dieses Buch von der Geschichtsforschung längst anerkannt.
Nur ist es längst nicht so kapitaleinbringend und bekannt wie die oben genannten Werke, er war halt nun mal ein Massenmörder und deshalb wird bei jeder Gelegenheit jede zweifelhafte Tatsache im negativen Sinne dramatisiert o. ä..

Martin 222


24.9.04 14:29:46
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Hallo,

..da muss ich Westwall rechtgeben,kann mir nicht vorstellen,das in den Schlammschlachten Verduns an der Somme oder sonst wo eine Akte über nen Gefreiten geführt wurde.Wenn man die Wirren nach dem WK I betrachtet,wo Hunger herrschte ect.
Das deutsche Millionen Heer,da eine rauszupicken,Hut ab.
Es fällt ja schon beim II Weltkrieg schwer,und der ist noch nicht so lange beendet.
Es gibt eben viele Sensationsliteratur,wurde ja auch ständig gesagt er sei ein talentloser Maler gewesen usw.Na wenn ich da die Bilder betrachte kann ich das nicht so empfinden..

Hoover


24.9.04 15:26:05
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Seht Ihr, ein Jugendfreund schreibt über Hitler.
Da ist es genauso wahrscheinlich, dass dort frisiert wurde wie in jedem anderen Buch.
Und dem Buch eines Jugendfreundes würde ich auch nicht trauen.

Martin 222


24.9.04 16:56:52
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Hallo,

..stimmt,den ganzen Zeitzeugenberichten aus der unmittelbaren Umgebung darf man nicht trauen,aber was irgendwelche Forscher unter noch solch ominösen Umständen finden.
Das Buch hat Kubicek vor seinem Tode geschrieben,auf Drängen eines Verlages.Er hatte keine finanziellen Interessen daran.Genausowenig wie sich Günsche jemals geäussert hat,da er wusste das alles verzerrt und umgedreht wurde.
Hatte auch schon ein englisches Video,in dem es hieß das sich SS Offiziere auf Friedhöfen paaren sollten,ich selber kannte keinen.Die haben sicher gelogendenkender Smiley..soviel zum Wahrheitsgehalt diverser seriöser Historiker

Rifkabil


24.9.04 17:38:28
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Gepostet von Hoover
Seht Ihr, ein Jugendfreund schreibt über Hitler.
Da ist es genauso wahrscheinlich, dass dort frisiert wurde wie in jedem anderen Buch.
Und dem Buch eines Jugendfreundes würde ich auch nicht trauen.
Man könnte das nun noch ausbauen, und sagen, ich lese und behalte nur alles negative, oder ich lese und behalte nur alles positive, oder ich glaube 50% von dem und 50% von dem, oder .... so einfach ist die Welt leider nicht.

Es kommt auch auf den Menschen und seine Prägung und Ansichten an. Einige empfinden einen Hitler schließlich sogar sympathisch und für andere wieder ist er das Böse höchstpersönlich.

denkender Smiley

[ Editiert von Rifkabil am: 24.09.2004 17:40 ]

Dracula


24.9.04 18:15:44
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Hallo,

Vielleicht kann das Werk hier unten ein anderes Licht scheinen lassen auf A.H.! Hab’s nicht gelesen, kann also keine Meinung dazu bilden.

<<< Die Biographie PAULA HITLER - DIE UNBEKANNTE SCHWESTER (279 Seiten, Euro 19,95, Best.Nr. 4432, www.deutscher-buchdienst.de) ist eine Weltpremiere. Eine unpolitische Frau, Randfigur der Zeitgeschichte, steht unter dem Schatten ihres Bruders und wird ungewollt zu einer Betroffenen, gerät in den Mittelpunkt. Autor Alfred Läpple, selbst bayerischer Zeitzeuge (Jahrgang 1915), porträtiert Leben und Persönlichkeit von Hitlers Schwester Paula und beleuchtet zugleich auch viele bislang unbekannte Seiten des NS-Führers aus privatem und zeithistorischem Blickwinkel. Sein Werk ist hochinteressant! >>>

Grüße.

P.S. Hoover war wohl Raubritter in der Vergangenheit, bei mir hat er auch 50 Credits geklaut. weinender Smiley
Du machst Dir Freunde im Leben!Smiley mit Hammer auf dem Kopf

The Real Blaze


24.9.04 18:32:51
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Man darf nicht vergessen, wie schwärmerisch abertausende zu Hitler waren, besonders aus der BDM Ecke. Ich hab schon dutzende Zeitzeugen im TV gesehen,wie sie noch heute ihre Hingabe damals freimütig zugeben. Man darf da keinesfalls jetzt die Menschen als "ewiggestrige" oder sonst was dummes aburteilen. Es war ihre erlebte Zeit und als sie zu Hitler aufschauten und frenetisch jubelnden, stand niemand in der menge der den Finger hob und mahnte: "Wartet nur ab, welches Unglück er über uns bringen wird..."
All diese Menschen dieser Zeit die noch heute gern von Geschichtsmissionaren als "Mitläufer" klassifiziert werden, haben aber auch das bittere Ende und die Verbrechen Hitlers später erfahren.
Aber das Entscheidente daran war das Kriegsende, was festlegte was wir heute als gerecht oder ungerecht ansehen.



The Real Blaze

Hoover


24.9.04 19:48:07
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Wenn wir ehrlich sind: Wer hätte nicht für Hitler geschwärmt, wenn er sähe, wie Deutschland die Arbeitslosigkeit abbaute, es wieder mächtig wurde und damit auchd er Stolz auf sein land wieder wachsen konnte.

Mein Opa war ein Nazi, vielleicht wäre ich es auch geworden? Auf dem Land sah man ja auch die Verbrechen nicht, oder wollte sie nicht sehen.

Ich werde niemanden als "Nazi" verurteilen weil ich nicht weiß, wie ich reagiert hätte.

Westwall


24.9.04 19:53:38
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Das sah sogar später ein großer Teil der Alliierten so, Eisenhower sagte einmal das der einfache Nazi nichts anderes gewesen war wie ein Republikaner oder Demokrat in den USA.

The Real Blaze


25.9.04 11:00:58
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Stalin war genauso begeistert, nannte das ganze "Hitlerismus".Er war froh daß sein Spiel sich zu seinen Gunsten entwickelte, die Welt in absehbarer Zeit auf Krieg zu steuerte.

Gestern auf RTL2 " Aufstieg des Bösen".... Also wenn ich den Orginal Hitler und die Biografien her nehme und es als realen Maßstab benutze, ist dieser Fimhitler absolut lächerlich dargestellt. Besonders die Geschichte wofür er das EK bekamm ist meines Wissens völlig falsch. Es war kein Meldegang, sondern ein Stoßtrupp, wo er Franzosen gefangennehmen konnte. Dann der eingespielte Judenring seines Vorgesetzten usw. Mein Fazit lautet: typischer unwahrer US Scheißdreck. "Der Untergang" kommt dem wahren Hitler absolut am nächsten.

The Real Blaze

Hoover


25.9.04 11:05:17
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Dann der eingespielte Judenring seines Vorgesetzten usw. Mein Fazit lautet: typischer unwahrer US Scheißdreck. "Der Untergang" kommt dem wahren Hitler absolut am nächsten


100% der selben Meinung!

Westwall


26.9.04 01:51:16
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Am Samstagabend war es mal wieder soweit, 22.15 Spiegel TV Special in VOX, die Möchtegern Historikerin und drittklassige Hitlerbiografin Brigitte Hamann wollte mal wieder Wissen das der Gefreite Adolf Hitler während des gesamten 1. Weltkrieg nur 3 Tage an der Front eingesetzt gewesen war.
Ansonsten soll er ausschließlich laut dieser „Dame“ nur als Meldegänger zwischen verschiedenen Stäben im sicheren Hinterland operiert haben.
Auf diese „historische Quelle“ von einen damals unbekannten Soldaten ( von ca. 10 Mio. ) wäre ich gespannt, wenn wollen diese Leute eigentlich verarschen, die Zuhörer oder sich selbst?

Martin 222


26.9.04 07:31:26
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Hallo,


..na wem sie verarschen wollen?Normale Leute die das interessiert.
Frage mich sowieso was dieser Wind soll.Es erinnert mich an die Gehirnwäsche zu DDR Zeiten,da kam jeden Tag ein Film über die glorreiche Sowjetarmee und die Befreiung vom Faschismus.
Wenn man mal zurückdenkt,zur Zeit der Wende kam maximal ein Bericht alle zwei Wochen über den 2.Weltkrieg.Heute ist es einer pro Tag.
Ich habe eher die Angst,das man befürchtet die Leute sagen einst,warum wir noch zahlen für diverse Staaten.Die Schuld ist eingebüsst ect.Da würden einige dumm aus der Wäsche schauen.
Bedrückend nur,Zeitzeugen,-ich meine richtige(nicht irgendwelche Luftwaffen Etappen Soldaten,die für ein paar Mark irgend nen Unsinn erzählen),denen wird nicht geglaubt.Sie sind befangen,malen alles schön.Historiker die positives finden,sind alle verblendet oder ewig gestrige.
Aber solch Berichte,die an den Haaren herbeigezogen scheinen,die werden ausgestrahlt und als gut befunden..tztztz
Naja,möge sich jeder sein Urteil bilden.:Schulter:

Hoth


26.9.04 10:18:48
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Gepostet von Westwall
Am Samstagabend war es mal wieder soweit, 22.15 Spiegel TV Special in VOX, die Möchtegern Historikerin und drittklassige Hitlerbiografin Brigitte Hamann wollte mal wieder Wissen das der Gefreite Adolf Hitler während des gesamten 1. Weltkrieg nur 3 Tage an der Front eingesetzt gewesen war.
Ansonsten soll er ausschließlich laut dieser „Dame“ nur als Meldegänger zwischen verschiedenen Stäben im sicheren Hinterland operiert haben.
Auf diese „historische Quelle“ von einen damals unbekannten Soldaten ( von ca. 10 Mio. ) wäre ich gespannt, wenn wollen diese Leute eigentlich verarschen, die Zuhörer oder sich selbst?


Nur am Rande, ein Meldegänger galt schon immer als einer der gefährlichsten und verlustreichsten "Jobs". Das spricht daher für AH und nicht gegen ihn, aber das kann/will diese besserwissende Hobbyhistorikerin natürlich nicht wissen.

Erstaunlich sowieso, wer sich in diesen Tagen nicht alles "wissend" zu AH äußert. Und ich dachte immer, nach Kershaw, Maser und Fest ist alles gesagt, aber diese TV-Hobbyhistoriker wollen doch tatsächlich immer noch eins draufsetzen!;)Smiley mit verdrehten AugenSmiley mit LoooL-Schild

Dracula


26.9.04 12:39:57
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Man muß ja auch sehr viel Pech haben wenn man innerhalb drei Tage am Front vier mal verwundet wird.
Hitler hatte doch so einen silbernen Verwundetenabzeichen bekommen, die nur bei tapferem Einsatz für das vaterland und die durch feindliche Waffeneinwirkung für drei- und viermalige Verwundung verliehen wurden?

Oder bekam man die auch beim verletzen des Fußes in der Küche? seilspringender Smiley

Hoover


26.9.04 13:19:15
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Jaja, die Hamann. Was die in der Reportage von sich gegeben hat, kann jeder, der nur einige Grundwerke gelesen hat. Also in meinen Augen war das nur Oberlächenwissen, angeeignet durch Lesen anderer Bücher.

Sie versteht sich bestimmt super mit Guido Knopp.:P

The Real Blaze


26.9.04 21:00:00
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Also nach dem 2. Teil " Hitler Aufstieg des Bösen" muß man sich wieder ernsthaft fragen, was die Amis überhaupt mit diesen Film bezwecken wollten.Er strotzte nur so von geschichtlichen Fehlern und diesen Hitler ,den sie da so gezeigt hatten war eine echte Witzfigur. Damit wurde das damalige deutsche Volk für verblödet eingestuft, weil sie auf so einen Kasper hereingefallen sind. Jeder normal gebildete Mensch hätte diesen "Filmhitler" ausgelacht.
Es wurde ein "Bierkellerfanatismus" suggeriert, alle mehr oder weniger betrunken "Heil Hitler!" gröhlend.Alle die irgendwo gebildet waren, fielen dagegen auf Hitlers hypnotische Augen herein.Was für ein Käse dieser Film! Und erst der Hindenburg, der sah dem wirklichen nicht im entferntesten ähnlich, genauso Hess. Und dann wird der Mist auch noch als Kauf DVD im Handel geprießen.Also für Volksverblödung ala USA noch Geld ausgeben:totlach:

The Real Blaze

waldi44


26.9.04 21:16:54
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Ich habe leider(?) nur gaaanz kurz reingeschaut, aber dieser Hitler war sicher nicht der Hitler, der 33 die Macht ergriff und anschliessend nach der Weltmacht!

Rifkabil


26.9.04 21:39:30
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Gepostet von waldi44
Ich habe leider(?) nur gaaanz kurz reingeschaut, aber dieser Hitler war sicher nicht der Hitler, der 33 die Macht ergriff und anschliessend nach der Weltmacht!
Woher nimmst Du die Erkenntnis das Hitler die Weltmacht anstrebte, waldi?

waldi44


26.9.04 21:49:17
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Zumindest die Vormacht! Woraus? Wer sich als Mitglied einer Herrenrasse bezeichnet, kann nur selbigen Gedanken haben, denn welcher Herr lässt sich von seinem Domestiken beherrschen ;)!?

Rifkabil


26.9.04 22:13:16
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Unter Herrenrasse habe ich in meinem Lexikon nichts gefunden. Unter Herrenvolk steht:
Vor allem im Ausland wurde das deutsche Volk während des Deutschen Reiches so bezeichnet. Dieser Begriff entstand nach der Verkündung der Nürnberger Gesetze, die aus den Juden in Deutschland >Menschen zweiter Klasse< machten. Vertieft wurde Begriff noch im 2. Weltkrieg.

Also da ich Herrenrasse jetzt nicht gefunden habe nehme dafür den Begriff Herrenvolk.
Dieser Begriff kann auch bedeuten das man das Herrenvolk im eigenen Land ist.

Bei den Nürnberger Gesetzen taucht der Begriff "Herrenrasse" ebenfalls nicht auf.
Reichsbürgergesetz (15.09.1935)
Gesetz zum Schutze des deutschen Blutes und der deutschen Ehre (15.09.1935)

Klär mich mal über den von dir genannten Begriff bitte auf.

Quintus


27.9.04 04:28:03
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Gepostet von Rifkabil
Unter Herrenrasse habe ich in meinem Lexikon nichts gefunden.

Man gebe bei Google die Suchbegriffe 'Herrenrasse' und/oder 'Untermenschen'/'Rassenhass' etc. ein, und wird vielfältig fündig! Zum Beispiel:

Definition: Herrenrasse
Video zum Thema "Herrenrasse"

...

Saludos!

Rifkabil


27.9.04 11:54:14
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Gepostet von Quintus
Gepostet von Rifkabil
Unter Herrenrasse habe ich in meinem Lexikon nichts gefunden.

Man gebe bei Google die Suchbegriffe 'Herrenrasse' und/oder 'Untermenschen'/'Rassenhass' etc. ein, und wird vielfältig fündig! Zum Beispiel:

Definition: Herrenrasse
Video zum Thema "Herrenrasse"

...

Saludos!
Ich habe jetzt unter N in meinem Lexikon nachgeschaut. Quintus entschuldige, aber Deine Verweise sind für mich nicht brauchbar, aus folgendem Grunde: da steht zwar etwas von Herrenrasse und Nazi-Ideologie, etc, aber das war es dann auch schon, woher genau der Begriff kommt, wird nicht genannt (Buchquellen, Reden). Nun unter H und R stand also nichts, abgesehen von Herrenvolk, unter N habe ich Nordische Bewegung, Nordische Gesellschaft, Nordische Rasse, und Nordischer Gedanke gefunden. Stand aber auch nichts von einer Herrenrasse.

Unter Nordische Rasse steht: War der allgemein übliche Begriff für die Hauptrasse Nordeuropas. Die Angehörigen dieser Rasse wurden meist als blond, bläuäugig, schmalköpfig, schlank, groß gewachsen und dynamisch handelnd dargestellt. Zur Erhaltung dieser Rasse und ihrer besonderen Kultur entwickelten sich in den Jahren 1933 bis 1945 zahlreiche Gesellschaften und Vereine. In der SS prägte sich unter Heinrich Himmler ein ganz eigener nordischer Stil aus, dessen Erhaltung mit zu den Zielen der SS gehörte.

Unter A habe ich unter Arier nachgeschaut, da stand aber auch nichts von Herrenrasse.
Arier war die Bezeichnung für den Idealmenschen nach Vorstellung von NS-Ideologen. Dieser Arier sollte nur nordisch, reines Blut ohne artfremdes Rassenerbgut in sich haben. Nach Möglichkeit sollte er auch noch groß, schlank, blond und blauäugig sein. Dies stellte dann den Inbegriff der höheren Rasse dar. Im tatsächlichen Leben sowie im Amtgebrauch wurde mit Arier oder dem Begriff arisch jeder Volksgenosse bezeichnet, der mittels beglaubigtem Stammbaum nachweisen konnte, dass über Generationen hinweg keine jüdischen Vorfahren bekannt waren. Dies war vor allem dann wichtig, wenn man Beamter werden wollte oder sich als Freiwilliger bei der SS oder der Waffen-SS anbot. Arierklausel. Im Rahmen der Maßnahmen, mit denen im Deutschen Reich alle Artfremden, insbesondere Juden, von öffentlichen Ämtern, Institutionen, und Behörden ferngehalten oder durch vorzeitige Pensionierung entfernt werden sollten, wurde am 03.07.1933 die Arierklausel für Beamte eingeführt. Sie schrieb vor, dass in der deutschen Beamtenschaft nur noch Arier tätig sein durften. Für eine Übergangszeit beließ man jüdische Beamte und solche mit teilweise jüdischen Eltern oder Großeltern noch im Dienst. Jeder Beamtenanwärter musste von nun an vor seiner Einstellung in den Dienst einen Ariernachweis erbringen. Die Arierklausel blieb bis Kriegsende in Kraft. Ihre Durchführung wurde mittels mehrfach geänderter Ausführungsbestimmungen geregelt. Arierklauseln gab es schon seit Ende des 19. Jahrhunderts in verschiedenen Vereinigungen. Ariersnachweis hieß der von 1933 bis 1945 in Deutschland für bestimmte Berufe benötigte Nachweis über die arische Abstammung. Es gab ihn in drei verschiedenen Versionen. Der kleine Ariernachweis ging bis zu dem Großeltern zurück, der große Ariernachweis, den man benötigte, um Beamter zu werden oder Führungspositionen in der Partei zu belegen, ging bis auf alle am 01.01.1800 lebenden Vorfahren zurück. Der Ariernachweis für die SS musste bis 1750 zurückgeforscht werden. Hierfür wurden SS-eigene Institutionen geschaffen. Die arische Abstammung wurde durch eine Ahnentafel oder Ahnenpass belegt. Arisch, ursprünglich ein aus dem Sanskrit stammendes altindisches Wort. Arya bedeutet dort etwa Edler oder Edel und bezeichnete verschiedene Adels- und Herrschergeschlechter im vorasiatischen Raum. Arische Sprachen sind wissenschaftlich gesehen die Sprachen der Perser, Inder, Griechen, aber auch der Germanen. Hieraus wurden die Begriffe arisch und Arier als Begriffe für höherstehende Menschen bzw. höherstehende Rasen abgleitet. Im normalen Dienstgebrauch des Deutschen Reiches war es der Begriff für das rein Deutsche, ohne jegliches fremde Blut. Ariersierung oder arisieren nannte man die Enteignung von Gut, das vor der Machtergreifung im Jahre 1933 im Besitz von Juden oder anderen Nichtariern war. So gingen Häuser, Läden, Firmen, oder Güter in arischen Besitz über. Unter dem Deckmantel der Ariersierung bereicherten sich zahlreiche Parteigenossen gegen den Willen Hitlers , der bei Kenntnisnahme solcher Vorgänge die Verantwortlichen scharf verfolgen und aburteilen ließ. Ganz konnte aber auch er diese Machenschaften nicht verhindern.

[ Editiert von Rifkabil am: 27.09.2004 11:55 ]

bani


27.9.04 13:18:34
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Nun, vielleicht solltest Du nicht immer nur Schlagworte benutzen, die sich auf die deutsche Geschichte beziehen.
Versuch es einfach mal - wie schon gesagt - bei Google unter HERRENRASSE .
Unter dem angegebenen Link findest Du fast eine DIN A4 Seite große Erklärung zum Begriff.

Darin findest Du u.a. auch, daß der begriff eben NICHT von den Deutschen stammt - daher auch mein erster Satz.

Rifkabil


27.9.04 13:39:51
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Wenn er nicht von uns stammt, erkenne ich ihn auch nicht als zugehörig zum NS an.
Ich kann doch nicht einen Begriff in eine Diskussion schmeißen und als Beweis für etwas aufführen, wenn dieser von jemand ganz anderen „dazugedichtet“ wurde. Das wiederspricht meinem Rechtsempfinden. Tut mir leid.

The Real Blaze


27.9.04 16:55:32
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Ich verstehe diese Wortglauberei nicht.Oder besser die Bedeutung dieses Wortes immer mit NS Ideologie zu verbinden find ich absurd.Genauso schwachsinnig, wie die "Tätervolkdiskusion".Irgendwer sah oder sieht uns als Herren oder Tätervolk, aber eben nicht das ganze Volk! Herrenvolk? Was soll da so schlimm daran sein? Nur weil es im "Mein Kampf" steht? Dieses Wort wurde auch schon im Kolonialzeitalter benutzt, verschiedenartig übersetzt in die jeweilige Landessprache.
Das Kolonialzeitalter der europäischen "Herrenvölker", war für die menschliche Zivilisation ein nachweißlich zwingender Fortschritt, auch wenn es unzählige Menschenleben gekostet hat.Wie sehe den die Welt aus ohne die verbreitung des europäischen Kulturgutes?
Wir hätten eine primitive Indianerrepublik westlich des Missisippi.In Mittel und Südamerika würden heute noch Menschen geopfert und verspeist.Ganz zu schweigen von Schwarzafrika, wo noch heute Anarchie herrscht.Und wo wir gleich dabei sind: Auch die alten Ägypter sahen sich als Herrenvolk an, als sie ihren Machtbereich in den Sudan ausdehnten.
Also: Herrenvok ist absolut kein NS Wort, das gab es schon immer. Zum Vergleich wird auch heutzutage der preussische Militarismus als etwas negatives hingestellt. Was genauso völliger Quatsch ist.

The Real Blaze

[frei von der Leber weg editiert]

waldi44


28.9.04 00:26:21
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Na, so ein QuatschSmiley mit Hammer auf dem Kopf! Jetzt reisst mir aber gleich was.weinender Smiley...
Das Hakenkreuz haben die Nazis auch nicht erfunden und wenn das kein NS Symbol ist, kenne ich keine:dito:! Selbst das "arisch" ist nicht deutsch, wurde aber ständig im Mund geführtKopf-an-die-Wand-hau-Smiley!
Die Nazis hatten kaum was "eigenes". Sie nahmen sich was ihnen gefiel und in den idiologischen eigenen Kram passte und wenn es nicht passte, wurde es passend gemacht(wer Jude ist bestimmen wir)!
Ich beginne mich zu fragen, was Real und Rifkabil in den letzten Tagen versuchen zu beweisen:Schulter:?

Übrigens: Preussischer Militarismus. Was war denn daran gut. In keinem Staat der Welt wurde dem Militär ein so hoher Status zugebilligt wie im Kaiserreich und "Der Hauptmann von Köpenick" ist die beste Parodie darauf!
Das Geld, das allein für die unsinnige, weil militärisch n utzlose Flotte verpulvert wurde, hätte man besser zur Steigerung des Lebensniveaus der Bevölkerung investieren sollen.
Die Uniformgläubigkeit übertraf sogar die Gottgläubigkeit und wenn der Mensch erst beim Leutnant anfängt, dann hat man Darvin wohl falsch verstanden:totlach:!

Rifkabil


28.9.04 00:53:32
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Naja waldi, jeder Glaubt das, woran er glauben will.
Damit wäre dann ein Schlusssatz gesetzt. Menschen sind geprägt, und halten an dem beigebrachten fest. Es ist schwierig über den eigenen Horizont hinaus zu sehen.

Wir alle haben unsere Meinungen, und können nur hoffen das wir uns in Diskussionen annähern werden.

Mal sehen... (wie ich auch ab und zu sage)
Ich mach mir jetzt erst mal einen Kaffee. Mr. Burns

waldi44


28.9.04 01:19:41
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Nein, Kaffee mach ich keinen, da ich gleich in die Koje gehe(hatte Spätschicht)! Aber das mit dem Horizont ist so eine Sache: Wenn ich sage laufen, dann laufen Sie bis zum Horizont und wieder zurück! Sagte der Ausbilder zu seinen Rekruten....

Petronelli


28.9.04 07:07:38
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Waldi,
nix für ungut! Aber der Kadavergehorsam gehört ins Kaiserreich und zum alten Fritzen! Die Briten des 1.WK und auch die Franzosen können auch ein Liedchen davon trällern!
Und wie repräsentativ solche Uffz.-Sprüche sind, wage ich nicht zu beurteilen!
Hast Du mal ein Ausbildungsvideo der heutigen amerikanischen Armee gesehen??? Ich weiß nicht was daran besser wäre, außer dass ne andere Flagge geknutscht wird!
Der Drill und das brechen der eigenen Zivil-Persönlichkeit ist da der erste Schritt...Die haben eine Menge von "uns" gelernt!!
Insbesondere haben sich keine feudalen Herrscher jemals Gedanken darüber gemacht, ob irgendwelche Ausgaben besser dem Volke zugute kommen sollten! Da hat allerdings der gute alte Fritze mit der Einführung des Schulsystems und der Beamtenschaft und vieler anderer Dinge großes geleistet!
Da sucht man vergebens in der Geschichte, vielleicht Peter der Große noch mit seiner Orientierung nach Westen!
Der sogenannte Militarismus ist ein rein erfundener Wortclone, den man den Preußen bzw. den Deutschen immer wieder, von fragwürdiger journalistischen Seite aufdrücken will!
Zu Napoleons Zeiten und im Biedermeier schlechthin, bis zu Bismarck ist davon auch nicht viel zu spüren!
Außer, dass in diesem Land zu gewissen Zeiten viele Uniformierte rumliefen (Beamte aller Gebiete, Feuerwehren, Polizisten,Bahner) gibt es kaum Unterschiede zu anderen Ländern, außer dass diese Uniformen dem Militär ähnlich waren! Ist aber eher eine Modefrage!
Dass Deutschland dummerweise an zwei Weltkriegen massiv beteiligt war, liegt nicht nur an ihm selber und ist auch mit geschichtlich einmaligen Situationen (Versaill)zu erklären!
Gruß
Peter

Rifkabil


28.9.04 08:49:10
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Gepostet von Petronelli
Der Drill und das brechen der eigenen Zivil-Persönlichkeit ist da der erste Schritt...Die haben eine Menge von "uns" gelernt!!

Wie hatten "Drill Sargenats" ? :totlach:
Auf Befehl: Laola-Smileys
Und 1 ... Laola-Smileys und 2 ... Laola-Smileys und los ... Laola-Smileys
Schlafen könnt ihr wenn ihr Tod seid! Zackzack!

"Ich weiß es nicht ist so Gefühl, da Ende der Welt wird mächtig kühl" (Zitat aus dem Film "Ice Age"), ... stumpf irgendwelche Scheiße herunter trällern, also militärische Ausbildung von Amis und Deutschen kann weder damals noch heute miteinander vergleichen. Amis übertreiben alles, das ist es.

Natürlich sind unsere Soldaten zu Paraden im Stechschritt vorbeimarschiert, aber das waren eben Paraden. Mr. Burns

The Real Blaze


28.9.04 17:41:37
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Aber der Kadavergehorsam gehört ins Kaiserreich und zum alten Fritzen
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Nein nicht mal dahin. Kadavergehorsam gab es nicht mal beim alten Fritz, der in Europa die modernste Armee und Struktur seiner zeit besaß.Damals wurde schon Wert gelegt ein eigenständig denkendes Offizierskorps einzusetzen, einzigartig im Vergleich zu den anderen Staaten, zukunftsweisend für alle nachfolgenden deutschen Heere.Auch die Reformen brachten Preussen gewaltig voran. Das die ehrgeizigen Flottenpläne nicht diesen Erfolg hatten, ist für mich kein Anlaß das Preussentum negativ zu sehen.Es war ein diszipliniertes, ausgezeichnet funktionierendes System. Ragte heraus aus den mißerablen Lotterwirtschaften, von Preussens Nachbarländern.

The Real Blaze
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