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Apropos Wittmann

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AutorBeitrag

ralph


30.9.02 11:36:01
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da wir ja jetzt auch einen wittmann hier haben, würde mich doch mal interessieren was ihr mir über das duo wittmann & woll erzählen könnt !?
soviel weiß ich :
Obersturmführer Michael Wittman Panzerkommandant der Panzer-Division LSSAH und sein Richtschütze Unterscharführer Bobby Woll, beide außgezeichnet mit dem Ritterkreuz, Wittmann sogar mit eichenlaub, für die meisten panzerabschüsse auf deutscher seite (132).
haben die beiden überlebt ? wo waren sie eingesetzt etc.

waldi44


30.9.02 16:57:49
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Na. da lassen wir doch glatt dem guten Witti den Vortritt:P!

Balsi


30.9.02 18:02:44
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hehe.. ich glaube das sollte dann doch der Willi machen...
vielelicht nur soviel Wittmann fiel in der Normandie und Balthasar Woll... bekam doch nen anderen Panzer oder?

panzerjaeger


30.9.02 21:21:08
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Genau Balsi der Woll ist soviel ich weiss in Gefangenschaft gewesen...hab das mal im Buch Michael Wittmann...

Balsi


30.9.02 21:52:55
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wollteste "... gelesen... " sagen????

ralph


30.9.02 23:18:50
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na bis ihr in die gänge kommt hab ich ja selbst schon fast alles herausgefunden.
wittmann starb am 08. august 1944 in der nähe von caen auf mysteriöse weise, mehrere einheiten streiten sich quasi um seinen Tot, am wahrscheinlichsten jedoch ist, daß sein tiger von einem englischen panzerabwehrflugzeug mit einer rakete geknackt wurde. keiner der besatzung hat das überlebt.
wittmann war am ende sogar hauptsturmführer und hatte zum ritterkreuz das eichenlaub und die schwerter
insgesamt hatte er 141 feindpanzer und 132 panzerabwehrgeschütze vernichtet (unvorstellbar !!!)
balthasar "bobby" woll wurde 1945 in den letzten abwehrschlachten verwundet und überlebte den krieg, er starb 1996.

waldi44


1.10.02 19:12:45
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Nanu, warum schreibt Witti nichts dazu?

tommi


8.10.02 12:12:35
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Hallo Ralph....
Das was du gefragt hast hab ich schon so gewusst das ich es überlesen hab....:D :D :D
Es gibt ein Heft After the Battle da wird alles berichtet... Es wurde später an der Stelle von Witti ne pistole und Lederjackenfetzten gefunden....Soviel ich weiss hat die der Volksbund an sich genommen...
Woll war der erste Richtschütze bei Witti....Bis er dann einen eigenen Kampfwagen bekamm...

Balsi


13.12.02 14:17:28
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so hier was zum thema Wittmann aus dem "Freiwilligen" 6/1983:
Besatzung WITTMANN nach 39 Jahren endlich gefunden
Dank der guten Zusammenarbeit mit dem Volksbund in Kassell und der Bemühungen des Suchdienstleiters des 1. Pz.-Korps, Kamerad Heiner Kugel, können wir als erste berichten, daß man den erfolgreichsten Panzerkommandanten des Zweiten Weltkrieges, Hptstuf. Michael Wittmann, geborgen und mit seiner Besatzung zur endgültigen Ruhe auf den deutschen Soldatenfriedhof La Cambe gebettet hat.
In der Woche vor Ostern konnten 2 erfahrene Umbettungsfachleute des Volksbundes die seit Jahren ergebnislose Suche an der Abschußstelle Chintheaux - Gaumesnil, zwischen Caen und Falaise, mit Erfolg abschließen.
Schon oft ist an dieser Stelle nach Gräbern gesucht worden; zuerst von den Engländern, dann vom französischen Gräberdienst; 1957 bettete der Volksbund um, 1963 führte er nochmal ein Nachkommando durch. Diese vorletzte ntensive Suche förderte einen deutschen Flugzeugführer zutage.
Nach Michael Wittmann und seiner Besatzung fragten viele, aber gefunden wurde er nicht.
Wie war das am 8.8.1944? 4 Tiger preschten der 4. kan. Panzerdivision entgegen. Die deutschen Grenadiere konnten nur noch das trockene, kurze Belfern der Panzerkanonen wahrnehmen; Flammen und Rauch verhüllten das verbissene Kämpfen der Kampfwagen. Es soll Augenzeugen gegeben haben, wo sind sie? Michael Wittmanns letzte Befehle wurden über Bordfunk mitgehört: Achtung, Achtung, Pak von rechts! Zurücksetzen! ... Und die Kanaider quakten in ihren Funkgeräten: Attention, Attention! Tiger Tanks!
Erst am nächsten Tag wurde zur Gewißheit, daß Michael Wittmann seinen letzten Einsatz gefahren hatte. 3 seiner Besatzungen waren nicht zurückgekehrt; das waren 15 Männer. Die Franzosen berichteten, daß hier unzählige ausgebrannte Panzerwracks gestanden haben; auch 3 Tiger seien dabei gewesen. Einer soll die Nummer 107 am Turm gehabt haben.
Der Volksbund hat viele Gräber auf seinen Friedhöfen.
Unter den Unbekannten sind auch diese Besatzungen zu suchen. 2 Gräber geben ganz konkrete Hinweise: Beim Ustuf. Willi Iriohn wurden die Reste von insgesamt 5 Toten festgestellt: seine Besatzung. Wenn man wüßte, wer in seinem Wagen saß, könnte man die restlichen 4 Namen ausfindig machen und auf dem Grab anbringen. Von einem weiteren Wagen weiß man, daß ein Panzerschütze Paul Ringwelski hieß. Die 4 anderen liegen in den Gräbern daneben, als Unbekannte.
Und von Michael Wittmann wissen wir mit Sicherheit, daß sein Fahrer an diesem Tage Uscha. Heinrich Reimers war. Von ihm wurde die Erkennungsmarke gefunden, und zwar die ganze, was bedeutet, daß kein Kamerad die untere Hälfte abgebrochen und beim Spieß abgeliefert hat. Er steht auch heute noch in der Vermißtenbildliste des DRK. Leider haben die Trophäenjäger ganze Arbeit geleistet. Kein Soldbuch, kein Ring, keine Uhr, keine Auszeichnung, kein Kragenspiegel, ke!ine Schulterstücke. Immerhin lieBen sie ihm seine Goldbrücke im Oberkiefer und eine 6,35 haben sie auch übersehen; diese verwahrt der Volksbund nun in seiner Sammlung Jundsachen aus Gräbern".
Nun endlich hat Michael Wittmann mit den Männern seiner Besatzung ein Grab auf dem deutschen Soldatenfriedhof La Cambe gefunden. Es kann vorerst nur mit 3 Namen versehen werden; wer nennt uns die anderen? Die jetzt gefundene Besatzung ist untrennbar; deshalb können keine Einzelgräber für sie angelegt werden, sie erhalten ein gemeinsames Grab in der Ausdehnung von 2 normalen Einzelgräbern. Sicherlich ist auch dies typisch für Michael Wittmann. Wer seine Verbundenheit zu seinen Männern kannte, wird verstehen, daß er nur mit seinen Kameraden gemeinsam in einem Grabe ruhen kann, so wie sie seit 39 Jahren unerkannt neben der Straße Caen - Falaise, auf einem Acker, gemeinsam gelegen haben.
Es war ein Wunder, daß diese Stelle jetzt entdeckt werden konnte, denn Anhaltspunkte für eine Grabstelle waren an der Erdoberfläche nicht vorhanden. Aber das sind die umbetter des Volksbundes gewöhnt. Bei ihrer jahrelangen sprechen will, weisen sie schlicht darTätigkeit haben sie ein Gespür für das auf hin, daß auch diese Kameraden eiAuffinden solcher spurlosen Gräber nen Anspruch auf eine würdige Grabentwickelt. Wenn man ihnen Dank aussprechen will, wqeisen sie schlicht darauf hin, daß auch diese Kameraden einen Anspruch auf eine würdige Grbstelle haben.
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