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Naujocks

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AutorBeitrag

Balsi


18.3.02 15:38:11
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Habe gerade gelsen, das Naujocks, degradiert wurde, weil er in einem Berliner Bordell Diplomaten und Parteigrössen abgehört hatte... unter anderem auch heidrich... daraufhin gings für ihn zur LAH als normaler Soldat an die Ostfront... was ist aus ihm geworden? gefallen, Auszeichnungen ...???

waldi44


18.3.02 15:56:51
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Naujocks, a leading Nazi, led a faked "Polish" attack on a German radio station near the Polish border in order to justify the German invasion. He deserted to the Americans in 1944, was placed in a prisoner of war camp and escaped. He was active in ODESSA, a post- war organization which aided Nazi criminals escape from justice. He died in 1960
ALFRED NAUJOCKS
Der Überfall auf den Sender Gleiwitz
Der Überfall auf den Sender Gleiwitz
Heydrichs "Meisterstück"
Am Abend des 31.8.1939 überfiel der SS-Sturmbannführer Alfred Naujocks zusammen mit fünf oder sechs in Zivil gekleideten SS-Leuten den Sender Gleiwitz.[1] Das laufende Programm wurde unterbrochen, über den Sender wurde ein Aufstand der polnischen Minderheit ausgerufen. Ein Toter, als "Konserve" bezeichnet, wurde als "Beweis" für den angeblichen polnischen Überfall in der Sendeanlage deponiert, nach wenigen Minuten war der Spuk vorbei.
Dieser fingierte Überfall sollte neben anderen, auf ähnliche Weise inszenierten Übergriffen Hitler den Anlass zum Krieg gegen Polen liefern. Er hatte schon einige Tage vorher auf dem Obersalzberg gesagt:
Ich werde propagandistischen Anlass zur Auslösung des Krieges geben, gleichgültig, ob glaubhaft. Der Sieger wird später nicht danach gefragt, ob er die Wahrheit gesagt hat oder nicht.
Adolf Hitler am 22. August 1939
zit. n. August '39, S. 21
Den Auftrag, die entsprechenden Aktionen zu organisieren, bekommt Reinhard Heydrich.
Bei seiner ersten Informationsbesprechung erklärt er in Oppeln dem dortigen Leiter der Gestapo: "Der Führer braucht einen Kriegsgrund." Und Heydrich will ein geheimdienstliches "Meisterstück" liefern, "das aller Welt einwandfrei bewies, dass Polen diesen Krieg begann".
August '39, S. 14
In der Fechtschule Bernau werden SS-Männer einquartiert und
nach polnischem Reglement instruiert, üben polnische Grußformen und Lieder. Ein Teil von ihnen erhält den kurzen militärischen Haarschnitt und muss sich entsprechend dem angeblichen Aussehen polnischer Soldaten Bärte und Koteletten lang wachsen lassen ... Sie sprechen untereinander von einem "Himmelfahrtskommando" in Polen.
August '39, S. 15
Am Abend des 31. August 1939 kam der Befehl zum Losschlagen. Naujocks drang mit seinen Männern ins Gebäude des Senders ein.
Naujocks: "Wir haben im Senderaum kurz mit Pistolen geschossen. Wir haben ein paar Warnschüsse in die Decke gegeben, um ein bisschen Krawall zu machen und die Leute einzuschüchtern."
(...)
Das Kommando Naujocks weiß aber nicht, dass der Sender Gleiwitz kein eigenes Programm ausstrahlt, sondern sein Programm vom Sender Breslau übernimmt. Naujocks: "Dann haben wir uns heiß gesucht, damit wir die Sendung durchbekamen." Der Rundfunkspezialist des Kommandos findet ein "Gewittermikrophon" im Geräteschrank ... Mit diesem Mikrophonanschluss kann die Sendeleitung mitteilen, dass eine Sendung - etwa bei Gewitter - gestört ist.
(...)
"Achtung! Achtung! Hier ist Gleiwitz. Der Sender befindet sich in polnischer Hand ... Die Stunde der Freiheit ist gekommen!" Die vorbereitete Rede wird verlesen. Sie dauert knapp vier Minuten. Die Sendung endet mit dem Aufruf: "Hoch lebe Polen!"
Der Überfall auf den Sender Gleiwitz
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„Du sollst aus Bösem Gutes machen...
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