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Allgemeine SS

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AutorBeitrag

Unbekannt


13.10.03 18:40:37
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Wann gab es die zum ersten Mal ?
Wie sah die Uniform aus ?
Ich habe einmal gelesen, dass sie eine Alterbegrenzung von 27 Jahren hatten (für den Eintritt).
Waren alle SS-Leute automatisch Mitglied der Allgemeinen SS (ich habe mal so was gehört) ?
Konnte jemand Mitglied der Allgemeinen SS und im Krieg bei der Wehrmacht sein ?

Sydney


13.10.03 18:52:15
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also...
gegründet wurde die SS a, 9. November 1925,,,
die uniformen waren durchgehend schwarz mit ner menge lameter...einer Hakenkreuzbinde auf rotem grund am linken arm...und dann noch einzeklheiten, je nach dem haufen dem sie angehörten (totenkopf an der Mütze etc.)
achja, und die gestapo hatte, um nicht erkannt zu werden meist Ledermäntel in braun oder beige und nen hut...
mehr weiß ich auch net, aber ich glaub net, dass man als wehrmachtssoldat in der Ss sein konnte, das warn ja zwei versch. orgas...es gab da eben nur die Waffem-SS die an der Front mitkämpfte, bzw. hinterher die drecksarbeit erledigte
hoffe, ich jkonnte dir etwas helfen

Unbekannte


13.10.03 18:57:44
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Meine Familie behauptet aber genau das von meinem Opa. Er soll Mitglied der Allgemeinen SS gewesen sein. Und wenn die eine Altersgrenze von 27 Jahren hatten, muss er spätestens 1929 dort eingetreten sein.
Es gibt kein Bild von ihm in SS-Uniform, aber eine Menge Bilder, die ihn in Uniform der Luftwaffe (dort war er bei der schweren Flak) und Uniform des Heeres zeigen.

waldi44


13.10.03 19:17:28
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Wer in der SS war, war in der SS und nirgendwo anders- ausser in der Waffen SS. Die Schlapphüte haben aber nichts mit der SS zu tun und eine Altersbegrenzung auf 27 Jahre ist gut möglich, galt aber nicht für Überstellungen bzw Versetzungen aus anderen Truppenteilen.
Ähnliches galt ja auch für die Wehrmacht und heute für die Bundeswehr!
Die Uniformen die später im Felde getragen wurden unterschieden sich nicht so grossartig von denen der Wehrmacht. Da haben sich schon Experten verguckt![ Editiert von Administrator waldi44 am 13.10.2003 19:20 ]

Unbekannt


13.10.03 19:48:46
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Auf dem Bild hat mein Grossvater die Uniformjacke aus. Eine Mütze hat er auch nicht auf.
Auf seinem Hemd befindet sich rechts ein flatternder Reichsadler (linker Flügel nach vorn, rechter nach Hinten) mit dem üblichen Hakenkreuz in den Fängen. Die Schulterstücke sind dunkel.
Diesen Reichsadler habe ich im Lexikon als den der Luftwaffe identifiziert.
Smiley mit Danke-Schild

Unbekannt


13.10.03 20:06:48
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Ich habe gestern diesen Antrag bei der WaSt gestellt (die sollen ja 6 Monate dafür brauchen ?!). Hoffentlich weiss ich dann mehr.
Ich habe denen genau beschrieben, wo mein Grossvater stationiert war (Polen und Rumänien).
Einen Familienstammbaum kann man über WaSt auch noch bestellen (unserer ist während der Flucht verlorengegangen).
Die Uniform der Allgemeinen SS soll übrigens im Kleiderschrank meiner Grosseltern gehangen haben, als der Krieg zu Ende ging (einer der polnischen Zwangsarbeiter hat sich die Jacke davon angezogen, als die Russen bereits einmarschiert waren).

panzerjaeger


13.10.03 20:20:22
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Hallo.
Es wäre prima wenn du ein Bild posten köntest, die SS Hatte schwarze Uniformen und am Kragenspiegel ein Parallelogramm das eine Nummer oder ein Zeichen für bestimmte W-SS oder SS Einheiten aufgelegt hatte.

Unbekannt


13.10.03 20:29:58
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Das mit dem Bild posten geht leider nicht, denn ich habe keinen Scanner hier. Ausserdem sind die Bilder verdammt unscharf. Auf dem einen Bild könnte das mit den Parallelogrammen stimmen, mein Grossvater steht aber zu weit hinten, man kann nur die schwarzen Parallelogramme auf den Kragenspiegeln sehen. Was, und ob etwas darauf ist, ist nicht zu erkennen.
Das Bild ist aber bezeichnet mit Polen 1941. Es handelt sich um die Feldküche. Und hinter den Soldaten, die dort um Essen anstehen befindet sich eine Reihe von polnischen ? Kindern.

Gast-anonym1


13.10.03 20:30:49
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Auf seinem Hemd befindet sich rechts ein flatternder Reichsadler (linker Flügel nach vorn, rechter nach Hinten) mit dem üblichen Hakenkreuz in den Fängen.

Jo, definitiv Luftwaffe Respekt-Smiley

Unbekannt


13.10.03 22:18:29
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Eben das hat mein Paps auch gesagt (der war Luftwaffenhelfer), der muss es wissen. Trotzdem glaube ich nicht, dass mich meine Familie mit der SS-Zugehörigkeit meines Grossvaters betuppt hat.
Das ist mir von meiner Mutter und von seinen Geschwistern bestätigt worden. Mir wurde aber gesagt, das sich SS-Angehörige freiwillig zur Wehrmacht melden konnten.

pratt


14.10.03 03:30:02
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Die SS existierte bereits vor dem Münchner Putsch 1923.
Entstanden aus der persönlichen Leibwache Hitlers die um 1923 etwa 200 Mann umfaßte (augeteilt auf mehrere deutsche Städte) und zu diesem Zeitpunkt noch "Stoßtrupp Adolf Hitler" genannt wurde. Mit der Zeit wurden diese örtlichen Stoßtrupps kollektiv als Schutzstaffel oder SS bekannt. Da die SA, nach dem Putschversuch 1923, bis 1926 verboten wurde, festigte die "kleine" SS in dieser Zeit ihre Stellung innerhalb der NSDAP.
Nach 1926 trat die SS wieder etwas in den Hintergrund.
Die "offizielle" Geschichte der SS beginnt am 16.1.1929 mit der Ernennung Himmlers zum Reichsführer SS. Zu dieser Zeit zählte die SS 280 Mann (!).Himmlers Auftrag lautete "aus dieser Organisation eine Elitetruppe der Partei zu machen".
In den Jahren bis 33 wuchs die SS auf ca. 25.000 Mitglieder. Als Hitler beschloß die aufsässige SA (von Seiten der SA wurde gefordert, die begonnene Revolution fortzusetzen, was zu diesem Zeitpunkt nicht mehr im Interesse Hitlers war)zu säubern, war die SS der bewaffete Arm Hitlers (Erschießungskommandos etc.)
Nach der Schwächung der SA wurde Himmler unmittelbar Hitler unterstellt, und die SS eine Sonderformation der Partei.
Bis 33 gab es keine offiziell anerkannten Zweige der SS, die einfach eine Gruppe "freiwilliger politischer Soldaten" war. Das änderte sich in den folgenden Jahren.
Aus dem ursprünglichen Kern spaltete sich ein Anzahl spezialisierter Gliederungen von Berufs-SS-Männern ab.
Infolgedessen wurde die Stammgruppe "Allgemeine SS" genannt.
Sie bestand aus allen SS-Männern, die nicht einer der Sonderformationen angehörten. (1939 ca 250.000 Mann)
Bei Kriegsbeginn wurden jedoch so viele Angehörige der "Allgemeinen SS" zur Wehrmacht und zu Waffen-SS eingezogen, das die Organisation zur Bedeutungslosigkeit schrumpfte.
Die Entwicklung anderer Gliederungen bildeten in etwa einen Ausgleich für das Dahinschwinden der "Allgemeinen SS" (hier hauptsächlich SD, Polizei und Waffen-SS - alle der SS unterstellt).
Quelle: u.a. Stein, Geschichte der Waffen-SS, Düsseldorf 1978
Grüsse
Pratt

Unbekannt


14.10.03 13:55:36
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Smiley mit Danke-Schild Pratt
"Zu dieser Zeit zählte die SS 280 Mann"
Gibt es irgendwo eine Liste mit Namen ?

pratt


14.10.03 16:35:45
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Im Bundesarchiv in Berlin findest Du die Mitgliederkartei der NSDAP. Ich gehe mal davon aus, das die erwähnten frühen SS-Mitglieder auch Parteimitglieder waren.
Grüsse
pratt

Unbekannt


14.10.03 18:29:51
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Ist diese Kartei online oder muss man extra einen Antrag stellen oder hinfahren ?
Smiley mit Danke-Schild

Unbekannt


14.10.03 19:05:17
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Ich habs gegoogelt :D
Adresse: Berlin Document Center
Abteilung Deutsches Reich
Finckensteinallee 63
12205 Berlin
email: berlin@barch.bund.de
Die Bedingungen sind anscheinend dieselben, wie beim WaSt. Also: Man muss zu den nächsten Angehörigen zählen. Ich muss also möglicherweise, bevor ich das beantragen kann noch meine Mum fragen.
Hat jemand schon mal beim Bundesarchiv recherchiert. Ich frage mich nun, ob mein Antrag beim WaSt nicht ausreicht.

Unbekannt


14.10.03 19:23:35
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Beim Bundesarchiv gab es eine PDF-Datei zum herunterladen auf der Interessantes zu erfahren war.
Also
1. ich muss auf jeden Fall um die Zustimmung meiner Mutter bitten, wenn ich etwas über meinen Grossvater erfahren will.
2. das Alter in dem der Eintritt in die SS möglich war, betrug mindestens 25 Jahre. Mein Grossvater kann also nach 1929 dort eingetreten sein.

pratt


14.10.03 19:55:54
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Warte doch einfach ab, ob Dir die Auskunft von der WAsT ausreicht, wenn nicht kannst Du immer noch beim Bundesarchiv nachfragen:D
Grüsse
Pratt

buntfisch


4.2.04 22:03:23
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Mein Onkel ist 1933 zur SS gegangen. Da war er 34 Jahre. Soviel zur Altersbeschränkung auf 27 Jahre.
buntfisch

Gepostet von unbekannte
Meine Familie behauptet aber genau das von meinem Opa. Er soll Mitglied der Allgemeinen SS gewesen sein. Und wenn die eine Altersgrenze von 27 Jahren hatten, muss er spätestens 1929 dort eingetreten sein.
Es gibt kein Bild von ihm in SS-Uniform, aber eine Menge Bilder, die ihn in Uniform der Luftwaffe (dort war er bei der schweren Flak) und Uniform des Heeres zeigen.

buntfisch


4.2.04 22:09:08
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Wie bestellt man den Familienstammbaum bei Wast?
buntfisch

Gepostet von unbekannt
Ich habe gestern diesen Antrag bei der WaSt gestellt (die sollen ja 6 Monate dafür brauchen ?!). Hoffentlich weiss ich dann mehr.
Ich habe denen genau beschrieben, wo mein Grossvater stationiert war (Polen und Rumänien).
Einen Familienstammbaum kann man über WaSt auch noch bestellen (unserer ist während der Flucht verlorengegangen).
Die Uniform der Allgemeinen SS soll übrigens im Kleiderschrank meiner Grosseltern gehangen haben, als der Krieg zu Ende ging (einer der polnischen Zwangsarbeiter hat sich die Jacke davon angezogen, als die Russen bereits einmarschiert waren).

Hofboy86


4.2.04 23:10:00
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Das mit der altersbeschränkung ist doch auch witzlos, da später jeder in die ss aufgenommen wurde der nur ne waffe in der hand halten konnte und schiest...
Hitler versties später sogar gegen seine eigene regeln und leis ausländer(fremdenlegionen) zu und fragte nich mal wo her die kamen--> so gesehen kann es doch gut möglich sein dass er erst später in die ss eingetreten ist! ich will sagen das die eintrittsregel und und "vorprüfungen" im laufe der Jahre sich stark verändert haben!
falls ich mich irren sollte sagts mir , so hab ich das aber mitbekommen

Ronny22


5.2.04 02:27:16
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Gepostet von waldi44
Wer in der SS war, war in der SS und nirgendwo anders- ausser in der Waffen SS...

Das ist so nicht richtig. Hab da mal folgendes dazu gefunden...ich hatte auch mal irgendwo so eine Zeittafel gesehen wie die "Karriere" eines Jungen im 3.Reich angelegt war...da war das auch so drin.
Mit 18 konnte ein Hitlerjunge SS-Bewerber werden. Auf dem Reichsparteitag desselben Jahres wurde er als SS-Anwärter aufgenommen und erhielt seine Kennkarte. Nach einer kurzen Probezeit schwor er den Treueeid auf Adolf Hitler. Mit 19 oder 20 (jahrgangsabhängig) wurde er dann zum RAD oder zur Wehrmacht eingezogen. Blieb er nicht bei der Wehrmacht, so kehrte er als Offizier oder Unteroffizier zur SS zurück, immer noch als Anwärter.
...
Erfüllte er alle Erfordernisse, so wurde der Anwärter schliesslich als SS-Mann aufgenommen. ...
...
Er verblieb bis zu einem Alter von 35 Jahren auf der Aktivenliste der Allgemeinen SS, dann wurde er auf Antrag in der Reserveliste der SS geführt.

waldi44


5.2.04 04:55:29
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Ja, ich denke, da habe ich etwas falsch "gelegen" mit meiner MeinungSmiley mit Hammer auf dem Kopf!
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