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Pflegekräfte unterm Hakenkreuz

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AutorBeitrag

Heidi


27.3.05 04:39:10
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Ich suche Informationen über Pflegekräfte in der Nazizeit:
Pflegekräfte in den Wohlfahrtsverbänden(AWO,ASB,DRK,RH,Proletarischer Gesundheitsdienst, konfessionelle Verbände,etc)
Organisierte Pflegekräfte (z.B. Reichsbundschwestern, NSV-, Braune Schwestern, Ordensschwestern, etc)
Pflegekräfte an der Front (Lazarett, Sanitätssoldaten)
Pflegekräfte an der "Heimatfront" (z.B. Bunkerschwestern)
Fahneneid der DRKler
Pflegekräfte im Euthanasieprogramm und in der "Wilden Euthanasie"
Pflegekräfte im KZ
Jüdische Pflegekräfte
Pflegekräfte im Widerstand
Pflegekräfte bei den Internationalen Brigaden
Freie und Anstaltshebammen, Kinderpflegerinnen, Krankenschwestern, die sog. KrankenwärterInnen, PflegerInnen, Kinderschwestern usw.
Dabei geht es mir nicht um die geschichtlichen Fakten wie die Vereinheitlichung der Ausbildungsordnung unter den Nazis oder Arbeitsbedingungen oder Zahl der Euthanasieopfer usw, sondern um Zeitzeugenberichte aus der Sicht der Pflegekräfte oder über sie. Wo gibt es Quellen, Literatur, Bilder, Archive, Zeitungsberichte oder Sonstiges? Bin für jeden Tip ausgesprochen dankbar. HeidiSmiley mit Danke-SchildSmiley mit Danke-SchildSmiley mit Danke-Schild

Richtschuetze


27.3.05 11:56:54
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Hallo Heidi,

das einzige Buch was ich kenne und habe
lautet "So waren wir"BDM im 2 Weltkrieg!
Dort wird aber leider nur am Rande auf "dein Thema"eingegangen!
Tut mir leid mehr habe ich nicht,vielleicht andere

Gruss

Heidi


27.3.05 13:31:41
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Laola-SmileysDanke für deinen Hinweis.Laola-Smileys Wie sieht es denn mit den Sanitätssoldaten und Krankenträgern aus? Ich habe Informationen, daß die Ausbildung der Sanisold. völlig unterschiedlich war. Da gab es Sanisold., die als Vorbereitung gerade mal lernten, einen Kopfverband zu legen, bei anderen konnte man schon von einer Ausbildung reden, da sie einen umfangreichen theoretischen und praktischen Ausbildungsteil absolvierten. In einem Fall, den ich fand, wurde der Sanisold. ein volles Jahr geschult. Auch die Vorbildung der Sanisold.unterschied sich erheblich. Logischerweise wurden viele Medizinstudenten Sanisold., wie beispielsweise Hans Scholl. Aber auch völlig berufsfremde wie Friseure findet man unter ihnen. Einige taten dann später in Aufnahmen Schreibdienste, andere operierten in den Lazaretten mit hauptverantwortlich. Besonders interessant wären dabei die Priestersoldaten, die in der Regel Sanisold. wurden. Die Evangelischen waren von Beförderung nicht ausgeschlossen, den Katholischen verweigerte man es in der Regel (auch da gab es Ausnahmen). Angeblich sollen die Jesuiten, die ebenfalls als Sanisold. eingezogen waren, aus der Wehrmacht entfernt worden sein? Besonders herbe waren die Sanisold. dran, die vor den Lazaretten gezwungen waren, zu entscheiden, welcher Soldat als nächstes den vielleicht rettenden Eingriff bekam und welcher liegen blieb. Einen Bericht fand ich, wo ein Sanitätssoldat auf Befehl russische Kriegsgefangene "abspritzte", weil der Nachschub nicht kam und man die Kriegsgefangenen nicht mehr mit durchfüttern konnte. Sanisold. behaupten auch, daß sie in den Kriegsgebieten auch die Zivilbevölkerung mitversorgt hatten. Was ist da dran? Da muß es doch Berichte und Aussagen drüber geben. Wieweit waren Soldaten Zeugen oder daran beteiligt, wenn die SS in eroberten Gebieten Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen "leerten". Existiert etwas darüber, ob Sanisold. ausgezeichnet wurden und wofür? Wie ordneten sich die Rotkreuzschwester in den Lazaretten ein? Manche müssen ja ziemlich schräg getickt haben durch extremen Fanatismus. Von einzelnen Rotkreuzschw. wird erzählt, daß sie darauf bestanden haben, als Offiziere behandelt zu werden. Gerade die, die hier Infos zu Großvätern und Onkeln suchen: waren die mal in Lazaretten? Fragt sie doch mal über die Lazarette und dortiges Pflegepersonal aus. Wie waren die Sanisold. und Krankenträger in den Truppen akzeptiert? Galten sie als gefährdeter oder ungefährdeter? Wie wurden sie in Kriegsgefangenschaft behandelt? Wurden wirklich die Rotkreuzschwestern nach einigen Stunden nach Hause geschickt? Eine Krankenschwester erzählte mir, daß sie angeblich bei Odessa jahrelang in Kriegsgefangenschaft war. Kann das stimmen und wenn ja, nur, weil sie einfache Lzarettschwester war (da habe ich nämlich einen ganz anderen Verdacht)? Wo gibt es redebereite Zeitzeugen oder Gedächtnisprotokolle oder andere Überlieferungen? Ich hoffe, daß ihr mir weiterhelfen könnt. Smiley mit Danke-Schild Heidi

waldi44


27.3.05 14:10:55
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Wenn Du dich über das DRK im Dritten Reich und seine Rolle informieren willst, empfehle ich: Helfer unter Hitler; Das Rote Kreuz im Dritten Reich, Bernd Biege, Kindler Verlag 2000.

Heidi


27.3.05 14:21:18
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Laola-Smileys
Hallo Waldi! Danke für deinen Tip, aber das Buch habe ich bereits durchgeackert.
Laola-Smileys

Ist übrigens sehr empfehlenswert, auch wenn es am Anfang sehr langatmig ist und etwas platt. Kopf-an-die-Wand-hau-Smiley Durch den Anfang muß man sich eben durchkämpfen.Aber dann wird es richtig gut und lesenswert. Smiley mit Erleuchtung
Gruß Heidi

küssende SmileysUnd frohe Ostern!küssende Smileys

waldi44


27.3.05 14:50:05
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Nach Kriegsbeginn begannen auch für den Sanitätsdienst der deut­schen Wehrmacht Jahre harter Bewährung und großer Opfer. Die ersten Rufe: ,.Sani" ließen das blutige Gesicht des Krieges erkennen. Der leich­ter Verwundete konnte sich zum Sanitäts­dienstgrad seiner Einheit und zum Trup­penarzt aus eigener Kraft bewegen. Der schwerer Verwundete aber lag hilflos im Kampfgelände und war auf seine Kame­raden und das Sanitätspersonal angewie­sen. Jeder Soldat hatte in seiner Feld­bluse zwei Verbandspäckchen für die er­ste Hilfe. Den ersten richtigen Verband machte dann meist der Sanitätsunteroffi­zier. Sanitätssoldaten und Hilfskranken-träger schleppten die Verwundeten, häu­fig im feindlichen Feuer, zurück zu einem einigermaßen geschützten Verwunde­tennest.
Von dort wurden sie in einem beschwerli­chen und gefahrvollen Transport zum Truppenarzt gebracht, der in der Nähe des Bataillonsgefechtsstandes seinen Trup­penverbandplatz eingerichtet hatte. Hier erst war ärztliche Hilfe möglich. Die Not­verbände wurden ausgewechselt und Blutungen gestillt.
Die verwundeten Soldaten bekamen hier schmerz- und schocklindernde Mittel. Da der Truppenverbandplatz immer im Bereich feindlichen Feuers - insbeson­dere Artilleriefeuers - lag, war es notwen­dig, die Verwundeten bald weiter nach rückwärts zum Wagenhalteplatz zu brin­gen, von wo aus sie mit Krankenkraftwa­gen auf den Hauptverbandplatz (Sanitäts­kompanie), sechs bis acht Kilometer hin­ter der vordersten Linie der eingesetzten Division kamen. Hier standen Chirurgen bereit, auch komplizierte Operationen zur Erhaltung von Leben und Gesundheit vorzunehmen. Nach Herstellung der Transportfähigkeit wurden die Verwunde­ten weiter nach rückwärts zu den Feldla­zaretten und Kriegslazaretten gebracht.
Versorgung im Blitzkrieg
Das Feldlazarett der Division war minde­stens 25 bis 30 km hinter der vordersten Linie in festen Gebäuden eingesetzt und bot 200 bis 300 Schwerverwundeten Un­terkunft, ärztliche Behandlung und Pflege. Hier lag der Schwerpunkt der chirurgi­schen Versorgung. Die für Verwundete und Kranke notwendige ärztliche Behand­lung konnte bei krankenhausähnlicher Pflege durchgeführt werden. Kriegslazarette boten über den Rahmen der Feldlazarette hinausgehende ärztliche Versorgung und krankenhausmäßige Pflege, die der in großen ortsfesten Kran­kenanstalten ungefähr gleichkam. Hier pflegten Schwestern die Kranken und Verwundeten. Ihre Leistung war gar nicht hoch genug einzuschätzen.
Feld- und Kriegslazarette verfügten ne­ben einer chirurgischen und internen Sta­tion über SpezialStationen zur Behand­lung von Schädel-Hirnschüssen, über Hals-Nasen-Ohren-Ärzte, Augenärzte usw. Wie auf den Hauptverbandplätzen waren auch hier Röntgenuntersuchungen sowie zahnärztliche Behandlung ein­schließlich Prothetikarbeit möglich. Die meisten Schwerverwundelen und solche, die einer längeren Behandlung bedurften, wurden mit Lazarettzügen in Heimatlazarette, d. h. Reservelazarette, verlegt.
Während der „Blitzkriege" mit ihrem ra­schen Vormarsch konnten die Sanitäts­kompanien und Feldlazarette nur kurzzei­tig eingesetzt werden. Die Tätigkeit des Arztes auf Hauptverbandplätzen oder Feldlazaretten ließ sich mit chirurgischer Arbeit in Friedenskrankenhäusern nicht annähernd vergleichen. Die Beschaffung von Wasser und Beleuchtung machte oft große Schwierigkeiten. Oft trafen soviele Schwerverwundete gleichzeitig ein, daß die Ärzte gezwungen waren, die Verwun­deten mit der größten Überlebenschance zuerst zu operieren. Die Sichtung, d. h. die Feststellung der Operationsdringlich­keit erforderte den besten und erfahren­sten Chirurgen.
Die bei stürmischen Vormärschen und auf den Rückzügen gegebenen Verhältnisse ließen die Transportnotwendigkeit sehr oft gegenüber der Transportfähigkeit über­wiegen. Bei der Auswahl der Transportfä­higen mußten in den letzten Kriegsjahren die Grenzen immer weiter gesteckt wer­den. Dabei spielte auch der fanatische Wunsch der Verwundeten selbst eine Rol­le, lieber einen schmerzhaften und ge­fährlichen Transport zu wagen, als in Feindeshand zu fallen. Dabei überholte zuweilen die Front die Transporte, so daß - auch bei Einschließungen - Kranke, Verwundete und Sanitäter in Gefangen­schaft gerieten. Die Sanitätssoldaten ha­ben ihre Aufgabe auch in den Gefange­nenlagern unter oft primitiven Verhältnis­sen weiter wahrgenommen. Bei den Eisenbahntransporten kam es mehrfach vor, daß ein Zug statt einiger Stunden ebenso viele Tage brauchte, weil die Bahnstrecken durch Partisanen oder Bomben immer wieder zerstört wurden und infolgedessen Pflege und Verpfle­gungunterwegs nicht ausreichend waren. Der Transport Verwundeter in zurückfah­renden Leerkolonnen und -Flugzeugen bedeutete für die Verwundeten oft starke Belastungen. Die Transportdauer und der Zeitpunkt der ersten chirurgischen Wund­versorgung wurden durch die schlechten Wegverhältnisse im Osten wesentlich verzögert. Insbesondere im Winter hatten die Verwundeten unter den ungünstigen Bedingungen und der Kälteeinwirkung stark zu leiden, obwohl vom Sanitätsper­sonal das Menschenmögliche zur Linderung getan wurde. Weiter im Hinterland
erhöhte sich mit zunehmender Kriegs­dauer die Partisanen-Gefahr. Nicht selten mußten Verwundeten- und Kranken-transporte mit der Waffe vertei­digt werden, weil das Rote Kreuz auf den Wagen nicht überall respektiert wurde.
Die Zahl der Verwundeten war oft sehr hoch. So fuhren im Februar 1943 an ei­nem Tag durch einen ßahnhof bei Stalino 17 Behelfsverwundetenzüge mit je 2000 Verwundeten, also 34 000 Verwundeten.
Im Winter 1942/43 wurden täglich in Sta­linodurchschnit-tlich 6000 Verwundete und Kranke verladen.
Neben Verwundungen waren Erfrierun­gen in Rußland häufiger Grund für die Lazaretteinlieferung. Dabei erfroren den
Soldaten Füße, Ohren. Hände nicht nur bei klirrendem Winterfrost, sondern auch bei Temperaturen über dem Gefrierpunkt, besonders in den Übergangsperioden,wenn eine feuchte Kälte vorherrschte und die Soldaten oft in Schmelzwasser waten oder lange darin stehenbleiben mußten.
Unzureichende Hygiene
Und dann die vielen Erkrankungen: In den ersten vier Kriegsjahren sind beim Feld­heer 2100511 Soldaten erkrankt und beim Ersatzheer 1 291 754. Sieht man von Mandelentzündung und grippalen In­fekten ab, so war beim Feldheer in den er­sten drei Kriegsjahren die Ruhr die häu­figste Infektionskrankheit, im vierten Kriegsjahr trat die Malaria an ihre Stelle. Auch Masern, Scharlach und Diphtherie spielten eine beträchtliche Rolle. Die Mel­dung der Neuerkrankungen an Gelbsucht in der deutschen Wehrmacht betrug im September 1941 allein an der Ostfront 190 000. Immer wieder mußten die Land­ser auch entlaust werden, denn die Läuse übertrugen das Fleckfieber. Auch anderes Ungeziefer ließ die Krankheitsrate steigen. Unzureichende Hygiene und verseuchte Quartiere taten ein übriges, die Seuchengefahr zu erhöhen und die Genesung der Kranken und Verwundeten zu gefährden.
Flugplätze und Luftwaffenstandorte verfügten über Krankenreviere.Die Luftwaffe hatte eigene Lazarette, z. T. mit Spezialabteilungen. Eine Sanitätsluftbereitschaft verfügte zu Kriegsbeginn über 3 Ju-52 (8 bzw. 12 Tragen, 6 Sitzende) und späterüber 6. Aufgrund der Erfahrungen des Afrika-Feldzuges wurden jeder Sanitäts­luftbereitschaft 4 Zubringerflugzeuge vom Typ „Fieseier-Storch" (2 Tragen) zuge­teilt. Von einer Sanitätsflugbereitschaft sind von August 1942 bis Januar 1943 etwa 10000 Patienten von Afrika in die Lazarettbasen nach Athen geflogen wor­den. Insgesamt wurden im Zweiten Welt­krieg mindestens 2,5 Millionen Verwun­dete und Kranke auf dem Luftwege trans­portiert. Bei den Fallschirmspringerein­heiten gab es Sanitatskompanien als Ab-sprungeinheiten, welche die ärztliche Versorgung der Verwundeten durchzu­führen hatten, soweit die Truppenärzte der springenden Verbände dazu nicht in der Lage waren. Die weitere Versorgung erfolgte durch später abgesetzte Luft­landelazarette.
Die Kriegsmarine verfügte für den Kran­ken- und Verwundetentransport auf See über etwa 70 Einheiten, darunter waren 10 große Lazarettschiffe. Außerdem standen 25 kleine Lazarettschiffe und 35 Verwun­detentransportschiffe im Einsatz. Wäh­rend des Krieges sind 84 Marinelazarette, Marinekurlazarette und Marinefeldlaza­rette eingerichtet worden sowie ein moto­risierter Marinesanitätszug und ein Mari­nelazarettzug. Die U-Boote hatten auf be­sonders langer Fahrt einen Marinesan­itätsoffizier an Bord und außerdem je ein Boot eines U-Boot-Rudels. Durch ver­mehrten Einsatz von Sanitätsunteroffizie­ren mit Sonderausbildung konnte der Mangel an Sanitätsoffizieren einigerma­ßen ausgeglichen werden.
Es fehlte am Notwendigsten
Als sich die Kampfhandlungen in den letz­ten Kriegsmonaten auf deutschem Boden abspielten, gingen der militärische Sani­tätsdienst und die ärztliche Versorgung der Zivilbevölkerung ineinander über. Zahllose Luftangriffe auf die Zivilbevölke­rung und Tieffliegerangriffe führten zu vie­len Opfern. Die ärztliche Versorgung von Soldaten und Zivilbevölkerung wurde immer schwieriger, da Krankenhäuser, Kliniken und Praxisräume mit ihrem zum Teil unersetzlichen Inventar vernichtet wurden. In Behelfskrankenhäusern auf dem Lande mußte operiert werden, ebenso wie in Bunkern, und die Pflegesta­tionen mußten in Kellerräumen verlegt werden. Probleme stellten die zahlreichen Brandwunden, insbesondere durch Phosphor, dar. Eine geordnete stationäre Krankenbehandlung wurde immer schwieriger, weil elektrisches Licht, Gas, Wasser und Kanalisation nach den Angrif­fen oft tagelang ausfielen. Durch Zerstö­rung von Lazaretten und Zivilkrankenhäu­sern verschärfte sich die Bettennot von Monat zu Monat.

Aus: Das III. Reich", Nr45

Zum Thema "Euthanasie hatten wir schon mal was:http://www.nexusboard.net/showthread.php?siteid=332&threadid=91355

[ Editiert von Administrator waldi44 am 27.03.05 14:58 ]

Heidi


27.3.05 15:09:09
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Mr. Burns Mannomann, seid ihr schnell und gründlich! Mr. Burns
Deine Infos über Sanitätsdienst der Luftwaffe und Marine sind ein echt guter Tip. Du hast nicht zufällig Ahnung über Quellen zu Bildmaterial (weil ich besser gucken als denken kann). Denn teilweise waren die Sanitätssoldaten ja mit echt skurill wirkenden "Sanifahrzeugen" unterwegs wie beispielsweise mit Schlitten. Und wo finde ich weiterführende Literatur zu Marine-, Luftfahrt- und U-Boot-sanitätern?
Smiley mit Danke-Schild Heidi Smiley mit Danke-Schild

bani


27.3.05 15:17:40
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Nun ja, nicht direkt Pflegekräfte aber im weitesten Sinn hat es schon damit zu tun.

Unter meinen DDR Büchern hab ich noch einige, die das Thema anschneiden.

Und zwar wäre da:

Benno Müller-Hill
TÖDLICHE WISSENSCHAFT
Die Aussonderung von Juden, Zigeunern und Geisteskranken 1933-1945
1. Auflage, Berlin, Verlag Volk und Gesundheit 1989
188 Seiten

Ist zwar in der DDR erschienen ABER:
Lizenzausgabe für die Deutsche Demokratische Republik mit freundlicher Genehmigung der Rowohlt Taschenbuch GmbH

c 1984 by Rowohlt Taschenbuch Verlag GmbH, Reinbeck bei Hamburg

Sprich - theoretisch sollte es über Rowohlt noch zu bekommen sein!

Nr. 2 wäre:

SS IM EINSATZ
Eine Dokumentation über die Verbrechen der SS
1957 Kongress-Verlag Berlin

Schwerpunkt ist natürlich das handeln der bösen, bösen Deutschen in den diversen KL.
Dabei wird auch viel auf Mediziner eingegangen.

Ein Kapitel behandelt speziell das Thema:

Dokumente und Berichte über medizinische Experimente an Schutzhaftgefangenen und über die planmäßige Vernichtung von Geisteskranken

- "Wer den Rock anzog, verschrieb sich dem Verbrechen"
- Durchführung von medizinischen Experimenten im Auftrag der Konzerne
- Biologische Experimente an Menschen
- Das Sterilisierungsprogramm der SS
- Die SS - Auftraggeber und ausführendes Organ für anatomische Experimente
- Das "Euthanasie-Programm" des Nationalsozialismus

Das Buch sollte eigentlich in Antiquariaten noch zu bekommen sein.
Hab es bei ZVAB schon mehrmals gesehen.

SPAEHTRUPPLER


27.3.05 15:25:38
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Hallo

Einmal bei Ebay:

http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&category=7704&item=6952568673&rd=1&ssPageName=WDVW

Das günstigste Angebot bei Zvab:

SS im Einsatz. Eine Dokumentation über die Verbrechen der SS. Hrsg. vom Komitee der Antifaschistischen Widerstandskämpfer in der DDR. Berlin, Kongress-Verlag 1957. Mit Abbildungen. 626(3) S., 2 S. Anz. OHLnbd. [Bestell-Nr. 8850]
Blätter papierbedingt mit Randbräune.
[Geschichte/History, deutsche/german, 20.Jahrhundert Nationalsozialismus/German Fascism, Deutsche Geschichte-Landeskunde/, german history-region]
Aus gesundheitlichen Gründen wird vorübergehend unser Geschäftsbetrieb zum 30.3.2005 eingestellt. Bestellen Sie bis zu diesem Termin!

Gefunden im Katalog: Deutsche Geschichte-Landeskunde/ (88 weitere Einträge)
Anbieter: Antiquariat Sibylle Böhme Berlin [D-10715 Berlin] Preis: EUR 15,00
Versand (Landweg): EUR 2,20
Gesamt: EUR 17,20


Andreas

bani


27.3.05 15:40:27
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Gepostet von SPAEHTRUPPLER
Hallo

Einmal bei Ebay:

http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&category=7704&item=6952568673&rd=1&ssPageName=WDVW

...



Wow, EUR 18,- Kopf-an-die-Wand-hau-Smiley
Ich hab damals in einem Antiquariat 18 Mark ( der DDR ) bezahlt ...

SPAEHTRUPPLER


27.3.05 15:44:53
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Ich habe es mal bei Ebay für 6,- oder 7,- Euro bekommen.

Die Antiquariatspreise gehen bis über 50,- Euro!!!:kotz:

Andreas

SPAEHTRUPPLER


27.3.05 15:52:24
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Hätte da noch was gefunden:

H. Missalla: Für Gott, Führer und Vaterland - Die Verstrickung der katholischen Seelsorge in Hitlers Krieg, Rund 20.000 Theologen, Ordensleute und Priester haben - wie im Reichskonkordat 1933 vereinbart - in der deutschen Wehrmacht als Sanitätssoldaten und Kriegspfarrer ihren Dienst getan. Sie glaubten, damit ihre Pflicht gegenüber Gott zu erfüllen und ihrem Vaterland zu dienen. Dieser Band berichtet über ihren Einsatz und die Folgen. Mit Briefen und Predigttexten. 240 S., 14 x 20,5 cm, kart. (Kösel, 1999) <Bestellnr. 515213>

Gefunden im Katalog: Varia (7937 weitere Einträge)
Anbieter: Rhenania Buchversand GmbH & Co. KG [D-56112 Lahnstein/Rhein] Preis: EUR 6,95
Versand (Landweg): EUR 3,99
Gesamt: EUR 10,94

Versandkostenfrei nach D E U T S C H L A N D (Landweg) ab EUR 150,- Bestellwert bei diesem Anbieter.


Merker: Emil Merker: Front wider den Tod, Adam Kraft Verlag Augsburg 1954 1. Auflage Front wider den Tod - Nach den Aufzeichnungen einer Rotkreuzschwester. Inhalt: Roman über die Arbeit und die Patienten einer Krankenschwester in einem Lazarett während des Zweiten Weltkrieges. Leineneinband, 305 Seiten, 8° Zustand: Einband an den Kanten etwas berieben, und gering unfrisch, beide Gelenke angelockert, innen gut, insgesamt 2-3 <Bestellnr. 26924>
[SW: Zweiter Weltkrieg, Sanitätsdienst, Lazarette, Verwundete]

Gefunden im Katalog: historischer Roman (391 weitere Einträge)
Anbieter: Antiquariat-im-Internet [D-01259 Dresden] Preis: EUR 24,80
Versand (Landweg): EUR 1,50
Gesamt: EUR 26,30


Dann gibt es noch:
-H. Nöldeke: Der Sanitätsdienst der deutschen Flotte im zweiten Weltkrieg
-Buchner, Alex. Der Sanitätsdienst des Heeres 1939-1945

und jetzt noch was besonderes,nicht für den kleinen Geldbeutel

Fischer, H., Der deutsche Sanitätsdienst 1921 - 1945, Oraganisation, Dokumente und persönliche Erfahrung, Band 1 - 5, Personen- und Sachregister zu den Bänden 1 - 5, Supplementband mit Ergänzungen zu Band 1 in 2 Bänden, Osnabrück, Biblio Verlag, 1982 ff., GLwd., 4814 + 184 + 1630 SS., Z2 (OB4) <Bestellnr. 49465>

Gefunden im Katalog: Truppengeschichten (554 weitere Einträge)
Anbieter: Helmut Weitze Militärische Antiquitäten und Antiquariat [D-20354 Hamburg] Preis: EUR 470,00
Versand (Landweg): EUR 5,00
Gesamt: EUR 475,00

Der Anbieter weist keine Mehrwertsteuer aus (brutto = netto).


Andreas

[ Editiert von SPAEHTRUPPLER am 27.03.05 15:59 ]

[ Editiert von SPAEHTRUPPLER am 27.03.05 15:59 ]

[ Editiert von SPAEHTRUPPLER am 27.03.05 16:06 ]

Heidi


27.3.05 17:33:39
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Laola-SmileysKlasse, Klasse, Klasse!Laola-SmileysIhr dürft ruhig weitermachen. Meine Ausbeute über Google über Sanitätswesen im II.Weltkrieg war nämlich ausgesprochen mager.Smiley mit Danke-SchildSmiley mit Danke-SchildSmiley mit Danke-SchildSmiley mit Danke-SchildSmiley mit Danke-SchildSmiley mit Danke-Schild

Heidi


27.3.05 17:36:40
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Hallo! Weiß denn noch jemand genaueres zur Smiley mit Ironie-SchildZierde der PflegekräfteSmiley mit Ironie-Schild Eleonore Baur, Ehrenoberin der Braunen Schwestern und Blutordensträgerin?

SPAEHTRUPPLER


27.3.05 17:43:46
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@Heidi

Schaue mal hier nach:

http://www.zvab.com/SESSz75441769011111938075/gr2/de/index.html

Suchwort eingeben und einen Schreck kriegen bei manchen Preisen!!!

Zu Eleonore Baur findest du 2 Einträge!!!Falsch nur einen!!!

Andreas

[ Editiert von SPAEHTRUPPLER am 27.03.05 17:45 ]

[ Editiert von SPAEHTRUPPLER am 27.03.05 17:47 ]

Heidi


27.3.05 19:53:05
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weinender SmileyUiiih, danke für die Vorwarnung mit den Preisen. Hab mich auf den A.... gesetzt. Da muß ich wohl andere Wege finden, an das Buch zu kommen. Denn interessieren tut es mich auf alle Fälle. Denn moderne Darstellungen über diese "Dame" taugen nicht viel. In "Hitlers Frauen" findet man auch Darstellungen über sie, die nicht ganz zutreffend sind.

bani


27.3.05 19:59:18
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Gepostet von Heidi
... In "Hitlers Frauen" findet man auch Darstellungen über sie, die nicht ganz zutreffend sind.



Jetzt sag aber nicht, daß Dich das überrascht!?
NICHT bei DIESEM Titel ... und schon gar nicht bei dem Macher!

SPAEHTRUPPLER


27.3.05 20:03:25
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Vielleicht ist das ja was? Es ist aber Eile geboten!!!

http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&category=7704&item=6951780799&rd=1

@Heidi

Das was du bei Zvab gefunden hast für 75,-Euro oder so ist kein Buch sondern ein Bild mit Unterschrift!!!

Andreas

[ Editiert von SPAEHTRUPPLER am 27.03.05 20:06 ]

Heidi


27.3.05 20:10:05
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Betreffs:Die Sichtung, d. h. die Feststellung der Operationsdringlich­keit erforderte den besten und erfahren­sten Chirurgen.

Hallo Waldi! War wohl theoretisch so gedacht. Bin auf sehr viele übereinstimmende Berichte gestoßen, daß die Chirugen, gut oder nicht, am OP-Tisch bis zum Umfallen standen. Operiert wurde im Akkord, meistens zwölf Stunden und länger am Stück. Die "Sichtung" zur OP übernahmen meist Sanitäter mit mehr oder weniger Ausbildung, die aber durch die Fronterfahrung schnellstens spezialisiert waren, um die Verletzten zu erfassen und die "Richtigen" auf den OP-Tisch zu legen. "Talentierte" Sanitäter operierten auch häufig eigenverantwortlich. Für die verletzten Soldaten war es häufig ausgesprochen schwierig, festzustellen, wer nun eigentlich wirklich Arzt war. Man muß zwar bei Zeitzeugen auch immer sehr vorsichtig sein, aber wie gesagt, derartige Berichte decken sich. Inzwischen weiß ich auch, daß nicht nur Rotkreuzschwestern in Lazaretten arbeiteten, sondern zunehmend auch katholische Ordensschwestern zum Lazarettdienst herangezogen wurden. Über die finde ich aber gar keine Infos.

SPAEHTRUPPLER


27.3.05 20:18:30
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Also das Buch bei Ebay war nichts !!!

Andreas

Heidi


27.3.05 20:28:34
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Betreffs: Vielleicht ist das ja was? Es ist aber Eile geboten!!!
Danke für den Tip.Aber da war ich wohl nicht schnell genug. Knapp verpaßt. Schade!weinender Smiley

Niwre


27.3.05 20:31:54
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Gepostet von Heidi
Hallo! Weiß denn noch jemand genaueres zur Zierde der Pflegekräfte


Rudolf Bäcker und Franz Schmitz: Sanitaeter mit Ritterkreuz

Eiserne Kreuze an Frauen (DRK):
http://www.auszeichnungen-online.de/namensliste_frauen.htm

SPAEHTRUPPLER


27.3.05 20:39:23
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@Heidi

Einfach den Verkäufer anschreiben!!!

Andreas

Niwre


27.3.05 20:56:37
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Birgit Panke-Kochinke: Frontschwestern und Friedensengel
Resi Weglein: Als Krankenschwester im KZ Theresienstadt

Dracula


27.3.05 21:29:14
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"Krankenpflege im National-Sozialismus" Hilde Steppe.

Und ihre andere geschichtswissenschaftlichen Bücher zur Pflege, insbesondere in der Zeit des Nationalsozialismus.

Heidi


28.3.05 00:18:57
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Betreffs: "Krankenpflege im National-Sozialismus" Hilde Steppe Danke für deine Mühe und deinen Tip. Leider kenne ich das Buch schon. Gilt als das Grundlagenbuch in der Alten- und Krankenpflege zur NS-Zeit. Andere Autoren schreiben fleißig regelmäßig von ihr ab, sodaß auch in neueren Geschichtsbüchern der Alten- oder Krankenpflege Passagen zu finden sind, die kaum im Wortlaut verändert wurden. Frau Steppe verarbeitete bei der Entstehung dieses Buches mit Begeisterung die Erkenntnisse von anderen, beispielsweise von Pflegekräften des Berliner Gesundheitsladen. Das Buch ist teilweise erschreckend ungenau und platt. Durch die Abpinselei werden die Plattheiten weitergetragen und jeder beruft sich auf den anderen. Dadurch werden die Darstellungen über die Geschichte der Pflege in der Nazizeit auch nicht realistischer. Wer ernsthaftes Interesse an der Geschichte hat, muß sich nicht unbedingt das Buch antun. Bewertung:nackter Hintern
Trotzdem bedanke ich mich recht herzlich für deinen Beitrag. Ohne eure Beiträge hätte ich bisher nicht innerhalb von 24 Stunden ganz wertvolle Tips und Fährten bekommen, die ich in mühseliger Arbeit in einem ganzen Jahr nicht gefunden hatte. Hab nämlich erst seit drei Wochen Internet und konnte bisher nur die Bibliotheken durchforsten. Und ich hoffe, daß ich irgendwann eine bessere Darstellung als die der Steppe zur Verfügung stellen kann, was vielleicht auch im Interesse zukünftiger Pflegeschüler liegt.Smiley mit Danke-Schild

Heidi


28.3.05 13:08:40
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Betreffs: Eiserne Kreuze an Frauen (DRK):
http://www.auszeichnungen-online.de/namensliste_frauen.htm
Laola-Smileys

War ein Spitzentip. Habe mir die Nacht um die Ohren geschlagen, in der Hoffnung, etwas über die einzelnen DRK-Schwestern zu erfahren. Von Elfriede Wnuk fand ich ein Bild, über Ilse Schulz ein Hinweis in Englisch und Elfriede Gunia könnte auch eine Norwegerin gewesen sein. Das war´s.:( Weiß jemand, ob man irgendwo Details zu den Frauen bekommt, die das Eiserne Kreuz erhielten? Z.B weshalb? Und gibt´s eine Möglichkeit, festzustellen, ob auch Sanitätsgefreite und Krankentäger ausgezeichnet wurden und wofür? Und kann man irgendwo Rotkreuzschwestern, Sanis und Träger feststellen, die ihren Einsatz nicht überlebten? Das wäre mir für meine Arbeit auch sehr wichtig, diesen Pflegekräften einen Ort zu schaffen. Danke!

SPAEHTRUPPLER


28.3.05 13:37:35
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Also Ilse Schulz hat zwei Bücher geschrieben:

Das erste:

Ilse Schulz suche: Schwestern, Beginen, Meisterinnen (in Ulm ) suche 8.00 €
Ulm: Universitätsverlag, 1992, ULM, KRANKENPFLEGE 3-927 402-61-3 GESCHICHTE, Paperback. Befriedigend. Erstausgabe. Hygieias christliche Töchter im Gesundheitswesen einer Stadt (Ulm). Ein Beitrag zur Geschichte der Pflege und Heilkunde. Auch stadtgeschichtlich interessant. 215 Seiten, viele Fotos. Zustand 2-3.
Taschenbuch Bestellen

Gefunden bei Abebooks.de (Blautal-Antiquariat, Blaustein, Germany, 1047628) [Nr: 253981400]
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Das zweite heißtIlse Schulz: „Verwehte Spuren – Frauen in der Stadtgeschichte“, Ulm, 1998


Andreas

bani


28.3.05 14:15:19
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Gepostet von Heidi
... Weiß jemand, ob man irgendwo Details zu den Frauen bekommt, die das Eiserne Kreuz erhielten? Z.B weshalb? ...



In dem Buch AUSZEICHNUNGEN DES DEUTSCHEN REICHES 1936-1945 findet sich ein großer Abschnitt zum Thema EK.
Dabei auch ein Abschnitt mit dem Titel: FRAUEN UND MÄDCHEN MIT DEM EISERNEN KREUZ VON 1939.

Die Frauen selbst werden z.T. stichpunktartig erwähnt.

Bspl.:

Schwester des Deutschen Roten Kreuzes Elfriede Wnuk
gebürtig aus Mingsen Ostpreußen, als erste Schwester und zweite Frau überhaupt, außerdem Silbernes Verwundetenabzeichen und Ostmedaille, überreicht durch Generalstabsarzt Dr. Zillmer.
19. September 1942

DRK-Schwester Marga Droste
geboren am 9. April 1915, als dritte Frau, verwundet bei engl. Fliegerangriff auf Wilhelmshafen bei Bergung von Verwundeten aus einem Kriegsmarinelazarett, überreicht durch den Kommandierenden Admiral

DRK-Schwester Magda Dachinger
( Mutterhaus München ) geboren am 20. Juni 1912 als Tochter eines Landwirts in Oberbayern.
Als fünfte Frau, Kriegseinsatz in Frankreich, Griechenland und in der Sowjetunion, verwundet bei einem sowjet. Fliegerangriff in der Kalmükensteppe.

Und so geht das weiter.

Wie gesagt, insgesamt 7 Seiten, dabei 11 Fotos von DRK-Schwestern.

Bei interesse kann ich Dir die betreffenden mal rausschreiben.

Heidi


28.3.05 14:50:48
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Mr. BurnsDas ist ja Spitze. Ich habe kein Interesse, ich bin oberaffengeil auf diese Infos. Das wäre echt supernett, wenn du mir das zur Verfügung stellen könntest. Ist da vielleicht auch eine Info über Franz Schmidt? Bekam als Sani das EK. Da soll es noch einen zweiten Sani mit der Auszeichnung gegeben haben, den ich nicht finden konnte. Ich kann mir gar nicht vorstellen, daß es nur zwei männliche Sanis mit der Auszeichnung gegeben hat. Leute, die ständig den eigenen Arsch riskiert haben, um ihren Kameraden zu helfen. Nur 2x soll das honoriert worden sein? Glaub ich nicht. Wo kriegt man raus, ob es wirklich nur zwei waren? Recht herzlichen Dank für deine Mühe.Smiley mit Danke-SchildSmiley mit Danke-SchildSmiley mit Danke-SchildSmiley mit Danke-SchildSmiley mit Danke-Schild

Niwre


28.3.05 14:53:28
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Gepostet von Heidi
Ist da vielleicht auch eine Info über Franz Schmidt? Bekam als Sani das EK. Da soll es noch einen zweiten Sani mit der Auszeichnung gegeben haben, den ich nicht finden konnte.


Beziehst Du Dich auf meinen Beitrag oben? Ich schrieb: "Ritterkreuz", nicht nur Eisernes Kreuz und "Franz Schmitz ".

http://www.ritterkreuztraeger-1939-45.de/Infanterie/Schmitz-Franz.htm
http://www.das-ritterkreuz.de/index_search_db.php4?modul=search_result_det&wert1=138&searchword=b%E4cker

bani


28.3.05 16:43:25
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Gepostet von Heidi
... Ich habe kein Interesse, ich bin oberaffengeil auf diese Infos. Das wäre echt supernett, wenn du mir das zur Verfügung stellen könntest. ...



Na na na!
Nicht das mir jetzt noch unanständige Angebote kommen ...Smiley mit dafür-Schild


So, zurück zum Thema:
Schick mir mal Deine E-Mail Adresse.
Ich hab schon mal angefangen, Dir die mittels Akten nachweisbaren Verleihungen rauszuschreiben.

Die schick ich Dir dann zu!

Für einen Rutsch wird mir das doch zuviel ...
( auf was hab ich mich da nur eingelassen! Ich sollte mir wirklich langsam wieder einen Scanner zulegen ... )

Demnächst folgen dann noch die Namen, die man aufgrund von Zeitungsberichten und ähnlichem festgestellt hat.

Heidi


28.3.05 18:34:23
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Klasse! Danke! Meine email-Adresse lautet: riesop@gmx.de Laola-Smileys

Heidi


28.3.05 18:42:46
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Hallo Niwre! Sorry, meine also Ritterkreuz. Über Franz Schmitz habe ich was gefunden (Bild und Grabrede). Über Rudolf Bäcker leider nicht. (oder bin ich wieder mal zu blöd?) Hast du ne Quelle? Und waren es wirklich nur die beiden Sanis, die ausgezeichnet wurden? Das kann doch gar nicht sein.

bani


28.3.05 19:50:36
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Hallo Heidi, Du müßtet eigentlich Post haben - oder demnächst bekommen.
Hab die Sachen gerade rausgeschickt!

Was das Ritterkreuz angeht, da glaube ich nicht, daß es viele vom Med.-Personal bekommen haben.
War ja schließlich ein Kampforden, für den schon außerordentliches geleistet werden mußte!

Die Sani's haben zwar einen nicht ganz unerheblichen Teil geleistet - aber wann hatten sie schon die Möglichkeit für wirklich kampfentscheidene Handlungen ...

Von daher dürfte man die an einer Hand abzählen können.

Andere Auszeichnungen allerding, wie eben die Stufen des EK oder auch des Kriegsverdienstkreuzes dürften da wohl relativ häufig gewesen sein!

HAb mich mit dem Med.-Personal aber nie so richig beschäftigt.
Von daher kann ich da keine zutreffenden Aussagen machen.

Heidi


28.3.05 20:49:04
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Laola-SmileysJipiiieehh!Laola-Smileys
E-mail ist da. Klasse! Bombastisch! Fühl mich, als hätte ich heute Geburtstagsfeier ohne ein Jahr älter zu werden. Ich glaub das gar nicht. Wieso hab ich mich nicht schon eher mit Internet beschäftigt. Junge, du bist Spitze. Recht herzlichen Dank!Respekt-Smileyklatschender SmileyMr. BurnsSmiley mit Danke-Schild

[ Editiert von Heidi am 28.03.05 20:58 ]

bani


28.3.05 20:53:39
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Ach ne, jetzt werd ich gleich ganz rot ...Smiley mit verdrehten Augen

Freut mich, wenn's gefällt.
Rest folgt - wie erwähnt - später.

Heidi


29.3.05 05:02:09
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Gibt es eigentlich eine Möglichkeit, herauszufinden, wo jemand an der Front war? Es geht um den Österreicher Franz Sitter, Krankenpfleger aus Ybbs. Er wurde am 6.2.1902 in Winterberg (ich glaube Tschechei) geboren und verstarb im November 1980 in Ybbs. Im Januar 1941 erhielt er einen Einberufungsbefehl. Er war vorher dienstverpflichtet worden für die Mordfabrik Hartheim im Rahmen der T4-Aktion. Weil er diese Arbeit nicht mit seinem Gewissen vereinbaren konnte, bestand er auf seine Versetzung und wurde deshalb einberufen. Gegen Kriegsende geriet er in amerikanische Kriegsgefangenschaft und arbeitete dort in einem Lazarett. Über diesen Mann hätte ich gerne genauere Informationen, wo und als was er an die Front geschickt wurde. Aber da stehen die Chancen wohl eher schlecht?

Niwre


29.3.05 11:37:19
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Auf die Schnelle nicht - evtl. mal oben den Punkt "Recherche" lesen.

Taude


29.3.05 11:57:48
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Hallo!

Möglicherweise kennst du den folgenden Artikel aus der Österreichischen Pflegezeitschrift schon...

http://www.oegkv.at/download/2003/05/fuerstler,%20malina.pdf

Vielleicht aber kannst du einige neue Erkenntnisse/Neuigkeiten aus den dort angegebenen Quellen zu gewinnen/erfahren.

wie z.B.:

LITERATUR UND QUELLEN:
DIREKTION DES THERAPIEZENTRUMS YBBS AN
DER DONAU (2002): Exzerpt aus dem Personalakt Franz
Sitter, zur Verfügung gestellt von der Direktion des
Therapiezentrums Ybbs an der Donau.

KRAMMER, H., BARTSCH, E. (1999): Lexikon National-
sozialismus. Begriffe, Organisationen und Institutionen.
Rowohlt Taschenbuch Verlag. Reinbeck bei Hamburg.

MARSALEK, H. (1995): Die Geschichte des Konzentrati-
onslagers Mauthausen. Dokumentation. Dritte, erweiterte,
deutschsprachige Auflage. Herausgegeben von der Öster-
reichischen Lagergemeinschaft Mauthausen, Wien - Linz.

MATZEK, T. (2002): Das Mordschloss. Auf den Spuren
von NS-Verbrechen im Schloss Hartheim. Kremayr &
Scheriau, Wien.

RÖDL R., TOCHTER DES FRANZ SITTER (2002): Per-
sönliche Erinnerungen an den Vater; den Verfassern er-
zählt am 20.08.2002.

SITTER, F. (1947): Zeugenaussage des Franz Sitter 20. März
1947 im Verfahren gegen die angeklagten ehemaligen Be-
diensteten der Vernichtungsanstalt Schloss Hartheim. Ver-
fahren vor dem Volksgericht Linz: Vg 6 Vr 6741/47.

STAATSANWALTSCHAFT LINZ (1947): Anklageschrift
der Staatsanwaltschaft Linz 3 St 466/46 Vg 6 Vr 6741/47.

THERAPIEZENTRUM YBBS AN DER DONAU (2002):
Personalakt des Pflegers Franz Sitter, Archiv des Thera-
piezentrums Ybbs an der Donau (1925-1967).

VOLKSGERICHT LINZ (1947): Vernehmungsprotokolle
der beschuldigten Pflegepersonen im Verfahren vor dem
Volksgericht Linz: Vg 6 Vr 6741/47.

VOLKSGERICHT LINZ (1947): Urteil im Verfahren vor
dem Volksgericht Linz Vg 6 Vr 6741/47.

VOLKSGERICHT LINZ (1947): Protokoll der Hauptver-
handlung im Verfahren vor dem Volksgericht Linz Vg 6
Vr 6741/47.


Grüße

Heidi


29.3.05 12:41:39
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Smiley mit Danke-SchildEinige Quellen sind mir neu! Gute Tips.Mr. BurnsSmiley mit Danke-Schild

Heidi


20.4.05 23:56:54
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Rudolf Bäcker
Er war einer des Sanitäts-Unteroffiziers-Korps, der das Ritterkreuz erhielt. Welches Sanitäts-Unteroffiziers-Korps ist gemeint? Wer waren die anderen? Und warum? Weiß darauf jemand eine Antwort?
denkender Smiley

Heidi


20.4.05 23:58:25
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Regine Krochmal
Cecile Goldet

Wer weiß was über diese Krankenschwestern?:)
[ Editiert von Heidi am 20.04.05 23:58 ]

[ Editiert von Heidi am 20.04.05 23:59 ]

Heidi


21.4.05 00:03:04
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Bunkerschwestern
Hat jemand Infos über ihre Arbeit? Gibt es dazu noch Zeitzeugen?

Heidi


21.4.05 00:09:08
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Sanitäter in Gefangenenschaft
Was ist über sie bekannt? Was haut hin mit den "Fememorden". Waren Sanis betroffen? Wo gibt es dazu noch Material? Wie sahen da ihre Arbeitsbedingungen aus? Habe von Knopp "Gefangene". Gibt es noch mehr Literatur über die Gefangenschaft?

Heidi


21.4.05 00:11:19
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Bin auf die Zwangsverschleppten in die SU gestoßen. Wie sah es da mit:( der Krankenversorgung aus?

Heidi


21.4.05 00:14:40
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Waldi stieß mich auf ein sehr interessantes Thema: die Lazarettschiffe. Wer war das Pflegepersonal, woher kamen sie, aus welchen Berufen? Die Gustloff scheint gut recherchiert zu sein. Wo gibt es weiterführende Literatur?

Illuminatus


21.4.05 00:30:33
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Insgesamt erhielten 15 Truppenärzte und Unteroffiziersdienstgrade im Sanitätsdienst das Ritterkreuz. Die Träger aus dem Unteroffiziers-Sanitäts-Korps waren:

1. Willi Pieper am 08.04.1943 als Sanitäts-Unteroffizier in der Stabskompanie/Grenadierregiment 478; gefallen am 13.07.1943 als Sanitäts-Feldwebel

2. Franz Schmitz am 13.09.1943 als Sanitäts-Unteroffizier in der 3.Kompanie/Grenadierregiment 279

3. Rudolf Bäcker am 18.09.1943 als Sanitäts-Feldwebel im Stab II.Bataillon/Grenadierregiment 36

4. Manfred Jordan am 11.01.1944 als Sanitäts-Unteroffizier und Zugführer in der 4.Kompanie/Panzergrenadierregiment 66; gefallen am 10.05.1944 als Sanitäts-Feldwebel

5. Karl Nowotnik am 15.03.1944 als Sanitäts-Feldwebel im Stab Füsilierbataillon 212

Niwre


21.4.05 00:34:38
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Es gibt evtl. noch eine Traditionsgemeinschaft:

Sanitäts-Einheiten 16. Panzer-Division
Fritz Hartong
Werdstraße 31
53225 Bonn

vlt. mal nachpruefen, ob es die noch gibt?

Heidi


25.4.05 02:45:10
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Danke für die Klasse-Infos. Bin auf dem Sprung nach München und in Zeitnot. Deshalb nur die kurze Antwort. Werde nach meiner Rückkehr sofort alle Hebel in Bewegung setzen, mehr zu erfahren. küssende Smileys

waldi44


25.4.05 06:52:53
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Vom sonstigen Inhalt der Seite mal abgesehen:
Soldatentum

Lexikon der Wehrmacht:
http://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Personenregister/SchmitzF-R.htm

Osmanische Reich


25.4.05 13:51:34
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Was für ein Mann!!!!
2.000 Soldaten gerettet. Ein Held.

Hoover


25.4.05 14:26:52
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Mein Gott, den würde ich wirklich als Helden bezeichnen!

Wenn man es verfilmen würde, niemand würde es glauben.

Westwall


25.4.05 16:17:58
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Und wenn jetzt dieser ehrenwerte Mann eine Veranstaltung der OdR besucht wird er von unserer Öffentlichkeit als alter Nazi mit „Halsschmerzen“ beschimpft, traurig traurig kann man da nur sagen.
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