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tschetschenien

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AutorBeitrag

oberfeldmaus


27.12.2005 14:52:32
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was meint ihr wie das da wohl ausgeht, habe mir mal auf www.thenausea.com die clips zum download angeguckt - echt heftig.

die russen können nicht dableiben, aber auch nicht abziehen - teufelskreis!



oberfeldmaus


27.12.2005 15:05:52
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http://www.thenausea.com/chechenya.html

oberfeldmaus


27.12.2005 15:06:38
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mir kommen da grad bedenken ob das nicht schon im alten forum stand       

Andi


27.12.2005 15:14:38
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Wo siehst du da ein Video über Tschetschenien?? Ich find keins.

oberfeldmaus


27.12.2005 15:18:09
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ja nee klar


die links zum download!

bani


27.12.2005 15:20:33
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waren schon im alten forum.

wo liegt das problem andi? ist doch ganz leicht ...

notfalls nimm das hier: http://www.thenausea.com/elements/Chechenya/Extreme%20-%20Unknown%20Russian%20Soldier.wmv

oder - um es noch einfacher zu machen: klick einfach auf die grünen Wörter ... 
Vor allem, wenn da Video steht ... 

aber wie gesagt - hatten wir alles schon mal.

Andi


27.12.2005 15:33:13
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Ja ja is gut ich habs inzwischen auch schon gesehen. Ist echt hart, aber so lange der Putin an der Macht ist wird sich da nichts ändern. Denn so lange die Amerikaner ihre Erdölpipeline durch Georgien bauen werden die Russen auch versuchen von dem Kuchen was abzubekommen. Und da Tschetschenien ziemlich nah an Georgien grenzt werden sich die Russen da nicht vertreiben lassen.
Desweiteren wird die Gewalt dort nicht abnehmen, weil es sich durch gegenseitige Massaker immer weiter aufschaukelt wie im Jugoslawienkrieg oder im Kosovo.

Anmerkung ans Video:

Die töten den armen Kerl ja wie ihre eigenen Hammel.    (ist ernst gemeint; kein Witz!!!!)

Ronny22


27.12.2005 18:54:59
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Also...

Die Tschetschenienen-Frage ist ziemlich kompliziert...


Putin ist ein Mann der harten Linie, er will nicht nachgeben und seine militärischen Berater erstrecht nicht. Viele von denen waren schon in Afghanistan dabei und haben auch die Schlappe aus dem 1.Tschetschenien-Krieg nicht verdaut.

Und nun nach dem 11.September kann man die Tschetschen allgemein der Welt als Terroristen verkaufen...damit die Welt wegschaut, wenn russische Soldaten morden und plündern.
Was leider recht häufig passiert, weil die Soldaten da auch ewig keinen Sold bekommen oder bessergesagt auch nur ne Handvoll Kröten für das was sie da leisten / erdulden müssen.

Also die Medaille hat immer 2 Seiten...und diese extrem perversen Übergriffe der Tschetschenen nahmen auch erst im 2.Krieg zu, im 1. wurden Gefangene noch normal behandelt und später sogar ausgetauscht.

Die Rebellen setzten sich aus verschiedenen Strömungen und Gruppierungen zusammen. Es kämpfen die Überreste der tschetschenischen Nationalgarde, die Islamische Internationale Brigade (Wahhabiten), die Kämpfer des Islams (Bassajew) und verschiedene Milizen von verschiedenen Warlords.

Die Nationalgarde kämpft mit militärischen Rangabzeichen und Hoheitsabzeichen...im rechtlichen Sinne also keine Guerilla.

Aber mit dem verstärkten Erscheinen der Wahhabiten und dem ansteigen der russischen Übergriffe steigt die Spirale der Gewalt weiter an.

Nach dem Fall des Oberst Yuri Budanov, der eine junge Tschetschenin brutal vergewaltigt und ermordet hat ging das so ziemlich los.

Der Kommandorat der Rebellen forderte seine Auslieferung um ihn vor ein Scharia-Gericht zu stellen. Die Russen weigerten sich verständlicherweise, aber stellten ihn nicht vor Gericht...sprachen ihn sogar im 1.Anlauf frei. Im 2.Anlauf kam er dann in die Klapse.

Militärisch wird dieser Krieg für die Russen nicht zu gewinnen sein, die Tschetschenen kennen das Terrain hervorragend und sind auch gut für diese Art von Krieg ausgerüstet und strukturiert.

Kleine mobile Einheiten mit leichten Infanteriewaffen, RPGs und auch Flugabwehr-Raketensystemen.

Die die Hit-and-Run-Taktik anwenden, kurze, starke, gut vorbereitete Schläge gegen Konvois und Checkpoints...die schwer abzuwehren sind...

Siehe die Anschläge auf Militärkonvois im Irak. Obwohl die Tschetschenen meist eine Sprengladung zum stoppen des Konvois nutzen um ihn dann infanteristisch anzugreifen.

Also solche Videos guck ich mir nicht an...nicht wirklich was was man sich ansehen möchte.

Es gibt auch andere Videos die reale Gefechte zeigen und nicht solche unmenschliche Perversion.


Aber im alten Forum haben wir das schon lange und breit erläutert...aber schön das es hier auch weiter geht. 


Als Literatur-Tipps möchte ich anmerken:

"Der russische Krieg in Tschetschenien 1994-1996" Hans Krech
"Der Zweite Tschetschenien-Krieg 1999 - 2002" Hans Krech
"Landschaften eines Krieges: Tschetschenien" Juan Goytisolo
"Tschetschenien Die Wahrheit über den Krieg" Anna Politkovskaja

bani


27.12.2005 19:35:03
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Andi schrieb:
...
Anmerkung ans Video:

Die töten den armen Kerl ja wie ihre eigenen Hammel.    (ist ernst gemeint; kein Witz!!!!)


Das ist ja das Problem daran:
Beide Seiten gehen nicht gerade mit Samthandschuhen vor - kann man in so einem Konflikt ja auch nicht.
Durch jeden dieser Vorfälle - egal auf welcher Seite - schaukelt sich das Ganze aber immer mehr auf.
Ob man hier das selbe Glück hat wie in Afghanistan - "einfach" so rauszukommen ...?
Bezweifle ich irgendwie ...


Wenn man sich die ganzen Filma da ansieht ( hab ich mal gemacht! ) - so wie hier über's Netz wird das ja weltweit veröffentlicht.
Die Russen kennen die Filme natürlich auch.
Was die mit dem nächsten Tschetschenen machen, den die in die Hände bekommen, ist klar.
Darauf reagieren dann diese auch wieder ähnlich und so geht es immer weiter!

Andi


27.12.2005 23:00:49
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Ist eben eine Spirale der Gewalt. In diesem Konflikt hilft glaube ich nur wer nach dem Grundsatz handelt: "Der Klügere gibt nach." (worauf wir aber lange warten können. "Halb-Diktator" Putin sitzt fest im Sattel und nutzt seinen Staatsapperat geschickt und die Tschetschenen verteidigen ihre Heimat. Aber in der russischen Bevölkerung wächst der Widerstand, der leider viel zu schwach ist, gegen den Krieg in Tschetschenien.

Ronny22


28.12.2005 23:30:03
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Mal ein paar Fakten zum Konflikt:

5.10.2000 Generalstabschef Manilow gab heute die aktuellen Verlustzahlen mit 2.472 russischen Soldaten an. Davon seien 1.644 Angehörige der Truppen des Verteidigungsministeriums. 7.076 Soldaten seien verwundet worden, 26 werden noch vermisst. Manilow sagte auch, dass nur noch 2.000 tschetschenische Kämpfer übriggeblieben seien. Der tschetschenische Präsident Maschadow sagte dagegen, er befehlige noch 33.000 Bewaffnete.
Radio Free Europe, Radio Liberty 6.10.200


Kriegsgefangene


18.9.2000 Ein Journalist der Los Angeles Times hat in Russland über zwei Dutzend Soldaten interviewt, die gerade aus dem Krieg in Tschetschenien zurückkamen. Hier findet sich auch der Grund dafür, dass es so wenige Berichte über tschetschenische Kriegsgefangene gibt: Die meisten Einheiten haben keine Gefangenen genommen, sondern die tschetschenischen Kämpfer an Ort und Stelle getötet. Andrej, ein Soldat sagt: " Ich weiss, dass wir die Gefangenen offiziell bei den entsprechenden Stellen abliefern müssen. Aber in der Praxis nehmen wir keine Gefangenen. Wenn sie einmal eine Wunde haben, sind sie so gut wir tot. Sie wissen das, man kann es in ihren Augen sehen. Sie sagen uns nichts, aber wir fragen sie auch nichts. Wir tun es aus Hass, wenn sie unsere Soldaten foltern können, können auch wir sie foltern. Das einfachste ist es, ein Bayonett zu erhitzen, wenn es vor Hitze glüht, stichst du es ihnen in den Körper. Du musst es so machen, dass sie den größtmöglichen Schmerz spüren. Das wichtigste ist, dass sie langsam sterben. Ein schneller Tod ist ein leichter Tod. (...) einerseits sieht es wie ein Verbrechen aus, andererseits gewöhnt man sich leicht daran. Ich habe auf diese Art und Weise ungefähr neun Menschen umgebracht." Ein anderer Soldat sagte: "Wir hatten eine klare Strategie, wir nahmen keine Gefangenen. Weshalb sollen wir Gefangene nehmen, du kannst sie an Ort und Stelle bestrafen". Es gab auch Berichte über die Verstümmelung von Leichen, ein russischer Soldat erklärt dies so: "Ohren abzuschneiden scheint manchen Leuten grausam zu sein. Es ist eine alte Tradition - du schneidest dem Feind die Ohren ab, um sie später auf das Grab eines gefallenen Freundes zu legen. Es ist kein Zeichen von Barbarei, es ist unsere Art einem Freund zu sagen: Ruhe in Frieden, wir haben für dich Rache genommen."
LA Times, 18.9.2000


Folterungen und Misshandlungen


Anfang Dezember 1999 Mehreren Zeugen zufolge ging ein Söldner auf ein fünfjähriges Mädchen zu, das Ohrringe trug, und sagte: "Schaut mal, sogar kleine Mädchen haben hier Diamanten." Dann zog er so heftig an den Ohrringen, dass die Ohrläppchen des Mädchens zerrissen. - Die Steine waren eine Nachbildung gewesen.
Human Rights Watch. Russia/ Chechnya. "No Happiness Remains". Civilian Killings, Pillage, and Rape in Alkhan-Jurt, Chechnya. Vol. 12, No. 5 (D) - April 2000. (http://www.hrw.org)

Mitte Januar 2000 In Tschetschenien steht die männliche Bevölkerung unter Kollektivverdacht der Zusammenarbeit mit den Kampfeinheiten. Willkür und Schikane beherrschen die Tagesordnung. Männer müssen sich öffentlich ausziehen, was nach tschetschenischem Sittenkodex eine Schande ist. Wenn die Kontrolleure Spuren am Körper entdecken, etwa Prellungen, die von automatischen Waffen stammen könnten, werden sie festgenommen und verschwinden in den Filtrationslagern. "Wer will, findet immer etwas", sagt einer der Flüchtlinge.
Aus Nazran Klaus-Helge Donath in die tageszeitung, 19.1.2000

8.9.2000 "Mein Mann ist am 8.September mit einem Bekannten nach Grosny gegangen. Sie sind nicht lebend zurückgekommen." Beide wurden zuerst von Russen festgenommen. Angeblich wurden sie nach eineinhalb Stunden wirder freigelassen. Ein paar Tage später fanden die Angehörigen die Leichen: "Sei wurden mit Genickschuss getötet. Sie hatten ihnen die Ohren abgeschnitten, das Gesicht verstümmelt, die Zähne ausgeschlagen. Dann hat man sie mit Benzin übergossen und angezündet", so eine der Witwen. Über mehrere solcher Fälle berichten die Korrespondenten der Frankfurter Rundschau und der Süddeutschen Zeitung in einer Serie zur Situation in Tschetschenien.
Frankfurter Rundschau, Süddeutsche Zeitung, 10.10.2000



Vergewaltigungen

19.12.1999 Malika aus Schali (Name geändert) berichtet, dass russische Soldaten ihre 23-jährige Nachbarin vergewaltigt und ermordet haben. Malika beschreibt ihre Nachbarin als sehr hübsch und im 5. oder 6. Monat schwanger. Sie sagt ferner aus, dass die Soldaten auch die etwa 60-jährige Schwiegermutter ihrer Nachbarin töteten. Malika nimmt auch an der Waschung der Toten teil und beschreibt den Zustand ihrer vergewaltigten Nachbarin: "Auf ihren Brüsten waren dunkle blaue Blutergüsse. Auf ihrer Schulter war ein merkwürdiger quadratischer Bluterguss. Nahe ihrer Leber waren ebenfalls dunkle Quetschungen. Im Nacken waren Zahnspuren, und ihre Lippen wiesen ebenfalls Zahnspuren auf, so als ob sie jemand gebissen hätte. Sie hatte ein kleines Kugelloch an der rechten Kopfseite und eine große Wunde an der linken Seite ihres Kopfes."
Human Rights Watch, 20. Januar 2000
http://www.hrw.org/press/2000/01/chech0120.htm


Im Januar 2000 Musa (Name geändert) wurde Zeuge, wie ein Dutzend Gefängniswächter im Filtrationslager Tschernokosowo ein 14-jähriges Mädchen im Korridor außerhalb der Zellen vergewaltigten. Das Mädchen war gekommen, um ihre inhaftierte Mutter zu besuchen, und für den Preis von 5.000 Rubel erhielt sie die Erlaubnis für ein fünf-minütiges Treffen. Diese fünf Minuten wurden zu einer vier-tägigen Tortur, während der sie in eine Zelle gesperrt, geschlagen und wiederholt von Wachen vergewaltigt wurde. Musa war vom 16.1.2000 bis 5.2.2000 im Lager inhaftiert.
Musa (Name geändert) berichtet Amnesty International von dem 16-jährigen Jungen Albert aus dem Dorf Davydenko, der zu ihm in die Zelle im Lager Tschernokosowo gesteckt wurde, nachdem ihn mehrere Wachmänner nacheinander vergewaltigt und brutal geschlagen hatten. Eins seiner Ohren war abgeschnitten worden. Während seiner 3-wöchigen Inhaftierung (16.1.2000 bis 5.2.2000) wurden laut Musa bis zu 10 Männer im Lager vergewaltigt.
Amnesty International, News Release, EUR 46/19/00, 23.3.2000

Mitte bis Ende Januar 2000 Drei freigelassene ehemalige Häftlinge aus dem Filtrationslager Tschernokosowo berichteten Human Rights Watch von Vergewaltigungen während der Haft. Einer von ihnen hörte am zweiten Tag seiner Gefangenschaft die Schreie einer 42 Jahre alten Frau aus Tolstoy-Jurt, mit der er im Lager angekommen war. "Die Frau wurde unbarmherzig geschlagen. Vom Geräusch her, meine ich, wurde sie mit Gummiknüppeln geschlagen. Ungefähr 15 Minuten lang. Dann hörten wir ungefähr eine halbe Stunde lang nichts mehr. Wir konnten alles hören, was vor sich ging, jedoch nichts sehen. In der halben Stunde, das wussten wir, wurde sie vergewaltigt. Sie flehte darum, sie nicht zu vergewaltigen. Die Soldaten sagten schmutzige Worte. Das dauerte eine Weile an. Dann hörte alles auf."
Dieser Zeuge berichtete, dass auch Männer vergewaltigt wurden: "Sie riefen einen Mann aus der Zelle. Sie holten in raus, ohne etwas zu sagen und begannen, ihn sehr grausam mit Knüppeln zu schlagen und mit Füßen zu treten. Wir konnten alles hören. Dann befahlen die Soldaten ihm, sich auszuziehen. Dann legten sie ihn auf etwas, es könnte sein, das sie ihn irgendwo festbanden. Dann wurde ihm etwas angetan, so wie es Pädophile tun. Wir hörten ihn sagen: "Nein, nein, nur das nicht." Nachdem alles passiert war, sagte das Opfer: "Ihr habt mich getötet." Es gab zwei oder drei solche Fälle, das passierte einer Person zweimal, und einem anderem Mann, glaube ich. Sie benannten ihn in Alla um, sie sagten: "Von nun an bist du Alla, eine Frau."
Human Rights Watch, http://www.hrw.org/hrw/press/2000/02/chech0218.htm, 18.2.2000

29.3.2000 Ein 14-jähriges Mädchen aus Urus-Martan starb in Gefangenschaft in Tschernokosowo aufgrund von Folter und Misshandlung, wiederholte Vergewaltigungen durch Wachpersonal inbegriffen. Berichten zufolge war sie auf einer Busreise an einem Kontrollpunkt festgenommen worden.
Amnesty International, News Release, EUR 46/23/00, 29.3.2000


Massaker

5.2.2000 In Aldi wurden Augenzeugenberichten zufolge mehr als 100 Zivilisten ermordet, die sich der Plünderung ihrer Häuser widersetzten. Überlebende Bewohner haben eine Liste mit 92 Namen zusammengestellt. Die tatsächliche Zahl der Opfer liege aber deutlich höher: viele Körper seien enthauptet, verstümmelt und teilweise verbrannt worden, so dass eine Identifizierung unmöglich sei. Zur "Säuberung" sei der Ort in verschiedene Bereiche aufgeteilt. Die Gräueltaten seien vor allem durch OMON-Spezialeinheiten und russische Söldnertruppen begangen worden. Junge russische Soldaten, die durch den Ort zogen, hätten die Bewohner noch gewarnt: "Lauf' weg, versteck' dich, die Söldner (kontraktniki) kommen und bringen alle um! Ihr habt Glück, dass ihr auf uns getroffen seid, die da hinten, das sind Tiere." Salman Bichajew (48) und sein Sohn Ahmed (28) müssen niederknien, werden an den Händen gefesselt und durch Kopfschuss getötet. Die Körper werden unter Abfall versteckt. Sultan Timir (45) wird die Kehle durchschnitten, danach trennen die Schlächter ihm den Kopf ab. Den Toten werden die Goldzähne herausgerissen. Das Massaker wird bis spät in die Nacht fortgesetzt. Anschließend werden die Körper aufgeschichtet, mit alten Reifen umgeben, mit Benzin übergossen und verbrannt. Andere Leichen werden in die Keller der Häuser geworfen und mit Handgranaten zerfetzt. Die überlebenden Bewohner bringen alle nicht identifizierten Leichen in den Hof der Dorfschule und überschütten sie mit Erde. Sie können erst dann identifiziert und begraben werden, wenn die geflohenen Bewohner zurückgekehrt sind.
Le Monde durch eigenen Korrespondenten in Inguschetien, 26.02.2000


Die Namensliste von Einigen der Ermordeten:

Akhmed Abalkhanow (75), Rakhaash Akmadowa (71), Musa Akhmadow ( Alter unbekannt), Ziyardi Akhmerzojew (44), Aindi Azujew (80), Shamkhan Baigirijew (32), Sultan Dzabrailow (50+), Vakha Dzhambekow BeterSultanowich (52), Akhmed Eldabijew (75), Ramzan Ekmurzajew (35), Alvi Ganajew (61), Aslambek Ganajew (32), Salambek Ganajew (39), Magomt Gaitajew (76), Koka Gerikhanowa (45), Ali Hadjimuradow Germanowitsch (58), Sultan Idigow (52), Vakha Khakimow (50), Umar Kudozow (47), Mus Kudozow (42), Zina Labazanewa (50+), Saalam Makhamadow (59), Abdul Makhamadow (55), Umar Musajew (77), Jakub Musajew (51), Suleiman Musajew (27), Abdurakhman Musajew (49), Yusup Musajew (49), Avalu Sugaipow Saudijewitsch (49), Abdurakhman Tasujew (20), Sultan Temirow Said-Achmedowitsch (48), Hanpasha JakhJajew Sultanowitsch (45), Mussa Jakajajew (43), Aimani (Nachname und Alter unbekannt).
Human Rights Watch, www.hrw.org/press/2000/02/chech0223.htm, 23.2.2000







bani


29.12.2005 00:11:57
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Ronny22 schrieb:
Mal ein paar Fakten zum Konflikt:

...


Wenn Du diesen Titel wählst - dann solltest Du aber auch von beiden Seiten berichten!
In Kriegen gibt es immer 2 Seiten.

So, wie Du hier schreibst, sind eine Seite ( Russen ) nur die Täter und die andere Seite die armen Opferlämmer ...
Ganz so ist es ja nun auch nicht.

Andi


29.12.2005 00:14:18
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Es bietet einen erschreckend schauerlichen Bericht über den Krieg. Aber es gehören zwei Seiten dazu. Da muss ich bani rechtgeben.

Balsi


29.12.2005 09:37:38
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also der Angriff auf das Krankenhaus war doch noch vor dem 2. Krieg. Wenn ich mir die Übergriffe auf die Nachbarrepubliken anschaue, Nordost oder Beslan.. da bleibt mir schonmal der Atem stehen.

Die Frage ist doch auch woher die ihre Waffen bekommen, neue Stinger-Raketen usw. das da internat. Topterroristen dahinterstehen ist für mich eigentlich keine Frage mehr.

Der Russe ansich ist stinksauer auf die Tschetschenen (wenn ich das mal so sagen kann). Gewalt, Verbrechen und Mord bspw. in Moskau wird sehr gern aus den kaukasischen Ländern in die Städte gebracht. Ich für meinen Teil empfinde den Widerstand aus der russ. Bevölkerung eher so, das die sich sagen.. unsere armen Söhne gehen da drauf. Den Kampf gegen die "Verbrecher" sehen sie als richtig an.

Die wetsliche Welt haut auch sehr gern auf die Russen ein.. wissen wir was im Irak wirklich alles apssiert? Ich erinnere da nur mal an die Naschichtensperre zu Anschlägen auf US-Soldaten. Im Krieg im Irak haben wir doch früher jeden Tag Informationen zu toten GI`s bekommen. Dann Sperre und nicht mehr. Einmal im Jahr dann ne Zahl.. über 2000 Mann. Da gehts doch mit Sicherheit von der Psyche her völlig ab. Ich will ja nicht sagen das die Russen lammfromm sind.. zimperlich sind die schon garnicht. In Deutschland 1945 wurde es Befreiung genannt in Tschtschenien 2005 ist es Aggression. Man hört ja nichts von tschetschenischer Seite.. irgendwie will da keiner Frieden oder eine Lösung. Die Tschetschenen von heute sind die Antisemiten von morgen.

uwys


29.12.2005 11:13:51
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Wer sich in einem Krieg Terroristischer Akte bedient, Schule von Beslan oder Theater in Moskau, hat doch schon von vorneherein verloren.
Wer hier im Recht ist und wer nicht, diese Frage stellt sich doch eigentlich für die breite Masse schon nicht mehr!
Wenn jemand in eine Schule eindringe und dort 1000 Menschen, zum grössten Teil Kinder, als Geiseln nehme dann dann ist das in meinen Augen ein Terrorist!!!
Die Gründe für seine Tat rücken doch dabei in den Hintergrund.
Diese Leute können nur heimtückisch töten, das sie dabei ihren tod in kauf nehmen mach die ganze Sache nur noch schlimmer!!

bani


29.12.2005 12:06:07
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Wenn das so weitergeht, dann haben wir da eh einen zweiten Nahost-Konflikt!
Siehe Israel <-> Palästina.

Mag vielleicht etwas seltsam klingen aber meiner Meinung nach gibt es da unten erst Ruhe, wenn eines der beiden Völker ausgerottet ist!
Entweder der Jude oder der Araber ...

Es gibt zwar vernünftige Leute auf beiden Seiten aber sowie sich auch nur der leiseste Hauch einer Entspannung anbahnt - schon sprengt ein Palästinenser sich inmitten von Israelis in die Luft oder die Israelis erschießen mal wieder ein paar palästinensische Schulkinder!
Da wird es nie Frieden gaben.
Man hat es ja damals mit Rabin gesehen - die Israelis schrecken ja zur Not nicht mal davor zurück, ihren eigenen Regierungschef zu erschießen.

Jede Seite ist natürlich die Gute und NUR sie hat das Recht, die anderen zu töten - da das ja die bösen Eindringlinge und Terroristen sind!
Viel anders ist es in Tschetschenien auch nicht.

Und wie schon gesagt - ich bezweifle das der Russe hier das selbe Glück wie in Afghanistan hat, und relativ "einfach" wieder rauskommt!

Ronny22


29.12.2005 13:30:43
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uwys schrieb:
Wer sich in einem Krieg Terroristischer Akte bedient, Schule von Beslan oder Theater in Moskau, hat doch schon von vorneherein verloren.
Wer hier im Recht ist und wer nicht, diese Frage stellt sich doch eigentlich für die breite Masse schon nicht mehr!
Wenn jemand in eine Schule eindringe und dort 1000 Menschen, zum grössten Teil Kinder, als Geiseln nehme dann dann ist das in meinen Augen ein Terrorist!!!
Die Gründe für seine Tat rücken doch dabei in den Hintergrund.
Diese Leute können nur heimtückisch töten, das sie dabei ihren tod in kauf nehmen mach die ganze Sache nur noch schlimmer!!

Leider ist diese Liste einseitig da ich noch nichts vergleichbares für die andere Seite gefunden habe.

Aber die hier verlinkten Videos sprechen ja eindeutig für die Gräuel der tschetschenischen Seite!!! Deutlicher kann man das wohl kaum darstellen.

Aber es ist ein wenig zu differenzieren...die russische Armee ist eine Staatsmacht mit einer ordentlichen Struktur, mit Vorschriften und Befehlen. Dort sollten eigentlich Übergriffe durch das eingreifen von Offizieren in den Griff zu bekommen sein. Aber die Führung sieht darüber wohl hinweg.

Verblendete Fanatiker auf der anderen Seite sind sicher kaum zu züggeln außer man legt ihnen das Handwerk, auf die eine oder andere Weise.

Die Angriffe auf das Theater und die Schule sind als terroristische Akte anzusehen, aber im Hinterkopf sollte man dann auch die Bilder von verstümmelteten tschetschenischen Kindern haben. Opfer russischer Artillerie & Bomben, im 1.Krieg und dann im 2.Krieg die vielen verschwundenen Jungen die als Rebellenverdächtige verschwinden und nie wieder auftauchen.

Das ist in keinsterweise eine Entschuldigung für die beiden Angriffe, aber man sollte bedenken das die Angreifer auf Familien haben...und sicher ihre eigenen privaten Gründe haben alles gegen die Russen zu unternehmen.

In diesem Zusammenhang erwähne ich nochmal das Bassajew, Ehemann & Vater von 6 Kindern war...die ein russischer Kampfhubschrauber gezielt ausschaltet.

Das der Mann kaum noch Hemmungen kennt liegt sicher auch darin...er hat nichts mehr zu verlieren...und solche Männer sind die Gefährlichsten...noch dazu dann von Wahabbiten radikalisiert.

Im 1.Krieg hat er sich noch anders verhalten als jetzt im 2. .

Ronny22


29.12.2005 13:34:45
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bani schrieb:
Und wie schon gesagt - ich bezweifle das der Russe hier das selbe Glück wie in Afghanistan hat, und relativ "einfach" wieder rauskommt!

Er könnte schon aber dazu müsste Putin über seinen Schatten springen und eingestehen das er diesen Krieg nicht gewinnen kann.

So geht das immer weiter...selbst wenn er 50 Rebellen töten kann...wachsen aus dem Volk weitere Rächer für diese 50 heran.

Dann vergewaltigen ein paar betrunkene russischen Soldaten oder Söldner eine Tschetschenin....und die hat dann auch wieder Brüder, Onkel, Cousins....die dann in die Berge gehen...

Wenn die Russen ihre Besatzungspolitik nicht ändern und Pläne für einen Rückzug machen dann schaffen sie sich immer wieder selbst ihre Gegner. 

Mastercloser


30.12.2005 00:22:48
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bani schrieb:
Wenn das so weitergeht, dann haben wir da eh einen zweiten Nahost-Konflikt!
Siehe Israel <-> Palästina.

Der ist doch schon da, nur wird darüber nicht so viel geschrieben

bani schrieb:
Und wie schon gesagt - ich bezweifle das der Russe hier das selbe Glück wie in Afghanistan hat, und relativ "einfach" wieder rauskommt!

Na, das wird so nicht gehen, da der Russe ja Tschetschenien als russisches Territorium betrachtet. Deshalb kann er nicht einfach so rausgehen. Es sei denn, Tschetschenien wird selbständig. Aber das zu verhindern, dazu sind die Russen ja da.

Ronny22


4.2.2006 20:35:45
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Das Thema taucht immer wieder im Zusammenhang mit den Kriegen in Tschetschenien auf...

Hat jemand irgendwelche Informationen über baltische oder ukrainische Scharfschützinnen auf tschetschenischer Seite???

Gab es sie, wenn ja wieviele, woher kamen sie und vorallem warum???

Infos über deren Einsätze? Wurden welche von den Russen gefangengenommen???

Ronny22


12.8.2006 19:45:57
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Eine Mutter sucht ihren Sohn den General Baranov vor laufenden Kameras befiehlt zu erschiessen...

http://www.youtube.com/watch?v=oZW1uwMma5w&NR


Es gibt noch andere Videos in denen Russen 76 verwundete Rebellen gefangennehmen, schwer misshandeln und abtransportieren...und keiner von den 76 kehrte je wieder heim...

Ronny22


13.8.2006 14:23:07
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Adam


19.3.2008 12:05:56
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Ronny22 schrieb:
Das Thema taucht immer wieder im Zusammenhang mit den Kriegen in Tschetschenien auf...

Hat jemand irgendwelche Informationen über baltische oder ukrainische Scharfschützinnen auf tschetschenischer Seite???

Gab es sie, wenn ja wieviele, woher kamen sie und vorallem warum???

Infos über deren Einsätze? Wurden welche von den Russen gefangengenommen???
Hallo Leuter. ich habe mit diese Thema etwas zu tun,weil ich komme aus Thethenien. Ich habe an alle beteiligte an diese Forum eine Frage: weist jemand von euch einen beispiel aus menschliche geschichte  davon, dass einen volk anderen errobern wollte und dabei dieser volk als guter volk genannt hatte? wenn nicht müssen alle wissen, dass wir wollen es nicht das unsere zukunft von der meinung von einem volk abhängt, der an so viele verbrechern beteiligt ist. ich bitte alle um verständnis wegen meinen deutsch  . danke

Ronny22


20.3.2008 19:08:05
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Hallo Adam und willkommen im Forum. 

Ich denke mal deine Frage lautet, ob jemals ein Volk seine Besatzer als Freunde empfangen hat!?


Tschetschenien musste ja nicht in irgendeiner Form befreit werden, es wurde besetzt weil es sich nicht beugen wollte
und wie viele ehem. Sowjetrepubliken die Freiheit wollte.

Aus meiner Sicht ein vollkommen legitimer Grund des Widerstandes, nur eben die Wahl der Mittel sollte angemessen sein.

Bewaffneter Kampf gegen Militäreinheiten ist kein Terrorismus, aber Geiselnahme von Zivilisten und Bombenanschläge schon... 

Rasputin


28.1.2009 11:31:26
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Adam, also wenn ich ehrlich bin die ukrainer im wk2 die deutschen truppen mit blumen bergrüßten  und die bayern  einschließlich ihres ministerpräsidenten bitten die ami soldaten das sie ihre stützpunkte nicht aufgeben in deutschland, weil dann arbeitsplätze und die gesamte wirtschaft in diesen regionen einbrechen würde.
Das ist zwar nicht die russische holzhammermethode die auch für jedermann sichtbar eine unterdrückung darstellt, aber eine besatzung und unterwerfung bleibt es dennoch mit feindstaatenklausel und alliierten sonderGesetzen.
Der deutsche stellt dabei sowieso einen recht merkwürdigen charakter dar. aus den terrorfliegern die deutsche städte wie dresden berlin und hamburg zerstört haben wurden nach 45 rosinenbomber die man freudig begrüßte.
Irakischer und Tschetschenische Charaktere sind da wohl ein wenig kompromisloser.

Ronny22


28.1.2009 22:03:13
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Sorry, aber das ist ein wenig naiv betrachtet.....

Die Tschetschenen hatten nicht darum gebeten das die Russen ins Land kommen......Deutschland schon.

Und dort findet nicht nur eine "Unterdrückung" statt....angesichts der unzähligen, billigend in Kauf genommenen toten
Zivilisten und die ständigen Repressalien gegen die Zivilbevölkerung, kann man schon von einem Genozid sprechen....




Rasputin


29.1.2009 10:46:25
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Deshalb haben die Deutschen auch bis 5 vor 12 so fanatisch ihr Heimatland mit allen Mitteln verteidigt weil sie sich die Okkupanten herbei gesehnt hatten.

uwys


29.1.2009 11:36:49
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Ronny22 schrieb:
Sorry, aber das ist ein wenig naiv betrachtet.....

Die Tschetschenen hatten nicht darum gebeten das die Russen ins Land kommen......Deutschland schon.

Und dort findet nicht nur eine "Unterdrückung" statt....angesichts der unzähligen, billigend in Kauf genommenen toten
Zivilisten und die ständigen Repressalien gegen die Zivilbevölkerung, kann man schon von einem Genozid sprechen....





Wann haben die Deutschen denn bitte die Russen oder Amerikaner gebeten das sie unser Land besetzen?
Einen solchen Schwachsinn hae ich noch nie gehört!!
Tut mir leid aber das kann ich nicht anders ausdrücken!

Ronny22


29.1.2009 23:13:54
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Nana Leute.......Okkupanten.... 

NACH dem Krieg waren die Leute froh das die Amis da waren.............naja und das es eben die Amis waren und nich die Russen. 

Und fanatisch wurde im Osten gekämpft, im Westen hob man mancherorts auch schnell mal die Hände, damit die Scheisse vorbei ist.


Redet es euch nur weiter schön, Russland hat hier einfach mit brutaler, menschenverachtende Gewalt ein nach Freiheit strebendes Land besetzt um seine Interessen zu wahren, und tut es noch.

Egal ob man das jetzt mit Deutschland 45 vergleicht oder nicht.....wir leben im Jahr 2009 und immernoch herrscht Willkür und Gesetzeslosigkeit dort. Und Russland ist nicht bestrebt irgendwas zu ändern........

Der Krieg is offiziel beendet...."mission accomplished"........................woher kenn ich das nur.... 

Richtschuetze


30.1.2009 07:18:37
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NACH dem Krieg waren die Leute froh das die Amis da waren.............naja und das es eben die Amis waren und nich die Russen. 


Na Ronny also das mag für einen kleinen Teil der Leute zu treffen die meisten wollten hier keinen "Befreier" haben egal aus welchem Land! (das die Amis/Tommies den Menschen lieber waren als Russen/Polen oder auch Franzosen war klar!)

Denn um es nochmal zu sagen den Krieg verlieren wollten die große Masse der Deutschen damals nicht!

Gruss

Nomen Nescio


30.1.2009 19:07:16
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Richtschuetze schrieb:

NACH dem Krieg waren die Leute froh das die Amis da waren.............naja und das es eben die Amis waren und nich die Russen. 


Na Ronny also das mag für einen kleinen Teil der Leute zu treffen die meisten wollten hier keinen "Befreier" haben egal aus welchem Land! (das die Amis/Tommies den Menschen lieber waren als Russen/Polen oder auch Franzosen war klar!)

Denn um es nochmal zu sagen den Krieg verlieren wollten die große Masse der Deutschen damals nicht!
Aber noch lieber wollten sie damals, daß der Krieg vorüber war und es endlich wieder Essen gab !
Offensichtlich hast Du keine Ahnung davon, was es bedeutet in eine gefährliche Lage leben zu müßen. Da interessiert man sich nur das nackte Überleben.

Ich war 8, 9 und 10 als wir in Surabaya (Indonesien) wohnten. Fast tagtäglich, so lange wir da wohnten, wurde geschossen. Terroristen, Diebe, Polizei, Heer, usw.
Immer stärker werden meine Alpträume. Und dann rede ich nicht über Bombardierungen bzw. Kanonenschüße.

Ronny22


26.3.2009 15:55:15
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Endlich....

Russland erwägt nach Angaben aus dem Kreml ein Ende des Militäreinsatzes in Tschetschenien.

Die Regierung denke darüber nach, die 1999 gestartete "Anti-Terror-Operation" offiziell abzuschließen und tausende Soldaten aus der Kaukasusrepublik abzuziehen, sagte der Regierungsbeamte, der namentlich nicht genannt werden wollte, in Moskau der Nachrichtenagentur AFP. Es sei aber noch zu früh, um über einen Zeitrahmen zu sprechen.


Mal gucken wie und in welchem Zeitrahmen das umgesetzt wird. 

Ronny22


10.10.2009 21:35:22
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Hab mal ein wenig bei Youtube gestöbert und ein paar Videos rausgesucht, zum ersten vergeblichen Sturm auf Grozny, Silvester 1994.



Der Sturm der 131. Mot-Brigade aus Maikop


Die Brigade geht unter....

Durch freundliche Unterstützung vom Forums-Mitglied "Sturm" konnten die im Video enthaltenen Funkgespräche übersetzt werden:


Der Kampf um die Stadt  - ab ca. 1:20 min

(Übersetzung von den Funkübertragung)

- der 8te Block wird gleich Hilfe von Hubschraubern erhalten. Hier spricht Radius. (Zentrale)

- Ich bin seid über 30 Stunden hier in einer Falle... Habt ihr auch für mich irgendein Variante?

- der 14te Block demnächst kommt auch für die Hilfe. Nach unseren Plänen sollten sie in der nächster Zeit kommen. Weiter Durchhalten!. Radius.

- Radius ich brauche Hilfe hab schon 9 Tote und unzählige Verletzte, brauche dringend Hilfe, warte...
- Ruft Moskau an Bojewiki (Anmerk. tschetschenische Kämpfer) haben die Kontrolle über das Fernsehzentrum, wir kommen an den nicht mehr dran...


- Sara, Sara (Anmerk. Zentrale vor Ort), unser Waffenarsenal wurde getroffen, wir sind kampfunfähig...
...auf dem Weg von 13ten zu 14ten ca. 500 Meter von den Gleisen, da sind unsere Jungs. Die brauchen da Hilfe. Sie werden da einer nach dem anderen abgeschlachtet... Sara-Sara wie habt ihr mich verstanden? Helft wie ihr könnt!... Sara-Sara habt ihr mich verstanden? Wo seid Ihr?
(kurze Pause)


- Ja, Ja schreie nicht haben verstanden... können blos nicht helfen...

- der 8te Block meldet das ihnen die Munition ausgegangen ist. Wo bleiben deren Hubschrauber? Helft denen mit Hubschraubern, und und nehmt endlich Kontakt auf mit den Tanks, sind die endlich unterwegs?

- der 4te hatte Kontakt mit den Tanks aufgenommen. Sie meinten, dass sie in 15 min los fahren zu dem 8tem

- Jungs, schneller, schneller... da sind über 40 Mann, die können nix mehr tun, versteht ihr das?
Die wissen nicht mal wieviele Tode und Verletzte die haben, Jungs schneller...

- unser Block ist komplett zerschlagen... was sollen wir noch hier? Worauf warten wir noch hier?



Mehrere Blocks reden durcheinander... und melden alle dasselbe, dass sie dringend Hilfe brauchen<<< ANMERK. d. Übersetzers!


- Hier Radius- die Hilfe hat den 5ten passiert. mehr wissen wir in Moment auch nicht

- Radius- Radius- die Hubschrauber fliegen grade 200-300 Meter an uns vorbei, die sollen tiefer kommen und uns helfen

- Hier Radius- die können dich mithören, alles was du mir sagst, hören die auch...

- /redet mit den Hubschraubern/ Grüsst euch, wobei ... was für Grüsse zum Teufel, wenn ihr nicht in der Lage seid euren eigenen Männern zu helfen... Habt ihr Angst tiefer zu kommen?....

>>>wieder ein durcheinander<<< ANMERK. d. Übersetzers!

- nimmt die Toten und die Verletzten mit, und gebt uns Feuerschutz... wir können noch höchstens 10-15 min durchhalten... wir können nicht mal den Kopf heben, wir werden grade von allen 4 Seiten beschossen... HILFE

- eure Hilfe wurde auf dem Weg zu euch zerschlagen... 6te mein einziger Vorschlag für euch: nimmt paar Familien als Geiseln und versucht zu verhandeln....

- was für verhandeln %%% ... die werden nicht drauf eingehen... die wollen uns...

- ich verstehe eure Lage... war selbst den ganzen Tag in der selber Lage... versucht die Dunkelheit abzuwarten... in der dunkelheit könnt ihr bis zu uns schaffen... macht kleine Gruppen 3-4 Mann und versucht dann zu uns durch zu kommen... anders können euch nicht helfen...

-... &%&%&%&%... jaja   &%&%&%&% ...  danke für eure grossartige Hilfe... werden versuchen selbst zu recht zu kommen....



Überlebenden der Brigade kommen zu Wort

Ein überlebender Offizier des Entsatz-Trupps kommt zu Wort


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