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Siegeszug der Aufständischen ein Zieg der Freiht?!

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Manstein


16.9.04 19:58:32
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Siegeszug der Aufständischen

Entgleitet den US-Truppen die Kontrolle im Irak? In Falludscha, Samarra, Talafar und Ramadi haben Aufständische die Macht übernommen. Mit einer massiven Offensive versuchen die Amerikaner und ihre irakischen Verbündeten wieder die Oberhand zu gewinnen.

Die Hochburgen des Widerstands
In Falludscha sind nun junge Kämpfer zu sehen, die in neuen amerikanischen Pick-Ups durch die Straßen fahren. Sie tragen oft ausgeleierte schwarze Hosen und Shirts und sind meistens noch keine 20, in seltenen Fällen 30 Jahre alt.

Von der Falludscha-Brigade, die mit Unterstützung der irakischen Nationalgarde für die Sicherheit in der 300.000 Einwohner zählenden Stadt sorgen sollte, ist fast nichts mehr zu sehen. Die Macht liegt in der Hand von sechs Personen, die sich unter Führung von Scheich Abdullah al Dschanabi zu einem Mudschahidin-Schura-Rat zusammengeschlossen haben.

US-Generalmajor John Batiste ist zwar zuversichtlich, dass die sunnitischen Aufständischen in Falludscha bald bezwungen werden können. Aber Verteidigungsminister Donald Rumsfeld und Generalstabschef Richard Myers sind längst nicht so optimistisch. Erfolge im Kampf gegen die Widerstandskämpfer hingen von der Ausbildung der irakischen Soldaten ab, die bei den Militäroperationen die Führung übernehmen sollen.

US-Konteradmiral Gregory Slavonic berichtete, bei den Angriffen der Aufständischen auf seine Soldaten im Irak gebe es "keine Änderung der Taktik. Sie setzen noch immer Panzerfäuste, am Straßenrand versteckte Sprengsätze und Werfgranaten" ein. Allein durch Sprengsätze kamen nach US-Angaben 38 Prozent der getöteten Soldaten ums Leben.

Ähnlich prekär wie in Falludscha ist die Lage auch in Bakuba, Ramadi oder Samarra. Dort rückten amerikanische Truppen am Donnerstag wieder in die Stadt ein, die sie erst Ende Juni geräumt hatten. Sie versuchten die Ordnung in dem Ort wieder herzustellen, begannen mit der Errichtung von Straßenkontrollen.

Massiv bombardiert wurde auch die Stadt Talafar nahe der Grenze zu Syrien. US-Verbände griffen in den Morgenstunden mit Panzern und Artillerie an. Diese Stadt, 70 Kilometer westlich von Mossul gelegen, gilt als Nachschubzentrum der Aufständischen. Mindestens 17 von ihnen sollen bei den Kämpfen getötet worden sein.

Augenzeugen berichteten, bewaffnete Männer hätten in der zum Teil von Turkmenen bewohnten Stadt den US-Truppen heftigen Widerstand geleistet. Der Leiter des Gesundheitsamts der Provinz Ninive, Rabie Jassin, teilte mit, es seien mindestens 27 Menschen getötet und 70 verletzt worden. Er kritisierte, dass die US-Truppen weder Sanitäter noch Medikamente in die Stadt ließen.

Irakische Soldaten drangen am Donnerstag in Nadschaf in den Amtssitz des radikalen Schiiten-Führers Muktada al-Sadr. Die rund 60 Soldaten hatten den Auftrag, nach Waffen zu suchen. Al-Sadr befand sich zum Zeitpunkt der Razzia nicht in dem Gebäude. In dem Gebäude seien keine Waffen gefunden worden, sagte Major Jasser. In Nachbarhäusern habe man aber Mörser und Munition sichergestellt.

Nach dreiwöchigen Kämpfen zwischen den Anhängern al-Sadrs und amerikanischen Truppen hatte der schiitische Großajatollah Ali Sistani am 26. August ein Friedensabkommen vermittelt, das den irakischen Streitkräften die Kontrolle über Nadschaf einräumte.

Aber auch in Nadschaf kann von Kontrolle keine Rede sein. Dort wurden vor drei Wochen zwei französische Journalisten und ein iranischer Diplomat entführt. Sie sind nun angeblich in einer Kleinstadt südlich von Bagdad, aber noch immer in den Händen ihrer Kidnapper.


Wichtige Regionen des Irak in Rebellenhand

Die US-Regierung gesteht massive Probleme bei der Kontrolle des Iraks ein: Wichtige Regionen des Landes seien in der Hand von Rebellen. Die Sicherheitsprobleme gefährden zusehends die im Januar geplanten Wahlen.



AP
US-Soldat und Iraker in Falludscha: Gewalt gefährdet Wahlen
Washington - Hochburgen der Rebellen seien die Städte Ramadi, Falludscha, Bakuba und Samarra, teilten Spitzenbeamte des US-Verteidigungsministeriums nach Angaben der "New York Times" mit. Es sei unklar, wann die Streitkräfte und ihre irakischen Verbündeten diese Gebiete im Zentrum des Landes zurückgewinnen könnten. Die massiven Sicherheitsprobleme im Irak könnten sogar den Termin für die Anfang Januar geplanten Wahlen im Irak gefährden, hieß es.

Künftige Erfolge im Kampf gegen die Rebellen hingen vom Ausbildungstand der irakischen Soldaten ab, sagten US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld und Generalstabschef Richard Myers. Diese sollen nach US-Vorstellungen bei den Militäroperationen federführend sein. Die irakischen Streitkräfte seien zur Zeit noch nicht in der Lage, die Kontrolle über diese Gebiete bis Ende 2004 zu erkämpfen und auch danach zu verteidigen, sagte Myers.

Es sei beunruhigend, dass in bestimmten sunnitischen Regionen bis zum Januar kommenden Jahres nicht die für das Abhalten von Wahlen notwendige Sicherheit hergestellt werden könne. Eine Verschiebung der Wahlen würde aber die Bevölkerung in den Schiitengebieten wütend machen, heißt es in der "New York Times". Die USA und die irakische Übergangsregierung wollten ein Strategiekonzept erarbeiten, wie diese Städte von den alliierten Streitkräften zurückerobert werden könnten.

Auch Annan äußerte sich besorgt über den Demokratisierungsprozess im Irak. Es werde immer schwerer, die für Januar geplante Wahl zu organisieren. Annan mahnte die USA, sich stärker auf einen politischen Prozess in dem Golfstaat zu stützen als auf den Einsatz von Gewalt.

Rumsfeld vermutet Hilfe aus Iran

Der Aufstand gegen die US-Armee und die Übergangsregierung im Irak wird nach den Worten von US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld massiv von Iran unterstützt. Ob dafür die Regierung in Teheran verantwortlich ist, sagte der Minister nicht.



DDP
Donald Rumsfeld im Irak (Archiv): "Iran ist kein Teil der zivilisierten Welt"
Washington - "Aus Iran fließt auf jeden Fall Geld, und aus Iran kommen die Leute", sagte Rumsfeld in einem Interview mit der "Washington Times". "Damit mache ich keine Aussage darüber, welche Teile der iranischen Regierung dafür verantwortlich sind." Es könne sogar sein, dass die Regierung überhaupt nichts davon wisse. Weitere Details nannte er nicht.

Die Regierung der islamischen Republik Iran hat wiederholt frühere US-Vorwürfe zurückgewiesen, die Rebellen im Irak zu unterstützen. Die USA betrachtet Iran als Teil einer "Achse des Bösen". Rumsfeld bekräftigte die scharfe US-Kritik an der Regierung des Religionsstaates.

Der Iran sei "kein Teil der zivilisierten Welt", so Rumsfeld. Daher sei es auch sehr schwierig, die iranische Unterstützung für den Irak zu unterbinden. Zudem seien andere Länder zu zögerlich, Druck auf den Iran auszuüben, sagte er offenkundig mit Blick auf die weniger kompromisslose diplomatische Haltung vieler europäischer Länder zu der Regierung in Teheran.

Manstein


16.9.04 19:59:36
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KUCKT AUF SEINE SCHUHE SO TRAT ER AUCH IM FERNSEHR AUF :tzzzz:



[ Editiert von Manstein am: 16.09.2004 20:03 ]

GI Max


16.9.04 20:19:40
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Hallo,
ich befuerchte wirklich das wenn Bush wiedergewaehlt wird Iran der nexte auf der Liste sein wird.
Der Krieg gegen den Irak war meiner Meinung nach voellig ueberfluessig. Das einzige positive ist das Saddam nicht mehr an der Macht ist.
Bush ist wirklich davon ueberzeugt das die Welt jetzt sicherer geworden ist, was ja ueberhaupt nicht der Fall ist.
Hier in Amerika sprechen viele schon von einem 2ten Vietnam.
Allerdings kommt ein Truppenabzug fuer Bush absolut nicht in Frage da das eine Niederlage fuer ihn bedeuten wuerde.
Und das alles laeuft hier unter dem Deckmantel "Krieg gegen den Terrorismus".:totlach:
Naja ,hoffen wir mal das Bush nicht nochmal gewaehlt wird .

Gruss Max:)

Manstein


16.9.04 20:22:57
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Ach MAX ich hab ganz vergessen zu fragen wie war deine Zeit im IRAK.


Ich bin 19 und brauche nicht zur Armee weil ich Niederländer bin.



GrüßeLaola-Smileys

GI Max


16.9.04 20:33:48
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Hallo Manstein,
ich war fast ein Jahr dort und die ersten 2,3 Monate waren wirklich schlimm. Wir hatten keine Toiletten keine Duschen und kein richtiges Essen und staendig die Gefahr angegriffen zu werden.Allerding hatte die Bevoelkerung waehrend meiner Zeit dort noch ein bisl mehr Angst(Respekt) vor der US-Army.
Es gab nicht so viele Anschlaege,Hinterhalte und Roadsidebombs wie in letzter Zeit.
Ich war wirklich froh da heil wieder rausgekommen zu sein.

Musst du als Hollaender nicht zur Holaendischen Armee?

Gruss Max:)

Manstein


16.9.04 20:54:03
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Also wir haben ein Freiwilligen Armee das aus etwa 34000 tausend mann besteht und zu den besten Soldaten von Europa zählt!Respekt-Smiley


Das glaub ich es war am anfang sehr hart warum hast du dich bei der Amerikanische Armee gemäldet und nicht bei der Deutschen Bundeswehr in Afgahnistan ?




Und nur "3 Monate" warum, Bush hatte doch erst vor ich glaube 3 Monate ein Personal wechsel angekündigt wie war noch mal sein Wort dafür?

Stimmt das 101 Airborn Division warst du ?


Und ich habe immer das gefühl gehabt das die Texte die der Soldat im Fernseher sagte ihrgend wie so standard setzte waren, wie ich verteidige mein Land und wir müssen ihr sein um die Massen verrnichtungs Waffen zu finden also ich hätte mich gedrückt so etwas im Fernseher zu sagen das hätten mir meine Familie und meine Freunde nicht abgenommen, kennst du den Film Hamburger Hill das sagt ein Soldat die warheit gegen über den Reporter !

Und war es nicht schwer von deine Kumpels weg zu gehen?


Grüße

GI Max


16.9.04 23:16:18
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im Moment sind es 12 Monats Rotationen die die US Soldaten im Irak ableisten muessen,an denen aber aber bei Bedarf noch weitere 6-12 Monate angehaengt werden koenen.
Die 101st Airborne war von Ende Feb.03 bis anfang Feb.04 im Einsatzgebiet, und wird wahrscheinlich Anfang nexten Jahres wieder hin muessen. Ich war fast das volle Jahr mit der 101st dort.
Bei der Bundeswehr war ich auch, von '94 bis '98.
Bin dann Ende 2000 zur Army (war vor dem 11.sep01).
Uns ist schon gesagt worden wie wir mit den Medien umzugehen haben. Das heisst wir durften nix negatives ueber die Army oder den Krieg sagen.Auch durften wir keine Informationen ausgeben die fuer den Feind von Interesse sein koenten.
Also viel sagen durften wir nichtseilspringender Smiley
Bin jetzt fertig in der Army und werde nexte Woche wieder nach Deutschland kommen:D.Laola-Smileys

Gruss Max
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