Dieses Archiv enthält einen Auszug des Forums für deutsche Geschichte vom 24.10.2005 bis zum 19.04.2010. Wenn Sie mitdiskutieren möchten, besuchen Sie unser Forum unter forum.balsi.de.

Touristen besuchen das Schlachtfeld von Waterloo

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AutorBeitrag

merlin61


28.7.2006 00:59:45
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War hier schon jemand auf dem ehemaligen Schlachtfeld von Waterloo ?
Ich frage deshalb, da es mich interessieren würde ob die auf diesem Gemälde dargestellen Monumente heute noch zu sehen sind ?




Schon kurze Zeit nach Beendigung der Kämpfe von 18. Juni 1815 kamen erste Touristen und Souvenirsammler nach Waterloo.
Wie bei derartigen Besuchen üblich, studiert auch das Paar auf dieser Darstellung eines unbekannten Künstlers einen der Reiseführer,
die zumeist genaue und reich illustrierte Angaben zur Schlacht enthielten.

[...]

... (die) Löwenpyramide zum Gedenken an eine Schulterverletzung des jungen niederländischen Thronerben Wilhelm, die er
sich in Waterloo als Regimentskommandeur zugezogen hatte ... Links steht das 1818 errichtete Standbild der Hannoveraner,
rechts davon die 1817 aufgestellte Säule zum Andenken des jungen Alexander Gordon, der als Stabsoffizier Wellingtons hier starb.

... Zwischen den beiden Monumenten liegt das Gehöft La Haie-Sainte, das von der deutschen Legion des englischen Königs bis zum
Abend der Schlacht von Waterloo verteidigt wurde [...]

Gefunden habe ich das Bild und die Beschreibung hier: http://www.dhm.de/ausstellungen/bildzeug/qtvr/DHM/n/BuZKopie/raum_17.08.htm

Joni


18.5.2007 13:12:57
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Jap, ich war schon paar mal da! Aber da gibt es eigentlich nichts interessantes! Der Museumskomlex is´ auf dem Schlachtfeld, bzw. an dessen Rand! Der Berg mit dem Löwenmonument sthet noch so wie es auf dem Bild zu sehn ist, aber ansonsten ist des alles Wiese und Acker und noch mehr Wiese und Acker!!!


MfG Joni

oldman22


19.6.2009 15:34:14
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Es stimmt, dass rund um das Museum "nur Äcker und Wiesen" sind.
Aber ...

Die belgische Regierung hat das gesamte Areal, ich glaube 12 qkm, unter Denkmalschutz gestellt, was bedeutet, dass z.B. die Bauern nur bis zu einer bestimmten Tiefe pflügen dürfen.
Desweiteren kenne ich kaum ein weiteres Schlachtfeld, das sich in seinen Strukturen soviel Ursprünglichkeit bewahrt hat. Fast alle wesentlichen Liegenschaften sind zu besichtigen bzw. zu sehen: das Wirtshaus Belle Alliance (steht leer), Schloß Hougomont, die Meierei La Haye Sainte, die Gutshöfe Papelotte und Frichemont.
Denkmäler sind reichlich vorhanden, an entscheidenden Punkten gibt es Hinweisschilder. Als wichtigste Quelle sollte unbedingt das Museum und das Panorama (riesiges Rundgemälde) besucht werden. Außerdem werden Fahrten über das Schlachtfeld angeboten und erklärt, leider (noch) nicht in Deutsch. Gute Literatur usw. gibt es im Museumsshop.
Einen Besuch wert ist auch Wellington´s Hauptquartier in Waterloo, ca. 5 km in Richtung Brüssel. In Richtung Charleroi ist direkt an der Straße das Schlößchen Le Caillou, Napoleons Quartier vor der Schlacht, zu besichtigen.

Ligny, wo die Preussen am 15. Juni 1815 geschlagen wurden, liegt ebenfalls nicht weit ab. Dort sind auch noch wesentliche Gebäude erhalten und mit Hinweisschildern versehen. Gleichfalls gibt es dort im ehem. Hauptquartier des Generals Gérard ein kleines, aber feines Museum.

Quatre Bras (16. Juni 1815) findet man dagegen noch nicht einmal mehr auf der Karte. Ein noch bestehender zeitgenössischer Gutshof soll demnächst einem Einkaufscenter weichen. Sehenswert sind jedoch die dort befindlichen Denkmäler für den Herzog von Braunschweig, für die niederländischen Truppen (Oranier), den Belgiern und den Engländern.
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