Dieses Archiv enthält einen Auszug des Forums für deutsche Geschichte vom 12.10.2001 bis zum 22.12.2005. Wenn Sie mitdiskutieren möchten, besuchen Sie unser Forum unter forum.balsi.de.

weiß so wenig über meinen Vater...

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AutorBeitrag

Susanne58


6.8.04 13:00:28
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Roman Engele, geb 17.3.1916 in Graz
Durch die Scheidung meiner Eltern hab ich nur ganz wenige Erinnerungen an seine Erzählungen über die Zeit 1938 - 1945.

Ich weiß nur, dass er (?) Leutnant der Luftwaffe war, ein begeisterter Flieger und lange in jugoslawischer Gefangenschaft.

Gibts irgendwelche Ideen wo ich Informationen suchen beginnen könnte?

Danke, Susanne

Balsi


6.8.04 14:01:09
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Hi Susanne,

die Antwort findest Du bei der WASt (siehe Internet)... dort Antrag stellen 6 Monate warten 30 Euro zaheln udn dann wirst Du ungefähr wissen bei welcher Einheit er war.. das restlicher erfährst Du dann ganz sicher wieder hier.. sprich wo genau er war, was er mitmachte usw.

waldi44


6.8.04 15:26:08
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Geschichte der WASt.

Kurz vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurde die nach Artikel 77 des Genfer Abkommens über die Behandlung der Kriegsgefangenen vom 27.07.1929 vorgeschriebene nationale Auskunftsstelle in Berlin W 30 eingerichtet. Sie nahm am 26.08.1939 als Dienststelle des Oberkommandos der Wehrmacht unter der Bezeichnung Wehrmachtsauskunftstelle für Kriegerverluste und Kriegsgefangene (WASt) ihre Tätigkeit auf.

Ihr oblagen neben der Auskunfterteilung über fremdländische Kriegsgefangene hauptsächlich die Erfassung der Verluste der deutschen Wehrmacht (Verwundungen, Erkrankungen, Sterbefälle, Vermißtfälle), die Bearbeitung dieser Fälle einschließlich der personenstandsrechtlichen Regelungen und der amtliche Gräberdienst.

Im August 1943 wurde die Wehrmachtauskunftsstelle nach Thüringen verlegt und teils in Saalfeld, teils in Meiningen untergebracht. Nach der Besetzung Thüringens arbeitete die WASt seit dem 12.04.1945 unter der Aufsicht der amerikanischen Militärkommission.

Am 01.07.1945, unmittelbar vor der Besetzung Thüringens durch sowjetische Truppen, verlegten die Amerikaner die WASt nach Fürstenhagen bei Kassel. Ende Januar 1946 kehrte die WASt nach Berlin zurück und erhielt ihren jetzigen Namen, der aus der wörtlichen Übersetzung der amerikanischen Bezeichnung entstanden war. Mit Beschluß des Alliierten Kontrollrats vom 14.06.1946 wurde die WASt beauftragt, die aus den internationalen Verpflichtungen und reichsgesetzlichen Aufgaben entstehenden Arbeiten weiter fortzuführen. Sie wurde gleichzeitig der Aufsicht der französischen Gruppe des Kontrollrats unterstellt.

In den ersten Nachkriegsjahren erhielt die Deutsche Dienststelle (WASt) zahlreiche und umfangreiche Unterlagen anderer militärischer und militärähnlicher Verbände.

Ferner hat sie im Dezember 1990 eine Fülle von Unterlagen der ehemaligen Wehrmacht zur Auswertung und Bearbeitung übernommen, die im Militärarchiv Potsdam und im Staatsarchiv der ehemaligen DDR, Außenstelle Dornburg bei Zerbst/Anhalt aufbewahrt wurden.

Die der Deutschen Dienststelle (WASt) ursprünglich übertragenen Aufgaben haben sich durch eine umfangreiche Kriegsfolgengesetzgebung wesentlich erweitert. Die Dienststelle wird wegen ihres einmaligen Materials von Privatpersonen und Behörden in einer Vielzahl von Fällen in Anspruch genommen, die mit dem Dienst in der Wehrmacht und dessen Auswirkung auf unzählige Bereiche zusammenhängen.

Nach einer Verwaltungsvereinbarung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Land Berlin vom 9. Januar 1951 wird die Deutsche Dienststelle (WASt) als Behörde des Landes Berlin geführt. Sie gehört zur Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales und ist aufsichtsmäßig dem Präsidenten des Landesamtes für Gesundheit und Soziales Berlin unterstellt.


WASt.:Deutsche Dienststelle

Susanne58


6.8.04 15:32:21
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dankeschön!

Nach der ersten Antwort von Balsi hab ich per google gesucht und rausgefunden, dass die WASt die "Deutsche Dienststelle (WASt) für die Benachrichtigung der nächsten Angehörigen von Gefallenen " ist und war enttäuscht, weil mein Vater ja nicht gefallen ist.

Ich werde mich nun dahin wenden, danke für eure Hilfe, ich hab schon öfeters im internet gesucht aber sichtlich nicht die richtigen Wege gefunden.

Susanne Smiley mit Danke-Schild

Balsi


6.8.04 15:41:50
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diese Dienststelle gab es ja schon zu Hitlers-zeiten.. hier wurden die gefallenenunterlagen gesammelt...

heute findet man dort zu fast jedem Soldaten der Wehrmacht Angaben über seine Einheitenzugehörigekit.. dnen sobald er in einer Einheit war ging zu einem bestimmten Zeitpunkt eine Meldung an eine zentrale Stelle.. das dieser bestimmte Soldat nunmehr in dieser bestimmten Einheit ist.. so kann man heute gut nachvollziehen wie der milit. Werdegang aussieht bzw. aussah... also Online-Antrag ausfüllen... (bitte alles genau lesen).. und warten.. die melden sich dann schon.
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